Perspektive Band - realistisch?

32 Beiträge   •   Seite 1 von 1
Apoyando
meint es ernst
Beiträge: 12
Registriert: 06.10.2012
Wohnort: Südhessen

Perspektive Band - realistisch?

Erstellt: von Apoyando » 12.10.2012, 23:59

Hallo zusammen,

seit drei Wochen lerne ich nun Konzertgitarre. Mit großem Eifer und kleinen Erfolgen :D

An Visionen für die weitere Gitarren-Karriere mangelt es nicht. Eine davon ist, einmal in einer "Band" mitzuspielen. Der Plan hier wäre, sobald ich die Konzertgitarre einigermaßen draufhabe (Vllt. in einem Jahr?), zur E-Gitarre zu wechseln, und mir die dort eingesetzten Techniken (anfangs mit Unterstützung eines Lehrers) anzueignen, um vllt. nach einem weiteren Jahr "Band-reif" zu sein. Musikrichtung wäre sowas, wie Prog-Rock, gerne auch etwas härter.

Nun frage ich Euch:

1.) Was haltet Ihr von diesem "Plan"? Wie ambitioniert klingt dieser in Euren Ohren? Ich übe ca. 1/2 bis 1 Stunde pro Tag. Bin laut Gitarrenlehrer ganz ordentlich talentiert (aber gewiss auch nicht das geborene Musikgenie).

2.) Ist es leicht, mit einem Alter von ca. 40 noch eine Rockband zu finden, die einen - dann vermutlich noch immer recht bescheiden guten - Gitarristen aufnehmen wird? Komme zwar aus einer recht bevölkerungsreichen Gegend (mehrere Großstädte in näherer Umgebung); andererseits ist das klassische "Band-Eintrittsalter" so um die 20, oder?

Klar... das sind alles noch Hirngespinste. Aber es ist immer gut, eine Perspektive (sei sie z.Zt. auch noch recht fern und unrealistisch) zu haben, um Motivation zu schöpfen, oder?

Ich freue mich schon mal auf Eure Meinungen!
Gruß, APO

JackDany
meint es ernst
Beiträge: 16
Registriert: 13.02.2011

Erstellt: von JackDany » 13.10.2012, 01:47

Hi!

Super, dass dir dein neues Hobby Spaß macht. So muss es sein :)
Eine Band als Perspektive zu haben ist sicher nie verkehrt, und um dein Alter würde ich mir erst recht keine Gedanken machen. Es gibt haufenweise Bandinteressierte in jeder Altersgruppe.
Allerdings frage ich mich warum du erst mit einer Konzertgitarre ein Jahr üben möchtest, um dann auf E-Gitarre umzusteigen. Aus deinem Beitrag lese ich raus, dass du dir als Ziel und Perspektive gesetzt hast, ein E-Gitarrist in einer Band zu werden. Das ist gut, aber warum nicht gleich mit der E-Gitarre anfangen. Ich selber habe auch Akustisch angefangen und hab mir nach 1 1/2 Jahren eine E-Gitarre zugelegt. Natürlich ist das nie verschwendete Zeit, allerdings ist es doch eine ganz andere Spielerfahrung und Spielweise. Also wenn du primär darauf hinspielst ( :) ) E-Gitarrist in einer Band zu werden und Rock lieder zu spielen, dann würde ich mir überlegen nicht sofort damit anzufangen. Egal wie mans macht, hauptsache spielen! Sollte nur ein Denkansatz sein :)

Benutzeravatar
Gidar_Rookie
schreibt schneller als du liest
Beiträge: 136
Registriert: 12.03.2011
Wohnort: Saarpfalzkreis

Erstellt: von Gidar_Rookie » 13.10.2012, 08:09

Ich habe auch sofort mit der E-Gitarre angefangen (dachte auch nie wirklich an eine Konzert Gitte). Habe meinen Lehrer gefragt ob das passt als Anfänger und los ging es.
Ich würde mir keine so zeitlichen Vorgaben machen und mich dafür evtl. unter Druck setzten.
Ich spiele jetzt fast zwei Jahre und ich denke ich muss noch einiges lernen.
Ab und zu spiele ich zusammen mit meinen Nachbarn (Drummer mit 20 Jahren Spielerfahrung) das macht schon richtig Laune.
Zusammen mit anderen zu spielen würde ich mir auf jeden Fall als Ziel setzten.

Benutzeravatar
Crashgirl
born 2 post
Beiträge: 162
Registriert: 27.08.2012
Wohnort: Dessau

Erstellt: von Crashgirl » 13.10.2012, 08:53

also wenn du wirklich was härteres spielen willst dann fang gleich mit E- Gitarre an!

Als ich damals meine erste E-Gitarre bekam wollte ich auch Gitarrenunterricht haben, aber für den brauchte man eine Konzertgitarre, also schnell noch eine besorgt und los ging es...
was ist bei rausgekommen: nach einem Jahr habe ich den Unterricht geschmissen da ich nur Volkslieder klimpern durfte und das war natürlich überhaupt nicht in meinem Sinne :?

Also rann an die E- Klampfe ))==
Für manche Menschen geh ich durch die Hölle - anderen zeig ich gern den Weg dorthin ;)

Gast

Erstellt: von Gast » 13.10.2012, 09:34

Hi,

meine Meinung leg die Konzertgitarre ins Eck, kauf dir falls du zu 100% sicher bist das Gitarre spielen deine Passion ist eine vernünftige E-Gitarre mit Verstärker und hab Spaß dabei. Wie gesagt ich würde dann kein Einsteigermodell (Gitarre) kaufen, ist rausgeschmissenes Geld, spreche aus Erfahrung.
Was das Alter anbelangt, mach dir keine Sorgen es ist nie zu spät mit dem Gitarre spielen anzufangen. Was das mit der Band betrifft, falls das soweit sein sollte und du nichts findest, stell deine eigene Band auf die Beine und such nach Gleichgesinnten die auch auf eine Band Bock haben ;)

Gast

Erstellt: von Gast » 13.10.2012, 10:05

Hmm,
ich teile die Ratschläge nicht ganz. Wer keine Spass findet an seiner Konzertgitarre der sollte natürlich sofort wechseln, wenn die E-Gitte mal Schwerpunkt sein soll.

Das was man im ersten Jahr auf der Konzertgitarre lernt ist ja nicht verloren. Man lernt danach E- Gitarre viel schneller, als wenn man bei 0 anfängt. Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht. Das einzige was genervt hat, war sich von der klassischen Haltung mit Fussschemel umzugewöhnen.
Also wäre es schön wenn der Lehrer da nicht auf etwas besteht, mit dem Du später selbst auf der Konzertgitarre nicht leben willst.
Eric Clapton hat sein MTV unplugged Tears in Heaven auch auf Nylon eingespielt. Aber wenn er da in klassischer Haltung gesessen hätte, wäre das dämlich gewesen.
Gruss Hanjo

Benutzeravatar
Roddy
Powerposter
Beiträge: 1142
Registriert: 23.04.2011
Wohnort: Hamburg

Erstellt: von Roddy » 13.10.2012, 10:10

Ist doch gut, das Du ein Leihinstrument hast. Zur Zeit kannst Du schauen, ob Dir wirklich etwas am Gitarre spielen liegt.
Und Du hast jetzt schon sogar ein Ziel vor den Augen! Besser gehts doch gar nicht!
Schau Dich in Ruhe nach einer guten E-Gitarre um. Informiere Dich, welche E-Gitarren Dir von Sound her gefallen. Mach Dich schlau.
Geh in Musikgeschäfte und probiere ein paar verschiedene Bauformen aus. Teste unterschiedliche Tonabnehmer (Singlecoil oder Humbucker - das sind die Dinger unter den Saiten, die den Ton abnehemen und an den Verstärker weitergeben).
Kauf kein Ich-will-mal-gucken-ob-Gitarre-was-für-mich-ist-Instrument für 99 Euro mit Tasche, Verstärker und Gitarrenständer. Kannst Dir ja denken, wieviel Gitarre dann noch dabei ist...
Sondern hole Dir eine gute Gitarre, die gut zu bespielen ist, an denen die Bundstäbchen am Hals nicht herausragen, die Saitenlage gut einzustellen ist, der Lack in Ordnung ist, die Mechaniken vernünftig zu bedienen sind. Die Tonepotis nicht kratzen oder allzu leichtgängig sind...naja und so weiter.
Schau, ob Du einen erfahrenen Gitarristen mit zum Musikladen nehmen kannst. Vielleicht Dein Gitarrenlehrer.
Sag Ihm das Du E-Gitarre spielen möchtest. Frag, ob er Dir das auch unterrichtet, ansonsten suchst Du einen anderen Gitarrenlehrer, der auch mit E-Gitarre vor Dir sitzt.
Und Band kommt. Wenn Du immer besser wirst, Dich hier und da mal umhörst, andere Gitaristen kennelernst, dann wirst Du auch irgendwann in einer Band spielen. Dafür muss man keine 20 sein.

Viel Spaß beim üben, auch wenn man sich manchmal in den Hintern treten muss. Aber ohne Fleiß halt kein Preis. Will damit sagen, wenn die Gitarre rumsteht und nicht gespielt wird, wirst Du auch nicht besser. ;)

Benutzeravatar
karioll
kennt den Admin
Beiträge: 829
Registriert: 20.03.2011
Wohnort: Berlin

Erstellt: von karioll » 13.10.2012, 11:24

Das was man im ersten Jahr auf der Konzertgitarre lernt ist ja nicht verloren. Man lernt danach E- Gitarre viel schneller, als wenn man bei 0 anfängt.


Stimmt, man fängt nicht bei 0 an, sondern bei 0,1.

Wer aber wirklich in ner Band E-Gitarre spielen will, muss eine E-Gitarre kaufen und sich vom Lehrer in E-Gitarre unterrichten lasen.

