Wie arbeitet man mit Metronom?

19 Beiträge   •   Seite 1 von 1
akustikgitarre
schreibt schneller als du liest
Beiträge: 128
Registriert: 15.08.2009

Wie arbeitet man mit Metronom?

Erstellt: von akustikgitarre » 04.09.2009, 12:32

Hallo,
ich spiele schon ein bisschen länger, bin aber Autodidakt. In letzter Zeit nutze ich häufiger das Metronom. Dabei ist mir aufgefallen, dass es mir jetzt gut nutzen könnte, wenn ich zum Beipiel Fingerübungen spiele. Doch wie nutzt man am effektivsten das Metronom? Ich habe es jetzt eigentlich für den Anfang auf 60 bpm eingestellt. Ist das richtig oder zu schnell? Und wie stimmt man da dann sein Spiel auf das Metronom ab, weil man spielt ja und hört teilweise nicht auf das Metronom vor allem bei schwereren Stücken.
Und letzte Frage: Wie kann man die Schnelligkeit durch das Metronom üben?
Ich hoffe, dass jemand mir helfen kann auf die "Flut" vo Fragen.

kachelofen
kam, sah und postete
Beiträge: 50
Registriert: 30.11.2008

Erstellt: von kachelofen » 04.09.2009, 21:17

für fingerübungen würde ich es auf 100 bpm stellen, dann ist ein schlag eine viertelnote, wenn du zwei noten zwischen den schlägen spielst, sinds achtel, wenns du vier zwischen den schlägen des metros spielst, sind 16tel.
und wenn du drei töne zwischen den schlägen spielst, sinds triolen.
dann spielst du deine fingerübungen erst in vierteln, dann in achteln, dann in triolen, und dann in vierteln. dann, wenn du das flüssig kannst, würd ich ein paar mehr beats pro minute eingeben

hoffe ich konnte ein bisschen helfen
mit freundlichen grüßen

kachelofem

Benutzeravatar
Denis
hat das Forum als Startseite
Beiträge: 992
Registriert: 24.11.2008
Wohnort: Großraum Pforzheim

Erstellt: von Denis » 07.09.2009, 18:44

Was für ein Metronom verwendest du denn? Ich selber verwende ein mechanisches und finde, dass man hierbei das Klicken viel deutlicher hört als das Piepsen eines elektronischen Metronoms.

Korrigiert mich, falls ich damit daneben liege, (ich habe bisher nur sehr wenige Metronome gehört): aber ich finde, die elektronischen Dinger nerven mehr mit ihrem Piepen und sind zu leise.

Schnelligkeit kommt von allein, lerne lieber die Genauigkeit mit dem Metronom.
Seien wir realistisch, fordern wir das Unmögliche. (Che Guevara)

Devron
findet den Ausgang nicht
Beiträge: 405
Registriert: 11.06.2009
Wohnort: Nichtbraunschweig

Erstellt: von Devron » 08.09.2009, 20:38

Also ich hör mein Metronom immer, auch beim Spiel o.O
Ansonsten schau einfach welche Noten auf den Beats liegen, dann kannst du die bisschen stärker betonen wenn du Probleme damit hast das Spiel und das Metronom zu verbinden

Benutzeravatar
metal-skull65
Pro
Beiträge: 2581
Registriert: 23.08.2009
Wohnort: 59269 Beckum

Erstellt: von metal-skull65 » 08.09.2009, 22:32

Eine Optische Anzeige ist natürlich auch Seeeehr Hilfreich...
( z.b. ersten Beat grün,die restlichen Rot )

Aber ich habe lieber ganz schnell ein paar Drumtracks aufgestöbert
(free loops oder free waves bei google eingeben...)
und diese dann als Schleife laufen lassen in Audacity
(geht aber auch in Winamp)

Macht dann halt mehr Spass,und mann kann dann genauer Üben bei den Betonungen z.b.


greets ))-))

Benutzeravatar
mjchael
Mod-Team
Beiträge: 8979
Registriert: 08.07.2007
Wohnort: Marburger Hinterland
Gitarrist seit: 1980

Erstellt: von mjchael » 08.09.2009, 23:04

Du stellst das Metronom auf die viertel-Schläge ein, die du gerne spielen möchtest.

Du stellst dir ein Tempo ein, mit dem du am besten fehlerfrei spielen kannst.

Sobald du das Stück oder die Übung sauber spielen kannst, steigerst du das Tempo um eine Einstellung weiter, und machst im gleichen Trott weiter.

Du versuchst zwei oder drei Einheiten schneller zu spielen, als deine Zielgeschwindigkeit ist.

