Schmerzen in der Greifhand

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sanfeng
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Schmerzen in der Greifhand

Erstellt: von sanfeng » 18.05.2009, 13:16

Hallo, ich bin neu hier und schreibe hiermit meinen ersten Eintrag.
Ich spiele seit ca. 5 Monaten Gitarre (Westerngitarre und E-Gitti, ersteres mehr) und habe mittlerweile reichlich Schmerzen in der linken Greifhand. Nicht im Handgelenk, nicht im Unterarm. Eher in der Handfläche und den unteren Fingergelenken.
Ist das normal? Ich habe hier leider nichts dazu gefunden. Zuerst dachte ich, na klar, Muskelkater. Aber das sollte sich dann ja irgendwann mal ändern. Überlastung? Oder eher Gicht?
Was mich wundert, das Problem müssten doch mehrere Leute haben.
Wenn ich morgens aufwache kann ich die Hand erstmal nicht bewegen. Fühlt sich steif an. Über den Tag geht es dann. Beim Spielen merke ich auch nicht viel, sonst würde ich ja sofort damit aufhören. Aber Morgens ist es ziemlich unangenehm.
Ein wenig warmspielen hilft dann.
Ich möchte keine Entzündung verschleppen und würde mich über Ratschläge sehr freuen. Soviel spiele ich eigentlich auch nicht, maximal 45 Minuten am Stück, dann wird die Hand auch ziemlich müde.
Ach ja, Hornhaut an den Fingerkuppen...sieht immer noch ziemlich angefressen aus, ändert sich das mit der Zeit auch noch?

Viele Grüsse

avun

Erstellt: von avun » 18.05.2009, 13:43

Nicht das du dann die halbe Nacht auf der Hand pennst :P und es deswegen morgends immer so ist ^^

Ich trau mich ja kaum zu fragen (nach 5 Monaten üben) aber du greifst schon richtig oder? Also, nicht zu fest? Da jeder Mensch anders gestrickt ist, kann ich dir nur raten vielleicht mal weniger zu spielen und es im Auge zu behalten.

Das mit der Hornhaut wird schon, dass dauert auch bei dem einen länger, bei den anderen kürzer.

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Willaberkannnich
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Erstellt: von Willaberkannnich » 18.05.2009, 14:03

Bei mir war das auch so mit den steiffen Fingern am morgen. Hat sich angefühlt als wenn da irgendwas festgerostet ist oder so. Aber dann nach spätestens einer Stunde war die Hand wieder normal. Aber das hat sich mit der Zeit wieder gelegt - heute ist da nix mehr zu spüren.

Mit der Hornhaut wird auch besser, bei mir sahen die Kuppen auch ne ganze Zeit lang ganz schön zerfetzt aus.

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chris73
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Erstellt: von chris73 » 18.05.2009, 17:13

ich wuerde es nicht ganz so auf die leichte schulter nehmen. wenn du jeden morgen diese probleme hast, dann solltest du lieber mal zum arzt gehen.

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Willaberkannnich
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Erstellt: von Willaberkannnich » 18.05.2009, 17:19

chris73 hat geschrieben:ich wuerde es nicht ganz so auf die leichte schulter nehmen. wenn du jeden morgen diese probleme hast, dann solltest du lieber mal zum arzt gehen.

Ist auf jedenfall richtig was du schreibst - das hatte ich vergessen dazu zu schreiben! Ich war so blöd das auf die Leichte schulter zu nehmen und hatte aber Glück das es gut ging. Muß aber nicht für jeden gelten - sicher ist sicher!!

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chris73
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Erstellt: von chris73 » 18.05.2009, 17:54

muss ja auch nix schlimmes sein, aber man weiss es eben nicht. und wenn da vielleicht schon eine entzuendung oder sowas da ist, dann gehoert das rechtzeitig behandelt, sonst kann sowas schnell chronisch werden.
ich habs mit ner knieverletzung so gemacht wie du, mit dem ergebnis, dass ich heute keinen sport mehr treiben kann, bei dem das knie belastet wird.

Gast

Erstellt: von Gast » 18.05.2009, 19:01

45 Minuten pro Tag ist für einen Anfänger zu viel. Bei den meisten kommt es dann zu ähnlichen Symptomen- ist Glücksache, wenn nicht.
Mach mal weniger und Du hast mehr Freude dran.
Entweder nur 20 Minuten pro Tag oder nur jeden 2. Tag üben.
Laß doch Deinen Muskeln Zeit sich zu erholen.
Und:
Nach dem Training wie beim Sport:
Ausgleichstraining machen.
Lockern, massieren, ganz leicht dehnen, aber wirklich nur leicht.
Wenn möglich, nur mit warmen Fingern spielen.
Das sollte sich dann etwas besser werden...
Übungen gibt es ja genug...
Winni

Gast

Erstellt: von Gast » 18.05.2009, 19:42

hmmm ja ich spiel auch jetzt seit ca. 4 Monaten E-gitarre und bei mir ist das auch so

Ach und übrigens 45 Pro tag üben ist viel zu unterdruck gesetzt
also bitte weniger üben also du übst viel zu viel
aber jetzt auch nicht zu wenig üben nur 5 minuten am tag ist auch zu wenig
ne viertel stunde reicht

sanfeng
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Erstellt: von sanfeng » 18.05.2009, 22:24

Hallo, danke erst einmal für die Antworten.
Zum Arzt gehe ich erstmal natürlich nicht.
Wenn man da hingeht ist man garantiert krank. Mal abgesehen davon, dass das zum Orthopäden führen würde, das hiesse 5 Wochen auf einen Termin warten und dann Rheumatabletten schlucken. Für nichts.
Hatte das "Vergnügen" schon mal wegen Knieproblemen. Ist ein paar Jahre her und die Lösung war, erstmal ruhigstellen und dann Sport. Da musste ich aber selber drauf kommen.
Die Tabletten die man mir damals verschrieben hat habe ich nicht geschluckt (Beipackzettel gelesen und verzichtet) die Dinger wurden dann auch wieder eingesammelt als ein paar Leute am Herzkasper gestorben sind. Vielen Dank auch.
Wie ihr merkt halte ich von Ärzten nicht sehr viel. Nur in absoluten Notfällen.
Also ich mache jetzt seit 2 Tagen Pause und es wird schon besser. War wohl überlastet. Mal sehen wie es morgen früh ist. Im Moment keine warmen Gelenke, kein Klopfschmerz, also eine Entzündung wohl eher nicht. :?
Den Tag über die Tastatur bedienen, dann Boxen, Schwertkampf und Grifftechniken beim Kungfu, dann noch die Gitarre ...ist wohl ein bissel viel.
Maximal 45 Minuten am Stück heisst nicht, dass ich am Tag nicht mehr geübt habe. Soll ja auch was werden. Aber es heisst auch nicht, dass ich ständig am Stück 45 Minuten Powerchords gespielt habe oder dergleichen.
Ich zupfe immer erst ein wenig (habe das "von Anfang an " von Ulli Bögershausen) Dann spiele ich ein paar Akkorde, zur Zeit "Wish you were here", dann Pentatonik und zum Schluss die beliebten Powerchords, oder dieses hartnäckig noch nicht richtig klappen wollende F-Dur usw.

Also "normalerweise" spiele ich morgens früh vor der Arbeit so ca. 15 Minuten und dann Abends je nachdem mal 30 Minuten bis zu einer Stunde
dann aber mit Pause und wenn ich früh vom Sport zu Hause bin. Am WE mehr.
Dachte immer das ist arg wenig. Und jetzt hatte ich 2 Wochen Urlaub und ne neue Gibson....
Wie machen Musikstudenten das denn?
Die spielen doch bestimmt viel mehr.
Zu feste Greifen kann ein Problem sein, die Westerngitarre verlangt im Vergleich zur Konzertgitarre und E-Gitti schon nach reichlich Kraft. Ich dachte nur, kannste das da, kannste es überall. Ich versuch' immer mit so wenig Kraft wie möglich zu Greifen, kann aber auch sein, dass eher die Tonleiter und Pentatoniken die Gelenke belasten, so richtig gelenkig sind die Pfoten nämlich noch nicht. Feste Greifen merkt man wohl eher im Unterarm und im Handgelenk, oder?
Mh...na immerhin bin ich doch nicht der Einzige mit so einem Problem.
Oder ich bin einfach ... alt... :( *schluck*

Gast

Erstellt: von Gast » 19.05.2009, 19:40

Die Tastatur (am Besten mit kalten Handgelenken) bedienen führt oft zu Unterarmbeschwerden.
Dein Sport ist für die Unterarme und Hände zusätzlich sehr beanspruchend- nur Druckbelastung (Schließmuskulatur der Hände).
Dann noch das Gleiche bei der Gitarre----
Mach doch mal Ausgleichsport für die Hände. Auch wenn Du erst mal nichts Sinnvolles drin siehst. Und natürlich: Lockern und leichte Bewegungen der Hände hilft ungemein.....
Winni

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AlBundy
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Erstellt: von AlBundy » 20.05.2009, 10:14

Ich denke das ist irgendwo doch auch halbwegs normal. Wer plötzlich einen anderen Job anfängt, wo z. B. das Kreuz beansprucht wird, bei dem sagen auch die Bandscheiben nicht:"Gott sei Dank, endlich werden wir mal wieder belastet", sondern es tut halt ein paar Wochen weh. Häufig ist es sogar so, dass man mit der Zeit und mit der gewachsenen Kraft Fehlhaltungen von alleine meidet.

Es gibt nicht wenige Ärzte die auch sagen, besser belasten als nicht zu belasten und auf der faulen Haut zu liegen.

Natürlich alles in Maßen. Am Besten Aufwärmen, ein paar Takte spielen, dann ausschütteln, wieder ein paar Takte, wieder ausschütteln usw.

45 Minuten konzentriert und hintereinander kann man als Anfänger eh nicht üben, oder aber z. B. Tonleitern und Pentatoniken üben, wo man jeweils nur einen Finger aufsetzt. Dies wäre sowieso geschickter als gleich zum Akkordspiel überzugehen (meiner Meinung nach!)....

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 20.05.2009, 12:18

Alle Sehnen, die deine Finger beugen laufen in der Handfläche durch ein paar Bänder (die Karpaltunnel). Es ist fast so wie beim Fahrrad der Bautenzug.
Wenn du es nun eine ungünstige Handhaltung hast, wo du mit viel Kraft, und gebeugter Hand arbeitest, dann scheuern die Sehnen stärker als normal an diesem Band.

Spielen im Sitzen, Anheben des Griffbretts, eine bessere Haltung des Daumen, weniger Kraft beim Greifen (gerade so viel wie nötig ist), all das kann die Symptome vermeiden. Also wenn es nicht unbedingt sein muss, nicht im Stehen mit der E-Gitarre spielen, wo man die Hand ganz stark abbiegt. Nach ein paar anstrengenden Übungen lieber ei paar Lieder mit einfachen Akkorden zwischenschalten.

Für die Haltung der Hand vielleicht noch mal die Grundlagen wiederholen:
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Grunds%C3%A4tzliches_zum_Greifen_der_Akkorde

Es gibt zwar auch das Karpaltunnelsyndrom (wenn der Kapaltunnel zu eng sein sollte), aber das kommt seltener vor. Viel eher findest du es bei Sekretärinnen, die den ganzen Tag tippen, Fahrradfahrer die zu viel üben, und auch ein Tennisarm geht auch in die Richtung. Also eher was Alltägliches. Wenn es akut weh tut, hilft nur schonen!

Gruß Mjchael

sanfeng
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Erstellt: von sanfeng » 20.05.2009, 13:23

Na ja es tut nicht beim Spielen weh, auch sonst nicht grossartig, halt nur morgens oder wenn ich die Hand länger gar nicht bewege.
Ungefähr so, als wenn man mal ausnahmsweise den Garten umgegraben hat oder ähnliches. Steif, unbeweglich. Ab und an ein Gefühl als würde eine Sehne im Finger herumschnappen, das ist aber bereits viel besser und kommt kaum noch vor.. Ich dachte nur, dass sollte sich mal komplett legen und will mir nicht eine Arthrose "anspielen".
Ich spiele jetzt seit Sonntag (ieek) gar nicht mehr (also links, rechts Zupfmuster üben geht ja =)=)= ) , aber besser ist es morgens nicht wirklich. Die ersten 15 Minuten ist es ziemlich unangenehm.

Ausgleichsübung, mh mir wurde ein warmes Wasserbad empfohlen, darin dann die Hand immer Öffnen und Schliessen.
Ich denke erstmal noch ein wenig Pause und dann mal langsamer weitermachen. Jeden 2ten Tag vielleicht , ich fürchte nur, wenn die Dinger da so rumstehen greife ich sie mir auch. Ich merke ja erstmal nichts.
Einseitig übe ich auch nicht, s.o.. Nur Akkorde oder Barreegriffe 45 Minuten am Stück, das würde man sicher auch anders merken.
Mein Hand wird dann auch ganz einfach müde.
Ich vermute es ist eher das seitliche Dehnen der Finger, also Griffe über mehrere Bünde die die Probleme verursachen, dem Daumen geht es auch ganz gut, die Unterarmmuskelatur merke ich, aber es schmerzt nicht. Also normale Belastung beim Training.
Hand schliessen ist das Problem. Vielleicht waren auch die Bandagen beim Boxen zu fest? Aber dann hätte ich wohl eher an beiden Händen Probleme.
Die Probleme beim Radfahren kenne ich, das ist aber komplett anders. Motorrad mit ziemlich straffer Kupplung hatte ich auch schon, aber das ist dann eher das Handgelenk und der Unterarmmuskel.
:?
*grübel*
Im Stehen spiele ich die E-Gitarren sicherlich leichter als die Western im Sitzen.
Besser ich lass das Westernteilchen eine Weile stehen.

sanfeng
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Erstellt: von sanfeng » 20.05.2009, 13:29

winni hat geschrieben:Dein Sport ist für die Unterarme und Hände zusätzlich sehr beanspruchend- nur Druckbelastung (Schließmuskulatur der Hände).
Dann noch das Gleiche bei der Gitarre----
Mach doch mal Ausgleichsport für die Hände.
Winni

Hallo Winni, na ja den Sport betreibe ich ja schon seit ein paar Jahren daran sollte ich mich ein wenig gewöhnt haben.
Klar, das addiert sich alles, andererseits ist das auch schon ein wenig trainiert.
Hast Du Vorschläge für Ausgleichssport?
Schwimmen wäre wohl gut, aber nach 10 Jahren regelmässigem Badeanstaltaufenthalt kann ich kein Chlorwasser mehr ab.
Dann lieber eine Wasserschüssel.

hisDudess
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Erstellt: von hisDudess » 20.05.2009, 17:49

Kurzer Erfahrungsbericht von mir: Habe auch mit Westerngitarre angefangen (ausschließlich, keine Alternativen), spiele jetzt seit 2 Monate "ernsthaft" (vorher einen Monat unnütz "rumgespielt") und übe teils über 2 Stunden am Stück.
Gestern habe ich z.B. über eine Stunde am Stück ohne Unterbrechung Akkorde geübt (also nur zum Wechsel die Finger runter genommen) und anschließend noch "Kraftübungen" gemacht (diese Spinnenübung mit Hammer Ons) und dann noch mal 30 min Akkorde. Absolut keine Schmerzen. (Beim Spielen natürlich Fingerkuppen da Western Gitarre, aber schnell wieder weg)

Will dich damit nicht demotivieren (=)), aber da ich eigentlich vorher eher schwache Finger hatte, denke ich, dass bei dir irgendwo der Wurm drin ist (wie du ja auch selber vermutest). Hast du deine Grifftechnik mal von nem "Experten" begutachten lassen? Ich habe am Anfang auch ein wenig falsch gegriffen und hatte Schmerzen in der Hand. Nach dem ich meine Finger etwas mehr zusammen gehalten habe und die Kraft aus dem Unterarm nahm, ging es innerhalb von 2 Tagen VIEL besser.

sanfeng
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Erstellt: von sanfeng » 20.05.2009, 18:26

hisDudess hat geschrieben:Kurzer Erfahrungsbericht von mir: Habe auch mit Westerngitarre angefangen (ausschließlich, keine Alternativen), spiele jetzt seit 2 Monate "ernsthaft" (vorher einen Monat unnütz "rumgespielt") und übe teils über 2 Stunden am Stück.

Na ja, die ersten Monate hatte ich auch keine Probleme.
Ich hab' das jetzt so seit 3-4 Wochen.
Wenn ich mir das recht überlege seit ich die Pentatoniken rauf und runter spiele. Vermuten würde ich zunächst ja auch eher ein zu festes Greifen.
Ist dabei sicherlich nicht das Problem, da wird ja eher nur angetippt.
Na ja, mache ich mal ne Pause. Schauen wir mal.

Gast

Erstellt: von Gast » 20.05.2009, 19:41

@sanfeng
Vielleicht hilft Dir meine Erfahrung aus dem Unterrichten von Schülern.
Hatte ja geschrieben, welche Muskulatur Du belastest.
Die nicht belastete (Streckmuskeln) könntest Du mal trainieren. Wenn Du Dich mit Sport beschäftigst, weißt Du ja sicherlich, wie. Da sollte das Training angreifen.
Bei Schülern, die ich mit diesem täglichen (leichten) Training beschäftigt habe, war mehr und besserer Aufbau möglich als bei denjenigen, die das nicht gemacht haben und nur "schnell" werden wollten- also nur Gitarre spielten.
Du wirst ja beim Boxen nicht nur den Bizeps trainieren?
Vor dem Schlafengehen wäre eine gute Zeit, einige Minuten leichtes Training zu machen......und danach die Hände zu lockern.
Winni

sanfeng
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Erstellt: von sanfeng » 20.05.2009, 20:53

winni hat geschrieben:@sanfeng
Die nicht belastete (Streckmuskeln) könntest Du mal trainieren. Wenn Du Dich mit Sport beschäftigst, weißt Du ja sicherlich, wie.

Na ja, eben nicht, darum frage ich ja. Mir fällt da Schwimmen ein, und Kegeln. Beides Sachen die ich jetzt nicht gerade mal eben machen kann.
Na ja, und Rentergymnastik....Arme austrecken eine Faust machen und dann stark spreitzen.
Evtl. mit der Hand in Sirup getunkt. S.o. der Tip mit dem Wasser, nur erweitert. Lecker.
Meihua Quan - das Boxen der Pflaumenblüte, aber dafür habe ich mir leider gerade die Schulter ausgekugelt, na ja und ab das wirkt, man hat dann nur den Luftwiderstand der die Hand streckt.
Ich werd' doch alt und gebrechlich.

Mh, chinesische Liegestütz, so auf den Fingern, man muss nur Aufpassen, dass die Gelenke nicht nach aussen gedehnt werden. Auf einer Gummimatte mache ich das, aber nicht gerne auf Holz oder Steinboden.

Also so wirklich was Gescheites fällt mir nicht ein.
Wenn jemand Ideen hat?
Ich fülle mal eine Schüssel mit warmen Wasser und berichte morgen mal wie es war.

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 20.05.2009, 22:19

Qigongkugeln sind eine einfache und effektive Übung für alles was mit der Handbeweglichkeit zu tun hat.

Gruß Mjchael

sanfeng
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Erstellt: von sanfeng » 21.05.2009, 10:10

Klar, die Kugeln hab' ich ja auch noch. Dank! Gut für die Hände, das stimmt.
Die kann ich auf jeden Fall in beide Richtungen schmerzfrei kreisen lassen.
Strengt auf Dauer auch den Unterarm an.
Lockert aber bestimmt auch. Wie war das, wenn man es gut kann dürfen die sich auch nicht berühren?
Die Sache mit dem Wasser war zuerst recht angenehm, aber heute morgen musste ich feststellen, dass es das eher schlimmer macht.
Ich lege mir jetzt auf jeden Fall die Kugeln neben die Gitarren. Diesen Power Ball Kreisel hab ich auch noch irgendwo. Das Problem ist eine Grenze zu finden. Ich dachte aufhören wenn es anfängt weh zu tun würde reichen.
Gerade probiert, also den Daumen brauche ich eigentlich nur beim Umgreifen, dann kann ich den quasi abspreitzen, also zu doll drücken werde ich da auch nicht. Ich achte mal besser drauf. Alles wird gut.
:-)

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Erstellt: von Joebot » 22.05.2009, 19:45

Schmerzen im Handteller kommen von zu hohem Druck über den Daumen!

Gast

Erstellt: von Gast » 22.05.2009, 21:41

@sanfeng
Du hast es doch selbst gesagt- du benutzt nur die "Schließmuskeln" der Hand. Mit Deinen angegebenen weiteren Sportübungen würdest Du das Gleiche tun. Das bringt nicht wirklich was.....
Ist das so schwer zu begreifen?
Deine Finger sind morgens verkrampft bzw steif. Kann es sein, daß Du sie nachts stark zur Faust machst? Ist bei Stress ein Symptom. wie Zähneknirschen.
Aber zurück auf das eigentliche Programm.
Hand ausschütteln. 10x 3 Sätze Hand langsam öffnen und leicht schließen--ohne Kraft.
Hand ausschütteln. 10x 3 Sätze Hand schnell öffnen und schnell schließen- ohne Kraft.
Hört sich widersinnig an, geht aber.
Hand massieren, Innenseite mit den Fingern der anderen Hand.
Hand gerade halten. Daumen rechts und links kreisen lassen, schnell. Ohne Kraft.
Hand ausschütteln, massieren.
Beide Zeigefinger kreisen lassen (rechts und links herum). Beide Mittelfinger usw.
Hand ausschütteln, massieren.
Danach Hände nicht mehr belasten.
So ungefähr würde ein Programm aussehen, wenn Schüler mit Symptomen wie Deinem zu mir kommen.
Die Übungen verbessern u.a. noch die Koordination der einzelnen Finger.
Ich hoffe, es hilft Dir weiter.
Winni

sanfeng
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Erstellt: von sanfeng » 22.05.2009, 23:53

Hallo Winni, Schließmuskel ist gut, aber das ist was anderes. ;-)
Also die Beuger werden durch das Gitarrespielen beansprucht. Man müsste die Strecker trainieren. Das was du beschreibst meinte ich mit Rentergymnastik, sieht man schon mal öfter, hat ja auch seinen Sinn, macht aber wenig Spass. Ich hatte das ja mit dem Wasser probiert. Faust ins Wasser, unter Wasser öffnen. Beim Schwimmen werden die Finger auch nach hinten gedrückt, gegen den Wasserwiderstand, beim Kegeln durch das Kugelgewicht. Bei der Pflaumenblütenfaust werden schnelle kreisförmige Bewegungen mit der offenen Hand gemacht, das streckt die Hände auch. Richtige Streckarbeit ist schwierig, man könnte sich Gummis um die Finger wickeln um gegen einen Widerstand zu arbeiten, aber so wirklich dolle Sachen fallen mir da nach wie vor nicht ein. Boxhandschuhe anziehen und versuchen die Hand zu öffnen evtl.
Eine Faust mache ich Nachts bestimmt nicht, das ist ja gerade das was morgens nicht geht und schmerzt. Eigentlich normal wenn man Muskelkater in diesen Muskeln hat.
Die Qigong Kugeln scheinen gut zu sein, lockert auf jeden Fall die Hand.
Ich bilde mir auch schon ein das hilft, aber genaueres kann ich dazu erst in ein paar Tagen sagen.

Gast

Erstellt: von Gast » 23.05.2009, 08:49

@sanfeng
Kann Dir nur meine Erfahrung mitteilen, was ich aus meiner Lernzeit mitbekommen habe- bzw von und mit meinen Schülern gelernt und ausprobiert habe.
Ob und wie Du etwas umsetzt, mußt Du selbst entscheiden. Ob es dann die richtige Wirkung hat, kannst Du dann ja berichten- dann haben hier alle etwas davon und lernen mit Dir.
...Die Strecker trainieren ist für etwas anderes.....
Winni

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Erstellt: von mjchael » 23.05.2009, 10:34

Schließmuskel... Bild

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AlBundy
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Erstellt: von AlBundy » 23.05.2009, 16:42

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen und denke auch trotz allem was hier geschrieben wurde, sowas geht nicht von heute auf morgen. Auch eine Änderung der Handhaltung bewirkt keine sofortige Besserung in jeder Hinsicht, sowas dauert Monate bis sich alles eingespielt hat.

Trotzdem wünsche ich Dir/Euch bei Euren Änderungen alles Gute und hoffe, dass es möglichst schmerzfrei ausgeht und sich gleichzeitig positiv auf das Gitarrespielen auswirkt.

sanfeng
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Erstellt: von sanfeng » 24.05.2009, 09:13

Hallo, ich habe gerade mal ein wenig im Internet herumgesucht und wohl gefunden woran es liegt.
Ich hatte ja auch mal dieses Schnappgefühl in einem der Finger.
http://www.medhost.de/gesundheit-lexiko ... inger.html :shock:
mjchael lag da wohl schon ziemlich richtig.
Die Sehnen sind überlastet. Sehnengleitstörung.
Da ist wohl dringend eine Pause angesagt. *seufz*

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Erstellt: von sanfeng » 04.06.2009, 09:47

Mh, also heute morgen hab ich zum ersten Mal die Hand wieder vorsichtig eingermassen schmerzfrei bewegen können. Es zwackt noch und etwas steif ist sie dabei immer noch. Das dauert!
Also wenn hier jemand mal morgens Probleme mit seiner Pfote bekommt
-> sofort Pause machen.
Im Besonderen dann, wenn man den ganzen Tag noch eine Tastatur bedienen muss.
Die Hornhaut entschwindet. :(
Ich muss aber auch zugeben, dass ich am letzten Wochenende doch zur Gitarre gegriffen habe, nur kurz aber es ging irgendwie nicht anders...Ich glaub' ich bin süchtig.

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bergi
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Erstellt: von bergi » 18.06.2009, 22:49

Hi also ich habe die erste Tage jetzt ca. 1.5std pro Tag geübt das ist zuviel ich weiss und mein Handgelenk sagt mir auch heute hey alter Sack mach mal Pause und übertreibs nicht gleich. ;) Es war halt zu schön wieder zu klampfen ...

Sollte deine Schmerzen nicht weggehen dann lass deine Hand trotzdem untersuchen, am besten gleich vom Orthopäden nicht wieder zuerst zum Hausarzt gehen, am besten mal zu einem anderen und hör dich um wer gut sein soll.

Wenn Du da was verschleppst, kanns auch Ende im Gelände mit der Gitarre für lange Zeit werden ..... das willst Du nicht oder.

Was ich gerne als Mountainbiker nimm, wenns mal zwicht und ich nicht gleich richtige Chemie schlucken will ist z.b. Wobenzym oder auch Orthomol beides aber nicht billig, hatte und habe immer wieder mal mit dem Knie und der Schulter zu tun da hilft das aber sehr gut sofern der Arzt Dir natürlich sagt das hilft dafür.

lg
bergi

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Erstellt: von bergi » 30.07.2009, 13:54

sanfeng hat geschrieben:Mh, also heute morgen hab ich zum ersten Mal die Hand wieder vorsichtig eingermassen schmerzfrei bewegen können. Es zwackt noch und etwas steif ist sie dabei immer noch. Das dauert!
Also wenn hier jemand mal morgens Probleme mit seiner Pfote bekommt
-> sofort Pause machen.
Im Besonderen dann, wenn man den ganzen Tag noch eine Tastatur bedienen muss.
Die Hornhaut entschwindet. :(
Ich muss aber auch zugeben, dass ich am letzten Wochenende doch zur Gitarre gegriffen habe, nur kurz aber es ging irgendwie nicht anders...Ich glaub' ich bin süchtig.


Und wie ist es Dir mittlerweile ergangen? Muss gestehen manchmal spüre ich morgens auch die Greifhand, dauernd dann ein wenig bis es wieder weg ist. Schmerzen sind das aber noch nicht.

lg
Bergi

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AlBundy
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Erstellt: von AlBundy » 30.07.2009, 13:59

richtig schlimm wird es erst, wenn Du mit der Hand noch was anderes machst am Tag, könnte z. B. Tennisspielen sein, oder Rasenmäher wo man aus Sicherheitsgründen ständig einen Griff drücken muss damit das Ding nicht ausgeht, oder was manche Leute nachts so machen (mit entsprechendem Arm oder Handeinsatz) :lol: . Dann kann es schon sein, dass man das Handgelenk überlastet....

sanfeng
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Erstellt: von sanfeng » 02.08.2009, 11:33

bergi hat geschrieben:Und wie ist es Dir mittlerweile ergangen? Muss gestehen manchmal spüre ich morgens auch die Greifhand, dauernd dann ein wenig bis es wieder weg ist. Schmerzen sind das aber noch nicht.

lg
Bergi


Hallo, mh na ja, ich hab mal ganz aufgehört gehabt, musste wegen einer anderen Sache ins Krankenhaus, und so nach 2 Wochen war es weg.
Dann hab' ich wieder angefangen und nach 4 Tagen hatte ich es wieder. Aber nicht so doll, morgens kann ich kurz nach dem Aufwachen die linke Hand nicht sofort schliessen, etwas massieren, dann geht es und ich habe Ruhe für den Rest des Tages.
Die Westerngittare darf ich aber nicht benutzen, dann wird es sofort schlimmer. Für die habe ich jetzt 10er Saiten gekauft, mache ich bei Gelegenheit mal drauf, die E-Gitarren spiele ich mit 09ern.
Ein Problem ist bei mir die zusätzliche Computerarbeit, ich fürchte auch, das Nachts das Handgelenk evtl. mal abgeknickt zum Liegen kommt.
Ich habe auf jeden Fall zu viel Kraft beim Spielen angewendet und die Hand überlastet.
Wenn ich kontrolliert übe habe ich keine Probleme, aber manchmal fummel ich mit den Effekten rum und brate ein paar unbedachte Powercords, die Gitarre geht mit mir durch usw. ihr kennt das evtl., dann merke ich auch sofort wie sich die Hand verkrampft.
Wenn es nicht gerade soundtechnisch zu spannend ist. Dann bekome ich das leider zu spät mit. :(
Am Besten hilft: Ruhig halten, evtl. das Handgelenk schienen, ich habe allerdings nur Boxbandagen drumgetan, ist billiger, tuts auch.

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