Gibson Les Paul Studio 2012 -miese Qualität-

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von phunky
#314531
Exordium hat geschrieben:Aber es soll ja sogar in Deutschland nicht nur "Geiz ist geil" Kundschaft geben.
Stimmt. Es soll in Deutschland sogar Gitarrenbauer geben, die solche Gitarren bauen.
Duesenberg oder Nik Huber oder Nick Page oder so. Und da spart man sich dann sogar noch die Zölle und sonstige Importkosten, die über die der Rohstoffe und Halbfertigprodukte hinausgehen. Gerade die beiden erstgenannten sind in den USA auch sehr erfolgreich, obwohl deren Gitarren dort teurer sind, als hier eine Gibson oder PRS.

Ich finde mit "Geiz ist geil" hat das irgendwann auch nichts mehr zu tun. Meine Tele ist ne Kopie von Diego, hat gebraucht keine 500 Euro gekostet und ist meine meist gespielte Gitarre. Einfach weil es eine geile Klampfe ist. Der Preis hat damit überhaupt nichts zu tun.
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von Stinger
#314547
[quote="Exordium"]Aber meine Frau killt mich, wenn ich klar machen muss, dass es die nächsten Monate nur 0,79 EUR Bologne-Lasagne aus der Tiefkühltruhe gibt. :twisted:[/quote]

Wie das? Ich dachte immer Frauen und Pferde --- das ist Liebe vom ersten Augenblick...
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von Exordium
#314552
phunky hat geschrieben: Ich finde mit "Geiz ist geil" hat das irgendwann auch nichts mehr zu tun. Meine Tele ist ne Kopie von Diego, hat gebraucht keine 500 Euro gekostet und ist meine meist gespielte Gitarre. Einfach weil es eine geile Klampfe ist. Der Preis hat damit überhaupt nichts zu tun.
Bei 500 EUR darf man auch schon ein gewisses Maß an Qualität voraussetzen. Egal ob neu oder gebraucht. Da komm ich dann auch nochmal zum eigentlich Thema des Threads hin. Ich kann hier jetzt nicht direkt nachweisen, ob ein namhafter Hersteller (hier Gibson) unter dem eigenen Firmenlabel es bewusst in Kauf nimmt, dass überdurchschnittlich viel Ausschuß in den Handel gelangt. Wenn ich für mein Geld eine Gibson kaufe, dann erwarte ich einfach ein gewisses Qualitätslevel. Den Mist kann ja Epiphone verkaufen... Ansonsten hat man sich Ruf und Reputation schnell ruiniert. Und das braucht normal keine Firma.
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von phunky
#314553
Die können ihren Ruf nicht ruinieren. Da gelten andere Maßstäbe. Aus irgendeinem mir unerfindlichen Grund. Sowohl Fender, wie auch Gibson, hatten in ihrer langen Firmenhistorie schon Zeiten, in denen sie wirklich schlechte Qualität rausgehauen haben. Das hat zwar tatsächlich zu schlechteren Verkaufszahlen geführt, aber letztlich den Mythos nicht besiegt.
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von Phuehue
#314558
ist aus meiner Sicht ziemlich einfach zu beantworten: Kaum eine Firma hat über eine solange Zeit (50er bis heute) so viele, hochwertige Gitarren gebaut wie Gibson und Fender. Und da das Hersteller-Lager in den "Grossen Rock-Pionier-Zeiten" der Sechziger, Siebziger eh nicht so gross war, konnten sich auch - Dank der jeweiligen Gitarristen - auch riesige Mythen entwickeln.

Nantürlich gab es immer wieder mal schlechte Gitarren oder ganze Serien / Jahre. Aber: Gibson und Fender steht nun mal für grossartige Gitarren. Da muss sich so mancher neue Hersteller erst mal bewähren, wenn er auf so eine Geschichte zurückschauen will. Zudem können neue Anbeiter auch von den Forschungs-Arbeiten der beiden Firmen profitieren, welche diese sich über Jahrzehnte aneignen mussten.