Zur Frage, ob man mit 40+ in eine Band einsteigen kann:
Es gibt viele Menschen, die in diesem Alter anfangen , Musik zu machen. Oder wieder anfangen, Musik zu machen, wenn sie es durch Ausbildung, Familiengründung, Hausbau, Kinder bekommen u.s.w unterbrochen haben. Es laufen viele herum, die eine Band suchen. Oder gemeinsame Partner zum Jammen. Manchmal findet man sich über den gemeinsamen Lehrer, oder in Workshops oder übers Internet in Foren oder per Annonce. Oder in Kneipen, wo Life-Musik gemacht wird.
Die Schwierigkeit liegt dann aber nicht am Alter, sondern am Musikgeschmack und am nicht vorhandenen Probenraum, am Zeitaufwand, etwas Gemeinsames zu üben und alle Befindlichkeiten der Bandmitglieder unter einen Hut zu bekommen. Mit Alter hat das am wenigsten zu tun.
Durch Übung kannst Du der Natur ein Schnippchen schlagen (Mahatma Ghandi)

Benutzeravatar
Sunburst
Pro
Beiträge: 2138
Registriert: 16.10.2009
Wohnort: München
Gitarrist seit: 2007

Erstellt: von Sunburst » 13.10.2012, 14:16

Ich verstehe, dass viele hier im Forum Western- und E-Gitarren bevorzugen. Und ich verstehe auch oftmals den Rat nicht, weil es "angeblich einfacher" ist, Klassik zu spielen, auf einer solchen zu beginnen, sondern das zu machen, was man möchte.

Aber, manchmal ist diese Haltung sehr dogmatisch und in ihrer Vehemenz für mich komplett unverständlich vorgebracht. Auch eine Klassikgitarre ist eine Gitarre. Was man darauf lernt verliert bei einer Western- oder E-Gitarre keinerlei Relevanz. Vielfach öffnet einem eben auch das Spiel auf der Klassik die Augen für manche Dinge, die man sonst so vielleicht nicht gesehen hätte. Ich habe parallel auf Klassik und E-Gitarre begonnen. Und ich bereu' das bis heute nicht. Gitarre spielen soll Spaß machen. Und auch Klassik kann Spaß machen.

Und warum nicht von Klassik auf E und in eine Band einsteigen? Schaut mal die Sachen, die unter klassischem Einflus bei Rainbow entstanden sind. Nur als ein Beispiel.

Benutzeravatar
karioll
kennt den Admin
Beiträge: 829
Registriert: 20.03.2011
Wohnort: Berlin

Erstellt: von karioll » 13.10.2012, 16:08

ja, das weiß aber ein guter E-Gitarren-Lehrer. Und er wird die klassischen Teile der E-Gitarren-Musik auch lehren.
Durch Übung kannst Du der Natur ein Schnippchen schlagen (Mahatma Ghandi)

Gast

Erstellt: von Gast » 13.10.2012, 19:48

Danke Sunburst. Ich sehe es genauso. Ich habe erst ein paar Jahre auf der Konzertgitarre gelernt.
Der Umstieg auf E-Gitarre war angenehm. Wenig Arbeit für die linke Hand die sich freute wie leicht das Leben sein kann. Volle Konzentration auf Plek, auf Rhythmus auf Muting etc.
Die gleichförmigen Takte der Klassik hatten mein inneres Metronom geeicht. Der Fuss konnte sein Metrum halten, auch wenn ich mich mit dem Rhythmus abgequält habe.
Ich will auch beides parallel spielen. Zumal alleine zur E-Gitarre zu singen macht mir keinen Spass.

Wenn ein Hobby der kürzeste Weg zu einem Ziel ist verliert der Weg an Charme. Es müssen nicht alle dem gleichen Trampelpfad folgen.

Gruss Hanjo

Apoyando
meint es ernst
Beiträge: 12
Registriert: 06.10.2012
Wohnort: Südhessen

Erstellt: von Apoyando » 13.10.2012, 19:59

Danke schon mal für die Antworten!

"Band" ist ja nicht die einzige Perspektive; eine andere wäre Gitarren-Querflöten-Duett mit meiner Freundin. Daher fand ich es ganz gut, erst einmal mit Konzertgitarre anzufangen. Außerdem sind die "Einstiegshürden" nicht so groß: Weniger finanzieller Aufwand nötig, Gruppenkurse für Gleichaltrige in der ortsansässigen Gitarrenschule vorhanden, usw.

Was ich hier so rausgehört habe, ist, dass E-Gitarre und Konzertgitarre schon ziemlich unterschiedlich zu spielen sind. Doch ich denke, gute Konzert-Basics können auch für die E-Gitarre hilfreich sein, oder?

Das mit der Zeitplanung ist nicht so fix gemeint. Hängt v.a. vom weiteren Verlauf meiner spielerischen Qualitäten ab.

Es erleichtert mich sehr, dass alle hier der Meinung sind, dass es auch mit 40 nicht allzuschwer ist, in eine Band reinzukommen. Hatte schon die Befürchtung, dass es in dem Alter nur so semi-professionelle Bands gibt (für die man schon ziemlich gut sein muss) bzw. irgendwelche "Tanzmusik-Combos" (mit übler Song-Auswahl). Hätte gerne eine innovative, jung-gebliebene Band, wo Perfektion nicht das wichtigste ist, und auch mal etwas "dilettiert" werden darf.

Apoyando
meint es ernst
Beiträge: 12
Registriert: 06.10.2012
Wohnort: Südhessen

Erstellt: von Apoyando » 13.10.2012, 20:01

Hanjo hat geschrieben:Wenn ein Hobby der kürzeste Weg zu einem Ziel ist verliert der Weg an Charme. Es müssen nicht alle dem gleichen Trampelpfad folgen.

Gutes Statement!

Mir ist auch nicht wichtig, auf Teufel komm raus, und so schnell wie möglich, in einer Band zu spielen. Meine Frage zielte eher darauf hin ab, ob die Perspektive Band mir noch offenstünde.

