Mit einem Effektboard DIREKT in eine PA? Klingt das gut?

Enusire
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Mit einem Effektboard DIREKT in eine PA? Klingt das gut?

von Enusire » 20.03.2014, 11:40

Ja griaßts eich midanand! :)

Ich wollte mal fragen, ob von euch jemand Erfahrungen damit hat, sich von einem Effektboard direkt in eine PA zu stöpseln, leider habe ich gerade nicht die Gegebenheiten das auszutesten.

Also von der Reihenfolge meine ich:

GitarreEffektboard (verschiedene Verzerrer, Reverb, Delay, Volume Pedal...) → Mischpult

Der "normale Weg" ist für mich ein Effektboard mit/über einen (Röhren-)Verstärker zu spielen, und diesen dann über ein Mikrophon abzunehmen.

Frage Nummero 1:
- Kann das gut klingen?

Frage Nummero 2:
- Ist das in der Praxis so einsetzbar?

Danke an jeden, der Ahnung hat und sich dieser Frage annimmt! :)

Liebe Grüße,
Enusire

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Software-Pirat
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von Software-Pirat » 20.03.2014, 12:20

Ja, kann gut klingen. Kommt aber auf das Effektboard an und ob es einen speaker-emulated Ausgang besitzt. Wahrscheinlich klingt das dann sogar besser, als über einen normalen Verstärker.
Praktikabler ist die Lösung allemal, weil man dann den Verstärker (und das Mikro) nicht braucht. Es gibt auch einige Bands, die das so machen.

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von uc_uc » 20.03.2014, 13:36

Also so ganz ohne (vor-)Verstärker (-simulation)?
Geht das überhaupt?

Also bei einem Modeller mit Multieffekten und Verstärker- und Boxensimulation geht das klar, das setze ich so auch ein. Aber ganze ohne Verstärker- und Boxensimulaiton hab ich meine Zweifel das das funktioniert, kann es aber auch nicht mit Sicherheit verneinen.

Enusire
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von Enusire » 20.03.2014, 13:52

Danke schon mal für die Antworten! :)

Ich habe daheim noch einen eher preisgünstigen Verstärker (keine Röhre), der eigentlich für Bässe konzipiert ist, und auch noch eine ganz normale Monitorbox mit Endstufe.

Ich kenne mich mit Verstärker und Boxen jetzt nicht all zu gut aus, daher die Frage:

Wenn ich mein Effektboard über die oben genannten Verstärker anschließen würde, wäre dies:

1. Sinnvoll?

und

2.Würde es vernünftig klingen? (Klar, erlaubt ist, was gefällt, aber mal ganz grundsätzlich von Außen betrachtet.)

Oder ist dies grundsätzlich nicht zu empfehlen?

Vielen Dank!

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von Software-Pirat » 20.03.2014, 14:05

Welches Effektboard hast du denn? Verschiedene einzelne Treter oder ein richtiges Multieffektgerät? In ersteren Falle bräuchtest du noch eine D.I.-Box, welche das Frequenzspektrum so verändert, daß es so ist, wie von einem Gitarrenlautsprecher abgegeben. Ohne dies, wird es nicht richtig klingen, weil ein Gitarrenlautsprecher die Höhen beschneidet, was ein normaler Lautsprecher nicht tut. Dann ist das aber durchaus eine praktikable Lösung. Ansonsten mußt du zwangsweise in einen Gitarrenverstärker gehen (ein Bassverstärker geht auch, ein Gitarrenverstärker klingt aber besser). Mit einer D.I. Box könntest du aber direkt in das Mischpult gehen. Direkt in den Monitor wird wohl keinen Sinn machen.

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von Enusire » 20.03.2014, 16:22

ich habe bislang mit einem Multieffektgerät von einem anderem Bandmitglied gespielt, und so funktionierte das natürlich auch mit „direkt in die PA“. Aber das kann ich jetzt leider nicht mehr benutzen. Und so möchte ich mir jetzt was eigenes aufbauen und auf Einzeleffekte umsteigen. Ein paar hab ich auch schon, momentan sind diese aber noch nicht im Einsatz. Ich habe noch leider keinen Verstärker, möchte mir aber längerfristig gesehen einen Röhrenamp mit Effektloop anschaffen.

Und jetzt bin ich gerade eben am Überlegen, wie ich es am besten bewerkstellige, meine Bodentreter einzusetzen, bis ich dann einen Röhrenamp habe...

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von ZeroOne » 20.03.2014, 21:46

Software-Pirat hat geschrieben:In ersteren Falle bräuchtest du noch eine D.I.-Box, welche das Frequenzspektrum so verändert, daß es so ist, wie von einem Gitarrenlautsprecher abgegeben.


eine DI box ist keine boxensimulation, sie wandelt lediglich das asymmetrische gitarrensignal in ein symmetrisches, line-fähiges signal. mit der veränderung des frequenzspektrums in der art und weise hat das nichts zu tun

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von Bellwood » 20.03.2014, 21:50

Bodentreter von Digitech haben zwei Ausgänge. Einen für Amp, einen für Mischpult/Pa.