))==
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von Samhain
#314559
... da würde eh nur aus unserem Forum abgeschrieben werden :D
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von phunky
#314563
Phuehue hat geschrieben:ist aus meiner Sicht ziemlich einfach zu beantworten: Kaum eine Firma hat über eine solange Zeit (50er bis heute) so viele, hochwertige Gitarren gebaut wie Gibson und Fender.
Ich denke nicht, dass das so einfach ist. Letztlich ist Fender gestartet, um als Billigalternative zu Gibson sich am Markt zu etablieren. Schraubhälse, billiges Holz das gerade da war. Man hat ja sogar Anfangs auf Trussrods verzichtet, weil Leo Fender meinte, wenn der Hals hin ist, dann kann man den ja einfach wechseln. Dass die Dinger dann in der Regel schon hin waren, wenn die Gitarre beim Kunden ankam, spricht ja nicht unbedingt dafür, dass man sich als Hersteller von Qualitätsprodukten bewiesen hat.

Und Gibson war Ende der 50er total im Eimer. Die heute sechsstellig kostenden Paulas sind in Stückzahlen deutlich unter 1000 produziert worden. Und das spricht ja auch nicht unbedingt für große Nachfrage.

Meines Erachtens ist der Grundstein erst in den sechziger und siebziger Jahren gelegt worden, durch die Herren Clapton und Co. Die allerdings auf alte Instrumente standen. Dadurch stieg auch die Nachfrage nach neuen, denn alte Gitarren waren nicht unbegrenzt verfügbar.

Aber Konkurrenz gab es zu der Zeit eben schon reichlich. Nur nicht mit dem Mythos der Rock-Stars behaftet, was meines Erachtens der absolute Hauptgrund ist, nicht die vermeintlich so hohe Qualität, die es irgendwann mal gegeben haben soll.
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von Samhain
#314576
interessante Aspekte. :)

Aber von den Mythen leben auch andere Branchen noch. Man denke an die alten Fahrzeuge die zwischenzeitlich echte Legenden sind und mit den heutig produzierten gerade mal den Herstellernamen gemeinsam haben. Ich denke da an Harley, Aston Martin, Mercedes, Porsche undundund ...

Aber für mich ist noch immer Fender und Gibson die Marke schlechthin. Wenn es sicherlich auch viele andere (kleinere) gibt, die mehr Qualität bieten, alls die großen "Alten" :?
von felixsch
#314579
Hey,

um mal meine Meinung zu Gibson abzugeben:

Gibson, oder besser die Qualität ihrer Gitarren, hat sich im Laufe der letzen Jahr(zehnte) ziemlich verschlechtert. Ich habe nun schon einige "alte" Gibsons (meist aus den 80ern) getestet, mit den heute produzierten Gibsons kann man die überhaupt nicht mehr vergleichen. Und das sind sicher keine Einzelfälle.
Hiermit will ich nichtmal sagen dass Gibson extrem schlechte Gitarren baut, nein, die Instrumente sind einfach nicht im Verhältnis Preis/Leistung.
Grade auf die LP Studio bezogen (die ein Freund von mir besitzt) ist die Verarbeitung eine Unverschämtheit. Für 800 Euro kann ich mir da wirklich mehr erwarten. Leider ist der Name Gibson heute immernoch eine Art Mhytos, man muss doch nur mal gucken welche Großen Gitarrengötter Gitarren dieser Marke spielen (meist sind dies aber ältere und noch qualitativ produzierte Instrumente ;)).
Mein Bekannter zum Beispiel begründet seinen Gibson LP Studio kauf mit "Slash spielt doch auch Gibson, also muss das doch eine spitzen Gitarre sein!".
Er bemerkt zwar schon, dass der Lack unsauber aufgetragen ist, die Bundstäbchen ein wenig überstehen und die PU Rahmen der letze Dreck sind, aber solange das Ding einigermaßen klingt ist ihm das egal.
Um es nochmal zu sagen: Bei den heutigen Gibsoninstrumenten bekommt man zuwenig Gitarre für zuviel Preis. Genau umgekehrt sollte es eigentlich sein.
Man bekommt zum Teil von der eigenen Tochter Epiphone Gitarren die um Welten besser sind als die "Orginale" von Gibson, sowohl in der Verarbeitung als auch von Preis/Leistung her.
Also, anspielen vorm Kauf ist absolut Pflicht, und auch nicht nur auf Sound sondern auch auf Verarbeitung achten!
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von Phuehue
#314651
@ felixsch:
Najjjjjja.... ich bin auch der Meinung, dass eine Gibson für EUR 800.00 schon gut verarbeitet sein muss. Doch dennoch ist es für Gibson einfach die Einstiegsklasse.

