Richtig Jammen ohne das Langeweile aufkommt ...

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GuitarJung

Richtig Jammen ohne das Langeweile aufkommt ...

Erstellt: von GuitarJung » 05.07.2013, 19:37

Hallo ihr, ich melde mich nochmal mit einer frage an euch alle. Ich Lern grade Noten Lesen, schreiben ect. Die 5 Fingersätze der Pentatonik kann ich bereits, lerne da nurnoch das schöne und Harmonische Spiel der Pentatonik Töne usw. wenn ihr versteht was ich meine!?

Jedoch hört sich die Pentatonik bei mir irgendwie Langweilig an, und so Eintönig. Ich habe mal ein Video aus dem Internet rausgesucht in dem jemand vorsichhinjammt usw.. Das verbunden mit akkorden usw. sowas ist das was ich gern könnte. Mir ist klar das dies nicht von heut auf morgen geht aber meine frage, könnt ihr mir evtl. sagen, tipps geben etc. wie ich das auch z.b. so wie im video hinbekomme damit man auchmal einfach harmonisch jammen kann usw. ohne das es langweilig wird? Es kommt mir stark sovor als wenn mir auch die ahnung und die ideen fehlen um
soetwas spieln zu können vorallendingen die ideen ...

in den ersten 2,20 minuten ist gut zu hören was ich so meine ...
https://www.youtube.com/watch?v=gdrG9848Tdk

danke schonmal ... :)

GuitarJung

Erstellt: von GuitarJung » 05.07.2013, 19:45


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startom
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Erstellt: von startom » 05.07.2013, 19:48

Hoi
Der Typ in dem Video spielt in den ersten 2:20 Minuten so ziemlich alles, nur keine Pentatonik. Er erweitert Akkorde, spielt tonleitereigene Ueberleitungen zu anderen Akkorden, baut mal kurz ein Lick ein usw.
Er begleitet sein Melodiespiel quasi selbst.

Um das zu Ueben, vergiss erstmal die Pentatonik. Fang im Kleinen an und konzentriere dich mal auf die beiden Akkorde C-Dur und A-Moll.
Spiel nacheinander ein C-Dur und ein A-Moll und versuche, die passende Ueberleitung zu finden. Spoiler: Es ist der Ton H, der dich von C-Dur nach A-Moll führt, wie eine kleine Leiter sozusagen.

Setze bei C-Dur und A-Moll gezielt den kleinen Finger ein und schau, welche Töne zu diesen Akkorden noch passen, während du diese spielst. Auch hier ein Spoiler: Schau dir das Intro von Kansas "Dust in the Wind" genau an und analysiere das. Das ist ausschliesslich C-Dur und A-Moll, mit einigen Akkorderweiterungen.
Tom

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Erstellt: von everyBlues » 05.07.2013, 23:35

Startom hat ja schon einiges zu den Videos gesagt.

Das was bei dir jetzt passiert , das sich alles gleich und langweilig anhört , ist mir früher auch so geschehen.
Du darfst nicht nur die Pentatonik rauf und runter spielen. Sehe die Skala eher als Gerüst.
Befass dich mal mit der Blue-Note ( Bluse- Skala). Aber experimentiere auch mit allen anderen Tönen. Das heißt, fülle das "Gerüst"- Pentatonik.
Befass dich mit der Dur und Moll Skala ( kannst du die eine , kannst du auch die andere ;) )

Vll kann das jemand ja besser erklären. Ich tue mich damit immer etwas schwer.

Ich finde das buch "Blues you can use " ganz gut. Auch der zweite band ist gut.
Google das doch mal. Vll ist das was für dich.

Paul Fabulous
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Erstellt: von Paul Fabulous » 06.07.2013, 11:49

Mein Tipp: Lerne verschiedene Blueslicks (es reichen schon 2 - 3 am Anfang) und baue sie in dein Spiel ein.
Gruß
Paul

slowmover
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Re: Richtig Jammen ohne das Langeweile aufkommt ...

Erstellt: von slowmover » 10.05.2017, 23:28

Naja, nur C und Am klingt wohl dwie die Fahrstuhlmusik der Kreissparkasse. Die einfachste klassische Akkordfolge wäre Tonika, Subdominante, Dominante undn Tonika. Also C-dur, F- Dur, G-Dur, C-dur für den Rhythmusgitaristen.
Nun schaust Du dir Die Tòne von der C-Dur Tonleiter an und vergleichst sie mit G-Dur. 1 Tone ist anders: Das F wird zum Fis. Das lassen wir einfach weg. Das gleiche machen wir mit F-Dur. Aus H wird B. Lassen wir auch weg.

Was überbleibt sind die Töne A C D E G . Die Töne kommen also in allen drei Tonarten vor. Also können wir da mit geringem Unfallrisiko solieren. Diese Leiter heisst A-moll Pentatonik.
Beginne ich mit C also C D E G A ist es die C-Dur Pentatonik, Die passt genauso gut, logischerweise.

Nimmst Du jetzt 7er Dur Akkorde also C7 F7 und G7 und solierst mit der A-moll Pentatonik drauf klingt das schon ziemlich nach Blues. Wäre gut, wenn der Rhythmusgitarrist folgende 12 Takte spielte:
C7. C7. C7. C7
F7 F7. C7. C7
G7 F7 C7. G7

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mjchael
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Re: Richtig Jammen ohne das Langeweile aufkommt ...

Erstellt: von mjchael » 12.05.2017, 16:49

C-Dur / Am hört sich nach Fahrstulmusik an?





slowmover
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Re: Richtig Jammen ohne das Langeweile aufkommt ...

Erstellt: von slowmover » 12.05.2017, 19:52

Mjchael Du hast das "nur" weggelassen. Mit Deinen progressionen schaut das natürlich anders aus.. Die Rumba- Flamenco Quintfall Kadenz ist sowieso traumhaft. (Europa/still got the Blues)

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Re: Richtig Jammen ohne das Langeweile aufkommt ...

Erstellt: von mjchael » 15.05.2017, 09:29

Tatsächlich überlesen.
Um mit was ganz einfachem anzufangen, kann man ruhig die C-Dur-Tonleiter verwenden.
Einer spielt die Akkordfolge Am - G, der andere improvisiert mit dem Tonmaterial der C-Dur-Tonleiter darüber.
Wenn man wissen will, wie sich so was anhört:

https://tabs.ultimate-guitar.com/c/city ... er_crd.htm
Ok, die singen das ganze einen Ton tiefer. Aber für den Hausgebrauch setzt man das ganze einen Ton höher.

Das ist die volle Version. Springt mal gleich zu 4:40 min.

Etwas rockiger


Western bzw. Country-Style


Selbe Akkordfolge als Beat - gewöhnungsbedürftig, aber mit einigen sehr einfachen Solis


Beim Klassiker mit Am und G bin ich mir gerade nicht sicher ob es Am (also mit C-Dur-Tonleiter oder Am-Dorisch (Gleiche Akkorde aber mit dem Tonmaterial der G-Dur-Tonleiter) ist.

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mjchael
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Re: Richtig Jammen ohne das Langeweile aufkommt ...

Erstellt: von mjchael » 15.05.2017, 18:44

Witziger Versuch: einer spielt die Akkorde Dm C und der andere improvisiert ebenfalls mit dem Tonmaterial der C-Dur-Tonleiter darüber.
Funktioniert auch, und hat einen leichten Mittelalter-Effekt. (Für die Profis: D-dorisch).
Dm + C
Idee hatte ich von der Gruppe Ougenweide die maßgeblich den Mittelalter-Rock beeinflusst haben.
Original ist leider nicht zu finden.

Das gleiche funktioniert auch rockiger.

