E-Gitarre lackieren - Tipps?

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Rudolf
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E-Gitarre lackieren - Tipps?

Erstellt: von Rudolf » 27.12.2012, 19:29

Hallo euch allen,
ich möchte meine Tele Lackieren, versucht hab ich es ja schon. Also ich hab einen Kunstharzlack verwendet u. hab diesen vernebelt u. eine orangenoberfläche dafür erhalten. Erneut abgebeitzt und diesmal gerollt (Farbe war wram ca 25 Grad, der Roller war aus Filz) und das Ergebnis war wieder eine orangenoberfläche. Die Oberfläche habe ich jetzt erneut bearbeitet und na ja es hat etwas Vintage bekommen. Farbe habe ich noch für einen Durchgang Also kann mir jemand einen Tipp geben wie ich die Farbe Auftragen soll damit ich eine glatte Oberfläche bekomme.
Für euere Anregungen bich ich euch recht dankbar.
Auch in Bezug auf andere Lacke u. Auftragungstechniken bin ich dankbar.

l.g. Rudolf

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Exordium
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Erstellt: von Exordium » 27.12.2012, 21:34

Hast Du den Kunstharzlack direkt ohne Grundierung aufgetragen?

Aber es kann etliche Ursachen haben. Temperatur, ungeeignete Grundierung, Untergrund nicht genügend vorbereitet, Härter-Lack Verhältnis, Druck, Düse, ...

Je nach Ausprägung lässt sich eine Orangenhaut aber nachträglich anständig glatt bügeln. Wenn Du einen Kunstharzlack ohne zusätzlichen Klarlack verwendet hast, kannst Du diesen, entsprechende Schichtdicke vorausgesetzt, nass schleifen und anschließend auf Hochglanz polieren. Entsprechende Anleitungen und Howtos findest Du hauptsächlich in Kfz-Pflegeforen. Einfach mal googeln. Ob unter dem Lack jetzt ein Blech oder ein Stück Holz ist, dürfte eigentlich egal sein.

Du darfst nur nicht das rohe Holz anfeuchten, aber das sollte ja bekannt sein. Pickup-Ausfräsungen etc. sind natürlich während des Nassschleifens entsprechend "dicht" zu machen.

Rudolf
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Erstellt: von Rudolf » 28.12.2012, 17:51

Besten Dank für deine Ausführungen,
Beim Lackieren habe ich einen Druck von 5 Bar verwendet u. die Luftregulierungschraube 1/4 Umdrehung aufgedreht, Temp. lag so bei 20 Grad, die Düse ist eine 1,5.
Der Untergrund war angeblich Vorbehandelt. Trotzdem Orangenhaut.
Dann hab ich den Boddy sauber abgeschliefen und das ganze gerollt, Farb Temp. ca. 25 Grad, Filzrolle angeblich werden damit die besten Erfolge erziehlt.
Ich hab Orangenhaut produziert.
Einmal kann ich noch streichen bzw. Lackieren hast du evtl. irgenwelche Tipps die ich dabei noch befogen könnte.
Zur Grundierung kann ich natütlic weiter nichts sagen nur das jetzt die Lackierung die Grundierung übernehmen sollte.
l.g. Rudi

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Tom MälZZer
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Erstellt: von Tom MälZZer » 28.12.2012, 18:36

Kannst Du mal bitte ein Foto von der "Orangenhaut" machen?
So wie das ist, ist das Mist! :)

Rudolf
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Erstellt: von Rudolf » 30.12.2012, 19:18

Hallo du,
von der Orangenhaut würde ich dir gerne ein Bild schicken hab ich aber schon abgeschliefen, sorry.
Hast du mir sonst noch ein Paar Anregungen.
Besten Dank Rudi

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Exordium
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Erstellt: von Exordium » 31.12.2012, 01:47

Rudolf hat geschrieben:Der Untergrund war angeblich Vorbehandelt. Trotzdem Orangenhaut.
Zur Grundierung kann ich natütlic weiter nichts sagen nur das jetzt die Lackierung die Grundierung übernehmen sollte.
l.g. Rudi


Angeblich? D.h. Du hast da nichts selbst gemacht, sondern die Kristallkugel befragt?

Und wenn die alte, ab- oder angeschliffene Lackierung jetzt den Part der Grundierung übernehmen soll, dann wird der nächste Versuch auch gewaltig in die Hose gehen, fürchte ich.

Ich bin zwar kein Lackierer, habe aber rein aus Interesse mal per google diverse Seiten zum Thema durchgelesen. Da ist einiges mehr an Vorbereitung und Aufwand nötig, als bissi Farbe in die Pistole einfüllen und draufsprühen - wenn das Endergebnis auch entsprechend aussehen soll!

Rudolf
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Erstellt: von Rudolf » 01.01.2013, 15:12

Hallo Hallo,
also in der Beschreibung hieß es das der Bobby entsprechend zum Lackieren vorbehandlent sei.
nun gut das Ergebnis ist bzw war so wie es ist und ich stehe wieder vor dem Problem Lackieren oder verbrennen.
Du schreibst das du dich auf einschlägigen Seiten bei goggle informiert hast u. das mir da wohl noch ein paar wichtige Arbeitschritte fehlen könnten.
Kannst du mir evtl. die Links zu den einschlägigen Seiten Preisgeben, das würde mir evtl weiter hefen.
Besten Dank
l.g. Rudi

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Erstellt: von Exordium » 01.01.2013, 16:41

Nunja, verbrennen musst Du den Body sicher nicht. Allerdings die alte Farbschicht nochmal runterholen. Ohne geeignete Grundierung wird Dir der Lack irgendwann einfach von von der Klampfe bröseln, Risse bekommen, usw. Die Vintage Fraktion wird sowas möglicherweise mit einem Lächeln begleiten, aber das ist ja glaub nicht, was Du Dir jetzt unter "neu lackieren" vorstellst.

Unter diesem Link hat ein User eines benachbarten Forums Tagebuch über das (Neu-)Lackieren einer E-Bassgitarre geführt. Vielleicht einfach mal KOMPLETT durchlesen. Auch er hatte mit Orangenhaut zu kämpfen. Aber die kann man, wie ich schon andeutete, später wegschleifen und auspolieren.

Ansonsten gib bei Google die Begriffe "Holz Lackieren" oder "Gitarre Lackieren" ein und klick Dich durch die Ergebnisse durch.

Rudolf
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Erstellt: von Rudolf » 02.01.2013, 15:19

Hallo hier bin ich wieder,
znächst einmal 1000 Dank für deine Links u. Vorschläge. Ich habe den Body noch einmal nach bearbeitet (1200 Schleifpapier) ist jetzt glatt wie ein Kinder Popo. Morgen werde ich ihn erneut mit der Pistole Lackieren, wenn es nicht klappen sollte kann ich das ganze immer noch schnell rollen, so ist der Plan.
Zum Polieren ich habe versucht den Lack mit der Hand aufzupolieren, das ist wohl sehr zeitraubend oder so. Mit einem entsprechendem Bohrmaschinenaufsatz (Stofffetzen) war das Ergebnis in kurzer Zeit schon recht ansehnlich.
Ich werde mal ein Paar vorher nachher Fotos schießen u. sie einstellen, so ich die Technik beherrsche.
Besten Dank
lg.. Rudi

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Erstellt: von Exordium » 02.01.2013, 16:44

Den Poliervorgang macht man am besten mit einer Excenter-Poliermaschine. Aber der Body hat ja jetzt nicht so die große Oberfläche wie ein PKW. Ein guter, griffiger Polier-Puck oder Schwamm, dazu eine grobe und eine feine Politur, dann wird das glatt wie ein Spiegel. Das macht man aber erst, wenn der Lack richtig ausgehärtet ist.

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Erstellt: von Bellwood » 02.01.2013, 20:22

Was heisst denn, du hast mit 5 bar gearbeitet und die Regulierungsschraube 1/4 aufgedreht?

Mit wie viel Druck kommt die Farbe dann raus? Das zeigt der Kompressor doch an.

Ich habe zwar keine Auto-lackier-Erfahrung, airbrushe aber im Modellbau.

Da arbeite ich je nach Farbtyp zwischen 0,8 und 2 bar.

Deshalb erscheinen mir die 5 bar etwas viel.
Viele Grüße Frank

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Erstellt: von Rudolf » 03.01.2013, 12:14

Hallo Frank,
Auf dem Hauptmaumeter stehen 9 Bar und am Druckminderer 5 Bar also gehe ich davon aus das an der Pistole 5 Bar herrauskommen. Die 1/4 Umdrehung an der Luftregulierungsschraube brauche ich um einen entsprechenden Lackierstrahl zu bekommen (sonst lauft die Farbe halt).
Airbrush habe ich auch schon probiert in der gleichen Einstellung wie oben. Was ich halt nicht bedacht habe ist das bei Airbrush die Gitarre eine riesen Fläche ist (kleiner Denkfehler von mir gewesen wer weis schon wann mann wieder mal dieses Airbrushsytem brauchen kann etvl. um den Namenszug auf die Gitarre zu bringen.
l.g. Rudi
PS: wenn das mit dem Luftdruck derbe Fehler sind schreib mir das doch bitte ich bin für alles offen u. immer bereit neues zu lernen u. auszuprobieren.

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Erstellt: von Bellwood » 03.01.2013, 15:04

So riesig ist so ne Gitarre doch nicht. Kommt natürlich auf die Düse der Pistole an. Für Airbrush sind 5 bar definitiv ziemlich viel.

Ich habe keine Ahnung, mit welchem Druck man denn wohl bei so einer ausgewachsenen Lackierpistole arbeitet.

Ich weiß nur, dass die Farben, die eine möglichst glatte Oberfläche bekommen sollen, mit weniger Druck gesprüht werden als andere.

Kannst du nicht mal an einer anderen Oberfläche als der Gitarre nen Test machen, wie sich die Farbe am besten verteilt? (unterschiedlichen Druck meine ich...)
Viele Grüße Frank



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Erstellt: von Tom MälZZer » 03.01.2013, 15:25

Deshalb wollt ich gern mal ein Bild sehen. 5 Bar sind auf jeden Fall zuviel. Dreh mal so auf ca 2 Bar. Das reicht dicke! Und dann mach mal ein paar Probelackungen auf irgendwas anderes. Stück Blech, Holz, what ever. So lange ausprobieren, bis Du die richtige Einstellung gefunden hast ;)
So wie das ist, ist das Mist! :)

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Erstellt: von Funplayer99 » 03.01.2013, 15:30

5 Bar Arbeitsdruck sind zuviel.Die meißten Lackierpistolen benötigen einen Arbeitsdruck von 1-3,5 Bar je nach Viskosität des Lackes und Düsenstärke.
Das Holz sollte vorbehandelt sein und zwar mit Füller und dann feingeschliffen werden.Man kann das Holz auch leicht anfeuchten damit sich die Holzfasern aufstellen und schleifen.Hier muß man etwas mehr Zeit einplanen als mit der Füllermethode.
Um eine 1A Oberfläche zu bekommen sollte man in mehreren dünnen Schichten lackieren mit jeweils einem nassen Zwischenschliff mit feinem Schleifpapier wenn der Lack ausgetrocknet ist.Beim Klarlack sollte man mit einer feinen Autopolitur und mit einem weichen Tuch den Sprühnebel rauspolieren.Mit einer Maschine hat man schnell mal mehrere dünne Lackschichten weggenommen und ruiniert das vorher sorgsam aufgetragene Lackgebilde.
Wenn der letzte Club geschlossen und der letzte Künstler abgetreten ist wirst du erkennen, dass man geile Atmosphäre nicht downloaden kann.

Die 99 in meinem Nick ist nicht mein Geburtsjahr!

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Erstellt: von Rudolf » 08.01.2013, 17:39

Hallo alle beisamen,
ich habe den Body ohne Orangenhaut lackiert, 2 Bar Druck war eine sehr gute Idee.
Den Hals habe ich mit einem Bar lackiert, die Oberfläche war sofort Glasklar.
Leute ich muß schon sagen das waren echt gut Ratschläge von euch, vielen Danke dafür.

Noch eine Frage wann ist der Lack ausgetrocknet (wieviele Tage?) bzw. wann kann man mit dem Polieren anfangen.

l.g. Rudi

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Bellwood
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Erstellt: von Bellwood » 08.01.2013, 19:07

Schön zu lesen. Dann kommen ja bald Bilder.

Ich würde schon ein paar Tage warten. Aber nicht einstauben lassen. Das geht nie mehr raus.

Vielleicht macht der Lackhersteller ja eine Angabe. Das kann nämlich variieren - je nach Zusammensetzung und Grad der Verdünnung.
Viele Grüße Frank



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