Gitarrenlehrer oder Buchautor?

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rafig
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Gitarrenlehrer oder Buchautor?

Erstellt: von rafig » 28.06.2016, 21:32

Hallo,
mein Gitarrenlehrer sagt ich soll Aufwärtsschläge nicht machen. So steht aber in unserem Buch nachdem wir uns richten und zwar von Anfang an bei allen stücken. Nach seiner Meinung hat der Autor hier einen Fehler gemacht, das denke ich ehrlich gesagt nicht so. Ich soll überall wo Aufwärtsschläge kommen Abwärtsschläge spielen bis auf Achtelnote und Up and Downs natürlich.

Am Anfang habe ich das noch akzeptiert als teils seines Plans aber nach 4 Monaten fühle ich mich an der Gitarre sicherer und würde gerne Melodien so spielen wie der Autor das gedacht hat und ich kann es auch. Ehrlich gesagt mit Aufwärtsschlägen klingen die auch viel besser und machen mehr sinn. Da ist mein Lehrer andere Meinung. Er meint Aufwärtsschläge würden erst mit der 16 takt gut klingen ansonsten machen die Melodien etwas lahmer, das mag er nicht.

Jetzt ist die Frage was mache ich denn jetzt nun? Wie bei Plektron Geschichte (ich sollte mit den Daumen üben aber ich konnte mit dem Plektron sehr gut umgehen) kann ich mich auch hier durchsetzen wenn ich das möchte. Auf der anderen Seite denke ich wenn ich irgendwann mal nicht weiterkommen sollte würde ich mir vorwerfen ich hätte das alles nicht so gemacht wie er wollte. Der Lehrer ist wirklich klasse (das Buch aber auch) und mir macht riesen Spaß mit Ihn zu arbeiten, bis auf dieser Geschichte hier.

Warum macht denn ein Lehrer so etwas, hat das einen besonderen Grund die wir als Anfänger vielleicht nicht verstehen?

Grüße
Rafig

Dietmar
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Re: Gitarrenlehrer oder Buchautor?

Erstellt: von Dietmar » 28.06.2016, 21:57

Ich kann mir kaum vorstellen, dass der Autor einen Fehler gemacht hat.
Wenn dein Lehrer Aufwärtsschläge nicht mag, dann ist das sein persönliches Empfinden, ein "Richtig" oder "Falsch" gibt es da nicht.
Du spielst ja im Endefekt nicht für deinen Lehrer, sondern für dich.

rafig
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Re: Gitarrenlehrer oder Buchautor?

Erstellt: von rafig » 28.06.2016, 22:05

Hallo Dietmar,
also meine Vermutung ist das die anderen Schüler (meistens noch Kinder) nicht mit den Aufwärtsschlägen klar kommen und deshalb hat er sich das so eingewöhnt. Ich selber komme mit Aufwärtsschlägen sehr gut zurecht und das hat er auch zugegeben. Was macht man in dem Fall?

slowmover
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Re: Gitarrenlehrer oder Buchautor?

Erstellt: von slowmover » 28.06.2016, 22:46

Also Rocker und Metalleute favorisieren meist Abwärtsschläge, auch wenn sie mal akustisch spielen. Der typische Gitarrist an der Akustikgitarre spielt eigentlich die Offs mit Aufwärtsschlag. Vorteil ist ein taktfesteres Spiel und ein Geschwindigkeitsvorteil. man braucht halt für schnelle 16tel
nur die halbe Armbewegung. Schnelle 1/16 Triolen lassen sich eigentlich nur so spielen. Selbst das profane "all my loving" von den Beatles lässt sich nicht mit dowstrokes schaffen, wenn man des wie die Beatles spielen will. Du musst eigentlivh beides können.

rafig
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Re: Gitarrenlehrer oder Buchautor?

Erstellt: von rafig » 28.06.2016, 23:15

Der hat schon klasse Unterrichtsmethoden (mehrfach ausgezeichnet) und gibt einem immer die richtige Tipps, erkennt Fortschritte und Fehler ohne einmal hinzusehen. Ich denke das ist mir nicht wert, ich werde einfach mitmachen und schauen was passiert. Nach einer Zeit werde ich mal erneut fragen wieso und warum, vielleicht verrät er mir dann den wahren Grund. Aktuell kann ich mir einfach nicht erklären.

Ich werde Morgen den Buchautor mal anschreiben und seine Antwort an meinen Lehrer geben. :-)

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startom
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Re: Gitarrenlehrer oder Buchautor?

Erstellt: von startom » 29.06.2016, 08:45

Hoi rafig
Es fehlt leider bei deinem Eingangspost jeglicher Kontext. Kein Hinweis auf die Uebung, die Rhythmik, etc. etc.
Die Aussage "mein Gitarrenlehrer sagt ich soll Aufwärtsschläge nicht machen" steht so ziemlich im luftleeren Raum. So kann ich dir nicht weiterhelfen.

Nur so viel: Aufwärtsschläge sind genauso wichtig wie Abwärtsschlage, sofern sie denn richtig eingesetzt sind. Ohne klärende Info deinerseits nützt dir diese Hilfe jedoch nichts.
Tom

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Re: Gitarrenlehrer oder Buchautor?

Erstellt: von rafig » 29.06.2016, 10:39

Hi,
ich schrieb aber in dem Buch bei allen Stücken wird abwechselnd ab-und aufschläge gespielt. Rhythmus also takt spielt hier wirklich keine rolle. Das ganze geht von Anfang so los.

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startom
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Re: Gitarrenlehrer oder Buchautor?

Erstellt: von startom » 29.06.2016, 12:05

"Bei allen Stücken abwechselnd Auf- und Abschläge"
- Was sind das für Stücke? Ganze Lieder mit Akkorden, einzelne Noten. Rhythmus/Takt spielt IMMER eine Rolle. Es gibt keine Stücke, die kontextfrei notiert sind.

Sorry, No Input, No Output.
Tom

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Re: Gitarrenlehrer oder Buchautor?

Erstellt: von rafig » 29.06.2016, 12:34

Keine Akkorde sondern simple melodien, einzelne Noten und ganz kurze stücke wie Vater Morgana, alles in 4/4 Takt.

Zur besseren verständnis: Ich soll die schon spielen aber mit Abwärtsschlägen halt.

Der Autor hat einen Grundkonzept das man auch bei unbedeutsamen melodien wie diesen hier (einzelne Noten):

ta tu ta tu |ta tu ta tu |ta tu ta tu |

das alle "tu" mit Aufwärtsschlägen gespielt werden muss.

Der Lehrer sagt nein, alles mit Abwärtsschlägen spielen. Er sagt das mit einer mimik halb verärgert das ich seine Unterrichtsmethoden in frage stelle und halb du wirst es schon sehen das ich recht habe.

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Re: Gitarrenlehrer oder Buchautor?

Erstellt: von Hendock » 29.06.2016, 13:53

rafig hat geschrieben:Ich soll überall wo Aufwärtsschläge kommen Abwärtsschläge spielen bis auf Achtelnote und Up and Downs natürlich.

Kann es sein, dass dein GL meint, du sollst bei 4tel-Noten nur Abwärtsschläge machen? Dann hat er eigentlich recht, denn so ist der Standard.

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Re: Gitarrenlehrer oder Buchautor?

Erstellt: von rafig » 29.06.2016, 14:05

Hendock hat geschrieben:Kann es sein, dass dein GL meint, du sollst bei 4tel-Noten nur Abwärtsschläge machen?


Nein. Es geht allgemein um das Buch und alle einzelne Noten und melodien darin.

Das "ta tu ta tu" oben beschreibt die Situation genau richtig.

In der Melodie "Vater Morgana" zum beispiel kommen 22 Aufwärtsschläge vor.
Die Melodie die mit einzelnen Noten gespielt wird ist etwa dreiviertel DIN A4 Papier lang, also ganz kurz eigentlich. Ich hatte das und zwei weitere stücke wie in dem Buch angegeben korrekt geübt und das passte Ihm nicht weil ich wieder Aufwärtsschläge gespielt habe.

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Re: Gitarrenlehrer oder Buchautor?

Erstellt: von Hendock » 29.06.2016, 14:35

rafig hat geschrieben:Das "ta tu ta tu" oben beschreibt die Situation genau richtig.

Ok, du schreibst weiter oben:

rafig hat geschrieben:ta tu ta tu |ta tu ta tu |ta tu ta tu |

Das sind 4tel-Noten. Die spielt man IM ALLGEMEINEN (Ausnahmen bestätigen die Regel) mit Abwärtsschlägen.

Ich könnte mir vorstellen, dass dein GL dich dahingehend trainieren will, die geraden Zählzeiten (beim 4/4tel-Takt 1, 2, 3, 4) immer mit Abwärtsschlag zu spielen, damit du später bei 8tel-Noten die ungeraden Zählzeiten (1 +,2 +,3 +,4 +) immer aufwärts spielst. Wenn dann nämlich mal 'ne Pause vorkommt oder in einem Takt mit 8tel-Noten eine 4tel-Note vorkommt, spielt man einen Leerschlag, anstatt die Schlaghand still zu halten um danach vielleicht bei der nächsten geraden Zählzeit einen Aufwärtsschlag zu machen (oder umgekehrt).

rafig hat geschrieben:In der Melodie "Vater Morgana" zum beispiel kommen 22 Aufwärtsschläge vor.
Die Melodie die mit einzelnen Noten gespielt wird ist etwa dreiviertel DIN A4 Papier lang, also ganz kurz eigentlich. Ich hatte das und zwei weitere stücke wie in dem Buch angegeben korrekt geübt und das passte Ihm nicht weil ich wieder Aufwärtsschläge gespielt habe.

Damit können wir nix anfangen.

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Re: Gitarrenlehrer oder Buchautor?

Erstellt: von Software-Pirat » 29.06.2016, 14:39

Bei einzelnen Noten würde ich nach Möglichkeit immer Auf- und Abschlag spielen. Es ist zwar schwieriger zu lernen, als nur Abschläge, aber wenn man es einmal drinnen hat, dann kann man es. Und etwas zu können ist immer besser, als etwas zu brauchen. Und wenn du nur Abschläge spielst, dann wirst du dich auch schwer tun, die Aufschläge miteinzubauen. Glaub mir das, ich kann es nämlich deswegen auch nicht richtig.
Der Hauptgrund warum du diesen Wechselschlag spielen können sollst ist ganz einfach: Du spielst ökonomischer, deine Hand kann sich langsamer und ruhiger bewegen. Und ökonomischer zu spielen ist immer gut. Selbiges gilt übrigens auch für Akkorde, nur klingt ein aufgeschlagener Akkorde etwas anders als ein abgeschlagener
Es gibt aber ein paar Ausnahmen:
1. Wenn es aufgrund des Rhythmus sinnvoll ist eine Passage nur mit Abschlägen zu spielen (weil die Aufschläge nicht angeschlagen werden z.B.)
2. Oder im Bezug auf der Betonung, insbesondere bei Akkorden. Insbesondere im Rock wird gern nur mit Abschlägen gespielt, was sich bei manchen Powerchord-Passagen auch gut anhört.

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Re: Gitarrenlehrer oder Buchautor?

Erstellt: von rafig » 02.07.2016, 14:08

Hendock hat geschrieben:
rafig hat geschrieben:Ich könnte mir vorstellen, dass dein GL dich dahingehend trainieren will, die geraden Zählzeiten (beim 4/4tel-Takt 1, 2, 3, 4) immer mit Abwärtsschlag zu spielen, damit du später bei 8tel-Noten die ungeraden Zählzeiten (1 +,2 +,3 +,4 +) immer aufwärts spielst.

Das kann natürlich sein aber sowie ich Ihn kenne hätte er mir in dem Fall alles genausten erklärt und nicht drumherum geredet.

Software-Pirat hat geschrieben:Du spielst ökonomischer, deine Hand kann sich langsamer und ruhiger bewegen. Und ökonomischer zu spielen ist immer gut.

Da stimme ich dir zu aber bei Aufwärtsschlägen geht die pendelartige Hand Bewegung einfach verloren, zumindest für mich. Für Anfänger wie mir hilft aber dieser pendelartige Handbewegung im Rhythmus (im Takt) zu bleiben.

Ich werde bis zum nächsten Unterricht ganz normal üben, also auch Aufwärtsschläge wie in dem Buch steht und bevor der nächster Unterricht beginnt werde ich Ihn erneut fragen und mir alles ausführlich erklären lassen.

Danke für eure zahlreichen Antworten und Ideen.

Grüße
Rafig

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