Erster Gitarrenunterricht

Reosuke
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Erster Gitarrenunterricht

von Reosuke » 09.12.2015, 18:08

Hallo Leute,

ich hab heute mein erstes Mal in diesen Forum daher eine kurze Info über mich,

Seit Ca 5-6 Jahren spiele ich jetzt Gitarre, die Basics ( Gitarre stimmen, erste Akkorde,...) habe ich in der Musikschule innerhalb von einem Jahr gelernt danach habe ich mir alles selbst beigebracht. Zuerst habe ich vorwiegend Gezupft und seit einiger Zeit spiele ich auch "Normal" )()( . Meine momentanen Instrumente sind eine Jackson SLATXMGQ3-6 Solist (E-Gitarre) und eine Fender CD-60 CE (Western-Gitarre).

Mein Anliegen hier ist dass ich demnächst selbst jemanden Unterrichte und ich vor jeder Stunde den Unterrichtsinhalt mit den etwas erfahreneren Gitarristen hier besprechen möchte, da ich mit Sicherheit auch den einen oder anderen Fehler begehen werde und ich selbst auch noch viel zu lernen habe.

Anfangen wollte ich mit der Theorie, aufbau der Gitarre (bezeichnung der Saiten, Bünde, Stimmmechaniken) und je nach dem wie viel Zeit dann noch ist mit dem ersten Akkord ( E-moll, A-dur, C-dur), zusätzlich würde ich auch eine kleine Übung als Hausaufgabe aufgeben. ( mit allen 4 Fingern auf einer Saite spielen Bund: 1,2,3,4 ,2,3,4,5 ... 9,10,11,12)

Ich bedanke mich schonmal für jede Hilfe -::-::-

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Kevenborstel
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Re: Erster Gitarrenunterricht

von Kevenborstel » 09.12.2015, 21:21

Na hoffentlich ist dein Unterrichtshonorar nur eine kleine Aufwandsentschädigung, denn deine Schüler können/werden hier mitlesen. ;)
Spaß beiseite, wenn du mal die Suchfunktion bemühst, findest du einige Anfragen zum "selbst unterrichten".
Da wurden so einige Tips zum Unterrichtsmaterial und "rotem Faden" gegeben.
Ein guter Lehrer (muss aber ja kein Lehrer sein) oder Beibringer wird sich aber auf die Person die er unterrichtet einstellen müssen und sein eigenes Wissen, entsprechend des Schülers (eben dessen Ansprüchen, Motivation und Wünschen), in für ihn erlernbare und interessante Lerneinheiten verpacken und ihm eintrichtern können.
Glaube es wird schwierig dir mit 100% Rat oder Patentrezepten beiseite zu stehen, da wir ja nicht wissen wie/und ob du den Stoff vermitteln kannst und natürlich auch deinen/oder deine Schüler nicht kennen.
Wahrscheinlich wird man wohl zu Beginn auch einige Unterrichtseinheiten (und Schüler) "verheizen" müssen, um dann erst sagen zu können - das mache ich weiter, oder ... was´n schiet och - .
Also nun erstmal herzlich willkommen hier, und ich bin schon gespannt, wie sich dieser Thread entwickeln wird ... --()()()
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Re: Erster Gitarrenunterricht

von matze1985 » 14.12.2015, 12:29

Leider entwickelt sich hier im Forum ja relativ wenig :(


Persönlich wichtig finde ich, und ich bin kein ''Lehrer'' in dem Sinne dass ich regelmäßig unterrichte, dass es einen roten Faden gibt.
Optimalerweise ein Buch, welches der Schüler besitzt an dem man sich entlanghangeln kann. (Lagerfeuerdiplom? Ist sogar kostenlos)

Anfangen würde ich beim Schüler selbst.
Mich würde interessieren welche Art von Gitarre er spielen möchte, was für Musik er gerne hört und auch spielen lernen möchte.

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startom
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Re: Erster Gitarrenunterricht

von startom » 14.12.2015, 12:58

Hoi Reosuke
Lasst Theorie, Namen der Saiten und den Aufbau der Gitarre erstmal weg. Das erste Ziel soll sein, ein erstes Lied spielen zu können, so dass von Beginn an das tägliche Ueben mit Lust und Freude verbunden wird.
Mit den theoretischen Grundlagen (Noten, Tabs, Akkordaufbau) beginne ich, je nach Alter der Schüler, nach ca. einem halben bis einem ganzen Jahr.
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Tom

Reosuke
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Re: Erster Gitarrenunterricht

von Reosuke » 24.12.2015, 15:42

[quote="matze1985"]Leider entwickelt sich hier im Forum ja relativ wenig :(

Ja leider gab es bisher noch nichts zu berichten.

Aber ich habe mir alle Ratschläge durchgelesen und versuche diese in meine Planung mit einzubeziehen.

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Re: Erster Gitarrenunterricht

von MukerBude » 26.01.2016, 14:50

@Reosuke,
grundsätzlich gehe ich mit startom. Wenn Dein Schüler jedoch ein absoluter Anfänger ist würde ich sogar noch rudimentärer anfangen. Wenn die Fingerkuppen noch vom Saiten drücken schmerzen fällt es schwer schon ein Stück zu üben. Aber es gibt schön klingende Einzeltöne, spielt man sie in einer bestimmten Reihenfolge.
Zur grundsätzlichen Vorgehensweise: Nimm Dir ein Lehrbuch und/oder eines der vielen Youtube-Lehrer Deiner Wahl und kopiere die Vorgehensweise.
Freude am spielen zu entwickeln und Neugier aufs weiterkommen ist - für mich - das aller wichtigste!

Ein Nachtrag der mir wichtig ist:

Was ich vergessen habe ist. Befrage Deinen Schüler nach seinen liebsten Musiken, genau die soll sie/er sich so oft wie möglich anhören. Das schult die Ohren, bzw. was dahinter liegt.

Ich selbst verfahre nach dem Prinzip, oft anhören und danach erst zum Instrument greifen oder dran setzen wenn sich der musikalische Teil des Gehirns eine eindeutige Meinung zu dem zu erlernenden gebildet hat.

So manches kleinere MusikThema kann Mensch schon fast perfekt spielen ohne es vorher mit der Gitarre geübt zu haben.
Peter aus der MukerBude

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Re: Erster Gitarrenunterricht

von Tabjunkie » 27.01.2016, 11:35

Da ich selber noch Anfänger bin und für mich nur Blues und Rock (auch etwas härter) in Frage kam, fing mein Gitarrenlehrer mit einem 12-bar Blues mit mir an. Den kann man in relativ kurzer Zeit spielen und variieren. Ob man den mit 2 oder 3 Tönen spielt, das bleibt dann dem Schüler überlassen.
Ich bin ganz zufrieden mit meinen Fortschritten und es macht mir extrem Spass. Ich bin auch erst gerade dran alle Töne auf den einzelnen Saiten in den Kopf zu bringen.
Gruss aus der Schweiz

Mike =(=))=
_____________
Gitarristen fingern besser :lol:

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Re: Erster Gitarrenunterricht

von mjchael » 27.01.2016, 15:48

Also was selbst unterrichten angeht, das wurde hier schon zur genüge besprochen.

Beim Lagerfeuerdiplom findest du das Konzept ausfürlich beschrieben.
https://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_ ... des_Buches

Dieses kann dir vielleicht als Anregung und Inspiration für dein eigenes Konzept dienen.

Gruß Mjchael

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Re: Erster Gitarrenunterricht

von MukerBude » 28.01.2016, 11:34

Tabjunkie hat geschrieben:...Ich bin auch erst gerade dran alle Töne auf den einzelnen Saiten in den Kopf zu bringen.

Seit jeher habe ich Probleme etwas stur auswendig zu lernen. Eine Methode von Bernd Brümmer hat sofort Abhilfe geschaffen.
E - F - F# - G - G# - A - A# - B - C - C# - D - D# - E und wieder zurück
E - Es - D - Des - C - B - Bes - A - As - G - Gs - F - E
Das machst Du vor dem üben/spielen auf allen Saiten und sagst die Töne laut vor Dich hin.
Peter aus der MukerBude

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Re: Erster Gitarrenunterricht

von Alchimedes » 29.01.2016, 22:25

Hallo Reosuke,

das Du Dich jetzt schon traust Unterricht zu geben, alle Achtung.
Man lernt selbst viel wenn man Unterricht gibt den die Schueler stellen Fragen die man oft nicht beantworten kann und zeigen einem schnell die eigenen Grenzen auf. Daher gehe ich hier mit den Muckerkollegen und wuerde die Motivation des Schuelers durch einfache Rock-Klassiker ,max 3 Akkorde, erhoehen.

@Mucker Bude
"Seit jeher habe ich Probleme etwas stur auswendig zu lernen"

Die Methode die Du aufzeigst ( von Bruemmer ) ist stures Auswendig lernen und macht so wenig Sinn weil keine Motivation.
Als erstes wuede ich die "reinen" Toene E F G A H C D mit dem Wissen das es nur einen Halbtonschritt gibt zwischen E F und H C
beibringen und dieses dann auf jeder Saite wiederholen.
Dann sich einen Ton zu schnappen und diesen dann zum Metronom auf jeder Saite, z.B bis zum 12 Bund, spielen.
Also z.B E > leere Saite , dann Oktave 12 bund, dann A saite 7 Bund e.t.c
Spaeter helfen hier auch Notizkarten wo auf Jeder Karte eine Note notiert ist, der Schueler zieht eine und muss nun zum Meronom den Ton
auf jeder Saite spielen.

Gruss Alchimedes

slowmover
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Re: Erster Gitarrenunterricht

von slowmover » 30.01.2016, 11:00

Naja im Grppenunterricht mah sich vielleicht ein Durchschmittslerntyp ergeben und eine individualisierte Lernstruktur nicht möglich sein. Im
Einzelunterrichtmag man zum Beispiel mit Recht die Methode von Startom favorisieren. Aber dennoch wird man um das Einprägen von Skalen und Griffbrett irgendwann nicht herumkommen.
Und da ist es für viele Lerntypen durchaus von Vorteil, den Lernninhalt in völlig unterschiedlicher Art und Weise zu festigen. Also ist die von Mukerbude vorgestellte Methode als Alternative Übung zu Deiner wichtig, um den Übergang zum Langzeitgedächtnis effektiver zu machen.

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MukerBude
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Re: Erster Gitarrenunterricht

von MukerBude » 30.01.2016, 14:44

Alchimedes hat geschrieben:@Mucker Bude

Auch für Dich bitte MukerBude, Danke.

Stimmt, auch die Brümmer Methode ist tatsächlich pures auswendig lernen :-)
Geht es denn überhaut ohne?
Die Motivation dazu ist doch Gitarre spielen zu lernen!
Peter aus der MukerBude

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