Benutzeravatar
Sunburst
Pro
Beiträge: 2138
Registriert: 16.10.2009
Wohnort: München
Gitarrist seit: 2007

Erstellt: von Sunburst » 13.10.2012, 20:54

Selbstverständlich steht dir diese Perspektive offen!

E-Gitarre und Klassik sind gar nicht so unterschieldich. Haben schließlich beide 6 Saiten und die sind meistens auch gleich gestimmt. Auf der Klassik wirst du einige Spieltechniken lernen, die du auf der elektrischen seltener einsetzen wirst. Aber auch ein bisschen outside-of-the-box zu denken schadet manchmal nicht. Einige Sachen sind auf der Klassik auch deutlich anspruchsvoller, andere Dinge wirst du erst auf der elektrischen benötigen.

Benutzeravatar
Metalstanley82
schreibt schneller als du liest
Beiträge: 118
Registriert: 30.09.2011
Wohnort: bei Karlsruhe

Erstellt: von Metalstanley82 » 13.10.2012, 21:07

Ich habe als Kind mit klassischer Konzertgitarre angefangen und das dann mit 13 oder 14 gesteckt, weil ich zu dem Zeitpunkt keine Lust mehr auf üben hatte.

Dann 15 Jahre und nur ein wenig rumgeklimpere später habe ich mir dann einen "modernen" Gitarrenlehrer genommen, aber wieder akustisch, dieses mal aber Western-Gitarre angefangen. das habe ich die letzten 1 1/4 Jahre durchgezogen und jetzt nach den Sommerferien E-Gitarre angefangen, weil ich darauf meine Blues-Übungen einfach weiterführen kann und gleichzeitig Schritt für Schritt die Techniken dazu lerne.

Ich bin aber mit meine Vorrednern einig, dass es sicherlich egal ist, wie man anfängt, es schadet aber nichts, alle Facetten des Gitarrenspiels zu können.

Und ich bin "erst" 30 und habe auch die Befürchtung, zu alt für eine Band zu sein, aber ich übe dennoch fleißig zu jeder Zeit, die ich habe weiter.
Es klingt zwar besch.... aber noch gebe ich die Hoffnung nicht auf :)

Keep the Blues alive!

Seph
findet den Ausgang nicht
Beiträge: 473
Registriert: 15.08.2012

Erstellt: von Seph » 14.10.2012, 11:29

Also eine Band wäre auch für mich irgendwann ein Ziel, ansonsten bringt es ja nicht viel. Ich bin 29 und habe gerade erst angefangen. Bis ich gut genug bin für eine Band, bin ich mindestens 32, eher 35. Das wird hart. ;)

Benutzeravatar
karioll
kennt den Admin
Beiträge: 829
Registriert: 20.03.2011
Wohnort: Berlin

Erstellt: von karioll » 14.10.2012, 11:49

Es gibt Bandworkshops. Nicht so oft für "Ältere", aber das Suchen lohnt sich, denn es kommt nicht allein auf das Spielen an. Die Teilnahme hilft auch Anfänger einen kräftigen Schritt nach vorn. Nach einem Wochenende "Gitarre pur" ändert sich die Welt ein wenig :D
Zuletzt geändert von karioll am 14.10.2012, 12:56, insgesamt 1-mal geändert.
Durch Übung kannst Du der Natur ein Schnippchen schlagen (Mahatma Ghandi)

Benutzeravatar
mjchael
Mod-Team
Beiträge: 8965
Registriert: 08.07.2007
Wohnort: Marburger Hinterland
Gitarrist seit: 1980

Erstellt: von mjchael » 14.10.2012, 12:24

Also mit einer Klassik anzufangen ist auch kein Fehler, wenn man später auf E-Gitarre umsteigen will. Aber es gibt keinen gravierenden Grund nicht gleich mit einer Western oder E-Gitarre anzufangen. Eine Klassikgitarre hat einige Vorteile, wie die weicheren weniger einschneidenden Saiten, das etwas breitere Griffbrett, und dass sie etwas leiser ist, was beim Üben zu Hause von Vorteil ist. Zudem ist sie günstiger in der Anschaffung. Die Elementaren Grundlagen kann man gut auf der Klassik lernen.

Aber man kann sich auch bei einer Western oder E-Gitarre die erste Zeit ein paar weichere Saiten aufziehen, so dass sich das Einschneiden der Saiten in Grenzen hält.

Klassik als Musikstil zu lernen, wenn man eigentlich Rock oder Pop spielen will, ist weniger zielführend. Besonders wenn man noch einige unnötige Haltungen aufgezwungen bekommt. (Fußbänkchen - etc.). Ein wenig Klassik für's Notenlesen lernen dagegen ist nicht verkehrt. Allerdings muss man damit nicht anfangen. Man kann auch auf der Klassik problemlos Folk- Popsongs und sogar einige Rocksongs spielen und die Grundlagen der Blues-Improvisation lernen. Man hat auf der Klassik (und auch auf der Western) nicht das Problem, sich zusätzlich mit der ganzen Technik auseinandersetzen zu müssen. Man sollte am Anfang mehr auf sauberes Spielen und Rhythmus achten, als auf den Sound.

