Gitarrensaiten aufziehen

21 Beiträge   •   Seite 1 von 1
Benutzeravatar
startom
Mod-Team
Beiträge: 2701
Registriert: 17.03.2011
Wohnort: Wallenwil TG - Schweiz
Gitarrist seit: 2001

Gitarrensaiten aufziehen

Erstellt: von startom » 31.08.2012, 07:45

Das ist ja mal ein richtig guter Tipp:

Tom

Benutzeravatar
Simse
Pro
Beiträge: 2659
Registriert: 03.03.2010

Erstellt: von Simse » 01.09.2012, 19:21

Jep, das Video ist super.

Ich weiß, einige machen sich über manches keine Gedanken oder finden einiges vielleicht "überkandidelt" oder so. Wer für Details nichts übrig hat, kann den Rest des Posts überspringen.


Das Ablängen der Saiten im voraus kann in einem speziellen Fall eine Saite zerstören. Nämlich bei Saiten mit rundem Kern.
Ich benutze seit jeher für die Westerngitarre Newtone-Saiten (mit rundem Kerndraht). Die sind mir deswegen schon sympathisch weil der Hersteller sich an der Machart von Klaviersaiten angelehnt hat. ;)

Vorteil runder Kern: Etwas geringere Spannung als gleichdicke Saiten mit hexagonalem Kern. Warum das ein Vorteil sein kann lest ihr hier
Nachteil: vorheriges Ablängen KANN (muss nicht) die Umspinnung "lockern", die Umspinnung kann man richtig am Kerndraht hoch und runterschieben. Im gespannten Zustand rasselt die Saite aber nur noch und klingt nicht mehr und das kann man auch nicht mehr reparieren.

Hexagonale Kern Vorteil: Für Massenproduktion besser als runder Kern, da sich gleichbleibend gute Qualität erreichen lässt, denn die Kupferumspinnung (weich) hakt sich an den Kanten des harten Stahlkerns fest und kann nicht mehr rutschen.
Nachteil: Mehr Zwischenräume zwischen Umspinnung und Kern wo sich Dreck ablagern kann, was sich auf lange Sicht auf den Klang auswirkt.
Das Schwingungsverhalten von hexagonalem und rundem Kern ist auch ein anderes, aber das wäre jetzt zuviel des Guten (ist auch kein direkter Nachteil).

Mir ist das Saitenkillen bisher zweinmal passiert bei Rundkernsaiten und frühzeiitigem Ablängen. Aber seitdem ich es so mache wie in diesem Video ist Ruhe:

Gast

Erstellt: von Gast » 01.09.2012, 23:16

Beides Klasse Tipps.

Allerdings ist mir bei Simses "way of restring" etwas wohler.
Mache ich im Prinzip ganz ähnlich, nur das ich die Länge etwas anders auslote,
was aber - wie mir gerade aufällt - eher umständlicher ist.
Werde das mal mit den drei Fingern und dem vorher knicken ausprobieren. ;-)

Ich bevorzuge aber ge'coatete Saiten mit hexagonalen Kern.
Da setzt sich nichts mehr rein, weil da schon was drin ist :)
Martin Extendet Life oder D'Addario EXP spiele ich meistens 4-5 Monate auf der Western.

Außerdem braucht man eigentlich gar keine Zange zum abkneifen der Überstände.
Wenn man an dem Rest-Draht an dem Austrittsloch ein paar Mal hin und her knickt,
dann bricht der quasi schon von ganz allein ab.

Benutzeravatar
Stinger
findet den Ausgang nicht
Beiträge: 471
Registriert: 11.08.2012
Wohnort: Zülpich

Erstellt: von Stinger » 02.09.2012, 11:33

Jau,

danke für den Tipp.

Wär der nur ein paar Tage früher gekommen... so hat's mich doch glatt ein paar Saiten und ne fahrt zum Händler meines Vertrauens gekostet.

Weiter so ...

Benutzeravatar
Simse
Pro
Beiträge: 2659
Registriert: 03.03.2010

Erstellt: von Simse » 02.09.2012, 13:15

Und hier noch für Bässe, Fender-Style-Gitarren und verschiedene Mechaniktypen.


Benutzeravatar
Counterfeit
Mod-Team
Beiträge: 2518
Registriert: 25.06.2010
Wohnort: Düsseldorf

Re: Tipp für Saiten aufziehen (Westerngitarre)

Erstellt: von Counterfeit » 02.09.2012, 15:44

startom hat geschrieben:Das ist ja mal ein richtig guter Tipp


jep, hab ich die letzten Male auch so gemacht. Hatte das Video mal gefunden und er macht das auch so



Simse hat geschrieben:Und hier noch für Bässe, Fender-Style-Gitarren


das mit den Saiten in die Mechanik stecken habe ich schonmal in nem Video gesehen. Komischerweise geht das bei meiner Strat nicht :/

Benutzeravatar
startom
Mod-Team
Beiträge: 2701
Registriert: 17.03.2011
Wohnort: Wallenwil TG - Schweiz
Gitarrist seit: 2001

Erstellt: von startom » 06.09.2012, 08:53

Ich habe vorgestern die Saiten meiner E-Gitarre gewechselt. Mit dem Tipp, die Saiten jeweils bis zur nächsten Mechanik zu ziehen, abzuknipsen und aufzuwickeln, klappt es wirklich sensationell gut.
Habe noch nie so effizient und schnell die Saiten gewechselt. Spielt keine Rolle, ob E- oder A-Gitarre.
Tom

Motorkopf
schreibt schneller als du liest
Beiträge: 94
Registriert: 14.01.2012

Erstellt: von Motorkopf » 06.09.2012, 10:00

Was benutzt Bill Baker aus dem 2ten Video als Schmiere ?

Benutzeravatar
Sunburst
Pro
Beiträge: 2138
Registriert: 16.10.2009
Wohnort: München
Gitarrist seit: 2007

Erstellt: von Sunburst » 06.09.2012, 10:06

Glaub das ist das Zeugs: http://www.musiciansfriend.com/accessor ... -lubricant
Session Music hat es auch im Angebot.

Hier ist die Seite vom Hersteller.

Benutzeravatar
Counterfeit
Mod-Team
Beiträge: 2518
Registriert: 25.06.2010
Wohnort: Düsseldorf

Erstellt: von Counterfeit » 06.09.2012, 10:20

startom hat geschrieben:Mit dem Tipp, die Saiten jeweils bis zur nächsten Mechanik zu ziehen, abzuknipsen und aufzuwickeln, klappt es wirklich sensationell gut.


Mach ich auch nur noch so. Vorher hat mich das lange unnütze Material am Ende der Saite beim Aufwickeln unheimlich genervt ;)

Benutzeravatar
phunky
lebende Forenlegende
Beiträge: 5549
Registriert: 03.08.2010
Wohnort: Wasserkante
Gitarrist seit: Anfang der 90er

Erstellt: von phunky » 06.09.2012, 10:38

Ich knick das immer einfach hoch und knips es hinterher ab. Da ich aber auch vorher messe, allerdings hab ich mir schon vor Jahren ein eigenes Maß zuzrechtgelegt, könnte ich sie auch vorher kürzen. Mich stört das Ende aber nicht und ich finde man kriegt sie bei der ersten Wicklung besser fixiert, wenn ein Stück mehr rausguckt.

Benutzeravatar
Counterfeit
Mod-Team
Beiträge: 2518
Registriert: 25.06.2010
Wohnort: Düsseldorf

Erstellt: von Counterfeit » 06.09.2012, 10:42

ich hab irgendwie immer Probleme mit H und E Saite. Die rutschen beim aufwickeln häufiger mal raus. Das passiert mir aber auch, wenn ich die vorher nicht kürze. Naja, weiter üben ;)

Benutzeravatar
Ratatosk
findet den Ausgang nicht
Beiträge: 453
Registriert: 30.08.2010
Wohnort: Köln

Erstellt: von Ratatosk » 17.10.2012, 10:11

Danke für den Link - habe ich jetzt auch mal so gemacht und bin begeistert!

Warum sieht man eigentlich so häufig auch Leute gerade auf YT, die die Saiten garnicht kürzen, sondern die lässig aus den Mechaniken rausbommeln lassen? Aus Coolness-Gründen? Mich würde das bekloppt machen, wenn da noch son Zeug rumhängt.

Gibt es da einen tieferen Sinn?

Benutzeravatar
Counterfeit
Mod-Team
Beiträge: 2518
Registriert: 25.06.2010
Wohnort: Düsseldorf

Erstellt: von Counterfeit » 17.10.2012, 10:31

ich glaube da gibt es keinen tieferen Sinn ;) Ich hatte das meinen Gitarrenlehrer auch mal gefragt.

Benutzeravatar
korgli
Mod-Team
Beiträge: 3684
Registriert: 23.12.2009
Wohnort: Schweiz SG-Rheintal
Gitarrist seit: 1972

Erstellt: von korgli » 17.10.2012, 11:37

Hi

Kann "tief" ins Auge gehen.
Und ist lästig wenn man die Gitte in Koffer oder Hülle tut.
Kann auch den Hals dann verkratzen.

Sicher keinen tieferen "Sinn" - eher Unsinn. Jeder wie er will.

Mit einem Saitenschneider Rest abzwicken und gut ist.
Hab ich sicher schon 10000000x gemacht.
Vielleicht hat man grad keinen da - oder Faulheit.

fredy

Benutzeravatar
phunky
lebende Forenlegende
Beiträge: 5549
Registriert: 03.08.2010
Wohnort: Wasserkante
Gitarrist seit: Anfang der 90er

Erstellt: von phunky » 17.10.2012, 11:45

Das gehört halt zum Image dieser unheimlich lässigen, coolen Typen. Wenn sie mal Erwachsen sind, werden sie sich dafür genauso schämen wie für ihre Ziegenbärtchen.

waldradler
interessiert
Beiträge: 6
Registriert: 30.12.2012
Wohnort: bergisches land

Erstellt: von waldradler » 02.01.2013, 16:05

Gute Hinweise! Jetzt werde ich mir erst mal eine Halsauflage basteln und mich dann an das Saitenwechseln begeben.

Sind die beschichteten Saiten für die Westerngitarre nur haltbarer oder auch klanglich anders?

VG

Jörg

Benutzeravatar
Roddy
Powerposter
Beiträge: 1143
Registriert: 23.04.2011
Wohnort: Hamburg

Erstellt: von Roddy » 03.01.2013, 05:09

Mal ganz blöde gefragt, aber bei Lockingmechaniken braucht man ja nicht auf die Anzahl der Wicklung zu achten, oder?

Ich mein, mir sind bisher auch keine Probleme aufgefallen. Ich schieb die Saite halt durch die Mechanik, klemm sie fest und schneide sie gleich dahinter ab, Spannen, Stimmen, fertig.

Benutzeravatar
Tom MälZZer
liest nicht, schreibt nur
Beiträge: 725
Registriert: 27.02.2011
Wohnort: Hamburg

Erstellt: von Tom MälZZer » 03.01.2013, 09:16

Das ist doch grad der Voreil bei den Lockings ;)
So wie das ist, ist das Mist! :)

dosenpfand
kam, sah und postete
Beiträge: 46
Registriert: 26.10.2010

Erstellt: von dosenpfand » 22.01.2013, 04:59

phunky hat geschrieben:... schämen wie für ihre Ziegenbärtchen.


Was haben Ziegenbärtchen denn damit zu tun? :p

Ich danke auch vielmals für die vielen Videos hier. Habe viel gelernt und weiß worauf ich zu achten habe. Allerdings weiß ich nicht, ob so eine "Nut Sauce" es wirklich bringt bei einem nicht-profi bzw. Anfänger.

Danke Euch und weiter so. Thumbs up.

Kapodaster

Erstellt: von Kapodaster » 24.01.2013, 20:00

Hi,
gleich so gemacht ,wie der Tip von Startom.......perfekt. Danke schön

21 Beiträge   •   Seite 1 von 1
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste