Frage zur Spieltechnik - schnelles riff (metal)

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Khaaoos
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Frage zur Spieltechnik - schnelles riff (metal)

Erstellt: von Khaaoos » 16.09.2015, 14:08

hey,

ich acker mich leider gerne an stücken ab, die mir gut gefallen, aber jenseits meiner spielerischen Möglichkeiten liegen... meistens liegt's - wie auch hier - an der Geschwindigkeit..
und ich könnte wohl mal eine Hilfestellung bei diesem Dingens hier gebrauchen. :)
ich spiel noch nicht so lange und bin auch nicht mehr allzu jung :D aber ich will solche riffs. :D

tab.JPG
tab.JPG (20.25 KiB) 845 mal betrachtet


zur Vereinfachung auf die ersten 6 Töne reduziert....
ich spiele die a-saite als downstroke, dann die e up-down. a wieder downstroke...usw..

klappt soweit auch ganz gut... aber ich weiss nicht, wie ich jemals so schnell werden kann wie eigentlich vorgesehen..

gibt es eine bessere/einfachere Technik? zb die a-saite im bespiel nicht immer als downstroke sondern abwechselnd bzw dem 'regulären' wechselschlag folgend?
Oder würde es mehr bringen, die e-saite erstmal immer nur 1x anzuschlagen um sich an die doch recht ordentliche Geschwindigkeit zu gewöhnen?

geht um das Riff von At the Gates - Cold. Hier der Track im YouTube-Video

Das hier dargestellte Riff ist ziemlich am Anfang... ca bei 0:11 - 0:17


ich danke schonmal herzlichst :)
die musik ist sicherlich nicht jedermann's Sache... aber bei der Technik kann ggf trotzdem jemand helfen...

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GuitarRalf
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Re: Frage zur Spieltechnik - schnelles riff (metal)

Erstellt: von GuitarRalf » 17.09.2015, 08:21

Moin auch,

nun jut, die Musik ist etwas abseits meiner eingeschlagenen Richtung, aber da es grundsätzlich um Gitarrespielen geht , will ich dir kurz mitteilen , wie ich solche Metal-Riffs übe. Sieh es weniger als Hilfestellung, dazu bin ich mit der Materie einfach noch uneins, sondern als Aussage.

1. Du willst eine Zielgeschwindigkeit erreiche . Welche ? Getappt hab ich zwischen 140 und 160 Bpm. Es ist aber möglich, dass ich mich vom Schlagzeug hab verwirren lassen. Beginne mit der Geschwindigkeit, mit der du das Riff schaffst. Wenn es dir mit deiner gewählten Geschwindigkeit zu langweilig wird, dan erhöhe die Geschwindigkeit um ca. 5 Bpm. Dazu spiel das Riff ohne Vorlage und Taktgeber frei wie es dir möglich ist. So oft, bis das Riff von dir abgeshreddert ist.
2. Ich denk, es bringt nur Verwirrung, wenn du statt den gegebenen Noten einfach einige weglässt. Das ist dann ja ein anderes Teil. Also , wenn du es packen willst, dann üb es bis es dir gelingt.

BTW, ich üb zur Zeit ´n Canon von Pachelbel. Weiß echt nicht, wann ich das letzte mal versucht hab etwas auswendig zu lernen. Nun mach ich das Teil täglich morgens und abends, seit ca. 3 Wochen, und es haut mich jedesmal wieder raus. Auswendig lernen ist wohl zu öd, aber wenn Schulkinder Vokabel lernen müssen, warum sollte uns das :) ins Gedächtnis hämmern :) dann verwehrt bleiben.

Gruss
GuitarRalf
...Die Gitarre ist viel zu sturr, als dass die sänge... Ach, wäre ich doch ein fähiger Musiker...

everyBlues
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Re: Frage zur Spieltechnik - schnelles riff (metal)

Erstellt: von everyBlues » 17.09.2015, 20:19

Khaaoos hat geschrieben:ich spiele die a-saite als downstroke, dann die e up-down. a wieder downstroke...usw..
.


Nicht meine Musik. Aber, ich würde jeweils die oberen Saiten (erst E, dann A, wenn ich richtig sehe), also die Saiten die zweimal hintereinander angeschlagen werden, nur mit Wechselanschlag spielen. Die anderen dann mit Abschlag oder Aufschlag.

Wechselanschlag ist flüssiger und schneller, als immer up-down. Wichtig ist, langsam anfangen, nicht gleich zu Anfang all zu schnell spielen zu wollen. Die Geschwindigkeit, kommt mit der Zeit.

Hoffe ich ahbe dich richtig verstanden, und du mich :)

Edit: Aso... in deinem Fall kannst du ruhig mit einem Aufschlag anfangen ( wenn du damit besser zurecht kommst), dann, E saite Wechselanschlag, und A wieder aufschlag. usw..... kannst aber auch mit einem Abschlag anfangen, dann, folgend einen Wechselanschlag auf der darüberliegenden Saite, usw....
Zuletzt geändert von everyBlues am 17.09.2015, 20:32, insgesamt 3-mal geändert.

everyBlues
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Re: Frage zur Spieltechnik - schnelles riff (metal)

Erstellt: von everyBlues » 17.09.2015, 20:24

sorry.

Khaaoos
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Re: Frage zur Spieltechnik - schnelles riff (metal)

Erstellt: von Khaaoos » 18.09.2015, 09:22

danke für die tipps :)

hab gestern auf YouTube ne spieltechnik entdeckt, die scheinbar ganz gut brauchbar ist.
ging um 'galopping' riffs, die mithilfe einer art 'kreisbewegung' der Schlaghand gespielt werden.
mit ein bisschen Übung könnte das ggf zu einer deutlichen geschwindigkeitssteigerung führen... hatte zumindest den eindruck dass das funktionieren könnte... ich bleib dran :)
bisher sind 130bpm einigermaßen sauber möglich... ob ich jemals auf die erforderlichen 180 komme, bleibt abzuwarten.


ZeroOne
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Re: Frage zur Spieltechnik - schnelles riff (metal)

Erstellt: von ZeroOne » 18.09.2015, 10:31

ACHTUNG ACHTUNG ACHTUNG!!!

Triplets sind etwas vollkommen Anderes als das was in dem At The Gates Song passiert!!! in deinem Video spielt der gute Herr 2 16tel gefolgt von einer 8tel (mit einer wirklich furchtbaren Technik wie ich finde). Bei Cold handelt es sich aber um 8tel Triolen, was dazu führt, dass du eigentlich einen absolut durchgängigen Wechselschlag OHNE unterbrechungen hast, das heißt diese minimale Pause, die er in seinem Tutorial-Video habt gibt es bei dem Riff den du anstrebst nicht!!!

Was du üben musst sind Single-Note-Riffs, sehr schnelle Single-Note-Riffs. Jetzt ist dein Song zwar ansich nicht wahnsinnig schwierig, hat aber dennoch 2 Schwierigkeiten dabei: 1. Der Riff ist so schnell, dass du um den Wechselschlag nicht rum kommst, 2. Die Triolen können für Verwirrung Sorgen.

Mein Vorschlag wäre jetzt diese Art von Riffs in einer langsameren Grundform zu üben, wärend diese mit normalen Achteln auskommen.

https://www.youtube.com/watch?v=8fl_D-LFVZU der Mainriff wäre ein Beispiel

oder auch

https://www.youtube.com/watch?v=nM__lPTWThU

https://www.youtube.com/watch?v=8dFQ5OxV72M eine Stufe dadrüber, aber auch hier muss die rechte Hand schön durchlaufen. (außerdem sollte dir das Teil ja gefallen ;))

Selbst wenn dir meine Beispiele nicht zusagen, achte wirklich darauf, dass diese gallopierenden Triplets nicht das sind was du in deinem speziellen Fall erreichen willst!!!

Khaaoos
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Re: Frage zur Spieltechnik - schnelles riff (metal)

Erstellt: von Khaaoos » 18.09.2015, 11:47

hi,

die starke Ähnlichkeit zu painkiller ist mir auch aufgefallen... damit tu ich mir ähnlich schwer... spiele das aber tatsächlich komplett im wechselschlag, während ich bei 'cold' ja immer versuche, 2 downstrokes beim saitenwechseln zu machen ... kann ja nicht schaden, wenn man beides übt...

danke für die tipps. dass das nicht direkt 'galopping' ist, hab ich wohl bemerkt, aber (mein theoriewissen ist recht begrenzt) es ist vom 'grundgerüst' her ja immerhin auch '2 töne auf der einen, der dritte auf ner anderen saite' .... auch wenn der Rhythmus anders ist.


ich üb dann mal fleissig weiter :)

ZeroOne
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Re: Frage zur Spieltechnik - schnelles riff (metal)

Erstellt: von ZeroOne » 18.09.2015, 11:59

klar, ich verstehe ja auch was du meinst, nur wirklich, das ist nen konstantes ding, das ist prinzipiell reiner wechselschlag. sicher kann man das auch mit economic picking machen, ist aber erstmal noch ne runde schwieriger.

Khaaoos
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Re: Frage zur Spieltechnik - schnelles riff (metal)

Erstellt: von Khaaoos » 18.09.2015, 12:14

danke nochmal... hab ich soweit kapiert -::-::-
werd mir dann erstmal das Etappenziel 150bpm per wechselschlag setzen... mal schauen wann bzw ob ich das hinbekomme ..

Khaaoos
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Re: Frage zur Spieltechnik - schnelles riff (metal)

Erstellt: von Khaaoos » 08.12.2017, 09:40

hi,
hab mich die Tage mal wieder am 'bösen' riff probiert und bin tatsächlich heute bei 150... fehlt zwar durchaus noch was zu den erforderlichen 180, aber immerhin geht es trotz recht entspannter übungsweise langsam vorwärts.. 20bpm in 2 jahren ... immerhin :D
wenn ich 50 bin, dann kann ich's :D

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