Gitarrenkauf - nur eine Schnapsidee?

Gumschen
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Gitarrenkauf - nur eine Schnapsidee?

von Gumschen » 21.12.2016, 10:22

Hallo Forum,

ich habe mich hier angemeldet, weil ich mich mit dem Gedanken tragen, im neuen Jahr Gitarre zu lernen.
Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das eine gute Idee ist. Eigentlich möchte ich Gitarren spielen können,
auf der anderen Seite weiß ich nicht, ob ich hierfür langfristig die Geduld aufbringen kann.

Ich spiele Klavier, habe auch ein recht gutes Klavier - nur fehlt mir in letzter Zeit die Lust auf Klavier, ich
daher ein neues Instrument (Gitarre) lernen möchte. Mit 35 Jahren bin ich nicht mehr sonderlich jung,
ein großer Gitarrist werde ich wohl nicht mehr.

Da ich lieber gleich ein halbwegs gutes Instrument kaufen möchte, dachte ich an etwas im Preisbereich
um 500,00 Euro +/- Ich habe einen Bekannten, einen sehr guten, langjährigen Gitarristen der mir hierbei
auch helfen würde. Zu meinem Glück wohne ich in Hannover, wo es PPC-Music gibt, die massenweise
Gitarren haben. Für mich soll es eine Dreadnouhgt-Westergitarre ohne Elektronik oder Ausgänge sein. Puristisch.

Auch wenn ich schon viel gelesen und recherchiert habe, habe ich noch ein paar Fragen:

1. Ist der Unterschied zwischen einer 150,00 Euro und einer 500,00 Euro Gitarre groß, bzw. hat man in diesem Preissegment schon was Ordentliches? Lohnt sich hier das ausgegebene Geld und wie macht es sich an der Gitarre "konkret" bemerkbar? Würdet Ihr sagen, dass eine 500,00 Euro Gitarre schon "was Besseres" ist? (ja, ich weiß, nach oben gibt es keine Grenzen). WORIN liegen die Unterschiede, sind es praxisnahe Unterschiede oder nur sehr geringfügige Unterschiede. Und angenommen ich würde nochmal eine Steigerung von 500,00 Euro auf sagen wir 750,00 Euro machen - hätte man da wieder einen Unterschied? Ja, ich weiß, man muss das Model im Einzelfall sehen und anspielen, trotzdem ... ich hoffe ihr wisst was ich meine. So sagte ein Weinkenner mal, dass es keinen Unterschied macht, ob man einen Wein für 5 Euro kauft oder einen Wein für 10 Euro - wenn man bei Wein eine wirkliche Steigerung von einem 5 Euro Wein haben will, man da schon mindestens 20 Euro ausgeben muss. Wisst Ihr was ich meine?

2. Halten teurere Gitarren grundsätzlich besser die Stimmung?

3. Bezüglich Farbwahl: Ich hätte gerne ein schwarzes Model. Aber immer wieder höre und lese ich, dass schwarzer Lack eher negative Eigenschaften auf den Klang haben soll.

4. Selbst bei höherpreisigen wird "Nato-Holz" verwendet, viele günstigere Gitarren verwenden dagegen schon Mahagonie. Sollte man wirklich auf das verwendete Holz achten?

5. Angenommen ich habe meine Dreadnouhgt Westerngitarre und kann nach einer Weile "recht gut" auf ihr spielen, hätte ich dann Probeme bzw. Umgewöhnungschwierigkeiten auf anderen Dreadnought Westerngitarren, wenn diese höher- oder minderwertiger wären? Muss ich mich in jeden neue Model wieder neu "einfinden" oder ist es so: Wenn man Gitarre spielen kann, spielt das Model keine Rolle. Und was ist mit Jumbo Gitarren, könnte ich dann theoretisch problemlos auf Jumbo-Gitarren spielen?

HIer mal eine kurze Auflistung potentiell in Frage kommender Gitarren - welche würdet Ihr bevorzugen / bzw. ausschließen?

https://www.thomann.de/de/dreadnought_g ... 5D=Schwarz

Diese würde mir optisch auch sehr gut gefallen? https://www.thomann.de/de/ibanez_avd6_a ... intage.htm

Soweit, ich freue mich über Hilfe!
Herzlichen Dank!

LG,
Martin

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Software-Pirat
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Re: Gitarrenkauf - nur eine Schnapsidee?

von Software-Pirat » 21.12.2016, 11:20

Mir persönlich macht das Gitarren spielen schon Spaß, deswegen würde ich dir schon raten, damit anzufangen. Im Vergleich zum Klavier ist die Gitarre auch leichter zu lernen, auch wenn es natürlich nicht von heute auf morgen geht.

Zu den Fragen:
1. Ja, der Unterschied ist schon merklich vorhanden. Das heißt aber nicht, daß es keine gute Gitarren ab ca. 200€ gibt.
2. Nein. Hauptursache für schlechte Stimmstabilität ist meistens der Sattel und/oder schlecht aufgezogene Saiten.
3. Davon höre ich heute zum ersten Mal...
4. Vorsicht, Mahagoni ist nicht gleich Magahoni. Da gibt es verschiedene Arten. Deswegen kann man auch nicht sagen, ob generell Magahoni besser ist als Ahorn, Erle, oder Nato. Das Nato eher auf preiswerteren Instrumenten verbaut wird, heißt nicht, daß es schlechter ist, sondern eher, daß es billiger zu haben ist.
5. Ja, bei einem anderen Modell mußt du dich schon ein wenig darauf einlassen. Der Hals wird ein wenig anders sein, die Saitenlage etwas höher oder tiefer... Das ist aber normal.

Zu den Gitarren speziell kann ich jetzt nichts sagen, aber Ibanez ist eigentlich fast immer okay. Okay, Yamaha auch...

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Re: Gitarrenkauf - nur eine Schnapsidee?

von Frank-vt » 21.12.2016, 12:53

Gitarre lernen braucht sicher etwas Geduld, aber ist - wie SP schon schrieb - einfacher und schneller erfolgreich als Klavier. Zumindestens Grundlagen, die für Liedbegleitung u.ä. reichen. Dafür gbt es hier z.Bsp. das Lagerfeuerdiplom.

1. Mehr Geld kann mehr Gitarre bedeuten, muss aber nicht. Zudem ist es immer eine Geschmackssache. Gitarren ab 200,- € haben im Regelfall eine massive Decke, die sollte es schon sein. Ab etwa diesem Preis gibt es gute und länger brauchbare Gitarren. Eine 500,- €-Gitarre ist nichts "Besseres" (das würde ich so oberhalb 1K€ werten), aber man kann solide, ordentliche Gitarren erwarten.
Du schreibst, das du eine Gitarre ohne Elektronik willst, aber die von der verlinkten schwarzen haben alle einen TA! In der Preisklasse musst du entweder auf den Cut verzichten (braucht eh kaum einer) oder die Elektronik mit kaufen, da es nur beides zusammen gibt,
Eine Gitarre kauft man zudem in erster Linie nach Klang und Bespielbarkeit und die Optik sollte erstmal zweitrangig sein. Von der siehst du als Gitarrist eh am wenigstens, es sei denn du willst sie nur an die Wand hängen :P
Von den verlinkten würde ich bis auf die Yamaha keine in Erwägung ziehen. Fender und Ibanez z.Bsp. bauen gute E-Gitarren, aber reine Akustik können sie nicht so richtig. Bei Ibanez sind zudem oft die Hälse wie Vorschlaghammerstiele...
Empfehlenswerte Marken sind z.Bsp. Cort, Baton Rouge oder Sigma (bei einer Aufstockung des Budgets sogar die ersten Martin), aber auch seltener anzutreffende Marken wie Tanglewood, Art&Luther u.a. sind ein Anspiel wert.

2. Die Mechaniken spielen auch eine Rolle und je teurer die Gitarre, desto höherwertiger sind dieses (so sollte es zum. sein :D).
Aber ob 300,- oder 600,-€-Gitarre dürfte kaum gravierend sein.

3. Das ist Blödsinn, nur bei Hochglanzschwarz wirst du mehr mit Putzen als mit Spielen beschäftigt sein, weil man jeden Finger draufsieht. :P :D Auch deswegen würde ich die Farbe als sekundär ansehen.

4. Wie SP schon schrieb, ist Holz nicht gleich Holz. Da kommt es auf die Lagerung und Verarbeitung an. Das würde ich vernachlässigen.

5. Wenn du eine Western spielen kannst, dann geht das auch auf anderen und ebenfalls auf E- und Konzert-Gitarren. Nur halt mit unterschiedlicher Umgewöhnungsdauer ;)
Die von mir vorgebrachten Kritiken und Meinungen spiegeln ausschließlich meine eigenen, subjektiven Wahrnehmungen wieder. Wem diese nicht gefallen, darf sie gerne überlesen

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Re: Gitarrenkauf - nur eine Schnapsidee?

von Gumschen » 21.12.2016, 15:10

Vielen Dank für die Antworten ... ich weiß nicht, ich bin so zögernd ... ich werde mir das alles nochmal gut überlegen. Vielleicht kann ich im Bekanntenkreis irgendwo eine Gitarre leihen, um es erstmal auszuprobieren. Ich habe schon soviel Zeit ins Klavierspiel investiert, vielleicht wäre es blöd, das nicht eher zu intensivieren.

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Re: Gitarrenkauf - nur eine Schnapsidee?

von Siddy » 21.12.2016, 21:46

Hallo,
eine kurze Frage hab ich noch. Ich geh mal davon aus dass du noch nicht besonders viele Gitarren in der Hand hattest. Deshalb wollt ich dich fragen warum es eine Drednough werden soll? Ich will dir dabei garnicht rein reden. Ich kann dir nur von mir persönlich berichten. Ich hab auch vor einigen Jahren auf einer Drednough angefangen ohne davor eine Gitarre in der Hand gehabt zu haben. Bereut hab ich das im Endeffekt nie weil ich beim Gitarre spielen geblieben bin. Ich persönlich würde jetzt aber nicht mehr mit einer Drednough anfangen. Was ich schreibe ist rein mein persönlicher Geschmack von dem her ist dass sowieso bei jedem anders. Jedenfalls spiel ich mitlerweile am liebsten E-Gitarre weil es mir besser gefällt und für mich auch etwas leichter zu spielen ist. Meine Drednough spiel ich mitlerweile kaum noch, obwohl sie verarbeitungstechnisch und auch klanglich für mich völlig in Ordnung ist. Sie hat damals in etwa 350Euro gekostet. Einer der Hauptgründe warum ich die Dred kaum noch spiele ist weil sie mir einfach zu bauchig ist und es mir dadurch von der Haltung bzw. Schulter zu anstrengend ist. Hätte ich mir am Anfang eine schmale Western Gitarre gekauft z.b. eine 00 Bauform (so glaub ich nennt man die) würde das evtl. anders ausschauen. Deshalb mein Tip nimm einfach mal ein paar Gitarren in die Hand und teste mit welcher du dich wohl fühlst.
Gruß Siddy
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Re: Gitarrenkauf - nur eine Schnapsidee?

von Gumschen » 22.12.2016, 12:39

Ich habe im Vorfeld viel recherchiert - da hieß es meist, dass sogenannte Dreadnought Gitarren in nahezu immer eine gute Wahl seien. Aber Du hast recht, man sollte wirklich im Laden gucken, sollte es soweit sein. Inzwischen ist es so, dass ein Bekannter mir eine seiner Gitarren leiht, "leider" eine ohne Stahlseiten, eine Klassikgitarre mit Nylonseiten.

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mjchael
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Re: Gitarrenkauf - nur eine Schnapsidee?

von mjchael » 22.12.2016, 14:55

Ich habe neben der Gitarre auch ein wenig Klimpern auf dem Klavier gelernt. Simse aus unserem Forum (Klavierbauer) hat auch noch Gitarre gelernt. Beides sind schöne Instrumente. und keiner von uns bereut es, beide zu können. Selbst wenn man beim anderen Instrument nur die Grundlagen lernen will.
Die Gitarre ist im Gegensatz zum Klavier viel handlicher und deutlich flexiebler. Und du hast viel schneller die ersten richtigen Lernerfolge.
"Für Elise" auf Klavier habe ich Wochen geübt. Um die Begleitung von "When you Say nothing at all", "Knockin on Heavens door", etc. zu lernen brauchst du vielleicht eine halbe Stunde (wobei ich natürlich nicht ganz bei 0 anfange). Und für ähnliche Lieder musst du später noch nicht einmal üben, sondern spielst sie gleich.
Also Gitarre lohnt sich.
Gruß Mjchael

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Re: Gitarrenkauf - nur eine Schnapsidee?

von Gumschen » 23.12.2016, 00:11

Nun, viele Leute sagen ja, dass Gitarre schneller und leichter zu lernen sein, als Klavier, bzw. Erfolge sich recht fix einstellen.
Allerdings hat Klavier den Vorteil, dass ein Klavier 88 fest definierte Tasten gibt, die alle einen individuellen Ton erzeugen - bei Gitarre jedoch, man erst wissen muss, wie ein Ton erzeugt wird. Klavier = man drückt Taste / Gitarre = man muss Ton kennen und greifen

Es kommt wahrscheinlich immer auf den Anspruch an, wenn ich ein einfaches Lieder in C-Dur auf Klavier spiele, eine simple Melodie
mit nur einer Hand und nur einem oder zwei Tönen zugleich, habe ich auch schnell einen Erfolg. So kann man jemanden beispielsweise sehr schnell auf Klavier beibringen, einhändig "Ode an die Freude" zu spielen, in einer superdupi-simplen Version.

Insofern bin ich da immer skeptisch wenn es heißt, Gitarre sei leicht, Klavier sei schwer .... oder umgekehrt.

Was ich mich auch frage: Ich bin nicht der Sänger und habe auch nicht vor mit anderen Musikern zu spielen. Gitarre nur für sich als Soloinstrument klingt (ich will niemanden zu nahe treten) für mich meist langweilig und anstrengend. Klavier hingegen kann man natürlich problemlos Solo hören, Klavierkonzerte, bspw.
Beim Hören von Gitarre als Solo - oder ein Solo-Gitarrenkonzert, werd ich nicht wirklich warm. Das wäre ein Grund, der mich auch ein wenig vom Gitarrespielen abhalten würde: Empfinde ich Gitarre-Solo (mich) als schön?

Klavier ist ein wunderbares Solo-Instrument ... aber Gitarre????

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Re: Gitarrenkauf - nur eine Schnapsidee?

von startom » 23.12.2016, 07:38

Hoi
Eigentlich ist es ganz einfach. Du leihst dir eine Gitarre (es gibt viele Geschäfte, welche Mietkauf-Angebote haben) und beginnst einfach mal, oder du bist die nächsten paar Jahre skeptisch und dein innerer Schweinehund versucht weiterhin dich davon zu überzeugen, dass das ganze Lernen und Ueben doch keine so gute Idee ist.

Bei aller Hilfsbereitschaft: Diese initiale Entscheidung kannst du nicht auf uns abwälzen. UNS musst du nicht überzeugen, nur DICH.
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Tom

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Re: Gitarrenkauf - nur eine Schnapsidee?

von Chavez » 23.12.2016, 09:38

Gumschen hat geschrieben:Was ich mich auch frage: Ich bin nicht der Sänger und habe auch nicht vor mit anderen Musikern zu spielen. Gitarre nur für sich als Soloinstrument klingt (ich will niemanden zu nahe treten) für mich meist langweilig und anstrengend. Klavier hingegen kann man natürlich problemlos Solo hören, Klavierkonzerte, bspw.
Beim Hören von Gitarre als Solo - oder ein Solo-Gitarrenkonzert, werd ich nicht wirklich warm. Das wäre ein Grund, der mich auch ein wenig vom Gitarrespielen abhalten würde: Empfinde ich Gitarre-Solo (mich) als schön?

Klavier ist ein wunderbares Solo-Instrument ... aber Gitarre????


Bleib beim Klavier

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Re: Gitarrenkauf - nur eine Schnapsidee?

von mjchael » 24.12.2016, 02:51

Bleib ruhig beim Klavier! Wenn du jetzt noch nicht mitbekommen hast, dass es in den letzten 50 Jahren mehr erfolgreiche Songs gegeben hat, wo man auf die Gitarre nicht verzichten kann, als Songs, wo man aufs Klavier nicht verzichten kann, dann weiß ich es auch nicht. Und wenn dir Solos nicht gefallen, meinst du dann solche von Santana, Garry Moor oder Eric Clapton?
Du magst zwar mehr Oktaven haben, aber was kannst du mit mit einer Taste machen, und wie kannst du 2 Töne miteinander verbinden?
Du kannst ein Hammering Of und Puling of möglicherweise imitieren, aber es gibt allein über 30 Möglichkeiten einen Banding (Saitenziehen) zu gestalten. Da bist du am Klavier sogar mit nur einer Variante überfordert. Gut, viele Lagerfeuerspieler sind das auch, aber allein, was gute Gitarrenspieler an Ausdrucksmöglichkeiten aus einer Gitarre herausholen können übersteigt die Möglichkeiten beim Klavier bei weitem. Ich meine hierbei nur die technische Seite. des Spielens.
Der Einstieg bei der Gitarre ist wirklich einfacher, aber die Möglichkeiten auf der Gitarre sind genau so vielfältig und anspruchsvoll wie jedes andere Musikinstrument, das man studieren kann. Aber das hier ist ein Gitarren-spielen-lernen-Forum, und kein Forum zum abwerben von Musikern. Wenn Klavier dein instrument ist, und dir die Gitarre eh nicht gefällt, dann lasse es.

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Re: Gitarrenkauf - nur eine Schnapsidee? *** neue Entwicklungen ***

von Gumschen » 25.12.2016, 01:36

mjchael hat geschrieben:Wenn du jetzt noch nicht mitbekommen hast, dass es in den letzten 50 Jahren mehr erfolgreiche Songs gegeben hat, wo man auf die Gitarre nicht verzichten kann, als Songs, wo man aufs Klavier nicht verzichten kann, dann weiß ich es auch nicht.


Sorry, aber das ist doch völlig unerheblich. Ich will ja nicht die Charts rauf und runter spielen.
Abgesehen davon geht es hier ja nicht darum, welches Instrument besser oder beliebter ist. Es gibt hier auch keine Gründe kurzum zu werden, nur weil jemand die Fragen stellt, die man gefragt werden möchte. Ich überlege halt öffentlich ein wenig hin und her und erhoffe mir durch ein Forum wie dieses ein wenig Input. Wer das doof findet braucht ja nicht zu helfen oder einsilbig schreiben "Bleib beim Klavier". :cry:

Wie dem auch sei, ich bin noch einmal in mich gegangen : JA! ICH WILL GITARRE LERNEN! :::)( :::) =(=))= :::)( ( :::)(

Habe mich nun auch mit einem gitarreerfahrenen Bekannten nach verschiedenen Gitarren umgesehen und bin (so denke ich) bei dieser hier fündig geworden. Hatte vor sie am Dienstag im Laden zu kaufen:
http://www.ruhrcoastmusic.com/shop/akus ... erngitarre

Was meint Ihr zu diesem Instrument? Hat/kennt jemand diese Gitarre?


Von reinem Schwarz bin ich übrigens ab ... Sunburst gefällt mir viel besser. Die o.g. Gitarre sieht wirklich toll aus.

Dann eine andere Sache: Wäre es sinvoll die Saiten im Laden direkt wechseln zu lassen? Auf dieses Model sind beim Kauf serienmäßig folgende Saiten gespannt: "D'Addario® EXP11 Coated 80/20 Bronze, Light (.012-.053 Gauge)" - also reine Bronze Saiten.

Ich habe gelesen, dass hingegen Phosphor-Saiten weniger hart und scharf klingen, sondern wärmer und "glanzvoller" und sustainreicher? Ich bevorzuge eher einen etwas wärmeren schwebenden (dennoch präzisen Klang), frage mich daher, ob ich die Saiten wechseln lassen soll? Wie gesagt, ich kann nicht Gitarrespielen, wahrscheinlich ist es lächerlich sich an meiner Stelle Gedanken zu Saiten zu machen. Dennoch würde mich interessieren, ob ein Saitenwechsel zu Beginn sinnvoll ist? Machen die mir das im Geschäft (ist das üblich)?

Wenn ich die Gitarre am Dienstag (also übermorgen) kaufe, gibt es etwas worauf ich achten muss? Was ich "fordern" sollte oder sonstige Insidertipps? Wird die Gitarre (ist ja aus dem Schauraum) noch einmal gereinigt oder justiert oder was weiß ich? Ich kenne mich ja nicht aus. Oder kommt die einfach in Karton und gut ist? (habe übrigens schon 30,00 Euro runtergehandelt :D mehr geht scheinbar nicht.

Soweit .. weihnachtliche Grüße ..
Martin

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Re: Gitarrenkauf - nur eine Schnapsidee?

von Chavez » 25.12.2016, 10:14

Was hätte ich nach dem von mir zitierten Absatz sonst schreiben sollen? Das war der beste Rat den ich dir danach geben konnte. Ich hätte natürlich das Ganze auch ausschmücken können und einen spannenden Roman draus machen können mit dem Schluß "Bleib beim Klavier".

Ich hab keine Ahnung ob Geld kein Problem für dich ist. Bevor ich daran denke 600 Euronen für ein Instrument auszugeben bin ich aber relativ sicher das ich es nicht langweilig finde.

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Re: Gitarrenkauf - nur eine Schnapsidee?

von sispo » 26.12.2016, 10:40

Hallo Martin,

wenn das ein "gescheiter" Laden ist, schickt er dich an die Kaffeemaschine und guckt die Gitarre nochmal durch und stellt sie gegebenenfalls ein. Wenn du das möchtest, macht er evtl. auch noch eine 2. Gurtpin ran. So war es zumindest bei mir =(=))=

Was die Saiten betrifft, musst du selbst sehen (hören), evtl. neue mitnehmen (ist nie verkehrt). Kapo, Gurt, Stimmgerät und Pleks nicht vergessen. Viel Spaß

Vergessen hab ich jetzt bestimmt was ;)

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Re: Gitarrenkauf - nur eine Schnapsidee?

von Frank-vt » 26.12.2016, 18:48

Würdest du ein Klavier auch nach der Optik kaufen?? Oder wären dir da andere Kriterien wie Klang etc. nicht wichtiger? Die sieht vlt. schick aus, aber was Ordentliches zum Spielen? Da habe ich so meine Zweifel...
Nach meinen Erfahungen mit Ibanez (selbst mal eine gehabt und immer wieder mal verschiede angespielt), käme die für mich wahrscheinlich nicht in Frage. Die haben mal hier da vlt. was akzeptables für die Bühne, aber rein Akustisch? No way. Das gibt es m.E.n. für das Geld Besseres was Haptik und Klang betrifft. Beachte bitte auch, das dein Bekannter in einer Band spielt, da sind die Anforderungen und Erwartungen etwas anders. und dir muss die Gitarre in erster Linie gefallen und nicht ihm!
In dem Laden scheint das Angebot ja eingeschränkt, aber ich würde da mal eher bei Yamaha, Art&Lutherie ode Dowina schauen. Und/oder nach Möglichkeit noch woanders. Sind ja doch ein paar Euro....
Statt neuer Saiten würde ich die Einstellung prüfen und ggf. nachbessern lassen. Die ist werkseitig nicht immer optimal und erschwert dadurch u.U. das Spielen. Kostet vlt. noch ein paar Euro, aber das ist gut investiert.

PS: Nach dem anderen Beitrag war ich zunächst aber auch zu derselben Erkenntnis wie Chavez gekommen :P :lol:
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Re: Gitarrenkauf - nur eine Schnapsidee?

von Frank-vt » 05.01.2017, 03:13

Leider keine Rückmeldung mehr. Würde mich doch mal interessieren ob und wenn ja, was es geworden ist ;)
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Re: Gitarrenkauf - nur eine Schnapsidee?

von slowmover » 05.01.2017, 17:46

Naja schwierig das Ganze. Einerseits provozierten seine Äusserungen dazu, Ihm zu raten, beim Klavier zu bleiben.
Andereseits reichen ein paar provokante Fragen um mal einen Thread wirklich lesenswert und interessant zu machen. Es gibt offensichtlich eine grosse Diskrepanz zwischen Musik hören und spielen.

Übrigens kann auch fast keine Popaufnahme auf Schlagzeug verzichten. Trotzdem eignet sich das Schlagzeug eher bedingt für Alleinunterhalter. Die Empfindungen eines noch aussenstehenden sind sicherlich realer als reflexartige Defensivargumentation aus unserem Mund.

Nun ich bin früher viel im Beruf unterwegs gewesen. Und abends beim Absacker in den Hilton und Westins Bars spielte dann ein Pianist belanglose Swing Evergreens. Das fand ich kaum zu ertragen. Einen Gitarrenvirtuosen hätte ich aber sicher genausowenig haben wollen. Wohl eher Musik wie Secret Garden im Original von Konserve. Ist Gitarre ohne Bandkontext für viele Nicht-Musiker ein hörenswertes Instrument?

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Re: Gitarrenkauf - nur eine Schnapsidee?

von Frank-vt » 05.01.2017, 21:56

Nur Gitarre ist sicher nicht so dolle. Das höre ich mir mal ein bischen an, aber das wars auch schon. Band brauche ich allerdings auch nicht dazu, denn im Regelfall ist dann ein Schlagzeug dabei und mind. eine E und dann wirds im Regelfall krawallig :D Jedenfalls meine Assoziation.
Muss ich auch bestenfalls nur kurz haben. Bzw. wenn, dann im Radio, nicht live.
Bin deswegen auch schon aus einer Band ausgestigen. Vorher 2 Akustikgit., Schlagzeug (den einzubremsen war auch schon ein schwerer Krampf :/), Geige und Gesang (1-3 Stimmen). Dann kam ein Lead-Gitarrist dazu und es wurder lauter und härter. Nicht mehr mein Ding, da bin ich zu alt für :D.
An liebsten ist mir live nach wie vor Akustikgitarre(n) ohne große Verstärkung, Gesang und ev. dezente Zusätze wie Cajon (alternativ Akustikbass), Geige, Mundharmonika.
Aber das ist halt mein Geschmack ;) Aber grundsätzlich denke ich schon, das Gitarre immer mind. mit Gesang sein sollte. Solo vlt. hier und da, aber nicht für ein breiteres Publikum.
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Re: Gitarrenkauf - nur eine Schnapsidee?

von slowmover » 05.01.2017, 23:09

ja ist auch mein Geschmack. Finde aber keine akustischen Mitspieler. Deswegen spiele ich sowas nur alleine.
Und einmal in der der Woche halt E-gitarre in der Band. Obwohl das mir musikalisch nicht ganz liegt bin ich schon 4 Jahre dabei.
Akustisch wùrde ich auch gerne mal eine Harp-Mitspielerin haben. Und Solo-Gitarre ohne Gesang spielen macht ja auch mal Spass. Aber anhören mag ich es nicht. Von hyperaktiven Musikern wie Tommy Emmanuel schon gar nicht.

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