Wer hat Erfahrung mit China Plagiat Gitarren?

Hilfe und Tipps zum Gitarrenkauf
#370124
Mich begeistert für mein SoloSpiel die Martin 00-42SC John Mayer
guckst Du
https://www.martinguitar.com/guitars/cu ... ohn-mayer/
hörst Du



Das Plagiat:
http://de.aliexpress.com/item/2016-New- ... 07cf1f4220
obwohl sie mehr einer Martin 0-28VS bzw. einer 00-28VS ähnelt.
An dieser Gitarre zu dem Preis bin ich interessiert...

Bei YouTube gibt es Mengen an ErfahrungsBerichten über das ChinaPlagiat der Martin D-45, mit durchweg guten Kritiken.




Gibt es rechtlich/moralische Bedenken beim Kauf einer Gitarre
die in China gefertigt wird und aussieht wie ein MarkenProdukt.

Eure Erfahrung mit einer oder mehreren dieser Gitarren ist mir wichtig.
#370125
Zuerst mal kannst du YT-Klangbeispiele getrost in die Tonne treten. Das ist ganz einfach von zu vielen Faktoren abhängig. Der Klang in natura hat nicht unbedingt was mit dem im Video zu tun.
Hast du schon mal eine JM in der Hand gehabt? Oder generell eine Martin? Die JM ist nun am eher oberen Ende der Preisskala , da gibt es für deutlich weniger schon ordentliche Martin.
Und du glaubst wirklich, das eine Gitarre, die nur ein Bruchteil des Preises kostet, wie das Original klingt? Von was träumst du nachts???? :shock: Das geht bei den Hölzern los, Mechaniken, Verarbeitung etc. Wie sieht denn eine Reklamation aus, wenn die Gitarre nicht in Ordnung ist? Wenn du Pech hast, bekommst ein Stück teures Brennholz. Und wenn du Glück hast, sieht sie wahrscheinlich nett an der Wand aus. :P
Bei Martin bezahlt man sicher einen Teil für den Namen, aber nun nicht so viel.
Sigma baut sehr gute Martin-Kopien, auch kleinere Bauformen, aber aus meiner Sicht fehlt halt immer noch etwas.
Interessant fände ich z.Bsp. diese http://www.session.de/SIGMA-SOMR-28MLE- ... sigma%20mL
oder als normalgroß mit "einfacher" Sitka-Fichtendecke http://www.session.de/SIGMA-SDR-28HM.ht ... ign=Idealo
Habe die selbst noch nicht anspielen können, aber andere aus der Reihe fand ich gut. Hauptgrund ist aber für mich der verarbeitete Madagaskar Palisander, den ich bei einer Martin D-35MP erlebt habe und der den Klang einer "normalen" D-35 erheblich übertroffen hat. Der Preisunterschied war damals etwa 900 €, aber - wenn ich in der Kategorie unterwegs wäre - hätte ich das glatt bezahlt.
Wobei das natürlich mein subjektiver Geschmack ist.
Man muß für eine gute Gitarre sicher kein Vermögen ausgeben (das wäre für mich die JM :cool:), aber wenn ich eine vernünftige Qualität haben will, gibt es das sicher nicht zum Discounter-Preis.
Alternativ kann man sich z.Bsp. in Vietnam hervorragende Gitarren (Handarbeit, ordentlich Hölzer) bauen lassen, aber auch nicht für 2-300 Tacken.
#370127
Naja ich finde die Argumente ziemlich müssig. Wenn eine gleiche Baugrösse gegeben ist, dann ähneln sich halt auch Resonanzfrequenz etc. Dass das China Modell einen laminierten Body hat, ist in der Preisklasse gewiss kein Nachteil. Dass das original besser klingt, stellt Mukerbude ja nicht in Frage. Trotzdem mag die China Klampfe ihr Geld wert sein. Wie hochwertig eine Gitarre klingt, liegt ja nicht zuletzt an der Qualtät der Spieler.
Wenn ich an der Martin dilettiere, wird da auch kein studioreifer Vortrag draus.

Also die Chinaklampfen, die ich in der Hand hatte, waren meist preiswert im Sinne des Wortes. Sie überstiegen fast immer die Erwartungshaltung in der Preisklasse. Wenn die Klampfe aus dem EU Raum (nicht vom Zollager oder aus Fernost) geluefert wird ist ja ein Europäischer Vertragspartner vorhanden und die Risiken sind überschaubar.

