Hilfe! Ich stecke fest in meiner Musik-Entwicklung

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Newkommer
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Hilfe! Ich stecke fest in meiner Musik-Entwicklung

Erstellt: von Newkommer » 18.08.2013, 23:08

Hallo liebes Forum,

ich habe seit ca. 2 1/2 Jahren das Gefühl, dass ich keine Fortschritte mehr
mache / gemacht habe. Ich selbst bin 19 Jahre alt und habe mit ca. 12 Jahren angefangen zu
spielen. Jetzt könnte man meinen bei "7 Jahren" handelt es sich um einen guten Gitarristen der recht solide spielen kann aber das ist bei mir leider wirklich nicht der fall. Als ich nach 1 1/2 Jahren aus meiner Musikschule geworfen wurde, weil ich meine Gitarre in einem anderen Laden gekauft habe und nicht im Laden der Musikschule, hatte ich noch 1 Jahr E-Gitarren Unterricht bei meinem Gitarrenlehrer zu Hause. Mein Problem u.a. ist das ich zwar viele Lieder (an)spielen kann aber keins wirklich komplett durchspielen kann. Ich tu mich auch wirklich extrem schwer damit einen Takt zu halten, mein Gitarrenlehrer hat mich sogar wirklich mal gefragt ob ich ihn für dumm verkaufen will. Deswegen hat es auch nicht so ganz mit mir in einer Band geklappt weil ich selbst nach mehrfachen Proben nicht mal das Timing zu Highway to Hell hinbekommen habe. Anderseits kann ich rein technisch und von der Geschwindigkeit her auch Sachen wie "last resort" und "amaranth" (an)spielen.
Mein Wunsch bzw. mein Ziel ist es in einer Band zu spielen und vielleicht auch mal
das eine oder andere anspruchsvollere lied zu spielen. Aber ich weiß nicht so ganz wie ich's anpacken soll. Vielleicht habe ich auch in absehbarer Zeit, nach fast 5 Jahren, wieder aktiv Unterricht.

Meine eingentliche Frage an Euch ist also:
Was würdet Ihr an meiner Stelle tun?

Ich weiß, die Frage mag vielleicht etwas komisch klingen aber, ich habe das Gefühl bei allem was ich mache und übe (täglich fast 1 h) kommt nicht so wirklich etwas dabei heraus.

Ich würd mich gerade von den "alten Hasen" über eine Antwort freuen aber ich freue mich auch über jeden anderen Tipp und Ratschlag!

Beste Grüße
#Newkommer

felixsch
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Erstellt: von felixsch » 19.08.2013, 00:29

Hey,

Ich denke mal das Zauberwort heißt hier: STRUKTUR ;)

Da du jetzt Ohne Anleitung und Lehrer lernen musst würde ich versuchen, Strukturierter zu Üben. Heißt: man nimmt sich etwas vor und Übt das dann auch konsequent und vor allem Konzentriert. Üben und Spielen ist nämlich nicht das selbe.

Überlege dir, wie lange du wirklich so konzentriert Üben (und Üben heißt wie gesagt nicht vor sich "hinnudeln") kannst. Auch wenn das am Anfang nur 10 Minuten sind. Mit der Zeit bekommst du mehr "Ausdauer", das ist wie im Sport.
Nehmen wir an du nimmst dir - wie du geschrieben hast - eine Stunde Zeit. Überlege dir was du Üben willst. Unterteile das ganze Grob in Kategorien wie "Spieltechnik", "Rhythmus", "Skalen", "Akkorde", etc. . Übe alles erst einmal Langsam! Am besten mit Metronom.
Fange mit dem leichtesten an und höre mit dem Schwierigsten auf. Zeiteinteilung muss nicht extrem genau auf die Sekunde sein, sollte aber schon ein wenig abgrenzen.
Sehr wichtig sind auch die Pausen beim konsequenten Üben. Verhältnis Pause/Spielen sollte immer 1:3 sein. Heißt wenn du 15 Minuten Übst legst du die Gitarre für 5 Minuten Weg.

Und: versuche nicht so viel wie möglich gleichzeitig zu Üben. Ich weiß, man will immer möglichst viel, das ist aber in den meisten Fällen eher Uneffektiv.

Zum Thema Rhythmus: ich dachte auch ich wäre ohne Rhythmusgefühl geboren worden (das denke ich auch heute noch ab und zu ;)). Aber auch das lässt sich üben. Kaufe dir ein Metronom, stell es auf ca. 60 bpm und Schlage irgendeinen Ton - am besten eine Leersaite - in Viertel an. Immer genau auf den Klick. Hört sich jetzt seltsam an und ist nervig, aber mache das mal ne' Halbstunde (Pausen nicht vergessen)! ;) Dann Achtel, auch immer genau auf den Klick Konzentrieren. Dann mit der Zeit Sechzehntel, Triolen, Sextolen, etc. . Wenn du solche Timingübungen Konsequent machst, wird sich dein Rhythmusgefühl bessern.
Du wirst die Besserung deines Timings nicht am nächsten Tag merken, vielleicht nicht in den nächsten Monaten. Sowas kann Jahre dauern.
Das ist Allgemein so: Manche Verbesserung spürt man erst nach Monaten oder gar Jahren.

Diesen ganzen Übeprozess auszuführen ist sehr schwer, vorallem in den ersten paar Tagen und Wochen denkt man sich immer mal wieder "Ach Fu**!" ;) Aber mit der Zeit wird das Routine (bei mir ist es auch noch nicht soweit ;) Ich muss mich auch immer wieder Zwingen ;))

Noch ein Tipp: Such dir wenigstens für unregelmäßige Treffen einen (guten) Lehrer, der dir Material und Tipps geben kann.

Olifran
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Erstellt: von Olifran » 20.08.2013, 00:55

Metronom ist tatsächlich hier das Stichwort. Siehs mal positiv: Du weißt, woran es liegt, dein Timing ist miserabel, das hast du dir selbst eingestanden, das ist keine Schande, weil es auch nicht immer einfach ist.

Kennst du schon Skalen? Pentatonik? Oder nimm einfach erstmal einfache Akkordfolgen, die du halbwegs flüssig spielen kannst. Stell das Metronom auf 60 oder auf 30 und geh erstmal mit dem Fuß mit und lass dich aufs Tempo ein und dann versuch erstmal simple Akkordfolgen zu halten, was weiß ich:

|:G C G D :| oder |: Am C D F Am E Am E:|

Entweder Zupfen oder Basisrhythmus schlagen.

Und dann steigern, wie es sinnvoll ist, ich mach oft 30 -- 50 -- 40 -- 60 -- usw. , kann man machen wie man will. So kannst du das mit allen Stücken machen. Wenn du bei einem Tempo einen Fehler machst, dan wieder zurück zum vorherigen. Ist jetzt etwas kurz geraten, das kann man sehr viel ausführlicher erklären.

Dann nimmste dir dein Highway to Hell oder was auch immer, lässt die CD laufen und hörst das Stück 3, 5 oder auch 10 mal an und klopfst dazu die Zählzeiten mit, das ist regelmäßiges Klopfen, als nicht den Rhythmus der Gitarre mitklopfen (nicht dadada dadada da da dadada sondern tock tock tock tock, wie ne Uhr). Dann nimmst du deine Tabs und hörst dir Stück für Stück das Lied an und klopfst mit und irgendwann versuchst du die Tabs mit Fuß als Metronom oder richtigem Metronom durchzugehen, das ist ein mühsamer Prozess und es wird dich viel Zeit brauchen bis es geht, aber es wird sich lohnen, weil Timing nun mal das A und O ist.

Und irgendwann bist du beim Tempo des Stücks angekommen und dann spiel mit der Aufnahme mit von Anfang bis Ende.

Wenn du willst, erklär ichs dir auch nochmal ausführlicher. Metronom gibts übrigens auch online, z.b. google: Metronom online.

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Phuehue
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Erstellt: von Phuehue » 20.08.2013, 13:33

Was ich hier so bissel raushöre: Du kannst spielen, aber du hast (noch) keine Ahnung vom ZUHÖREN!

Insbesondere im Band-Spiel ist es viel weniger relevant, wie gut du spielst, als eher, wie gut du auf die anderen hörst! Das ist mir zum Beispiel damals im Ensemble-Spiel in der Jazz-Schule oft vorgekommen: Schnelle Lick-Spieler, die ihre Lieblingssoli mit 16tel bei Tempo 160 rauf und runterfideln konnten wie Götter. Aber Timing zu halten beim Band-Spiel, zu hören, was der Bass macht und sich daran orientieren, das konnten die nich‘…

Was will ich dir damit sagen? Du solltest nicht nur Gitarre üben (gute Beispiele dazu wurden genannt. Stichwort „Metronom“. Es führt absolut kein Weg dran vorbei, konzentriert mit Metronom zu üben), sondern auch bissel GEHÖRBILDUNG trainieren.
Wie kriegst du das hin? Nun, eine Idee wäre mal selber Solos oder Begleitungen zu transkribieren („raushören“), statt sie bequem von Tabs zu üben. Zwar viel mühsamer, aber du trainierst das Gehör.
Dadurch beginnst du, dich nur auf diese eine „Stimme“ (Egal, ob nun Solo- oder Rhythmus-Gitarre, Bass oder was auch immer) zu konzentrieren und von den anderen Instrumenten zu differenzieren. Genau das macht man andauernd in einer Band. Da hilft es nichts, wenn du ein guter Techniker am Instrument bist, aber keine Ahnung hast, was du spielen sollst wenn der Rhythmusgitarrist zur Abwechslung mal bissel Shuffle spielt.
Ein guter Gitarrist ist m.E. nicht nur jemand der gut Gitarre spielt, sondern auch laufend zuhört, was um ihn herum geschieht und sich an die Gegebenheiten anpasst. Was dir da auch helfen könnte ist, wenn du jemanden findest, mit dem du zusammen üben kannst. Das gibt auch eine extrem hohe Motivation und ist noch nicht gleich eine „Band“.

Was auch hilft: Nimm dich selber beim Üben auf. Die ersten paar Aufnahmen sind die Hölle, ich sprech da aus eigener Erfahrung. Du wirst gnadenlos hören, was nicht gut klingt und du wirst glauben, du seist grottenschlecht. Aber diese Selbstreflexion ist die sinnvollste und hilfreichste Tortur!

Ein anderer Tipp: übe die Songs KOMPLETT!!!
Es gibt viel zu viele Gitarristen, die können das Intro, irgendein geiles Riff oder Solo eines Songs. Am liebsten vorgetragen irgendwo, wo eine Gitarre rumliegt und jeder mal bissel drauf zeigen will, was er/sie „kann“. Aber: meist kann kein einziger in dieser Runde nur einen einzigen Song komplett durchspielen. Mit Intro, Strophen, Rhythmus bis zum Schluss. Ohne das bringen dir deine Gitarrenkenntnisse null und rein gar nichts (ausser einen kleinen Applaus in genannter Runde). Insbesondere nicht, wenn du mal in eine Band willst.

Und natürlich ist es hilfreich, wenn du diese Punkte durch einen Lehrer unterstützen lassen kannst. Einen Lehrer, der gezielt auf diese Problempunkte eingeht und dir weitere Umsetzungstipps gibt. Aber du wirst auch schon grosse Fortschritte machen, wenn du den Fokus bissel erweiterst als nur auf das Griffbrett.

Viel Erfolg dabei! ))==
Zuletzt geändert von Phuehue am 20.08.2013, 20:42, insgesamt 1-mal geändert.

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Erstellt: von karioll » 20.08.2013, 20:39

mein Gitarrenlehrer hat mich sogar wirklich mal gefragt ob ich ihn für dumm verkaufen will.


komischer Lehrer, ein Könner in Demotivation.

Der Rat, quälend langsam einfache Dinge mit dem Metronom zu spielen, würde ich dir auch geben. Und dazu einen guten Lehrer, der dir passenden Rhythmusübungen, entsprechend deinem Stand, gibt. Das sind die beiden Komponenten, die dir aus dem Stillstand heraus helfen würden.
Durch Übung kannst Du der Natur ein Schnippchen schlagen (Mahatma Ghandi)

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visu
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Erstellt: von visu » 21.08.2013, 00:04

Als ich nach 1 1/2 Jahren aus meiner Musikschule geworfen wurde, weil ich meine Gitarre in einem anderen Laden gekauft habe und nicht im Laden der Musikschule


Das is ja mal nen Drecksladen. Nur weil man sein Instrument da nicht kauft. Schulbeitrag is ja schon nicht gerade Preiswert, bin selber auch aufner Musikschule und wo ich meine Klampfe her hab is doch Wurscht.

Ansonsten wurde ja schon alles gesagt, üb am Anfang was du kannst, übe Skalen/ Pentatonik/ Diatonik, Anschlagstechniken usw. und damit es nicht so "Langweilig" wird versuche mit dem was du schon kannst Songs zu lernen oder eigene zu entwickeln ( was mir persönlich mehr Spaß macht) und versuche dann auch neue Sachen/ Techniken mit einzubauen, damit man diese so zu sagen "Spielerich" übt.

Hab am Anfang auch immer gedacht "dat schaff ick doch nie", mittlerweile kann ich Techniken usw. ohne Probleme anwenden wo ich früher gedacht hab das schaff ich nicht, man muss nur wollen auch wenn es frustrierend ist.

Ein Tipp von meiner Seite noch: Youtube bietet Haufenweise Videos zu Techniken usw. habe dort vieles gelernt was in der Schule noch nicht mal erwähnt wurde. Wenn du gut in Englisch bist versuch mal nextlevelguitar die blenden immer Tabs ein zu dem was die machen/zeigen.

Hoffe konnte dir etwas Mut machen......^^
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Newkommer
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Erstellt: von Newkommer » 21.08.2013, 00:14

Hey,

ich hab mir eure Ratschläge sehr gründlich durchgelesen.
Danke für Eure Mühe & Zeit die ihr in euren Post gesteckt
habt um mir Hilfestellung zu geben.

Da ich ein praktischer Mensch bin, hab ich mir im App-Store ein kostenloses
Metronom auf mein Handy geladen und versucht alle gennanten Tipps umzusetzen.

Mein erstes kleines Fazit: Die ersten Übungsstunden mit Metronom zeigen schon kleine Fortschritte. =(=))=

Ich auch hab einen guten Freund der ein ziemlich guter Bassist ist - vielleicht bekomme ich
es hin mit ihm mal das eine oder andere Lied zu schmettern :)

Jetzt hab ich aber trotzdem noch eine kleine Frage:
Das letzte Stück das ich bei einem Gitarrenlehrer angefangen habe war "Cowboys
from Hell" von Pantera. Ist ja (für mich) schon eine echt (sehr) schnelle Sache.
Macht es Sinn das Lied in meine Rhytmussübungen (es langsam mit meinem Metronom zu spielen) einzubauen oder sollte ich fürs erste mal "ganz weg" vom technischen und straight
timimg üben?

Liebe Grüße
#Newkommer

Ps.: Wenn alles klappt, versuch ich auch mal (m)ein (erstes) lied cover zu uploaden - dauert aber bestimmt noch ein weilchen :D

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Erstellt: von visu » 21.08.2013, 00:40

Tach,

also generell spricht nichts dagegen den Song zu üben, kannst ja machen was du willst....xD.

Rythmusmäßig find ich den jetz nicht sooo schwer,aber die Solos von Dimebag sind meist echte Killer, da hätte man ne Weile mit zu tun, hab mich an seine Solos auch noch nie rangetraut.

An sich sag ich mal versuch Songs zu finden wo du denkst vom hören her wo du sagt " das könnte/kann ich schaffen" und versuch einfach diese nachzuspielen. Wenn du dann ein paar kannst versuch dich zu steigern indem du einfach etwas schwerere Songs nimmst usw.

es müssen ja auch nicht immer techn. Anspruchsvolle oder schnelle Songs sein, gibt auch Haufenweise langsame Songs im Metal die ein trotzdem umwalzen....^^

Mal ein Bsp:

Metallica - the Thing that should not be

Let´s Rock

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Phuehue
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Erstellt: von Phuehue » 21.08.2013, 08:55

@ Newkommer:
Klar kannst du den Song üben. Halte ihn erst aber langsam! Timing bei hohen Tempo kommt durch Genauigkeit und Genauigkeit, indem du sauber und langsam übst. Es kann nicht oft genug wiederholt werden: Wenn etwas schnell scheisse tönt (=> dazu dich selber aufnehmen), liegt das zu 99%er Wahrscheinlichkeit daran, dass es ungenau ist. Laaaaaangsaaaaaaam... :D

Und: Wenn du dich regelmässig mit diesem Bassisten treffen kanns um zu üben, ist das PERFEKT!
Der Bassist in der Anker in jeder Band und für den Gitarristen ist es sehr hilfreich, sich am Bassisten zu orientieren. Und: ein Bassist mit "Standard-Fähigkeiten" sollte auch keine Timing-Probleme haben. Von dem her: nur los!

:)

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ShKhari
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Erstellt: von ShKhari » 21.08.2013, 09:43

Also mir geht es immer so, dass ich die Herausforderungen annehme, wie sie mir vor die Füße fallen. Und dann beiße ich mich wie ein Pitbull daran fest und übe so lange, bis ich den neuen Schritt kann.

Zum Beispiel habe ich mich jahrelang beim Lagerfeuerklampfen immer schön um Barregriffe rumgedrückt. Dabei kann ich schon recht komplexe Zupfmuster und sogar folkig improvisieren (Westerngitarre). Also denken alle, ich bin sonstwie gut. Bin ich aber nicht, denn das F habe ich immer nur halb gegriffen.

Dann habe ich ein Lied gefunden, bei dem ich zwingend B-moll lernen musste. Der geht anständig klingend wirklich nur als Barre. Also kam ich nicht mehr dran vorbei.

Bezüglich Timing hatte ich z.B. "Vincent" von Don McLean am Wickel. Das Lied klingt supereinfach und hat auch keine allzu komplexen Akkorde zu greifen, aber das Timing mit dem Singen und dem ständig wechselnden Tempo und Rhythmus hat mich schon echt zum Verzweifeln gebracht.
Ich habe das Lied dann auf Kopfhörern von morgens bis abends im Ohr gehabt und mich abwechselnd auf Gitarre und Gesang konzentriert, bis ich es irgendwann fast Ton für Ton kopieren konnte. Und als ich das einmal drauf hatte (hat mich sicherlich 2 Wochen an durchgehender Obsession mit diesem einen Lied gekostet), konnte ich dann auch langsam meinen eigenen Stil finden, mit dem Timing spielen und abweichen.

Justin Sandercoe (justinguitar.com) hat übrigens einen Onlinekurs, wo er ganz gezielt auch das Hören und den Takt schult. Meine Schwäche ist eher das schnelle Wechseln und saubere Greifen von Akkorden, aber wenn deine Schwäche eher Takt und Timing ist - er geht da sehr ausführlich drauf ein.


Liebe Grüße
Stephanie

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Henk
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Gitarrist seit: Februar 2013

Erstellt: von Henk » 21.08.2013, 10:43

Falls der Sound des Handymetronoms mal nervt und was anderes her muss, gibt es auch brauchbare Online-Metronome, etwa Folgendes (läuft bei mir z.B. über den Verstärker mit, welcher an den PC angeschlossen ist):
http://advanced.bestmetronome.com/#
(einmal oben links auf "Löschen" um den Standard-Beat zu löschen und dann zusammenbasteln was man braucht; es gibt auch ein paar vorgefertigte Beats)

Eine nette kleine Abwechslung zum Üben bei Rhythmusschwierigkeiten: der Tempotrainer. Habe hier schon etliche Male das eigene Unvermögen ermitteln können ;)
http://bestdrumtrainer.com/tt/ oder http://bestdrumtrainer.com/st/

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