Gitarre befeuchten?

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Gast

Gitarre befeuchten?

Erstellt: von Gast » 13.03.2013, 03:27

Sollte man seine Gitarre befeuchten, oder ist das nicht notwendig?

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ole127
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Erstellt: von ole127 » 13.03.2013, 06:49

Wie willst du sie "befeuchten"? :)
Signaturen sind mindestens so sinnlos wie die Ampeln in GTA.

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Exordium
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Erstellt: von Exordium » 13.03.2013, 07:08

Örx. Lager sie einfach in den Räumen, in denen Du dich auch wohl fühlen würdest. Kein Frost, keine extreme Hitze, kein Wüsten- und kein Regenwaldklima. Dann sollte da überhaupt nichts passieren.

Gast

Erstellt: von Gast » 13.03.2013, 10:09

Ich denke ebfalls, dass du die Gitarre bei normaler "Lagerung" nicht befeuchten muss.. Es sei den du spielst in extremen Wetterlagen, aber ich denke bei dir daheim sollte es recht normal zugehen ;) Lass das mal alles so wie es ist ;)

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Kevenborstel
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Erstellt: von Kevenborstel » 13.03.2013, 10:36

Soll jetzt kein Witz sein - hat eigentlich schon jemand einen Humidor für Gitarren gebaut/entwickelt/vermarktet (?), wenn man bedenkt, dass der Wert von einigen Gitarren
(hatten ja gerade einen Thread Akustik-Gitarre vom Gitarrenbauer für 8.500 - 16.000 €) doch recht hoch ist - im Vergleich zu einer Zigarre für 8,90 - wäre das ja vielleicht sogar eine Marktlücke ?

Zu deiner Gitarre, eigentlich sollte bei "normalen" Häusern keine Notwendigkeit für eine Gitarren-Prinkleranlage bestehen, die Gitarren die in den Verkauf kommen, sind meist bereits ausgewachsen und die Hölzer benötigen weder Wasser noch Dünger. ;)
Wenn man so einige Grundsätze zur sicheren Lagerung beachtet - möglichst nicht an Außenwänden aufhängen, Ständer, Aufhänger oder Koffer zur Lagerung benutzen, regelmäßig spielen usw. kann eigentlich nichts passieren.
Zuletzt geändert von Kevenborstel am 13.03.2013, 10:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Ratatosk
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Erstellt: von Ratatosk » 13.03.2013, 10:37

und wenn man die Saiten wechselt mal das Griffbrett einzuölen (mit dazu geeigneten Ölen), schadet auch nicht.

Oliver
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Erstellt: von Oliver » 13.03.2013, 10:43

Mit einem Hygrometer kannst du die Raumfeuchtigkeit messen, 50% wäre ein guter Wert. Bei 30% ist das weder für dich noch für deine Gitarre langfristig gut. Ein Luftbefeuchter wäre dann eine Option.

Lagere deine Gitarre nicht nahe bei einer Wärmequelle oder nahe bei einem Fenster, wenn's dort kalt ist.

Mit einem handelsüblichen Griffbrettpflegemittel kannst du zumindest einen zu schnellen Feuchtigkeitsaustausch des Fretboards verhindern. Zu schneller Austausch kann zu feinen Rissen im Holz führen.

Meiner Erfahrung nach zeigen sich Schäden erst nach einer längeren Zeit. I.d.R. genügt eine Saison nicht.

Bei Solidbody Gitarren ( kein Resonanzkörper ) ist das Ganze praktisch problemlos ( Fretboard ausgenommen ).

Bei teuren akustischen Instrumenten lohnt es sich auf jeden Fall sicherzustellen, dass die Lagerung möglichst optimal ist.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass man ( so gut wie möglich ) schnelle Veränderungen der Temperatur, Luftfeuchtigkeit versucht zu verhindern. Das ist jedoch nicht immer möglich, man möchte das Instrument ja auch transportieren.

