Warum fällt mir das nachspielen von Songs so schwer?

Allgemeine Fragen zum Gitarre lernen
#221778
Ich bräuchte mal Rat von euch...
Und zwar tu ich mir irrsinnig schwer Songs mit Akkorden nachzuspielen.
ich spiele(bzw.probiere)nun seit ca 4 Monaten,davon 1 Monat nun mit Lehrer,auf der E-gitarre und schaffe es bis jetzt nicht Knocking on heavens Door+Hey Joe schön flüssig zu spielen.
Die Griffe an sich sind nicht das Problem,die sitzen ja,aber es scheitert einfach am Rythmus bzw.an den Schlagmustern.

Wie gesagt,seit etwas mehr als einen Monat nehme ich Einzelunterricht bei einen Lehrer,eine Stunde pro Woche.
Die stunde sieht meist so aus:
20min Aufwärmübungen(Fingertechnik,Picking)
25min Technikübungen/Übungen auf Pent.skalen(Bending,Hammer on-Pull off,Vibrato,etc..)
15 min Songs(Liedbegleitung mit Akkorden)

es macht mir absolut Spass,selbst zu sehen wie diverse Techniken/Übungen immer besser werden,doch bei der Liedbegleitung folgt der Rückschlag,da habe ich das Gefühl nicht weiter zu kommen.

Leider finde ich dass beim Gitarrenunterricht gerade dieses Thema zu kurz kommt,der Lehrer meinte nach der 2.Stunde ich solle mir ca5-10 Lieder die mir gefallen raussuchen und sie lernen.
Aber,das macht für mich wenig sinn,vorallem wenn ich Knocking on Heavens Door und Hey Joe nicht mal anständig spielen kann...

Sehr verwirrend ist zudem,wenn ich mir Guitar Lessions auf Youtube angucke, zb Knocking on heavens Door von fast jeden anders gespielt wird,vom Schlagmuster meine ich.
wie weiss ich was richtig und was falsch ist?
hat vielleicht irgendwer Rat um diesbezüglich einen schritt nach vorne zu machen?
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von Remarc
#221780
Es wäre ja mal sehr anständig von deinem Lehrer, wenn er dir zeigen würde, wie man Knocking on Heavens Door oder Hey Joe spielt.

Frag ihn doch mal, ob er dir das zeigen und beibringen kann.
von freaksoundz
#221787
Ich muss allerdings auch dazusagen,dass meine Frage an den Lehrer kam:"Müssen die Akkorde sein?,ich will ja kein Lagerfeuergitarrist werden"....
Die Antwort kam prompt:"Genau das,gehöre zur Basis und sollte jeder Gitarrist beherschen"...

Tja logisch,aber ich dachte,ich könnte es mir vorerst mal auf die Seite räumen,da meine Musikalischen Vorlieben eher im Hard Rock,Punk und Metal liegen...

Und um mich mal ein wenig von den Standard-akkorden wegzuholen,haben wir nun begonnen den letzten Teil der Unterrichtstunde,uns mit Powerchords und Rythmus mit diesen zu beschäftigen.
Dennoch solle ich mich weiter mit der Liedbegleitung mit Standard Akkorden beschäftigen,und diese nicht vernachlässigen.
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von Hustle
#221788
Ich muss allerdings auch dazusagen,dass meine Frage an den Lehrer kam:"Müssen die Akkorde sein?,ich will ja kein Lagerfeuergitarrist werden"....
Die Antwort kam prompt:"Genau das,gehöre zur Basis und sollte jeder Gitarrist beherschen"...



womit er zu 100% recht hat. Du scheinst einfach zu ungeduldig zu sein. Glaub mir, verpatzte Grundlagen machen es dir später schwer. Du glaubst garnicht in wievielen Metal Songs cleane Riff mit deinen verhassten Lagerfeuer-Akkorden vorkommen.
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von mjchael
#221793
()/ Hustle 100% zu recht geb.
Willst megaschwere Solos spielen, aber scheiterst an einfachen Rhythmen.

Was ist denn an Knocking on Heavens Door so schwer.

G D Am Am
G D C C
Pro Akkord einen Takt.
Das ist echt alles.

Schlagmuster für Lagerfeuergitarristen bzw. für völlige Anfänger:
Lagerfeuerschlag. Der klappt fast immer.
Code: Alles auswählen
1 . 2 + . + 4 .
A - A V - V A -


Und siehe da, das Lied klappt. Zwar auf einem einfachen Niveau, aber das sollte man erst einmal nicht verachten.

Man muss nun einfach mal beim Lagerfeuerschlag die 2 auslassen, was man am einfachsten erreicht, indem man bei der 2 ganz bewusst daneben schlägt.
Code: Alles auswählen
1 . . + . + 4 .
A - - V - V A -

Wirklich ganz einfach zu machen, und mit dem kleinen Kniff mit der ausgelassenen 2 hört es sich schon ziemlich gut an.

Ich weiß jetzt nicht, mit was für einem Schlagmuster du lernst, aber begleite es erst mal auf die ganz einfache Art.

Eric-Clapton schaft es mit drei einfachen Akkorden G D C ein klasse Lied hinzubekommen.
http://www.youtube.com/watch?v=rgK0yuyavGc&feature=related

coole Rock-Sachen haben oft nur drei Akkorde

selbst schwere Solos beinhalten oft eine Reihe von einfachen "Lagerfeuerakkorden".

Es gibt Leute, die lernen einfach die Am-Tonleiter und eine Akkordfolge mit nur 4 Akkorden und machen einen Hit daraus:
The Ventures - Walk don't run

Und der Titel sollte mal bei dir Programm sein: Walk don't run!

Lerne erst mal laufen, bevor du versuchst zu rennen.

Gruß mjchael
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von AlBundy
#221815
ich denke Dir fehlt noch das Rhythmusgefühl, und zusätzlich die Beständigkeit auch den Rhythmus halten zu können.... hat bei mir selber so ein halbes Jahr gedauert, bis es da war...... Mach Dir deswegen also keine Sorgen.

Wenn ich jetzt z. B. Deine musikalischen Vorlieben sehe, ich denke es gibt genug Punk-Songs die auch mit normalen Akkorden gespielt werden (können).... :cool:

Da die "normalen" Akkorde leider doch gar nicht so schwer sind, wenn man ein bisschen aus der Erfahrung eines fortgeschrittenen Gitarristen sprechen darf, solltest Du eher froh sein, dass Dein Lehrer nicht schon zu wesentlich komplizierteren Übungen übergegangen ist.

Auf der anderen Seite, ist es halt so, dass Du offensichtlich einfach noch nicht so weit bist, dass Dein Lehrer was anderes mit Dir üben könnte. Nimm das aber nicht persönlich, das ging wahrscheinlich jedem von uns so.....
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von korgli
#221831
Ich muss allerdings auch dazusagen,dass meine Frage an den Lehrer kam:"Müssen die Akkorde sein?,ich will ja kein Lagerfeuergitarrist werden"....
Die Antwort kam prompt:"Genau das,gehöre zur Basis und sollte jeder Gitarrist beherschen"...



womit er zu 100% recht hat. Du scheinst einfach zu ungeduldig zu sein. Glaub mir, verpatzte Grundlagen machen es dir später schwer. Du glaubst garnicht in wievielen Metal Songs cleane Riff mit deinen verhassten Lagerfeuer-Akkorden vorkommen.


200-300 % Richtig.
Leider verkennt man das allzu viel.
Jeder denkt Slayer hat schon immer so gespielt.

tja was Hänschen nicht lernt....

fredy
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von Jens80
#221937
Ich spiele Akustik und E-Gitarre und habe festgestellt, das es für das Rhytmusgefühl an sich gar nicht verkehrt ist, bissl Akkorgeschrammel weiter zu üben. Wenn Du nämlich etwas komplexere Schlagmuster hast finde ich eigen die sich sehr gut, um diesen flüssigen, durchgehenden Bewegungsablauf der rechten Hand zu erlernen - und vor allem Zählzeiten zu üben bzw. im Takt zu bleiben.

Wenn ich mal nen Schrammelsong lerne, muss ich mir das Muster meist selber erarbeiten. Also wann auf, wann ab und wo betonen. Das fängt dann mit klatschen an, dann ohne Akkorde, dann mit Akkorden und den richtigen wechseln. Ich bin der Meinung da lernt man wirklich was dabei.
#221948
Sehr verwirrend ist zudem,wenn ich mir Guitar Lessions auf Youtube angucke, zb Knocking on heavens Door von fast jeden anders gespielt wird,vom Schlagmuster meine ich.
wie weiss ich was richtig und was falsch ist?
hat vielleicht irgendwer Rat um diesbezüglich einen schritt nach vorne zu machen?


Also, erstmal es gibt da kein richtig oder falsch. Eher ein passt mehr oder passt weniger. Aber wenn man zum Beispiel "No Woman, no cry" als Fingerpicking leicht countrymäßig spielen will (was ich in der Regel mache ;)), wer will Dir das verbieten?

Originale Schlagmuster gibt es ja eh kaum, weil Songs ja nur ganz selten von ausschließlich einer Gitarre dargeboten werden. Wenn Du selbst es dann aber auf nur einer Gitarre spielst, ist es schon erlaubt, das so zu machen, dass es sich gut anhört.

Das andere Problem ist natürlich schwieriger einzuschätzen. Ein Fehler den viele gerne machen ist, dass sie nicht den Rhythmus anschlagen sondern Begleitakkorde greifen, dazu dann aber die Melodie anschlagen.

Mein Tipp: Lerne einfache Rhythmen und versuche die auf so ziemlich jedes Lied zu übertragen, das Dir unterkommt. Wenn die einfachen Schlagmuster sitzen, dann weiter zu den schwierigeren.

Übe mit Metronom.

Achte darauf, locker und fließend anzuschlagen, das ist das vielleicht allerwichtigste. Darum auch lieber erstmal wirklich einfache Schlagmuster draufschaffen.

Denn eines sollte man nicht vergessen, Musik ist nicht ein Haufen Noten, sondern in erster Linie eine Sache des Grooves.
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