Tipps und Feedback zu Setlist und Zielgruppe

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sixstringsdown76
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Tipps und Feedback zu Setlist und Zielgruppe

Erstellt: von sixstringsdown76 » 04.07.2012, 10:24

Hi,

für die Gestaltung von Muggen (westdeutsch Gigs) habe ich mir eine Setlist/Übungsliste zusammengestellt.
Zielgruppe: Bikerfeste/Bluesfestivals/als Rockfiller für Dorffeste o.ä
Gesamtdauer: 1:30 h mit Ansagen
Besonderheiten: Repertoire für 4-Mann Band (g/voc/harm, lg/voc , Bass/voc, dr/perc)
und akustische 2-Mann Band (g/voc/harm, lg/voc/cajon/bongo) sollen sich gut überlappen.
Außerdem sollen einige eigene (englischsprachige) Songs untergebracht werden. Die Titel werden Euch nun sicher nix sagen, ich habe sie stilistisch eingepasst (kann man auch ignorieren).
Der gesamte Stil soll für die grosse Besetzung als härterer Bluesrock rüberkommen - in Richtung ACDC - ZZ-Top.
Ich habe auch hinter einige Titel die Überlegungen geschrieben, wieso und warum.

Feuer frei und vielen Dank im Voraus für die Kommentare.

Setlist/Übungsliste:

--- Set 1 (Intro) 15:00 min
Ace of Spades - (Bluesversion/Cronenbourg) Motörhead - Intro mit Mundi-Solo um hier Mitklatschen zu erzeugen, die anderen Instrumente steigen nach und nach ein (bass, drums, gitarre)
Whole Lotta Rosie - ACDC -- und ab geht die Fahrt!
Heard It On the X (d: 100,6 eigener Text) - ZZ Top - heizen!
Dust My Broom (liveversion ZZ Top Rockpalast Zugabe) -- jetzt müssen sich die Hände ausruhen
--- Set 2 (Acoustic/Midtempo/Message Songs) 20:00 min
The Needle and the Damage Done - Neil Young -- Kontrastprogramm
Strawman - Lou Reed
Iron Throne - sixstringsdown76 (midtempo)
Whipping Post - Allman Brothers - Lass jetzt mal richtig die Blueser taumeln
--- Set 3 (Blues) 20:00 min
Green Stuff - The Blues Band -- Schnipp schnipp, schnipp
Talk to your daughter - J.B. Lenoir (Bo Diddeley Version)
Little Red Rooster - Howlin Wolf (ala Stones)
All your love - Otis Rush (ala Gary Moore)
Got My Mojo Working - M. Morganfield ( schnelle Magic Sam Version) - heizen
--- Set 4 (Midtempo/Outro/Feelgoods) 20:00 min
My my hey hey - Neil Young (elektrisch, s. Neil Young and Pearl Jam) - etwas langsamer werden
Fortunate Son - CCR
Jesus Left Chicago - ZZ Top (live Version s. z.B. Crossroads)
Boogie Medley: I love to Boogie(T.Rex)/ Two Valves Boogie (sixstringsdown76)/ Tube Snake Boogie (ZZ.Top) -- Party!
Silver and Gold - Joe Strummer & the Mescaleros -- Goodbye und Feel good!

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startom
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Erstellt: von startom » 04.07.2012, 13:09

Hoi
Wir (Hardrock Coverband) haben in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass zwei Sets a je 45 Min. viel besser ankommen als 3 Sets mit je 30 min. oder sogar 4 Sets mit je 20 Min.

Dabei achten wir, dass wir im ersten Set zwar zwei, drei Kracher drin haben, aber generell auf Midtempo achten. Das heisst, höchstens eine Ballade in Set 1.

Im zweiten Set geben wir dann so richtig Gas und bringen populäre Balladen, Metal-Kracher und Mitgröhl-Hymnen querbeet. Mit der Zeit gibts ein Gefühl, auf welche Songs das Publikum abfährt.

Weiss nicht, ob dir das jetzt weiterhilft....Kernaussage sollte sein: Weniger Pausen, mehr Musik-non-stop. Und gegen Ende des Gigs inmitten eines Songs eine ruhige Phase einbauen, um die Band vorzustellen. Da spielen zum Beispiel nur noch Bass und Drums.
Tom

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musicdevil
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Erstellt: von musicdevil » 04.07.2012, 13:51

ZZ Top - Gimme all your loving
ZZ Top - Bad To The Bone
Deep Purple - Smoke On The Water
Metallica - Nothing Else Matters
Metallica - Enter Sandman
Nazareth - Love Hurts
Queen - We Will Rock You
The Rolling Stones - Satisfaction
U2 - With Or Without You
Bruce Springsteen - Born In The USA
AC DC - Hells bells
AC DC - Tnt
AC DC - Highway to Hell
Nirvana - Smells Like Teen Spirit
Guns N' Roses - Knockin' On Heaven's Door

usw. usw.

