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Woher kommt die Geschwindigkeit?

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googlemeister
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Woher kommt die Geschwindigkeit?

Erstellt: von googlemeister » 16.11.2010, 10:21

Hey Leute,

momentan regt es mich etwas auf das sich mein Speed einfach nicht erhöht. Mich interessiert ob der Speed primär aus der Synchronisation beider Hände kommt, aus dem physichen Training oder eine Kombination aus beidem? In den Fingern haben wir keine Muskeln sondern nur Sehnen und Gelenke. Inwiefern Sehen aber dazu beitragen kann ich nicht sagen. Einige Übungen führe ich noch bei 200 Bpm (4/4) aus, andere wiederum spiele ich bei 230 - 250 rum aber auch das sind in 16tel nur 50-60 Bpm also nicht so der Burner meiner Meinung nach.

Habe aus diesem Grund meine Technikübungen nochmal auf 100 Bpm runtergeschraubt um meine Ergonomie zu überprüfen und zu verbessern. Momentan mache ich aber keinen Schritt nach vorne. Mein Ziel sind eigentlich 16tel auf 150 Bpm und momentan kann ich mir nicht vorstellen die zu erreichen. Auch kommt es mir vor als ob mir einfach noch eine Portion Sicherheit auf dem Griffbrett fehlt. Mein Lehrer meinte das kommt mit der Zeit automatisch solange man sauber übt und Fehler vermeidet.

Daher würde mich bei den Leuten die diesen Speed schon erreicht interessieren wie die dorthin gekommen sind. Reinen Speed geübt? Einfach nur durch Songs nachspielen? Kombi aus beidem?

Steffo hier aus dem Forum hat meiner Meinung nach für seine 2 Jahre nen beachtlichen Speed an den Tag gelegt. Klar sowas ist individuell, bin aber immer wieder für Verbesserungen oder neue Lernmethoden offen um mein doing zu optimieren. Rein physich sind meine Finger natürlich noch viel schneller als mein jetziger Stand aber was soll ich sonst noch machen ausser Synchronisationsübungen?!

Gruß
googlemeister
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howdy71
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Erstellt: von howdy71 » 16.11.2010, 10:28

Ein gutes Beispiel für Speed ist Malmsteen.

Arpeggios From Hell:
http://www.youtube.com/watch?v=aS_IYe5JTZ4

Beeindruckend finde ich hier wie wenig er die Schlaghand bewegt. Bis auf die Finger welche das Plektrum halten bewegt sich da nicht viel. Ich denke es ist wirklich die Übung seine Finger so rationell einzusetzen, das überflüssige Bewegungen wegfallen und somit eine höhere Geschwindigkeit ermöglicht wird!

Dieses Buch hier soll gut sein für Geschwindigkeitsübungen:
http://www.hageshop.de/catalog/speed-me ... tml?site=4

Gibts allerdings nur auf englisch!

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googlemeister
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Erstellt: von googlemeister » 16.11.2010, 11:34

Hey danke,

das Buch sieht gut aus! Englisch ist kein Problem ;-) Überhaupt scheinen die Stetina Bücher was zu taugen. Nur bei Büchern oder allgemein bei Übungen frage ich mich immer: "Wie oft soll ich die Übung ausführen?"

Solange bis ich die Übung flüssig und auswendig spielen kann? Bis ich jede Übung an meine Grenze gebracht habe? Solange beibehalten bis ich eine Steigerung drin habe? Pauschal die Übung einfach ne Woche machen und Übungen rotieren lassen?

Wie handhabt ihr das und was können die Jungs dazu sagen die schon seit zig Jahren Gitarre spielen?
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Willaberkannnich
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Erstellt: von Willaberkannnich » 16.11.2010, 11:45

Also ich bin so einer der nie seinen Speed trainiert hat. Ich hab das auch nie primär gebraucht und stolpere in meiner "kleinen Welt" nur selten über wirklich schnelle Licks (das "shredden" hab ich mit z.B. erst vor einem knappen jahr beigebracht). Aber dennoch ist mittlerweile einfach eine gewisse Sicherheit da, die es erlaubt schnelle Sachen zu spielen. Von daher kann ich diese These "Übe langsam, der Speed kommt von ganz alleine" voll unterstützen. OK, wenn jetzt jemand Metaller ist bzw. werden will nutzt einem das relativ wenig weil der Speed da denke ich eine Grundvorraussetzung ist, aber einen Gang runterschalten und mit Metronom langsamer üben bis die Sache in Fleisch und Blut ist kann man auch da.
Das schlimmste was man machen kann ist jedenfalls wenn man sich Speed aufzwingt den man nicht halten kann und ständig hängen bleibt oder Rhytmisch ständig haken schlägt... dann lieber Speed runter und dafür sauber gespielt.

Malmsteen und co sind zwar beeindruckend - aber mal ehrlich, also so im Radio würde ich mir das nie anhören. Das ist für mich nicht mehr als eine Technikstudie. Wobei Malmsteen geht ja noch, wirklich böse finde ich Buckethead, der klingt teils wie das Gedudel eines Spielautomaten auf LSD.

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AlBundy
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Erstellt: von AlBundy » 16.11.2010, 12:12

also der Speed kommt natürlich nicht davon, dass man einfach mal probiert bei einer schnellen Übung mitzuspielen. Sondern eher dadurch, dass man die Übung hintereinander (am besten was mit 3 oder 4 takten) immer schneller macht ggf. auch mit Beat-Steigerungen beim Metronom. Aber hier darf man keine Wunderdinge erwarten, es kann schon sein, dass man ein paar Monate braucht um sich nur um 30 oder 40 Beats zu steigern.... :?

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googlemeister
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Erstellt: von googlemeister » 16.11.2010, 14:18

Danke Leute! Also im Prinzip muss ich einfach wie bisher üben, Übungen variieren, langsam spielen und nach und nach das Tempo steigern. Ich spiele absolut kein Metal und will ich auch nicht aber ich will dennoch einen gewissen Speed erreichen.

Einfach aus dem Grunde das man mehr "Zeit" bei normalen oder langsamen Passagen hat. Auch beim improvisieren ist es so das ich häufig relativ langsam und Gefühlvoll spiele aber ich shredding Passagen einbauen will aber halt nicht kann *g*.

Nurmal so als Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=IavlnznR ... laynext=45
oder das hier: http://www.youtube.com/watch?v=xbyHH_AJ ... re=related

Es ist ja auch eine relativ bekannte Technik, Songs über das Originaltempo hinaus zu lernen weil man einfach mehr Zeit und Kontrolle hat um Fehler vorauszusehen da der Originalsong ja dann langsamer erscheint.
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Gitarrenschlumpf
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Erstellt: von Gitarrenschlumpf » 16.11.2010, 15:00

Hey googlemeister,

Du bist ja noch kein Jahr dabei. Die Geschwindigkeit kommt aus der Minimierung von Bewegungen (also eine effiziente Spielweise, s. Malmsteen), die man bei geringer Geschwindigkeit in Fleisch und Blut einspielt und dann bei höheren Geschwindigkeiten "automatisch" abruft.

Ausserdem gibt's ja noch zig verschiedene Spieltechniken, die eine hohe Geschwindigkeit auf unterschiedliche Weise ermöglichen... Tapping, "klassisches" Hammer-On/Pull-Off-Legatospiel oder auch strikter Wechselschlag sowie auch als "Hybrid Picking". Alleine beim strikten Wechselschlag kann man sich bei geringer Geschwindigkeit bestimmte Vereinfachungen antrainieren, die einem dann bei höherem "Speed" zu gute kommen - z.B. beim Wechsel auf eine angrenzende Saite eine Art "Mini-Sweeping" zu verwenden und z.B. mit einem Abschlag zwei Saiten nacheinander anzuschlagen.

Ich würde Dir raten, Dein Metronom auf 80 oder 90 bpm einzustellen und dann jeweils ein paar Minuten Viertel, dann Achtel, Triolen-Achtel und Sechszehntel zu spielen - z.B. mit strikten Wechselschlag. Das muss dann irgendwann wie beiläufig und ganz locker funktionieren, so dass Du prinzipiell darüber nachdenken kannst, wie Du später die Pizza belegst und trotzdem präzise spielst. Was dann wichtig ist - Betonungen setzen (z.B. auf 1) und trotzdem im Takt bleiben. Dann Saiten zwischendurch wechseln (und ich meine damit nicht neu aufziehen ;)). Und Tempo steigern kommt ganz zum Schluß. :D

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Nightmare
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Erstellt: von Nightmare » 16.11.2010, 16:06

Es ist auf jeden Fall ein Irrtum, dass Geschwindkeit irgendwas mit Kraft zu tun hat!

Das sind ganz winzige Bewegungen, das Problem ist die Koordination und Gleichmäßigkeit. Also 2 verschiedene Dinge: Gleichmäßigkeit im Anschlag hat natürlich was mit Rhytmus zu tun und ist damit etwas, wozu man eine gewisse Musikalität braucht (lol).
Das Andere ist eine reine Koordinationsfrage. Also du wiederholst die Bewegung einfach so oft wie Möglich (den Wechselschlag zB) und steigerst dabei dein Tempo, was sehr lange dauern wird.

Ein Hauptproblem ist natürlich die Synchronisation und das merkt man denke ich ganz deutlich: An manchen Tagen hat man das Gefühl die eine Hand ist super, die andere hinkt etwas hinterher und umgedreht. Das hat natürlich auch was mit Rhytmus zu tun, wenn man beide Bewegungen gleichzeitig ausführen will. Letztendlich ist das etwas was kommt, indem du einfach übst irgendwas mit der linken Hand über schneller werdende Wechselschläge zu spielen. Auch das dauert sehr lange, bis das gut klappt.

Aber du spielst noch nicht sehr lange und du wirst aber sehen, dass das mit der Zeit einfach kommt. Du musst dazu garnicht so sehr drüber nachdenken, sondern im Grunde nur stumpf üben die Bewegungen auszuführen.
Und spiel mal zu Liedern oder dem Metronom, damit du auch im Timing bist.
Bzw. achte einfach drauf (das hab ich nämlich am Anfang völlig vernachlässigt und dann die Quittung bekommen).

XXLBLUNT
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Erstellt: von XXLBLUNT » 16.11.2010, 16:34

Also dass hier hat mich mit Geschwindigkeit um sehr viele schritte weiter gebracht. Vom Meister persöhnlich: http://www.youtube.com/watch?v=U8Mr9ZQdGAM

All seine lessons sind prima sollte man sich angucken.

Also es hat viel mit Fingerkoordination zu tun (meine Meinung), und grade mal nach 8 oder 9 Monaten so schnell zu spielen, dass ist glaube ich nicht so ganz einfach.

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googlemeister
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Erstellt: von googlemeister » 16.11.2010, 17:12

Danke für eure weiteren Rückmeldungen, das hilft mir weiter! Metronom nutze ich bei jeder Technikübungen. Ich halte auch mittlerweile meine täglichen Übungen und Geschwindigkeiten fest um meine Fortschritte zu überprüfen.

@Schlumpf
Werde ich gleich mal einbauen um nicht nur bei 4teln, Triolen, Sextolen oder 16tel zu bleiben. Außerdem werde ich probieren mit der linken Hand legato zu spielen und mit der rechten Hand neue Saiten aufzuziehen, haha! ;D

@Nightmare
Ja, manchmal "vergesse" ich das ich erst fast 10 Monaten spiele und im nächsten Jahr noch viel passieren kann. Nunja, nicht nur im nächsten Jahr :D

@Blunt
Cooler Link! An Hybrid Picking hatte ich gar nicht mehr gedacht :D
Auf 150 Bpm 16tel in der kurzen Zeit zu kommen war auch gar nicht meine Absicht. Nur bin ich ein Mensch der ungern auf der Stelle stehen bleibt und sich stetig weiterentwickeln will. Ein wichtiger Satz für mich ist: "Wenn etwas nicht funktioniert dann probiere etwas anderes". Hat halt den Effekt das ich stetig meine Übungsmethoden optimiere und dafür habt ihr mir sehr gute Tipps gegeben.
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XXLBLUNT
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Erstellt: von XXLBLUNT » 16.11.2010, 21:55

Jo Hyprid Picking ist ne gute Sache. Ist ja eigentlich doppelt gemoppel picking und hammer und pull offs. So habe ich meine geschwindigkeit hoch gekrigt, aber man sollte auch versuchen dass Picking auch mit zu erhöhen, also nicht vergessen.

Falls du eine Herrausforderung für deine Rechte Hand suchst, dann versuch mal Symbolic von Death zu spielen. Da wird recht schnell mit der Rechten rumhantiert, aber es ist noch leicht.


Gruß Dominik

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Nothing else Metals
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Erstellt: von Nothing else Metals » 21.11.2010, 14:46

Hey googlemeister,
Ihn manchen Punkten hast Du mir hier von der Seele gesprochen :D
obwohl ich selbst noch kürzer dranbin als Du. Ich merk selber, wie
stupides wiederholen, dazu führt, dass manches schneller verläuft.

Bsp: Ich schau da immer auf meine Oma, die kann zwar nicht schreddern :lol: aber Katoffel und ähnliches innem Tempo schälen ohne sich zu schneiden und sich dabei noch mit mir unterhalten. Übungssache über einem gewissen Zeitraum.

Mein Plan is immer so, ich üb nen schnellen Riff häufig (wenns mich mal überkommt so an die 100 mal :D (kein Scheiß!))
Und erhöh das Tempo nur um ein paar Prozent bzw. bpm.
Du erreichst am nächsten Tag schon 1-3% mehr, an denen man vorher gescheitert ist. Vergiss nicht, dass auch Skillsprünge immer möglich sind, worauf Du selbst plädierst und das völlig wahr ist ;-)

Außerdem hast Du die Antwort in Deiner Signatur stehen ;)

Gruß
Ne\m/
))-))
In dubio pro guitarrero!

don.caruso
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Erstellt: von don.caruso » 21.11.2010, 14:59

In der Lick Library gibt es eine DVD die sich dem Thema widmet.

Ich darf hier sicher keinen Link posten, aber in der XXXXXXXXX findest Du die DVD 100%ig.

Hi don.caruso,

ich habe Deinen Posting modifiziert. Bitte halte Dich an die Forenregeln! Hinweise wo urheberrechtlich geschützes Material zum illegalen Download bereitstehen könnte, sind hier nicht erlaubt! Das muss nicht unbedingt ein Link sein, der Hinweis reicht auch!


Sweep hat geschrieben:Urheberschutz und Copyright

Links oder Anfragen auf Tauschportale sind hier jedoch generell verboten!

Finding the right analogy is like... well like... errm...

"Could I recall the moments I have careless cast away, I could but hope to spend them in a wiser way, and warm myself in light that rivals light of day."

don.caruso
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Erstellt: von don.caruso » 21.11.2010, 16:34

Jarr harr, alles klarrr Captain!
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howdy71
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Erstellt: von howdy71 » 21.11.2010, 17:48

Deine r- Taste klemmt!

don.caruso
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Erstellt: von don.caruso » 21.11.2010, 18:02

Nein, so sprechen wir Piraten nunmal!
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howdy71
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Erstellt: von howdy71 » 21.11.2010, 19:34

Achso!

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googlemeister
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Erstellt: von googlemeister » 21.11.2010, 20:03

@NeM
Vorm üben drücken will ich ja nicht, glaube das weiß auch jeder der meine Beiträge kennt das ich viel übe. ^^ Wichtig ist mir meine Übezeit zu optimieren und zu hinterfragen und MIR ist jeder Tipp willkommen, was ich dann ausproiere und wenns passt übernehme ich das.

Mir ist eben aufgefallen das ich einen Skillsprung was Geschwindigkeit angeht gemacht habe in den letzten Tagen. Ich hing halt bei vielen Übungen einfach fest und hatte scheinbar ein Plateau erreicht. Habe ja oben Übungen zwischen 40-60 Bpm 16tel angegeben. Eben habe ich bei einer Übung die Geschwindigkeit die vorher bei 40 Bpm 16tel lag auf 65 Bpm angehoben. Es scheint also dennoch vorwärts zu gehen nur das es halt nicht mehr soschnell geht wie am Anfang aber das ist ja normal.

Habe auchmal probiert eine Übung in übertriebener Geschwindigkeit zu spielen. Hörte sich ätzend an aber dabei habe ich gemerkt, dass das Problem nicht in der physichen Funktionalität liegt sondern lediglich in der Synchronisation + Kontrolle der Finger. Von der Schnelligkeit der Finger wäre ich durchaus in der Lage mein Ziel von 150 Bpm 16tel zu spielen.

Ich bin echt auf das nächste Jahr gespannt, denke Ende nächsten Jahres werde sicherlich eine ganze Ecke zugelegt haben. Was ich übrigens auf die eben erwähnte Übung bezogen machen werde: Mit 65 Bpm 16tel habe ich die Grenze bei der Übung erreicht. Ich reduziere nun den Speed auf 100 Bpm 4/4 und steiger mich wieder langsam hoch, so als ob ich die Übung erneut lernen würde. Virtuosen steigern wohl zum Teil ihren Speed dadurch das bei jedem Durchgang nochmals die Bewegungen minimiert werden. Ich schau mal wies läuft ;)
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Madwolf
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Erstellt: von Madwolf » 21.11.2010, 20:27

Hey google,
Die Antwort auf deine Fragen ist tatsächlich:üben..üben... üben..... :D
Es ist wie Laufen -oder Radfahren....in wenigen Jahren lachst du über dein Problem! :D
Und.....spielen sollt Ihr(im Sinne von SPIELEN!)! :D


Und....persönliche Frage an don.caruso......Flugplatz Schwarze Heide,Bottrop Kirchhellen,
Punk Konzert ..Wizo....warst du da zufällig?
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Nightmare
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Erstellt: von Nightmare » 21.11.2010, 20:58

Ja ich denke auch. Lass mal deine Übungen und spiel mal ein paar Lieder. Das klingt ätzend, was du machst :lol:

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googlemeister
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Erstellt: von googlemeister » 21.11.2010, 21:15

Im Gegenteil! Besser zu werden macht mir Spass! Grade improvisere ich über einen dorischen Backingtrack und eben noch nen Teil vom Zephyr Song geübt. Glaub mir, ich bin einer der letzten der was macht worauf er keinen Bock hat ^^

Bin ich denn echt der einzige der viel übt und auch noch richtig Spass dabei hat? Kann sich hier kaum einer vorstellen mal seine Ergebnisse festzuhalten oder sein doing auf ein hohes Niveau zu bringen? Hab manchmal das Gefühl das ich mit meinen Zielen und meiner Motivation gegen den Strom schwimme o_O

€: Mir macht übrigens auch Musiktheorie Spass
Die Antwort: Üben, üben, üben!

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Nightmare
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Erstellt: von Nightmare » 21.11.2010, 21:29

Wenn du so weiter machst, nenne ich dich bald nur noch Muhammed Suicmez ;)

Ich übe auch gerne, aber nicht so strukturiert. Musiktheorie... naja gab mal ne Phase, wo ich micht damit beschäftigt hab. Kirchentonleitern usw. Wichtig ist, dass du das wichtigste für dich rausziehst. Aber ich meinte halt, man muss es nicht übertreiben. Wenn es dir gefällt mach nur. Ich spiele lieber einfach so drauf los, als mir über Tonleitern Gedanken zu machen.

Aber wenn es dir gefällt ist es ja gut.

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Erstellt: von snicki » 21.11.2010, 21:31

doch, da biste nicht allein, beschäftige mich auch gerade (auch um meine 6-jährige ruhephase zu kompensieren) mit speedübungen, zuerst als komplett gepickt und dann danach als Hammer-ons, aber mit der stoppuhr mache ich es nicht, aber sehr konsequent von dir, so hat man handfeste lernerfolge in der hand. für die theorie interessier ich mich übrigens auch; hatte Musik-Prüfungskurs im Abi, somit ist ne gewisse basis noch vorhanden, aber man lernt ja nie aus...

gruß snicki :-)))

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Madwolf
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Erstellt: von Madwolf » 21.11.2010, 21:50

Hey,
nicht mißverstehen.....bitte :D
Spielen...Spielerei....Verspieltheit......Motivation,Fleiß,sich selbst fordern.....gut......aaaaber
auch mal unverbissen spielerisch,ohne (selbstgemachten?)Druck!
Ich hab schonmal gepostet,daß ich manchmal einfach schaue,wieviel Akkorde ich in einer Minute greifen kann(ohne Vorgabe)!
Die besten Ergebnisse kommen aus der "Verspieltheit"....Experimentieren,statt Lernvorgabe!
Sonst kommt der Frust schneller allzekuckenkanns! :D

P.S.:Mein Bassmann schätzt mich auf 120(saubere) pro Minute?! :lol:
Soviel zu "erspielter" Geschwindigkeit! :D

Aber ich bin ja auch ein( "alter",verspielter)Mann :twisted:
Beim Solo ist es genauso!

LG
Wim )()( ......und....lass dich ermutigen(nicht entmutigen) =(=))=
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Erstellt: von googlemeister » 21.11.2010, 22:18

Nightmare hat geschrieben:Wenn du so weiter machst, nenne ich dich bald nur noch Muhammed Suicmez ;)

Ich übe auch gerne, aber nicht so strukturiert. Musiktheorie... naja gab mal ne Phase, wo ich micht damit beschäftigt hab. Kirchentonleitern usw. Wichtig ist, dass du das wichtigste für dich rausziehst. Aber ich meinte halt, man muss es nicht übertreiben. Wenn es dir gefällt mach nur. Ich spiele lieber einfach so drauf los, als mir über Tonleitern Gedanken zu machen.

Aber wenn es dir gefällt ist es ja gut.


Haha ^^ Naja, nur weil ich viel übe heisst das nicht das ich ein guter Musiker werde, irgendwen einhole oder irgendwem was voraus habe, das ist ja garnicht das was ich verfolge. Ich hatte echt noch kein Hobby wo ich soviel Zeit investiert habe wie in die Gitarre. Ich habe sooft wieder von 0 anfangen müssen und bin jetzt mit 25 an MEINEM Hobby gelandet was mich erfüllt. Da ich das weiß, setze ich halt meinen Fokus darauf. Tonleitern z.b. nehme ich erstmal als Mittel zum Zweck. Ich will mich später uneingeschränkt auf dem Griffbrett zurecht finden und mich auf mein Ohr verlassen weil das ist ja das entscheidende. Lieder und Licks lerne ich aber im Gegenzug zu Technik und Jammen relativ wenig da ich mich wie gesagt frei bewegen möchte. Songs lerne ich eher im Gitarrenunterricht wo mein Lehrer mir Anhand dessen die Theorie erklärt und ich etwas über Songwriting erfahre.

Songs werde ich in einer Band noch genug spielen und es reizt mich eh mehr die Songs im Bandkontext zu können. Ich versuche halt meinen Weg zu finden, weiß aber auch das ich in einer Band nicht mehr soviel Technik üben werde wie jetzt, daher nehme ich die Zeit noch mit ;-)

Es hat aber auch seine Nachteile. Den größten Fehler den ich in meinen Hobbys gemacht habe war folgender. Ich habe mir solange Gedanken über Pläne etc. gemacht das ich mich selbst betrogen habe. Ich habe solange nicht angefangen weil ich mir dachte "hmm erst wenn dies und das fertig ist und das Konzept stimmt, dann fange ich an zu üben (wollte es ja richtig machen). Totaler Selbstbetrug und Zeitverschwendung wo ich echt Monate verschwendet habe und noch nicht mal angefangen habe =D Glücklicherweise habe ich aus den Fehlern gelernt und ob es das was ich jetzt mache richtig ist weiß ich nicht. Kann mich halt nur an den Wegen orientieren die bei anderen schon funktioniert haben und mir daraus was Maßgeschneidertes stricken. So erhoffe ich mir, zu meinem eigenen Stil zu finden. Wichtig für mich ist stetige Progression. Auf der Stelle stehen bleiben ist für MICH mittlerweile auch irgendwie Zeitverschwendung und wenn etwas nciht funktioniert, dann probiere etwas anderes ;-)

Mist, wieder zuviel geschrieben -.-

@snicki
Kenne jmd. aus dem Musiker-Board der mal ein halbes Jahr lang 3-6 Stunden am Tag nur Technik geübt hat. Er wollte schauen was möglich ist und hat mir sogar sein Log geschickt. Er konnte sich in den Übungen um bis das dreifache steigern. Falls du Lust hast kannst du hier mal ein Cover von ihm anschauen: http://www.youtube.com/watch?v=cUw3CQ2S-z0
Oder hier ein Jam von ihm: http://www.youtube.com/watch?v=llXct6nDoRA

Gibt also noch "verrücktere" als mich ;-) Er hat sich irgendwann gesagt: Ich will nicht mehr nur noch davon träumen so zu spielen wie die Großen.

Nun genug Euphorie von mir, nicht das ich noch wen anstecke *g*

@Madwolf
Ist halt ein typisches Sender - Empfänger- Problem im Internet. Oft wird halt in Schubladen gedacht. Kann schon garnicht mehr zählen wieoft mir schon unterstellt wurde das ich ja garkeinen Spass dran haben kann. Klar kommt das hier streng und analytisch vor aber eins kann ich ebenso voll bestätigen: Der Spass ist am allerwichtigsten!

Beim jammen kann ich übrigens voll die Sau rauslassen ohne Regeln oder sonst was. Es geht zum Teil ja auch darum, einfach nach seinem eigenen Gefühl zu spielen und das lernt man halt am besten wenn man versucht auf die Art- und Weise zu spielen. Jammen ist echt das geilste :D vor allem wenn es auch anfängt gut zu klingen. Und die 120 Akkordwechsel klingen echt nice, da bin ich noch lange nicht!
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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 21.11.2010, 22:26

Hach ja... ich trainiere fast nie auf Geschwindigkeit. Für die meisten Sachen, die ich spiele reicht das 1/16-Feeling aus. Und das habe ich einigermaßen drin. Wenn ich mal für mich ungewöhnlichere Tonarten spiele, ist bei mir eher der Fingersatz das Problem.

Und da hilft nur ganz langsam zu spielen, und es immer wieder zu wiederholen, bis sich meine Finger an die Positionen gewöhnt haben.

Und dann isolationsübungen

20 x Takt 1+2
20 x Takt 2+3
20 x Takt 3+4
20 x Takt 1-4

20 x Takt 5+6
20 x Takt 6+7
20 x Takt 7+8
20 x Takt 5-8

20 x Takt 4+5
20 x Takt 1-8

so in etwa...
wobei ich natürlich die mit Problemen länger übe, und auch mal zwei drei einfache Takte zusammenfasse.

Picking habe ich auf Geschwindigkeit trainiert.
Vor allem ganz langsam geübt, und

1000 mal und öfter wiederholt.

Und eigentlich nie auf Tempo gelernt, sondern immer auf flüssiges Spielen.
Das Tempo kommt von alleine.

Aber wie gesagt, ich spiele selten mal was schnelleres als ein zügiges 1/16-Feeling.

Gruß Mjchael

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Erstellt: von Nightmare » 21.11.2010, 23:05

Der in dem Video hat aber schon musikalisches Feeling gehabt. Die Technik ist natürlich auch sehr gut, zumindest in dem, was er dort macht, aber finde ich jetzt eigtl. nicht so die Hauptschwierigkeit. Mir bereitet eher Rhytmik Schwierigkeiten (abgesehen von meiner Fehlerquote, aber die ist nach der kurzen Zeit noch normal glaube ich). Und das hab ich das Gefühl, kann der sehr gut. Das jetzt das, was mich dort sehr beeindruckt.

Aber wenn du vor hast lange dabei zu bleiben, kommt die Schnelligkeit wirklich ziemlich von alleine. Also man muss das jetzt garnicht versuchen in einem halben Jahr irgendwie zu erreichen. Bei mir hat das auch nicht geklappt^^
Aber mit der Zeit kam es dann doch irgendwie.

Wenn du lust hast, kannst du ja mal Silent Night, Bodom Night von Children of Bodom lernen.
Das ist schnell, geht aber alles sehr schön. Das war mein erstes Lied was ich komplett gelernt hab :lol: (ja ich weiß, dass ich mich maßlos verschätzt hatte, aber es hat mir glaube ich nicht geschadet).

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Erstellt: von googlemeister » 22.11.2010, 08:45

Das mit der Fehlerquote und Rhytmik kenne ich ;-) Manchmal echt unglaublich, wie Musiker zu einem Track improvisieren und es schaffen soviel Abwechslung reinzubringen. Das ganze dann auch noch mit markanten Phrasierungen die sich wiederholen um einen Wiedererkennungswert zu schaffen.

Nicht schlecht wenn du Silent Night, Bodom Night spielen kannst. Ist zwar garnicht meine Musikrichtung aber scheint für mich schon sehr Anspruchsvoll zu klingen. Vielleicht zieh ich mir das echt mal rein :D Auf einen Stil festfahren wollte ich mich dann auch nicht ;-)

Bezüglich Geschwindigkeit war das youtube Video ja nicht der Kracher aber allgemein wäre es schon geil wenn ich irgendwann mal in die Nähe solcher Skills komme. Finde das vom musikalischen Aspekt her sehr harmonisch und schön melodiös.

@mjchael
Danke für deinen Beitrag! Mit den Liedern handhabe ich das sogar ähnlich, nunja hat sich wohl auch etabliert diese Methode. Einfache Takte mal in einem Ruck, schwierige auf kleinste Details herunterbrechen und ansonsten Takt 1, Takt 2, Takt 3, Takt, Takt 1 + 2 etc. um die zu verbinden. Damit fahre ich auch sehr gut!
Die Antwort: Üben, üben, üben!

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hide
liest nicht, schreibt nur
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Erstellt: von hide » 29.11.2010, 02:42

kraft= feind der geschwindigkeit

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phunky
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Erstellt: von phunky » 29.11.2010, 07:49

Moin Ihr Shredder,

benutzt von Euch jemand Fastfret oder ähnliche Helferlein? Ich habe mir das Zeug irgendwie angewöhnt, allerdings weniger um die Geschwindigkeit zu steigern, sondern weil es den Saiten gut tut und sie länger halten. Und ich finde, es fühlt sich auch besser an beim Spielen. Könnte mir vorstellen, dass man damit auch etwas flotter unterwegs ist, aber ich trainiere nie Geschwindigkeit, von daher könnt ich's beschwören ;-)

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googlemeister
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Erstellt: von googlemeister » 29.11.2010, 09:06

Moin,

jo Fastfret benutze ich um nach dem spielen das Griffbrett und die Saiten zu reinigen. Die halten auf jedenfall länger als ohne und fangen auch nicht so schnell an zu rosten. Für 5 € absolut nicht verkehrt!
Die Antwort: Üben, üben, üben!

Alles eine Frage des Anspruchs!

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