Mein Übungsplan. Tipps? :)

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Kevin88
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Mein Übungsplan. Tipps? :)

Erstellt: von Kevin88 » 04.01.2019, 17:47

Hallo :)
Ich stell mich erst mal vor denn ich bin neu hier im Forum:)
Ich bin Kevin 30 Jahre aus NRW.
Ich Spiele seit quasi genau einem Jahr gitarre (letztes Jahr Weihnachten eine gitarre bekommen).
Ich denke ich habe für das Jahr relativ zufriedenstellende Ergebnisse erzielt Spiele 4 Songs mittlerweile relativ gut..
Griffwechsel, Rhythmus, schlagmuster und auch zupfen komm ich gut mit klar mittlerweile.
Jetzt mal zu meinem Problem.
Ich hoffe ihr könnt mir vllt ein paar Tipps mit geben :) denn ich Spiele halt nur Songs nach gucke mir videos an und mache es nach..
Habe mir überlegt das ich mir einen übungsplan mache mit 3 Themen an denen ich jeweils 20-30 min täglich üben möchte und das dann 2 Monate am Stück :)
Welche Themen würdet ihr mir ans Herz legen die mich als Anfänger nach vorne bringen ?
Theorie blieb bisher komplet auf der Strecke. Würde es Sinn machen vllt das komplette griffbrett auswendig zu lernen ? Oder doch lieber Pentatonik? (Damit ich vllt auch mal mit den improvisieren kann) oder gibt es wichtigere Grundlagen womit ich evtl. Beginnen sollte? Damit ich das dann Stein auf Stein aufbauen kann.. Bin mittlerweile an einen Punkt angekommen wo mir das einfache nachspielen der Songs zu langweilig wird oder eher gesagt ich gemerkt hab das ich das instrument auf diese Weise nur bedingt "besser verstehe"... Würde mich über jeden Tipp den ihr mir auf den weg geben könnt freuen :) LG Kevin

slowmover
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Re: Mein Übungsplan. Tipps? :)

Erstellt: von slowmover » 04.01.2019, 19:33

Hallo Kevin,
spielst Du eine Akustikgitarre? Willst Du Songs begleiten oder willst Du im Fingerpicking Melodien mit eingewebter Begleitung spielen? Oder spielst Du E-Gitarre? Willst Soli spielen oder eher Rhythmus.

Natürlich gibt es eine theoretische Grundusbildung, der Du Dich z.B. auf Wiki-Books im Lagerfeuerdiplom widmen kannst. Aber unter Rhythmusitarristen sind die Fähigkeiten im Fingerpicking weniger wichtig. Nach dem Lagerfeuerdiplom kannst Du also Dich stärker in Deine Wunschrichting bewegen.

Instrument verstehen: Wenn Du die Ganz und Halbtonschritte einer Tonleiter kennst, kansst Du eigentlich schon eine Tonleiter z.B. in Dur und Moll an jeder Stelle des Griffbretts beginnen und spielen.
Wenn Du Dur, Moll, Sept, Sus Akkorde und typische Akkordfolgen kennst, verstehst Du besser was Du tust. Später kommen noch erweiterte Akkorde hinzu. Mit wenigen Griffen, die sich an jede Stelle des Griffbretts verschieben lassen, kennst Du über die Root Note (Grundton) bereits durch den Akkord den ganzen Bereich eines Griffbretts. Wieviel Saiten nach unten, wieviel Bünde nach rechts brauche ich um den gleichen Ton eine Oktave höher zu erwischen.
Die kleinen Tricks, die ein besseres Vertrauen ins Instrument geben vermittelt Mjchael auf Wikibooks ebenso wie das harmonische und rhythmische Basiswissen.

Warum habe ich keine Meinung zu Pentatoniken gegeben. Pentatoniken bieten Dir Lösungen zu Problemen, die Du noch nicht hast. Du musst Dir erst mal den Unterbau schaffen.
Gruss Hanjo

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Andreas Fischer
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Re: Mein Übungsplan. Tipps? :)

Erstellt: von Andreas Fischer » 04.01.2019, 21:50

Alles macht Sinn, wenn ,..... Ja wenn was?
Es kommt doch darauf an WAS DU willst. WAS du lernen willst.
Was ist dein Ziel? Ohne das zu kennen kann dior keiner raten was du üben solltest.

"Ich spiele Songs" sagt nicht viel aus und meist wird es auch noch falsch genutzt. Die meisten meinen damit Akkordgeschrammel ohne Gesang obwohl "Song" doch von "Singen" kommt.
Also was solls denn werden?
Lieder (Gesang) begleiten? Reines Rhythmusspiel? Klassik, Western oder E-Gitarre? Fingerpicking, Fingerstyle? Soli?
Ja WAS? möchtest du lernen?
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mjchael
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Re: Mein Übungsplan. Tipps? :)

Erstellt: von mjchael » 05.01.2019, 10:45

Nach einem Jahr nur 4 Songs?
Meinst du anspruchsvolle schwere Stücke?
Was für welche auf welchem Niveau?

4 Stücke auf einfachstem Niveau können meine Schüler schon nach der ersten Stunde. Nach etwas über einem Monat bis zu 20 halbwegs flüssig. Es geht dabei aber um Liedbegleitung.
Erste Stücke die auch Solo was her machen ab etwa den 2. Monat. (House of the Rising Sun, Wish You Were Here, Malanguena)

Verachte nicht das einfache!
Ich würde anfangen, mir ein Repertoire zu erarbeiten. Viele Aufgabenstellungen ergeben sich dann von selbst.

Lehrbücher können dir helfen, einen roten Faden zu bekommen.
Das Lagerfeuerdiplom mit seinen Folgebänden im Netz könnten einen Ansatz liefern.

Kevin88
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Re: Mein Übungsplan. Tipps? :)

Erstellt: von Kevin88 » 05.01.2019, 20:00

Hey erst mal Danke für die ganzen Antworten :) find ich nett das ihr euch die Zeit dafür nehmt! gestern leider nicht mehr gelesen aber dafür antworte ich jetzt mal.
Ja stimmt ich habe einige Information zu wenig berichtet dann fang ich mal an.
Ich Spiele akkustik Gitarre (westerngitarre)
Bis jetzt Spiele ich nur Lieder Begleitung. Lieder die spielen kann sind: Wieder mal nen Tag verschenkt (onkelz) Strophe und rafrain, no woman no Cry (Bob marley), stand by Me (Ben e. king), ich will nur das du weißt (sdp), Intro von nothing els matters.
Ob die Stücke anspruchsvoll sind weiß ich nicht genau. Hab jedenfalls drauf geachtet das es Unterschiede gibt (schlagmuster,perkussionsschläge,zupfmuster,Akkorde etc.) Damit ich auch was neues lerne..
Kann auf jeden Fall sagen das wieder mal nen Tag verschenkt schon etwas schwerer war durch das f-dur im rafrain. Aber Mittlerweile sitzt er.
Nothing els matters war auch echt schwer wegen den ganzen pulloffs slides etc. aber hab nicht aufgegeben und es sitzt auch mittlerweile (intro)..
Das mit dem lagerfeuerdiplom hört sich interessant an werde ich mir definitv anschauen:) Danke schon mal für den Tip:) an lehrbücher habe ich auch schon gedacht.
Könnt ihr mir welche Empfehlen ?
Was meinst du mit Repertoire ? Meinte du weiter neue Lieder lernen wo verschieden Techniken zum Einsatz kommen?
Was mein Ziel ist :D Das ist ne gute Frage xD Spaß bei seite fingerstyle finde ich echt cool das würde ich schon gerne können. Soli finde ich auch cool gehört ja auch irgendwie dazu bei vielen liedern. (Das solo fehlt mir zb. Noch bei den onkelz song) Bis jetzt Spiele ich nur für mich alleine aber könnte mir auch vorstellen irgendwann mit anderen Musikern zu spielen.
Zum Thema töne und griffbrett habe ich mir zufälliger weise heute ein Buch runtergeladen wo alles genau über halbton, ganzton, oktaven etc. Gelehrt wird. Das werde ich jetzt dann mal durch arbeiten.. singen habe ich auch schon versucht doch das klappt überhaupt nicht also gleichzeitig Spielen und singen denn dann hängt sich mein gitarren Spiel sofort auf :D LG Kevin

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Re: Mein Übungsplan. Tipps? :)

Erstellt: von Kevin88 » 05.01.2019, 20:09

Ach ein Ziel habe ich noch vergessen. Würde irgendwann gerne mal eigene Songs komponieren. Songtexte schreibe ich schon seit einigen Jahren wäre natürlich extrem geil irgendwann mal mein eigenes gitarrenlied dazu zu machen..

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Re: Mein Übungsplan. Tipps? :)

Erstellt: von mjchael » 06.01.2019, 02:13

Also 4 Stücke ist nach einem Jahr definitiv zu wenig.

Problem: Du lernst unvorteilhaft. Du nimmst dir zu schwere Sachen vor, bevor du das einfache sicher beherrschst.
Du magst auch einfache Sachen lernen, machst aber nichts damit.
Es gibt Bücher mit 100 Liedern nur für die ersten 3 Akkorde G C D

Also, lerne singen (muss nicht schön sein)
Packe dir die Lieder, die du lernen willst auf deinen MP3-Player oder aufs Handy und höre die bei jeder Gelegenheit. Mache beim Hören das Schlagmuster z. B. an der Hosennaht deiner Jeans.
Lerne die Schlagmuster und Standart-Akkordfolgen
(G Em C D oder G D Em C oder. ..)
Bevorzuge anfangs Lieder mit Standart-Akkordfolgen und einfachen Akkorden.

Und falls es irgend möglich ist empfielt sich ein Lehrer. Auch als VHS-Kurs.

Das Lagerfeuerdiplom wäre mein konkreter Rat, weil es sehr strukturiert ist, und dich auch auf Lieder hinweist, die gut fürs erste Lernen sind. Vom Stil vielleicht nicht immer dein Geschmack, aber einfach fürs Lernen.

Singen und gleichzeitig begleiten übt man mit einfachen Texten.
Refrain von Laudato Si, Knocking on heavens door, hey baby
Wenn Texte, dann einfach
Eisgekühlter Bomerlunder
If I had a hammer
He's got the hole world
O when the Saints

Also Texte über die man nicht nachdenken muss. Und keine Angst vor Kinder und Volkslieder, wenn du die auswendig kannst.

wenn mal die erste Hürde genommen wurde, wird es immer besser.

Hier mal meine Liederliste
https://de.m.wikibooks.org/wiki/Gitarre ... hl%C3%A4ge

Du siehst, wie schnell gute Lieder auftauchen.

Was die Bücher angeht, gehe mal in unser Unterforum. "Bücher"
Die Tipps sind getoppt (also unter den ersten Beiträgen)

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Re: Mein Übungsplan. Tipps? :)

Erstellt: von slowmover » 06.01.2019, 08:04

Es gehört zu einer seriösen Beratung, dass Mjchael als Urheber des Werkes auf Wiki-Books auch auf andere Bücher hinweist. Aber zuviel Auswahl führt zum selektiven statt strukturiertem Lernen.
Wenn Du zwei Dinge gleichzeitig bearbeitest ist es vernünftig. Mein Vorschlag:
Wiki-Books Lagerfeuer Diplom
und Sandercoe https://www.justinguitar.com/site-map-a ... -structure)
Falls Du einen VHS-Kurs oder Unterrichtsstunden nimmst, kannst Du zusätzliche Ressourcen natürlich selektiv einsetzen. Aber die Basis muss sitzen. Also systematisch
einen Grundstock erarbeiten.

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Re: Mein Übungsplan. Tipps? :)

Erstellt: von Frank-vt » 07.01.2019, 13:33

Finde 4 Lieder nach einem Jahr auch wenig. Und "können" kannst du ein Lied erst dann, wenn du es auswendig singen und spielen kannst, ohne aufs Blatt zu schauen. Das Singen muss auch nicht schön sein, aber nur so bekommst du m.M.n. hin, daß die Wechsel zum richtigen Zeitpunkt stattfinden.
Würde bei dem Stand auch einen Lehrer empfehlen.
Die von mir vorgebrachten Kritiken und Meinungen spiegeln ausschließlich meine eigenen, subjektiven Wahrnehmungen wieder. Wem diese nicht gefallen, darf sie gerne überlesen

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Re: Mein Übungsplan. Tipps? :)

Erstellt: von Andreas Fischer » 07.01.2019, 23:45

Frank-vt hat geschrieben: Und "können" kannst du ein Lied erst dann, wenn du es auswendig singen und spielen kannst, ohne aufs Blatt zu schauen.

Dann können Orchestermusiker ja gar nicht wirklich spielen.
Ich würde sagen das "ist nicht so" sondern es ist Ansichtssache
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Re: Mein Übungsplan. Tipps? :)

Erstellt: von mjchael » 08.01.2019, 00:21

Singen und spielen nach Songbook ist auch OK, aber Frank-vt hat recht! Richtig können tut man ein Stück erst, wenn man es auswendig kann.

Andernfalls sage ich: ich kenne es zwar, kann es aber ohne Text / Noten / Tabs nicht spielen.:D

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Re: Mein Übungsplan. Tipps? :)

Erstellt: von slowmover » 08.01.2019, 06:39

Nun ja. Wenn ich ein 3 oder 4 Chord Standard Song im Ohr habe, sollte ich die Songbegleitung (mit einem Standard-Rhythmus) als fortgeschrittener Anfänger auch sofort hinkriegen ohne Tabs oder Noten vor mir zu haben. Harmonische Zusammenhänge zu hören und zu erkennen ist effektiver als stumpfes memorieren im mechanischen Gedächtnis. Aber mit den Texten, da habe ich auch Schwierigkeiten.

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Re: Mein Übungsplan. Tipps? :)

Erstellt: von mjchael » 08.01.2019, 10:00

Klar sollte man das, aber selbst das Einfachste muss erst mal gelernt werden.

Das mechanische abspulen von Standard-Floskeln macht den Kopf frei für andere Dinge, an denen es noch hakt.

