Fender Stratocaster: Dickere Saiten und Tuning?

Online-Ratgeber
#385214
Hallo liebes Forum,

ich spiele seit 2 Jahren nun die Fender American Elite Stratocaster HSS Mn Olympic Pearl. Die Standar-Saiten sind .009 - .042. Zur Zeit spiele ich gerne mehr Metal/Metalcore. Da ich einen etwas kräftigeren Sound möchte, habe ich oft gelesen, dass sich dickere Saiten eignen. Ist es problematisch für den Hals z. B. ein .010-.052 Saitenset zu nehmen? Ich hatte da im Hinterkopf mal gelesen zu haben, dass es nicht gut für den Hals oder das Tremolo sei?

Und auch grundsätzlich: Macht es der Gitarre was, wenn ich sie auf Drop C stimme?

Bin sehr dankbar für jede Antwort, kenne mich da echt nicht aus :)
#385217
Nein, weder dem Hals noch dem Tremolo macht es etwas aus, wenn man dickere Saiten aufzieht. Die vertragen durchaus deutlich dickere Drähte, als einen .010-Satz. Was aber wohl sein kann, ist daß du sowohl Tremolo, als auch Hals neu einstellen mußt, wobei das bei .010-Saiten vielleicht noch nicht der Fall sein wird. Auch der Sattel muß gegebenenfalls etwas überarbeitet werden. Entsprechend macht es der Gitarre auch nichts aus, wenn man auf Drop C stimmt (wobei 0.10-Saiten schon etwas dünn für so ein tiefes Tuning sein könnten).
#385226
Software-Pirat hat geschrieben:Nein, weder dem Hals noch dem Tremolo macht es etwas aus, wenn man dickere Saiten aufzieht. Die vertragen durchaus deutlich dickere Drähte, als einen .010-Satz. Was aber wohl sein kann, ist daß du sowohl Tremolo, als auch Hals neu einstellen mußt, wobei das bei .010-Saiten vielleicht noch nicht der Fall sein wird. Auch der Sattel muß gegebenenfalls etwas überarbeitet werden. Entsprechend macht es der Gitarre auch nichts aus, wenn man auf Drop C stimmt (wobei 0.10-Saiten schon etwas dünn für so ein tiefes Tuning sein könnten).
Dann bin ich ja beruhigt, vielen Dank für deine Antwort. Dann werd ich mich mal ein bisschen weiter schlau machen wie ich das alles am besten justiere :)
#385240
Vollröhre hat geschrieben:Ich habe auf meiner Elite 10-46er drauf. Da musste nix neu justiert werden. Einfach drauf machen, stimmen und spielen.
Ich werde mal die 10-52er probieren und sehe ja dann, ob die Spielbarkeit sich verschlechtert oder irgendwo scheppern auftritt :D
#385243
@PixelGuitar
Es ist nicht notwendig jedesmal den vorigen Post zu zitieren.
#385254
Hallo!

Der Gitarre, macht es nichts, wenn man stärkere Saiten nutzt. Allerdings kann es sein, dass stärkere Sätze, etwas "schnarren". Dazu müsste dann der Halsstab neu eingestellt werden.
Ebenfalls kann es passieren, dass das Tremolo nach oben kommt. Dazu muss dann die Federkralle, auf der Rückseite. einfach etwas angezogen werden.
#385264
Eventuell sollte man mal klären, welches Tuning hier erreicht werden soll. 10 - 52 ist so ein Saitensatz, den ich vielleicht noch für Standard D nehmen würde, eher aber für Eb.

http://www.stringtensionpro.com/ Daddario bietet z.b. diesen Saitenzugrechner, vielleicht der dir ja bei der Suche nach dem richtigen Satz weiter. Ich zieh jetzt erstmal meine 12-68er Saiten auf...
#385562
Hi,

ich greif das hier mal auf:
Harry83 hat geschrieben: Ebenfalls kann es passieren, dass das Tremolo nach oben kommt. Dazu muss dann die Federkralle, auf der Rückseite. einfach etwas angezogen werden.
Meine Strat hat nun seit gestern einen 10-52er-Satz drauf. Das Tremolo steht nun in Standard-E-Tuning unschön schräg. Ich glaube nicht, dass die beiden Trimschrauben dazu taugen, das Tremolo grundsätzlich zu richten. Die sind eher dazu da, die Wirkung des Tremolos zu stimmen. Ich habe die beiden Schrauben schon ein bischen weiter reingeschraubt, an der Schrägstellung der Brücke hat das nichts sichtbar geändert. Ich denke, es kommt auf die Anordnung der Federn an oder deren Anzahl. Ab Werk sind nur drei verbaut. Für fünf Federn ist theoretisch Platz.

Solche Federn sind ja nicht besonders teuer, lädt also zu Experimenten ein.

In meiner Strat ist ein "Deluxe Synchronized Tremolo" verbaut. Federn werden aber entweder für "alle Strats" oder für "Vintage Tremolos" angeboten. Aussehen auf den Bildern tun die Federn alle gleich. Es scheint aber unterschiedliche Härten zu geben. Was soll der angehende Gitarren-Tuner nun ordern? Sch....egal, passt schon alles? Ich würde gerne online bestellen, hat jemand vielleicht einen Hinweis, weil er selbst schon mal an einem Deluxe Synchronized Tremolo rumgefummelt hat? Danke im Voraus für eure Tipps.
#385565
Doch, wenn du die Schrauben an der Federkralle (die auf der Rückseite, hinter der Abdeckung des Faches) weiter hinein drehst (sofern es denn möglich ist), dann wird die Grundplatte auch stärker nach unten gezogen. Mehr Federn ist aber der elegantere Weg. Die Härte der Federn ist dabei für die prinzipielle Funktion unwichtig. Sie haben aber Einfluß auf das Spielgefühl, und das ist Geschmackssache. Ich würde tendenziell eher weichere verbauen, dann auch alle fünf einsetzen.
#385567
Danke für Deine Antwort. Ich ordere mal ein Päckchen und teste das. Derzeit könnte ich das Tremolo auch durch 5 starke Federn komplett lahm legen. Ich nutze es ohnehin nicht. Mal sehen.

Ich denke ich nehme die hier: https://www.amazon.de/Fender-0031643049 ... B003AYNHGW
Mich irritiert nur die Produktbeschreibung: "Set mit 5 Tremolofedern (für Fender Stratocaster Gitarren) Ausführung in Nickel Finish (Stahl vernickelt)Passend für American Vintage Series (USA) und Custom Shop Gitarren". Ich hoffe die passen auch in meine "Elite" mit "Deluxe Synchronized Tremolo".
#385569
Optionalerweise könnte man das Tremolo auch einfach blockieren. Dazu eignet sich ein kleines Holzstück oder ähnliches. Oder man ballert halt echt einfach die Schrauben von der federkralle an. Ich sehe da auch keine Schwierigkeit. Die äußeren Federn diagonal einsetzen hilft auch um mehr Kraft auszuüben. Ich habe in keiner meiner Gitarren mehr als 3 Federn und habe egal bei welcher Saitenstärke weitere gebraucht.
#385599
Ich hab jetzt die o.g. Federn erhalten. Sie sind "gefühlt" etwas härter als die, die ab Werk verbaut waren. Belegen kann ich das nicht; ich kann das weder messen, noch hab ich Angaben dazu gefunden.

In der Strat sind jetzt insgesamt 4 Federn drin, zwei von den Originalen und zwei von den Neuen. Die Brücke "schwebt" jetzt wieder parallel zum Korpus. Ich habe bei der Gelegenheit gleich noch die Oktavreinheit geprüft und korrigiert. Bzgl. Halskrümmung musste wegen der dickeren Saiten nichts eingestellt werden, die Saitenlage ist gut und es schnarrt nicht. Das Instrument ist nun perfekt, der Gitarrist hängt deutlich hinterher .... ;)
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