Wann anfangen Barré-Akkorden zu lernen?

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EndlessSpace
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Wann anfangen Barré-Akkorden zu lernen?

Erstellt: von EndlessSpace » 24.08.2015, 16:46

Hallöle,

ich wollte immer schonmal Gitarre spielen lernen aber naja die einen sagten mir "Unter XXX€ brauchst du dir keine zu kaufen" und dies und jenes und auf das solltest du achten und im Endefekt wurde es nichts draus.

Ich habe mir dann einfach eine Gitarre gekauft eine Western Gitarre und angefangen zu spielen, aber meine Finger taten sehr weh und jemand gab mir den Tipp eine Konzertgitarre zu kaufen. Weil ich schon eine Western hatte musste ich preislich bei der Konzertgitarre abstriche machen. - Macht nix - ich finde zum Üben ist die allemal tauglich, ich als Anfänger merk da jetzt keinen unterschied und finde sie klasse. Klanglich wird sie wohl nicht ganz so schön sein aber für den Anfang ist dass ja eh egal. Ich muss erst greifen lernen und wenn ich die lieder richtig drauf hab fetz ich sie auf der Westerngitarre.

Ich habe mir ein Buch gekauft, Peter Bursch Gitarrenbuch - habe aber nur bis zu Marmorstein und Eisen bricht gelernt und hab stattdessen "cooleres" gelernt:



ich bin kein Russe aber das Lied und das Zupfmuster find ich furchtbar schön. Ich kann auch die ersten 3 Akkorde von Jhonny cash - hurt aber dieses Lied von Alkesin habe ich am meisten geübt. Ich kann es nicht fehlerfrei aber mir macht es großen Spaß das zu spielen. Ich habe dann auch "behind blue eyes" von limp bizkit geübt. Das Zupfmuster habe ich drauf beim Barreegriff schmier ich aber glatt ab.

Ich weiß auch garnicht ob ich mich schon an Barreegriffe wagen sollte. Ich übe im Augenblick jeden Tag mal mehr mal weniger lange und ja macht aufjedenfall Spaß nur weiß ich nicht ob ich da zu planlos alles durcheinander übe und wann ich mich erst an barreegriffe wagen sollte. Soll ich vielleicht doch erstmal das Buch abarbeiten oder kann ich durchaus auch ein paar andere lieder lernen?

Sweep
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Re: Wann fange ich mit Barree an?

Erstellt: von Sweep » 24.08.2015, 18:24

Es macht schon Sinn erst mal die offenen Grundakkorde zu lernen:

C D E Em G A Am
ggf. auch:

Dm B7 G7 D7
Das trainiert die Finger und ist eine gute Basis für Barré-Akkorde und andere...

EndlessSpace hat geschrieben:Soll ich vielleicht doch erstmal das Buch abarbeiten oder kann ich durchaus auch ein paar andere lieder lernen

Nein, du brauchst das Buch nicht abarbeiten. Aber es bietet dennoch eine gute Orientierung beim Lernen. Die Kapitel bauen in der Regel gut aufeinander auf, so dass alles in einer sinnvollen Reihenfolge nach und nach erlernbar ist. Es kann also nicht schaden und beim Lernen durchaus wie ein roter Faden sein, der dich nach und nach an die wichtigsten Griffe und Spieltechniken heranführt. Dazu gehört jedoch auch Disziplin und es lockt jederzeit die Versuchung sich an "cooleren Songs" zu versuchen. Du kannst die "Arbeit" mit dem Buch jedoch durchaus mixen, indem du hin und wieder mal Songs antestest, die dir persönlich gut gefallen. Doch ich würde empfehlen, solche Ausflüge anfangs in Grenzen zu halten, da die Songauswahl erfahrungsgemäß oft nicht zum eigenen Können passt und daher für den Lernerfolg nicht gerade von Vorteil ist.

Viele Grüße
Sweep

EndlessSpace
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Re: Wann anfangen Barré-Akkorden zu lernen?

Erstellt: von EndlessSpace » 24.08.2015, 18:50

Vielen Dank, die Grundakkorde die du gepostet hast kann ich bis auf G7 D7 und Dm - aber ich kann amoll h7 cadd9. Kann ich mich an einem Zeitfaktor orientieren? Lernfortschritte sind ja individuell aber gibt es so eine Zeitspanne bei der man sagen kann, nach xy Monaten sollte man sich daran wagen - oder wenn man von den Akkorden die du genannt hast in alle fehlerfrei wechseln kann - dann kann man sich an barree versuchen?

