Live-Sound und Equipment: steigern wir uns zu sehr rein?

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felixsch
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Live-Sound und Equipment: steigern wir uns zu sehr rein?

Erstellt: von felixsch » 08.09.2013, 22:21

Hey,

ich will euch hier mal eine Beobachtung mitteilen, die mir beim letzten Gig der Band eines Kumpels aufgefallen ist:
normal spielt er (Fender-)Röhrenamps, für diesen Gig hat er allerdings seinen kleinen Line 6 Spider benutzt (man muss allerdings sagen, dass er Rockabilly spielt und der Spider einen recht ordentlichen Clean-Channel hat), wegen der U-Bahn und dem Geschleppe ;)
Also, Soundcheck, alles gut, los geht's. Der Gig war Geil, die Leute haben getanzt und waren Happy.

Jetzt Frage ich mich: die meisten Leute - bzw. ALLE - außer der Musikerpolizei hören den Unterschied zwischen zwei Verschiedenen Gitarren, viele sogar den Unterschied zwischen Röhre und Transe nicht.
Den Leuten ist doch so ziemlich egal, ob wir jetzt ein 30 Euro HB Delay spielen oder ein Analogdelay für 200 Euro benutzen, erst recht welche Kabel oder Saiten wir spielen.

Nicht dass ich hier falsch Verstanden werde, ich unterschätze Publikum und vorallem Musikliebendes Publikum nicht. Sicher wird auch Wert auf guten Sound gelegt, aber (Gitarrenspezifische-)"Kleinigkeiten" hört man doch überhaupt nicht, wenn man nicht grade selbst spielt oder sich sehr damit beschäftigt?
Ich zum Beispiel höre ja auch nicht den Klangunterschied zwischen Schlagzeug-Sticks aus Verschiedenen Holz (ein befreundeter Drummer regt sich darüber immer auf ;) ).
Er wiederhin hört den Unterschied zwischen alten und neuen Saiten zum Beispiel nicht (kann man sich als Gitarrist gar nicht Vorstellen, oder? :cool: ).

Die Frage ist dann schließlich: Macht es da eigentlich Sinn sich sündhaft Teures Equipment anzuschaffen, wenn man das selbe Publikums-Ergebniss auch mit einem 100 Euro Modelling Amp oder einem 20 Euro Zerrer bekommt?

Nicht dass ich ab jetzt kein Equipement mehr Kaufe, guter Sound ist mir immernoch wichitg, trotzdem würde mich eure Meinung zu dem Thema mal interessieren...

Felix

PS. Will nochmal darauf hinweisen, hier geht es nur um den Live-Sound ;)

Planet
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Erstellt: von Planet » 08.09.2013, 23:11

Ich stimme dir zu, dass Veränderungen von Kleinigkeiten kaum jemandem hörbar auffallen werden. Aber ich denke, wenn man diese Kleinigkeiten zusammennimmt wird man das schon merken. Wenn jetzt alle Musiker der Band nur noch das billigste bzw. schlechteste (billig ist ja nicht immer schlecht) Equipment benutzt wird das schon zusammenwirken.
Vor allem ist es ja auch so, dass der Zuhörer vielleicht nicht merkt, ob da jetzt ein gutes oder schlechtes Delay in der Kette hängt, aber vielleicht ein Gefühl bekommt, dass es insgesamt nicht so gut klingt.
Es hängt sicher auch ein bisschen von der Musikrichtung und den räumlichen Bedingungen ab. Je schlechter die Akustik des Raums, desto egaler werden diese Feinheiten.
Für mich persönlich ist es aber auch wichtig, dass ich es höre, weil ich dann mehr Spaß beim spielen habe.

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korgli
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Erstellt: von korgli » 08.09.2013, 23:34

Hi
Es kommt letztendlich nur um den Anspruch der GANZEN Band an.
Ist man sich einig - kann man auf jeglichen Geräten Musik machen.
Der Musik tut das in den meisten Fällen keinen Abbruch.
Ob ihr ALLE aber damit zufrieden seid, müsst ihr als BAND selbst wissen.
Uneinigkeit ist eh nicht gut.

