Einzelunterricht nehmen ?

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Gast

Einzelunterricht nehmen ?

Erstellt: von Gast » 27.12.2007, 17:30

Hallo,
ich gehöre nicht mehr zu den Jüngsten (58J) und habe vor einem Jahr mit der Gitarre angefangen. Eigentlich klappt es schon ganz gut mit der Begleitung meines Gesangs. Verschiedene Anschlagtechniken und Rhythmen sowie einige Barre Griffe funktionieren auch schon.

Nun habe ich in der VHS erst einen Anfängerkurs besucht, dann habe ich einen Kurs übersprungen, aber ich habe erneut das Gefühl, daß ich dort nicht richtig vorwärts kommen. Das Repertoire was ich zu Hause spiele ist viel komplizierter und interessanter.
Im Kurs richtet sich das ganze leider nach dem Tempo der Langsamsten.

Irgendwie weiß ich nicht so recht, ob es nun vernünftig ist alleine weiter zu machen, auf die Gefahr hin, mir Fehler beizubringen oder ist es vernünftig Einzelunterricht zu nehmen? Oder vielleicht doch im Kurs weitermachen, denn ab und zu kommt ja doch noch mal ein kleiner Trick.

Zu meinem Lieblingsrepertoire gehören u.a. Dylan Songs, Stones, Beatles etc. Wobei gerade bei Dylan oder Donavan Picking nicht verkehrt wäre, das holpert allerdings noch.

Beste Grüße Hanjo

westwind
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Re: Wo lernen?

Erstellt: von westwind » 27.12.2007, 18:30

Hanjo hat geschrieben:oder ist es vernünftig Einzelunterricht zu nehmen?

Genau das würde ich an deiner Stelle machen. Ich hatte nie Gruppenunterricht und weiß daher von den Vorteilen des Einzelunterrichts zu berichten. Such dir in deiner Stadt einen kompeteten Lehrer der humane Preise nimmt und sich in der Stilistik die du magst gut auskennt. Eventuell auch mal bei Freunden oder Bekannten nachfragen. Kontakte über Empfehlungen sind in der Regel die besten.

Viele Grüße
Denn was wir tun müssen, nachdem wir es gelernt haben, das lernen wir, indem wir es tun.

Gast

Erstellt: von Gast » 27.12.2007, 19:10

Danke Westwind.

Sind denn 25 Euro für 45 Min normal, human oder teuer?

Das mit der Stilistik ist übrigens ein Hinweis den ich wirklich ernst nehmen muß. Unser jetztiger Lehrer im Kurs ist eher Klassiker. Er zählt die Stücke eher aus und seziert den Rhythmus. Um einen Shuffle zu erkennen brauche ich das nicht. Aber ohne intuitiv entweder den Rhytmus wie im Original zu punktieren, oder eben für mich neu zu interpretieren, komme ich nicht zu einem für mich befriedigendes Ergebnis. Das man bei den Basis Schlagmustern die Leerschläge und Betonungen mal geübt hat ist klar.
Ich denke, da man in meinem Alter nicht mehr unbedingt das Spiel in einer Band anstrebt, darf man wohl seinem Stil eher nachgeben?

KasperskyKapoff
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Erstellt: von KasperskyKapoff » 27.12.2007, 21:56

Also ich finde 25 Eus die Stunde eindeutig zu teuer.

Die Lehrer, bei denen ich bisher gelernt habe, haben nie mehr als 20 Euro genommen. Vielleicht kannst du ja den Preis etwas runterhandeln, da sind viele Gitarrenlehrer (aus meinen Erfahrungen) relativ flexibel.

Gruß,
Kaspersky

westwind
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Erstellt: von westwind » 28.12.2007, 16:22

Hanjo hat geschrieben:Sind denn 25 Euro für 45 Min normal, human oder teuer?

KasperskyKapoff hat geschrieben:Also ich finde 25 Eus die Stunde eindeutig zu teuer.

Das kommt immer auf den Lehrer und insbesondere auf seine Fähigkeiten an. Ich finde 25 Euro für einen erfahrenen Gitarrenlehrer durchaus gerechtfertigt. Hier ein Paar andere Meinungen dazu.


Hanjo hat geschrieben:Ich denke, da man in meinem Alter nicht mehr unbedingt das Spiel in einer Band anstrebt, darf man wohl seinem Stil eher nachgeben?


Das sollte man aufjedenfall tun. :D
Denn was wir tun müssen, nachdem wir es gelernt haben, das lernen wir, indem wir es tun.

Gast

Erstellt: von Gast » 08.04.2008, 12:30

Hallo,

also ich habe jetzt meinen Privatunterricht (wöchentlich 60 Min.). Und ich bin extrem zufrieden. Das was sich beim mir massiv verändert hat:

1.) Zu Anfang wird immer en bißchen aufgewärmt. Arpeggien mit der Akkordfolge Dm - G7 - C - F - Hm7/5 - E7/9 -Am - Am/G - D7/F# -
Fmayor7 - E - Am - A7

Merkwürdig, wenn man immer das gleiche zum Aufwärmen spielt, hat das eine psychologische Wirkung. Die Konzentration wird, obwohl die Folge ja völlig automatisch abläuft, in einen beschwingten Lernzustand gebracht. Die letzten Gedanken werden abgestreift und man taucht in die Musik ein.

2.) Viele Griffolgen müssen bei mir umgebaut werden. Zwischen zwei Griffen hatte ich mir angewöhnt alle Finger zu heben. Es ist schon erstaunlich, daß man fast jedesmal einen oder zwei Finger liegenlassen kann, wenn der Fingersatz stimmt. Noch erstaunlicher in welchem Maße dann Sicherheit und Tempo zunehmen.

3.) Die sezierende ultralangsame Übüngssequenz bei neuen Dingen trainiert einen darauf Aktivitäten der linken und rechten Hand vorauszudenken. Und das was man ultralangsam einstudiert klappt dann auch bei Speed.

Also ich werde viel schneller im Einzelunterricht voran kommen.
Beste Grüße Hanjo

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