Moll und dur Pentatonik

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Kevin88
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Moll und dur Pentatonik

Erstellt: von Kevin88 » 27.01.2019, 12:19

Hallo :)
Ich habe mal ne Frage zu der dur und der Moll pentatonik..
Wenn ich mich richtig informiert habe dienen diese ja fürs solo spielen über bestimmte akkorde.
Aber viele Songs haben ja verschieden Akkorde..
Das heißt wenn ein Lied beispielsweise ein takt C dur, ein takt g dur, und 2 Takte a Moll beinhaltet, muss ich also das solo Spiel jeden Akkord anpassen ? Also wenn der Wechsel von c dur auf g dur kommt, Wechsel ich gleichzeitig auch mein solo Spiel in die jeweilige tonleiterart? Oder kann man einfach weiter Spielen im c dur tonleiter ??
LG Kevin:)

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startom
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Re: Moll und dur Pentatonik

Erstellt: von startom » 27.01.2019, 12:45

Hoi
Wenn sich alle verwendeten Akkorde innerhalb derselben Tonart befinden, dann musst du die Pentatonik nicht anpassen.
Beispiel: Die Am-Pentatonik bezieht sich nicht auf den Akkord Am, sondern auf die Tonart Am.
Tom

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Frank Rapke
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Re: Moll und dur Pentatonik

Erstellt: von Frank Rapke » 15.05.2019, 17:35

Hi Kevin.
Für den Anfang bleibts du am besten bei C dur wenn es zwischen den Akkorden C und G (auch noch F oder Dm, Em und Am) wechselt.
Du kannst aber auch wechseln wenn du möchtest! Also C-Dur Penta zum C Akkord, G-Dur Penta zum G Akkord...
Grüße Frank

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mjchael
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Re: Moll und dur Pentatonik

Erstellt: von mjchael » 15.05.2019, 21:08

Pentatoniken sind in der Praxis relativ einfach zu spielen, aber in der Theorie fehlen meist die Grundlagen, wann sie wo warum funktionieren und wann nicht.

Ein paar Lieder können mit einer einzigen Pentatonik begleitet werden. Auch wenn da die Akkorde wechseln.
Faustformel: Tonart = Pentatonik
Ist das Stück in Am, dann verwendest du die Am-Pentatonik.
Ist das Stück in G-Dur, dann verwendest du die G-Dur-Pentatonik.

Bei der Pentatonik hast du nur 5 Töne
Am-Pentatonik mit den Tönen A _ C D E _ G
Einige Töne kommen mehrfach vor. Beispielsweise ein tiefes, ein mittleres und ein hohes A.

Du verwendest die Pentatonik aber nur zur Verzierung des Musikstückes, und verwendest dazu nur einen Ausschnitt der Töne, die normalerweise zu einer ganzen Tonleiter gehören.
Du meidest Leit und Strebetöne und die Probleme, die sich damit ergeben.

Wenn mal die Pentatonik nicht passt, kommt die zweite Faustformel zum Einsatz.
Akkordname = Pentatonik-Name
Beispiel: Akkordfolge Am G F E
Am = Am-Pentatonik
G = G-Dur-Pentatonik
F = F-Dur-Pentatonik
E = E-Dur-Pentatonik
Auch möglich:
Am + G + F = Am-Pentatonik
E = E-Dur-Pentatonik.

Eine Besonderheit gibt es beim Blues, wo man über jeden Akkord die Moll-Pentatonik spielt.
A7 + Am-Pentatonik
Wird dann auch Blues-Pentatonik genannt.
Die wird aber gerne noch mit ein paar weiteren Tönen (den so genannten Blue-Notes) angereichert und dann besser Blues-Skala genannt.

Und das ist nur eine grob vereinfachte Darstellung. Wie gesagt: die Praxis ist (relativ) einfach, aber die Theorie hat es in sich.

Eine ausführliche Zusammenfassung findest du hier:

https://de.m.wikibooks.org/wiki/Gitarre ... assungen_1

Die einzelnen Lektionen (siehe dort in der Navigation) sind etwas einfacher.

slowmover
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Re: Moll und dur Pentatonik

Erstellt: von slowmover » 16.05.2019, 18:55

Na, im Endeffekt ist es egal, ob ich bei Töne die nicht so gut passen zu Durchgangstönen kürze. Einfache Liedchen haben Tonika, Dominante, Subdominante. Auf Basis C-Dur also Dur-Akkorde C, F, G resp. den Mollparallelen Am, Em und Dm. Alle diese Akkorde werden aus den Tönen der C-Dur Tonleiter gebildet. Nun lasse ich bei der Pentatonik noch die Töne weg die sich bei F-Dur und G-Dur verändern. Und dann habe ich eine Tonleiter aus 5 Tönen die in allen 6 Tonarten enthalten ist. Und los geht es mit der Vollkasko-komposition.
Was bleibt: Spielt die Begleitung den C-Akkord, dann haben auch die Töne des Akkordes C,E,G die Oberhand bei der Melodie (Pentantonikspie).. Spielt die Begleitung den G-Dur Akkord ist C in der Melodie nur noch Durchgangston und G und D spielen die Hauptrolle. Alles passt zusammen. Ich variere meine C-Dur Pentonik nur insofern als ich das tonale Zentrum verlagere.

Es ist also der umgekehrte Weg, wie beim Suchen der Akkorde für ein Volksliedchen: https://www.lieder-archiv.de/alle_voege ... 00044.html
Die Melodietöne die den meisten Zeitanteil im Takt haben bestimmen den Akkord. Sie sind im Akkord enthalten. Erst wenn man dies Prinzip verstanden hat verstösst man gegen die Regel, weil man bewusst Spannung und Dissonanz will.

Selbst wenn man statt solch rein theoretischer Herangehensweise lieber die Dinge mit Musikalität angeht, sieht man, warum unsere Musik in den Grundzügen ganz logisch ist.

Was passiert, wenn man G-Dur- die C-Dur und die F-Dur Pentatonik zusammenpackt. Dann hat man die Töne der C-Dur oder Am Tonleiter komplett. Sonst keinen fremden Ton.

Da ist es wirklich logischer sofort mit der C-Dur Tonleiter zu solieren statt mit 3 Pentatoniken.

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