Melodisch Moll Anwendung

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Basty91
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Melodisch Moll Anwendung

Erstellt: von Basty91 » 17.03.2016, 16:54

Servus Leut,

zur Zeit befasse ich mich melodisch Moll.
Ich stöberte einige Seiten durch und bin trotzdem noch verwirrt.

Soviel ich weiss, bei diesem Moll wird die Sexte und Septime um einen Halbton erhöht.
Daraus ergibt sich dann in diesem Bsp. A

A B C D E F# G# A

soweit so gut. was mich verwirrt, dass es auch was von Melodisch Moll aufwärts gibt.

Wie soliert man darüber dann??

Man hat ja bei Melodisch Moll die Akkorde:

Amaj7, Bm7, Cmaj7#5, D7, E7, F#m7b5, G#m7b5



Metallica Nothing else matters steht in E melodisch Moll genauso Johnny Cash Hurt in A melodisch Moll.
Dadurch änderm sich ja die Akkorde aber Soli keine Ahnung wie ich darüber spielen soll...

Die Akkorde zum Bsp:

Amaj7, D7, E/, Amaj7

Und darauf will ich Melodisch Moll aufwärts spielen, wechsel ich dann beim abwärts spielen wieder zu Am, Dm, Em, Am, oder wie funtioniert das???


Danke :)

slowmover
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Re: Melodisch Moll Anwendung

Erstellt: von slowmover » 17.03.2016, 20:58

Warum machst Du Dir das leben so schwer. Melodisch Moll bezieht sich erst einmal auf die Melodie. Egal ob man einen Leitton hinzufügen will oder der Sängering. Probleme mit Halbtönen nehmen wollte, es geht halt um das solieren.
Warum solltest Du Dir das Leben schwermachen mit einem Vierklang. du kannst eine stinknormale Am, Dm, E-Dur oder 7 Akkordfolge nehmen oder wenn es ganz zahm sein soll auch e-moll, und mit Deinem melodisch moll loslegen. Der Dreiklang Am wird erst durch den 4. Ton, das Gis zum Maj7 und sperriger.
Dann probierst Du es mit mit Maj7 Akkorden für A und D.
Du merkst dann recht schnell, dass Du Dich bei den Maj 7 Akkorden wohler fühlst wenn Du nur die die Töne von melodisch Moll aufwärts spielst.
glückwunsch, schon hast Du eine Jazztonleiter gefunden.: MMA (melodisch Moll Aufwärts). Ja, A7 D7 und E7 kannst Du auch mal nehmen und schauen was passiert.

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mjchael
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Re: Melodisch Moll Anwendung

Erstellt: von mjchael » 21.03.2016, 14:20

Die Tonart Am - natürlich hat die gleichen Akkorde wie C-Dur
F C G Dm Am Em (Hm7b5)
Die Töne sind dementsprechend gleich
(A H ) C D E F G A H C
Nun spielt man bei Am gerne E bzw. E7 statt Em als Dominante, die zurück zum Am leitet.
Aus dem Ton G wird bei der Begleitung und sehr oft auch bei der Melodie aus dem G ein G#.
Abgeleitet von der Dur-Terz von E-Dur ( E G# H)
Nun hat man aber den etwas unsanglichen Sprung von F nach G#. Diesen mildert man gerne dadurch ab,
indem man auch das F nach F# erhöht, womit die Melodie geschmeidiger wird.
Diese Erhöhungen werden aber immer nur dann gebraucht, wenn man den Akkord E-Dur bzw. E7 vor sich hat.
Bei allen anderen Akkorden muss man F und G nicht unbedingt erhöhen. (kann es aber)
Daher wird bei der melodischen Tonleiter aufwärts
A H C D E F# G# A
angegeben und abwärts
A G F E D C H A
Aber bei der eigentlichen Melodie kommt es auf den gerade gespielten Akkord an,
und ob man die Spannung bzw. den Leitton-Charakter haben möchte oder nicht.
Da hilft dir die Theorie nur dabei, mit welchen beiden Möglichkeiten du rechnen musst,
was du aber tatsächlich spielst, entscheidet letztendlich das Ohr (bzw. Anhören des Originals).

Gruß Mjchael

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