Problem mit dem Ringfinger

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Bulletproof
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Problem mit dem Ringfinger

Erstellt: von Bulletproof » 05.06.2009, 19:03

Es ist zum verzweifeln, ich versuche den D-Dur Griff aus dem Buch von Peter Bursch (Gitarrenbuch Seite 21) und dämpfe immer die hohe E-Saite beim greifen der b (h) Saite mit ab. Ich habe bereits meine Nägel gekürzt und versucht nur mit der Fingerkuppe zu greifen, der selbe Effekt. Wer kann mir vielleicht einen Trick oder Tipp verraten, wie es dennoch gehen kann.

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Willaberkannnich
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Erstellt: von Willaberkannnich » 05.06.2009, 19:07

Achte drauf das die Finger möglichst im 90 Gradwinkel zum Griffbrett stehen - ich vermute einfach mal, das der Winkel zu flach ist, und so dann auch probleme mit der e Saite bekommst.....

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pullmo
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Erstellt: von pullmo » 05.06.2009, 19:30

wie der Kollege scho gesagt hat, wirds wahrscheinlich der Winkel zwischen Griffbrett und Finger sein. Immer versuchen, den Finger möglichst senkrecht auf das Griffbrett zu setzen. Kann ne furchtbare Frickelei sein^^ Ich kenn das auch. Aber mit Übung wird das mit der Zeit schon :)
Man kann sich drehen wie man will. Der Arsch bleibt immer hinten.

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Schlonz
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Erstellt: von Schlonz » 06.06.2009, 00:25

Hi Bulletproof,

das selbe Problem habe ich momentan auch. Ich bekomme den Ringfinger einfach nicht hoch genug, um ihn dann senkrecht auf die B-Saite zu setzen und dabei gleichzeitig eine entspannte Haltung beizubehalten. Aber ich habe auch noch die Hoffnung, dass es sich mit einiger Übung beheben lässt.
Fingerfertigkeit soll antrainierbar sein, sagt man sich...

Viel Erfolg weiterhin :-)

Gruß
Jens
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Willaberkannnich
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Erstellt: von Willaberkannnich » 06.06.2009, 00:29

Dreht mal ein bissl an eurem Handgelenk - wenn man des weiter nach aussen drückt bekommen die Finger mehr "länge" und man hat mehr bewegungsspielraum... Wenn´s zu weit nach innen angewinkelt ist geht´s net.

Viel spaß beim üben - und nicht vergessen, ein paar Wochen weiter und ihr greift den im schlaf ;)

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 06.06.2009, 00:31

Yep, da kann ich den Vorrednern nur zustimmen.

Vielleicht solltest du überhaupt mal deine Greifhand überprüfen. Zu Verkrampftes greifen kann die Hand verspannen, und man bekommt die Finger nicht mehr so locker auf die Saiten.
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Grunds%C3%A4tzliches_zum_Greifen_der_Akkorde

Gruß Mjchael

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Schlonz
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Erstellt: von Schlonz » 10.06.2009, 11:35

So, 3 Übungstage später kann ich den Akkord gut greifen, ohne dass der Ringfinger die hohe E-Saite stilllegt. Der Wechsel zu diesem Akkord ist noch etwas langsam da ich jetzt eher Probleme habe, den Ringfinger der linken Hand so eigenständig zu bewegen, dass ich den nicht gleichzeitig mit den anderen Fingern auf die Saiten bekomme, ich muss immer erst den Mittelfinger ablegen (so als Anker sozusagen), um dann den Ringfinger frei zu bewegen.
Das versuche ich gerade in meinen Kopf (bzw. in meine linke Hand) zu bekommen. Aber auch hier ist wohl Übung die Lösung. Wie gesagt, bei dem anderen Problem habe ich das auch geschafft, also nicht aufgeben. Ich bin sowieso erstaunt, wie schnell man so am Anfang Fortschritte macht.
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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 10.06.2009, 16:31

Es ist zwar eine Möglichkeit so was zu machen, aber es ist nicht die eleganteste.

Der Ringfinger kommt bei den Akkorde D Am G Em E F(klein) C auf den Grundton zu liegen. Daher wäre es für die Meisten Akkorde Günstig, dass der Ringfinger zuerst aufgesetzt würde.

Übe besser die Griffwechsel nochmal

http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Zusammenfassung_der_Griffwechsel

Du magst zwar am Anfang länger brauchen, als deine Kollegen, aber es Zahlt sich hinterher durch ein flüssigeres Wechseln aus.

Gruß Mjchael

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 10.06.2009, 19:42

Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild

Das sind nur die reinen Dur- und Moll-Akkorde. Und bei all diesen Akkorden liegt der Grundton genau unter dem Ringfinger.

Für den A-Dur muss man zwar die zweite Griffvariante verwenden, aber diese ist zusammen mit den Akkorden E und H7 günstiger zu greifen.

Gruß Mjchael

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Bulletproof
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Erstellt: von Bulletproof » 10.06.2009, 19:54

Schizo hat geschrieben:Hoffentlich ist das da verständlich ^^ ...so ist bei mir der D-Dur (1-Zeige,2-Mittel,3-Ringfinger)


Entschuldige, aber wie soll denn das gehen? Finger über Kreuz!?

Schizo
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Erstellt: von Schizo » 10.06.2009, 20:32

ah ok ,danke mein Fehler

Insane
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Erstellt: von Insane » 10.06.2009, 22:07

Hatte das prob bis eben auch, dachte meine finger sind zu kurz^^. Hab es dann aber mal mit dem einzelnden finger auf die saite legen versucht und handgelenk weiter vor und schon ging das D , bekomms jetzt auch fast jedes mal hin^^. Muss nur noch G und A-m bissjen auswendig lernen und dann versuchen die griffe schneller hin zu kriegen .

Thx für den tipp mit dem handgelenk !

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 10.06.2009, 22:31

Bild

und ich sach noch
Übe keine Griffe, sondern über Griffwechsel
sach ich noch

Spiele das Lied "Über den Wolken"

G G Am Am D D G G

Fast immer die Reihenfolge.
Danach ist Am kein Problem mehr.

Lass das mit den einzelnen Akkorden zu üben. Das bringt nix. Die Griffwechsel musst du trotz Akkorde trotzdem noch mal extra lernen, also kannst du dir das reine Akkorde lernen sparen.

Mach doch mal das Lagerfeuerdiplom und danach das Folkdiplom.

Mit deinem Vorwissen hast du das in kürzester Zeit geschafft, lernst aber auch noch die wichtigen Kleinigkeiten am Rande.

Gruß Mjchael

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Erstellt: von Schlonz » 10.06.2009, 23:55

@ Mjchael:

Erstmal danke für Deine immer sehr ausführlichen und recht verständlichen Erklärungen :-)

Nun, ich versuche eben hinzubekommen, dass ich alle Finger gleichzeitig aufsetzen kann. Der Gedanke könnte daher rühren, dass ich den Akkord A mit einer dritten Variante, nämlich M-Z-R greife, das hatte ich mir bei Justinguitar angelernt, weil ich arge Probleme habe A mit Z-M-R zu greifen, zu wenig Platz... Dadurch hat man bei den Akkorden E, A und D den Zeigefinger immer auf der G-Saite hat.
Aber nachdem ich Deine Grafiken gesehen habe, denke ich, ich sollte den A Akkord mal mit M-R-K versuchen (ist jetzt allerdings etwas spät dafür ;-)).
Also nochmal, danke für Deine Tipps.

Gruß
Jens
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Erstellt: von AlBundy » 11.06.2009, 09:59

Auf alle Fälle solltest Du das "A" mit Z-M-R greifen, weil ansonsten tust Du Dich beim A7 später mal schwer. Man kann das A7 auch anders greifen, aber beim schnellen Akkord-Wechsel wird das schwierig.

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Willaberkannnich
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Erstellt: von Willaberkannnich » 11.06.2009, 12:14

Wenn´s nur um den einfachen A-Dur geht nutze ich überwiegend die Barre Variante - also nur den Zeigefinger über alle drei Saiten. Z.B. A6 & A7 sind so auch kein problem. Gibt natürlich aber auch Griffe und Griffwechsel wo´s mit der Barre Variante nicht bzw. nicht so gut geht, von daher sollte man die "normale" Variante auch beherschen.

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 11.06.2009, 20:10

Die ZMR-Variante ist besser für D-Dur und A-Dur-Tonleiter.

Bei der E-Dur-Tonleiter mit E und H7 ist die MRK-Variante meist günstiger.
Will man den A7 haben reicht oft (0)02020. Will man die andere, muss man natürlich den anderen Fingersatz nehmen.

Man sollte beide kennen und können. Und man bekommt wirklich bei beiden die Finger auf das Griffbrett.

evtl. muss man die Finger etwas schräg aufsetzen:
Bild


Die Halbbarrés nutze ich nur selten. Fast nur bei Bluessachen, wenn ich die andern Finger für den Basslauf brauche, oder wenn ich noch das hohe A erwischen will.

Gruß Mjchael

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Erstellt: von Schlonz » 12.06.2009, 23:15

Hallo wieder mal.
Nach ein wenig Übung funktioniert der Akkord A nun auch mit der Z-M-R Variant gut. Schon interessant, am Anfang ging der gar nicht, daher auch das Ausweichen auf die andere Variante, aber nachdem ich mich an das Instrument gewöhnt habe - oder besser: meine Finger - klappt der nun auf Anhieb, sehr schön.
Ich habe mich jetzt mal systematisch auf das Wikibook gestürzt, und bin nun beim Lagerfeuerdiplom.
Das Wechseln von A nach D und zurück klappt zwar noch langsam, aber schon recht gut, nun habe ich mich mal an G gewagt. Da habe ich zur Zeit aber noch mein bekanntes Problem, dass ich Mittel- und Ringfinger nicht so recht zusammen halten kann, daher ist der Wechsel von D nach G und zurück doch noch eine amtliche Herausforderung (mal abgesehen von Griff bei G selbst...)
Gibt es irgendwo praktische Übungen, um den Ringfinger beweglicher, vor allem unabhängig beweglicher zu machen?

Gruß
Jens
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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 13.06.2009, 00:12

Ich habe doch fast an alles gedacht.

http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Trocken%C3%BCbungen_f%C3%BCr_Finger

Aber vieles ist reine Gewöhnungssache. Und vieles was noch unmöglich scheint, wird, wenn du es nur lange genug spielst, wie von alleine laufen.

Mit jedem neuen Akkord nimm dir auch immer gleich eine handvoll Lieder vor. So macht das lernen am meisten Spaß.

Die Liste die ich vorschlage kennst du ja inzwischen:
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Liedervorschl%C3%A4ge

In zwei Wochen ist G-Dur für dich überhaupt kein Thema mehr. Du musst dich nur am Anfang da durchwurschteln, und deine Hand an die noch ungewohnten Griffe gewöhnen.

Gruß Mjchael

matze2218
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Erstellt: von matze2218 » 13.09.2009, 18:14

A oder A7 ist recht einfach finde ich (14 Tage spiele ich Jetzt) D ist da schon etwas schwieriger, bei mir will immer die e Saite nicht klingen.
Aber nicht weil ich sie mit dem R dämpfe, nein, weil ich die mit dem M nicht richtig greife, sehe aber kein Problem darin, ich kriege das schon hin.
Aber das Wechseln der Akkorde ist schön schwer, ohne hinzugucken läuft da gar nichts.
Ich kann ja jetzt schon viel länger üben, da meine Finger nicht sehr weh tun, kommt schon langsam Hornhaut drauf.

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