Neue Saiten, selbe Stärke, komisches Schnarren

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agguitar
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Neue Saiten, selbe Stärke, komisches Schnarren

Erstellt: von agguitar » 16.08.2011, 19:54

Hallo noch einmal :)

Ich habe jetzt die neuen Saiten aufgezogen. Voher 010er, jetzt 010er (010-049 oder 046).

Als ich dann ne Weile gestimmt hab, habe ich gehört, dass die ersten drei Saiten (1e, 2H, 3G) schnarren (anspielen mit Fingern -> Zupfen). SIe haben aber nur ganz leicht geschnarrt. Ich habe alle Saiten einzeln gewechselt. Allerdings lag sie ca. 1/2 - 1 Woche ohne vierte Saite (4D) da.

Dann habe ich gewartet und nun nochmal gestimmt und mit Plektrum angespielt. Nun ist es mit den ersten drei Saiten nicht mehr da, aber die Bässe schnarren sehr.

Ich habe auch schon diesen Trick ausprobiert, mit 1. und letzten Bund drücken, in der Mitte ca. 1 mm Abstand Saite <-> Bund. Bei mir liegt bei den Bässen die Saiten auf, und bei den anderen ist es nur knapp 1 mm.

Ich habe auch gelesen, dass das durch das neue Aufziehen und Temperaturunterschiede sich verändern kann, aber so stark? Ich habe auch gelesen, wie man den Hals biegen kann, aber ich traue mich nicht ... :? Ich will schließlich noch spielen können ;)

Also ich werde natürlich noch warten, aber ich hoffe auf Antwort von euch ...

PS. Die erste Saite (1e) liegt ein wenig höher als alle anderen, normal oder ist das ein Problem?

PPS. Die Mechanik ist bei einer Saite (glaube 3. oder 4.) sehr einfach zu drehen, bei anderen geht es schwerer.

agguitar
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Erstellt: von agguitar » 17.08.2011, 15:35

Ich habe jetzt einen Tag gewartet und die Gitarre schnarrt immer noch...

Wenn das Schnarren zurückgegangen ist, dann nur minimal.

Ich kann es natürlih kaum erwarten wieder richtig zu spielen, aber so geht das ja nicht, da ich auch ab und zu unplugged mit der E-Gitarre spiele.

Also ohne zu greifen schnarrt es beim zupfen nicht sofort, aber nac kurzer Zeit, dafür aber beim Anschlagen. Im ersten Bund schnarren die letzten drei Saiten (6E, 5A, 4D), in den höheren Bünden (2-4) schnarrt es etwas mehr und dann wird es pro Bund weniger.

UND was ich komisch finde, wenn ich den Bund wechsel, d.h. Bund greifen Finger nach oben und zum nächsten Bund, beim Finger-nach-oben-nehmen schnarrt die Saite am nächsten Bund...

Beispiel: Ich greife Bund 10 (in meinem Fall, bis die Saite den Hals berührt), nehme den Finger nach oben, und nur soweit, dass die Saite noch gut auf dem Bundstäbchen aufliegt, und dann schnarrt die Saite am 11. Bundstäbchen.

Ich will wieder ordentlich Spielen können... :cry:

Helft mir bitte.

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JHExplorer
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Erstellt: von JHExplorer » 17.08.2011, 15:50

Also bei mir war es bisher auch immer so das neue Saiten geschnarrt haben und ziemlich metallisch geklungen haben.

Aber nach 2-3 Stunden bespielen geht das weg...

War bei mir jedenfalls immer so, selbst nachdem ich von 10er auf 11er Saiten gewechselt habe, also ich musste noch nie was am Halsstab verstellen ;)

agguitar
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Erstellt: von agguitar » 17.08.2011, 16:34

JHExplorer hat geschrieben:Aber nach 2-3 Stunden bespielen geht das weg...


Also "Abwarten und Gitarre spielen"? Werde ich gerne machen ;) Am besten am Amp Volume und Overdrive aufdrehen, damit man gar nichts mitkriegt :D

Aber mal im Ernst: Nicht, dass ich an deiner Gitarre und deiner Aussage zweifle, nein ich begrüße sie herzlichst :D, aber wieso sollte das nach ein paar Stunden bespielen weggehen? Ich sehe da keinen Grund? Oder ich habe noch keinen gefunden...

Mein ehemaliger Gitarrenlehrer meinte nach dem Saitenaufziehen sollte man erstmal die restlichen Saitenenden (am Kopf) dranlassen -> Sieht nicht gut aus, und stört ab und zu :D Aber wozu? Oder kann ich die jetzt abmachen?

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BSFL
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Erstellt: von BSFL » 17.08.2011, 18:06

Hast die Saiten denn auch gedehnt? Ich meine, ist die Gitarre stimmstabil?
So einfach so, würde ich auch nicht am Halsstab fummeln.
Erst Recht nicht, wenn ich mich damit nicht auskenne.

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Simse
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Erstellt: von Simse » 17.08.2011, 23:56

Als ich dann ne Weile gestimmt hab, habe ich gehört, dass die ersten drei Saiten (1e, 2H, 3G) schnarren......Dann habe ich gewartet und nun nochmal gestimmt und mit Plektrum angespielt. Nun ist es mit den ersten drei Saiten nicht mehr da, aber die Bässe schnarren sehr.
Ich habe auch schon diesen Trick ausprobiert, mit 1. und letzten Bund drücken, in der Mitte ca. 1 mm Abstand Saite <-> Bund. Bei mir liegt bei den Bässen die Saiten auf, und bei den anderen ist es nur knapp 1 mm.


Da hast du, vielleicht unabsichtlich, woanders was verstellt oder nicht ganz richtig gemacht beim Saitenaufziehen.
Welche Gitarre hast du jetzt eigentlich? Eine Les Paul oder doch ne Ibanez GRG?
Eine mit Tremolo? Vielleicht liegts daran?
Klingt nämlich grad so wenn du sagst dass zerst die hohen Saiten und dann die Basssaiten geschnarrt haben.

Und das die in der Mitte plötzlich aufliegen kann auch nicht von ungefähr kommen. Da muss schon was passiert sein mMn.

Beschreib doch mal kurz wie du vorgegangen bist beim Saitenwechsel, vielleicht hilft uns das ja weiter.

UND was ich komisch finde, wenn ich den Bund wechsel, d.h. Bund greifen Finger nach oben und zum nächsten Bund, beim Finger-nach-oben-nehmen schnarrt die Saite am nächsten Bund...

Das wiederum klingt eher nach einem verzogenen Hals und/oder zu tiefer Saitenlage
Sind die Krümmung des Halses und/oder die Höhe der Saitenlage richtig justiert, kann sowas gar nicht auftreten.
Falls du es alleine nicht hinkriegst und wir keine weitere Hilfestellung geben können (Ferndiagnosen sind schwierig), bleibt dir fast nichts anderes übrig als zum Fachmann damit zu gehen.

agguitar
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Erstellt: von agguitar » 18.08.2011, 12:54

BFSL hat geschrieben:Hast die Saiten denn auch gedehnt? Ich meine, ist die Gitarre stimmstabil?
Kurz davor, heute morgen nur ganz leicht verstimmt, aber so stark wie die schnarren ist das wohl nicht das Problem...

BFSL hat geschrieben:So einfach so, würde ich auch nicht am Halsstab fummeln.
Erst Recht nicht, wenn ich mich damit nicht auskenne.
Würde ich auch nicht.


Simse hat geschrieben:
Als ich dann ne Weile gestimmt hab, habe ich gehört, dass die ersten drei Saiten (1e, 2H, 3G) schnarren......Dann habe ich gewartet und nun nochmal gestimmt und mit Plektrum angespielt. Nun ist es mit den ersten drei Saiten nicht mehr da, aber die Bässe schnarren sehr.
Ich habe auch schon diesen Trick ausprobiert, mit 1. und letzten Bund drücken, in der Mitte ca. 1 mm Abstand Saite <-> Bund. Bei mir liegt bei den Bässen die Saiten auf, und bei den anderen ist es nur knapp 1 mm.

Da hast du, vielleicht unabsichtlich, woanders was verstellt oder nicht ganz richtig gemacht beim Saitenaufziehen.
Welche Gitarre hast du jetzt eigentlich? Eine Les Paul oder doch ne Ibanez GRG?
Eine mit Tremolo? Vielleicht liegts daran?
Klingt nämlich grad so wenn du sagst dass zuerst die hohen Saiten und dann die Basssaiten geschnarrt haben.
So eine richtig billige Gitarre für den Anfang, Collins ST 100 Standard Tremolo. Umgestellt habe ich (bewusst) nichts.

Simse hat geschrieben:Und das die in der Mitte plötzlich aufliegen kann auch nicht von ungefähr kommen. Da muss schon was passiert sein mMn.
Denk ich mir ja auch... "mMn" ?

Simse hat geschrieben:
UND was ich komisch finde, wenn ich den Bund wechsel, d.h. Bund greifen Finger nach oben und zum nächsten Bund, beim Finger-nach-oben-nehmen schnarrt die Saite am nächsten Bund...

Das wiederum klingt eher nach einem verzogenen Hals und/oder zu tiefer Saitenlage
Sind die Krümmung des Halses und/oder die Höhe der Saitenlage richtig justiert, kann sowas gar nicht auftreten.
Falls du es alleine nicht hinkriegst und wir keine weitere Hilfestellung geben können (Ferndiagnosen sind schwierig), bleibt dir fast nichts anderes übrig als zum Fachmann damit zu gehen.
Hab ich auch in anbetracht gezogen... Krümmung des Halses, wovon? Eine Woche nur mit 5 Saiten? Ich bin zwar kein Spezialist, aber ich glaube das ist nicht wahrscheinlich.
Was ist eine zu hohe/tiefe Saitenlage? Also die Saiten zu nah am Hals, aber woran kann das liegen? Und wo gibt es Einstellungsmöglichkeiten (keine Angst, ich fummel nicht sofort dran rum ;)).

Simse hat geschrieben:Beschreib doch mal kurz wie du vorgegangen bist beim Saitenwechsel, vielleicht hilft uns das ja weiter.
Entsprechende Saite an der Mechanik losge"schraubt", durch den Körper, also etwas durch den Körper von oben gedrückt, damit das "Ball-End" auf der anderen Saite rauskommt, dann das andere Ende etwas gerade gemacht, durchgezogen.
Neue Saite ausgepackt, mit dem "Nicht-Ball-End" durch den Körper ganz hindurch gezogen, bis das "Ball-End" ganz am Ende war. Dann durch das Loch an dem entsprechenden Wírbel hindurch, natürlich voher passend gerichtet. Und hier war das wo mein Gitarrenlehrer meinte, ich könnte mich entscheiden:
    Entweder Saite ganz durch den Wirbel durch -> Weniger Umdrehungen -> Mehr Kraftaufwand zum Stimmen = mehr Genauigkeit
    Oder nur den Anfang dadurch.

Ich habe mich für ersteres entschieden (ein Problem?).
Dann unten am Steg die Saite in die Halterung getan, oben am Hals in die Halterung, und diese "Saitenleiter" zwischen Wirbel und Sattel. Siehe Bild:

Bild

Dann Wirbel in die richtige Richtung gedreht, dabei auf die obigen Punkte geachtet. Nun bis zum passenden Ton gestimmt. Kurz gewartet, gestimmt, und das ein paar Mal. Und jeden Tag öfters gestimmt bis jetzt.


Gruß

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Simse
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Erstellt: von Simse » 18.08.2011, 21:33

Das ist ja ne richtige BILLIG-Gitarre. Würde mich nicht wundern wenn der Hals sich verzogen hat. Muss auch gar nicht an den Saiten liegen, sondern am Holz selber. Ein Hals kann sich auch verdrehen, sich tordieren. Also um die Längsachse verdrehen. Auch MIT Saiten drauf.
Aber:
Standard Tremolo....also doch. Kann auch am schlechten Tremolo liegen.
Denn nun sind die Saiten ja offensichtlich näher an den Bundstäben als vorher.
Also kann sich auch das Tremolo abgesenkt haben. Das selbst einzustellen ohne es je gemacht zu haben, oder gesehen zu haben wie es gemacht wird ist nicht einfach und man kann Stunden damit zubringen ;) Ab zum Fachmann damit, mMn (meiner Meinung nach). Der weiß bestimmt was zu tun ist ;)
Oder such mal bei google nach Workshops zum Tremolo Einstellen.
Hier z.b.
oder Hier
oder Hier

Entweder Saite ganz durch den Wirbel durch -> Weniger Umdrehungen -> Mehr Kraftaufwand zum Stimmen = mehr Genauigkeit
Oder nur den Anfang dadurch.

Ganz durch den Wirbel? Dann hast du aber so gut wie gar keine Umwicklung....vllt. eine halbe?
Normalerweise sollten da schon 2-3 Umwicklungen drauf wegen der Stimmstabilität.
Guck mal hier Sind etwas andere Mechaniken, aber das ist nicht wichtig. Wichtig ist das Ablängen und wie sie aufgezogen werden.

agguitar
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Erstellt: von agguitar » 19.08.2011, 15:25

Okay, werde ich mir mal angucken und durchlesen...

War klar, dass das ne RICHTIGE billig Gitarre ist, halt für den Anfang um mal zu gucken, ob E-Gittare was für mich ist.

Danke für eure Hilfe :)

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