Übungsfrust?

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varesotto
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Übungsfrust?

Erstellt: von varesotto » 10.02.2014, 11:50

Hallo Gemeinde der Strippenquäler,

geht es euch auch so, wie mir ... oder habt ihr andere Übungsmethoden??

Meistens suche ich mir zusätzlich zum täglichen Spielen einen Song raus, den ich einstudiere (zur Zeit Tears in Haeven). Mittlerweile klappt das auch gut, aber wenn man täglich 30min. oder länger den selben Song rauf und runter spielt, mit Gesang, ohne Gesang, Bridge üben, mit Vers und Chorus verbinden, schneller, langsamer... irgendwann kann man das Stück nicht mehr hören, den ganzen Tag schwirrt er im Kopf rum, dabei ist es eigentlich ein wunderschönes Lied. Aber bis man es dann einmal kann, hat es seinen Reiz etwas verloren. Macht ihr immer mal wieder Pause von einem Song?? Dann dauert es aber länger... Wie macht ihr das so???
bluesige Grüße

everyBlues
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Erstellt: von everyBlues » 10.02.2014, 12:03

Jupp , genauso. Einfach mal alles bei Seite legen, und später weiter machen .
Schon deswegen damit das spielen nicht so "mechanisch" wird.

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Harry83
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Erstellt: von Harry83 » 10.02.2014, 15:41

Natürlich.

Es gibt Tage, an denen ich mir morgens sage: "Heute lerne ich das und das." Wenn ich dann im Bett liege, hatte ich die Gitarre gar nicht in der Hand. Doch irgendwann lerne ich es dann doch.

Man sollte lernen, wenn man Lust dazu hat. Beispiel: Nothing Else Matters. Nach wie vor, mein Lieblingssong. Doch ihn zu spielen, nervt irgendwie extrem. Ist jemand bei mir, und fragt, ob ich was vorspielen kann, dann mache ich es gerne. Doch bei NEM, streike ich! Einfach viel zu oft gespielt.
Keep Metal Alive!
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Kapodaster

Erstellt: von Kapodaster » 10.02.2014, 16:41

Hallo,
geht wohl allen so,
darum hab ich 4 Gitarren,
Konzert - Spanische Musik
Western - Strumming was das Volk so hören möchte
Gretsch - Blues und Jazz ( je schräger desto besser =)=)= )
E-Gitte . zur Zeit nicht in gebrauch
ab einem bestimmten Punkt kann man es nicht mehr hören oder das Liedgut gefällt einem nicht mehr. Bei mir ist es eher das Problem , unterschiedlicher Bund und Saitenabstand. Alles im grünen Bereich ,vorallem wenn man immer alleine spielt .

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Phuehue
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Erstellt: von Phuehue » 10.02.2014, 17:04

"Leider" ist das eigentlich normal, auch unabhängig vom Level. Lösung: Sorge für Abwechslung. Es ist sicherlich nicht sehr sinnvoll, 10 Songs gleichzeitig anzugehen. Aber so zwei, drei dürfen es schon sein. Später sogar mehr. Dann übt man halt an einem Tag Song 1 - 3, am anderen Tag eher Song 4-5.

Das Problem hat man auch im Band-Kontext. So habe ich zB einen tollen Song gehört, finde ihn sehr cool und mache mich daran, ihn für die Bühne einzustudieren (Gitarre sowie Gesang). Dadurch verliert er beim üben als auch im Proberaum durchaus mal auch die "Magie", die er mal hatte.
Jedoch sollte diese Magie dann spätestens Live wieder hervor kommen, bzw. so geht es mir. Denn: Es ist ja immer noch ein grossartiger Song. Und wenn man sich dann solange und intensiv damit beschäftigt hat, ist man dafür in der Lage, diesen (im besten Fall) mit derselben Magie an das Publikum zu geben. Und dadurch wird er dann auch wieder zum gern gespielten Song.