Ich finde es einfacher das zu analysieren, was man schon kennt. Zuerst einige Lieder mit 3 Durakkorden lernen, bevor man die 3 Hauptfunktionen Tonika, Dominante und Subdominante kennenlernt.
Erst die 50er- und die Popkadenz spielen, bevor man die Mollparallele kennenlernt.
Und wenn es ums Singen zur Begleitung geht, alles ausblenden, was die Konzentration anfangs stört.
Schwerer Text, ungewohnte Akkordwechsel, anspruchsvolle Rhythmen rauben den Anfänger die Konzentration auf seine Intonation und auf sein Gesangstiming zu achten.
Um alles weitere kann man sich später kümmern, wenn die Basics sitzen.

Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, wo ich beim Begleiten LERNEN immer nur ein und die selbe Strophe gesungen habe. erst etwas später kam das ganze Lied. Auch, weil bei den übrigen Strophen keine Akkorde mehr dabei waren.
Standard-Akkordfolgen und leichte Texte sind für mich das Mittel, um das Singen zur Gitarre zu lernen.

Ebenfalls ist es hilfreich mal ein paar Lieder von Interpreten zu spielen, die nicht gerade die schönste Stimme haben, damit sich keiner zu viele Gedanken darüber macht, dass er sich nicht gut anhört.

Meine bekannte Durchhalteparole:
Das sollst du nicht können,
das sollst du lernen!

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Re: Mein Übungsplan. Tipps? :)

Erstellt: von slowmover » 08.01.2019, 13:36

Nun singen und spielen gleichzeitig macht mir kein Problem, auch polyrhythmisch. Aber dutzende Texte zu behalten ist schwer. Ohne Textzettel schaffe ich bei
Like a Rolling Stone nur Refrain und erste Strophe. Danach vermischen sich die Textelemente aus verschiedenen Strophen und dann merke ich, dass der Text unsinnig wird.

Was Du über die Standard Akkordprogressionen schreibst finde ich auch elementar. Damit hat man sich schon die ersten 2 Millionen Songs so gut wie erarbeitet. Typische Schlagmuster, ein paar markante Riffs die bei einigen Songs dazugehören, und schon klingt die Begleitung nach Musik.

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Re: Mein Übungsplan. Tipps? :)

Erstellt: von Counterfeit » 08.01.2019, 16:32

Frank-vt hat geschrieben: Und "können" kannst du ein Lied erst dann, wenn du es auswendig singen und spielen kannst, ohne aufs Blatt zu schauen.

Da spiel ich nun doch schon einige Jahre Gitarre und erfahre gerade, dass ich kein Lied kann, weil ich eher "Bandgitarrist" bin und gar nicht singe.. ¯\_(ツ)_/¯

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Re: Mein Übungsplan. Tipps? :)

Erstellt: von Kevin88 » 09.01.2019, 11:56

Also die Standart Akkorde sitzen ja im Schlaf mittlerweile ohne hin zu gucken und auch flüssig im Wechsel auch bei schnelleren spielen.. die schlagmuster auch.. Kann die "Songs" ja blind spielen ohne tabs etc. Hab's wahrscheinlich falsch ausgedrückt... trotz allem komm ich zum verrecken immer raus sobald ich nur an den Text denke ist verhext :D ich denke der Tipp mit den "einfachen Akkorde und einfachen Texten" wird der Schlüssel sein.. Ich bleibe dran und werde mal berichten wie es klappt.. Danke noch mal für die Tipps.. LG Kevin :)

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Re: Mein Übungsplan. Tipps? :)

Erstellt: von mjchael » 09.01.2019, 22:42

Es gibt noch 3 wichtige Dinge, um Texte auswendig zu können.

1) Wiederholen
2) Wiederholen
3) Wiederholen

Ein paar Lieder kann ich auch nur mit Textvorlage. Aber ich habe viel für und mit Gruppen gespielt. Nach dem 20sten mal kann man das Lied fast auswendig, wenn immer einer da ist, dr die ersten zwei Worte einer Strophe singt. Und irgendwann kann man es dann.

Bei anderen Liedern sehe ich eine Geschichte, und merke mir die Nahtstellen.

Aber es ist halt auch ein wenig mit Arbeit verbunden.

Die eigene Stimme muss man genau wie ein Instrument schulen. Viele haben das Glück es schon spielerisch als Kind gelernt zu haben. Wer nicht das Glück hatte, der muss halt etwas mehr dafür investieren.

Einer meiner Schüler warvom Chor befreit, weil er hoffnungslos unmusikalisch war. Trotzdem wollte er als Mitarbeiter bei der Kinderarbeit für diese Gitarre lernen.
Auf einmal habe ich ihn dabei erwischt, wie er (zwar kaum hörbar) mit den anderen mitgesungen hatte.
ERWISCHT!
Er solle sich von niemanden mehr sagen lassen, er könne nicht singen.
So kann es gehen.

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