Test: Fender Mexican Standard Stratocaster

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Sunburst
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Test: Fender Mexican Standard Stratocaster

von Sunburst » 25.05.2010, 16:49

Sodann schreibe ich einmal einen Bericht über meinen letzten Anfall von GAS (kurz für Guitar Acquisition Syndrome – also das berühmte „Haben Wollen“). Es begab sich vor nunmehr zwei Wochen, dass ich einen kleinen Gitarrenladen in Bonn aufsuchte. Ich hatte ein wenig Zeit zwischen zwei Terminen und war einfach neugierig, weil ich in dem Geschäft noch nie war. Ich ging also frohen Mutes herein, nachdem ich kurz die Auslage im Schaufenster studiert hatte, eine weiße Strat, ein Vypyr 30, eine Hagstrom Super Swede, ein LTD Bass – nichts außergewöhnliches. Oder doch?

Im Laden entspann sich ein nettes Gespräch mit dem Besitzer, dessen einziger Kommentar zu meiner Frage, ob ich denn ein paar Gitarren anspielen dürfte ein lapidares „nimm dir, was du möchtest“ war. Gesagt getan! Frisch, fromm, fröhlich und auch frei griff ich zu. Einige Zeit später hatte ich einige Tokais (die Japanware ist unglaublich!), eine tolle Thinline Tele und eine PRS gespielt, als ich mich der weißen Strat entsann. Auf eine weitere Nachfrage hin bekam ich eben jene Gitarre aus dem Schaufenster geholt. Diese ab in den Hughes and Kettner Statesman Quad EL34 (ein toll klingender Amp – echt sahnig!) und losgelegt. Was soll ich sagen … sie gehörte zu mir. Ich KONNTE diese Gitarre nicht im Shop lassen. Zur Gitarre selbst, es ist eine weiße Mexiko Standard Stratocaster mit weißem Pickguard (https://www.thomann.de/de/fender_standar ... caster.htm). Vorab – ich habe selten eine derart gut klingende Strat in Händen gehabt. Niemand, der sie bislang gehört hat, kam auf die Idee, dass es ein Mexiko Instrument ist. Mehr nun in einem detaillierten Testbericht, der einige Kritikpunkte enthält – aber mein Fazit ist: Das ist Meine! Sie gehört zu mir. Der Preis war übrigens 514 Euro inklusive Schaller Straplock Gurtpins und lebenslangem kostenlosen Einstellservice – soviel zum Gitarrenladen um die Ecke! Geht hin, es lohnt!

Nun also zum eigentlichen Thema, ran an das Eingemachte. Die Konstruktion ist einfach beschrieben – klassische Strat Zutaten. Erlekorpus, One-Piece-Maple Neck (liegende Jahresringe) mit Skunk Stripe aus Walnussholz, der mit vier Schrauben und der bei Fender üblichen Konterplatte fest mit dem Korpus verbunden ist. Der Zugang zum Halsspannstab erfolgt über die Kopfplatte, die gekapselten Tuner laufen sanft und erlauben präzises Stimmen. Die B und die hohe E Saite werden mit einem Saitenniederhalter mit höherem Druck in die Sattelkerben gepresst. Stegseitig ist ein „Vintage-Style“ Vibrato verbaut – zu dessen Funktion später mehr. Die Tonabnehmer (3 Singlecoils) sind mit einem 5 Wege Schalter und 3 Potis verschaltet. In genereller Volume Regler, sowie ein Ton Regler für Hals- und Mitteltonabnehmer. Der Steg-Pickup lässt sich in den Höhen nicht bedämpfen.

Das gesamte Setup ist vorbildlich – ob es dem Werk oder dem Laden geschuldet ist, sei dahin gestellt. Die Saitenlage ist niedrig, die Sattelkerben sind breit und tief genug. Die Bünde (Medium Format) sind sauber abgerichtet und entgratet. Die gesamte Verarbeitung ist wertig, lediglich ein minimaler Makel im Lack nahe der Halsasche trübt das Bild. Der Lack im gesamten ist leider extrem dick aufgetragen – ein erster kleiner Minuspunkt. Ein weiterer Malus ist die Verwendung scharfkantiger Madenschrauben am Steg – Fender sollte das Problem langsam im Griff haben. Was ebenfalls störte war die Schutzfolie auf dem Schlagbrett. Sämtliche Potiknöpfe mussten erst demontiert werden, bevor die Folie restlos entfernt werden konnte.
Die Bespielbarkeit ist jedoch – abgesehen von den scharfen Kanten der Schrauben am Steg – hervorragend. Der Hals liegt angenehm in der Hand und ist durch die matte Lackierung ungemein griffig. Die Saitenlage ermöglicht ein kraft- und stressfreies Arbeiten und Bendings flutschen wie auf Schienen. Die Klinkenbuchse packt fest zu, die Potis laufen (nach Entfernung von Folienresten, die sich um die Achsen gewickelt haben) weich und sahnig.

Der akustische Basisklang ist überraschend laut und offen, Akkorde kommen differenziert zu akustischer Geltung. Das Ansprechverhalten ist sehr direkt und trocken, die gesamte Konstruktion ist sehr schwingfreudig, das Sustain ist mittellang aber gleichmäßig. Schon im Laden hat mich das trockene Spielverhalten beeindruckt, doch gehen wir nun ans Eingemachte. Rein in den Verstärker (bei mir steht zum Einen ein ENGL Thunder 50, außerdem habe ich diverse Ampmodels der Line 6 POD Farm (Version 1.11) benutzt. Falls ihr mehr Infos zum Equipment wünscht, oder auch sonst Fragen habt, scheut euch nicht.

Ich arbeite mich einfach mal durch die Pickups / Kombinationen durch (von vorne nach hinten). Merkliche Deadspots gibt es keine und vorab sei gesagt, dass die Tonabnehmer sehr strateln.

Clean: Der Halstonabnehmer hat diese für die Strat typische bluesige Glocke. Schön rund und klar, aber mit Substanz. Allein für diesen Sound liebe ich Strats (und wir haben ja noch vier andere Schaltpositionen und ein paar Gainstufen). Mit leicht zurückgedrehtem Ton Regler klingen Akkorde schön rund und voll. Der Pickup in der Mittelposition ist irgendwie ein kleines Stiefkind. Er klingt nicht schlecht, etwas twangiger, als der Kollege in der Halsposition – aber irgendwie lande ich immer bei den Zwischenpositionen – dazu gleich mehr. Der Stegtonabnehmer hängt an keinem Tonregler und wirft eine ordentliche Schippe Twang nach vorne. Für manch einen mag es zuviel sein, aber eine Fender muss am Steg für mich beißen – und das tut meine Mex Strat mit Wonne! Die Zwischenpositionen klingeln – Mark Knopfler lässt grüßen – wie es sich gehört. Dadurch, dass der Mitteltonabnehmer gegensätzlich gewickelt und gepolt ist (reverse wound, reverse polarity), sind die Zwischenpositionen brummfrei – gerade bei mehr Gain ein Vorteil!

Crunch: Bei angezerrten Sounds bietet sich grundsätzlich das gleiche Bild, wie im cleanen Bereich. Der Stegtonabnehmer drängt sich noch nachdrücklicher mit Twang und Biss in den Vordergrund – und die Gehörgänge. Die brummfreien Zwischenpositionen eignen sich gut für Soli, Powerchords und Blues Licks kommen gut über den Halspickup. Gerade Classic Rock lässt sich mit der Strat hervorragend spielen, doch schalten wir noch einen Gang hoch und schauen mal, wie sich die Strat im High Gain Modus schlägt.
Klar, die Single Coils brummen ein wenig, aber es hält sich im Rahmen, die Zwischenpositionen sind leise. Und nun merkt man, die Strat hat es faustdick hinter den Ohren. Von wegen Blues Brett und ein bisschen Rock mal hier und da. Schnelle, abgedämpfte 16ten Linien kommen sauber und klar umrissen mit scharfem Attack aus dem Amp, die Obertöne quietschen bei Bedarf, wie ein Schweinchen auf dem Weg zur Schlachtbank (hehe, nun geht die Prosa mit mir durch). Klar, Metal ist nicht wirklich Strat Revier, aber sie schlägt sich gerade im energetischen Modern-Rock durchaus beachtlich und kann mit klar definierter Ansprache und gutem Attack – sicherlich nicht zuletzt wegen der Ahorn-Schraubhalskonstruktion – punkten.

Zum Vibrato sei kurz erwähnt, dass es in einem engen Bereich stimmstabil arbeitet, leichte Up und Downbends sind möglich, Schimmern und ein ordentlicher Surfsound sind sein Revier. Für Dive-Bombs und ähnliche Tricks ist es definitiv nicht geeignet, aber auch wegen des gut abgerichteten Sattels erweist es sich bei maßvoller Nutzung als stimmstabil.

Summasummarum bleibt als Fazit Folgendes:
Ich bereue keine Sekunde den Kauf. Positiv zu erwähnen sind die Bespielbarkeit, das wirklich gute Setup und die Tonabnehmerbestückung. Als Kritikpunkte bleiben kleinere Verarbeitungsmängel und vor Allem die scharfkantigen Madenschrauben des Stegs im Gedächtnis haften.

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Testequipment: ENGL Thunder 50, Line 6 POD Farm, VOX Satchurator, Boss Bluesdriver, Dunlop CryBaby, Boss DD7, Boss TU-3

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Nightmare
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von Nightmare » 25.05.2010, 18:45

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie du denn verhindern willst, dass das Ahorn Griffbrett austrocknet? :lol: ;)

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von Sunburst » 25.05.2010, 18:47

Lustig, lustig. Erstens ist das Griffbrett (matt)lackiert und zweitens gibt es, wenn man eine - in der Relation zur Ergiebigkeit der erstandenen Mittel - sehr geringe Investition tätigt, taugliche Pflegemittel für Ahorngriffbretter.

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von Gast » 25.05.2010, 19:01

Ommmmmmggggzzzzz, sieht die schön aus ^^
Ich liebe weiße Strats mit Maple Neck :P

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von metal-skull65 » 26.05.2010, 17:25

Hallo!
Glückwunsch zu der neue ^^

Apropos Scharfe Schrauben...Hochwertiger Ersatz findest Du hier wobei Du das Sustain noch merklich verbessern könntest wenn Du die Brückchen (Böckchen oder wie auch immer...) aus Massiver Stahl nimmst.
Die Graphtec habe ich schon probiert...naja es soll die Saiten schonen,aber bisher haben mir massives Messing oder Stahl am besten gefallen ^^

Check it out


Gruß ))-))

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von Sunburst » 26.05.2010, 17:28

Hey, danke!

Du glaubst nicht, wo ich mich schon über Ersatzteile informiert habe! :lol:
Über kurz oder lang steht der Austausch definitiv an! Ich habe die geschmiedeten Stahlböckchen im Sinn.

*edit* Und ich überlege auf hochwertige staggered Tuners umzurüsten, um den Stringtree sparen zu können. ;)

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von metal-skull65 » 26.05.2010, 18:48

Super idee da könnten die von Wilkinson die richtigen sein ;)

hier meine Deutsche Übersetzung ;)

Ferner gibt es noch die Schaller Fender Locking Tuner


Gruß ))-))

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Hustle
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von Hustle » 14.07.2010, 18:25

hey!
Ist der Beste Testbericht den ich hier bis jetzt gelesen hab. Ganz ganz große Klasse. Es wwürde mich noch interessieren wie lange du schon Gitarre spielst.
In weiß sieht die Gitarre eifnach nur wundervoll aus.Wollte sie auch in weiß haben,habe sie jetzt allerdings in Sunburst mit Palisandergriffbrett. Auch eine sehr sehr schöne Gitarre. Ich möchte sie nicht missen.
Gruß

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sYs
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von sYs » 14.07.2010, 19:30

Sehr schöner Bericht.
Hat Spaß gemacht den zu lesen.
Bin ja mehr ein Paula Fan, aber ich muss sagen, das Ding sieht echt super aus.
Viel Spaß damit!

lg

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von Sunburst » 15.07.2010, 00:22

Hey, danke für die Lorbeeren. :D
Ich spiele (leider erst) seit etwas mehr als drei Jahren Gitarre. Ich kann nicht soviel Zeit investieren, wie ich manchmal möchte, aber es macht Spaß und das ist die Hauptsache.

Ich wollte ehrlich gesagt gar keine weiße Strat haben. Ich war eher in Richtung Sunburst oder schwarz am Schielen. Mein Gitarrenlehrer hat eine wunderschöne blaue Japan Strat, aber die gibt er nicht her. Und dann kam die weiße Mexikanerin und es war um mich geschehen.
Ich mag sehr gerne Paulas und meine ist wirklich Klasse, aber in manchen Momenten fehlte eine Strat, die ist nun da. Eigentlich habe ich ja genug Gitarren. Aber ich habe schon Angst vor dem nächsten GAS Anfall. Eine Tele wäre fein ... oder eine ES oder eine Ibanez JS oder oder oder. :lol:

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von Hustle » 15.07.2010, 08:41

du sprichst mir aus der Seele. Diese GAS Anfälle kommen bei mir von einer auf die andere Sekunde. Die nächste wird höchstwarscheinlich auch eine Tele bei mir. Darf nur meiner Freundin nix erzählen,dann gibts Megger ^^
Aber du scheinst dir ein ziemlich großes Wissen über Gitarren angeeignet zu haben in den 3 Jahren welches du wirklich gut in Worte wiedergibst. Nicht schlecht, nicht schlecht ;)
Welche EpiLes Paul nennst du denn dein eigen? Die Standart?
Welche Musikrichtungen bevorzugst du und was spielst du hauptsächlich mit der Strat? Sorry für die vielen Fragen.
Gruß

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von Sunburst » 15.07.2010, 14:08

Ja, GAS ist schon schlimm. Aber schön schlimm. :lol: Ich könnte mich immer noch ärgern, die gebrauchte US Strat mit Rosewood Griffbrett damals in Australien im Laden gelassen zu haben. Das war auch einer der Gründe, warum ich die weiße jetzt so schnell gekauft habe. Ich hätt mich doch wieder nur geärgert.
Tja, die Frauen verstehen nie, warum wir ein Auto mit 150 PS brauchen und wenn wir es dann zwei Wochen haben, 30 mehr wollen. Und dann kommt immer: "NOCH eine Gitarre? Du hast doch schon VIER! Du kannst doch eh nur EINE spielen! *entsetztkeuch*"

Ich habe eine schwarze Epi Standard. Ich bin erfreut, wie gut sie klingt, die Verarbeitung ist auch gut, das Setup stimmt. Ich will schon seit langenm Pickups tauschen aber dann kam die Strat dazwischen und nun habe ich das aufgeschoben. Das Dumme ist, dass die Bünde so langsam etwas ... krumm ... werden. :lol:
Ich spiele auf der Strat vorwiegend Blues und Blues Rock, die Les Paul nehme ich für die etwas härteren Sachen. Ich bin kein guter Metal Gitarrist, dafür übe ich einfach zu wenig. Ich hör' zwar einiges an Metal, aber es zieht mich mehr so in die Blues bis Hard Rock Ecke, wenn ich selber spiele. An der Les Paul mag ich halt, dass ich die Tonabnehmer unabhängig voneinander regeln kann. Am Hals schön ein paar Akkorde gezupft, den Toggle Switch umgeschmissen und über den Steg ein paar Leads und wieder zurück. Ich finde heutzutage verlassen sich Leute viel zu sehr auf Effekte und übersehen, was einfach mit der Gitarre machbar ist. Violining bekomm' ich wegen meiner kleinen Hand nur sehr unzulänglich auf der Paula hin - dafür mag ich die Strat dann wieder lieber. Und dieser snappige Attack der Strat geht der Paula halt ein bisschen ab. Dafür hat die dann wieder das schönere Sustain und den Männerhals.

Und keine Sorge, frag nur, frag. Ich quatsch gerne über Gitarren. :lol: Merkt man gar nicht.
Obwohl mit Smolski hab' ich letztes Jahr nur über Rennautos geredet. :P

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Jens80
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von Jens80 » 15.07.2010, 15:03

Sunburst hat geschrieben:Tja, die Frauen verstehen nie, warum wir ein Auto mit 150 PS brauchen und wenn wir es dann zwei Wochen haben, 30 mehr wollen. Und dann kommt immer: "NOCH eine Gitarre? Du hast doch schon VIER! Du kannst doch eh nur EINE spielen! *entsetztkeuch*"


Da Konter ich immer mit Schuhen (aktuelles Beispiel an der Hand). Neues Paar Sommerschläppchen ("die Brauch ich aber für das Kleid....") für lächerliche 120 Euro, denen ich jetzt schon eine mittlere Tragezeit von max 24 Stunden übers Jahr prognostiziere!

Na ja, das war dann mein off-topic....

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von Hustle » 15.07.2010, 15:11

Jens80 hat geschrieben:
Sunburst hat geschrieben:Tja, die Frauen verstehen nie, warum wir ein Auto mit 150 PS brauchen und wenn wir es dann zwei Wochen haben, 30 mehr wollen. Und dann kommt immer: "NOCH eine Gitarre? Du hast doch schon VIER! Du kannst doch eh nur EINE spielen! *entsetztkeuch*"


Da Konter ich immer mit Schuhen (aktuelles Beispiel an der Hand). Neues Paar Sommerschläppchen ("die Brauch ich aber für das Kleid....") für lächerliche 120 Euro, denen ich jetzt schon eine mittlere Tragezeit von max 24 Stunden übers Jahr prognostiziere!

Na ja, das war dann mein off-topic....



das ist gut! Sogar SEHR GUT! Danke schonmal dafür ^^
Sunburst,wie alt bist du wenn ich fragen darf?Was du da erzählst klingt ziemlich nach mir selber,kann mich auf jedenfall sehr gut mit deinem geschriebenen identifizieren und wiederfinden.
Gruß

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von rotz » 15.07.2010, 18:04

Gratulation! Klingt wirklich sehr geil! Tolles Review Sunburst!
Man liest richtig wie sehr dir das Baby Spass macht :D und dass du dich richtig gut auskennst!

Noch ein paar Sätze zu deinem ersten Absatz. Ich bin auch der Meinung dass man viel mehr in den kleinen Gitarreläden um die Ecke shoppen sollte. Meistens kann man einige Prozente rausschlagen sodass man eigentlich schon auf einen Thomann ähnlichen Preis kommt und kann bei Problemen immer direkt vor ort vorbeischauen.
Hab mich auch schon bei meinem Gitarrehändler wegen der Hagstrom Viking erkundigt, Preisnachlass, Finanzierung ect... ich trau mich das Teil nur nicht anspielen sonst kaufe ich es gleich :D

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von Sunburst » 15.07.2010, 20:08

Ja, ich bin ein Fan des kleinen Gitarrenladens. Ich mag es einfach ein Instrument vorher anzuspielen. Und wenn man sich mit den Leuten im Shop gut versteht, hat man gleich noch ein nettes Gespräch. Ne Freundin von mir hat mal im Musicstore gearbeitet, nur wegen der bin ich da shoppen gegangen.In Köln ist meine erste Wahl aber das Guitar Center. Die wissen, dass ich keinen Unsinn mache und mit Reißverschlüssen und anderem scharfkantigem aufpasse, deswegen darf ich dann da auch spielen, was da ist. Kann natürlich auch dran liegen dass auch dort eine Bekannte von mir arbeitet(e).

Hustle4Ca$h hat geschrieben:
Jens80 hat geschrieben:
Sunburst hat geschrieben:Tja, die Frauen verstehen nie, warum wir ein Auto mit 150 PS brauchen und wenn wir es dann zwei Wochen haben, 30 mehr wollen. Und dann kommt immer: "NOCH eine Gitarre? Du hast doch schon VIER! Du kannst doch eh nur EINE spielen! *entsetztkeuch*"


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Na ja, das war dann mein off-topic....



das ist gut! Sogar SEHR GUT! Danke schonmal dafür ^^
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Ohja, Schuhe sind ein sehr guter Konter. Okay, wir Männer mögen es ja auch, wenn Frau toll aussieht und wenn sie die Schuhe eben braucht. :lol:

Ich bin knackig, frische 26 Jahre jung Hustle. Habe mit 23 angefangen richtig zu spielen und ärgere mich manchmal, dass ich nicht füher zur Gitarre gefunden habe. Andererseits erinnere ich mich dann daran, dass es auch jetzt einfach Spaß macht und Gitarren mich glücklich machen, dass ich also alles habe, was ich will. ;)

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Hustle
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von Hustle » 15.07.2010, 20:17

akzeptiert! Toller User!
Sympathi-Punkte: 10

Gruß

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von Sunburst » 15.07.2010, 22:42

:lol: Danke. Kompliment zurück ;)

Achja ... müssen wir nur schaffen, dass Frau unser Gitarrenspiel mag. Doof nur, dass so wenig Frauen heutzutage die Sachen kennen, die ich höre. "Rainbow? Häääääh? Dio? Wer? Clapton? Habsch ma gehört. Satriani? Wat is denn das? Kannste nich en Lied das ich kenne?" :P

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von Versailles » 19.08.2010, 16:49

Herzlichen Glückwunsch dazu ))-)) - auch wenn ich absolut kein fan von strats bin^^

Gast

von Gast » 20.08.2010, 10:37

Hab mir diesen tollen Bericht auch nochmal durchgelesen, kann mir heute also guten Gewissens meine Traum-Mexico-Strat kaufen :D juhu!

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von Der Jak » 20.08.2010, 11:03

Hi zusammen,

ein super Review. Inhaltlich aussagekräftig und angenehm unterhaltsam zu lesen. Bin jetzt auch kein riesen Fan der klassischen Fender Strats aber das Thema "Verarbeitungsqualität von Budget-Gitarren" finde ich sehr spannend. Also die Unterschiede z. B. von Fender USA zu Squire, Mex., Jap., oder Gibson zu Epi etc. Es zeigt sich, dass es keine sündhaft teure Custom-Gitarre sein muss, um Spass am Spielen zu haben. Ich selbst spiele erst ein halbes Jahr (nach einem erstem Versuch vor 20 Jahren), bzw. nehme ich jetzt seit Februar Stunden (was ein absoluter Booster war!), habe mir aber in einem Anfall von "Muss ich haben" auch schon ne zweite Gitarre gekauft. Und stöbern und glotzen was es so alles gibt macht mir halt echt Spaß. Aber meine Freundin versteht's übrigens auch NUll :lol:

Offtopic: Ich plane übrigens meine Gibson LP Studio etwas zu pimpen. Bessere, stimmstabilere Mechaniken (Schaller oder Grover Locking Tuners?), Brücke und Stoptail (Tonepros Tuneomatic?) sowie neue Pickup-Abdeckungen - alles in Schwarz! Diese Goldbeschichtung an der Brücke verschwindet nämlich so langsam und nicht das ich was gegen die natürlich Abnutzung hätte, aber irgendwie hab ich mich an dem Gold-Look sattgesehen. Falls jemand nen Tipp hat, gerne per pn :)

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von Hustle » 20.08.2010, 11:16

die weiße Strat ist immernoch untouched wolle ich mal so einwerfen :shock:
Sunburst,wenn du dich satt gesehen hast,dann tauschen wir und du bekommst sie in Sunburst! Gib einfach bescheid :lol:

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von googlemeister » 20.08.2010, 11:20

Finde den Bericht auch toll. Ne Strat werde ich mir sicherlich auch noch kaufen nächstes Jahr dann werde ich die hier defintiv in die engere Auswahl nehmen. Sieht einfach Hammer aus! ;-)
Achja, warst du im City Music Bonn? Da kauf ich mein Zeugs und bei dem "Nimm dir was du willst" musste ich direkt an den Besitzer denken.

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von Loki » 20.08.2010, 12:12

:) Ein schöner Review, den du da fabriziert hast. Mir persönlich taugen Strats überhaupt nicht, die Gitarren und ich passen einfach nicht zusammen. Der untere Cut drückt teilweise so unvorteilhaft im sitzen, dass ich es schaffe, dass mein Bein einschläft :lol:

Telecaster dagegen... *mjam*

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von Sunburst » 20.08.2010, 14:03

Googlemeister, jap, war im City Music. Top Laden!

Gast

von Gast » 20.08.2010, 14:27

Klasse Testbericht!
Da kann ich noch was für meine Berichte von lernen.

Vll ein bisschen Struktur in Form von Überschriften?!

Gruss Flo

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von Sunburst » 16.10.2010, 11:56

:lol: LOL
Meine Glückwünsche. Gute Entscheidung! =)=)=

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Timo Slashfan
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von Timo Slashfan » 16.10.2010, 19:33

Hach Hustle dieselbe kommt weihnachten bei mir ins Haus Juuuhuuu!

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von googlemeister » 18.10.2010, 11:48

Da krisch isch GAS! :P

Ne Strat steht bei mir auch noch aufem Plan. Mir gefällt die American Standard aber nochwas besser vom Gefühl her. Mal schauen ;O
Die Antwort: Üben, üben, üben!
Alles eine Frage des Anspruchs!

Gast

von Gast » 18.10.2010, 12:32

Will auch haben :twisted: :twisted:

Schöne Fender hustle :D

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von Hustle » 18.10.2010, 18:25

das ist irgendwie eine der wenigen Gitarren an der ich mich nicht satt sehen kann!

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Felixus
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von Felixus » 31.10.2010, 17:57

Wundervolles Instrument - habe die auch ins Auge gefasst! :P
Bin übrigens ne Frau, die mal einen Freund hatte, der es beim besten Willen nicht verstehen konnte, wie man so viel Geld für ein Hobby ausgeben kann (waren bei mir damals Keyboards und Kram für kleines Heimstudio). Das gibts also auch umgekehrt ;) .

Happy Halloween =(=))=

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Re: Test: Fender Mexican Standard Stratocaster

von GeniussX » 29.06.2016, 22:05

Hallo Sunburst.
ist zwar ein alter Beitrag aber ich bin erst eben darüber gestolpert. TOP Beitrag

Ich bin auch Anfänger, aber mich interessiert die Technik ebenfalls. Ich habe gerade von G&B das Sonderheft verschlungen, hier geht es auch sehr intensiv um Technik der Tonabnehmer,Magnete und Auswirkungen der Potis und deren KOhms. Ist schon Hammer und man versteht vielleicht einiges besser.

Ich habe die Mexican Standard HSS mit Palisander Griffbrett. Weist Du ob hier ebenfalls der mittlere PU verpolt verbaut ist um Brummen zu vermindern, oder betrifft dies nur SSS Bestückung ?

Sind die Stock PUs keine AlNiCo, meine gefunden zu haben, das diese Keramik sind ?

Ist zudem der mittlere PU, bei einer Squier Vibe 50s, auch verpolt verbaut ? Dazu habe ich nichts gefunden ?

Super wenn Du/Ihr diese Infos habt

LG aktuell aus Portugal ;)) hier ist mal wieder Zeit zu lesen


Gruß
Zuletzt geändert von GeniussX am 29.06.2016, 23:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Test: Fender Mexican Standard Stratocaster

von Software-Pirat » 29.06.2016, 22:33

Ich geh mal davon aus, daß der mittlere bei einer HSS-Strat Pickup anders herum gepolt ist. Kannst du aber eigentlich doch leicht feststellen. Wenn es in Hals- oder Mittelposition rauscht, und in der Zwischenposition nicht, dann ist er anders herum gepolt. Und ja, die Magnete sind keine Alnico, sondern Keramikmagnete. Zumindest bei den Singlecoils, bei dem Humbucker weiß ich es jetzt nicht.

Bei der Squier bin ich mir nicht sicher. Wirklich relevant halte ich die Brummunterdrückung in der Zwischenposition aber sowieso nicht.

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