Ein Plagiat kann immer vom Zoll beschlagnamt und geschreddert werden. Das Risiko liegt alleine beim Käufer. Also ich hätte keine Bedenken zuzuschlagen, wenn mir die Klampfe gefällt, und dieses Risiko ausgeschlossen ist.
#370128
Meine Erfahrung mit in China gefertigten Gitarren erschöpft sich in meinem Gretsch Alligator. Das ist eine Markengitarre, die zwar in China handgefertigt wurde, die aber nicht von irgendwem über eine chinesische Versandadresse verschickt wird (oder auch nicht), und sie wurde auch mit Markenteilen zusammen gebaut (Grover-Mechaniken, Gretsch Amplisonic-Resonator etc.). Die Qualitätskontrolle und Fertigung erfolgen dabei im Auftrag von Gretsch, einer traditionsreichen Firma aus den USA. Damit bekam ich für 400€ ein Instrument, das einer fünfmal so teuren National nur wenig nachsteht. Gleichwohl ist meine China-Gretsch nicht ganz so sorgfältig verarbeitet (matte Stellen am Halsbinding, Coverplate nicht 100% ausgerichtet, Leimspuren im hintersten Winkel des Korpusinneren).... und ich musste mir den passenden Koffer zusätzlich anschaffen. Und ich mag meinen Alligator immer noch so sehr, dass ich auch nach fast 2 Jahren kaum einen Tag die Finger davon lassen kann, und jedes Mal denke "was für eine geile Gitarre".
Sicherlich gibt es auch zahlreiche andere Beispiele von gut gebauten, ansprechenden Gitarren aus China. Die von Dir verlinkte ist mit 250-360$ ja auch kein Billigstinstrument. Was mir dabei ziemlich sauer aufstoßen würde ist, dass es absolut nicht nachvollziehbar ist, was das Ding denn nun wirklich kostet (wobei in der Anzeige steht, dass es die Gitarre gar nicht mehr gibt), dass Angaben (von den offensichtlichen Übersetzungsfehlern mal abgesehen) offensichtlich falsch sind (Semi-closed Drehknopf), und der Hals, sorry, das Bogenholz, auch nicht wirklich nach Mahagoni (Edit1: Was ist eigentlich "Brasilienholz") aussieht. (Edit2:) Der Fensterkopf ist auch...hm... "interessant" ausgesägt. Das absolute KO-Kriterium wäre bei dem Angebot für mich aber, dass das Ding unter unbekannten Bedingungen direkt aus China geliefert werden soll (Edit3: zum Schnäppchenpreis von 263.64$), mit allen vom slowmover angesprochenen Risiken, und noch ein paar mehr. Bei dem Preis ( incl. Versandkosten), und der Qualität wäre ich überrascht, wenn sich der Käufer im Nachhinein NICHT betrogen fühlte.
Sicherlich gibt es auch bei Dir in der Nähe einen Musikladen, der auch ansprechende Instrumente aus Fernost anbietet, zu überprüfbaren Konditionen, die man ausprobieren kann und die es auch tatsächlich gibt.

Markus
#370130
Ich kaufe für ein anderes Hobby regelmässig in China ein. Versand ist kein Problem. Kleinstteile sind mit Hongkong Registered Mail billiger als Postversand in Deutschland. Sendungen in der Grösse einer Gitarre liegen da eher bei 50-60 Euro. Postteile landen normalerweise bei Deinem Zollamt. Unter 22 Euro gibt dr Zoll es dann ohne Kosten raus. ab 22 Euro fällt Umsatzsteuer 19 % an und ab 150 Euro noch ein paar Prozent Zoll.
Bei grossen Sendungen kannst Du leider die Zollabwickling nicht selber machen, da die Ware beim Luftfrachtspediteur liegt. Dann fällt für die Abwicklung auch noch mal irgendwas um die 50 Euro an.
Der Zollwert ist der Kaufreis + Versandkosten. Also macht es Sinn Bei einer Gitarre dieser Preisklasse von Nebenkosten um 150 Euro auszugehen.

Grosse Händler machen die Abwicklung teilweise mit Sammelcontainern und Europäischem Lager. Dann ist die Ware meist 25 % teurer aber Umsatzsteuer und Zoll fallen dann auch nicht mehr an. Die Gitarre kommt dann ganz normal mit DHl oder Hermes zu Dir nach Hause.

Wenn ich die Gitarre haben wollte würde ich wahrscheinlich das mit einem Besuch in Peking verbinden. Linienflüge gibt es ab 500 Euro
und die Gitarre ist dann abgabenfrei (bis 430 Euro). also auch noch Platz für etwas Elektronik, wo man teilweise bis zu 80 % spart.

