Beratung zum Kauf einer Westerngitarre

Hilfe und Tipps zum Gitarrenkauf
#305762
(1) Gitarrentyp: Westerngitarre

(2) Musikstil: Unterschiedlich. Rock, Pop, Blues, Jazz, irgendwas unidentifizierbares?! Worauf ich gerade lust habe.

(3) Money: Bis 200 EUR als Einsteigermodell.

(4) Erfahrung & Einsatzort: Erfahrung ist mäßig, kann etwas, aber nichts so richtig. Einsatzort wird meine kleine Wohnung sein.

(5) Art des Kaufs: Neukauf wäre mir lieb, aber auch Gebraucht lasse ich mir gefallen, wenn das Instrument natürlich noch in einwandfreiem Zustand ist.

(6) Sonstige Hinweise: Ein Cutaway ist ein muss. Außerdem nach Möglichkeit eine Auditoriumform (000), grand concert dürfte auch okay sein. Ein Tonabnehmer wäre auch lustig, ist aber absolut kein muss.

Hallo!

hoffe, dass alles wichtige jetzt beantwortet wurde. Falls ihr noch Fragen habt, immer raus damit.

Grüße

Let the music be your guide.
von dosenpfand
#305833
Na gut, ich denke auch eine Dreadnaught wäre für den Anfang in Ordnung... Macht's das leichter? :S

Was haltet ihr denn von diesem Modell: https://www.thomann.de/de/ibanez_aeg8ebk.htm

Die kann ich für knapp unter 200 kriegen als B-Ware.

Danke für jede Hilfe. <3
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von Georg
#305838
200 € einpacken, in Gitarrenladen gehen und Instrumente ausprobieren.
Mehr kann ich hier eigentlich nicht sagen.
Wobei ich bei 200 € auf Cutaway und TA verzichten würde. Dafür bekommst du gerade mal einen akustschen Tonabnehmer, ohne Gitarre.
von dosenpfand
#305842
Danke für Deinen Input!

Auf einen TA kann ich verzichten, aber Cutaway sollte schon sein. Da zahl ich auch gerne ein wenig mehr.

In meiner Gegend gibt es leider keinen Musikladen, sonst wäre ich da schon länger mal reingeschneit.

Was hälst du denn von der Ibanez AEG8E, die ich da verlinkt habe? Die kostet ja 265 EUR.
von dosenpfand
#305879
Roundback sind doch Ovations, richtig? Mein Vater besitzt eine Ovation, und mit der komm ich absolut nicht klar. Rutscht mir ständig weg. Aber sonst gefällt sie mir.
von dosenpfand
#305897
Zur Not würde ich auch etwas mehr zahlen. So ein paar Richtlinien wären halt schon super. Eine Roundback möchte ich nicht - aber danke für den Tipp. zur verlinkten Ibanez wurde noch gar nichts gesagt. Was für Einsteigermodelle werden denn sonst empfohlen? Ich denke, dass mein Hauptmerkmal beim Fingerstyle liegen wird.

Für jeden Input dankbar!

)()(
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von phunky
#305900
Vergiss den Cut. Oder investiere mindestens zwischen 350 und 400 Euro. Das was Du willst, dürfte schwer zu finden sein.

Du kannst Dir mal die Sigma-Gitarren anschauen. Da bekommt man eine wirklich anständige Gitarre mit massiver Decke für so ab 200. Ohne Cutaway. Nimmst Du eine mit Cut kostet das günstigste Modell gleich einen guten Hunderter mehr.

Wobei diese Gitarren mit einer Sattelbreite von nicht ganz 43 mm vielleicht nicht unbedingt die typischen "Fingerstyler" sind. Zumindest haben viele da lieber einen breiteren Sattel.

Für 200 Euro mit Cut fällt mir nicht viel ein. Die Fender CD 60 CE vielleicht. Aber die hat dann eine laminierte Decke. Sicher eine brauchbare Einsteigergitarre. Aber ob ich sie für einen angehenden "Fingerstyler" empfehlen würde? Eher nicht.

Warum soll der Cutaway so wichtig sein? Der Optik wegen? Oder meinst Du, Du brauchst das wirklich?
von dosenpfand
#305902
Mimimi, wieso ist cut nur so teuer. Mimimi.

Danke erstmal für deinen Input.

Cut ist mir von der Optik her wichtig aber auch von der Erreichbarkeit der Bünde. Ich habe einmal eine mit Cut in der Hand gehabt und ich fand das echt fantastisch! Aber 300-400 ist mir eindeutig zu teuer, da ich es mir nicht leisten kann.

Ich kenne mich mit den Decken nicht so gut aus, auf was muss ich da achten?

Vielleicht lasse ich mich auch darauf ein, den Cut weg zu lassen. Käme da denn was mit einem Pickup auf?