Dann springst du zwischen gemächlich, moderat, zügig, schnell und affenschnell (deine schnellste fehlerfreie Geschwindigkeit) wild hin und her, bis du den Takt, den Rhythmus, die Skala etc. in jedem Tempo fehlerfrei spielen kannst.

Übe höchstens so schnell, dass du es gerade noch so bewältigen kannst. Besser ist es, von deiner "Höchstgeschwindigkeit" gute 10 bis 20% abzuziehen, und auf dieser Geschwindigkeit zu üben. Deine "Höchstgeschwindigkeit" wird dadurch automatisch besser.

Aber nicht vergessen, auch langsam spielen will gelernt sein. Das Timing muss halt stimmen.

Gruß Mjchael

Benutzeravatar
AlBundy
Guitar Maniac
Beiträge: 1707
Registriert: 11.07.2008

Erstellt: von AlBundy » 09.09.2009, 10:08

muss hierzu einfach was sagen. :lol:

Die optische Anzeige ist zwar meiner Meinung nach "nice to have" nützt einem im Endefekt praktisch aber überhaupt nichts, weil man z. B. auf der Bühne oder auch sonstwo keine optische Anzeige hat - also nach Gehör spielen muss. Gerade wenn man noch mit jemandem zusammen spielt.....Deswegen drehe ich das Ding immer rum, damit ich die LEDs erst gar nicht sehe. Es ist mir auch aufgefallen, dass ich am Anfang zu sehr hingeschaut habe und mehr nach sehen als nach hören gespielt habe und dank dem guten Hinweis meines Lehrers, dass wir Musiker uns in 1. Linie auf das Gehör verlassen, hat es dann auch was gebracht. Vorher mit Hinschauen konnte ich mein Taktgefühl kaum verbessern.

Unter 100 Beats finde ich schläft man irgendwann ein, dennoch ist der Hinweis richtig, dass man auch die langsamen Tempi üben sollte. Gerade ich habe echt Problem damit ein Stück, das ich in 100-120 Beats locker spielen kann, gerade mit Hämmering usw. Und bei 70 Beats stehe ich dann wie der Turbolader im Wald und weiss gar nicht, was ich mit der übrigen Zeit anfangen soll, oder bin zunächst schon bei 3 fertig, weil ich viel zu schnell bin. Dafür hat man ja ein Metronom, dass man sowas übt.

Ach so, noch dazu immer zu den Hauptzählzeiten 1,2,3,4 mit dem Fuss mitgehen (mit 2 Füssen ist nach meiner Erfahrung nicht so günstig) und vor dem Beginn der Übung nach dem Takt des Metronoms Luftschläge mit der Schlaghand ausführen, kann dann zwar sein man macht die ersten paar Takte immer noch Luftschläge aber gibt sich mit der Zeit....

Viel Spass!

=)=)=

Benutzeravatar
metal-skull65
Pro
Beiträge: 2581
Registriert: 23.08.2009
Wohnort: 59269 Beckum

Erstellt: von metal-skull65 » 09.09.2009, 13:28

@ AlBundy...
zu der Optische Anzeige...lese mal den Satz darunter ;)


Greets ))-))

akustikgitarre
schreibt schneller als du liest
Beiträge: 128
Registriert: 15.08.2009

Erstellt: von akustikgitarre » 10.09.2009, 16:25

Hallo,
konnte leider erst jetzt antworten. Jetzt ist mir einiges ein bisschen klarer geworden. Allerdings ist mir nich nicht klar, we man spielen kann und dabei mit einem Fuß den Takt schlagen? Bei mir geht dann immer alles durcheinander. Wenn nämlich der Fußstimmt, stimmt dasnn der Fingersatz bei der Gitarre nicht und wenn der Fingersatz stimmt, stimmt der Fuß nicht. Gitb es da spezielle Übungen, um das koordinieren zu lernen?
Ich habe von vornherein nicht auf die optische hilfe gachtet, weil man ja auch Noten lesen muss (oder Tabs). Naja jedenfalls habe ich den Eindruck, dass iche infach bei einigen Stücken trotz allem nicht schneller werde. Gibt es dafür auch etwas anderes als mit dem Metronom zu spielen? Oder ist das die einzig vernünftige Möglichkeit.
P.S. Ich kann leider keine Probe reinstellen, da ich kein Aufnahmegerät habe, hoffe aber ihr werdet aus meiner Beschreibung schlau.

Benutzeravatar
metal-skull65
Pro
Beiträge: 2581
Registriert: 23.08.2009
Wohnort: 59269 Beckum

Erstellt: von metal-skull65 » 10.09.2009, 18:09

Klar ist es am Anfang schwer sich auf mehrere Sachen zu Konzentrieren!

Aber das ist ja kein Weltuntergang...

Du könntest zuerst das Stück ohne Metronom üben ,bis Du es Auswendig kennst...
Dann hast Du weniger Probleme es hinterher dann auf den Takt passend zu erlernen...

Benutzeravatar
mjchael
Mod-Team
Beiträge: 8979
Registriert: 08.07.2007
Wohnort: Marburger Hinterland
Gitarrist seit: 1980

Erstellt: von mjchael » 10.09.2009, 21:39

Du tappst mit dem Fuß ganz exakt Viertel (oder Achtel).

Das hängt davon ab, wie die kürzeste Einheit beim Spielen ist.

Kommen 16el vor, dann tappst du 8el.
Kommen nur 8el vor, dann tappst du Viertel.

Ganz gleichmäßig.
Ein Fußtappser sind gleich zwei Bewegungen. Gehen wir mal davon aus, dass der Kürzeste Wert eine Achtel ist.

Fuß ab = 1. Achte l(=1. Viertel)
Fuß auf = 2. Achtel
Fuß ab = 3. Achtel (=2. Viertel)
Fuß auf = 4. Achtel
Fuß ab = 5. Achte l(=3. Viertel)
Fuß auf = 6. Achtel
Fuß ab = 7. Achte l (=4. Viertel)
Fuß aif = 8. Achtel

Wenn beim Zupfmuster der Daumen einen Viertel-Wechselbass schlägt, und die übrigen Finger ein Wechselschlag ausführen, dann kommst du exakt hin.

Beim Anschlag macht die Armbewegung genau das, was ach der Fuß macht. Man geht also synchron auf und ab.

Jedoch muss man sich sehr gut mit den so genannten "Luftschlägen" auskennen.

Das ist die erste, einfachste uns sicherste Methode, einen sicheren Rhythmus hinzu bekommen.

Gruß Mjchael
Zuletzt geändert von mjchael am 16.11.2011, 22:36, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
AlBundy
Guitar Maniac
Beiträge: 1707
Registriert: 11.07.2008

Erstellt: von AlBundy » 11.09.2009, 07:01

muss zu meiner Schande gestehen, tue mich oft einfacher beim 4/4 Takt Achtel mit dem Fuss zu "tappen". Kommt aber auch darauf an, wie schnell das Stück ist. Bei >120 bpm kann ich auch Viertel tappen. Darunter ist es schwierig, ist mir dann einfach zu langsam und ich komme leicht durcheinander.

Kann das z. B. aber vor Publikum überhaupt nicht, da bin ich so aufgedreht, dass ich mich schwer auf die Fussbewegungen konzentrieren kann. Müsste ich ggf. mal wirklich intensiv üben.

Benutzeravatar
mjchael
Mod-Team
Beiträge: 8979
Registriert: 08.07.2007
Wohnort: Marburger Hinterland
Gitarrist seit: 1980

Erstellt: von mjchael » 11.09.2009, 08:22

Fußtappsen und Abzählen braucht man zum Einüben neuer Stücke und Techniken.

Vor Publikum führt man nur das vor, was man absolut auswendig kann, und bei dem man nichts mehr abzählen muss.

Das einzige was ich da vielleicht mache, ist dass ich ganz leicht mit dem Kopf wippe. (Headbanging auf Superspaarflamme :D ) Vielleicht schunkle ich auch ein wenig mit dem Körper. Aber dass dient nur um den Groove zu halten. Sollte ich tatsächlich mal beim Spielen herauskommen, bleibe ich so im Takt, und pfusche mich wieder rein.

Wenn du mal ein Schlagmuster oder ein Zupfmuster oder Pickingmuster automatisiert hast, dann ist das fast genauso gut wie ein Metronom. Wenn ich beim Chor den Rhythmus halten muss, oder herausfinden möchte, ob sich der Chorleiter im Takt verhaut (kommt manchmal vor), dann zupfe ich gleichzeitig ein Travis-Picking, oder schlage einen Rhythmus mit dem Daumen an meiner Hosennaht.

Ich weiß, dass ich mich darauf inzwischen besser verlassen kann, als auf das Dirigieren des Chorleiters. (Er ist kein Profi in Sachen Rhythmus.)

Also gute Nachricht:
Wenn man Rhythmen am Anfang absolut richtig übt und ständig wiederholt, (mit Metronom, Durchzählen und was sonst noch so dazugehört,) dann geht das so weit in Fleisch und Blut über, dass es hinterher vollautomatisch abläuft.

Gruß mjchael

Benutzeravatar
AlBundy
Guitar Maniac
Beiträge: 1707
Registriert: 11.07.2008

Erstellt: von AlBundy » 11.09.2009, 09:14

hab schon festgestellt, gegenüber dem Metronom bin ich irgendwann nach ein paar Takten ca. ein Viertel zu schnell. Dies muss ja aber nicht heissen, dass "mein Lied" dann auch zu schnell ist, vielleicht bin ich in dem Fall einfach mit dem was ich im Kopf eingeübt habe einen Tick schneller als das Metronom.

Aber ich vergleiche mich trotzdem immer wieder mit dem Metronom und wird auch besser!

akustikgitarre
schreibt schneller als du liest
Beiträge: 128
Registriert: 15.08.2009

Erstellt: von akustikgitarre » 11.09.2009, 16:10

Danke mjachael für deine Erklärungen, werde es gleich beim nächsten Mal üben und hoffe es wird mit der Zeit besser. Jedenfalls habe ich jetzt schon mehr verstanden als von einem Buch. Da ist immer nur beschrieben worden: Tipeen Sie mit dem fuß mit, aber wie, stand nicht drinnen. Noch eine Frage. Dann ist es also sinnvoll das Fußtippen und das Metronom aufienander abzustimmen? Das kann man ja dann auch trocken, also ohne Gitarre machen und das, wenn es internalisiert ist, auf das Spiel übertragen kann. Ist das so richtig?

Benutzeravatar
AlBundy
Guitar Maniac
Beiträge: 1707
Registriert: 11.07.2008

Erstellt: von AlBundy » 11.09.2009, 16:14

Du kannst sogar, wenn Du öfter Musik im Radio hörst oder deine Lieblingsmusik auflegst dazu mit dem Fuss mittippen. Man lernt unheimlich viel dabei.

Benutzeravatar
mjchael
Mod-Team
Beiträge: 8979
Registriert: 08.07.2007
Wohnort: Marburger Hinterland
Gitarrist seit: 1980

Erstellt: von mjchael » 11.09.2009, 21:17

*LinkNachreich*

Bild
Lagerfeuerschlag


Da ist es aber nicht schlecht beschrieben!

Und über mal diese Schlagmuster mit der Tap-Metode:

http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Diatonischer_Quintfall_in_Am_mit_Samba-Rhythmen

Nimm ruhig die etwas einfacheren Akkorde (natürlich, wenn es geht, nimmst du die Barrés)

Wenn du die Rhythmen drin hast, wendest du das auch beim Solospiel an. Glaube mir die Übung lohnt sich echt!

Es geht in die Richtung der Schlagmuster wie bei Jack Johnson, oder bei Deep Blue Something (Breakfast at Tiffany) und dergleichen mehr.

Gruß Mjchael

Benutzeravatar
Perry
schreibt schneller als du liest
Beiträge: 87
Registriert: 20.10.2010
Wohnort: Lüneburg

Erstellt: von Perry » 01.06.2011, 14:39

Für meine Frage zur Metronomnutzung werde ich vermutlich gleich übel gescholten, weil´s den meisten hier wohl ganz klar... Mir allerdings nicht so recht.

Bisher habe ich immer ohne Metronom auf der Gitarre geübt und mich auf mein gottgegebenes Rhythmusgefühl verlassen. Nun will ich aber doch mal mit Metronom üben. U. a. auch deshalb, weil es eigentlich immer empfohlen wird.

Gedacht habe ich mir, zunächst ein Metronom auf den Rechner zu laden um zu schauen, ob ich damit überhaupt zurecht komme.

Meine Frage nun: Zu welchem Zeitpunkt fange ich an zu spielen (also jetzt ganz unabhängig von der Geschwindigkeitseinstellung)?

Bisher habe ich es so verstanden, dass pro Metronomschlag auch einmal auf der Gitarre angeschlagen wird. Ist da so richtig? Und wenn ja, dann zeitgleich mit dem "Klick" oder minimal vesetzt?

Am Beispiel der A-moll-Pentatonik dann so?

"Klick" A "Klick" C "Klick" D "Klick" E "Klick" G Klick" A "Klick" usw.

Oder habe ich das was total in den falschen Hals gekriegt?

Benutzeravatar
Counterfeit
Mod-Team
Beiträge: 2521
Registriert: 25.06.2010
Wohnort: Düsseldorf

Erstellt: von Counterfeit » 01.06.2011, 14:58

Es kommt drauf an welche Notenwert du spielen willst. Wenn du Viertel spielst, dann wäre pro Klick ein Schlag richtig. Ich mache es aber z.B. bei Pentatoniken üben so, dass ich die in 8teln spiele. D.h. also auf den Klick Abschlag, auf das imaginäre UND aufschlag und dann wieder auf das nächste Klick abschlag. Aber du kannst auch genau so gut pro Klick einen Schlag machen, oder nur alle zwei Klicks einen schlag, dann wären es halbe Noten.

Also nein, du hast es nicht in den falschen Hals gekriegt :)

19 Beiträge   •   Seite 1 von 1
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste