Für alle Anfänger: Lasst euch nicht von der Muskindustrie verführen!

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everyBlues
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Re: Für alle Anfänger: Lasst euch nicht von der Muskindustrie verführen!

Erstellt: von everyBlues » 06.11.2017, 19:46

neja es gibt halt Gitarristen die benutzen ganze padelboards mit sehr teuren Pedalen. Und es gibt die, die ein -zwei einfache Effekte benötigen, wenn überhaupt.
Ich bin nicht so der Freund vom überladenen Sounds. Und auch möchte ich meine Bude nicht überladen.
Mir ist manches Mal das kabel zwischen Gitarre und Amp schon zuviel.

Man braucht halt nicht sehr viel um Musik zu machen. Wenn Effekte, dann können 1-2 Einfache, vollkommen ausreichen. Mehr macht's nicht unbedingt besser. Hat mit dem Preis nichts zu tun. Kann auch ein Teures sein, aber es müssen keine 100 Stück sein. ;)
Ich bin da also auch eher ganz einfach gestrickt.

Man muss halt wissen um was es einen selber eigentlich geht. Mit geht es nicht darum, die teuersten "besten" Gitarren, Amps und Effekte zu haben, zu sammeln. Sondern um die Musik. Und um Musik damit zu machen, muss in allererster Linie alles praktisch funktionieren.

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Funplayer99
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Re: Für alle Anfänger: Lasst euch nicht von der Muskindustrie verführen!

Erstellt: von Funplayer99 » 06.11.2017, 21:23

Schneiderlein...man kann auch nur das lesen was wan gerne will.Mit dem Satz mehr zu schreiben bringts nicht ist gemeint dass egal was ich schreibe es wird doch nur versucht aus den Worten das zu lesen wo man meint einen weiteren Reibungspungt zu finden.

everyblues:
Wie Preise von Waren in einer Marktwirtschaft zustande kommen sollte jeder doch wissen.OB Er/Sie den Preis für eine angebotenen Ware dafür bezahlen wollen ist ne persönliche Entscheidung.
Anders gesagt: Eine beschissen eingestellte 2500€ Gitte ist zum reinen Erlernen des Spieles genauso hinderlich wie eine bescheiden produzierte und Setup grottig eingestellte 30€ Gitte.
Und wenn Tom schreibt dass häufig Setups bei Gitarren nicht optimal sind und das Spielen erschweren hat er Recht.

Und nochwas...Tonabnehmer kosten Materialmäsig wenig aber werden teuer verkauft.Schau dir mal Plattenspieler an...ich hatte ein Abtastsystem für 100€ und hab mir im dann einen 2. baugleichen Tonarm an meinem Dreher gemacht mit einem nicht unwesentlich teureren Abtastsystem.Im Blindtest (verbundenen Augen) hab ich deutliche Unterschiede gehört und das teurere tut jetzt seinen Dienst an meinem Dreher.komisch....beide haben Material für ne Handvoll € aber klingen anders...
Die Nachfrage machts halt dass manche Dinge teurer verkauft werden, weil da vielleicht auch etwas mehr Entwicklung dahinter steckt.
Es ist wie bei allem im Leben...gibt teuer und günstig.Ein Millionär kann seinem Kind als 1.Auto auch ne Luxuskiste kaufen auch wenn das zum lernen nicht notwendig wäre,aber er tuts weil er es kann.Nur einer der weniger Geld muss nicht genausoviel Kohle hinlegen für den gleichen Spaß am Fahren.
Dieser Vergleich kann genauso auf alle Instrumente und ihrer Wertigkeit angesetzt werden.
P.s. Ein Ferrari mit Motorschaden hemmt den Fahrspaß während ein Smart mit laufenden Motor noch voran kommt.

Die Posts von mir oder Tom werden doch auss meiner Sicht völlig missverstanden und da bringt es mir nix noch weiter zu schreiben, denn besser wirds auch nicht.
Und ab jetzt schreib ich nichts weiter mehr zu dem Thema sondern spiele lieber was auf meiner verhältnismäsig teuren Resonatorgitarre.
Wenn der letzte Club geschlossen und der letzte Künstler abgetreten ist wirst du erkennen, dass man geile Atmosphäre nicht downloaden kann.

Die 99 in meinem Nick ist nicht mein Geburtsjahr!

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Re: Für alle Anfänger: Lasst euch nicht von der Muskindustrie verführen!

Erstellt: von Schneiderlein » 06.11.2017, 21:52

@funplayer99: Dass da irgendwie ein Missverständnis vorliegt, will ich sehr gerne annehmen. Ist nur die Frage, wer wen missversteht. Aber ich denke, dass ich mich da ein klitzekleinwenig angepupt fühle, wenn @startom mich einfach mit dem Hinweis auf schlechtes Setup abbügelt, kannst du verstehen, oder?

Ich habe zwar manchmal Spaß an der Provokation, weil Pointierung und Zuspitzung in einer Diskussion hilfreich sind. Aber ich bin überhaupt kein streitlustiger Mensch :D Und @startoms Hinweis, dass das richtige Setup sehr viel ausmacht, ist ganz ohne Frage in dieser Diskussion sehr wertvoll.


Beim Thema "Effekte" hat sich meine Perspektive durch die Proberaum-Realität sehr verändert. Die Sound-Nuancen sind für mich in den Hintergrund gerückt. Bei der Lautstärke und im Zusammenspiel mit den anderen Instrumenten sind die Sound-Unterschiede kaum bis gar nicht wahrnehmbar. Wichtiger ist, dass man die Pedale auch im Dunkeln leicht betätigen kann, sich da so schnell nichts dran verstellt und sie beim Betätigen keine Nebengeräusche produzieren. Wie schon gesagt, die Boss-Pedale erlebe ich da als sehr praxistauglich.

Im Grunde sehe ich es wie @everyblues, man braucht eigentlich keine Effekte.

Ich finde einige Pedale persönlich für mich sinnvoll. Stimmgerät sowieso, klar. Einen Booster finde ich auch sehr praktisch. In Jugendtagen hatte ich dafür ein Ibanez-Volumenpedal. Das ist aber schwieriger in der Bedienung. Dasselbe gilt fürs Volumen-Poti an der Gitarre, außerdem nimmst du damit den PUs Output. Booster finde ich da – für mich – die beste Lösung, um die Gitarre im Band-Kontext in den Vordergrund zu pushen.

Mein Noise Gate wollte ich eigentlich schon verkaufen, aber meine Band-Kollegen haben mich überredet, es nicht zu tun, und wahrscheinlich haben sie recht =)=)=

Ich habe auch noch einen Kompressor (der Boss-Sustainer, früher hatte ich den Yellow Comp). Kompressor ist unscheinbar, aber ich finde es ein hilfreiches Pedal.

Delay finde ich auch für mich ein sehr sinnvolles Tool, um dem Sound Tiefe zu geben. In Jugendtagen hatte ich dafür ein Chorus-Effektpedal. Aber Delay kann das besser. Ich hatte den Flashback x4, der mir aber für den Proberaum zu groß war. Deshalb habe ich ihn verkauft und frage mich seither immer mehr, ob das nicht vielleicht ein Fehler war ;) Jedenfalls bin ich auf der Suche nach einem kleineren Ersatz. Derzeit habe ich den Rocktron Short Timer bei mir auf dem Board, der mich aber auch nicht so richtig begeistert.

Mein Band-Kollege hat ein Multi-Effektboard. Sowas war nie mein Fall. Bei uns im Proberaum ist noch eine andere Band, deren Gitarrist hat ein Mega-Effektboard mit 30 Effektpedalen (keine Ahnung wie viele es sind, aber viele). Das finde ich irgendwie einerseits zu viel.

Einerseits… Andererseits habe ich kürzlich Christian Kruse in Hannover live gesehen: https://www.youtube.com/watch?v=QM69tLjh3Mk
Sehr geil, nicht nur für Kinder. Wenn ihr die Gelegenheit habt, schaut's euch an, aber reserviert euch vorher Karten im Netz ;)
Sehr klasse, was Christian Kruse mit seiner E-Gitarre und seinen Effekten da angestellt hat. Hat mich schwer beeindruckt.

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Re: Für alle Anfänger: Lasst euch nicht von der Muskindustrie verführen!

Erstellt: von everyBlues » 07.11.2017, 16:23

Funplayer99 hat geschrieben:Wie Preise von Waren in einer Marktwirtschaft zustande kommen sollte jeder doch wissen.OB Er/Sie den Preis für eine angebotenen Ware dafür bezahlen wollen ist ne persönliche Entscheidung.

Ja ist ne persönliche Entscheidung, die möchte ich auch niemandem nehmen. Ich möchte auch keine Aufklärung über Marktwirtschaft abhalten.
Mein Anliegen war es, verstehen zu geben, dass der Mehrpreis, Aufpreis, erhöter Preis....nenne es wie du möchtest, nicht zwangsläufig durch qualitativ hochwertigere Materialien oder durch eine hochwertigere präzisere Fertigung zustande kommt. ;)

Kann jeder so sehen wie er das möchte, und damit dann glücklich werden. Ich sehe es so wie es hier von mir zu lesen ist, und stehe da voll hinter. Und nein ich spreche nicht über 30,- Euro Gitarren.
Funplayer99 hat geschrieben:Und wenn Tom schreibt dass häufig Setups bei Gitarren nicht optimal sind und das Spielen erschweren hat er Recht

ja da hat er recht! Oft ist es das setup welches eine Gitarre schlecht erscheinen lässt. Im Oberen sowie auch im unteren Preisbereich.
Wobei ich das gerade im unteren Preisbereich noch weniger verstehe. Denn wenn ich eine Preiswerte Gitarre verkaufe, von der ich annehme das Anfänger interesse daran haben, dann sorge ich, als Händler/Verkäufer oder Hersteller auch für ein vernünftiges Setup. Meist ist es das Setup welches mies ist.

Das steht aber in keinem Widerspruch zu dem was Schneiderlein sagte. Natürlich gibt es Gitarren die sich leichter spielen lassen als andere. Gleich vorweg! Auch das hat nichts mit dem Preis zu tun!

Funplayer99 hat geschrieben:Und nochwas...Tonabnehmer kosten Materialmäsig wenig aber werden teuer verkauft.Schau dir mal Plattenspieler an...ich hatte ein Abtastsystem für 100€ und hab mir im dann einen 2. baugleichen Tonarm an meinem Dreher gemacht mit einem nicht unwesentlich teureren Abtastsystem.Im Blindtest (verbundenen Augen) hab ich deutliche Unterschiede gehört und das teurere tut jetzt seinen Dienst an meinem Dreher.

hm... also war das Teurere besser, weil es teurer war? Verstehe ich dich richtig?

Pickups sind weder vom Material noch von der Fertigung solch dolle Dinger, das sie mehere Hundert Euro kosten müssen um "gut" zu sein, oder um zu gefallen. Was wir hier bezahlen ist nicht einzig die Qualität der Pickups.

Ich sage es gerne nochmal deutlich. Ich sehe, für mich, keine qualitative Rechtfertigung warum einige Gitarren solch preise haben.
Das gleiche trifft auch auf Amps und Effekte zu.

Das sollte ja eigentlich kein "Teuer-Preiswert" thread werden. Daran trage ich wohl die Schuld. War so von Schneiderlein gewiss nicht gedacht ;)

Also um's noch mal kurz aus meiner Sicht zusagen:
Es gibt heutzutage für wirklich relativ wenig Geld, gutes u. vernünftiges Equipment. Damit kann man nicht nur anfangen, sondern es auch später noch benutzen. Ebenso kann man für sehr viel Geld auch weniger Vernünftigeres kaufen. Es hat also nicht zwangsläufig etwas mit den Preisen zu tun, die man dafür bezahlen muss.

Wer glaubt er wäre nur durch den Kauf neuerer und scheinbar "besserer" Sachen automatisch auf dem Sprung nach vorn, der ist eher auf dem Holzweg. Da ist eher üben angesagt und an der eigenen Spieltechnik feilen.
Ebenso ist derjenige, aus meiner Sicht, der meint mit einer teuren Gitarre oder teurem Equipment zwangsläufig etwas "Besseres" zu haben, als alle diejenigen die wesentlich weniger bezahlt haben, ebenso auf dem Holzweg.
Und auch einen "besseren Ton" hat man nur durch teureres Zeugs auch nicht.

Also ruhig auch als Anfänger entspannter sehen, das Ganze. Und Freude an dem haben was man bereits hat, oder sich leisten kann.

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Re: Für alle Anfänger: Lasst euch nicht von der Muskindustrie verführen!

Erstellt: von slowmover » 07.11.2017, 17:23

Ich weiss nicht, warum man immer scheinbare Widersprüche konstruieren muss. In der 3000 Euro klasse vergleicht man doch wohle eher eine namenlose Gitarre vom Gitarrenbaumeister mit einer Martin etc. und nicht mit einer 150 Euro Gitarre,

Es gibt beim Konsum als einzige Spielregel, es muss zu den persönlchen Verhältnissen passen und dem Käufer einen guten Gegenwert bieten. Und der mag halt auch in einer Marke wie Martin bestehen, für die man dann gerne vielleicht etwas mehr zahlt. Ich finde es bedenklich, sich im Zentrum des Konsumuniversum zu wänen und seinen eigenen Massstab zur Norm der Vernunft zu erheben.

Wir wissen doch heute aus unzähligen Tests, das praktisch kein Mensch objektiv erlebt, sondern Produkte subjektiv wahrgenommen werden.
Und da gehört halt Marke, Aussehen und Material zu. Man kann zwar Blintests machen um zu validen Ergebnissen zu kommen, aber die Realität ist, der Verbraucher nimmt Produkte mit alle Sinnen war. Und vieles wird halt nur über die rechte Gehirnhälfte verarbeitet, Also mit Intuition und Emotion.

Deswegen klingt die Martin halt per se prima, wenn mir die Firma sympatisch ist.

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Re: Für alle Anfänger: Lasst euch nicht von der Muskindustrie verführen!

Erstellt: von Funplayer99 » 07.11.2017, 19:24

ever..du willst es nicht verstehen.Das teurere System habe ich nicht weil es teurer ist sondern weil mir meine Ohren im Blindtest (mit Hilfe eines Freundes wurde der Test durchgeführt) das teurere als besser befunden haben.Wären meine Ohren gesagt beim den Sound beim billigeren System hängen geblieben, hätte ich mir viel Geld gespart.Aber der Mehrpreis hat sich für mich gelohnt.
Ich bin kein Typ der teuer kauft nur weil etwas teuer ist.Nur ist das günstigere nicht immer ebenbürdig und wenn der Mehrwert des teureren Produktes mir der Preis wert ist, dann zahle ich das auch.
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Re: Für alle Anfänger: Lasst euch nicht von der Muskindustrie verführen!

Erstellt: von everyBlues » 07.11.2017, 19:25

slowmover hat geschrieben: In der 3000 Euro klasse vergleicht man doch wohle eher eine namenlose Gitarre vom Gitarrenbaumeister mit einer Martin etc. und nicht mit einer 150 Euro Gitarre,
.


jo, macht ja niemand. Wäre doch aber mal sehr interessant, wenn man es täte. Soweit man es objektiv machen kann.
Das geht nur, wenn, man jegliche Emotionen bei Seite lässt und eine Gitarre nur als Werkzeug sieht.
und solche großen Preisunterschiede muss man ja nun auch nicht nehmen. Obwohl auch dort, sehr interessant. Macht das mal.
Wie lässen sich beide einstellen? wie sieht bei beiden die Saitenlage aus? wie lassen sie sich bespielen? ist die billigere vielleicht weniger Bundrein? usw. usw.
Was ist es, das diesen Mehrpreis ausmacht? An der Gitarre, beim spielen, wenn wir es nicht selber definieren?

Wenn ein Gitarrenbaumeister eine schöne akustische Gitarre, mit aller liebe und Sorgfalt, über einen längeren Zeitraum baut, dann sollte es auch entsprechend entlohnt werden!! Das ist aber etwas anders, als das was ich hier meine. Und selbst dort, bezahlen wir nicht nur die Gitarre. Sondern die Arbeitsstunden, die liebe und die Sorgfalt, die Handarbeit, und das wir eine Gitarre vom Gitarrenbaumeister unser eigen nennen dürfen. ;)

slowmover,
jeder soll sich doch das kaufen was er mag.
Natürlich wird sowas subjektiv erlebt, mit allen Sinnen. Soll auch so sein. Wenn es jemanden glücklich macht, dann sei ihn das von ganzen Herzen gegönnt. Und Hoffentlich bleibt bei ihn dann, dieser Glücksmoment lange bestehen.

Ein Problem sehe ich darin, wenn subjektive Dinge als objektive Wahrheit verkauft werden.
Eine Gitarre ist ein Werkzeug, da steckt nicht jeder solche Emotionen rein. Der Gegenwert, der qualitative Gegenwert, oder Mehrpreis ist eben nicht immer zwangsläufig gegeben.
Es sei den wir selber definieren/ bestimmen dieses mehr an "gut". Oder wir definieren überhaupt das "Gut" oder "schlecht" oder "Gegenwert"........
Mit objektivität hat das nichts zu tun, wie du selber sagst.

Inwieweit hilft man damit aber einen Anfänger?
Zuletzt geändert von everyBlues am 07.11.2017, 19:44, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Für alle Anfänger: Lasst euch nicht von der Muskindustrie verführen!

Erstellt: von everyBlues » 07.11.2017, 19:30

Funplayer99 hat geschrieben:ever..du willst es nicht verstehen.Das teurere System habe ich nicht weil es teurer ist sondern weil mir meine Ohren im Blindtest (mit Hilfe eines Freundes wurde der Test durchgeführt) das teurere als besser befunden haben..


War doch nur ne Frage.
Es ist doch wohl für dich besser, weil es eben für dich besser ist. Und nicht weil es teurer war. Hätte nicht ebenso das Billigere von den beiden besser gefallen können? Ganau das ist der Punkt!

edit: Wir sind vom Thema ab :D.

Schneiderlein
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Re: Für alle Anfänger: Lasst euch nicht von der Muskindustrie verführen!

Erstellt: von Schneiderlein » 08.11.2017, 00:03

Die Frage ist für mich ja: was ist für einen Anfänger wichtig?

Bei der E-Gitarre sind so viele Dinge am Sound beteiligt: Gitarre (inkl. der verschiedenen PU-Einstellungen, ein Thema für sich) und Amp (inkl. Thema gutes Einstellen des Amps, auch ein Thema für sich), Effekte (noch so ein Riesen-Thema), dann noch so Kram wie Plektren oder Kabel.

Das wichtigste ist: Der Sound kommt aus den Fingern. Alles andere, da gibt es technische Möglichkeiten, klar, aber das darf man auch nicht überhöhen. Insgesamt ist die Technologie, die bei der E-Gitarre zum Einsatz kommt, sehr simpel und sehr ausgereift.

Auch wenn es keine high-end-Produkte sind: Wenn ihr eure Gitarren mögt, lasst sie euch nicht madig machen! Ich habe selber schon manches Geld für mein Hobby ausgegeben und auch manche Euros zum Fenster rausgeworfen. Das muss nicht sein. Wenn ihr ein Instrument habt, mit dem ihr euch wohl fühlt, dann ist das perfekt. Es gibt kein Mysterium für einen guten Sound, außer dass ihr eure Finger vernünftig koordiniert bekommt.

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Re: Für alle Anfänger: Lasst euch nicht von der Muskindustrie verführen!

Erstellt: von Vollröhre » 16.07.2018, 20:56

Interessante Diskussion. Mal meine Meinung: Ich besitze verglichen mit meinen derzeitigen Fähigkeiten am Instrument viel zu teure Gitarren.
Für mich ist aber nicht entscheidend, wie gut ich aktuell spielen kann oder wie gut ich jemals werde, sondern ob Gitarrenspiel etwas ist, was
mich langfristig fasziniert. Sobald mir klar wurde, dass ich hier wieder was gefunden habe, was mich langfristig erfüllt, waren mir die Preise
für Instrumente und Equipment relativ egal. Ich habe zur Zeit etwa jeden Tag die Gitarre für 30 - 60 Minuten in der Hand. D. h. ich
benutze meine Instrumente. Warum sollte ich das mit einer günstigen Startset-Gitarre machen, wenn ich genauso gut eine Strat aus
amerikanischer Fertigung nehmen kann?

Ich plane derzeit noch die Anschaffung einer kleinen akustischen Gitarre, um beim üben noch fexibler zu sein und sie auch mal
auf Reisen mitzunehmen. Was schaue ich mir an? Naja, im Moment liebäugele ich mit einer Little Martin LX1E NT. Gut, das
Ed Sheeran Signature Modell muss es jetzt nicht sein - in erster Linie, weil ich Ed Sheeran nicht mag. ;). Darf ich mir die Gitarre
jetzt nicht kaufen, weil ich noch zu schlecht für eine "Martin" bin? Kann ich nicht nachvollziehen, denn ich weiss ja, dass ich
dieses Instrument nutzen werde, warum also erst weniger Geld für eine günstigere Gitarre ausgeben, wenn man dann doch später
die Martin kaufen wird?

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Re: Für alle Anfänger: Lasst euch nicht von der Muskindustrie verführen!

Erstellt: von Hägar » 16.07.2018, 21:33

Vollröhre hat geschrieben:Interessante Diskussion. Mal meine Meinung: Ich besitze verglichen mit meinen derzeitigen Fähigkeiten am Instrument viel zu teure Gitarren.
Für mich ist aber nicht entscheidend, wie gut ich aktuell spielen kann oder wie gut ich jemals werde, sondern ob Gitarrenspiel etwas ist, was
mich langfristig fasziniert. Sobald mir klar wurde, dass ich hier wieder was gefunden habe, was mich langfristig erfüllt, waren mir die Preise
für Instrumente und Equipment relativ egal. Ich habe zur Zeit etwa jeden Tag die Gitarre für 30 - 60 Minuten in der Hand. D. h. ich
benutze meine Instrumente. Warum sollte ich das mit einer günstigen Startset-Gitarre machen, wenn ich genauso gut eine Strat aus
amerikanischer Fertigung nehmen kann?

Ich plane derzeit noch die Anschaffung einer kleinen akustischen Gitarre, um beim üben noch fexibler zu sein und sie auch mal
auf Reisen mitzunehmen. Was schaue ich mir an? Naja, im Moment liebäugele ich mit einer Little Martin LX1E NT. Gut, das
Ed Sheeran Signature Modell muss es jetzt nicht sein - in erster Linie, weil ich Ed Sheeran nicht mag. ;). Darf ich mir die Gitarre
jetzt nicht kaufen, weil ich noch zu schlecht für eine "Martin" bin? Kann ich nicht nachvollziehen, denn ich weiss ja, dass ich
dieses Instrument nutzen werde, warum also erst weniger Geld für eine günstigere Gitarre ausgeben, wenn man dann doch später
die Martin kaufen wird?


Du hast völlig Recht! Solange Du Dein Hobby nicht zu Lasten Anderer auslebst sollst Du tun was immer Du möchtest.
Wenn Du Freude daran hast, dann kaufe Dir die angepeilte Martin. Das Leben ist endlich und Du kannst nichts wiederholen!
))-)) )()( ))==
In jedem Dorf gibt es eine Fackel, den Lehrer,
und jemanden, der dieses Licht löscht, den Pfarrer

Victor Hugo

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Re: Für alle Anfänger: Lasst euch nicht von der Muskindustrie verführen!

Erstellt: von Chavez » 17.07.2018, 11:26

Ist auch meine Einstellung. Jeder wie er mag und kann.
Deshalb versteh ich auch die immer wiederkehrende Diskussion "Pro und Kontra teure/billige/günstige Instrumente" nicht.

Derzeit besitze ich 5 E-Gitarren zwischen 125.- und 700 .- €. Ich spiele auf allen, auf der einen mehr auf der anderen weniger, aber genutzt werden alle. Sicher sind Unterschiede festzustellen, auch beim Spielkomfort. Aber lernen könnte man auch auf der günstigsten/billigsten, eine Epiphone Les Paul SL.

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