Ein kleiner Nachtrag:

Wenn die höhere Investition 'sinnvoll' ist, dann spar ich vielleicht noch etwas und kaufe mir dann für 300-400 eine ordentliche Gitarre mit cut!
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von phunky
#305909
Eine Gitarre mit Cutaway ist halt aufwändiger in der Herstellung. Ich hab das bei meinen Westerngitarren ehrlich gesagt auch nie vermisst. Hab mir aber neulich mal meine erste Akustikgitarre mit Cut gekauft. Und dann noch eine Konzertgitarre, gleich zwei Tabus auf einmal gebrochen :D... Leiden mag ich das zwar nicht, brauchen tu ich es auch nicht, aber sie klang halt am besten.

Das bringt uns auch zurück zum Thema: Sie muss halt gut klingen und gut bespielbar sein.

Eine massive Decke klingt meistens differenzierter als eine laminierte und spricht auch schneller an. Es mag auch andere Fälle geben, aber in der Regel ist das schon so. Gerade bei mit den Fingern gezupften Saiten finde ich das schon beides sehr wichtig.

Was die ganzen Bauformen angeht: Ist natürlich immer ein Stück weit Geschmacksache. Viele "Fingerstyler" bevorzugen kleinere Bauformen, weil die auch oft etwas dynamischer ansprechen und der Bass nicht so wummert wie bei vielen Dreadnoughts. Außerdem ist ein kleinerer Korpus auch ein bequemer zu spielen. Aber das muss man im Einzelfall rausfinden. Auf meiner Tanglewood Dread lässt sich prima zupfen und sie ist auch nicht so sehr basslastig.

Außerdem bevorzugen viele die Fingerpicking betreiben eher etwas breitere Sättel. 45 oder 46 mm oder so. Vorn macht das nach meinem Empfinden nicht so sehr viel aus, aber die Zupffinger haben doch mehr Platz. Wobei ich mit 42-43 mm gut zurecht komme. Ist auch Gewöhnungs- und wie gesagt, Geschmacksache.

Dein Budget wird aber auf jeden Fall Kompromisse erfordern. Ich würde mir an Deiner Stelle mal ein Bild machen, in dem Du mal ein paar in die Hand nimmst und darauf spielst. Ich tu mich da eh immer schwer mit konkreten Modellempfehlungen, letztlich muss die Gitarre ja Dir gefallen und nicht mir ;)
von dosenpfand
#305913
Ja, sie muss mir gefallen. Ich würde auch gerne mal in einen Musikladen - aber hier gibt es keinen weit und breit! :( Mobil bin ich auch nicht.

Mein Vater besitzt einige Gitarren, darunter auch Westerngitarren. Er hat, soweit ich das erkennen konnte (werde ich morgen genauer recharchieren, da ich zu besucht sein werde) Dreadnoughts. Ich habe über die Bauformen auch schon ein wenig gelesen und mir würde eine 00 oder halt 000 sehr zusagen. Die Western meines Vaters ist mir naemlich ein wenig sehr wuchtig.

Da wir auch von den Sätteln reden - ich habe nicht gerad die dünnsten Finger und ziehe auch wieder einen Vergleich von der Gitarre meines Vaters - bei seiner Western liegt mir das alles ein wenig zu eng an. AUch hier weiß ich nicht genau, was für eine Breite er hat - werde ich recherchieren, denke aber so um die 42 wird es sein.

Ich habe mir jetzt auch Angebote angesehen von Gitarren ohne Cut und habe festgestellt, dass mich das so gar nicht anspricht!

Ich fasse jetzt mal kurz zusammen: Cut, ja. Breitere Sättel, ja. Korpus, eigentlich egal (AUch eine Dreadnought wäre mir als kompromiss recht). Und das alles für 250-350(400~~) €.

Machbar?

Des Weitern ist es mir vielleicht möglich, nach Köln zu kommen. Kennt da jemand ein gutes Musikgeschäft mit guter Beratung?


NACHTRAG:
Habe mal weiter rumgestöbert und bin da auf zwei Gitarren gestoßen, die mich interessieren:
Einmal die
Takamine EG481SCX
und dann die
Höfner HA-GA07

Mit einem Sattelbund von 43 mm (wobei die Takamine 42,5 hat) ist das glaube ich genau das Preissegment, in welchem ich suchen sollte. Weil auch nur 1 mm höher und ich sehe mich weit über 500 EUR. Wenn ein Cut dabei sein muss, wohl bemerkt. Die Recording King RO-126 NA z.B. hat keinen Cut und keinen TA aber sonst alles, was ich mir wünsche. 000-Korpus, 44,45 mm Sattelbreite, überall der Stempel massiv drauf. Tolles Ding. Aber zurück zu den anderen Gitarren:

Beide Gitarren haben eine massive Fichtendecke. Die Takamine ist eine "Small Jumbo", und soll (laut Ratgeber von Thomann) die allroundtauglichste Form sein und auch gut für Fingerpicking. Die Höfner ist eine Grand Auditorium - was meiner Meinung nach, für Fingerstyle auch gut ist, aber da könnt ihr mir mehr sagen.

Meine Frage dazu ist jetzt, ob diese Gitarren jetzt die Merkmale haben, auf die ich achten sollte in Sachen Sattelbreite, Holztyp und Bauform für mein Anliegen?

Ich hoffe, dass ich euch nicht auf den Geist gehe. Große Investitionen bedürfen bei mir große Überlegungen. Und sich mit der Materie auszukennen, ist immer gut.

Danke für jeden Input!

Grüße
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von Georg
#305959
Hmm, wenn dein Vater Gitarre spielt, wäre es doch bestimmt eine sehr gute Idee, ihn auch mal um Rat zu fragen, oder?

Zur Recording King: unter dieser Marke werden sehr gute Gitarren gebaut. Soweit ich weiß, sind RK, The Loar, Johnson unterschiedliche Marken und Gitarrentypen aus demselben guten Chinahaus.
von dosenpfand
#305965
Danke für Deinen Input!

Kannst du mir was zu den Marken (und dem Preissegment) von der Takamine und der Höfner sagen?
von don.caruso
#306056
Die Takamine, bzw. eine aus der Reihe, hatte ich mal eine Zeit lang.

Von Optik, Sound und Verarbeitung her fand ich sie - nach vielen angespielten Gitarren - in dem Preisbereich konkurrenzlos großartig. Von mir eine absolute Kaufempfehlung!

Höfner Gitarren haben durchweg einen guten Ruf. Kauf einfach beide und schick diejenige, die Dir weniger gefällt, an Thomann zurück.

In Deinem ursprünglichen Preissegment solltest Du mal einen Blick auf die T66 ACE (A=Auditorium, C=Cut, E=Electronics) werfen:

http://www.musik-produktiv.de/lag-tramo ... 66ace.html

Hätte ich die nicht einem Kumpel verkauft, um auf die LAG T200ACE umzusteigen, würde ich die wohl noch immer spielen. Schlanker Hals, seidenweiche Bespielbarkeit, bestes Tonabnehmersystem in dem Preisbereich und eine echte Schönheit, klingt nur unverstärkt nicht ganz so warm wie ihre großen Schwestern.
Zuletzt geändert von don.caruso am 26.11.2012, 22:48, insgesamt 1-mal geändert.
von dosenpfand
#306057
Danke, don.caruso, für Deinen Input!

Von Takamine haben es mir einige angetan. Deswegen denke ich, dass ich eine von denen hole oder tatsächlich beide ausprobiere.

Ich werde Eure Tipps beherzigen. Falls noch einer einen sinnvollen Beitrag leisten möchte (sinnfreie sind auch gern gesehen!), dann nur zu! :)
von dosenpfand
#306082
Oh, da hast du ja noch was nacheditiert. Die Gitarre sieht wirklich schick aus, auch wenn sie für meinen Geschmack etwas zu hell ist - aber bei sowas kann man Kompromisse machen! Ich behalte die Gitarre und ggf. Schwestern von ihr im Auge. Vielen Dank dafür nochmal! :) Übrigens muss die Gitarre keinen TA haben, nur ein Cutaway, der ist mir schon wichtig.
von don.caruso
#306083
Oh, da hast du ja noch was nacheditiert. Die Gitarre sieht wirklich schick aus, auch wenn sie für meinen Geschmack etwas zu hell ist - aber bei sowas kann man Kompromisse machen! Ich behalte die Gitarre und ggf. Schwestern von ihr im Auge. Vielen Dank dafür nochmal! :) Übrigens muss die Gitarre keinen TA haben, nur ein Cutaway, der ist mir schon wichtig.


Ich nutze den TA auch selten, aber das eingebaute Stimmgerät ist einfach super praktisch.

Wenn es etwas dunkler sein soll, die bereits genannte T200ACE ist wesentlich dunkler, was durch die mattschwarzen Mechaniken noch verstärkt wird, und klingt auch voller. Von der Bespielbarkeit macht der doch nicht unerhebliche Preisunterschied keinen Unterschied, da sind beide Modelle tadellos.

Ich komme mir gerade wie ein LAG-Vertreter vor ;)
von dosenpfand
#306143
Danke für den weiteren Tipp, Herr Vertreter. Wie viel Provision erhalten Sie eigentlich? ;)

Nein im Ernst, danke!

Muss ehrlich zugeben, je mehr ich über Gitarren, ihre Bauweise und die ganzen Techniken lese, desto schwerer fällt mir eine Entscheidung.

Ich denke, ich werd wirklich schauen, dass ich mal in einen Musikladen komme. :S
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