:-)))

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varesotto
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Erstellt: von varesotto » 10.02.2014, 20:01

Na dann bin ich ja froh, dass es nicht nur mir so geht. Was Phuehue sagt, finde ich interessant. Ich hatte eigentlich nicht vor, in einer Band auf der Bühne zu stehen, aber das leuchtet ein, dass live vor Publikum der Zauber eines Songs zurückkommt. Naja, schaun wer mal... )()(
...und Kapodaster hat die beste Methode: andere Klampfe, andere Richtung :D das lockert auch etwas auf. Daher hab ich heute mal Tears in... sein gelassen, die Strat geschnappt, Volume und Gain volles Rohr und einfach tierisch "Krach" gemacht bis die Rübe frei wird ))-))

weitere Meinungen und Vorschläge sind natürlich willkommen!!! :shock:
bluesige Grüße

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Phuehue
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Erstellt: von Phuehue » 10.02.2014, 21:08

Ich vergleiche das Spielen eines Songs mit der eigenen Band gern mit einem Zaubertrick / Kartentrick. Als Zuschauer ist man begeistert und lässt sich einfach nur fesseln. Als Zauberlaie enträselt man evt. den Zaubertrick, übt die Geschicklichkeit um diesen dann nach einigen Wochen selbst auszuführen und erfreut sich dann an der Reaktion des Publikums, auch wenn die Magie selbst verloren gegangen ist, da man ja den "Trick" nun kennt.

Für micht geht es genauso mit Songs: Habe ich einen Song bis ins Detail auseinandergenommen, um ihn selbst spielen / singen zu können, verliert er die Ursprungsmagie, gewinnt aber wieder, wenn ich damit das Publikum genauso begeistern kann, wenn ich ihn wieder präsentiere.

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startom
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Erstellt: von startom » 10.02.2014, 21:17

Live spielen ist halt was komplett anderes, als im stillen Kämmerlein Songs, Riffs und Licks zu feilen.
Das fängt schon mal beim Bühnensound an. Wenn dir dein Powerchord wie ein Orkan von hinten an die Kleidung drückt und vorne das Publikum mitgröhlt, wird auch derjenige Song zum Ereignis, den du im Proberaum schon 1000mal durchgenudelt hast.

Den Uebungsfrust kenne ich jedoch auch. Da gäbe es noch so viel zu tun, aber mein innerer Schweinehund gewinnt halt irgendwie immer.

Deshalb:
Zu Hause übe ich nicht gezielt an meiner Spieltechnik (auch wenn da leider noch reichlich Luft nach oben vorhanden wäre), dafür spiele ich Riffs und Leadparts, die sich im Laufe der letzten 10+ Jahre in meinem Repertoire so angesammelt haben.

Ab und zu habe ich wieder Lust auf was Neues....dann stürze ich mich auf Guitar Pro-, Youtube-, Internettabulatur- und sonstige Dateien und sitze da immer wieder mal dran.
Zurzeit sind dies Samba pa ti, was ich wohl die letzten 6 bis 8 Jahre nie mehr gespielt habe und das Introsolo von Chuck Berrys Johnny B. Goode, an das ich mich bisher nie gewagt hatte.
Da 100% Auslastung in zwei Jobs sowie Familie an meiner Zeit zehren, geht das halt gut und gerne mal mehrere Wochen, bis so ein Johnny B. Goode-Intro sitzt.
Tom

sunset
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Erstellt: von sunset » 11.02.2014, 00:59

Diesen Übungsfrust kenne ich auch gut.

Deshalb habe ich eine Mappe, in der die "Dauerbrenner" von mir gesammelt sind, also Stücke, die ich wirklich gerne locker spielen können möchte :cool: , die mich aber nerven, weil ich über die eine oder andere Passage ohne Anstrengung einfach nicht drüber komme (Asturias Takt 33ff ist so ein Patient oder David Qualey, Opus 20).