Egal wie dann wäre es eine besondere Gitarre.
#370132
Jetzt wird es aber lustig, um nicht zu sagen lachhaft. Zitat : "Wenn eine gleiche Baugrösse gegeben ist, dann ähneln sich halt auch Resonanzfrequenz etc."
Dann solltest du vielleicht mal eine Martin gegen eine Taylor oder - preiswerter - eine Takamine gegen eine Sigma anspielen. Das hängt u.a. vom Holz, der Beleistung, Saiten etc. ab. Ob du dann immer noch solche abenteuerlichen Behauptungen aufstellst, wage ich zu bezweifeln.
Ein Freund von mir hat jahrelange solide Geschäftsbeziehungen in China, das hat aber nichts mit einer Bestellung bei irgendeiner dubiosen Internetseite zu tun.
Die in China gebauten Gitarren müssen nicht schlecht sein, was bei maschineller Fertigung recht problemlos geht. Dafür gibt es genug gute Beispiele. Die Sigma werden auch in China produziert, nur durchlaufen sie m.W. noch eine Qualitätskontrolle in D und ich habe hiesige Ansprechpartner bei Problemen und Garantie. Was auch für andere in China produzierte Gitarren gilt.
Und es macht natürlich Sinn für eine 250€-Gitarre nach China zu fliegen.... :shock: Vor allem wenn die Gefahr besteht, das es sich um schnell zusammengeleimtes Brennholz handelt.
Mit dem Flug alleine ist es nicht getan, so daß die Gesamtkosten schnell jenseits von 1.000,- € liegen dürften. Für das Geld bekomme ich hier hervorragende Gitarre (ggf. auch auf dem Gebrauchtmarkt), ohne das ich dabei unkalkulierbare Risiken eingehen und einen kaum vertretbaren Aufwand betreiben muß.
#370136
alibaba ist nicht dubios sondern einer der größten Handelplattformen auf der Welt, die längst auch in Deutschland Firmen übernommen hat oder sich dran beteiligt. Z.B. Groupon.
Der Börsengang war mit 25 Milliarden der erfolgreichste aller Zeiten vor einigen Jahren. Heute ist die Marktkapitalisierung bereits höher als die von Daimler Benz und BMW zusammen.
Der Hersteller der Gitarre mag dennoch zweifelhaft sein.
Ansonsten Leseschwäche ist heilbar. Ich habe den Qualitätsunterschied nicht in Frage gestellt. Die Qualität des Klanges auch nicht.
Resonanzzfrequenz ist ein physikalischer Begriff und nicht abenteuerlich. Deine forsche Unwissenheit ist abenteuerlich.
Eine parlour klingt anders als eine Dreadnaught. Warum? Die Resonanfrequenz hängt primär vom Volumen des Hohlkörpers ab. Wenn man die tonale Balance etwas über die Beleistung korrigiert und die Höhen und Mitten reduziert, wird die Parlour halt leiser.
Der Flug nach CHina war wohl auch etwas scherzhaft gemeint. Tut mir leid wenn das missverständlich ist.
Es soll auch Menschen geben, die die Welt nicht auf 6 Saiten reduzieren. Ich freue mich über jeden Anlass in den Flieger zu steigen. ob Olympiade in China oder WM in Südafrika ich bin dann unterwegs. Brasilien hat leider nicht geklappt.
#370146
Leute, es geht doch nur um Gitarren ;-)
Nach meiner Vorstellung gehören Mahagony, 4A Fischte und EbenHolz nicht zu den BrennHölzern auch nicht in China, obwohl die angeblich bereits über 90% aller TonHölzer der Welt aufgekauft haben.

Auch wenn ich viel Fliegen ökologisch für unangebracht halte, habt ihr mir bei der Entscheidung schon weiter geholfen.

Die angegebene PreisSpanne bezieht sich auf Erweiterungen der Gitarre, wie PreAmp etc.

Bei mir im Shop um die Ecke habe ich schon des öffteren die unterschiedlichsten Martins angezupft, die sind wirklich gut, aber der letzte Touch fehlt auch denen schon noch. Selbstverständlich erwarte ich nicht den selben Sound wie den einer Martin.

