Bekomme Akkordwechsel nach 6 Monaten nicht hin

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silverspirit
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Bekomme Akkordwechsel nach 6 Monaten nicht hin

Erstellt: von silverspirit » 01.12.2013, 20:14

Ich bin heute etwas gefrustet, deswegen hoffe ich hier auf Erleuchtung :D

Ich,37, spiele eigentlich schon länger e-gitarre ohne wirklich Bock zum üben gehabt zu haben, dementsprechend war das Ergebnis. Vor ca. einen Jahr konnte ich mich wieder motivieren und hab mir vorgenommen 50 Rock/Metal Riffs (bzw Songs) hinzubekommen was zu meiner Überraschung relativ gut klappt. (bin noch dabei)

Seit gut 6 Monaten verusuche ich mich an Counting Crows, Mr. Jones, ein accoustik Track was recht neu für mich war. Die Griffe dazu Am - F Barre - Dm - G hatte ich eigentlich bald drauf, aber mit den Akkordwechseln bzw der Geschwindigkeit komme ich nicht weiter. Jedes mal wenn ich die Gitarre in die Hand nehme (2-3x Woche) übe ich die Akkordwechsel vielleicht 5 minuten, (sonst spiele ich ausschliesslich power chords) Ich schaffe nun nach all den monaten etwa 70% der normal geschwindigkeit und frage mich ob ich überhaupt noch weitermachen soll.
Da ich nicht allzu viel Erfahrung mit Akkorden habe würde ich gerne wie wissen wie es bei euch so gelaufen ist, ob zb diese Akkorde schwierig zu greifen sind und was ihr mir ratet.
vielen dank
silverspirit

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startom
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Erstellt: von startom » 01.12.2013, 20:22

Hoi
Solche "Blockaden-Songs", wie ich sie nenne, gibt es immer wieder. Lass das Lied einfach mal sein und gehe weiter zum nächsten Riff.

Nach ein paar Wochen wagst du dich dann wieder von Neuem an Mr. Jones ran. In der Regel gehts beim zweiten Mal einfacher.

Dazwischen immer wieder mal Akkorde spielen, nicht nur Powerchords. Wer rastet, rostet.
Tom

Tom Riddle
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Erstellt: von Tom Riddle » 01.12.2013, 22:06

Tom hat das wesentliche schon gesagt.

Die Akkorde sind nicht so schwer, sind alle C Dur bzw. Am Akkorde und die dazu passenden.
Wenn du aber meistens Powerchords übst, dann kannst du sicherlich sehr gut diese aber eben nicht die Akkorde.

Die wichtigsten Regeln zum effektiven Üben kennst du sicherlich, hier vor allem nicht immer das komplette Lied oder Solo, Intro oder Bridge üben, sondern gerade hier nur einzelne Passagen.

Wenn es nicht mehr "besser" wird, dann eben weglegen und dann aber Stücke üben, welche dich in dieser Spielart weiterbringen. Dann irgendwann wieder vornehmen und nochmal versuchen. Meist klappt es dann wieder ein bisschen schneller.

Hier hilft es mir, dass ich mir auf dem PC eine Liste gemacht habe mit Stücken, die ich noch übe welche ich wiederhole und welche ich mir immer wieder vornehme.

So entwickeln sich die Stücke immer weiter und erlangen einen eigenen Stiel.

Wenn alles nicht weiterhilft, dann versuche doch mal die Art die Akkorde zu greifen zu verändern. Vieles lässt sich immer auch anders spielen.

Dann findes du vielleicht eine Bewegung, Übergang, welcher dir bessser liegt. Auch so kann mal Geschwindigkeit hinzukomen.

Zudem mal grundsätzlich, wer verlangt denn, dass du so schnell wie das Org. sein musst. Aus einem Video zu Stairway to heaven hab ich für mich mitgenommen, dass auch schnelle Passagen langsamer gespielt seinen ganz eigenen Charme haben können. Damit will ich dir aber auf keinen Fall das schnelle Spielen ausreden. Wenn dies dein Ziel ist, dann hilft eben nur üben. Bei mir sind es täglich mind. 1h auf den Tag verteilt und seit fast 3 Jahren höchstens 10 Tage Verletzungsbedingt mal nicht.

Mit der Dauer des Übens wirst du dann auch feststellen, dass dir diese Sachen dann immer leichter fallen werden.

Ich wünsche dir viel Erfolg und viel Spass beim Üben.

Tom

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ihre.dudheit
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Erstellt: von ihre.dudheit » 02.12.2013, 10:15

Vielleicht kann Dir das Lagerfeuerdiplom weiterhelfen.
"Es wird Tote geben" (ein Rechtschreibfehler, der dazu führte, dass niemand zu meinem 8. Geburtstag gekommen ist).

silverspirit
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Erstellt: von silverspirit » 02.12.2013, 12:52

Besten Dank für eure Tipps, ich denke ich lasse das Stück erstmal sein und greife es später ggf wieder auf bzw nehme mir zunächst ein ähnliches vor. Bis dahin hab ich noch gut mit Master of Puppets zu tun =(=))=

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startom
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Erstellt: von startom » 02.12.2013, 15:03

Master of Puppets! Prima.

Und wenn das rund läuft, schaust du dir noch Painkiller von Judas Priest an. Danach bist du definitiv fit für Mr. Jones.
Tom

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 04.12.2013, 15:08

Zum Thema Lagerfeuerdiplom:

Schaue dir vor allem mal die Tipps zum Greifen an.
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_G ... er_Akkorde
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Lage_des_Daumen

und Barré
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_E ... ee-Akkorde

vielleicht auch
http://de.wikibooks.org/wiki/Liederbuch ... .29_Part_1

Ok, letzteres ist vielleicht nicht ganz so wichtig, aber der Vollständigkeit wegen...

Lese dir die Tipps mal wirklich genau durch. Es gibt häufig kleinere Haltungsfehler, oder ungünstige Haltungen, was die Griffwechsel unnötig schwer macht.

Man laboriert da an den Fingern herum, obwohl das Problem beispielsweise daher kommt, dass man den Daumen unnötig verkrampft (nur um mal ein Beispiel zu nennen.)

Dann gehe mal die Akkordwechsel durch. Bei den Akkordwechsel, bei denen du Probleme hast, gibt es oft Liedbeispiele, die durch ihre ständig gleichbleibende Akkordwechsel viel eher geeignet sind, ein Problem anzugehen.

Wenn bei einem Lied mit vielen zwar einfachen Akkorden einmal ein F als Barré vorkommt, dann überfällt der einen, und es wird jedes mal ein Stolperstein.

Wenn du mal den F#m mit Lemon-Tree (Foolsgarden) übst, wo der F#m bald jeden zweiten Takt vorkommt, lernt man den am ende viel schneller und sicherer, und der F als Barré ist auf einmal kein Problem mehr.
(Ebenso Nena 99 Luftbalons E F#m A H7)

Wie man den Barré-F mitunter umgehen kann:
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_G ... hsel_C-F-G
evtl. auch
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_C ... rz_im_Bass

und wenn man dann doch die Barrés lernen will:
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_E ... ee-Akkorde
incl. geeigneter Liedvorschläge zum üben.

Gruß Mjchael

PauI
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Erstellt: von PauI » 05.12.2013, 23:40

"Wenn du einmal die Woche nicht übst wirst du selber das merken; wenn du 2 mal nicht übst merkt es dein Publikum".

Der Spruch hilft mir mich auch dann hinzuhocken und üben wenn ich mal gerade nicht so mega bock habe ...

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Stinger
findet den Ausgang nicht
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Erstellt: von Stinger » 06.12.2013, 08:21

„Wenn ich einen Tag nicht übe, merke ich es. Wenn ich zwei Tage nicht übe, merkt es meine Frau. Aber wenn ich drei Tage nicht übe, merkt es mein Publikum.“


So beschreibt Vladimir Horowitz seine Erfahrungen mit dem Üben.
Mostly Harmless

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