Fazit: Nicht übertreiben mit der Vorsicht, sich aber schon mal nen Gedanken darüber machen, damit mittel- und langfristigen Schäden vorgebeugt werden kann.

Erfahrung: Ich habe eine klass. Gitarre seit über 20 Jahren, die hat nen unschönen Riff im Körper. Alle meine anderen Gitarren sind bisher unversehrt - die klass. ist mein ältestes und auch am wenigsten gepflegtes Instrument.

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MarkusG
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Erstellt: von MarkusG » 13.03.2013, 10:50

Kevenborstel hat geschrieben:Soll jetzt kein Witz sein - hat eigentlich schon jemand einen Humidor für Gitarren gebaut/entwickelt/vermarktet (?), wenn man bedenkt, dass der Wert von einigen Gitarren
(hatten ja gerade einen Thread Akustik-Gitarre vom Gitarrenbauer für 8.500 - 16.000 €) doch recht hoch ist - im Vergleich zu einer Zigarre für 8,90 - wäre das ja vielleicht sogar eine Marktlücke ?

....


Meinst Du sowas?

Ich meine, die gibt's auch im Koffer bereits eingebaut....
wird also nix mit Marktlücke, Patent, bahnbrechender Erfindung

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Phuehue
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Erstellt: von Phuehue » 13.03.2013, 11:11

eine Art "Humidor" ist mir auch nicht bekannt, aber ich wusste, dass es so Dinger gibt, wie sie Markus gezeigt hat.

Ansonsten wurde schon alles genannt, was mir bekannt ist. Ein Gitarrenbauer meinte auch, dass dies im grossen und ganzen unkritisch ist. Ausser im Winter könne es sinnvoll sein, die Heizungsluft evt. mit einem Luftbefeuchter etwas zu befeuchten. Das könne man aber genau so gut, wenn man einfach mal die Wäsche in der Wohnung am Wäscheständer aufhängt.

In jedem Fall sollte man verhindern, dass die Gitarren an Heiz- aber auch Feuchtigkeitsquellen (Nähe zur Badezimmertür etc.) steht.

Derselbe Gitarren-Mensch hat mir aber auch erklärt, dass die Luftfeuchtigkeit durchaus einen Einfluss habe auf den Klang. So können zb extrem hochwertigen Flamenco-Gitarren, die in Spanien gefertigt würden, tatsächlcih nicht mehr ganz so wie beim Hersteller klingen, wenn diese dann im Winter auf einer Theaterbühne im hohen Norden bei furztrockener Luft tönen. Da könne so ein Gitarrenkoffer-"befeuchter" sinnvoll sein.

Aber eben: Otto Normalverbraucher braucht eigentlich die Gitarre einfach so zu halten, wie ein Kleinkind. Dann passiert der nix und die kriegt weder Schnupfen noch trockene Haut :D

Gast

Erstellt: von Gast » 14.03.2013, 00:20

Übrigens bin ich auf das Thema gekommen, weil ich die Dinger bei Thomann gesehen habe, bis dahin wusste ich auch nichts davon. Also ich zocke jeden Tag mit meiner Gitarre und die lagert bei normaler Zimmertemperatur im Koffer. Also dürfte das befeuchten wohl nicht nötig sein.

Lemon Oil für das Griffbrett verwende ich übrigens schon seitdem ich die Gitarre habe.

Vielen Dank für die Infos =(=))=

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hnz
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Erstellt: von hnz » 14.03.2013, 00:45

Das ist ein Irrglaube! Nur weil du damit spielst und sie in einem normalen Raum steht heißt das nicht, dass die Luftfeuchtigkeit ausreichend hoch ist.

Besorg dir ein Hygrometer und sieh zu, dass die relative Luftfeuchtigkeit konstant zwischen 40 und 60% beträgt. Alles darunter kann zu Tockenrissen, alles darüber zum Lösen von Leimstellen führen.