Das sind doch eher die Hits auf nem Bikertreffen...vieles von dir genannte kenn ich überhaupt nicht ;)
Wenn ne Party abgehn soll, musst Dinger bringen, die jeder kennt.
Nen massentauglichen Geschmack eben...sonst wirds langweilig.

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phunky
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Erstellt: von phunky » 04.07.2012, 13:58

Steppenwolf - Born to be wild. der Klischeesong vor dem Herrn, funktioniert aber immer
Thin Lizzy - The Boys are Back in Town.

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Jens80
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Erstellt: von Jens80 » 04.07.2012, 14:19

Sind coole und anspruchsvolle Sachen dabei. Fragt sich, ob das Publikum das überhaupt zu schätzen weiß :-)

Ob der Akkustik-Part auf nem Bikertreff oder nem Stadtfest Open-Air so zieht frag ich mich gerade. Vielleicht kein extra Set draus machen, sondern nur mal nen Akustik-Song zwischendurch bringen.....
Oder Akustik-Set erweitern und dann eben bei nem Kneipengig im Herbst/Winter bringen.

Musikalisch könnte man ja viel Vorschlagen. Ich bin der Meinung, dass was von Rory Gallagher noch ganz gut kommen könnte:
Bei Big Guns, Bad Penny oder Shadow Play brennt doch die Hütte!

Gaddoc
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Erstellt: von Gaddoc » 04.07.2012, 14:22

iron maiden \m/
run to the hills, the number of the beast, etc, richtig geil live :)
SCREAM FOR ME GUITAR!

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musicdevil
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Erstellt: von musicdevil » 04.07.2012, 15:20

Muss man auch richtig aufpassen.
Ne Band die ihre eigenen Sachen spielt wird bejubelt oder ausgebuht, aber
die Band steht halt hinter ihren Sachen.
Ne Coverband sollte nicht nach ihrem Geschmack gehen, es sei denn der ist tatsächlich Massentauglich.
Man muss wissen was die Zielgruppe mögen könnte (sind auch Erfahrungswerte) und kann dann entscheiden was man daraus umsetzen mag.

Als ich noch als DJ tätig war, musste ich mich halt auch anpassen.
So musste ich auf Hochzeiten auch Wolfgang Petry und andere Sachen im Gepäck haben, obwohl ich das völlig langweilig fand.
Da testet man maximal nen Titel nach eigenem Geschmack an, blendet diesen aber auch schnell wieder aus, wenns nicht ankommt^^
So muss man wahrscheinlich auch als Band flexibel sein und auf die Stimmung der Leute reagieren können.

Anders ist es mit zb. einer "Smokie Revival Band", wobei dann auch die Leute wissen was sie erwartet.

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Tom MälZZer
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Erstellt: von Tom MälZZer » 04.07.2012, 15:57

musicdevil hat geschrieben:...........

Das sind doch eher die Hits auf nem Bikertreffen...vieles von dir genannte kenn ich überhaupt nicht ;)
Wenn ne Party abgehn soll, musst Dinger bringen, die jeder kennt.
Nen massentauglichen Geschmack eben...sonst wirds langweilig.


Das kommt aber ganz dolle darauf an, was hier als Bikertreffen gemeint ist. So'n kommerzkram ala Harley Days kann man sicher eher mit Kommerz bedienen, die Treffen die ich so kenne, da würd die Tracklist schon gut ankommen (die kleinen Treffen mit "echten" Bikern, keine Wochenendrocker)

Vorschläge:
Call me the breeze (Lynyrd Skynyrd)
Jailhouse Rock (Kann man sehr geil alle mal solieren lassen)
Let me be your Teddybear (ZZ Top auf dem XXX Album)
Another kind of love (Joe Bonamassa)
The Seeker (The Who)
Fight for your right (Beastie Boys - kommt richtig geil)
Rebel Yell (Billy Idol - etwas Kommerz darfs ja gern sein)
Route 66 (ich mag's gern in G mit etwas Southern Rock Style)
Lay down Sally (Eric Clapton)
Cocain (Eric Clapton)
She caught the Katy (Blues Brothers)
usw....

Hoffe da sind ein paar Anregungen bei ;)
So wie das ist, ist das Mist! :)

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musicdevil
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Erstellt: von musicdevil » 04.07.2012, 16:45

Na das ist klar. Diese "echten Biker" haben aber ihre eigenen Bands und greifen da nicht auf Leute zu die noch überlegen was sie spielen könnten ;)
Wenn die ne Party machen, solls krachen, da kann man nicht erst noch experimentieren. Kohle ist da kein Thema.
Wird schon eher um kommerzielle Sachen gehen, hab ich so vermutet :)
Wenn man mit den falschen Songs in ner Hells Angels Kneipe auftritt, fliegt man schneller raus als einem lieb ist..vorsichtig formuliert :D

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Tom MälZZer
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Erstellt: von Tom MälZZer » 04.07.2012, 17:43

Na weiß nicht. Die Clubs, die ich so früher besucht habe, hatten keine eigene Band. Da gabs eher Konserven-Musik.
Und bei den Angels und co. würd ich gar nicht auftreten wollen. Die haben nichts mit dem eigentlichen "Rocker-dasein" zu tun. Da stimmt in meinen Augen der Hintergrund nicht. Aber das ist ja auch unwichtig, wir schfeifen ab ;)
So wie das ist, ist das Mist! :)

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Erstellt: von sixstringsdown76 » 05.07.2012, 10:32

Gaddoc hat geschrieben:iron maiden \m/
run to the hills, the number of the beast, etc, richtig geil live :)

Ach ja (Seufz). Passt leider stilistisch gar nicht rein - oder ich hab darüber noch nicht richtig nachgedacht. Ich meine damit, dass die blueslastigen Sachen immer den Swing noch drin haben, was mir bei Iron Maiden gar nicht geht. Saxon geht schon eher in die Richtung.

Ansonsten wären die Iron Maiden Sachen auch stimmlich kaum zu bewältigen.

Danke auf jedne Fall.

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Erstellt: von sixstringsdown76 » 05.07.2012, 10:35

Erst mal vielen Dank.

Meine erstes Fazit: Ich bin zu unentschlossen - entweder nur Cover und dann bitte auch richtig, oder ganz anders (Eigenes oder völlig eigene Schiene (Bosshoss machts beim Country vor)) und dann auch richtig.

Da muss ich mal drüber nachdenken.

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Erstellt: von sixstringsdown76 » 05.07.2012, 10:37

startom hat geschrieben:Hoi
Wir (Hardrock Coverband) haben in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass zwei Sets a je 45 Min. viel besser ankommen als 3 Sets mit je 30 min. oder sogar 4 Sets mit je 20 Min.
...
Weiss nicht, ob dir das jetzt weiterhilft....Kernaussage sollte sein: Weniger Pausen, mehr Musik-non-stop. Und gegen Ende des Gigs inmitten eines Songs eine ruhige Phase einbauen, um die Band vorzustellen. Da spielen zum Beispiel nur noch Bass und Drums.


Super Tips.

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korgli
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Erstellt: von korgli » 05.07.2012, 10:53

Hi

Ja, kann ich bestätigen 45 min ist gut.

Ansonsten - jede Band muss ihre Identifikation haben.
Macht sie auf DJ - so hat sie kein Gesicht.
Daher sind Tips für weitere Songs schon ok, aber "MAN MUSS DAS..." finde ich nicht richtig.
Man muss gar nix. Nur wissen was man will und kann.
Und mit dem Veranstalter ein wenig abstecken, ob die Band passt.

Die Überlegungen vom Ablauf find ich gut.
Aber Garantie gibt es keine.

fredy

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phunky
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Erstellt: von phunky » 05.07.2012, 11:00

Tom MälZZer hat geschrieben:Fight for your right (Beastie Boys - kommt richtig geil)


Das kommt aber nur so geil, weil's keiner kapiert. Also worum es geht, meine ich.

Ansonsten stimme ich korgli zu: Man muss gar nichts. Wichtig ist, dass man zu dem stehen kann, was man da tut. Und dass es nicht total an dem vorbei geht, was der Veranstalter sich vorstellt.

Aber ansonsten geht da nichts schief, wenn Deine Absichten ehrlich sind. Dann kriegt man auch zurück was man investiert.

Und man muss auch keine Riesenhits spielen, die jeder mitgröhlen kann. Das denken viele, aber meiner Erfahrung nach stimmt das nicht. Wenn alle 3-4 Songs was kommt, was man kennt, dann reicht das eigentlich.

Ansonsten zählt nur der Groove.

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sixstringsdown76
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Erstellt: von sixstringsdown76 » 06.07.2012, 11:41

musicdevil hat geschrieben:Wenn ne Party abgehn soll, musst Dinger bringen, die jeder kennt.
Nen massentauglichen Geschmack eben...sonst wirds langweilig.


Die Idee ist, Nummern zu bringen, die bekannt genug sind, um erkannt zu werden, aber andererseits nicht total abgenudelt.

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Erstellt: von korgli » 06.07.2012, 11:44

gggggg
Manche sind Massenmenschen - manche nicht.
Jeder denkt natürlich SEIN Geschmack ist DER Geschmack der MASSE.
=)=)=

Also ich halte weniger davon.
Aber richtig ist schon. Sollten eher bekannte Sachen sein.
Müssen aber nicht derart verlutscht sein, dass man die nicht mehr hören mag.
Dieser Grat ist sau dünn.

fredy

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