Floyd Rose Tremolo Saiten erhöhen

17 Beiträge   •   Seite 1 von 1
Viper
born 2 post
Beiträge: 172
Registriert: 11.10.2013

Floyd Rose Tremolo Saiten erhöhen

Erstellt: von Viper » 15.10.2013, 17:07

Hi Leute,

ich wollte mal fragen wie man bei oben genannter Vibrato-Version bzw. Brücke die einzelnen Seiten erhöhen kann. Bei einem Vintage-Vibrato geht das ja über die Böckchen und die entsprechenden Madenschrauben aber wie siehts da mit dem Floyd Rose aus? Das war meine erste Frage, ich wollte aber auch noch wissen was ihr so generell von einem Floyd Rose-System haltet?
Crie, Baby, Crie

Benutzeravatar
Jesko13
kennt den Admin
Beiträge: 833
Registriert: 25.04.2010
Wohnort: Kiel

Erstellt: von Jesko13 » 15.10.2013, 17:23

Ich bin Fan von dem Floyd Rose system sein man muss sich halt im klaren sein das man nur eine stimmung hat und sie nicht mal eben wechseln kann
Und nein man kann die Saiten nciht einzeln einstellen musste wie bei ner TOM Bridge mit den 2 außenschrauben machen
Glück ist etwas für Arschlöcher. Glück braucht immer nur der, der nix auf dem Kasten hat.
(Lemmy Kilmister)

Viper
born 2 post
Beiträge: 172
Registriert: 11.10.2013

Erstellt: von Viper » 15.10.2013, 17:44

@Jesko:Danke für die schnelle Antwort
P.S: Ich habe halt das Problem das ich nicht weiß wie man bei einem Floyd Rose die korrekte Bundreinheit einstellt, ist mein erstes Floyd... Ich habe die Böckchen alle auf die selbe Position gestellt, war das richtig? Allerding habe ich sie immer noch nicht Bundrein bekommen...
Crie, Baby, Crie

Benutzeravatar
Gitarrenschlumpf
hat das Forum als Startseite
Beiträge: 966
Registriert: 28.02.2010

Erstellt: von Gitarrenschlumpf » 15.10.2013, 18:13

Ein Floyd Rose-System kann einiges an Einstellarbeit erfordern.

Wie bereits von Jesko gesagt läuft die Höhenverstellung nur über die Bolzen, an denen die Messerkanten des FR anliegen. ABER man sollte niemals unter Spannung daran drehen, da man sonst die Messerkanten des FR kaputtschleift. D.h. man löst die Locking-Nut, legt ein Tuch hinten unters FR auf die Decke und lockert die Saiten bis das FR aufliegt und dann noch ein bißchen mehr. Dann das FR nach hinten ziehen, damit kein Kontakt mehr zu den Bolzen besteht. Einige Bolzen haben zusätzlich einen inneren Bolzen, den man mit einem schmalen Inbus erreicht. Vor dem Vorstellen muss man diesen lockern und hinterher wieder festziehen. Im Gegensatz zu einer TOM sollten die Bolzen möglichst gleich hoch - also parallel zum Korpus / Griffbrett eingestellt werden.

Die Oktavreinheit (Bundreinheit kann man nicht justieren, da sie durch die eingepressten Bünde im Griffbrett vorgegeben ist) einzustellen ist eine besonders langwierige Aufgabe. Eigentlich hat man immer zwei "Treppchen", die leicht versetzt sind - umwundene Saiten und Diskantsaiten. Das ist praktisch genauso wie bei einer TOM-Bridge, allerdings viel aufwendiger einzustellen, da es immer dauert bis alle Saiten wieder auf der richtigen Stimmung sind und das FR wieder in der richtigen Position ist - sonst kann man ja nicht überprüfen, ob man nun tatsächlich die perfekte Oktave am 12. Bund getroffen hat.

GANZ WICHTIG - man stimmt immer so, dass die Gitarre nach einem Dive Bomb in der richtigen Stimmung ist. D.h. Hebel runterdrücken und dann stimmen - erst grob mit den Mechaniken, dann mit geschlossener Locking Nut mit den Feinstimmern. Bevor man die Locking Nut schließt kann die Gitarre bei neu aufgezogenen Saiten auch gerne mal über Nacht ruhen. Dass die Gitarre nach einem Pull-Up nicht unbedingt in die richtige Stimmung zurückkehrt ist übrigens normal. Man drückt dann beim Spielen den Hebel einfach nochmal kurz runter.

Die Grundplatte des FR sollte möglichst parallel zum Korpus eingestellt werden, ggf. mit einem leichten Trend nach hinten. Das kann man dann justieren, wenn die Gitarre in Stimmung ist (bei offener Locking Nut). Eingestellt wird dies, indem man im Trem-Fach die Kralle die die Federn hält in den Korpus hinein- oder hinausschraubt. Je nach verwendeten Saitenstärken muss man manchaml zusätzliche Federn einsetzen bzw. welche Wegnehmen. Man kann natürlich auch Federn mit geringerer oder höherer Zugkraft nachkaufen.

Hoffe, dass der kleine FR-Exkurs Dir erstmal geholfen hat. :)

Arakon
Stammgast
Beiträge: 275
Registriert: 05.01.2013

Erstellt: von Arakon » 15.10.2013, 18:14

Bundreinheit kannst du gar nicht einstellen, maximal die Oktavreinheit. Und nein, das war sicher nicht richtig.. wenn das so einfach wäre, müssten die Dinger ja nicht beweglich sein.
Ob der Ton stimmt, wird so geprüft: 12. Bund greifen und anschlagen. Dann den Finger exakt über dem 12. Bundstab leicht auf die Saite legen, anschlagen und sofort den Finger heben. Wenn die beiden Töne gleich klingen, ist alles gut. Ist der Ton zu hoch oder tief, wird das durch das vor- oder zurücksetzen des Böckchens eingestellt.
http://www.rockinger.com/index.php?page ... shop_Setup hat das recht gut erklärt.

Viper
born 2 post
Beiträge: 172
Registriert: 11.10.2013

Erstellt: von Viper » 16.10.2013, 15:58

@Gitarrenschlumpf:
Ich bin mir immer unsicher ob man die Saiten einer Gitarre alle lockern sollte weil viele Bekannte,Geschäfte und Youtube`r sagen das man nicht die spannung vom Hals nehmen sollte und niemals alle Saiten gleichzeitig runternehmen bzw. lockern sollte. Ich habe damit auch schon schlechte Erfahrungen gemacht(der Tremoloblock ist raus geflogen weil plötzlich die Federn rausgeflutscht sind).
Kann mir jemand sagen was nun richtig ist?
Crie, Baby, Crie

Benutzeravatar
Gitarrenschlumpf
hat das Forum als Startseite
Beiträge: 966
Registriert: 28.02.2010

Erstellt: von Gitarrenschlumpf » 16.10.2013, 16:40

...was daran liegt, dass dem durchschnittlichen FR-Besitzer maximal ein Saitenwechsel zugetraut wird - wenn überhaupt. Und wenn dabei etwas Unvorhergesehens passiert, wie z.B. dass die Messerkanten aus den Kerben der Bolzen rutschen weil die Federn das System nach unten wegziehen, der total unbedarfte Anfänger wie der Ochs vorm Berg davorsteht und gar nicht weiß, wie er das jemals wieder richten soll.

Man darf immer alle Saiten entfernen. Beim FR-System muss man sich nur die Zeit nehmen, um sie langsam wieder hochzustimmen. Nacheinander immer ein bißchen an den Mechaniken drehen bis sich das FR gleichmäßig wieder hebt.

Vorm Entspannen der Saiten kann man natürlich auch einen kleinen Holzklotz, einen Bleistift oder was auch immer zwischen Sustainblock und Holz der Gitarre klemmen, damit das FR auch bei gelockerten Saiten in Position bleibt. ABER - wenn man die Höhe der Bolzen verstellen will, dürfen die Messerkanten nunmal keinen Kontakt mit den Bolzen haben. Spätestens dann muss man das FR nach hinten ziehen.

Wenn man die Augen aufmacht, vorsichtig vorgeht und nicht erwartet, dass man diese Einstellgeschichten mal eben in ner Stunde erledigen kann (zumindest als Anfänger muss man sich da mehr Zeit nehmen), dann geht das auch. :)

Schneiderlein
Stammgast
Beiträge: 255
Registriert: 16.09.2013

Erstellt: von Schneiderlein » 16.10.2013, 17:18

Wenn man die Augen aufmacht, vorsichtig vorgeht und nicht erwartet, dass man diese Einstellgeschichten mal eben in ner Stunde erledigen kann


Das sind für mich drei "Wenn's" zu viel. Ich bin kein Freund von Tremolosystemen. V.a. wenn man sich mal überlegt, wofür man sie eigentlich braucht. Letztlich ist es Spielkram.

Benutzeravatar
Gitarrenschlumpf
hat das Forum als Startseite
Beiträge: 966
Registriert: 28.02.2010

Erstellt: von Gitarrenschlumpf » 16.10.2013, 17:31

...ist ein Instrument zu spielen nicht immer Spielkram? ;)

Schneiderlein
Stammgast
Beiträge: 255
Registriert: 16.09.2013

Erstellt: von Schneiderlein » 16.10.2013, 19:35

Naja, ich denke, du weißt schon, was ich meine :D

Ich will die Freude am FR-System ja auch niemandem ausreden. Wenn alles gut eingestellt ist, macht das ja auch Spaß. Mir persönlich ist das einfach zu fummelig.

Viper
born 2 post
Beiträge: 172
Registriert: 11.10.2013

Erstellt: von Viper » 17.10.2013, 13:47

Danke für die Antworten. Ich hab den Block hochgesetzt und jetzt schnarrt nix mehr.
Ich habs übrigens in ei er halben Stunde hinbekommen.
Ist zwar mein erstes FR aber Anfänger bin ich auch nicht
Crie, Baby, Crie

Benutzeravatar
Gitarrenschlumpf
hat das Forum als Startseite
Beiträge: 966
Registriert: 28.02.2010

Erstellt: von Gitarrenschlumpf » 17.10.2013, 17:52

Glückwunsch! ()(/(

Oktavreinheit auch schon richtig eingestellt? Dann wärst Du nämlich wirklich schnell dabei... ;)

Viper
born 2 post
Beiträge: 172
Registriert: 11.10.2013

Erstellt: von Viper » 20.10.2013, 12:22

Ehrlich gesagt nein. Ich weiß nicht exakt wie das geht. Kann mir das noch mal jemand hier reinschreiben? Ich weiß nur das die Böckchen in die die Seiten gespannt sind zwei mögliche Positionen haben mit denen ich sie nach vorne oder nach hinten stellen kann. Bis jetzt hatte ich noch nie so wirklich das Problem mit der Oktavreinheit.
Crie, Baby, Crie

Benutzeravatar
Gitarrenschlumpf
hat das Forum als Startseite
Beiträge: 966
Registriert: 28.02.2010

Erstellt: von Gitarrenschlumpf » 20.10.2013, 12:31

Such einfach mal nach "Oktavreinheit einstellen" - die Böckchen können übrigens nicht nur in zwei Positionen eingestellt, nur weil es zwei Löcher gibt. Man kann die Schlitten praktisch stufenlos nach vorne oder hinten setzen, allerdings muss man irgendwann auf das andere Loch umstellen, wenn der Abstand zu groß wird. :)

Viper
born 2 post
Beiträge: 172
Registriert: 11.10.2013

Erstellt: von Viper » 20.10.2013, 12:53

Das geht nicht. Wenn ich die Böckchen verstellen will dann muss ich die Madenschraube erstmal aus dem Loch drehen. Dann fliegt mir aber das ganze Böckchen samt Seite um die Ohren weil die Saite es weg zieht.
Crie, Baby, Crie

Arakon
Stammgast
Beiträge: 275
Registriert: 05.01.2013

Erstellt: von Arakon » 20.10.2013, 13:07

Darum macht man die Saite vorher auch erstmal schlapp. Dann geht das einwandfrei, du musst halt im schlimmsten Fall mehrfach stimmen und ausprobieren, bis es passt.. danach hast du aber auch deine Ruhe, wenn du das Tuning oder die Saitenstärke nicht mehr änderst.
Die Oktavreinheit solltest du auf jeden Fall richtig einstellen, sonst klingen die hohen Bünde besonders bei Akkorden einfach falsch.
Hier wird erklärt, wie es geht, an einer festen Brücke.. das Prinzip ist aber das gleiche, du entspannst halt die Saite, löst die Schraube, und schiebst das Böckchen etwas vor oder zurück.
http://www.youtube.com/watch?v=NXNBYIns_3w
Edit: Falls dein Englisch reicht, hier auch an einem Floyd.. nicht vergessen, oben die Saitenhalter zu lockern, sonst entspannt die Saite nicht. http://youtu.be/QEyg_sEACdE?t=3m59s

Viper
born 2 post
Beiträge: 172
Registriert: 11.10.2013

Erstellt: von Viper » 20.10.2013, 13:23

Ich hab das eben falsch erklärt. Wenn ich mein Tremolosystem richtig verstanden habe dann hält die Madenschraube den ganzen Schieber überhaupt erst am Tremoloblock. Der ist da nur draufgelegt. Oder ich hab grade nicht so den Durchblick wie du das meinst kann auch sein. Ich komm grad erst ausm Urlaub, bin nicht voll da :D
Crie, Baby, Crie

17 Beiträge   •   Seite 1 von 1
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste