Neue Gitarre

kuenst
interessiert
Beiträge: 11
Registriert: 04.12.2014

Neue Gitarre

von kuenst » 12.11.2015, 22:11

Hallo auch...

Ich habe vor einem Jahr begonnen Akustikgitarre zu spielen und habe mir dieses Modell zugelegt:

https://www.thomann.de/at/harley_benton_hbd120bk_lh.htm

Habe mir nun auch noch eine E-Gitarre zugelegt (auch aus dem günstigen Preissegment), nämlich diese hier:

https://www.thomann.de/at/harley_benton_ ... series.htm

War mit meiner Akustikgitarre immer sehr zufrieden....perfekt zum Üben in meinen vier Wänden; mehr will und brauche ich auch nicht. Ich darf nun aber feststellen, dass die E-Gitarre um Welten einfacher zu spielen ist und ich kann nicht mal sagen , weswegen genau. Es lässt sich viel einfacher und schneller strummen und es geht alles viel leichter von der Hand. Und das ist jetz auch meine, zugegebenermaßen doofe, Frage.

Wieso spielt sich die E-Gitarre soviel leichter?? Woran kann das genau liegen??

Vielen Dank schonmal!

Benutzeravatar
hkliem
öfter hier
Beiträge: 62
Registriert: 27.04.2010
Wohnort: Berlin

Re: Neue Gitarre

von hkliem » 13.11.2015, 11:27

Das kann mehrere Gründe haben, aber ich gehe mal stark davon aus, dass Du auf der E-Gitte einfach dünnere Saiten hast. Die spielen sich durch die geringere Spannung natürlich einfacher. Nun könntest Du auf die Idee kommen, auch auf die Akustik dünnere Saiten aufzuziehen, das wäre prinzipiell auch möglich. Aber der Ton würde dann ebenfalls recht "dünn" werden (was auf der E-Gitarre wegen der elektrischen Verstärkung kein Problem ist), außerdem würden die Saiten bei stärkerem Anschlag sehr leicht "scheppern", weil sie weiter ausschwingen und leichter die Bundstäbchen berühren.
Vielleicht ist Deine Akustik aber auch nur nicht richtig eingestellt, eventuell ist die Saitenlage zu hoch. Lass das doch in einem Fachgeschäft mal kontrollieren.

Benutzeravatar
Frank-vt
Powerposter
Beiträge: 1042
Registriert: 26.02.2010
Wohnort: 04155 Leipzig
Gitarrist seit: ca. 1974

Re: Neue Gitarre

von Frank-vt » 13.11.2015, 12:01

Neben den dünneren Saiten (auf der A sind sicher 12-er drauf, auf der E wahrscheinlich 10-er oder 9-er) dürfte auch die Saitenlage eine entscheidende Rolle spielen. Die Akustik ist nun mal aus dem untersten Preissegment, d.h. da dürfte nichts an Einstellungen gemacht worden sein. Kann man für das Geld auch nicht erwarten. Da dürften sich schon Unterschiede zu einer besseren und halbwegs gut eingestellten Akustik bemerkbar machen. Kenne das, habe mal eine Santander (ebenfalls Billigstschiene) gehabt, die war genauso schwer zu bespielen.
Die von mir vorgebrachten Kritiken und Meinungen spiegeln ausschließlich meine eigenen, subjektiven Wahrnehmungen wieder. Wem diese nicht gefallen, darf sie gerne überlesen

Benutzeravatar
GuitarRalf
Erklär-Bär
Beiträge: 378
Registriert: 09.07.2014

Re: Neue Gitarre

von GuitarRalf » 13.11.2015, 12:21

leichter ? Für dich mag das jetzt vielleicht der Fall sein, aber berücksichtige doch bitte mal die Unterschiede. Die E-Gitarre hat zusätzlich zum Volume und ToneRegler einen 3 Wege Schalter für die Humbucker. Also ich find, dass die Variationsmöglichkeiten auch Schwierigkeiten mit sich bringen. Was ist denn nun wann der richtige Ton ? Haben zwar beide 6 - Saiten aber sonst sind doch Unterschiede spürbar. Ich testete unlängst eine Resonator, und die Korpusbauweise suggerierte mir ein Luftballonfeeling. Do you know what I´m saying? Der Massivbau der E- Gitarre bringt doch schon gefühlte Schwere. Und auch perkussiver Einsatz ist im Akustik-Gitarren Segment prägnanter, oder etwa nicht. Dazu kommt das die elektrische Verstärkung einen Amplifier fordert. dort sind auch noch Knöpfe zu bedienen. Die Fehler abschwächen, und das Richtige verstärken. Wäre toll, wenn es so leicht ist, wie es sich schreibt.

Orudila
öfter hier
Beiträge: 76
Registriert: 31.05.2015

Re: Neue Gitarre

von Orudila » 14.11.2015, 00:25

Wann welcher Ton bzw welcher Pickup/Humbucker richtig ist kriegt man mit der Zeit ganz alleine mit seinem Gehör raus. Klar am Anfang ist man damit leicht überfordert weil eh alles gleich klingt, aber die Unterschiede sind da wie ich jetzt so langsam feststelle.

Generell finde ich spielt sich die E-Gitarre leichter, da man die Saiten eigentlich nur 'streicheln' brauch um auf richtige Töne zu kommen. Meines Erachtens nach sind auch die Saiten auf der E-Gitarre näher zusammenliegend als auf ner Akustik. Kann aber auch Einbildung bzw Baureihen bedingt sein. Es kann aber auch schon daran liegen, dass bei deiner neuen Gitarre eventuell die Bünde anders liegen, eventuell der Hals etwas schmaler ist etc etc. Das ist jetzt aber nicht unbedingt ein Punkt der speziell die E-Gitarre von der Akustik unterscheidet.

kuenst
interessiert
Beiträge: 11
Registriert: 04.12.2014

Re: Neue Gitarre

von kuenst » 16.11.2015, 07:49

Also ich habe das nochmals beobachtet....

Erstens ist der Korpus der Akustischen viel voluminöser, weswegen man viel weiter "drum herum" greifen muss - bei der E-Gitarre, die viel schmäler ist, muss man sich nicht so "nach vorne beugen".

Die Saitensätze sind von der Stäke her dieselben; beides 0010er. Auf der Akustischen wirken sie trotzdem viel stärker und fester - das verstehe ich nicht ganz.

...und auf meiner sehr günstigen Akustischen sind tatsächlich die Saiten sehr weit von den Bünden entfernt, sodass man die Saiten relativ stark hineindrücken muss und das Spielen doch erschwert, denke ich.

Benutzeravatar
Chavez
Guitar Maniac
Beiträge: 1738
Registriert: 26.02.2013
Wohnort: NRW

Re: Neue Gitarre

von Chavez » 16.11.2015, 08:38

Bei diesen Gitarren, die in etwa soviel kosten wie ein leckeres Essen für zwei im Restaurant ist eine gut eingestellte Klampfe Glückssache.
Du könntest noch einiges rausholen indem du die Saitenlage einstellst.
___)) hilft hier weiter. Das Netz ist voll von Anleitungen und Videos wie das gemacht wird.
Zum Laden würd ich das Teil nicht bringen. Die Kosten für's Einstellen könnten in etwa so hoch sein wie der Gegenwert der Gitarre.

Wenn es dir möglich ist, dann fahr doch spaßeshalber mal in einen Laden und greif dir dort ein paar Gitarren. Müssen noch nicht mal so ultrateure Dinger sein. Aber der Spielkomfort auf einer gut eingestellten Gitarre könnte schon für einen Aha-Effekt sorgen.

Wenn man jetzt gehässig wäre könnte man vermuten das deshalb ein relativ dünner Saitensatz von haus aus auf der Western ist weil die höhere Zugstärke eines 11er oder 12er Satzes die Gitarre in ihre Einzelteile zerlegen könnte.

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

Aktuelle Zeit: 24.07.2017, 14:33