Wie spielt man D13/F#?

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Quartettgeschwister
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Wie spielt man D13/F#?

Erstellt: von Quartettgeschwister » 06.04.2014, 19:23

Wie spielt man D13/F#? Oder allgemein was heißt es wenn zwei tönen übereinander stehen?

lg Quartettgeschwister
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Hendock
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Erstellt: von Hendock » 06.04.2014, 21:20

So: http://www.jamplay.com/tools/guitar-cho ... 4-d/102-13

2 Töne übereinander sind ein Zweiklang. D.h. dass 2 Töne gleichzeitig gespielt werden.

slowmover
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Erstellt: von slowmover » 07.04.2014, 12:57

Naja die Bezeichnung steht schon für einen Akkord, nämlich den D 13, so wie Du verlinkt hast, und nicht für einen Zweklang. Durch den Slash ist es ein Slashchord. Es soll also nich D sonder F# als Grundton gespielt werden.
Grund hierfür könnte z.B. sein, dass die Begleitung einer Basslinie folgt.

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musicdevil
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Erstellt: von musicdevil » 07.04.2014, 13:23

D13/F# in der IV Lage: x x 4 5 5 7

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Beastmaster
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Erstellt: von Beastmaster » 07.04.2014, 14:49

Hi,

D13 / F#
diese Schreibweise benutzt man für Slashchords und meint damit, das der Ton der hinterm Slash steht der Basston sein soll.


Bei D/F# würde man einen D-Dur meinen wo das F# im Bass gespielt wird.


Bei D13/F# meint man also einen D-Dur akkord welcher zusätzlich das "B" beinhaltet und da er nicht add13 heisst auch noch die Sept...

Vollständig besteht der 13 Akkord aus:
1, 3 , 5 , 7 ,9 ,11 ,13

In Tönen: D F# A C E G B

Dies ist auf der Gitarre so nicht umsetzbar somit achtet man drauf auf jedenfall die Charakter prägenden Töne zu benutzen.

Diese sind hierbei: 3 , 7, und 13 (reichen um den Akkord zu definieren)
also: F# C und B

In diesem Fall hatte dir Musicdevil also schon einen sehr schöne Greifweise genannt welche zusätzlich die None(9) enthält.

x 9 10 12 12 x ist auch net
2 3 5 4 x x ist ne tiefe Variante
2 x 0 4 1 0 ist auch schön


Wie du bemerkst ist es wichtiger zu wissen, welche Töne enthalten sein müssen, da verschiedene Voicing unterchiedlich interessant klingen.

mfG
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Quartettgeschwister
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Erstellt: von Quartettgeschwister » 13.04.2014, 14:10

Danke für eure hilfreichen Antworten

lg Quartettgeschwister
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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 14.04.2014, 13:42

Ergänzend:
Ohne die super Erklärung von Beastmaster in Abrede stellen zu wollen:

Mit dem D13/F# könnte auch der Dadd13/F# gemeint sein.

Folgender maßen baut sich der auf:
F# im Bass:
2xxxxxx
D/F# ist demnach:
200232
Spiele ich aber oft ohne das F# auf der hohen E-Saite
20023x Finger M00RKx

D7/F# geht von da aus sehr einfach:
20021x Finger M00RZx

Bei 13 kommt doch (wie oben gesagt) 7 9 11 dazu.
aber ich schau mal was die 13 von D aus ist
Tipp: ziehe 7 ab = D6
Die Sexte von D aus ist das H
Lässt sich ganz einfach durch das Freilassen der H Saite erledigen; also
20020x
Wenn man jetzt nicht unbedingt die jazzigen 7 9 11 mit dabei braucht, dann hätte man ein D13/F#
Genauer: Dadd13/F#

Ich erwähne das nur, weil man oftmals gerade diesen Dadd13/F# braucht, obwohl D13/F# dasteht.
Vor allem dann, wenn man in der Tonart G-Dur Fingerstyle macht.

Vergleiche http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_F ... ere_Saiten
oder
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Fixierte_Finger

Könnte vielleicht für den einen oder anderen nützlich sein.

Gruß Mjchael

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Erstellt: von Beastmaster » 14.04.2014, 14:19

Hi Mjchael,

da gibts eigentlich schon wieder das Problem mit der Bennenung.

Ich finde deinen Hinweis super hilfreich, dass hier auch oft Dadd13/F# gemeint ist.

Bei genauer Betrachtung wäre diese Benennung aber recht ungewöhnlich.

Dadd13/F# enthält: D F# und B wenn du magst noch A

Fällt die was auf?

Der Akkord heisst doch ganz simpel Bm/F# oder Bm7/F#.

D7add13 oder Dmaj7add13 existiert, aber nur Dadd13 existiert aus diesem simplen Grund eher nicht.

Es ist aber nicht verboten den Akkord Bm7 Dadd13 oder Bm7/D zu nennen, das wollte ich damit nicht sagen.

Finde ich aber gut, dass du das Thema aufgeworfen hast, es zeigt wie unterschiedlich Akkorde benannt werden und wieviele Missverständnisse hierbei aufkommen.

LG
Beastmaster

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 23.04.2014, 15:35

Stimmt!

Den D/F# nehme ich immer gerne dann, wenn mir auf dem Klavier ein D genügen würde.

Auf der Gitarre habe ich aber nicht genügend Bass-Saiten, damit irgend eine Begleitung gut klingt, weil ja die D-Saite für einen Bass-Ton doch ziemlich hoch ist.

Wenn jetzt noch eine Melodie (eben Melodiepicking oder Fingerstyle) mit dabei kommt, dann klingt es bei C G Am Em Bm immer ganz gut, aber beim D sehr sehr dünn, weil sich der Bass-Ton, und die Melodie sehr nahe kommen, und dazwischen kein Platz mehr für ein bisschen Gefriemel ist.

In dem Fall spiele ich inzwischen fast nur noch den D/F#. Und wenn ich dann noch eine Melodie dazu spiele wimmelt es nur so von D7/F# - Dadd9/F# - Dadd13/F# - etc.

Bei der einfachen Schrum-schrum-Gitarre würde ich natürlich immer ein normales D oder D7 wie aus dem Lagerfeuerdiplom spielen. Und weil sich das ganze aus einem einfachen D oder D7 entwickelt hat, muss ich es halt Dadd13/F# nennen, und nicht Bm/F#.
Da kommt es dann doch mehr auf den Zusammenhang an. Bzw. wie ich das Stück am ehesten mit einfachen Akkorden spielen würde.

Ist halt im Fingerstyle in der Tonart G-Dur ein recht beliebter Griff, den ich inzwischen immer häufiger entdecke. Und wer sich für Melodiepicking interessiert, für den ist ein D/F# anstelle eines einfachen D ein interessanter Kunstgriff.

Gruß Mjchael

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Erstellt: von Beastmaster » 23.04.2014, 16:20

Ich gebe dir recht.

LG
Beastmaster

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