Es ist meines Erachtens eine ebenso verkehrte Aussage, dass man Rock und Pop nur auf der E-Gitarre lernen kann. Zumal ich schon vielen auf der Klassik das spielen beigebracht habe, und die sich nach ein oder zwei Jahren zusätzlich eine E-Gitarre zugelegt haben, wo ich denen die ersten Grundlagen beigebracht habe, und sie dann an einen E-Gitarren-Lehrer weitergeleitet habe.

Es ist also Geschmackssache, wie man anfängt. Gerade jungen Leuten würde ich die Klassik empfehlen, da man nie sicher sein kann, ob sie die Geduld zum Lernen aufbringen können. Eltern haben dann nicht so viel Geld in den Sand gesetzt, als wenn hinterher das teure E-Gitarren-Equiptment in der Ecke verstaubt.
Das Argument: "Wenn du fleißig lernst, bekommst du Weihnachten eine E-Gitarre!" hat schon viele Motiviert.

Auch als Erwachsener kann man sich fragt, ob man überhaupt die Zeit hat, Gitarre und Beruf und Familie und sonstige Verpflichtungen unter einen Hut zu bringen. Und da ist eine Klassik oder Western kein schlechter Anfang.
Ich finde dass eine Klassik sich besonders gut zum Singen in kleiner Runde eignet. (Hausmusik - Singen mit den Kindern). Wer sich als Familienvater so was nicht vorstellen kann, der sollte sich echt mal fragen, ob da bei der Erziehung nicht was falsch gelaufen ist. Aber es gibt auch einige, die in der Jugend- und Kinderarbeit oder in der Gemeindearbeit (Kirche etc.) bevorzugt mit der Klassik spielen. Und die moderneren Lieder sind schon vom Musikstil ziemlich poppig.

Das sage ich aber nur, um mal für die Klassik zu argumentieren. Wem schon klar ist, dass er am liebsten Rockmusik machen will, der kann auch gleich mit der E-Gitarre anfangen. Aber es ist halt nicht zwingend notwendig.

Gruß Mjchael

AJCrowley
öfter hier
Beiträge: 71
Registriert: 24.07.2012
Wohnort: Biebesheim

Erstellt: von AJCrowley » 14.10.2012, 12:58

mjchael hat geschrieben:Es ist also Geschmackssache, wie man anfängt. Gerade jungen Leuten würde ich die Klassik empfehlen, da man nie sicher sein kann, ob sie die Geduld zum Lernen aufbringen können. Eltern haben dann nicht so viel Geld in den Sand gesetzt, als wenn hinterher das teure E-Gitarren-Equiptment in der Ecke verstaubt.
Das Argument: "Wenn du fleißig lernst, bekommst du Weihnachten eine E-Gitarre!" hat schon viele Motiviert.


Bei mir war das leider der falsche Weg. Mit 14 wollte ich Gitarre lernen, aber der Stoff in der Musikschule und die "teure" klassische Gitarre von Vattern waren nicht lagerfeuerkompatibel geschweige denn in irgendeiner Weise das, was man von den Pfadfinderlagern kannte. Nach 1 1/2 Jahren wurde der Musikunterricht dann gekündigt und die Gitarre verschwand im Schrank. Hab vor einigen Tagen das damalige Lehrbuch wiedergefunden. Mich wundert es immer noch nicht, das ich damals die Lust daran verloren habe.Wer Metallica und die toten Hosen gehört hatte, der konnte mit dem klassischen "Krempel" nix anfangen.

Benutzeravatar
karioll
kennt den Admin
Beiträge: 829
Registriert: 20.03.2011
Wohnort: Berlin

Erstellt: von karioll » 14.10.2012, 13:13

Es lag dann aber vermutlich nicht an der Gitarre, sondern am Unterrichtsstoff. Ich persönlich habe in meinem persönlichen Umkreis 2 Mädels, die nach anfänglichem Klassikunterricht, obwohl sie Pop und Rock wollten!, nie wieder eine Gitarre in die Hand nahmen. Argument der Eltern: Die Wartezeit war kürzer im Klassik -Unterricht und wenn man Klassik kann, kann man immer auf Rock umsteigen, was ein Irrtum war, wie man sieht. Die Mädels steigen nicht mehr um.
Das meinte ich auch, als ich weiter oben schrieb, man solle sich einen E-Gitarren-Lehrer suchen, wenn man E-Gitarre spielen will. Besser hätte ich schreiben sollen: wer Rock, Pop, Blues u.s.w spielen möchte, sollte dem Lehrer das klar sagen, um nicht Klassik-Etüden mit Fußbänkchen üben zu müssen. Egal, was man für eine Gitarre hat.
Auch bei Rock und Pop kommen Nylon-Saiten vor.



Und so manch ein geniales Stück beruht auf klassischer Inspiration


Und ein guter Gitarrenlehrer geht genau auf die Bedürfnisse des Schülers ein und holt ihn da ab, wo er ist.
Durch Übung kannst Du der Natur ein Schnippchen schlagen (Mahatma Ghandi)

Benutzeravatar
mjchael
Mod-Team
Beiträge: 8965
Registriert: 08.07.2007
Wohnort: Marburger Hinterland
Gitarrist seit: 1980

Erstellt: von mjchael » 14.10.2012, 14:08

Yep, sehe ich auch so. Es lag an der Art des Unterrichts, und nicht am Instrument.

Hätte man am Anfang einfache Popsongs gelernt, die sich auch fürs Lagerfeuer eignen, dann wären einige bestimmt noch dabei geblieben.













Und es ist eine wirklich gute Vorbereitung, später auch Rocksongs zu singen.
Und nicht wenige bleiben einfach bei der Akkustik, weil die gar nicht so langweilig ist, wie man bei einigem Unterricht den Eindruck bekommen könnte. Und selbst Klassik kann einiges her machen:

http://www.youtube.com/watch?v=-7wAEMIAhFs

Gruß Mjchael

AJCrowley
öfter hier
Beiträge: 71
Registriert: 24.07.2012
Wohnort: Biebesheim

Erstellt: von AJCrowley » 14.10.2012, 14:34

Richtig, an der Gitarre lag es sicher nicht. Der Lehrer vertrat halt damals (1989) die Aussage, erst klassisch klassische Gitarre lernen und dann sehen wir weiter. Die Kumpels aus dem Pfadfinderstamm, die "Hier kommt Alex" etc. auf der Gitarre im Zeltlager schrammeln konnten, waren in Duisburg und wir sind erst gerade nach Südhessen gezogen. Es wäre schön gewesen, wenn der Lehrer auf einen eingegangen wäre. Für die Jüngeren unter uns: damals gab es noch kein Internet ;) und auf dem Land waren Musikschulen auch nur spärlich gesät. Eine zweite Meinung - sofern man am allmächtigen Gitarrenlehrer gezweifelt hätte - war nicht einfach einzuholen.

Benutzeravatar
Pedro E.
born 2 post
Beiträge: 213
Registriert: 07.10.2012

Erstellt: von Pedro E. » 14.10.2012, 14:52

AJCrowley hat geschrieben:Richtig, an der Gitarre lag es sicher nicht. Der Lehrer vertrat halt damals (1989) die Aussage, erst klassisch klassische Gitarre lernen und dann sehen wir weiter. (..)
Das war halt Anno Dunnemals so mit den Lehrmethoden. Genau auf die Art hat man mir damals das Klavierspielen verleidet. Als ich bei der ewig nebenbei strickenden Klavierlehrerin mal das Wort "Ragtime" fallen lies hätte sie mich beinahe hinausgeworfen bevor sie sich der drohenden Ohnmacht ergab.

Jetzt auf meine alten Tage habe ich dann einen Gitarrenlehrer, eher Coach, gefunden, der nichts weniger als dogmatisch ist und es macht mehr Spass als damals. Der hat überhaupt kein Problem damit, dass er mir mit der Fender ( im Acousticmodus) gegenübersitzt und ich auf einer Konzertgitarre herumschrammle. Man muß ja nicht fesche Tänze aus den 16.Jhdt. angehen, Bob Dylan tut es auch ... =(=))=

Ich gründe dann sicher noch eines schönen Tages eine Rentnerband, muß nur noch einen Amp finden der sich auf einen Rollator schnallen lässt .... :_::_:

Benutzeravatar
startom
Mod-Team
Beiträge: 2700
Registriert: 17.03.2011
Wohnort: Wallenwil TG - Schweiz
Gitarrist seit: 2001

Re: Perspektive Band - realistisch?

Erstellt: von startom » 14.10.2012, 16:45

Apoyando hat geschrieben:... um vllt. nach einem weiteren Jahr "Band-reif" zu sein. Musikrichtung wäre sowas, wie Prog-Rock, gerne auch etwas härter.

1.) Was haltet Ihr von diesem "Plan"? Wie ambitioniert klingt dieser in Euren Ohren? Ich übe ca. 1/2 bis 1 Stunde pro Tag.

Ein Jahr Instrumente-Erfahrung vor dem Band-Eintritt finde ich persönlich durchaus realistisch. Wichtiger als der Musikstil ist jedoch die Bandkonstellation an sich. Passt es dir auch menschlich, habt ihr genügend Disziplin, um wirklich eure Songs zu lernen, wollen alle in etwas dasselbe, etc.

Apoyando hat geschrieben:2.) Ist es leicht, mit einem Alter von ca. 40 noch eine Rockband zu finden, die einen - dann vermutlich noch immer recht bescheiden guten - Gitarristen aufnehmen wird? Komme zwar aus einer recht bevölkerungsreichen Gegend (mehrere Großstädte in näherer Umgebung); andererseits ist das klassische "Band-Eintrittsalter" so um die 20, oder?

Ich hab noch nie von einem klassischen Band-Eintrittsalter gehört, vergiss die Zahl sofort wieder.
Eigentlich ist es doch einfach. Du bist wohl nicht der einzige Fast-Vierziger, der jetzt ein Instrument erlernt. Stell dir vor, irgendwo in deiner Umgebung gibts einen 35jährigen Beginner Drummer, einen 45 Jahre alten Kerl, der soeben eine Bassgitarre zum Geburtstag gekriegt hat und einen weiteren junggebliebenen Wohnzimmer-Rocksänger, der schon immer mal mit anderen zusammen Musik machen wollte.
Et voila: Schon gibts die Band.