Das Publikum ist an sich sehr gutmütig, wenn die Musik passt.
Ob z.b bei 2000Hz ein bisschen was ist, ist nicht soooo tragisch.
Und jeder Raum hat so oder so seine Tücken.
Wenn der Bass wummert wie S.... ist es nicht so toll :-)

Was aber nicht heisst, dass man nicht immer das allerbeste was man eben machen kann, oder in seiner Macht liegt, machen soll.
Zufriedenheit bei Band und Publikum ist aber nicht abhängig von High End-Geräten.

fredy

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Software-Pirat
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Erstellt: von Software-Pirat » 08.09.2013, 23:40

Ich denke, daß wir Gitarristen hier vielleicht zuviel wert auf den Sound legen. Live beim Gig spielt das letzte Quäntchen an Höhen, an Bass, etc... wirklich nicht die Rolle, auch weil die Lautstärke an sich schon vieles übertönt. Ich glaube auch, daß viele Nichtmusiker sowieso nicht so genau hinhören, weshalb man vielleicht nicht wirklich den tollen Röhrenamp verwenden muß, sondern es ein Modelling-Board wohl auch tut. Es gibt ja mittlerweile auch genügend professionelle Bands die live gar keine Verstärker mehr verwenden.
Anderseits ist das Publikum aber sicher in der Lage zu erkennen, wenn da jemand mit dem letzten Schrott spielt. Also gut klingen muß die Gitarre und der Verstärker schon. Und auch den Einsatzzweck sollte das Equipment angepaßt sein. Eine Hard Rock Band wird wohl kaum mit einem für den Jazz gedachten Transistoramp gut ankommen (außer die Verzerrung kommt aus einem Pedal, aber das ist eine andere Geschichte...). Aber ob man jetzt AC/DC mit einer Strat oder einer SG spielt, ist jetzt nicht so entscheidend.
Nicht vergessen, als Musiker muß man sich auf der Bühne auch mit seinem Equipment und dem Sound wohl fühlen.
Fazit: Ganz egal ist das Equipment auch nicht, aber auch nicht so wichtig.

felixsch
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Erstellt: von felixsch » 09.09.2013, 06:34

Schön Eure Meinung zu hören.
Das Argument, dass man als Band Spaß am Klang haben muss ist gut ;)

Kommt natürlich auch immer auf die Situation (Transport etc.) und die Location an. Einen Bierzeltgig kann man dann mit guten gewissen auch ohne 100 Kg Röhre spielen :P

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Samhain
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Erstellt: von Samhain » 09.09.2013, 07:02

mir fallen in dem Zusammenhang noch zwei Argumente ein ...

DU hast eine gewisse Vorstellung wie Du mit deinem Instrument klingen willst. Dies hat weniger mit dem Anspruch des Publikums zu tun - das vermutlich nur einen kleinen Moment deines Musiklebens mit erleben darf - sondern viel mehr mit deinem eigenen Stil und der Art und Weise wie du auf der Bühne rüberkommen willst (crunchig, clean, dumpf, fetzend ...)

Gerade bei nem Live Gig ist der Anspruch an Zuverlässigkeit der Geräte ganz besonders wichtig. Oft ist einfach nicht die Zeit und die Möglichkeit Ersatzgeräte auf die Schnelle heranzuschaffen.
Selbstverständlich kann immer mal was abtauchen, aber die Chance eines Ausfalls ist bei nem höherwertigen Gerät doch etwas geringer.
Darum wirst du auch bei den großen Musikern auf der Bühne selten "Billigschrott" finden. Die haben keinen Bock auf Ausfälle und wenn dann steht ein identisches Gerät schon zum Umstöppseln auf der Bühne ;)
greetz
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startom
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Erstellt: von startom » 09.09.2013, 08:56

Achtung, der neutrale Schweizer.... Alle Argumente stimmen bisher!

Bei den Standardgigs unserer Hobby Coverband mit dem durchschnittlichen Festzelt- und Pubfestival-Publikum ist die Qualität des Sounds mehr oder weniger egal (aus der Sicht der Hörerschaft). Natürlich setzte ich eine gewisse Grundqualität voraus, was aber vor allem mit der PA und dem transparenten gemixten Sound zu tun hat.

Jetzt kommt aber die Ego-Komponente des gemeinen Musikers, sprich: Moi!
Ich habe absolut keine Lust auf 20-Watt-Transistor-Sound, auch wenn das Publikum den Unterschied zwischen Roland und Mesa kaum bemerken wird.
Wenn ich schon mal auf der Bühne stehe, was nicht allzu oft passiert, dann will ich den bestmöglichen Sound haben, den ich bieten kann. Schliesslich habe ich mich ja auch bestmöglich darauf vorbereitet.
Ausserdem steigen halt die Ansprüche des Musikers (wiederum gemeint: moi) an den eigenen Sound, äquivalent zur Verbesserung des musikalischen Gehörs.

So isset!
Da ich von der Musik nicht leben muss, musiziere ich primär für mich. Live achte ich auch vor allem auf den Bandsound und die Automatismen. Da ist der möglichst perfekte Sound ein Puzzleteil von vielen anderen.
Und wenn dann mein Marshall-Brett mir während eines Gigs von hinten an die Hosenbeine wütet und mir dank der Monitore der PA der totale Wahnsinns-Bandsound im Kleinhirn sitzt, habe ich das Gefühl, besser spielen zu können....oder zumindest weniger mies.
Tom

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snicki
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Erstellt: von snicki » 09.09.2013, 15:22

kann da Tom beipflichten.

Ich hatte auch bis vor kurzen alles in Einzelpedalen, True Bypass, hochwertige Kabel etc. Ich hab mich jetzt aber für die MultiFX Lösung entschieden. Im Proberaum oder Live wird das keine Sau merken, nur bin ich jetzt flexibler, wenn ich mal n Effekt brauche, den ich nicht habe, brauch ich mir jetzt nicht mehr extra n Einzeltreter zulegen.

Im Studio ist es etwas anders. Bei Aufnahmen sollte man schon das best Mögliche rausholen. Das gilt auch für Livegeschichten, aber wage ich mal zu behaupten, das dort gewisse Soundqualitätsunterschiede nicht mehr wahr genommen werden. Und dann ist da noch der Unterschied zwischen dem, was wir als Mucker hören, nämlich das was aus dem Amp kommt, und das was mit dem Mikro abgenommen im Misch (und Monitor) landet. Deshalb sollte es schon vernünftig sein, auch dem Tonmann zur Liebe.

Und wenn der Sound gut ist spiel ich auch besser (jedenfalls gefühlt), weil ich mich nicht die ganze Zeit im Kopf damit beschäftige, warum das alles so sch... klingt.

Greuß Snicki

agguitar
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Erstellt: von agguitar » 09.09.2013, 15:56

Also Unterschiede hört man eh am besten im direkten Vergleich. Im Gesamt-Mix ist halt die Gitarre nicht im Vordergrund und hört sich im Band-Kontext anders an. Zudem macht es eben das Zusammenspiel aus allen möglichen verschiedenen Kleinigkeiten, wie es klingt (auch bezogen auf Drum-Felle, Sticks, Mikro des Sängers oder Art und Aufteilung des Raumes). Grobe Unterschiede werden viele bemerken, aber ob du 9er oder 11er spielst, oder 'nen Burstbucker oder 'nen alten T-Top drin hat, wird kaum jemand bemerken. Ich spreche hier vom Ottonormalverbraucher ;)

Außerdem macht es auch einen Unterschied für dich selbst. Mir macht es weniger Spaß mit z.B. 'nem Line6 Spider zu spielen, weil es mir einfach nicht gefällt, diverse Spielereien mit dem Poti wenig möglich sind und einfach gefühlt kein Druck aus dem kleinen Speaker kommt.

Ob man jetzt die PRS Tremonti Signature oder die CC The Beast von Gibson nimmt macht im Endefekt für den Großteil des Publikums keinen Unterschied. Allerdings sind Unterschiede wie mit dem Line6 und dem Fender schon ziemlich stark, dass evtl. der ein oder andere Musiker dies nicht so gerne mit anhört. Ich kenne Leute, die hören sich AC/DC live in Donnington wegen des Gitarrensounds nicht an.

Aber man will das Beste geben. Vielleicht nehmen es die "unerfahrenen" Zuschauer auch unterbewusst anders wahr, wenn z.B. der Gitarrensound qualitativ höherwertiger ist (mal grob allgemein ausgedrückt), der Mix als Ganzes macht da aber einen viel größeren Anteil aus.

TommysX
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Erstellt: von TommysX » 29.10.2013, 01:22

Hey ! Bin neu hier im Forum und muss sagen, ist echt ne spannende Diskussion, zu der mir einige Aspekte einfallen.

Ich weiss nicht, aber ich schaue nicht mehr auf die sogenannte "Musikerpolizei" oder die Wahrnehmung des Publikums. Ich selbst habe die Musikerpolizei viele Jahre als Entschuldigung benutzt, wenn irgendwas nicht ok war (nach dem Motto, hat ja eh keiner gehört, ausser der Musikerpolizei). Aber unterm Strich war irgendwas aber nicht ok. Ich habe mich lange mit Verstärker und Effekt-Low-Cost-Alternativen über Wasser halten müssen, weil die finanziellen Mittel nicht da waren. Das geht auch alles, solange der "Sound" wirklich aus den Fingern kommt. Mittlerweile muss ich keine Kompromisse mehr eingehen. Gerade bei Konzerten mit fremden PA und vielleicht -Mischer ist die Grundformel "Shit in = shit out" schon nicht zu unterschätzen. Umgekehrt: Wenn man ein ein ordentliches Signal reingibt, wird es der Mischer oder die PA nicht versauen. Wieviel das Publikum davon merkt ist eine andere Frage. Hier kann ich vor allem TOP40 Mucker oder Tanzmusik verstehen. Das geht ja gar nicht anders als mit Alternativen. Und das ist auch voll ok aus meiner Sicht. Wenn die Richtung aber etwas klarer ist, finde ich Qualität immer am Überzeugensten.
Vor allem geht es bei der Qualität auch nicht nur um Sound, sondern auch um Verabeitung. Wie oft ist "Müll" genau dann ausgefallen, wenn es gar nicht passte. Klingt doof, aber mit "ordentlichem" Equipemt passiert es vielleicht auch, aber nicht so oft und meistens viel absehbarer.

Ich habe für mich einen kleinen Leitspruch entwickelt, der vielleicht gut in den Kontext passt :-) "Billig kann ich mir nicht leisten. Ich muss es eh mindestens zweimal kaufen.."
Ist schon viel dran, oder?

VG
Tommy

agguitar
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Erstellt: von agguitar » 29.10.2013, 12:01

Joar, das ist allgemein ein ziemlich wichtiger Aspekt beim Equipmentkauf ;)

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startom
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Erstellt: von startom » 11.02.2014, 10:48

Aus aktuellem Anlass reanimiere ich den alten Thread hier wieder mal.

Ende März steht unser nächster Gig in einer Bar an. Soweit so gut! Nun haben wir festgestellt, dass das nicht einfach eine kleine schummrige Bar ist, sondern ein ziemlich grosser Tempel mit regelmässig vielen Gästen, hoher Decke und grosser Bühne.

So haben wir uns bandintern gesagt: Jetzt ist der Zeitpunkt zu kommen, um mal so richtig in Sachen PA zu klotzen. Wir mieten eine 3000-Watt PA inkl. Techniker / Mischer, der das ganze betreibt und unseren Gig mit total 19-21(!!!) Spuren aufnimmt. Danach stellt er uns die Rohspuren zur weiteren Bearbeitung zur Verfügung.
Jeder Musiker kriegt seinen eigenen Monitor für den Bandsound... ist vielleicht für einige von euch üblich, ich als Hobbybandmusiker bin mich solchen Luxus jedoch nicht gewohnt.

Dafür zahlen wir zwar eine ganze Stange Geld, aber egal. Wir sind alle berufstätig und feiern dieses Jahr unser 10-jähriges Bandjubiläum, das muss ja auch irgendwie zelebriert werden.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, inwiefern sich dieser Gig rein soundtechnisch zu den bisherigen Auftritten unterscheiden wird.
Als Direktvergleich wird der letzte Auftritt dienen, als wir Ende November 2013 einzig den Gesang über die PA laufen liessen und den ganzen Rest direkt ab unseren Git.- und Bassverstärkern beschallt haben. Abgesehen davon, dass ich den zweiten Gitarristen praktisch gar nie gehört habe, lief es zwar ganz gut, der Gig klang aber trotzdem wie wenn der Proberaum in die Oeffentlichkeit transportiert wird.

Habe mich noch selten so auf einen Gig gefreut wie auf den Bevorstehenden.
Tom

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Phuehue
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Erstellt: von Phuehue » 11.02.2014, 11:08

@ startom: bin dann gespannt auf deinen Bericht :D

Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass vor allem ein *eigener" Monitor schon sehr match-entscheidend sein kann.
In meiner alten Band sang ich nur bei zwei, drei Songs bissel Background und war ansonsten Gitarrist. Hab meinen Amp vor mich auf den Boden gestellt und gegen mich gerichtet. Ich hatte mich so laut, wie ich möchte und nerve den Tontechniker nicht mit zu lautem Bühnensound Richtung FOH.

In der aktuellen Band singe ich verhältnismässig viel und hab mir deswegen einen eigenen Monitor zugelegt. Das Gefühl sind WELTEN! Zudem wird sich - wenn jeder Musiker einen eigenen Monitor hat - der Gesamtsound auf der Bühne reduzieren, schlicht und ergreifend aufgrund der Tatsache, dass sich jeder so hört, wie er will und folgedessen nicht über Lautstärke diesen Effekt hinzukriegen.
Und: Hört man sich als Gitarrist / Sänger gut und vor allem seine Bandkollegen auch noch, dann führt dies zu viel mehr Sicherheit. Sicherheit => besserer Klang!!

Ich schwöre seither auf Qualitätstechnik, was dazu führt, dass wir auch unsere eigene PA, Mischpult und Backline haben. Und die IMMER mitnehmen, auch wenn das Zeug gestellt wird. Klar, PA u Pult bei Gross-Veranstaltung ist nicht notwendig. Monitore hingegen schon. Wir durften auch schon über EUR 150.00 Behringer-Boxen monitoren, wo der (zusätzlich noch besoffene) Hausmischer von den Teilen geschwärmt hat, als ob er Jesus persönlich hören könne ob der Qualität. Naja... matschiger Mitten-Brei und folgedessen unidentifizierbarer und deswegen auch viel zu lauter Gesang. Jesus erschien mir da nicht wirklich... :lol:

Fazit: Qualität wird vielleicht das Publikum nicht direkt feststellen, jedoch auf alle Fälle indirekt, wenn die gute Sound-Qualität den Musikern Sicherheit gibt.

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Erstellt: von korgli » 11.02.2014, 21:05

Hi

Jep - ist ganz so wie Phuehue sagt.
Also ich bin mir schon länger gewohnt mit gutem Monitor - denn Monitor ist auch nicht gleich Monitor.

Meist haben Mixer nicht unbedingt viele Monitorwege.
Daher kann man schon fast nicht jedem Seinen Monitorweg geben.
Wenn noch jemand die Technik macht - umso besser.
Wobei ich auch schon Soundtechniker erlebte, die ich eher gern nicht dabei gehabt hätte. :-) Aber da muss man auch durch.

Wir haben den Mackie
https://www.thomann.de/de/mackie_dl_1608 ... f262cc9e7f
Und sind Super zufrieden mit dem.
Klar gibts immer noch Bessere.
Aber was bei dem sehr gut ist. Er hat 6 Monitorausgänge und es kann jeder seinen Monitor selbst einstellen. Voraussetzung Ipad oder Iphone. Und jeder kann sich selbst nachstdellen auf der Bühne. Vorne - da ist es Tabu.

Man kann sich zwar sagen Auweh - wenn da alle rumdrehen.
Da aber nur jeder SEINEN Monitor einstellen soll (kann) so ist das nicht wirklich tragisch.
Resp. eben gut für denjenigen, der es genau so haben kann, wie er möchte.
Zudem kann man den Soundcheck ganz galant via Wireless und Ipad machen.
Also der "Techiker" läuft in der Bude rum und kann schön einstellen.
Ohne dass man ein Riesengrosses Drumherum mitnehmen muss.

Vor-Nachteile gibts immer, ganz klar.
Aber wir finden das ne Riesengute Sache.
Vor allem wenn man selbst mixt.
Für grosse Sachen, da geben wir uns ganz in die Hand der Techniker.
Die Besten Techniker hab ich am Donauinselfest in Wien erlebt.
Da gings Ruckzuck und alles stimmte. Man fühlte sich echt gut da.
Ist leider aber nicht immer so.

fredy

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