Tipps und Empfehlung für einen Übungsverstärker erbeten

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Jack.C
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Tipps und Empfehlung für einen Übungsverstärker erbeten

Erstellt: von Jack.C » 18.09.2018, 21:58

Hallo, ich habe mich gerade ganz frisch angemeldet, lese hin- und wieder schon länger mit. 'Bin 24 Jahre alt und spiele seit einem Jahr E-Gitarre (Les-Paul-Nachbau). Bisher habe ich nur mit dem VOX AC30 Amplug gespielt. Kurzzeitig einen Fender Mustang I v.2 daheim getestet.

Ich möchte mir nun einen richtigen Verstärker kaufen, der ausschließlich zuhause zum Üben genutzt wird. Und da bin ich auch schon bei meinem wichtigstens Kriterium angelangt:

Rock-Rhythmus-Arbeit auf geringem Lautstärkeniveau, da ich in einer Mietwohnung wohne und die Nachbarn aus Respekt nicht belästigen will.

-Musikrichtung: Rock, (Hardrock, Hairmetal) 70's, 80's und Blues - so ein herrlicher Leadton wie ihn Snowy White spielt/e (als Bsp.)
-Ein Combo ist ganz nett, 1 Kanal wäre ausreichend. 10" oder 12" - offene oder geschlossene Rückwand, keine Ahnung.
-Reverb sollte integriert sein, anderenfalls dann per Effektweg, ist ansonsten nicht unbedingt notwendig - die Einschleife.

-Kopfhöranschluss brauche ich nicht.
-Definitiv kein Modelling-Amp

Insgesamt brauche ich kein Schnick-Schnack. Falls das mit dem Blues und Rock in einem nicht so gut harmonierbar ist, bevorzuge ich mein Anliegen für die Rockmusik.

Habt ihr bitte ein paar Tipps oder direkt eine Empfehlung? Mein Trip zum Musicstore ist zum 1. Wochenende im Oktober geplant, dann kann ich direkt testen.

Anbei mein ausgefüllter Fragebogen.


1. Besitzt du bereits einen Gitarrenverstärker?
[X] Nein
[ ] Ja, und zwar (Marke, Typ):


2. Wieviel Geld hast du eingeplant auszugeben?
[bis 400] Euro


3. Hast du schon mal in einem Gitarrengeschäft ein paar Gitarrenverstärker getestet?
[X] Nein
[ ] Ja, und zwar (Marke, Typ, falls bekannt):
[ ] Mir hat am besten gefallen (Marke, Typ, falls bekannt):


4. Würdest du dich selbst bezeichnen als
[ ] blutiger Anfänger
[X] Amateur mit etwas Erfahrung
[ ] ambitionierter, erfahrener Gitarrist
[ ] Fortgeschrittener Gitarrist


5. Wie lange spielst du schon Gitarre?
[ ] einige Tage/Wochen
[ ] einige Monate so ein halbes jahr
[ ] länger und zwar:


6. Was für Musik beabsichtigst du zu spielen (1= eher mehr, 2 = eher selten)?
[X] 1 [ ] 2 -> Rock ( [X] Classic Rock, [ ] Modern Rock)
[ ] 1 [ ] 2 -> Metal ( [ ] Speedmetal, [ ] Hardcore)
[ ] 1 [ ] 2 -> Pop
[ ] 1 [ ] 2 -> Baladen
[X] 1 [ ] 2 -> Blues
[ ] 1 [ ] 2 -> Soul
[ ] 1 [ ] 2 -> Funk
[ ] 1 [ ] 2 -> Alternative ( [ ] Indi, [ ] Emocore, [ ] Grunge)
[ ] 1 [ ] 2 -> Schlager
[ ] 1 [ ] 2 -> Folk
[ ] 1 [ ] 2 -> Rock ’n’ Roll
[ ] 1 [ ] 2 -> Hip Hop
[ ] 1 [ ] 2 -> Jazz


7. Wo willst du den Gitarrenverstärker benutzen?
[X] zu Hause
[ ] im Proberaum
[ ] Live auf der Bühne


8. Wieviel Watt hast du dir vorgestellt?
[ ] Watt
[X] keine Ahnung


9. Welcher Sound ist dir besonders wichtig?
[X] Zerr- bzw. Distortion-Sound
[X] Clean-Sound
[ ] leicht angezerrter Crunch-Sound


10. Welchen Verstärker-Typ bevorzugst du?
[X] Röhrenamp
[X] Transistoramp
[ ] Modeller
[ ] egal
[ ] keine Ahnung

Danke sehr.

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Funplayer99
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Re: Tipps und Empfehlung für einen Übungsverstärker erbeten

Erstellt: von Funplayer99 » 19.09.2018, 07:42

Zum antesten würde ich den Blackstar HT 5R empfehlen.
Er hat alles was du brauchst und bist auch für die Zukunft gerüstet.Kopfhöreranschluss hat er,das ist aber in einer Mietwohnung keine schlechte Sache.Ich sprech da aus eigener Erfahrung.
Effektweg ist vorhanden und klanglich kann er sich trotz geringer Leistung (5W) die aber für eine Mietwohnung allemal ausreichend ist, gut sehen lassen.Dieser Amp hat eine Transistor Vorstufe und eine Röhren Endstufe.
Da er ein 2 kanaliger Röhrenamp mit geringer Leistung ist kann man ihn schon bei geringer Lautstärke in die Endstufensättigung fahren,was eine schöne Endstufenzerre und cremigen Ton bedeutet.
Der Fußschalter für die Kanalumschaltung ist auch schon dabei.
Dieser Amp ist für mich der Vielseitigste Röhrenamp in deiner Preisklasse.

Wenn du mehr Leistung willst (wobei ich da in Mietwohnungen vorsichtig wäre) ist der Bugera V22 Infinium etwas.
Der hat auch alles was du brauchst aber im Vergleich zum Blackstar ist er ein Vollröhrenamp, was bedutet dass er sowohl in der Vorstufe als auch in der Endstufe Röhren hat.Fußschalter hat er auch inklusive.
Auch hier lohnt sich das antesten.

Beide Verstärker habe ich schon angespielt und fand sie gut.
Wenn der letzte Club geschlossen und der letzte Künstler abgetreten ist wirst du erkennen, dass man geile Atmosphäre nicht downloaden kann.

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Re: Tipps und Empfehlung für einen Übungsverstärker erbeten

Erstellt: von Software-Pirat » 19.09.2018, 09:08

Der Fender Champion ist auch nicht schlecht: https://www.thomann.de/de/fender_champion_100.htm
Mußt aber mal anchecken, ob er leise auch gut klingt. Es gibt aber auch kleinere Varianten und entsprechend leistungsschwächere Varianten. Ansonsten ruhig auch mal den Boss Kantana bzw. einen der Roland Cubes anchecken.

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Re: Tipps und Empfehlung für einen Übungsverstärker erbeten

Erstellt: von Vollröhre » 19.09.2018, 10:57

Ich stand vor ein paar Monaten vor dem gleichen "Problem". Bei mir ist es ein Hughes&Kettner Tubemeister 18 und ein Peavey 1x12 Celestion Greenback Cabinet geworden. Etwas über 400,-- Euro, aber vielleicht eine Überlegung wert, keine Combo zu nehmen. Der Tubemeister hat einen eingebauten PowerSoak und kann mit 1W, 5W oder 18W betrieben werden. Es gehen sogar 0W, wenn man über den XLR-Out geht. Wenn man nicht in die Endstufenverzerrung will, kann man den gut auf 18W stehen lassen und über die Regler die Lautstärke anpassen. Das geht auch überraschend leise.

Für 50,-- Euro mehr gibt es auch noch ein kleines Topteil von Peavey, den " Mini Head", der möglicherweise noch marginal besser ist, als der Tubemeister, zumindest Reverb und Kopfhörerausgang gleich mit bietet.

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Re: Tipps und Empfehlung für einen Übungsverstärker erbeten

Erstellt: von everyBlues » 20.09.2018, 12:27

Software-Pirat hat geschrieben:Der Fender Champion ist auch nicht schlecht: https://www.thomann.de/de/fender_champion_100.htm
.


Wollte ich jetzt auch empfehlen. Allerdings würde ich für die Wohnung den 40 nehmen. Also fender Champion 40.
Jup, der kann auch leise.
https://www.thomann.de/de/fender_champion_40.htm

Das ist ein Transistor. Die effekte sind allerdings Digital.

Jack.C
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Re: Tipps und Empfehlung für einen Übungsverstärker erbeten

Erstellt: von Jack.C » 20.09.2018, 19:11

Danke für die netten Vorschläge!

Der Blackstar HT-5R habe ich mir bereits vorgemerkt. Der scheint ja recht vielfältig zu sein und hat tolle Extras.
Ich habe aber gelesen, dass da doch eine Röhre in der Vorstufe verbaut ist!?

Vorstufenröhren: 1x ECC83 : Endstufenröhren: 1x 12BH7

Ich habe dazu gleich noch eine Frage: Wie lange muss man den Verstärker auf Betriebstemperatur "vorglühen"? Ist das so in etwa wie beim Bügeleisen? Ich werde mich gleich sowieso nochmal etwas in dem Thema einlesen, wegen der ganzen Bezeichnungen/Typen ECC83, EL84, 12AX7 usw. usf.

-Mehr Leistung wohl eher nicht. Wobei mir die Bugera-Verstärker optisch zusagen.

Ich habe da noch den VOX AC10 für 412€ entdeckt. Vom Design sieht der ja schon toll aus, hat aber keine Extras, worauf ich auch wenig Wert lege. Vielleicht habt ihr den schonmal getestet?!

/

Der Tubemeister liegt knapp über meinem Budget, sieht stark aus. Auch schon gesehen. Die Box dazu, auch wenn ich nicht deine genannte gefunden habe, ruiniert mein Limit.

/

Wie gesagt, devinitiv kein Modelling-Amp. Auf interne Effekte stehe ich nicht. Und die Zerre vom Mustang war total etzend. So vielleicht nicht mit dem Champion(s)...

Bisher sieht es sehr gut für den HT-5R aus, wobei mir das Design vom VOX besser gefällt.

Funplayer, da du den Bugera V22 Infinium angesprochen hattest, kam mir da die Idee den V5 Infinium mit einem OD Pedal zu betreiben. Hat das schonmal wer getestet, um den gewünschten Anforderungen gerecht zu werden?

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Re: Tipps und Empfehlung für einen Übungsverstärker erbeten

Erstellt: von Vollröhre » 20.09.2018, 19:37

Die kleinen Combos haben meist nur 8 oder 10 Zöller drin. An dem kleinen Bugera hab ich schon mal gepielt, allerdings ohne Overdrive. War soweit ok, konnte nicht viel experimentieren. Ad Overdrive: Ich liebe mittlerweile meinen Tubescreamer am TubeMeister. Das wird mit anderen Röhren-Amps nicht anders sein. Soviel ich gelesen habe, gibt es gute Tubescreamer-Clones zum kleinen Preis. Wenn Du keinen Original TS9 oder TS808 kaufen magst, gibt es also Alternativen. Mir gefällt der Sound.

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Re: Tipps und Empfehlung für einen Übungsverstärker erbeten

Erstellt: von Funplayer99 » 20.09.2018, 22:09

Jack es ist nicht ungewöhnlich dass man einen Röhrenamp noch mit einem OD Pedal etwas auf die Sprünge hilft um einen gewünschten Sound zu erreichen.Man muß es probieren ob einem das gefällt oder nicht.

Bezüglich der Lautsprechergröße darf man nicht vergessen dass man in einer Mietswohnung ist und wenn der Druck zu spüren ist dann ist es eh schon zu heftig für Nachbarn.Je größer ein Lautsprecher ist umso mehr Leistung brauch er auch um den Luftwiderstand den die Membrane hat ideal zu überwinden und er in einem Arbeitsbereich ist dass das alles funktioniert.
Ich habe zum Beispiel für zuhause einen kleinen Hotone Amp mit einer Zusatzbox eines alten Röhrenradios.Der Sound ist sehr gut für zuhause und voll aufreisen kann ich den Amp auch nicht, sonst gibt es Ärger mit den anderen Mietparteien.Druck ist bei den Gegebenheiten genug vorhanden trotz des kleinen Lautsprechers.
Im Proberaum hab ich meinen Echolette Amp mit einer 4x12er Box....und da brauch ich den größeren Druck, und störe niemanden.
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Re: Tipps und Empfehlung für einen Übungsverstärker erbeten

Erstellt: von Software-Pirat » 21.09.2018, 09:21

Jack.C hat geschrieben:Ich habe dazu gleich noch eine Frage: Wie lange muss man den Verstärker auf Betriebstemperatur "vorglühen"?


Jaein, bei größeren Verstärkern ja, bei kleineren eher nein. Aber selbst dann geht das eigentlich relativ schnell. Vielleicht eine halbe Minute, was vertretbar ist.

Jack.C hat geschrieben:Ich habe da noch den VOX AC10 für 412€ entdeckt. Vom Design sieht der ja schon toll aus, hat aber keine Extras, worauf ich auch wenig Wert lege. Vielleicht habt ihr den schonmal getestet?!


Der Amp ist gut, wenn er aber nicht das hat, was du brauchst, dann solltest du ihn auch nicht in Betracht ziehen. Anchecken ist aber natürlich erlaubt ;-)

Jack.C hat geschrieben:Der Tubemeister liegt knapp über meinem Budget, sieht stark aus. Auch schon gesehen. Die Box dazu, auch wenn ich nicht deine genannte gefunden habe, ruiniert mein Limit.


Der Tubemeister gibt es auch als Combo. Er ist aber schon verdammt gut. In die selbe Richtung (auch preislich) schlägt auch der Engl Gigmaster, der mir sogar vom Sound besser gefallen hat. Ist aber halt auch deutlich teurer, zumindest neu.

Jack.C hat geschrieben:Auf interne Effekte stehe ich nicht. Und die Zerre vom Mustang war total etzend. So vielleicht nicht mit dem Champion(s)...


Nun, die internen Effekte mußt du ja auch nicht verwenden ;-). Ich selber habe den Super Champ XD, der zwar mehrere Röhren hat, aber ansonsten ähnlich dem Champion ist. Und da sind die verzerrten Sound schon gut. Zumindest ich kann damit viel anfangen.

Overdrive-Pedale vor einem Verstärker kann schon funktionieren und ist vollkommen legitim. Allerdings kommt dann der verzerrte Sound aus dem Pedal und nicht mehr vom Verstärker. Der Verstärker selber sollte aber noch clean arbeiten, weil ansonsten hast du zwei zerrende Stufen und in der Regel klingt das nicht mehr ganz so toll. In diesem Fall brauchst du aber meiner Meinung nach keinen Röhrenverstärker, da würde es ein Transistor-Amp auch tun. Die Stärke von Röhrenverstärker liegt ja auch im Overdrive- bzw. verzerrten Soundbereich.
Anders ist, wenn du ein Overdrive-Pedal als Booster schaltest. Dann kannst du aus einem Verstärker sogar noch mehr Verzerrung heraus holen. Es wird dann aber halt auch entsprechend laut.

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Re: Tipps und Empfehlung für einen Übungsverstärker erbeten

Erstellt: von Jack.C » 24.09.2018, 19:52

Ahja, cool! Danke für den Input!

Zzt. habe ich nur Bedenken, dass der Blackstar in der 5 Watt Version nicht doch zu leistungsstark für sehr leises Üben ist.

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Re: Tipps und Empfehlung für einen Übungsverstärker erbeten

Erstellt: von Vollröhre » 25.09.2018, 07:20

Jack.C hat geschrieben:Zzt. habe ich nur Bedenken, dass der Blackstar in der 5 Watt Version nicht doch zu leistungsstark für sehr leises Üben ist.


Es kommt darauf an, was Du unter üben verstehst. Ich bin nicht der erfahrene Gitarrist, der schon so ziemlich jeden Verstärker gepielt hat, den es gib. Aber die Ehrfahrung mit den zwei Röhrenamps, die ich kenne, sagt, dass leise immer geht, solange man clean spielt. Also man den Amp nicht in der Endstufenverzerrung betreibt. Ob man dann überhaupt einen Röhrenverstärker braucht, sei mal dahin gestellt. Aber vielleicht will man ja mal so oder so spielen und viele Möglichkeiten der Soundbeeinflussung zur Verfügung haben. Also Verstärker clean, Zerre mit OD geht sicher auch am Blackstar leise. Andere Möglichkeiten sind solche Leistungsvernichter wie Power-Soaks. Das wird aber bei einer Combo u. U. schwierig, falls der Power-Soak nicht eingebaut ist.

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