Du wirst dich noch wundern, wie viele Erwachsene ein Instrument erlernen und einfach im Verbund mit Gleichgesinnten Musik machen wollen. Und ein Verbund gleichgesinnter Musiker ist per meiner Definition eine Band.
Tom

Benutzeravatar
bowmen
Erklär-Bär
Beiträge: 325
Registriert: 27.05.2010
Wohnort: Nördliche Bayerische Provinz

Erstellt: von bowmen » 14.10.2012, 17:30

2.) Ist es leicht, mit einem Alter von ca. 40 noch eine Rockband zu finden, die einen - dann vermutlich noch immer recht bescheiden guten - Gitarristen aufnehmen wird? Komme zwar aus einer recht bevölkerungsreichen Gegend (mehrere Großstädte in näherer Umgebung); andererseits ist das klassische "Band-Eintrittsalter" so um die 20, oder?


Und ich bin "erst" 30 und habe auch die Befürchtung, zu alt für eine Band zu sein, aber ich übe dennoch fleißig zu jeder Zeit, die ich habe weiter.

Hey Leute!

mal abseits von der Diskussion über Klassic-Western oder E-Gitarre und mit was man am besten anfängt.

Was habt Ihr für ein Problem mit Eurem Alter ?!?!
Anfang 30 oder rund um die 40 ist doch kein Alter.

Ich bin jetzt 47 gehe stark auf die 48 zu.
Ich hab mit 13 mal ein halbes Jahr Gitarrenunterricht gehabt und hatte dann keine Lust mehr dazu. Ich habe auch seither nie wieder eine Gitarre in der Hand gehabt.

Nach 32 Jahren habe ich gedacht es wäre doch irgendwie Geil wieder Gitarre zu spielen, also hab ich mir zu meinem 45. Geburtstag eine E-Gitarre und einen Verstärker gekauft.
Bin in die Musikschule gelaufen, hab mich angemeldet und nehme seither Unterricht.
Das ist jetzt rund 2 1/2 Jahre her.
Seitdem bin ich fast süchtig nach Gitarren und Musik und verbringe fast jede freie Minute damit.

In der Musikschule hab ich dann beim Schulkonzert noch ein paar Jungs in meinen Alter (und einbißchen älter) gefunden, die ähnlich drauf sind wie ich und wir haben vor rund 12 Monaten eine Band gegründet.
Seither proben wir einmal pro Woche rund 4 Stunden, das alleine macht schon einen riesen Spaß und treten seit etwas 6 Monaten auch regelmäßig auf.

Wir spielen jetzt zwar keinen Metall, das "härteste" was wir spielen kommt von AC/DC, Deep Purple usw.. eben einfach die Klassiker aus unserer Zeit.
Unser Drummer ist übrigens 64 und trommelt auch erst seit 4 Jahren.

Also scheiß aufs Alter, einfach anfangen und spielen.
Wer sagt denn das eine Band immer aus jungen Leuten bestehen muß.

Immer dran denken "Alter schützt vor Rock´n Roll nicht " =(=))=

In diesem Sinne.........

PS: Unten steht die Webadresse unserer Band, einfach mal reinschauen da könnt Ihr die ganzen Grufties sehen. Soll jetzt aber keine Werbung sein und wird nur im Zusammenhang mit diesem Thread genannt!

Benutzeravatar
Kevenborstel
Guitar Maniac
Beiträge: 1818
Registriert: 06.11.2010

Erstellt: von Kevenborstel » 14.10.2012, 19:06

Respekt, da habt ihr ganz schön was "aufgebaut". Wenn das keine Motivation ist :::)(

Übrigens eine gute Homepage, sehr übersichtlich ..... und euer Jailhouse-Rock - nicht schlecht, da kann das Publikum bei falschen Tönen nicht abhauen :lol:
"Level Ahead (L.A.) is comming soon"

Benutzeravatar
phunky
lebende Forenlegende
Beiträge: 5549
Registriert: 03.08.2010
Wohnort: Wasserkante
Gitarrist seit: Anfang der 90er

Erstellt: von phunky » 15.10.2012, 08:23

Mal grundsätzlich: Es ist als Gitarrist fast immer schwer eine Band zu finden. Gitarristen gibt es nun mal wie Sand am Meer. Da hat's der Trommler vielleicht doch leichter.

Damit meine ich, in eine Band zu kommen, die eventuell schon länger besteht, ist eigentlich immer ein Problem.

Es ist einfacher, mit Gleichgesinnten etwas neues zu starten. Ist zumindest meine Erfahrung. Und dafür ist man nie zu alt. Ist die Frage wo man die auftreibt. Teilweise vielleicht im persönlichen Umfeld rekrutieren. Ansonsten, Bowman hat da ja auch ein paar Tipps geliefert. Musikschulen sind wahrscheinlioch nicht das schlechteste Umfeld um auf potentielle Musiker zu treffen. Aber auch im lokalen Musikalienhandel kann man, mit viel Glück, auch mal einen Musiker antreffen.

An dieser Stelle möchte ich mal eine Buchempfehlung loswerden: Frank Goosen - So viel Zeit. Das ist kein Ratgeber, sondern ein Roman. Es geht da um fünf Typen, Mitte 40, die ihren Traum von einer Rockband wahr werden lassen wollen. Ist ganz nett zu lesen und passt schön zum Thema. Aber das nur am Rande.

Was diese unsägliche Instrumentendiskussion angeht: Das lasst doch bitte vielleicht einfach jeden selbst entscheiden. Ich für meinen Teil habe mit einer geliehenen Konzertgitarre angefangen (ich wusste gar nicht um die Unterschiede). Und wenn ich nicht ziemlich kurz danach eine Westernklampfe aufgetrieben hätte, wäre meine "Gitarristenlaufbahn" vermutlich nach drei Monaten beendet gewesen. Und das lag nicht am Lehrer. Das lag am Spielgefühl und am Klang von Darmimitat aus Nylon auf Holzfurnier.

Und bitte keine Links zu irgendwelchen Youtube-Videos.Das man auf E-Gitarren Klassik spielen kann und auf Konzertgitarren Rock weiß ich selbst. Ich finde nur Konzertgitarren in 90% der Fälle einfach furchtbar. Und das ist
a) mein gutes Recht und
b) das Ergebnis jahrzehntelanger Feldstudien.

Benutzeravatar
mjchael
Mod-Team
Beiträge: 8965
Registriert: 08.07.2007
Wohnort: Marburger Hinterland
Gitarrist seit: 1980

Erstellt: von mjchael » 15.10.2012, 12:06

:D Es geht aber hier nicht um dich ;)

Mein Anliegen war ja nur dass beides möglich ist. Und damit wollte ich nur ein paar Argumente gegen die Pauschalurteile liefern. Mehr nicht.

Letztlich muss es jeder selbst entscheiden.
Gruß Mjchael

Benutzeravatar
phunky
lebende Forenlegende
Beiträge: 5549
Registriert: 03.08.2010
Wohnort: Wasserkante
Gitarrist seit: Anfang der 90er

Erstellt: von phunky » 15.10.2012, 12:08

mjchael hat geschrieben::D Es geht aber hier nicht um dich ;)


Das weiß ich, aber ich denke meine Einzelmeinung zu dem Thema steht hier total gleichberechtigt, mit all den anderen, zum Beispiel Deiner ;) :D

Benutzeravatar
absalom
schreibt schneller als du liest
Beiträge: 103
Registriert: 14.02.2009
Wohnort: Fechen b. köln

Erstellt: von absalom » 15.10.2012, 17:56

Ich habe auch erst wieder (mit 16 mal 4 Jahre Bass gespielt) mit 43 (bin jetzt fast 47) angefangen E gitarre zu spielen.Habe bis jetzt in 3 Bands mitgespielt.In der dritten Band bin ich jetzt seit ca einem Jahr.Der jüngste ist jetzt ca 30 Jahre alt und ich bin der Älteste.Meine Meinung ist das Alter keine Rolle spielt,nur die Musik muss passen.
Auch die Ambitionen müssen passen.Hätte keine lust auf Leute die meinen berühmt werden zu müssen.Aber es gibt auch in meiner Altersklasse Musiker die noch ziemlich am Anfang stehen.Der Gitarrist bei uns macht schon seit 20 Jahren Musik und der Schlagzeuger seit 10 und das auch erfolgreich.Also es gibt durchaus Möglichkeiten auch für ältere Semester noch loszulegen.

Benutzeravatar
Roddy
Powerposter
Beiträge: 1142
Registriert: 23.04.2011
Wohnort: Hamburg

Erstellt: von Roddy » 15.10.2012, 22:15

phunky hat geschrieben:
mjchael hat geschrieben::D Es geht aber hier nicht um dich ;)


Das weiß ich, aber ich denke meine Einzelmeinung zu dem Thema steht hier total gleichberechtigt, mit all den anderen, zum Beispiel Deiner ;) :D


Auch gut so, stand doch ein hoffentlich guter Buchtipp in Deiner Meinung.
Habs mir mal bestellt.

Benutzeravatar
jemflower
born 2 post
Beiträge: 244
Registriert: 24.08.2010
Wohnort: Moers, NRW

Erstellt: von jemflower » 16.10.2012, 11:43

AJCrowley hat geschrieben:Richtig, an der Gitarre lag es sicher nicht. Der Lehrer vertrat halt damals (1989) die Aussage, erst klassisch klassische Gitarre lernen und dann sehen wir weiter.... Es wäre schön gewesen, wenn der Lehrer auf einen eingegangen wäre. Für die Jüngeren unter uns: damals gab es noch kein Internet ;) und auf dem Land waren Musikschulen auch nur spärlich gesät. Eine zweite Meinung - sofern man am allmächtigen Gitarrenlehrer gezweifelt hätte - war nicht einfach einzuholen.


Wenn man noch älter ist, erinnert man sich, dass das mal noch krasser war. Als ich mir 1979 die ersten Griffe von Freunden zeigen ließ war es mir und meinen Eltern völlig unbekannt, dass man Lehrer aussuchen und bei der Wahl der Musik mitreden könnte. Mir war völlig klar, dass ich den Spass an der Musik durch den damals üblichen Unterricht sehr wahrscheinlich verlieren würde.

Mittlerweile bin ich also deutlich über 40 und finde es verdammt schwer eine Band zu finden. Zum einen sind die meisten Inserate von Leuten die viel jünger sind, zum anderen sind viele Musiker in meinem Alter auf extrem hohem Niveau, da kann ich nicht mithalten.
Zu Schul- und Studiumszeit lernte man einfach mehr Leute kennen, da ging das viel schneller.
Aufgeben würde ich aber nicht deshalb.

LG
Laura

32 Beiträge   •   Seite 1 von 1
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast