Wann Hammer on / Pull off, wann Picken?

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tarikajo
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Wann Hammer on / Pull off, wann Picken?

Erstellt: von tarikajo » 20.12.2013, 10:23

Hallo Leute,

ich habe hierzu nichts in der Suche gefunden und hoffe ihr könnt mir folgendes erklären.
Wann spiele ich Hammer ons / Pull offs und wann Picke ich stattdessen alle Töne durch?

Macht es überhaupt einen großen unterschied?


z.B. beim Solo von Guns n Roses - Dont Cry

Da gibt es einen Part mit einigen wenigen Tönen die schnell (relativ) gespielt werden.
In meinem Tab stand nichts von H oder p weshalb ich versucht habe die töne zu Picken. Es klappt mitlerweile einigermaßen auch wenn ich mich öfter mal verhaspel.

In einem Youtube Tutorial werden jedoch H/p verwendet.

Es geht mir aber auch garnicht speziell um diesen Fall, die Frage habe ich mir schon öfter gestellt wenn ich versucht habe etwas nach Gehör nachzuspielen.


Hoffe ihr wisst was ich meine :)

Viele Grüße

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Stinger
findet den Ausgang nicht
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Erstellt: von Stinger » 20.12.2013, 10:42

Akustik: Beim picken wird der Ton akzentuiert, bei P/H dagegen deutlich weicher erzeugt.
Technik: P/H kann ich dann noch spielen, wenn ich zum picken (noch) zu langsam bin; daraus folgt: Spaß beim Spielen und Picken ÜBEN, damit später mal es der Vorlage entsprechend nachgespielt werden kann.

Have fun
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phunky
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Erstellt: von phunky » 20.12.2013, 10:47

Dafür gibt's keine Regel.

Beispiel: Thunderstruck von AC/DC, das Intro spielt Angus mal nur mit der linken und H/P und manchmal auch unter Zuhilfenahme der rechten Hand.

Wie er halt Bock hat.

Ich spiele in der Regel so wie es am besten von der Hand geht. Es sei denn, ich bemerke ein Defizit, das ausgeglichen werden will, dann verbeiß ich mich auch mal an der schwierigeren Variante.

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varesotto
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Erstellt: von varesotto » 20.12.2013, 10:49

Hammerons und Pulloffs machen das Solospiel flüssiger. Wenn man jeden ton "pict" kann das abgehackt klingen. Genauso verhält es sich bei Bendings. Wenn ich in einen Ton "reinbende" klingt das flüssiger, als wenn ich ihn einzeln spiele.
Ein gutes Beispiel ist "still got the Blues" von Gary Moore, wenn du das ohne Bendings und H/Ps spielst, klingt es lange nicht so "schmachtend". Diese Techniken sind einfach das Sahnehäubchen um ein Musikstück facettenreicher zu machen. :-))) ))-))
bluesige Grüße

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Exordium
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Erstellt: von Exordium » 20.12.2013, 11:18

So in etwa hat es mir mein Lehrer auch gesagt. Bei dem Solo das ich gerade übe, sind etliche PO Passagen drin. Ich selbst konnte den Unterschied anfangs so erst gar nicht hören, weil ich mit der Geschwindigkeit noch nicht hinkomme, die das Stück eigentlich verlangt. Er hat es mir dann einmal gepickt und einmal legato vorgespielt und da hörte man es ganz deutlich heraus. Der "Flow" dieser Passagen ist mit den POs viel runder und weicher.
Are you sure you want to continue?

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tarikajo
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Erstellt: von tarikajo » 20.12.2013, 16:11

Danke für die Antworten leute :) denke jetzt ist mir einiges klarer :))

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GuitarRalf
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Re: Wann Hammer on / Pull off, wann Picken?

Erstellt: von GuitarRalf » 02.04.2018, 09:29

Aloha,

auch wenn das Anliegen von tarikajo aus dem Jahr 2013 vielleicht schon ausreichend beantwortet wurde, möchte ich doch die Gelegenheit nutzen und die Angelegenheit an einer Sache festmachen.
--()()()
Auf songsterr.com gibt es in der Rubrik Lessons Beispieltabs zu Länder wie USA, Russia, Greece, China ...
4 Takte vom Chinatab in der jtab-Form sollten mein Anliegen verdeutlichen.
$2.10h15p10 $3.11 $2.10 12 $1.10 14 12h14p12 $2.15 12h15p12 $3.14

$2.12 15 $1.12 $1.14 12h14p12 $2.15 12 $3.14 11 14 11 $2.10h15p10 $3.11 $2.10


https://www.dropbox.com/s/uanpppd4r07tw ... .3gpp?dl=0
Ich habe diese Passage inzwischen mehr als 50x gespielt und doch ist gerade die Bewältigung des Quartintervalles ( die 5 Halbtöne ) immer wieder eine Hürde. Da ist zu allererst die Beschreibung des HammerOn/PullOff Sachverhaltes mit deutschen Worten.
Gelesen habe ich schon die Thematisierung als Aufzug/Abzug. Das eckte mehr an, als eine verdenglischte Bezeichnung der Technik, deshalb bin ich immer noch auf der HO/PO-Schiene, allerdings über jede weitere anderslautende Bezeichnung mindestens kurzzeitig erfreut.

Und es macht wirklich einen grossen Unterschied, ob die Noten nun als HO/PO gespielt oder gepicked oder getapped werden.
    a) zeitlich in der Koordination und
    b) im Klang

Deshalb meine jetziges Resumée:
Solange sich alles im Rahmen von kleiner Sekunde ( zwischen Zeige- und Mittelfinger) und großer Terz (zwischen Zeige- und kleinem Finger) befindet, erlaubt es mir meine Fingerspreizung relativ befriedigende Tonfolgen auf meiner E-Gitarre zu spielen. Größere Intervalle erfordern entweder eine Änderung der Gitarrenhaltung und/oder den Wechsel zur Tapping- Technik.

Den Blick zur Akustik, den Stinger beschrieben hat, habe ich noch nicht. Versuche auf einer Mandoline mit Nylonsaiten brachten mir nur die Erkenntnis, dass die Tonentwicklung für HO und PO unterschiedlich ist. Und einen besseren Flow, den Exordium beschreibt, kann ich auch nicht entdecken. Anders ja, runder und weicher eher nein. Vielleicht haben ja noch weitere eine Idee und Anregungen diesbezüglich.

Sk°l
:)
...Die Gitarre ist viel zu sturr, als dass die sänge... Ach, wäre ich doch ein fähiger Musiker...

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