Hier bin ich mir nicht ganz sicher, ob man da nur mit der C-Dur-Tonleiter auskommt, aber versucht es mal. Die Akkorde sind die gleichen.


Beide Varianten sowohl Dm C als auch Am G lassen sich gut mit Barré begleiten. Dann stehen dem Rhythmus-Gitaristen einiges mehr an Dämpfungsmöglichkeiten zur Verfügung. Aber auch einfache Powerchords würden passen.
Am:3 G:2

Dm:3 C:2


Es geht aber auch mit einfachen Akkorden.
Für Am G hört sich auch mit Grundakkorden gut an
Am G

Bei Dm C klingt es vielleicht mit Capo im 5. Bund besser, wenn du die einfachen Akkorde Am und D spielst.
Denke dir hier einfach den Zeigefinger (1) als Capo
Dm:3 C:3

oder bei Am G ebenfalls mit Capo im 5. Bund spielst du die einfachen Akkorde Em D
Am:3 G:3

Hier hättest du die Möglichkeit zwischen der natürlichen Am-Tonleiter und D-Dorisch zu wechseln, ohne dass der improvisierende das Tonmaterial (der C-Dur Tonleiter) wechselt.

Alles Sachen, um nur mal vor sich hin zu jamen.

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Re: Richtig Jammen ohne das Langeweile aufkommt ...

Erstellt: von Duspol1 » 16.06.2017, 10:28

Hallo!

Habe gerade die Beiträge gelesen und finde das Thema auch interessant! Ich denke für uns Anfänger wäre es ganz gut wenn vielleicht einer von euch Fortgeschrittenen/Profis ein kleines Stück in Noten oder Tabulatur mit Übergängen der Tonleitern/Akkorde, Erweiterung der Akkorde usw. hier rein stellen könnte. Lesen ist immer die eine Sache, ich kann es besser verstehen wenn ich es sehe und selber mal ausprobieren kann. Klar, für denjenigen der es verstanden hat und kann ist es wahrscheinlich einfach und logisch! Oder erklärt uns mal wie euer Weg dahin war, hattet Ihr 10 Jahre Unterricht, hattet ihr einfach Glück und einen geilen Lehrer, spielt ihr vielleich schon seit 5 Gitarre und seid einfachvrein gewachsen oder, oder, oder...!
Ich denke Ihr wisst was ich meine, jetzt lasst uns nicht dumm sterben!:-))))

Und los gehts, lasset die Infos fließen!:-)

Gruß

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Re: Richtig Jammen ohne das Langeweile aufkommt ...

Erstellt: von mjchael » 16.06.2017, 13:53

Was mir gerade dazu einfällt, ist ein älterer Beitrag (2011) von mir:

Ein einfaches Hörbeispiel, wo ich eine wirklich extrem einfache Improvisation getabbelt habe.
Man kann sie einfach nachspielen, oder - was ich besser finde - sich zu eigenen Improvisationen inspirieren lassen.
post250625.html
Die Datei könnt ihr mit Powertab oder auch Tux-Guitar öffnen.
Ich glaube mit der Software Powertab werden auch die Akkorde angezeigt.

Akkordfolge dazu sollte man vorher lernen, ist aber nicht besonders schwer:
Dm7 G7 Cmaj7 %X/X.X/X.3/3.2/2.1/1.0/0[Fj7]

%X/X.2/1.3/3.2/2.3/4.X/X[Bm7b5] E7 Am7 A7

Code: Alles auswählen

[tabs]Dm7 G7 Cmaj7 %X/X.X/X.3/3.2/2.1/1.0/0[Fj7][/tabs]
[tabs]%X/X.2/1.3/3.2/2.3/4.X/X[Bm7b5] E7 Am7 A7[/tabs]

Beachte: Der Bm7b5 beginnt im 2. Bund!

Mehr zu der Akkordfolge und weitere Hörbeispiele von den wirklich großen Gitarristen:
post378830.html#p378830

Gruß Mjchael

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