Ich spiel 'ne Gibson Lucille, die hat mich vor zwölf Jahren in der Schweiz CHF 5'000.00 gekostet. Sehr viel Asche. Aber das hochwertigste Instrument, dass ich je in Händen hielt. Der Punkt ist doch, dass eine Gibson im mittleren bis höheren Preisbereich nach wie vor mit jedem anderne Hersteller zumindest konkurriert, wenn nicht sogar auch da immer noch Standards setzt. Eine Gibson im EUR 1000.00 Bereich ist nun mal keine Team-Built oder gar Master Built etc.

Und yep, ich bin auch der Meinung, dass eine "teure Epiphone" eine "günstige Gibson" schlägt. Sie werden dann wohl auch gleichviel kosten. Der Punkt ist: Gibson war noch nie eine günstige Marke. Und wenn man das will, was viele von Gibson so hochloben, dann muss man auch einfach viel Geld dafür ausgeben. Dann stimmt aber die Qualität, Ausnahmslos.

Eine LP Studio ist sicherlich ein gutes, hochwertiges Instrument. Doch einfach nix im Vergleich zu den LP Standards oder Custom. Die kosten nun mal EUR 3000.00. Wenn man bereit ist, dieses Geld auszugeben, erhält man nach wie vor eine absolut hochwertige Gitarre.

Und ja, dieselbe Qualität gibt es evt. günstiger bei anderen Herstellern. Man bezahlt für einen Skoda auch weniger als für einen VW, obwohls eigentlich die gleichen Autos sind. Iss halt einfach so. :D
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von howdy71
#314655
felixsch hat geschrieben:
Gibson, oder besser die Qualität ihrer Gitarren, hat sich im Laufe der letzen Jahr(zehnte) ziemlich verschlechtert. Ich habe nun schon einige "alte" Gibsons (meist aus den 80ern) getestet, mit den heute produzierten Gibsons kann man die überhaupt nicht mehr vergleichen. Und das sind sicher keine Einzelfälle.
Ich habe noch keine Gibson aus den 80er Jahren in der Hand gehabt, aber eigentlich liest und hört man, dass die Qualität der Gibson Klampfen in den 80er Jahren nicht so prall gewesen sind.

Siehe auch deutschen Gibson Wikipedia Artikel:

Zitat Wikipedia:
Als in den 1980er-Jahren eine Flaute im Musikgeschäft dazu führte, dass Gibson aufgrund hochpreisiger Instrumente in zum Teil bestenfalls mittelmäßiger Fertigungsqualität weiter an Marktanteilen verlor, entschloss Norlin Industries sich schließlich, das für sie unrentabel gewordene Geschäftsfeld aufzugeben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gibson_Guitar_Corporation

Von daher weniger auf den Markennamen achten, die eigenen Ansprüche an das Instrument checken und ausreichend antesten gehen!
von Gast
#314663
@Phuehue und Howdy

Was ihr schreibt klingt für mich verständlich - Felix scheint da recht verbissen zu sein :D
Gibson? -> Preis/Leistung -> kacke.

Eure Erklärung kann ich irgendwie besser nachvollziehen - zumal ich bei meiner Studio KEINE miese Qualität erkennen kann...auch nicht bei den Punkten die Felix aufgeschrieben hat.

LG

Hit
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von Phuehue
#314668
@ Hit-Girl:
Solche Marken-Abneigungen (oder in meim Fall Zuneigungen :D ) gibt es doch immer und überall.

Um mal wieder eine der (zugegebenermassen meist nicht ganz passenden) Vergleiche ranzuziehen:

Gibson ist da vielleicht wie Audi. Definitiv nicht die billigste Automarke, aber auch nicht die teuerste. Nun gibt es aber auch die Grundausstattungs-Audis, welche sich im Preisbereich eines Mittelklassigen VW's bewegen. Nun gut. Ist ein Auto, taugt was. Doch meist erhält man für die günstigere Automarke VW für gleich viel Geld mehr Ausstattung, Komfort, Leistung. Wenn man aber halt einen Audi fährt, der sich im mittleren bis höheren Preisbereich bewegt, dann erhält man ein verdammt gutes Auto, mit dem dann auch der hochwertige VW nur noch knapp mithalten kann.

Fakt ist, dass egal von welcher Marke und egal ob man von Gitarren oder Autos oder wasauchimmer spricht: kaufe ich von einer Marke das günstige Einstiegsmodell, erhalte ich von einer günstigeren Marke im gleichen Preisbereich meist mehr für mein Geld. Aber: Wenn ich dann im mittleren bis höheren Preisbereich einkaufe, erhalte ich dafür meist auch mehr, als es der günstigere Hersteller überhaupt anbieten möchte / könnte / würde.

:-)))
von Gast
#314669
@Phuehue

Mhm ja - habe das glaube ich verstanden :)

Also mir ist die MArke egal. Ich bin mit meiner Mama in Laden - habe mir paar Gitarren angehört und angeschaut...dann haben wir die gekauft.

Ich habe die genommen, die - FÜR MICH - einen schönen Cleansound hatte und dabei noch gut aussah...Gibson war da also eher Zufall bei mir.

LG

Hit
von felixsch
#314670
Ich denke mal mit diesem Thread könnten wir der Unendlichen Geschichte konkurenz machen :cool:

Meine Meinung zu Gibson: siehe oben, wenn jemand bereit ist (zuviel) Geld dafür Auszugeben ist doch schön und gut ... ich bin auch kein Gibsonhasser, im Gegenteil, die Gitarren aus der ES Ecke finde ich sogar recht gut ;) Aber eben bei der LP Studio hört man von vielen Leuten dass die ganze Sache schon arg an der Schmerzgenze liegt *duck und weg*
von Gast
#314672
Na dann habe ich wohl totales Glück gehabt ;) :shock:
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von Phuehue
#314673
...hihi... Das ist genau der Job von Politikern: Leute von seiner eigenen Anischt davon überzeugen zu wollen, obwohl man eigentlich schon weiss, dass das Gegenüber ja eh was komplett anderes glaubt, will, denkt etc.

:lol:

Eigentlich machen wir das gleiche wie die Nasen in Berlin oder Bern, nur mit dem Unterschied, dass es bei uns um die echt wichtigen Themen geht. :D
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von phunky
#314674
Dass Gibson nun ausgerechnet in den 80ern die Supergitarren gebaut haben soll, kommt mir auch komisch vor. Da kenne ich eher diese Paulas die man kaum vom Boden hochbekam, schwer wie die waren. Aber der Unterschied zu Epiphone war größer. Die Dinger waren damals teilweise echt mies.

Ich glaube, die heute schwankende Qualität hat auch mit der Abschaffung des deutschen Vertriebes zu tun. Da fällt eine Stufe Qualitätssicherung schon mal wieder weg. Und ein Haufen Händler. Noch ne Stufe. Heute wird der größte Teil der Gibsons, zumindest der günstigen, über die großen Online-Versender rausgeballert. Haben die Gibson-Jünger doch alle gejubelt, ob der damals deshalb sinkenden Preise. Dass das auch Nachteile hat, hat mal wieder keiner gesehen.

Naja. Ich mag die Gitarren von Gibson eigentlich. Aber mir persönlich sind die Dinger zu teuer, für das was man da bekommt. Wenn ich mir meine 49er angucke (die zugebener Maßen keine Les Paul-Kopie ist, sondern schon eher eigenständig, abgesehen von der Grundform), da kriegt man schon einen Haufen Gitarre für die Kohlen. Aber ist auch irgendwie klar, deutscher Hersteller ist in Deutschland günstiger. In den USA ist es halt umgekehrt.

Generell denke ich aber, dass man immer den Einzelfall sehen muss. Es gibt schon tolle Klampfen von Gibson. Sonst würde auch der Mythos irgendwann verblassen, von nix kommt nix.
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von Exordium
#314681
phunky hat geschrieben: Generell denke ich aber, dass man immer den Einzelfall sehen muss. Es gibt schon tolle Klampfen von Gibson. Sonst würde auch der Mythos irgendwann verblassen, von nix kommt nix.
Was das Custom Werk in Memphis angeht, auf jeden Fall.

Die Massenproduktion in Nashville unterliegt da scheinbar einer ganz anderen Produkt-, Qualitäts-, und Vertriebsphilosphie.
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von Samhain
#314682
Counterfeit hat geschrieben:
felixsch hat geschrieben:Ich denke mal mit diesem Thread könnten wir der Unendlichen Geschichte konkurenz machen :cool:
nicht mit dem Thread aber mit der ganzen Gibson-Thematik auf jeden Fall ;)
würde mich wundern ;)

... gerade entdeckt.

Hat sicherlich nichts mit der hier besprochenen Gitarre zu tun, aber der "Spirit" kommt dabei gut rüber:

59er LP Collectors Choice
von Harvey
#319240
Hi Gibson Freunde/Hasser,

hab mich leider auch nicht belehren lassen und mir vor kurzem eine Studio 2012 über T. bestellt.
Ich hab noch nie ein so schlecht verarbeitetes Stück in Händen gehalten. Die Lackierung am Griffbrett und Hals wellig und pockenartig. Bespielbarkeit sch... also erst mal versucht die Seitenlage zu richten ABER ! - der Sattel/Steg über den die Saiten laufen war nicht gesteckt sondern eingeklebt HÄÄ ? - also versucht vorsichtig auszuhebeln, dabei sind dann die Ränder ausgebrochen und der Plastik-Steg zerbrochen SUPER wer klebt denn den Steg ein - also neuen bestellt, nach dem der hier war, Steg eingeschliffen auf Höhe und alles eingestellt, einer der Bundstäbe war locker und ist von quasi alleine abgefallen also auch den noch mit Holz im Spalt unterlegt und festgepresst. Der Klang ist OK. - aber nieeeee mehr würde ich mir eine Gibson für 1100,-- kaufen.
Entweder gleich ne Epi oder Ibanez da bekomme ich mit Sicherheit für die Hälfte des Geldes eine bessere Klampfe - oder wie hier schon angesprochen wenn man es mag und kann richtig Geld in die Hand genommen (so ab 3000,--) und dann vielleicht ne Gibson, wobei ich denke da bekommt man bei anderen Herstellern auch Premiumteile die wahrscheinlich besser sind.

Mein Rat aus meinen Erfahrungen Gibson unter 1500/3000 vergessen.

LG

Klaus
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von Software-Pirat
#319243
Harvey hat geschrieben:ABER ! - der Sattel/Steg über den die Saiten laufen war nicht gesteckt sondern eingeklebt HÄÄ ? - also versucht vorsichtig auszuhebeln, dabei sind dann die Ränder ausgebrochen und der Plastik-Steg zerbrochen SUPER wer klebt denn den Steg ein
Also ich kenne das so, daß der Sattel mit zwei Tropfen Sekunderkleber (oder auch was anderes) fixiert wird. Schließlich soll er beim Saitenwechsel ja nicht heraus fallen, wie es bei meiner Epiphone Les Paul passiert ist.
Bist du sicher, daß es ein Plastik-Sattel war? Solche Billigteile sollen meiner Meinung nach sowieso besser durch hochwertigere ersetzt werden. Bei einer preiswertigen Gitarre wie einer Epiphone würde ich einen Plastiksattel noch durchgehen lassen, aber nicht bei einer 1000€ teuren Gitarre.
von Gast
#319247
Harvey hat geschrieben:Hi Gibson Freunde/Hasser,

Mein Rat aus meinen Erfahrungen Gibson unter 1500/3000 vergessen.

Klaus
Ich verstehe das einfach nicht. Nachdem hier soviel berichtet wurde wie schlecht die Gita ist, sollte man wirklich keine in Netz bestellen.

ich habe meine aus einem Laden und habe wohl eine von diesen hier erwischt:

http://www.premierguitar.com/Magazine/I ... eview.aspx

Ich hatte wohl Glück :shock:

Der Lack ist so gut und glatt wie bei unserem teuren Klavier. Die Bundstäbchen fest und total präzise.

Wie können solche Unterschiede sein? Warum gibt ein Händler wie T die Ware nicht zurück, wenn man nachweislich weiß, dass es auch gut verarbeitete Studios gibt....siehe mein Link und meine Gita.

Gib sie einfach zurück. Umtauschrecht.

LG
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von Phuehue
#319249
@Harwey:
Verstehe ich auch nicht so ganz. Weshalb gibst du eine Gitarre mit solchen Mängeln nicht zurück? :shock:
Zuletzt geändert von Phuehue am 08.04.2013, insgesamt 1-mal geändert.
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von howdy71
#319250
Ein gutes Beispiel, warum man den Weg in den Laden antreten sollte!
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von Stinger
#319251
Hallo Harvey,

1. man probiert die Gitarre aus, bevor man sie kauft --- ist bei Versand nicht gut möglich aber
2. man gibt sie zurück, wenn etwas nicht in Ordnung ist, und schraubt nicht einfach dran rum!
3. falls doch, dann sollte man sich nicht zu laut beklagen...
Harvey hat geschrieben:Hi Gibson Freunde/Hasser,
.... Mein Rat aus meinen Erfahrungen Gibson unter 1500/3000 vergessen.
Wie sind denn dann deine Erfahrungen mit Gitarren von Gibson über 3000€?

Meine persönlichen Erfahrung mit Gibson sind:
< 1.000€ - völlig ok
> 1.000€ - völlig ok
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von Denis
#319254
Ich glaube dass da auch ganz viel Neid eine Rolle spielt.

In Deutschland gibt es keine Gibson Vertretung. Deshalb bekommt eine Fachzeitschrift wie z.B. Gitarre und Bass auch ganz selten Gibson Gitarren zum Testen.

Das Vertriebsmodell trägt auch dazu bei, wie bei so manchem Uhrenherstellern schreibt Gibson die Regeln vor, wer seine Gitarren verkaufen darf. Und wie viele abgenommen werden müssen. Das passt natürlich nicht jedem. Und dann sagt so mancher Händler (und Kunde) bestimmt gerne, weißt du was, Gibson ist eh schlecht. Weil die so "gemein" sind und nicht jedem Händler was abgeben. Wollen wir nicht, es gibt auch andere Marken, die an alle Händler ausliefern. Und schon verbreiten sich Gerüchte.


Ich habe bisher wenig Gibson Modelle in der Hand gehabt, aber die, die ich mal getestet habe (alle unter 1000 Euro ;) ) haben mir gut gefallen. Natürlich macht da auch der Mythos was aus, es ist auch schön, wenn da auf der Kopfplatte Gibson steht. Und wenn die wirklich Qualitätsprobleme hätten, Gibson hätte bestimmt nicht mehr die Position inne, die sie haben.

Was höchstens sein kann, dass Ihnen so langsam das ganze gute Holz ausgeht, wegen diverser Razzien :lol:

Na ja, aber das bekommen sie auch in Griff.

Und ich glaube nicht, dass Gibson Gitarren schlechter sind, als andere Gitarren in der gleichen Preisklasse.
von Harvey
#319257
Hi zusammen,

kurz die Antworten auf die Fragen

klar hätte ich das Teil sofort zurückschicken sollen, dachte aber OK die Lackierung ist nicht ganz so schön aber ist halt eine Gibson für "nur 1000" da ist das dann wohl so, das dann beim Einstellen der Saitenlage der Steg VOLLFLÄCHIG mit Hexenleim eingebaut wurde war mir erst klar, als das Teil beim vorsichtigen Aushebeln mit samt Holzunterbau ausgebrochen ist - da war leider nicht mehr an Umtausch zu denken - und die Angelegenheit wurde von mir unter Lebenserfahrung verbucht.

Ich wohne in einem kleinen Ort die nächste größere Stadt ist Freiburg und da gibt es leider nur Geschäfte die Gitten bis ca 500,-- führen, alles andere müssen die bestellen.
Online kann ich 100% ohne Angaben von Gründen bei der nächsten Poststelle um die Ecke zurückgeben und neu bestellen, ja wenn da nicht dieser blöde eingeschweißte Steg gewesen wäre - also besser gleich Finger weg und zurückgeschickt bis es passt.

Beim Kauf einer Gitte vor Ort bin ich auch schon angegangen, hab einen Verarbeitungsfehler erst zuhause bemerkt also wieder 30km in die Stadt, doch mit Umtausch war nicht Nachbesserung meinte der gute Mann das Teil wurde eingeschickt und ich hatte sie dann 8 Wochen später wieder.
Sorry es wohn nicht jeder in oder in der Nähe von Großstädten, wo die Auswahl sicherlich einfacher ist.

Und ich habe natürlich keine Erfahrungen mit Gibsons über 3000,-- glaube auch nicht das ich die noch will - auch andere Mütter haben schöne Töchter ;-)

LG

Klaus

P.S. nur zur Ergänzung - vermutlich war das die letzte 2012 Studio in black, denn kaum das ich sie bei T. gekauft hatte war sie aus dem Angebot genommen und ich konnte noch nicht einmal eine Bewertung abgeben - ... ? - was da wohl der Grund war ?
von agguitar
#319286
Also, ich habe mir fast keinen dieser Beiträge durchgelesen (also vergebt mit falls ich was wiederhole, wieder aufgreife, etc.), vllt. hole ich das noch nach, aber ich denke, dass es mit mehrerem zusammen hängt. Hat man schon Meinungen von anderen dazu gehört? Welche Erfahrungen hat man bereits mit der Marke gemacht? Gibt es andere Marken, von denen man starker Anhänger ist? Sucht man richtig nach Verarbeitungsfehlern, die einem beim normalen Gebrauch nicht aufgefallen wären (Spielen, Saiten wechseln, reinigen)? Fällt es einem vielleicht eventuell bei Gitarren, bei denen es nicht so (evtl. stark) ist, überhaupt nicht auf oder gewichtet es nicht so stark? Was für eine Referenz und was für Ansprüche hat man?

Das soll jetzt nicht irgendetwas rechtfertigen - obwohl ich zugegebenermaßen nicht eine Gibson mit derart schlechter Verarbeitung gespielt habe - sondern lediglich darauf hinweisen, dass es nicht so heftig sein muss, wie es teilweise berichtet wird.

Das Wichtigste ist der Klang. Mich würde etwas unsauberer Lack gar nicht stören, wenn ich 'ne verranzte Paula aus den 60ern hätte. Angerostete Saitenreiter, nicht stimmstabile Mechaniken, Potis die bei jeder Bewegung abfallen - okay. Sachen, die die Bespielbarkeit und den Klang (grob gesehen) nicht beeinflussen, sind mir fast egal. Klar erwartet man bei bestimmten Preisen etwas an Verarbeitung, vor allem bei Neuware, aber wenn die Gitarre gut klingt, wäre es kein Grund die Gitarre als "schlecht" abzustempeln und als Option auszuschließen. Wie schon gesagt wurde: Einfach im Laden antesten, wenn sie einem gefällt nach einer gut Verarbeiteten fragen. Wer online kauft ist (meistens) selbst schuld.

Ich weiß nicht, ob das nur durch's kurze Drüberlesen ist, aber ich habe den Eindruck, dass hier nur über Paulas geschrieben wurde. Was ist mit SGs, Explorer, Flying Vs, Firebirds oder ES-Modellen?
von Butz
#319356
agguitar hat geschrieben:Ich weiß nicht, ob das nur durch's kurze Drüberlesen ist, aber ich habe den Eindruck, dass hier nur über Paulas geschrieben wurde. Was ist mit SGs, Explorer, Flying Vs, Firebirds oder ES-Modellen?
Sind alle total mies ;)

Das ist wahrscheinlich nur Zufall, impliziert durch den hiesigen Threadersteller. Aber ich glaube mich zu erinnern, dass er ja die erste Les Paul Studio, die er gekriegt hat ja gar nicht bemängelt hat, sondern die lediglich kein Coil-Splitting hatte und deswegen zurückging... :? Könnt mich aber jetz auch täuschen...
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von Roddy
#319360
Sattel! Nicht Steg!

Und nebenbei, der Sattel ist nicht dazu da um die Saitenhöhe einzustellen!
Das wird bei der LP an der Bridge eingestellt.
Der Sattel dient als Saitenhalter. An Ihm wird der Abstand der Saiten zueinander in Relation zum Griffbrett einmalig eingestellt(Kerben). Im Sattel sollen die Saiten frei gleiten können.
Ein gutes Material für ein Sattel wäre zum Beispiel Knochen vom Rind.

Im übrigen war bei meiner LP der Sattel auch aus Kunststoff und der Hals war schnurgerade eingestellt. Sonst war aber alles okay. Hab sie auch übers Internet gekauft und nicht vorher angespielt.

Wenn man den Sattel entfernen möchte, dann wird der Lack, sofern der Sattel denn an den Seiten mit überlackiert ist, mit einem scharfen Skalpell eingeschnitten damit er nicht abplatzt.
Mit einem Stück Holz zwischen Sattel und erstem Bundstäbchen am Griffbrett festgehalten,
wird dann mit einem leichten aber bestimmenden Hammerschlag der Sattel gelöst.
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von Ted Kale
#319787
Ich empfehle immer lieber eine Epiphone statt einer Studio für leute die viel Gitarre für kleines Geld suchen. Ich habe die Erfahrung gemacht das, wenn man eine LP Studio von Gibson und eine Epiphone LP aus dem selben Preissegment nimmt und vergleicht, dan ist die Epiphone um Längen besser. Gillt natürlich nicht in JEDEM fall, aber zumeißt.
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von gibmirson
#319813
Also, ich misch mich auch mal kurz ein!

Meine Gibson, aus dem Laden gekauft "musik-produktiv" in Münster, hat alles, was ich mir von einer Gitarre versprochen habe. Mein Model ist die LP Studio USA 2012 worn cherry (bekannterweise kein Glanzlack) für einen Preis von 650 €!
Habe jetzt neue Saiten aufgezogen und nochmals eine Steigerung der Klangqualität erlebt. Ich bin restlos zufrieden und kann zu dieser ganzen Diskussion nur sagen, dass ein Vorortkauf wesentliche Nachteile von vornherein ausschließt. Hätte auch in der Preisklasse eine andere Marke gekauft, aber es passte alles zusammen, VOX Vt20+ dazu und alles ist gut.

Hier auch mal ein Vergleich aus dem Netz:



Kann ich nur bestätigen.

Und übrigens: Unabhängig von baulichen Mängeln, die dürfen natürlich nicht sein, aber wenn es um die Klangunterschiede geht, hat das Können eines Gitarrenspielers vielleicht einen größeren Einfluss auf das Ganze, als eben leichte Divergenzen eines Klangbildes aufgrund unterschiedlicher Marken.
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