Speziell im Winter bzw. bei sehr kaltem Wetter ist die LFK oft weit unter 40%.

hnz

EDIT: Die Temperatur hat nur Auswirkungen darauf, wie viel Wasser die Luft aufnehmen kann, nicht, wie viel tatsächlich vorhanden ist.

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musicdevil
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Erstellt: von musicdevil » 14.03.2013, 01:12

Gitarre im Koffer lagern ist übrigens überhaupt keine gute Idee.
Die Dinger sind für den Transport gedacht und nicht als Aufbewahrungsbox.
Gitarren sollten nämlich ausreichend belüftet sein, damit sich kein Mikroklima bzw. ein Wärmestau bilden kann und dadurch zb. das Holz anfängt zu schwitzen, was der Gitarre schaden kann...oder willst du in nem Koffer leben müssen? :D

Gast

Erstellt: von Gast » 14.03.2013, 04:14

Ok, dann werde ich mir mal ein Hygrometer besorgen.

Im Koffer möchte ich nicht unbedingt leben :D Na gut dann werde ich meine Paula ab morgen "freilassen".

Dann nochmal Danke für die Tips!

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Samhain
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Erstellt: von Samhain » 14.03.2013, 06:30

Hygrometer gibts günstig bei eBay.

... die Giarre nicht in die Sonne oder hinter ein Fenster stellen wo die Sonne durchstrahlt ... versteht sich zwar von selbst, aber sei dennoch der Vollständigkeit halber erwähnt ;)

@Kev: Du solltest über ein Ingenieurstudium nachdenken. Da sind oft kreative Ideen der Schlüssel zum Erfolg :)
greetz
Franky

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Kevenborstel
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Re: Gitarre befeuchten?

Erstellt: von Kevenborstel » 25.01.2017, 22:31

Hab zum ersten mal das Notenfach der bei den Waldengitarren immer mitgelieferten Taschen aufgemacht. Überraschung - da lag ein Humidor drin.
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Jetzt habe ich also auch einen. In der Anleitung steht, dass man den mit destiliertem Wasser befüllen soll.? Also mich nochmal durchs googele informiert..... und nun habe ich mehr Zweifel als den Glauben an den Nutzen.
http://www.cigar-wiki.com/Humidor
Die Probleme die durch die stetige Feuchtigkeitsabgabe ohne die Luftumwälzung (Fungizide etc. ) entstehen sind den Zigarrenliebhabern anscheinend gut bekannt.
Im Link ganz gut erklärt. Wollte das nur mal dazuschreiben, da die Dinger wohl immer beliebter werden. Sogar der Musicstore legt jetzt seinen Gitarren ein Hochglanz -Prospekt bei, indem u.a. explizit auf Schäden durch die Luftfeuchtigkeit hingewiesen / gewarnt wird (Verlust der Hersteller Garantie / Gewährleistung!! )
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MarkusG
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Re: Gitarre befeuchten?

Erstellt: von MarkusG » 26.01.2017, 08:57

Genau so ein Ding habe ich auch. Es war mal als Beigabe bei ein einem 3er-Pack Saiten dabei.
Ich habe es auch schon mal benutzt, und zwar als ich im sehr gut geheizten Haus meiner Eltern weilte, in dem mir die Luft immer sehr trocken vorkommt. Da habe ich den Schwamm einfach befeuchtet, und in den Gitarrenkoffer gelegt. Zwischen die Saiten hängen ging nicht, bei den F-Schallöchern.

Alligator002.jpg
Alligator002.jpg (120.41 KiB) 887 mal betrachtet


Ob's was gebracht hat weiß man natürlich nicht, aber geschadet hat's nicht. Die Gitarre schimmelt auch nicht, obwohl ich "nur"Leitungswasser verwendet hatte.
Anmerkung: Dieser Text enthält keinen der Begriffe Bombe, Ossama, Geldwäsche oder Drogenhandel. Sollte ausnahmsweise das Wort Anschlag verwendet werden, so bezieht sich dies ausschliesslich auf die Erzeugung von Tönen mit musikalischen Instrumenten.

Gruss Markus

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