Daneben gibt es aber eine Menge Stücke, die ich gut drauf habe oder deren Erlernen einfach und glatt geht...mit diesen "verdünne" ich sozusagen die lästigen, die ich dann doch wieder pflichtschuldigst zwischendurch übe. Auf 10 easy gespielte Stücke kommt ein zaches ungefähr. Dauert halt wirklich insgesamt länger, aber was soll's
(6 Hundertstelsekunden machen einen Olympiasieger aus, aber keinen Gitarristen ;-) ).

So geht's dann irgendwie, den Frust in Grenzen zu halten.

lg
sunset

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Beastmaster
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Erstellt: von Beastmaster » 11.02.2014, 08:31

Hi Sunset,

Asturias von Isaak Albeniz ist ein sehr schönes Stück.

Einige meiner Schüler hassten es, andere liebten es. Der krasseste ist 8 und spielt es wie ein kleiner Gott.

Hier ist so'n kleiner auf Youtube (nicht mein Schüler :D )
http://www.youtube.com/watch?v=kv-cfBhs0nU

manches ist nicht für jeden...

Ich wünsche dir aber, daß du dem Wunsch irgendwann etwas näher kommst.

Frage: spielst du das Pedal mit Wechselschlag oder mit einem Finger? (zB Takt 1-16)


LG
Beastmaster

sunset
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Erstellt: von sunset » 11.02.2014, 14:22

Danke für deine aufmunternden Worte :-)

Ich spiele das immer mit p - m

lg
sunset

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Andreas Fischer
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Erstellt: von Andreas Fischer » 11.02.2014, 14:43

Beastmaster hat geschrieben:
Hier ist so'n kleiner auf Youtube (nicht mein Schüler :D )
http://www.youtube.com/watch?v=kv-cfBhs0nU


DAS ist frustrierend, dass einer mit 8 etwas so spielt und ich so nie auch nur ansatzweise werde spielen können :-(

ansonnsten, das mit den stücken die langweilig werden kenne ich leider nur zu gut
zur zeit gibt es noch kein einziges das ich mit freude spielen kann, die einen klpappen noch nicht, die anderen kann ich nicht mehr hören

zur zeit ist der frust enorm
Andreas Fischer
Versuche seit Ende 2012 nach 30 Jahren zum zweiten mal Gitarre spielen zu lernen
Lerne Gitarre, Penny Whistle, Melodica, Piano, Dulcimer, und Ukulele.

Meine Instrumente - Mein WeBLog - My (Your/Our) Music Community Net - Wir schreiben (eine) Musikgeschichte

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DerSascha
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Erstellt: von DerSascha » 11.02.2014, 16:11

Ooooooooooh ja ......Übungsfrust ist zur Zeit mein 2. Vorname...... Momentan komme ich beruflich kaum zum üben. Bin auf die Stelle meines Abteilungsleiters "hochgefallen" nachdem er gekündigt hat. Auf der einen Seite SUPER aber auf der anderen seite meeeega Ätzend, da ich vor lauter Arbeit und Organisation kaum zum üben komme.
Und gerade bei Stücken die gut gingen hänge ich zum Teil an einfachsten Akkordwechseln - das macht mich mitunter wahnsinnig ! Vor allem wird es dann "verkrampft".
Ende vom Lied ist dann das es nervt anstatt Spaß zu machen und auch zu entspannen.

Ich schnappe mir dann teilweise Abends über Kopfhörer Rocksmith um ein bisschen Grundlagentechniken zu üben. Gestern ist auch eindlich mein Griffbrett-Fingertrainer gekommen, den ich auf Dienstreisen im Koffer mitnehmen kann um etwas "trocken" Pentatoniken etc. zu üben.

Durch Abwechslung hält es sich dann auch mit dem Frust in Grenzen.....mach dich akso nicht bekloppt deswegen. Manchmal geht es am Folgetag dann wie von Geisterhand viel besser als vorher. Mitunter muss das Gehirn die trainierten Griffe und Ablauffolgen auch erst mal "verinnerlichen"....zumindest kommt es mir bei mir so vor ;-)
viele Grüße aus Dortmund,

Sascha

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Erstellt: von Beastmaster » 11.02.2014, 17:14

Hi,

@Sunset
Danke für deine aufmunternden Worte :-)

Ja stimmt sehr motivierend klangen meine Worte wohl nicht.

Ich spiele das immer mit p - m


Das ist warum ich fragte.

Bei diesem Stück wird behauptet, auch von mir, das es nicht Rund spielbar ist bzw wie auch bei dir zu Problemen im späteren Verlauf führt, wenn man das Pedal nur mit "m" spielt.
In dem Fall spielst du ja die Basssaiten mit dem Daumen und "m" spielt das Pedal.

Die Optimale Variante, klanglich als auch technisch, sieht es aber vor das Pedal mit "mi" zu spielen.

Der Lauf wäre dann: "pmpi" - Basslauf mit "p" und das Pedal mit Wechselschlag einmal "m" einmal "i".

hier bei "Ana Vidovic" gut zu sehen: http://www.youtube.com/watch?v=Nx7vOb7GNBg
oder bei "Segovia" http://www.youtube.com/watch?v=k-2ZalhVKiM


Eigendlich wird "pm" von Anfängern benutzt, weil es eben erstmal leichter scheint und dann kommt man vom Regen in die Traufe.

Da du ja kein Anfänger bist, nehme ich ein versehen oder Irrtum an ;)


Auch wenn das Umlernen sicherlich etwas schwierig ist, sollte es sich lohnen, eine bessere Fingerkoordination für dieses Stück zu bekommen.

Ich wünsche dir viel Erfolg

LG
Beastmaster

sunset
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Erstellt: von sunset » 11.02.2014, 17:25

Hi Beast,
mein Problem ist nicht die rechte Hand, trotzdem werd ich's mal mit pmpi üben,
sollte nicht so schwer sein, das umzulernen.

Der Knackpunkt bei mir sind aber diese zach weiten Griffe der linken Hand, ab Takt 37 etwa, das tut mir schlicht und einfach in der Hand weh :-(
Falls du da einen Vorschlag hättest...

lg
sunset

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Erstellt: von Beastmaster » 12.02.2014, 08:50

Hi Sunset,

upps an die linke Hand dachte ich jetzt garnicht, dachte da du ja auch Jazz unterrichtest (berichtige mich wenn ich mich falsch errinere) daß die linke Hand genügend gestreckt ist.

Du solltest dann in dein Übungsprogramm Streckübungen für den kleinen Finger einbauen, bzw diesen Akkord auch mal in tieferen Lagen greifen.

Es ging ja um den: 8 10 8 9 8 12

Dann also auch: 5 7 5 6 5 9 usw

Bis deine Finger das ganz locker und ohne Spannung können.

Allerdings denke ich, daß du soetwas weist und ich dir nichts neues erzähle.

Könnten deine Hände Krankheits/Altersbedingt Probleme bekommen? Nur ne Idee

Viel Erfolg
Beastmaster


@Varesotto
Ich kenn da nur durchbeißen und zwischen durch mal was motivierendes/lustiges spielen.
Klar wirst du das Stück erstmal nichtmehr so mögen - eventuell - aber andere mögen es um so mehr, wenn du es spielst (Phuehues Zaubertrick ;).
Und wenn du erstmal das Gefühl hast, dir nichtmehr vorstellen zu können warum es dir mal schwer viel, dann merkst du wie sehr sich die Arbeit gelohnt hat.
Neue unvorstellbare Stücke werden dir nun trotzdem leichter fallen.

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varesotto
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Erstellt: von varesotto » 12.02.2014, 10:10

Ich habe jetzt die komplette letzte Woche nur schöne einfache Lieder geschrammelt und gesungen und die komplizierten Sachen immer nur mal kurz "angeübt".
Ich bin allerdings echt mittlerweile am überlegen, ob ich nicht einen kleinen Teil der Öffentlichkeit an meinem Gitarrenspiel teilhaben lassen soll. Das mit der "Magie" hat mir wirklich gefallen. Und es ist zwar auf Dauer ganz nett, wenn ich auch schwierige Stücke spielen kann, aber irgendwann will man die Musik ja auch (mit)teilen. )()(

btw. sehr nettes Feedback hier, DANKE dafür!!! ()(/(
bluesige Grüße

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Phuehue
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Erstellt: von Phuehue » 12.02.2014, 11:13

:D

Aus meiner Sicht ist das präsentieren schon auch ein nicht unbedeutender Bestandteil des Musik-Machens. Deswegen: Yep, Gedanken in dir Richtung sind m.E. die richtigen :D

Klar sollte man auch einfach am Instrument und am Spielen selbst Freude haben. Aber nichts, rein gar nichts ist motivierender als eine kleine (oder auch grosse :lol:) Anerkennung. Das kann das Liedbegleiten mit kleinen Kindern sein, Lagerfeuer-Schrummeln, Konzerte oder einfach für jemanden was vorspielen (Eltern, Kinder, sein Schätzelein etc...) Anerkennung ist unglaublich motivierend.

:-)))

hanswurst
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Erstellt: von hanswurst » 12.02.2014, 13:16

Übungsfrust kenn ich auch allzugut. Es geht mir wahrscheinlich wie vielen anderen hier auch.
Familie, Beruf, Haushalt etc. und dann Hobby. Es dauert halt lange, bis man etwas kann zb. ein Solo o.ä. falls man nicht immer so kann wie man möchte. Ich sage mir immer wieder: Es reicht mir, wenn ich meinen Enkeln was vorspielen kann :O)
Die Zeit spielt aber mit = irgendwan wird es schon fluppen. Da bin ich mir sicher.

---- Du kannst nicht Schlittschuhlaufen lernen, ohne dich lächerlich zu machen. Auch das Eis des Gitarreübens ist glatt ----
HARD WORKS BEATS TALENT

sunset
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Erstellt: von sunset » 12.02.2014, 13:46

Beastmaster hat geschrieben:... dachte da du ja auch Jazz unterrichtest (berichtige mich wenn ich mich falsch errinere) daß die linke Hand genügend gestreckt ist.


Ich unterrichte keinen Jazz, das hab ich zwar gelernt, aber dann praktisch nicht ausgeführt. Bin eher auf der Pop-, Rock-, Fingerstyle-, Klassikseite unterwegs.

Auf der Gibson funktionieren die weiten Griffe durchaus, Asturias spiele ich allerdings auf der klassischen Gitarre. Und über Dehnen und Strecken weiß ich natürlich bescheid. Seltsamerweise machen mir die weiten Griffe am Anfang von Recuerdos de la Alhambra auch kein Problem.
Ist vielleicht alles nur eine Kopfsache... :cool:

lg
sunset

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Beastmaster
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Erstellt: von Beastmaster » 12.02.2014, 14:43

Hi Sunset,

ich denke du hast schon recht, daß es eine Kopfsache sein kann.

Bis denn
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Meself
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Wohnort: Oldenburg

Erstellt: von Meself » 14.02.2014, 13:43

Ich erinnere mich daran wie ich an einem der letzten einigermaßen warmen Tage des letzten Jahres mit meiner Gitarre aufm Rücken durch die Stadt zog. Am Bahnhof hatte ich ne Weile zu warten, also setzte ich mich in eine Ecke und fing an Hahlleluhja zu zupfen. Es dauerte nicht lange bis sich ein Mädel neben mich setzte, lächelnd die Augen schloss und ihr Kopf in der Melodie mitwog. War ein schönes Erlebnis, und eine bleibende Motivation Songs so spielen zu können,dass sie andere Menschen mitnehmen.

Holginho

Erstellt: von Holginho » 09.03.2014, 12:11

Ich mache das so, dass ich mir Lieder bei Ultimate Guitar raussuche, die mir einfallen und die ich schön finde. Dann gucke ich nach einer Version mit einfachen Akkorden. Und wenn die passen, dann singe ich und schlage im Takt runter.

Das mache ich 1-2 x und nehme dann andere Lieder, auf die ich Lust habe. Und das jeden Tag, so dass ich nun in 6 Wochen ca. 50 Lieder immer und immer wieder mal durch geschrämmelt habe.

Mit dem Resultat, dass sie immer noch Spass machen und ich sie immer besser begleiten kann.-)!

Der Nachteil ist, dass ich kein einziges Lied mit richtigem Schlagmuster begleiten kann und auch keines wie im Original. Aber nachdem mir nun mehrere Leute gesagt haben, dass das eigentlich schon gut und ausreichend klingt, bin ich mit der Methode zufrieden.....

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 10.03.2014, 12:00

Mein Tipp, den ich auch für meine Schüler im Unterricht anwende:
die 25% Regel

25% Uraltes wieder auffrischen (vielleicht mit leichter Abwandlung)
25% Wiederholung kurz zurückliegender
25% Wiederholung des zurückliegenden Übungsstoff
25% Neue Herausforderungen

Auch wenn dieses nur eine grobe Pi mal Daumen Regel ist, so finde ich sie doch recht nützlich.

Mit den uralten Sachen spielt sich ein, lockert die Finger erinnert sich, was man schon kann, festigt Techniken ...

Mit den zurückliegenden Stücken festigt man diese, und verhindert, dass diese zu schnell wieder aus dem Langzeitgedächtnis fallen...

Wiederholung der Letzten Lektionen sollte eh selbstverständlich sein.

Und man sollte jedesmal etwas neues dazu lernen, damit es nicht langweilig wird.
Es muss nicht immer ein neues Stück sein, sondern es kann auch Technik oder Theorie (Skalen Akkorde etc.) sein, oder ein Hineinschnuppern in neue geplante Stücke.

Dann würde ich mich mal erkunden, ob es ähnliche Stücke gibt, die einem evtl. weiterhelfen können.

Mir würde da das Stück Signe von Eric-Clapton einfallen
http://www.youtube.com/results?search_query=eric%20clapton%20signe
https://www.google.de/search?q=signe+eric+clapton+tabs
Tonart ebenfalls A-Dur mit vielen ähnlichen Akkordfolgen
Währe vielleicht sogar eine gute Vorübung gewesen.

Es schadet auch nichts, das Stück "Tears in heaven" mal eine Weile wegzulegen, um es später wieder auszugraben.

Und um im Stück selbst weiter voranzukommen:
In der Theorie die Tonart A-Dur mit ihren Akkorden lernen.
Die Tonart A-Dur als Skala
Bestimmung der Abweichung von der A-Dur-Tonart
A-Dur-Pentatonik
A-Moll-Pentatonik
A-Blues-Skala
Finger-Picking-Pattern
Fingerstyle-Übungen
Im Repertoire mal nach anderen Liedern in A-Dur nachschauen, und durchspielen.

Und dann schauen, was man in dem eigentlichen Stück wiederfindet.

Jede Theorie- und Technik-Übung wird deine Spielweise langfristig verbessern (kurzfristige Irritationen gehören mit zum Lernprozess. Das vergeht aber und man wird hinterher besser, und es wird immer leichter ähnliche Stücke zu spielen.)

Das bedeutet für mich die 25% Regel.

Alles hilft, damit es nicht langweilig wird.

Gruß Mjchael

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