Ja, ich spiele auch eine Cort Jumbo WesternGitarre die in China gefertigt wurde und eine Salvador Cortez FlamencoGitarre die ebenfalls in China gefertigt wird - die wohl auch Bestandteil von Cort sind. Beide Gitarren 600€ übersteigen klanglich bei weitem ihren KaufPreis. Meine Nylon besaitete MeisterGitarre muss sich da ganz schön ins Zeug legen um nicht ins Hintertreffen zu gelangen und die war ein vielfaches teurer als die Cortez.

Noch viel besser gefällt mir diese:
Mart 00045 Stil 39"
http://de.aliexpress.com/item/Mart-0004 ... 64967.html

Habt Ihr eine Idee, wie man bei nicht Lieferung sein Geld zurückbuchen kann?
Lastschrift geht ja wohl nicht.
Meine Erfahrung mit alibaba war bisher sehr gut. Der KaufPreis eines elektronischen Artikels der nach vier Tagen seinen Geist aufgegeben hatte wurde sofort erstattet.
#370149
Naja, mit Paypal ist es nicht versichert für Ansprüche gegen den Verkäufer, genausowenig zieht Visa Gold oder Master Platin Etc. Alipay mit seinen 400 Millionen Kunden und Ali Expresss werden da zum Rückbuchen des Geldes noch die realste Option, bei Qualitätsmängeln sein. Ali Express Angebote von prequalified Anbietern sind auch für Endverbraucher mit Zahlungswegen über Visa, Master etc. versichert.Sogar auch ausdrücklich bei Abweichung von der Produktbeschreibung.
Allerdings ist Alibaba konzeptional eine B2B Plattform. Also ausserhalb von Ali express sieht es für den Endverbraucher schlechter aus.
EMS Versand bedeutet leider , dass keine zollrelevanten Daten von EMS abgefragt werden. Wenn das Schreiben der GDKS ankommt, dass eine Sendung für dich am Frankfurter Flughafen liegt, musst Du entweder auf die Zollabwicklung über GDKS verzichten und die Verzollung über Internet beantragen oder dieGDKS beauftragen (mit Rechnungs und Zahlungsbelegen). die GdKS nimmt natürlich Geld für den Verzollungsservice.

Zum Thema Plagiat noch ein Nachtrag: Also Moral ist bei dem weitreichenden Urheberrecht eine Überflüssige Norm. Defininitiv wird Martin den Namen geschützt haben. Vielleicht haben sie auch im laufe der Jahrzehnte mal Patente angemeldet. Aber Gebrauchsmusterschutz für Signature Editionen dürfte es kaum geben. Da fehlt bereits die kreative Schöpfungshöhe, also das, was juristisch geistiges Eigentum begründet, um es schützen zu können. Die falsche Benutzung des Namens Martin ist aber auf jeden Fall ungesetzlich. Das gleiche gilt für den Künstlernamen.

Da hätte ich eher die Angst, ob so eine obskures Wort wie Brasilien Holz die Forderung nach einem Cites Dokument hervorrufen könnte.
#370218
Wenn die angespielten Martins nicht wirklich überzeugen (und ich gehe hier mal nicht von den DX Modellen mit HPL-Body aus, sondern ab D-16/18 aufwärts), dann frage ich mich, wie das ein billges Plagiat schaffen soll??? :shock: Wie gesagt, auf YT-Videos kannst du sch...
Dann ist halt Martin nicht deine Marke und ich würde mich anderweitig orientieren.
Und grundsätzlich finde ich es nach wie vor absurd, das eine industrielle Sperrholz-Gitarre, deren Decke wahrscheinlich noch mit Lack zugekleistert ist, auch nur annähernd wie eine in Handarbeit aus jahrelangen, wenn nicht Jahrzehnten, abgelagerten Hölzern hergestellte Edel-Gitarre klingen soll.
Nur weil sie dieselbe Größe haben??? Dann würden ja alle Dreads, alle GC oder alle Parlor jeweils ähnlich klingen. Jeder, der schon mal ein paar Gitarren angespielt hat, weiß, das dem nicht so ist.
Ob den Angaben zu den verwendeten Hölzern zu trauen ist, halte ich eher für fraglich.
#370219
hallo ,
erlaube mir ein Beispiel mit Rotwein zu nehmen. Wer gerne Merlot mag, der wird zwar vielleicht Welten zwischen dem billigen landwein und und Premier Cru sehen, aber er würde auch einen guten Landwein dieser Gattung akzeptieren. Wem aber leichtere Weine liegen, ::::)( dem machst Du mit einem teuren Merlot keine Freude. Die Eigenarten sind ja sogar beim teuren noch stärker augeprägt.

Bei den Gitarren ist es genauso. Für denjenigen, der von Gitarren erwartet dass sie voll, bassreich und kraftvoll klingen wird die kleine Parlour halt immer ein schlechter Kompromiss sein . Für ihn klingt halt eine gute 400 Éuro Dreadnaught besser als die zehnfach teure Parlour.
Der eine sagt ich will keine Gitarre in der Grösse eine Kleiderschrankes auf dem Schoss haben, der nächste lehnt eine Parlour als Kindergitarre ab.

Das kann man über favorisierte Musikrichtung bis zur Mensur weiterführen. Innerhalb einer Baugrösse gibt es Ähnlichkeiten. Das gilt natürlich auch für mittlere Baugrössen.
Einer Gitarre der mittleren Preisklasse verzeiht man kleine Fehler vielleicht lieber als einem Spitzeninstrument. Ich spiele am liebsten auf der Konzertgitarre. Allerdings wird die gute Hanika selten benutzt. Die klingt mir halt meist zu romantisch. Mein Favorit ist der rotzige Klang meiner Flamenca. Nun ist das eine der 700 Euro Preisklasse. Aber ich habe auch eine halb so teure aus China mitgebracht die nicht schlechter ist. Die hat sich aber meine Frau gekapert.
Naja ist bestimmt auch Faulheit dabei. Die extrem niedrige Saitenlage und das geringe Gewicht einer Flamenca ist halt auch Spielkomfort.
Also es klingen wahrlich nicht alle Dreadnaughts gleich. das wäre ja fatal für die Edelhersteller. Aber kleine Grössen und Schlachtschiffe unter den Gitarren klingen beim gleichen Hersteller auch unterschiedlich.

Das es schlechte Gitarren in alle Baugrössen gibt bestreitet auch niemand. man muss ja nicht unbedingt eine Gitarre vom Lidl zum Vergleich ranziehen die hir 50 Euro im Laden kostet und in China weniger als 20.

Warum ist eine Gitarre aus dem Hause Cort bei uns halb so teuer bei identscher Ausstattung wie dort Lohngefertigte Produkte, wo bereits in Korea das amerikanische Label eingeklebt wird. Cort ist zum grössten Gitarrenhersteller der Welt aufgestiegen, weil dutzende Firmen dort fertigen lassen.
Das Marketing und die Markenpflege muss bezaht werden.

Wenn ich weit mehr als 1000 Euro für eine Western ausgeben würde, wär es aber ohne Zweifel eine Martin. Der zu erwartend Wertanstieg macht sie zu einer blendenden Kapitalanlage, im Gegensatz zum Wertverfall in der Mittekklasse. Und das man auch klanglich bei Martin im Ferrari sitzt ist wohl auch so.
#370231
Hallo MukerBude,

wenn Du Dir diese Chinagitarre zulegst, berichte bitte von Deinen Erfahrungen bezüglich Kauf, Lieferung Zoll usw.

Schöne Grüße von Hagen
#370272
Tag zusammen
Hier gibt es eine gute Erklärung was die Einfuhr von Plagiaten nach sich ziehen kann
Und eines kann man mitlerweile auch sagen: Der Zoll ist nicht so doof wie man glaubt.Weil viele Plagiate aus Asien kommen schaut der Zoll da schon genauer hin.
Was die Verarbeitung von solchen Plagiaten angeht sieht man auf einigen Bildern krumme Mechaniken was schon darauf schließen lässt dass man es nicht so genau nimmt.
Andererseits wird der Zoll schon stutzig wenn eine Gitarre so nah am Original ist dass man sie wirklich kaum unterscheiden kann.Wenn diese dann nur ein Bruchteil des Originales kostet wird schon genauer geschaut und der Original Hersteller kontaktiert.
Hersteller wissen auch dass Plagiate ihrer hochwertigen Produkte eingeführt werden und stellen dem Zoll von sich selbst auch Infos zur Verfügung damit diese Plagiate aus dem Verkehr gezogen werden.
Auf den Klang will ich nicht weiter eingehen da man mit den gewaltigen Preisunterschieden wird ganz sicher das Plagiat keinen Vergleich mit dem Original bestehen können.
Achja,wenn ich mich nicht verschaut habe dann ist im Inneren der Mart ein Martin Logo under zum verwechseln ähnliches Logo eingebrannt und das alleine ist schon eine Fälschung und kann eine Beschlagname und Vernichtung durch den Zoll nach sich ziehen.

Wer das Risiko auf sich nehmen soll das tun, ich würde die Finger davon lassen.
#370278
Naja, dass der Name und das Logo weltweit geschützt sind, darüber besteht kein Zweifel. Aber das eine Firma mit mickrigen 120 Mio Umsatz noch Dutzende Designs weltweit schützen läst, halte ich für extrem unwahrscheinlich.
Das ist bei den Brillen natürlich anders. Luxottica (Brillenhersteller Ray Ban) hat den 70 fachen Umsatz und den 300 fachen Profit. Da lohnt sich Designs zu schützen. Und gegen Rechte die nicht existieren kann man nicht verstossen. Anders sähe das aus, wenn man gewerblich damit handelt.
Dann stellt sich halt immer die Frage des Verbraucherschutzes. Also wenn einHersteller die Verbraucher bewusst täuscht. Der ist aber hier auch nicht tangiert, da der betreffende Händler in China sitzt. Verbringer der Ware ist der Deutsche Gitarrespieler.
Also ich sehe das grösste Risiko im Label Logo oder irgendwelchen Schriftzügen.
#370279
Das wurde aber auch Zeit, dass mal jemand das Rechtliche in die Diskussion wirft. So wie ich es verstanden habe, sprecht ihr von einem Plagiat - Nachbau - Kopie. Die Rechtslage ist da wohl eindeutig!
Die bloße Aussicht auf eine Postzustellung ohne Zoll, würde schon ein K. O. Kriterium sein - für mich jedenfalls.
Bekomme öfter mal was aus Asien oder den Staaten, und hab schon oft längere Wartezeiten im Zollbüro gehabt weil die Jungs erstmal die Original Herstelervorgaben überprüfen mussten.
Davon mal abgesehen, würde mich auch stören, NUR eine Kopie zu besitzen. Und warum sollte eine Kopie einer
Martin besser klingen als ein normales Modell in dieser Preisklasse? - und auf den Klang kommt es doch an, oder etwa nicht? --()()()
#370284
Nur wenn es eine Fälschung wäre, wäre die Rechtssituation eindeutig. wenn da kein Martin logo oder Schriftzug sondern xxx.Guanko zu finden ist
kann es per Definition kein Plagiat sein. Also bleibt die Frage ob Designelemente geschützt sind. Bei Musik und Text ist der Diebstahl geistigen Eigentums viel leichter nachzuweisen.

Der Fame Verstärker ist kein Plagiat, obwohl es quasi der Nachbau des Marshall ist:
https://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Git ... E-GITAKCOM

Bei Fame zu Fender das gleiche:
https://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Git ... E-GITEACOM

Also Designklau ist in unserem Bereich allgegenwärtig.
#370288
Gesunder Menschenverstand hilft hier nicht weiter. Das Video ist von einem Amerikanischen Händler. Diese Gtarre dürfte illegal sein.
(Schriftzug). Kommt die Gitarre mit diesem Schriftzug aus China in Deutschland an, ist sie illegal. Darauf habe ich doch ständig hingewiesen.
Aber auf der Alibaba Page ist der Schriftzug und das Label nicht zu sehen. Er wird wohl nicht drauf sein. Deshalb ist der Kopf nicht zu sehen.
Aber Dein Hinweis ist wichtig wenn man Risiken ausschliessen will. Vielleicht ist er sonst ja doch drauf.
#370291
Wenn ich mir das Plagiatsangebot auf den dortigen Seiten so anschaue, finde ich schon viele Gitten die beim Zoll sehr warscheinlich hängen bleiben.Alle Gibson Plagiate mit der typischen "Open Book" Kopfplatte.Denn die hat sich Gibson schützen lassen und geht rigeros gegen Fälscher vor.Bei Gretsch ist es z.B. die Billy Bo die geschützt ist, da gibt es nichtmal lizensierte Nachbauten. Es ist nicht ausgeschlossen dass weitere Hersteller bzw Modelle/Details dem Designschutz unterliegen und somit Zollrechtlich relevant sind.
Es besteht dort immer die Gefahr dass man Geld bezahlt und nie eine Gitarre sieht, sondern "nette" Poste vom Zollamt bekommt dass die bestellte Gitarre beschlagnahmt wurde.
#370292
Ich selber bin mit meiner Larrivee und der Dowina bestens versorgt. Und dass eine (mehr oder weniger gelungene) Kopie zu diesem Preis hinsichtlich der verwendeten Hölzer, der Fertigungsqualität und daraus resultierend des Klangs nichts Ordentliches sein kann ist meine Überzeugung. Trotzdem würden mich die Erfahrungen eines Bestellers allein aus Neugierde nteressieren.
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