Ich weiss nur nicht, ob das klappt, wenn man das als letztes Glied in der Kette direkt an die PA hängt.
Viele Grüße Frank

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von Enusire » 14.11.2014, 11:49

Ich habe mittlerweile einige Versuche gestartet. Was mir wirklich gut gefallen hat, waren die Effektpedale -> Preamps von Tech21, die klangen teilweise wirklich toll/brauchbar.

Hab jetzt aber mittlerweile einen Röhrenverstärker und bin glücklicher mit meinem Sound als je zuvor. :-)))

Danke trotzdem für eure Hilfe.

Ich wollte mich nochmal melden, falls jemand in Zukunft diesen Thread durchliest.

Liebe Grüße,
Enusire

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von korgli » 14.11.2014, 13:15

Hi

Jep Danke für die Rückmeldung. Ist ja auch zum nachlesen.
Und ev. Kommt genau dieser Tage dieselbe Frage.
Nachlesen - älterer Thread ist glaub nicht mehr so in mode :-)
Aber wenn er oben ist - ist jeder Topaktuell.

Dass es geht, hast du ja jetzt selbst ausprobieren können. :-)

Es kommt halt auf das Gerät an.
Vor allem, ob es konzipiert ist, für einen solchen Anschluss.
Ob ein Amp besser klingt muss jeder selbst entscheiden.
Und man darf ja nicht einen Super Amp mit einer kleinen PA vergleichen.
Auch nicht umgekehrt.
Aber wenn man einen guten Modeller und mit guter PA einem guten Amp gegenüber vergleicht, dann tönt es sicher ebenbürtig. Puristen werden natürlich immer einen Waaaaaaahnsinns Unterschied erkennen - soll auch so sein :-)

Ich spiele den Kemper und bin sehr zufrieden.
http://www.kemper-amps.com/home
Früher spielte ich den Line6HD500 - auch der war ganz ok.
Kenne, und hab auch Amps - aber ich würd jetzt nicht sagen, dass die Unterschiede unnatürlich gross sind :-)

Reine Multieffektgeräte fehlt ev. die Amp und Speakersimulation.
Dann - ist ev. das Resultat nicht so prickelnd.
Aber die meisten modernen Geräte haben sowas enthalten.
Die einten bessere Emulationen - die andern halt nicht soooo.

Meist will man ja aber den Amp "sparen"
Dann sollte die PA halt schon leistungsfähig sein.
Wir praktizieren das mit 3 Gitarren so. Unsere PA ist sehr hochwertig.
Das "schleppen" der Amps fällt dann weg.
Sound kommt auch über die Monitore.
Und ich wüsste nicht, warum ich noch Amps rumschleppen sollte.
Früher hatte ich auch diverse rumgeschleppt... passte damals auch - man kann also beide Wege gehen. Grosses Auto und guter Rücken :-)

Klar ist es schön, wenn die Hosenbeine vom Gitarrenamp ein wenig flattern :-)

fredy

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von Christian-Konrad » 15.11.2014, 11:49

Ich habe mir vor kurzem auch die Frage gestellt, wie man mit dem Effektboard direkt ins Mischpult spielen könnte, wenn auch aus einem anderen Grund:

Ich mag Röhrenverstärker gerne und nutze sie auch live, klassisch mit Mikro vorm Speaker abgenommen. Ich spiele viel live und stellte ich mir seit geraumer Zeit die Frage: Was tun, wenn aus irgendeinem Grund mal der Amp beim Gig ausfällt?! Das ist mir vor Jahren einmal passiert, die Lötverbindung am Speaker hatte sich gelöst, wie ich hinterher feststellte. Ich konnte zum Glück über einen zufällig vorhandenen Amp eines anderen Gitarristen spielen. Aber was, wenn mal kein Ersatzamp zur Verfügung steht?

Zu diesem Zweck, als Backup-Lösung, habe ich mir jetzt ein Joyo-American-Pedal gekauft. Das soll einen Fender Deluxe Amp simulieren und ich muss sagen: Es funktioniert.
Das Gute an dieser Lösung: Man kann auch im Notfall ganz normal weiter das Effektboard nutzen, ich habe sowieso alle Effekte vor den Amp geschaltet. Dann muss ich nur anstelle des Amps das Joyo-Pedal anschließen und über den Ausgang geht es direkt ins Pult.

Ich glaube, ich habe gelesen, dass die Joyo-Pedale von denen von Tech 21 abgekupfert seien, keine Ahnung. Aber sie sind sehr günstig (ca. 30 €) und klingen ordentlich. Für mich löst das wirklich ein Problem. :D

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korgli
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von korgli » 17.11.2014, 09:46

Hi

Jep auch das ist möglich.
Ich selbst hab auch noch so ein Tech21 Teil - liegt aber nur rum :-)
https://www.thomann.de/de/tech_21_sansam ... ool_v2.htm
Es gibt mehrere Geräte mit jedem seinem Charakter.
Ich finde den Sound von den Dingern echt gut. Leider aber bisschen teuer.
Aber man gönnt sich ja sonst nix :-)

Die erwähnten Pedale kenn ich nicht. Der Preis schon so günstig, es mal auszuprobieren.
Bei Multieffektgeräte hat man halt den Vorteil, dass man Effekte drin hat.
Und eben meist ausgestattet mit Amp- und Speaker- Modelling.

fredy

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