Ich werde also wieder zurück ans Buch gehen und dass ein oder andere Lied adden. Ich mag halt sehr gerne Zupfmuster aber ich werde vermutlich Sweet home alabama als nächstes üben(neben dem Buch), ist ja eigentlich ein klassiker für anfänger oder sieht da jemand Probleme.

Sweep
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Re: Wann anfangen Barré-Akkorden zu lernen?

Erstellt: von Sweep » 24.08.2015, 19:06

EndlessSpace hat geschrieben:Vielen Dank, die Grundakkorde die du gepostet hast kann ich bis auf G7 D7 und Dm - aber ich kann amoll h7 cadd9.
Nicht wundern - ich hatte einige Formatierungsfehler bei meinen geposteten Akkorden und daher meinen Beitrag nochmal bearbeitet. Das kleine F würde ich auch noch zu den Grundakkorden zählen.
Bild


EndlessSpace hat geschrieben:wenn man von den Akkorden die du genannt hast alle fehlerfrei wechseln kann - dann kann man sich an barree versuchen?
Ja, meiner Meinung nach schon. H-Moll zum Beispiel kommt in vielen bekannten Songs vor und wäre eine sinnvolle Ergänzung des eigenen Akkord-Reportoires.

EndlessSpace hat geschrieben:Lernfortschritte sind ja individuell aber gibt es so eine Zeitspanne bei der man sagen kann, nach xy Monaten sollte man sich daran wagen
Nein, gibt es nicht. Aber wenn ich schätzen müsste vielleicht so in etwa:

Innerhalb der ersten 3 bis 6 (9) Monate: Alle Grundakkorde sauber greifen
Innerhalb der ersten 6 (9) bis 18 Monate: Die meisten Grundakkorde flüssig und sauber umgreifen.
Das kann aber auch wesentlich länger dauern, wenn jmd. zum Beispiel nur sporadisch hin und wieder mal übt oder mehr "rumdattelt" als übt.
Ich denke die meisten fangen mit Barré-Akkorden frühstens nach 9-18 Monaten an. Bei dem Einen geht's schnell beim Andern langsamer...

Beim Thema Akkorden wird ja immer nur die linke Hand betrachtet. Die Musik jedoch macht erst die rechte und Zupfmuster und Rhytmuspattern wollen auch erstmal gelernt sein. Das darf man nicht vergessen. Mit den Grundakkorden kommt man schon sehr sehr weit und es macht auch Sinn sich dann mal mehr mit der rechten Hand, also dem Rhytmus zu beschäftigen und nicht zu sehr auf die linke Hand zu fokussieren. Um das Zusammenspiel von linker und rechter Hand zu üben reichen bereits 1-2 Akkorde ;)

VG Sweep

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Re: Wann anfangen Barré-Akkorden zu lernen?

Erstellt: von EndlessSpace » 25.08.2015, 09:17

Oke dann erstmal vielen Dank an dieser Stelle. Dann mach ich mal weiter mit dem üben =)=)=

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mjchael
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Re: Wann anfangen Barré-Akkorden zu lernen?

Erstellt: von mjchael » 26.08.2015, 15:22

Es gibt tatsächlich Leute, die fangen gleich mit Barré-Akkorden an. Es geht also irgendwie, aber ich halte es für unnötig schwer.
Im Lagerfeuerdiplom hast du eigentlich eine sinnvolle Einteilung.

Ich kann jedem nur raten, die 12 Grundakkorde zuerst zu lernen.
A D G C Em Am
F Dm E H7 G7 D7
Wenn du für jeden Akkord etwa eine Woche veranschlagst, (neben der Spieltechnik wie Anschlag, Zupfen etc.) dann hast du erst mal etwa 3 Monate zu tun. (Der eine etwas schneller, der andere etwas langsamer.)

Danach stelle ich den Schülern immer frei, ob sie zuerst Barré-Akkorde lernen wollen, oder ob sie lieber erweiterte Akkorde (wie Sus4, add9 etc.) lernen wollen.

Ich bin damit eigentlich immer recht gut gefahren.
Viele Barré-Akkorde kann man umgehen (andere Tonart, oder ein wenig herumtrixen).
Und es gibt unzählig viele echt gute Lieder, die ganz ohne Barré auskommen.

Je früher du mit den Barré-Akkorden anfängst, desto schwerer fällt es dir.
Wenn es aber unbedingt das Lied deiner lieblingsgruppe sein muss, dann nimmt man auch mal was auf sich.
Wenn es aber nicht sein muss, ist nach 2 - 3 Monaten eigentlich ein guter Zeitpunkt.

(siehe Signatur)

Gruß Mjchael

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Re: Wann anfangen Barré-Akkorden zu lernen?

Erstellt: von Torfi » 26.08.2015, 21:45

Ja, ich halte es auch für sinnvoll, bald mit Barre Akkorden zu beginnen, da es sehr lange braucht, bis sie sich wirklich gut anhören.

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Re: Wann anfangen Barré-Akkorden zu lernen?

Erstellt: von EndlessSpace » 27.08.2015, 16:56

Hm... also ich bemerke bei meiner Gitarre oft dass es schwer ist alle Seiten runter zu drücken (wie beim barre halt üblich). Meine Gitarre war auch nicht gerade die teuerste(also die Konzertgitarre) und die A Seite schnallt oft obwohl sie richtig eingestimmt ist, ich weiß nicht ob das daran liegt dass sie billig war aber ich habe einen Kumpel der hat eine Fender. Bei ihm klingt alles was er spielt so klar... gut kann aber auch sein, da er das schon ein paar Jahre macht, greift er die akkorde einfach besser als ich, näher am Bundstäbchen oder so aber bei ihm hört sich alles so unglaublich toll an. Das sieht aus als ob er seine Finger nur ganz locker auf den Saiten liegen hat, dass er da druck ausübt ist überhaupt nicht zu erkennen. Deswegen macht es mir nichts erst später Baree akkorde zu erlernen - frage ist nur ob die Gitarre manchmal schnallt weil ich nicht gut greife oder weil sie günstig war. Denn wenn ich nun baree lernen wollte hätte ich es vielleicht schwieriger weil die saiten eher zum schnallzen neigen? Oder hat das nichts mit der Gitarre zutun sondern eher mit meinen Künsten?

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mjchael
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Re: Wann anfangen Barré-Akkorden zu lernen?

Erstellt: von mjchael » 27.08.2015, 18:52

Man kann ja die erste Zeit einfach mal weichere Saiten aufziehen, bis sich die Finger daran gewohnt haben.
Der Klang mag etwas darunter leiden, weil es nicht mehr ganz so voll klingt, aber für die erste Übungsphase sollte das keine großen Probleme machen.
Sobald die Barrés dann sitzen, kann man wieder auf etwas härtere Saiten umsteigen.

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Re: Wann anfangen Barré-Akkorden zu lernen?

Erstellt: von DTH-Akkustik » 05.12.2015, 00:02

Ich hab direkt nach nachdem ich A D C E G und ein paar moll-Akkorde konnte, direkt mit Barre angefangen.. das F ohne Barre hab ich nicht gelernt, weil ich gedacht hab, dass das wie cheaten wäre xD
spiel jetzt ca. 6 Monate und Barre in F und B form klingen mittlerweile ganz sauber.. beim B hab ich hin und wieder noch bisschen Problem.. aber bin optimistisch dass das in zwei Monaten kein Thema mehr ist.. Barré dauert und dauert.. hab damit ca. nach zwei Monaten angefangen und im ca. 5 Monat hatte ich dann langsam das Gefühl jetzt passts..

aber lohnt sich ;) !!! das bereichert unglaublich

Torfi
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Re: Wann anfangen Barré-Akkorden zu lernen?

Erstellt: von Torfi » 05.12.2015, 00:50

> ich habe einen Kumpel der hat eine Fender.
> Bei ihm klingt alles was er spielt so klar...

Dann tausch doch mal die Gitarren mit deinem Kumpel, dann hörst du, ob es an dir oder an der Gitarre liegt! :-)

Lerne die Lieder, die dir gefallen und wenn sie zu schwer sind, dann kannst du ja mit dem Buch weitermachen und sie erstmal hinten anstellen. Mit Barre anzufangen ist auf jeden Fall ok, du darfst halt nicht erwarten, dass es gleich klappt. Aber jeden Tag ab und zu mal üben ist der beste Weg dorthin aber er ist lang und dann am Besten ein Stück, in dem nur gelegentlich mal ein F vorkommt. Ich spiele jetzt seit 4 Jahren Gitarre und kann nicht sagen, ich "kann" Barre. Meist klingt es okay, aber je mehr drin vorkommen, desto eher lässt die Kraft nach.

Was ich jetzt nicht so gut finde, dass du auf der Konzertgitarre übst, wenn du eigentlich auf der Western spielen willst. Du musst ja auf beiden Gitarren ganz anders greifen, z.b. wenn du mal die tiefe E-Saite abdämpfen willst, sowas ist auf der Konzertgitarre ja garnicht wirklich möglich. Probiere lieber gleich auf der Western, kämpf dich durch und spiel lieber etwas kürzer wenn du Schmerzen hast aber regelmäßig.

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