Entscheidungshilfe für Anfängergitarre

Hilfe und Tipps zum Gitarrenkauf
von Maurice
#334781
(1) Welche Art von Gitarre (z.B. Westerngitarre) suchst du?


Eine Konzertgitarre. Siehe: https://www.thomann.de/de/4-4_konzertgitarren.html


(2) Welche Musikstilrichtung beabsichtigst du zu spielen?


Alles mögliche.


(3) Wieviel Geld hast du eingeplant auszugeben?


Maximal 120€.


(4) Wo setzt du die Gitarre primär ein (zu Hause, Bühne, Studio) und wie groß ist deine Erfahrung?


Zu Hause, blutiger Anfänger.


(5) Welche Arten des Kaufs kommen in Frage? Neukauf, Gebrauchtkauf, Internet- oder Ladenkauf?


Egal, Hauptsache möglichst günstig :D


(6) Sonstige Hinweise (z.B.: Gitarrenform, Optik, Features, weiteres Zubehör, usw.)


-


Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, bin ich auf der Suche nach einer Gitarre zum Gitarre lernen. :)
Ich habe noch keinerlei Erfahrung und somit auch noch nie Gitarre gespielt, wollte es aber schon immer mal können und habe mich nun dazu entschlossen, mal damit anzufangen.
Natürlich habe ich mich ein wenig schlau gemacht und auch schon zwei Gitarren gefunden.
Zum einen die Thomann Classic Guitar S 4/4 und die Yamaha C40M, wobei ich hier nicht weiß wofür das M steht, da sie auch oft einfach nur als C40 angeboten wird.
Was meint ihr, wäre eine dieser lohnenswert oder doch lieber was ganz anderes?
Wie wichtig ist eigentlich eine Massive Decke bzw. ein Massiver Boden beides hat die Gitarre von Thomann, die Yamaha hingegen nicht. Würde mich freuen, wenn ihr mir weiter helfen könntet. :)
von sevendays
#334790
hallo maurice....auch neu hier
die Thomann haben schon einige Schüler von mir gekauft. Kann ich dir als anfänger empfehlen für den kleinen geldbeutel.
die stahlsaiten einer westerng. werden dir am anfang an den li. fingerkuppen weh tun. da mussten wir aber alle durch... (-:
nach einer weile bekommst du dort hornhaut.
eine massive decke (+Korpus) ist meist voller und schöner im klang
das spielt aber für einen anfänger keine besondere rolle.
hoffe das hat die etwas weitergeholfen...
viel spaß beim fleißigen üben.
von Maurice
#334794
Ja vielen Dank, aber du sagst durch die Stahlseiten einer Westerngitarre bekommt man nach einer Weile Hornhaut, aber es handelt sich doch bei den beiden um Konzertgitarren mit Nylonseiten oder nicht? Bzw. wäre für den Anfang dann vielleicht auch eine Westerngitarre erwägenswert?
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von Hendock
#334801
Maurice hat geschrieben:Bzw. wäre für den Anfang dann vielleicht auch eine Westerngitarre erwägenswert?
Darüber solltest du dir schon im Klaren sein. Es kommt in erster Linie darauf an, welche Art Musik du mit deiner Gitarre spielen möchtest. Möchtest du lieber Melodien mit den Fingern spielen, auch mal was klassisches -> Klassische Gitarre.
Möchtest du eher Lieder mit Akkorden begleiten, Rock, Pop, Folk usw. (hauptsächlich mit Plektrum) spielen -> Westerngitarre.

Eine Westerngitarre hat Stahlsaiten, die darüber hinaus noch stärker gespannt sind. Das tut am Anfang etwas weh, gibt sich aber nach einiger Zeit (ein paar Wochen, je nachdem wie oft und wie lange man übt).

Eine klassische Gitarre hat dafür ein breiteres Griffbrett, was es etwas schwieriger macht, Akkorde zu greifen.

Im allgemeinen gilt: Kauf dir eine Gitarre nach deinen Vorlieben. Lernen kannst du auf jeder - auch auf 'ner E-Gitarre.

Geh am besten in ein Musikgeschäft und lass dich beraten. Da kannst du auch alle möglichen Gitarren in die Hand nehmen und anspielen (auch wenn du noch gar nicht spielen kannst, merkst du doch, ob dir die eine besser (in der Hand) liegt oder die andere).
von sevendays
#334804
...ja; das sind klassikgitarren mit Nylonsaiten. Die tun nicht so weh wie eine Western mit Stahlsaiten. Deshalb wird das eher einem Anfänger empfohlen. Bei beiden Typen bekommst du im laufe der Zeit Hornhaut.....
Ob du gleich mit einer Westerngitarre anfangen willst hängt auch davon ab, was du später für einen Musikstil spielen willst. Allerdings musst du dann größere Beschwerden wegen der Stahlsaiten am Anfang in Kauf nehmen. Zudem ist meistens auch das Griffbrett schmaler als bei der Konzert....
Beide Typen im Musikgeschäft antesten, schauen was dir besser zusagt und wie sich die Instrumente händeln lassen und dann nach deinem Gefühl entscheiden.
Ich bin nicht so altmodisch, dass meine Schüler unbedingt auf einer Konzert anfangen sollen. Da gehen die Meinungen auseinander.....
...auf jeden Fall ausprobieren.....
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von JeSter
#334856
Ich geb mal meinen Senf ab:

Als erstes ist es völlig egal wieviel Schmerzen jetzt Stahl oder Nylonsaiten verursachen, die Wahl davon abhängig zu machen hat unterste Priorität.

Ich würde zur Konzertgitarre tendieren wenn du eher auf Fingerpicking stehst. Also Noten spielst und daraus Melodien baust.
Solltest du eher schrammeln wollen und eher Liedbegleitung spielen und dabei noch singen, dann würde ich Dir eher eine Western empfehlen.

Man kann natürlich mit beiden Instrumenten grundsätzlich alles machen. Aber so Dinge wie Saitenlage, Griffbrettweite sind bestimmte Spielweisen besser/schlechter geeignet.

Ich habe bspw. mit einer Western angefangen und nachdem ich die ersten Akkorde konnte, wollte ich unbedingt Finegrpicking lernen. Also Konzertgitarre zugelegt und Basics gelernt beim Lehrer, dann später wieder auf eine Stahlsaiten Gitarre gewechselt (mit breiteren Griffbrett) und mich dem Fingerstyle verschrieben :-)
grüße
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von Georg
#334864
So ist es. Dieses "Nylon tut nicht so weh"-Gerede ist ganz dummes Zeugs. Keine Ahnung, wer diesen Schmarrn in Gitarrenforen eingeführt hat. Vergiss das, das ist völliger Unfug, total irrelevant und einfach - na eben Schmarrn.

Wenn du nicht wirklich Klassik oder Bossanova spielen willst, dann kaufe dir eine Westerngitarre. Für 120 Euro wird es knapp, aber es gibt zum Beispiel die Gretsch Americana - Modelle, das sind ordentliche preiswerte Westerngitarren.
von Maurice
#334867
Vielen Dank für eure Antworten, ich werde dann auf jeden Fall mal ein paar im Laden ausprobieren und dann sehen was mir besser gefällt. :)
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von jemflower
#335232
Georg hat geschrieben:So ist es. Dieses "Nylon tut nicht so weh"-Gerede ist ganz dummes Zeugs. Keine Ahnung, wer diesen Schmarrn in Gitarrenforen eingeführt hat. Vergiss das, das ist völliger Unfug, total irrelevant und einfach - na eben Schmarrn.
Sorry, da muss ich widersprechen.
Aus rein physikalischer Sicht schneidet eine dünne Stahlsaite tiefer in die Haut ein, der Druck ballt sich bei einer E-Saite aus Stahl auf weniger als ein Drittel der Auflagefläche der Nylon E-Saite zusammen. Versuche dich mal mit dem Ende einer Nylonsaite zu stechen, mit der Stahlsaite gelingt das sogar mit einem g. Das sind Fakten.

Allerdings wirkt sich der Unterschied nicht so massiv aus, dass man deshalb nicht mit Stahlsaiten anfangen kann. Schwierig wird es höchstens, wenn man 2.Hand eine Western kauft, auf die der Vorbesitzer sehr dicke Saiten (e 0.12 und stärker) aufgezogen hat. Da wird es auch für geübte Spieler, die bislang nicht diese Stärke benutzt haben, auch anfangs etwas schwerer.

Es wäre demnach lediglich "Schmarrn und Unfug", zwei Mal eine Gitarre zu kaufen, nur weil es im direkten Vergleich am Anfang bei Stahlsaiten etwas unangenehmer ist.
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