Diskussion zu E-Gitarre Bauformen • Strat • LP • Tele • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

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mjchael
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Diskussion zu E-Gitarre Bauformen • Strat • LP • Tele • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von mjchael » 10.07.2017, 22:20

Hier kann über den Beitrag zu dem Überblick über die Bauformen der E-Gitarre diskutiert werden.
post379680.html
Ich werde versuchen eure Impulse in die Texte einzuarbeiten.

Versucht hier mehr über das Thema zu diskutieren, was E-Gitarren-Anfänger für ihre erste Kaufentscheidung wirklich brauchen.
Spezialwissen sollten in einem anderen Thema geführt werden.

Gruß Mjchael

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GuitarRalf
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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von GuitarRalf » 14.07.2017, 09:52

Salut,

ich tippe mal aufgrund

mjchael hat geschrieben:...
Die berühmtesten und am meisten verbreiteten E-Gitarren sind
• Stratocaster
• Les Pau
• Telecaster
• SG (Solidbody Guitar)
.....


dass als nächstes die Telecaster vorgestelt wird. Moment bitte, zur Les Paul habe ich noch die eine oder andere Frage. Es werden 2 Volumenregler verwendet.
Typische Merkmale
...: 2 × Lautstärke - ...l

Einer für mehr Lautstärke und einer für weniger? :lol: Spaß muss sein, aber was soll das?
(Anmerkung: erl.)
Insgesamt soll sie schwerer sein als die Stratocaster. Hast du da einen Wert? Meine Strat-Kopie wiegt ca. 3374g (mit Gurt).
(Anm. erl.)

Die Gitarren sind interessant, aber ich würde für eine Kaufauswahl noch die Halbakustik hinzunehmen. Ich habe eine sogenannte Starter/Einsteiger Gitarre und werde das Gefühl nicht los, dass sie irgendwann noch mehr zerfällt, als sie ohnehin schon ist.

Die Geschichte der E-Gitarre ist untrennbar mit der Entwicklung der industriellen Massenfertigung verbunden. Da hatten einige Elektronikmärkte zuviele Potis und wussten nicht wohin damit, wäre wohl etwas polemisch. Aber ich dreh mich etwas ab von Fender. Erinnert mich irgendwie an die Geschichte der Jeans. Levi´s, Wrangler, Mustang,... Stone-Washed und Vintage.
Orientieren wir uns an den großen E-Gitarristen, müssen wir uns fragen, welche Gitarre bevorzugte Chet Atkins?
Anm.: Nein, ich orientiere mich an den großen Gitarren, und stelle Vertreter vor, die gerne auf dem Instrument spielen.
Das kann einigen Leuten helfen, sich an ihrem Musikgeschmack zu orientieren. Beim Durchschauen wird euch auffallen, dass einige mehrfach genannt sind, da sie selbst mehrere Gitarren unterschiedlicher Bauart haben.
• Zu Cheet Atkins: siehe Abschnit in der Wikipedia.

Welche spielte der unglaubliche Chuck Berry? Auf was triumphierte B.B:King?
Anm: Beide bevorzugen Gibson ES (Elektro-Spanisch) Halbresonanzgitarre ähnlich wie Archtop. B.B:King nannte seine Luccil. Komme später auf Halb- oder Vollresonanzgitarren zurück
ps.: Ich muss selbst diese Details nachschlagen, möchte aber mehr die Grundlagen zusammenfassen, als die Deteils.


Denke, die White Falcon kostet um die 1100Euronen und die Dean Flame 2500$? Kriterien für die Zuordnung zu einer Preiskategorie sind außer verwendetes Holz z.B. Anzahl der Lackschichten .
Wieder sehr viele Detailfragen, die in einen anderen Thread gehören. Auf einzelne Gitarren kann und will ich nicht eingehen. Holz und Lackschichten wird bei Solid-Boddy-Gitarren vielfach überschätzt. Das war noch interessanter bei dünnwandigen Geigen oder Gitarren. Angaben wie "Hals aus Mahagoni, Korbus aus Palisander" gebe ich erst gar nicht an. Einige Baumarten dürfen gar nicht mehr verbaut werden, andere sind nur wegen der Optik gefragt, und für viele Hölzer gibt es gleichwertige (was Klangeigenschaften, Stabilität und Bespielbarkeit angeht) Ersatzhölzer. Selbst gut Sperrholz kommt zum Einsatz, von denen einige den Vollholzgitarren in nichts nachstehen.

Und etwas abseits von Mensur und Bündezahl:
Es heißt, die verbaute Elektronik hat ebenso einen entscheidenden Einfluss auf den Preis, aber leider fehlen mir hier konkrete Werte. Ich mein, jeder Physikschüler lernt die Maschenregel etwa zeitgleich mit der kaufmännischen Prozentrechnung. Wie groß ist denn nun z.B. der Eingangswiderstand? Im Tonabnehmer werden die Saitenschwingungen mittels Magnet und Spule zu elektronischen Strömen geformt. Dort ist also ein Arbeitspunkt. Zur Einstellung von Arbeitspunkten werden Widerstände benötigt. Sind diese Ohmzahlen so uninteressant, dass sie der elektronischen Gitarre nicht angeheftet werden?
Anm: Auch hier muss ich mich selbst erst richtig einlesen, um keinen Stuss zu erzählen. Das gibt aber einen eigenen Post, wenn nicht sogar ein eigenes Thema. Leute, die sich damit gut auskennen dürfen gerne etwas beisteuern.

Mmmh, bitte weitermachen!
Mach ich! :D
Sk°l
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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von ZeroOne » 14.07.2017, 11:03

Ich finde da fehlt so oder so noch eine weitere Rubrik. Schlicht und ergreifend die Supertrat! Supertrats unterscheiden sich so sehr von Paulas und normalen Strats, dass sie durchaus erwähnt werden dürfen. Erst einmal sind sie aus der Rock und Metal Ecke quasi nicht wegzudenken. Holztechnisch geht es von Esche bis Mahagonie mit Ahorndecke, komplett durch den Garten. Stratuntypisch werden immer Humbucker verwendet. Geschraubter Hals bis Neck-Through. Moderne Vibrato-Systeme usw. usw.
Anm: Wird gemacht, kommt dann später

@GuitarRalf: Wohlmöglich weißt du es ja wirklich nicht, wofür die beiden Vol-Regler bei Paulas sind: Einmal Neck-PU, einmal Bridge-PU.
Anm: Wird bei "Elektionik" mit eingearbeitet.

Die Frage nach der Elektronik leuchtet mir aber noch nicht so richtig ein (liegt vielleicht auch an meiner mangelhaften Ahnung darüber). Wenn man sich neue Tonabnehmer kauft wird der Widerstand meist angegeben. Kann bei Single Coils mal bei 6kOhm liegen, bei Humbuckern eher bis 16kOhm. Für Singlecoils werden 250kOhm um die extremen Höhen etwas zu bedämpfen, bei Humbuckern 500kOhm um eben genau das zu verhindern. Für aktive Systeme nimmt man 25kOhm her, was für passive Tonabnehmer unbrauchbar ist. Das sind natürlich nur grobe Schnittwerte ohne Recht auf Absolution. Für sehr spezielle Sounds kann man sicherlich auch mal Out-of-Phase geschaltete Humbucker mit 250kOhm Potis finden, gibt es aber sicherlich nicht Serienmäßig.

Die Frage ist halt, ob das überhaupt interessant ist. Mich als Spielenden interessiert es ja beim Kauf nicht ob meine Potis 250kOhm oder 500KOhm haben, ich will ja nur, dass das System als Ganzes funktioniert. Ob eine Gitarre 6 oder 7 Saiten, 21 oder 24 Bünde hat, kann aber durchaus sehr sehr wichtig sein.
Anm: Auch meine Meinung, obwohl ich versuchen werde, wichtige Punkte zu finden, auf die man beim Kauf achten sollte.

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von GuitarRalf » 15.07.2017, 06:35

Les Pauls : 4,5 -6 kg ,
SingleCoils: 6kOhm, Humbuckern 16kOhm

Danke, gewusst habe ich es nicht, vielleicht mal geahnt oder nur halb angelesen.
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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von everyBlues » 15.07.2017, 10:06

GuitarRalf hat geschrieben:Les Pauls : 4,5 -6 kg .


Wie gesagt, es gibt auch welche die nur 4 kg auf die Wage bringen, oder auch nur 3,5 Kg.
Ohne dieses eigenartige :) Gewicht reduzierendes "chambered", liegt man mit 4-4,5 Kg schon ganz gut.

https://www.google.de/search?q=chambere ... 60&bih=636

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von Software-Pirat » 15.07.2017, 11:55

GuitarRalf hat geschrieben:Les Pauls : 4,5 -6 kg ,
SingleCoils: 6kOhm, Humbuckern 16kOhm


Wobei das natürlich auch nur Richtwerte sind. Ich kann dir durchaus den ein oder anderen Singlecoil heraussuchen, der über 10 kOhm hat und bei Humbuckern gibt es auch welche, die deutlich unter 10 kOhm liegen. Genauso gibt es schwere und leichte Strats/Teles/Les Pauls... Wobei ich gestehen muß, daß ich nicht unbedingt ein Gegner von "gechambereden" Gitarren bin. Leichtere Gitarren sind halt schön leicht.

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von GuitarRalf » 16.07.2017, 09:06

:?
Bisher war so die einzige Verbindung zur Elektronik die Angabe des Pick-Up (Single vs. Hum). Hier jetzt im Les Paul Fall ist es Humbucker. Da nun die Widerstandskennwerte etwas verschwommen sind, habe ich mal eine Suche bei Session.de gestartet. Die Reihenfolge der Klicks war :

    session.de
    gitarren
    e-gitarren
    single-cut-modelle
    GIBSON Les Paul Studio 2016 EB CH

Sie war die erste Gitarre von vielen, ich habe mir alle angeguckt und dann doch mich entschlossen die erstgenannte näher zu betrachten. Das führte zur Beschreibung:
    Farbe: Schwarz
    Tonabnehmer: H-H
    Hals: Mahagoni
    Decke: Ahorn
    Korpus: Mahagoni

So richtig elektrisch kommt mir das noch nicht vor. Im Vergleich zu einer Akkustik ist nur der Tonabnehmer der auf E deutet, deshalb eine kurzer Sprung zu den nicht-elektrischen. Wieder die Klickreihenfolge :

    session.de
    gitarren
    western-gitarren

die erstgenannte angeklickt und zu lesen war :
    EPIPHONE DR-100 VS
    Tonabnehmer: Nein


Kein Irrtum! Das charakterisierende Merkmal einer E-Gitarre ist der Tonabnehmer. Das die Anschlussbuchsen der Strat und Les Paul sich an unterschiedlichen Positionen der Gitarren befinden muss der Interessent sehen. Nähere Nachforschungen in den weiterführenden Informationen zur Les Paul brachte :

    Split-Coil-Humbucker Pickups
    490R/498T Alnico-Tonabnehmer
    Standard-Stimmmechaniken

    Tonabnehmer 1 x Gibson 490 R, 1 x Gibson 498 T

    Regler: 2 x Volume, 2 x Tone
    Elektronik: 3-Wege, Push-Pull Coil-Tapping
    Steg: Tune-O-Matic
    Mechaniken: Traditional Manual Tuners
    Hardware: Chrom

Nun bemühte ich die Session.de-seitenintegrierte Suchfunktion und gab einmal Split-Coil-Humbucker Pickups und dann 490R/498T Alnico-Tonabnehmer ein. Die Anzeige lieferte mir die Les Paul mit diesen Spezifikation. Jetzt habe ich schon viel gelesen, aber noch immer keinen konkreten Ohmwert erhalten, deshalb wechselte ich zu google . Die Eingabe :

Code: Alles auswählen

Split-Coil-Humbucker Pickups

führte mich zum femder.com - tech talk. Dort erfuhr ich, das was der Tonabnehmer macht:
Suppressing external noise

Die google Eingabe 490R/498T Alnico Tonabnehmer führte mich zu forum.gibson.com. Der einzige irgendwie brauchbare Hinweise war alnico magnets.

Resumée der Ungereimtheiten: Für mich war mit Elektronik immer Volt, Ampère, Ohm und Farrad verbunden. Nun gut, ebenso fehlte auch das Kilogramm für das Gwicht . Ich muss mich also von den Rechnungsgrößen abwenden. Dann hat Musik also doch nicht soviel mit Mathematik gemeinsam, obwohl in der Literatur dieses gerne angegeben wird. ( Bauchgefühl, Behauptung; einen konkreten Beweis kann ich dazu nicht liefern)

Noch als Nachtrag: Mir ist so, als wenn die LesPaul im Gegensatz zur Strat noch einen extra Schalter hat, und die Regler mit einer An/Aus Mechanik spezifiziert sind.

Hoffe ich habe dem Threadersteller nicht den Weg versperrt. Desweiteren bitte nehmt etwas Rücksicht und verzeiht mir meine Ungeduld. Ist vielleicht alles recht schwammig und ....

Sk^l
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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von Software-Pirat » 16.07.2017, 10:25

Naja, der Ohmwert ist auch nicht so wichtig, da er im Endeffekt eigentlich nur ein Richtwert für den Output ist und im Endeffekt weniger über den Klang aussagt. Da spielen andere Parameter, wie z.B. der Draht und die Magnete ebenfalls eine Rolle. Zudem kommen wohl diverse Fertigungstoleranzen. Bei Pickups, die von Drittherstellern kommen (Seymour Duncan, DiMarzio, etc...) findet man die Ohmangaben auf der Homepage.

Die fehlende Gewichtsangabe mag wohl daran begründet sein, daß das Gewicht stark schwankt, selbst bei Instrumenten aus der selben Serie!

Das mit den Extraschalter habe ich nicht ganz verstanden. Wenn du dir die Schaltpläne für eine ganz normale Les Paul anschaust (auf der Homepage von Seymour Duncan gibt es z.B. sehr gute Pläne), siehst du eigentlich ziemlich gut, wie die Elektrik der Les Paul aufgebaut ist. Meinst du, daß Push-Pull-Poti zum Splitten der Humbuckern? Das so ein Teil, bei einer Standard-Strat fehlt ist logisch, da so eine Strat keine Humbucker zum Splitten hat.

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von everyBlues » 16.07.2017, 11:37

Nur kurz als Anmerkung.
Les Paul hat, oder hatte, nicht immer Humbucker. Die Ersten hatten P90 Pu's die zu den Single Coils gehören.
Auch das Ausfräsen des Korpusholzes macht Gibson wohl erst seit den 80er(?) Jahren. Da kann ich mich auch irren.
Aber Früher waren die les Paul masiv, ohne Gewicht reduzierendes Ausfräsen. Splitten der Humbucker ist auch eher neu.
Natürlich wirkt sich das auch alles auf den Klang aus, mehr oder weniger.

Alles Dinge die ich nicht brauche :D. Ist aber ein anderes Thema.

Noch dazu:
Möchte man raushören, was nun für ein Gitarrenmodell gespielt wird, so kann man sich dabei auch ganz gewaltig irren.
Da spielt so viel mit rein..............Natürlich klingt im Idealfall eine Strat immer stratig, eine Paula immer nach Paula..........aber das muss nicht zwangsläufig immer so sein.

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von GuitarRalf » 17.07.2017, 08:09

Software-Pirat hat geschrieben:.... Meinst du, daß Push-Pull-Poti zum Splitten der Humbuckern?....


Einerseits den Kippschalter, der von einigen als Kill-Switch bezeichnet wird, während andere ihn für eine unterschiedliche Handhabung von Lead und Rhythm benutzen, andererseits sind die Drehregler der Paula in ihrer Handhabung mit der Push/Pull Option eben sehr verschieden zu denen der Strat. Vielleicht ist es aber auch nur meine Naivität, die mich hier etwas ausbremst.
Das Splitten ders Humbucker wirft Fragen auf. Ist damit die Einteilung in Neck/Bridge gemeint oder bedeutet Split hier, dass die 2 gegenpolig verdrahteten Single-Coils einzelnd abgefragt werden können. :_::_:

Der Besuch der Seymour-Duncan-Seite war interessant, aber eben doch zu speziell. Da musste ich natürlich lesen, dass der Anschluss eine einfache Batterie-Verkabelung ist. Und auch das Angebot
    how to solder
    guitar wiring diploma
    wiring diagrams
ist momentan noch nicht wirklich nützlich.

Mich wundert es eben nur etwas, dass die Handhabung eines elektrischen Gerätes so ganz ohne Richtlinien und Warnhinweise abläuft. Ist jetzt was anderes, aber gewöhnt bin ich, dass ähnliche Artikel, die zur Bedienung eine externe Stromversorgung benötigen mit Gebrauchshinweisen versehen sind.
    Schliessen sie die Gitarre nicht an das 400V-DrehstromNetz (Herdanschluss) an, sie könnte Schäden verursachen.
    Zum Betreiben erfordert es eine zusätzliche Stromversorgung mit einem Kleinstrom in Höhe von 0,05A und einem Höchststrom von 0,75A
    ...


Das Strat und Les Paul einen anderen und doch auch einen gleichen (nicht identischen) Klang produzieren können ist eben mittels vieler Regelungen möglich. Einfachstes Bsp. ist die Lautstärke : 60dB sind 60dB. Ob dafür nun 1 Regler wie bei der Strat erforderlich ist oder 2 wie bei der Paula ist eben designspezifisch.


Sk°l
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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von MarkusG » 17.07.2017, 09:06

Hallo,

ich stelle mir gerade vor, was ein Forenneuling, der eine erste Idee davon bekommen möchte, welche E-Gitarre für ihn denn interessant sein kann hier aus dem Thread mitnehmen kann.
mjchael beginnt den Thread, mit dem Hinweis darauf, dass er sich bei E-Gitarren nicht auskennt. Schön und gut, er erhofft sich ja durch seinen Start Input von berufeneren E-Gitarrenexperten, und hat als Moderator wohl eine Lücke bei den Übersichten bemerkt.
Les Paul wird dabei konsequent als Les Pau geschrieben... nicht gerade förderlich für Stichwortsuchen... :?

Dann fängt GuitarRalf an das ganze auf eine esoterische Ebene zu heben, wobei darüber philosophiert wird, ob man im Angebot des Webshops von session denn erkennen kann, ob man sich da die Beschreibung einer Westerngitarre oder einer E-Gitarre betrachtet. :shock:
Weitere Parameter, die max. für den eher fortgeschrittenen Materialfetischisten interessant sind werden angeführt.

Ist das zielführend, wenn man sich (als Anfänger) für einen Bautyp der E-Gitarre entscheiden möchte? Oder läuft das schon unter Freakshow?

Um noch was sinnvolles zum Thread beizutragen möchte ich exemplarisch auf eine der vielen Übersichten der E-Gitarrentypen im Internet verweisen, hier als Auszug aus Andi Saitenhiebs Lehrbuch:

http://www.garantiert-bluesgitarre.de/fragen-faq/

Bestimmt gibt es da noch detailiertere Beiträge, auch solche, die ein weiteres Feld an Bautypen abdecken.
Am Ende hilft es, denke ich, aber am allerbesten, sich mal einen Stratocaster vor den Bauch zu halten, und dann zum Vergleich eine Les Paul, Telecaster, ES oder SG, um den entscheidenden Unterschied feststellen zu können.

Von der Idee her, eine Übersicht der Bautypen hier im Forum zu erstellen finde ich den Thread wirklich gut. Von dem her was da so langsam draus wird, eher bescheiden.
Vielleicht ist eine übersichtliche Übersicht auch nur machbar, wenn sich wenige Leute daran beteiligen, die auch Fakten liefern, anstatt Fragen bis in's allerkleinste Detail zu stellen. Ich rege daher eine Umorganisation des Threads an.

Pfiat's eich

Markus

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Anmerkung: Dieser Text enthält keinen der Begriffe Bombe, Ossama, Geldwäsche oder Drogenhandel. Sollte ausnahmsweise das Wort Anschlag verwendet werden, so bezieht sich dies ausschliesslich auf die Erzeugung von Tönen mit musikalischen Instrumenten.

Gruss Markus

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von ZeroOne » 17.07.2017, 10:01

GuitarRalf hat geschrieben:
Mich wundert es eben nur etwas, dass die Handhabung eines elektrischen Gerätes so ganz ohne Richtlinien und Warnhinweise abläuft. Ist jetzt was anderes, aber gewöhnt bin ich, dass ähnliche Artikel, die zur Bedienung eine externe Stromversorgung benötigen mit


Eine E-Gitarre benötigt aber keine externe Stromversorgung. Das höchste der Gefühle sind aktive Preamps oder EQs bzw. Booster (EMG Afterburner, Seymour Duncan Blackouts, aktive EMGs etc.), die mit 9 Volt Blöcken betrieben werden, das wars aber. Eine Gitarre wird nunmal nicht in die Steckdose gesteckte, auch nicht mit Trafo dazwischen.

Ansonsten muss ich MarkusG ein wenig recht geben. Speziell das Umherwerfen mit Zahlen ist wenig zielführend. Während ich die Angabe des Gewichts noch fast als sinnvoll erachte, ist es absolut unerheblich, was für einen Widerstand/Output irgendwelche Tonabnehmer liefern. Genau so uninteressant ist, dass meine E-Saite bei einem 10-46er Satz auf standard Tuning 17 Pfund Zug verursacht, beispielsweise. Das sind einfach Maßeinheiten mit denen man so erst einmal nichts anfangen kann.

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von Software-Pirat » 17.07.2017, 10:14

GuitarRalf hat geschrieben:Einerseits den Kippschalter, der von einigen als Kill-Switch bezeichnet wird, während andere ihn für eine unterschiedliche Handhabung von Lead und Rhythm benutzen, andererseits sind die Drehregler der Paula in ihrer Handhabung mit der Push/Pull Option eben sehr verschieden zu denen der Strat. Vielleicht ist es aber auch nur meine Naivität, die mich hier etwas ausbremst.
Das Splitten ders Humbucker wirft Fragen auf. Ist damit die Einteilung in Neck/Bridge gemeint oder bedeutet Split hier, dass die 2 gegenpolig verdrahteten Single-Coils einzelnd abgefragt werden können. :_::_: l


Die Schaltung einer ganz normalen Les Paul ist doch eigentlich ganz einfach: zwei Humbucker, jeder hat ein Volume- und ein Ton-Poti und ein Dreiwege-Kippschalter schaltet, welcher Tonabnehmer gerade aktiv ist bzw. beide zusammen. Das war es! Einen Killswitch gibt da nicht, außer bei speziellen Varianten (oder modifizierten Instrumenten), die für Metall bedacht sind, weil Metallgitarristen glauben, sie brauchen so etwas. Genauso ist es übrigens auch bei einer SG, oder einer ES-335.

Was das Splitten von Humbuckern angeht: Ein Humbucker besitzt zwei seriell verdrahtete Spulen. Beim Splitten, wird das Signal nach bereits einer Spule abgegriffen, was im Endergebnis klanglich einer Singlecoil ähnlich kommt (auch wenn ein echter Singlecoil doch etwas anderes ist). Es ist eine Extra-Option, nicht mehr.

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von mjchael » 17.07.2017, 12:02

Geplant habe ich folgendes:
Ich werde noch die Telecaster und SG (Solidbody Guitar) vorstellen
Dann typische Nachbauten bzw. Tochterfirmen
dann grob auf einige Halbakustik eingehen
und dann einige weniger gebräuchliche Gitarrenformen vorstellen, sofern sie eine gewisse Verbreitung haben.
Eure Anregungen und Kommentare werde ich in kürze nacharbeiten - sobald ich Zeit finde.
Leider ruft die Arbeit.
Gruß Mjchael

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von ZeroOne » 17.07.2017, 12:20

Software-Pirat hat geschrieben:Einen Killswitch gibt da nicht, außer bei speziellen Varianten (oder modifizierten Instrumenten), die für Metall bedacht sind, weil Metallgitarristen glauben, sie brauchen so etwas.



https://drive.google.com/file/d/0B5_ue1 ... sp=sharing

Zu diesem Thema möchte ich dir auf keinen Fall die absolut umfangreiche Elektronik einer meiner Gitarren vorenthalten xD.

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von MarkusG » 20.07.2017, 08:48

Ergänzend hierzu:

Die Stratocaster gilt als Weiterentwicklung der Telecaster, die seit 1950, zunächst als "Broadcaster", erhältlich ist.
Im Unterschied zur brettartigen Korpusform der Telecaster, hat Leo Fender den Stratocaster ergonomisch gestaltet, mit Abrundungen aller Ecken, einer Ausbuchtung zur besseren Anpassung an den Körper des Gitarristen, und einer Abflachung am hinteren oberen Korpusende zur bequemeren Ablage des Schlagarms. =)=)=

Im Unterschied zur Les Paul haben Telecaster und Stratocaster einen geraden Kopf am Hals. Bei der Les Paul ist die Kopfplatte abgewinkelt. Deshalb werden bei den Fenders Saitenniederhalter verwendet. Die Anordnung der Stimmechaniken bei Tele- und Stratocaster in einer Linie, und in Flucht der Saitenführung soll die Stimmstabilität verbessern.
Anmerkung: Dieser Text enthält keinen der Begriffe Bombe, Ossama, Geldwäsche oder Drogenhandel. Sollte ausnahmsweise das Wort Anschlag verwendet werden, so bezieht sich dies ausschliesslich auf die Erzeugung von Tönen mit musikalischen Instrumenten.



Gruss Markus

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Re: E-Gitarre Bauformen - Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von mjchael » 20.07.2017, 18:44

Leider komme ich wegen der Arbeit nicht dazu, alles so schnell zu erledigen, wie ich eigentlich will.
Einige der ersten Antworten habe ich schon abgearbeitet.
Siehe den grünen Moderatorkommentar in den entsprechenden Beiträgen.
Die anderen werde ich noch abarbeiten. Danke für die Mitarbeit! ()/
Habt mich noch auf einiges gestoßen.

Wie gesagt, Elektronik kommt unmittelbar nach der folgenden SB
Was ich zur Elektronik zusammentrage (wie gesagt nur die elementaren Grundlagen)
werde ich dann in die oberen Beiträge einarbeiten.
Danach werde ich auf die Superstrat eingehen.
Archtop und ES kommen danach dran.
Dann ein paar bekannte Nachbauten
Und dann ein paar gängige Sonderformen (z.B. Flying V)
So meine grobe Richtlinie.

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Re: E-Gitarre Bauformen • Stratocaster • Les Pau • Telecaster • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von Software-Pirat » 24.07.2017, 21:29

mjchael hat geschrieben:In den letzten Jahren kamen allerdings zahlreiche Pickup-Modelle auf den Markt, die mit verschiedenen technischen Vorkehrungen Nebengeräusche unterdrücken, dabei aber trotzdem den typischen Single-Coil-Klang bieten. Insbesondere die Firma Gibson sowie die Tochterfirma Epiphone taten sich mit dem SC "P90" hervor. Durch größere Magnete und mehr Output als ein normaler SC werden Störgeräusche reduziert. Der Klang von P-90-Tonabnehmern ist etwas höhenreicher als der eines Humbuckers und gleichzeitig voller, gleichmäßiger und „wärmer“ als der von Single Coils des Fender-Typs. Ein Gipson-P90-SC ist die ideale Wahl für Gitarristen, denen ein einfacher SC zu dünn und ein Humbucker zu undynamisch ist. Die ersten P90-SC waren meist in einem hellbegen Plastikgehäuse mit abgerundeten Ecken untergebracht, was ihm den Spitznahmen Soap-bar (Seifenstück) einbrachte.


Ich muß dich in diesem Punkt leicht korrigieren, weil es so klingt, als wäre der P90 eine Entwicklung der letzten Jahre. Tatsächlich gibt es denn P90 aber schon seit den 50iger Jahren des letzten Jahrhunderts.
Anm: Erledigt! Recht hast du. Der erste Satz kommt aus einem Text, der sich um Verstärker dreht, die Störgeräusche filtern, und diese - wenn ich mich recht erinnere - seit den 90ern, und die P90 SC stammen aus einem anderen Text, der aber korrekterweise in die 50er eingeordnet werden muss. Danke für den Fingerzeig ()/
Die ersten Les Pauls hatten P90-Pickups. Les Pauls mit Humbuckern kamen erst 1957 (oder 1958 ?) auf dem Markt. Der P90 ist somit älter als der (klassische) Humbucker. Bautechnisch ist der P90 auch eher mit dem Humbucker verwandt, da seine einzelnen Polepieces selbst nicht magnetisch sind, sondern die Magnetisierung von einem Barrenmagneten unter dem Spulenkörper übernommen wird. Genauso ist es auch bei einem Humbucker. Ein Fender-Style-Singlecoil dagegen besitzt diesen Barrenmagneten nicht. Dafür sind die Polepieces selbst die Magnete, wie mjchael auch richtig im Text erwähnt hat.

Keine Regel ohne Ausnahme: Fender Wide Range Humbucker (die echten, nicht die Nachbauten) sind aufgebaut wie zweit Singlecoils und bei Singlecoils aus dem Low-Budget-Segment, meistens aus asiatischer Produktion, haben auch diese Barrenmagneten. Fender verbaut z.B. solche Singlecoils in der Standard-Serie aus Mexico.

Was Michael wohl meint, sind die Noiseless-Pickups. Diese sind im Prinzip Singlecoils mit zwei getrennten Spulen, die diesmal nicht nebeneinander angebracht sind, sondern übereinander. Dadurch wird auch die Brummunterdrückung erreicht, allerdings auch mehr oder weniger auf Kosten der Höhen. Es gibt aber mittlerweile Noiseless-Pickups die fast wie echte Singlecoils klingen.

Was die Position der Pickups und dem damit resultierenden Sound betrifft: Das ein Pickups am Hals mehr die tiefen Frequenzen betont, als die hohen, liegt vor allem daran, daß die Saiten an dieser Stelle auch tatsächlich mehr tiefere Frequenzen liefern, als z.B. am Steg. Deshalb möchte ich zum Schluß (puh, langer Text) auch festhalten: Der Klang einer Gitarre macht nicht der Pickup, sondern die Gitarre selbst!

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Zuletzt geändert von Software-Pirat am 25.07.2017, 08:50, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: E-Gitarre Bauformen • Stratocaster • Les Pau • Telecaster • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von everyBlues » 25.07.2017, 08:40

Danke Software-Pirat,
bis zum Anfang deines letzten Satzes stimme ich dir mal zu.
Ich vermute aber, du hast mit sowas gerechnet :D

Bei der E-Gitarre ist der Pickup das Herzstück. Sicherlich kommt es darauf an wie und wo dieser montiert ist.
Die Gitarre selbst macht da nichts. Trocken angespielt macht auch nicht unbedingt eine Aussage darüber, wie die Gitarre sich am Verstärker anhört.
Ich erwähne es ja schon. Es ist manchmal nicht leicht rauszuhören um was für eine E- Gitarre es sich handelt. Man kann sich da auch gewaltig irren.

Aso..... das sich eine Saite am Steg angeschlagen "knackiger"- oder sagen wir anders- anhört, als am Hals angeschlagen, ist nicht vom Gitarren- Modell anhängig. Das ist bei jeder Gitarre so.

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Software-Pirat
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Re: E-Gitarre Bauformen • Stratocaster • Les Pau • Telecaster • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von Software-Pirat » 25.07.2017, 08:59

everyBlues hat geschrieben:Bei der E-Gitarre ist der Pickup das Herzstück. Sicherlich kommt es darauf an wie und wo dieser montiert ist.
Die Gitarre selbst macht da nichts. Trocken angespielt macht auch nicht unbedingt eine Aussage darüber, wie die Gitarre sich am Verstärker anhört.


Naja, sicherlich ist das Herzstück einer E-Gitarre der Pickups, da ohne Pickups eine E-Gitarre auch kein elektrischen Sound von sich geben kann. Aber trotzdem bleibe ich dabei, die Klangcharakteristik einer E-Gitarre wird vom größten Teil von der Gitarre selber festgelegt und nicht vom Pickup. Du kannst die Pickups noch so oft tauschen, wie du willst, typische Merkmale bleiben trotzdem erhalten. Das ist auch logisch, weil ein Pickup nur das aufnehmen kann, was ihm vorgesetzt wird.
Das ein Pickups-Tausch trotzdem unter Umständen den Sound verbessern kann, steht außer Frage. Aber die typischen Soundmerkmale der Gitarre bleiben erhalten (außer vielleicht bei ganz extremen Pickups).

everyBlues hat geschrieben:Aso..... das sich eine Saite am Steg angeschlagen "knackiger"- oder sagen wir anders- anhört, als am Hals angeschlagen, ist nicht vom Gitarren- Modell anhängig. Das ist bei jeder Gitarre so.


Stimmt, aber ich habe auch nicht das Gegenteil behauptet, oder?

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Re: E-Gitarre Bauformen • Stratocaster • Les Pau • Telecaster • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von everyBlues » 25.07.2017, 09:31

Software-Pirat hat geschrieben:Naja, sicherlich ist das Herzstück einer E-Gitarre der Pickups, da ohne Pickups eine E-Gitarre auch kein elektrischen Sound von sich geben kann. Aber trotzdem bleibe ich dabei, die Klangcharakteristik einer E-Gitarre wird vom größten Teil von der Gitarre selber festgelegt und nicht vom Pickup. Du kannst die Pickups noch so oft tauschen, wie du willst, typische Merkmale bleiben trotzdem erhalten. Das ist auch logisch, weil ein Pickup nur das aufnehmen kann, was ihm vorgesetzt wird.


Davon mal abgesehen, das im Grunde genommen ein E-Gitarrensound alles andere als natürlich ist. Ich spiele selber sehr gerne E- Gitarre, muss aber einigen Akustik- Gitarristen in diesem Punkt recht geben.

Ich bin da ganz anderer Meinung als du. Man kann eine E-Gitarre nur, durch Tausch der Pickups, komplett anders tönen lassen. Hinzukommt, der Amp mit seinen Einstellungen. Vom Holz der E- Gitarre zB. hört man gar nichts. Was wäre eine schlechte Strat. Kopie? Eine, die sich fast wie ne Les paul anhört! ;)
Eine Tele mit zwei Humbuckern, ist für mich keine Tele mehr, sorry.
Ich bin mir ganz sicher, in einem Blindtest würden die allermeisten Hörer durchfallen, wenn man es darauf ankommen lassen würde.

Sicherlich jede E- Gitarre liegt anders in der Hand, sieht anders aus, spielt sich anders..............und Im Idealfall, hört sich eine Strat auch nach dem uns vertrauten Stratsound an, eine Tele nach Tele, ES nach ES, Paula nach Paula.........Man kann es aber auch anders haben.
Durch Pickup Tausch, Amp, Amp- Einstellungen......wie man was spielt.
Bin ich fest von überzeugt.

Mag man die Start. optisch und vom Handling her, aber möchte einen Paulasound, so lässt sich da mit Sicherheit etwas machen, zB.
Vom Spielgefühl und der Ansprache, der einzelnen Gitarrenmodelle, sehe ich dabei mal ab.

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Re: E-Gitarre Bauformen • Stratocaster • Les Pau • Telecaster • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von Software-Pirat » 25.07.2017, 12:23

everyBlues hat geschrieben:Ich bin da ganz anderer Meinung als du. Man kann eine E-Gitarre nur, durch Tausch der Pickups, komplett anders tönen lassen.


Nein, kann man nicht. Der Soundcharakter der Gitarre kannst du nicht ändern.

everyBlues hat geschrieben:Hinzukommt, der Amp mit seinen Einstellungen.


Streng genommen ist das Argument richtig, geht aber vollkommen am Thema vorbei. Denn wenn ich am Amp drehe, dann verändere ich den Sound der Gitarre auch, wenn ich die Pickups nicht tausche.

everyBlues hat geschrieben:Vom Holz der E- Gitarre zB. hört man gar nichts.


Ich bin mir verdammt sicher, daß das Holz eine wichtige Rolle spielt (wenn auch eher in der Qualität, als in der Holzsorte). Wenn das Holz einer Gitarre keine Rolle spielen würde, dann müßte man aus einer Bullet Strat ein Instrument bauen können, daß vom Niveau her mit einem Custom Shop Gitarre vergleichbar ist. Oder eigentlich müßte man nur die Pickups tauschen, wenn das stimmt, was du sagt. Probier es doch mal. Es wird höchstwahrscheinlich nicht klappen.

everyBlues hat geschrieben:Mag man die Start. optisch und vom Handling her, aber möchte einen Paulasound, so lässt sich da mit Sicherheit etwas machen


Ich bin mir verdammt sicher, daß man aus einer Strat auch keine Paula machen kann. Außerdem man tauscht auch noch den Hals und den Body. Aber ob das dann noch das selbe Instrument ist?

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Re: E-Gitarre Bauformen • Stratocaster • Les Pau • Telecaster • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von everyBlues » 25.07.2017, 13:22

Naja......... da sind wir halt unterschiedlicher Meinung.
Nein, sicherlich macht man aus einer Strat keine Paula. Aber man kann eine Strat. tönen lassen, als sei es eine Paula ;). oder zumindest, so, das es Zweifel gibt beim blind hören. Wobei ich persönlich dann lieber gleich zur Paula greife.
Ich lasse dir eine multiplex- korpus Gitarre tönen, ohne das du raushörst das es sich um multiplex handelt. Kommt dann noch Zerre hinzu.. ist eh irgendwann Schluss.
Glaubst du wirklich, das du es hören würdest, wenn fender Pu's in einer preiswerten Kopie verbaut sind? never ever! :D
Oder hört man den Linde Korpus bei einigen preiswerten Strats?

Die Bullet start. nun ja....... wenn ich da die Pu's tausche ist das ganz ähnlich. Wir sprechen hier ja vom Ton. Nicht von der Bespielbarkeit, dem Aussehen................Es gibt halt noch viele dinge die eine GItarre hat oder haben kann, die man zwar beim spielen merkt, aber nicht unbedingt hört.

Um bei unserem Vergleich zu bleiben. Eine Paula fühlt sich ganz anders an, spielt sich ganz anders als eine Strat usw.......
Wenn ich in einer Paula Strat. Pu's verbauen würde, würde sie nicht mehr wie Paula klingen. Oder?

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Re: E-Gitarre Bauformen • Stratocaster • Les Pau • Telecaster • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von GuitarRalf » 25.07.2017, 14:29

Ich werde wohl das Wundern nicht ablegen können. Als es darum ging, die Saiten richtig zu stimmen, staunte ich, als es hieß der Tuner wird am Holz befestigt. Klar, die Mechaniken bestimmen einerseits die Qualität der Saitenschwingung und zusätzlich übertragen sie die Schwingung an den Hals, Korpus, Gurt...Die PU´s nehmen die Saitenschwingungen auf, sind aber selber konstruktionsbedingt Schwingungen 2. und 3. Ordnung unterworfen. Ich würde dass jetzt der objektiven Wahrnehmung zuschreiben, im Extremfall könnte man ein Klappern der PickUps hören. Subjektiv spielt z.B. die Farbe eine Rolle. Die im Betrachter geweckte Emotion kann eine Filterfunktion entwickeln.
...Die Gitarre ist viel zu sturr, als dass die sänge... Ach, wäre ich doch ein fähiger Musiker...

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Re: E-Gitarre Bauformen • Stratocaster • Les Pau • Telecaster • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von mjchael » 25.07.2017, 19:19

Ich danke euch für eure Rückmeldungen! :D
Es wird leider wieder etwas dauern, bis ich alle eure Korrekturen und Anmerkungen abgearbeitet habe, aber ich freue mich über euren Input! ()/

Software-Pirat hat geschrieben:Ich bin mir verdammt sicher, daß das Holz eine wichtige Rolle spielt (wenn auch eher in der Qualität, als in der Holzsorte).

Stimmt vollkommen! Ein Hartholz klingt anders als ein Weichholz. Es gibt schwere Hölzer und es gibt leichte Hölzer, Hier gibt es die riesigen Klangunterschiede.
Es gibt Hölzer mit einfacher oder welche mit spektakulärer Maserung oder toller Färbung. Die optischen Eigenschaften von Hölzern sind jedoch eher nebensächlich für den Klang.
Es gibt vielfach kaum zu unterscheidende alternative Holzsorten, was den Klang und die Bespielbarkeit angeht. Allerdings machen einige Varianten in der Optik nichts her. Man stelle sich nur mal ein helles Griffbrett vor...
Um bestimmte Baumarten zu Schützen arbeitet man gerne mit Funier. Genau wie bei Möbeln wird auf ein gleichartiges günstigeres Holz ein dünnes aber optisch wirkungsvolles Funier aufgeleimt. Dem Ohr und der Bespielbarkeit des Instrumentes tut das keinen Abbruch.
Und wenn die Optik des Holzes nichts her macht, und ein Funier nicht in Frage kommt, dann gibt es noch spektakuläre Lackierungen.

Gruß Mjchael

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Re: E-Gitarre Bauformen • Stratocaster • Les Pau • Telecaster • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von MarkusG » 25.07.2017, 22:57

mjchael hat geschrieben:...
Es gibt vielfach kaum zu unterscheidende alternative Holzsorten, was den Klang und die Bespielbarkeit angeht. Allerdings machen einige Varianten in der Optik nichts her. Man stelle sich nur mal ein helles Griffbrett vor...
...


Yo. So ein helles Griffbrett an einer E-Gitarre stelle ich mir so vor, wie es an gefühlt 50% der Strato- und Telecaster vorkommt, selbst hier in den Icons. =)=)=
:D

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Anmerkung: Dieser Text enthält keinen der Begriffe Bombe, Ossama, Geldwäsche oder Drogenhandel. Sollte ausnahmsweise das Wort Anschlag verwendet werden, so bezieht sich dies ausschliesslich auf die Erzeugung von Tönen mit musikalischen Instrumenten.



Gruss Markus

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Re: E-Gitarre Bauformen • Stratocaster • Les Pau • Telecaster • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von Schneiderlein » 27.07.2017, 21:39

Meine Jackson-Strat hat auch einen Ahorn-Hals. Gefällt mir in jeder Hinsicht gut (auch optisch) =)=)=

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Re: E-Gitarre Bauformen • Stratocaster • Les Pau • Telecaster • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von ZeroOne » 28.07.2017, 07:07

everyBlues hat geschrieben:Ich bin da ganz anderer Meinung als du. Man kann eine E-Gitarre nur, durch Tausch der Pickups, komplett anders tönen lassen. Hinzukommt, der Amp mit seinen Einstellungen. Vom Holz der E- Gitarre zB. hört man gar nichts. Was wäre eine schlechte Strat. Kopie? Eine, die sich fast wie ne Les paul anhört! ;)



Ich muss auch vehement widersprechen. Wie sehr man eine einzelne Komponente heraushört (Mahagoniehals vs. Ahornhals z.b.) sei mal dahingestellt, vor allem bei High-Gain Sounds. Aber die gesamte Konstruktion hört man einfach heraus und an der kann man auch mit tausend PU wechseln nichts mehr drehen.

Ein Fallbeispiel: Ich habe mir mal, vor allem um eine taugliche Livegitarre zu haben, die alte Jackson war zu diesem Zeitpunkt schon sehr abgegriffen, mal eine weiße Schecter C1 Hellraiser gekauft. Ein weißer Mahagoniklotz. Mahagonikoprus, Mahagonihals. Hals eingeleimt und Saitenführung durch den Korpus. EMG 81 + EMG 89 als Pickups, man also erst einmal nicht viel verkehrtes für eine Metalgitarre daran finden, dachte ich jedenfalls. Mit der Zeit hat sich herausgestellt, dass an dem Ding allerdings einfach alles verkehrt war, und das war absolut nicht auf die Bespielbarkeit zurück zu führen. Die Gitarre hing einfach leicht sackend am Verstärker, schwerfällig halt. Tubescreamer etc brachte auch nicht den gewünschten Erfolg. Schlau wie man ist denkt man sich "Haha, ich bin ja schlau, ein Pickuptausch wird das liefern was ich will". Also, Attack und knack haben gefehlt, trotz EMG 81, also habe ich erst einmal alles an Pickups was ich hier hatte da durch gejagt, SH13, X2N etc. um festzustellen, dass das alles nichts bringt. Schließlich habe ich zur Overkilllösung, dem Bareknuckle Painkiller, gegriffen. Auch keine Verbesserung. Mit der Zeit haben sich also noch ein paar andere Fehler eingeschlichen und die Gitarre musste weg. Als Ersatz kam ein weiterer Blindkauf (Ich werde halt auch nicht schlauer), aber diesmal mit vergleichbaren Specs zu meiner Jackson. Eine Ibanez 2610Z. Lindekoprus, 5-teiliger geschraubter Ahorn-Walnuss Hals mit Palisander Griffbrett Double-Locking Vibrato System und einem einzelnen passiven SD Humbucker. Die Gitarre hat einfach sofort aus dem Stegreif genau das geliefert was der Schecter von Anfang an gefehlt: Knack und Biss, das war durch Pickups einfach nicht mehr heraus zu holen. Bei der Ibanez habe ich dennoch irgendwann den Pickup getauscht, allerdings nicht in der Hoffnung ich könne den Charakter ändern, ich wollte nur ein paar Nuancen biegen und das hat auch funktioniert.

Andersherum hing in unserem alten Proberaum eine USA Stratocaster mit Dimarzio Tonezone an der Bridge herum. In diversen Iabnez und Ltd-Klampfen hat sich das Ding als tauglicher Metal-PU erwiesen, in der Strat, keine Chance, das was an dem Ding so extrem nach Strat klingt geht einfach nicht weg, da macht man einfach gar nichts mehr.

Sicherlich, im Bandkontext und/oder unter Recording-Bedingungen relativiert sich das alles ein wenig, aber Solo - keine Chance.

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Re: E-Gitarre Bauformen • Stratocaster • Les Pau • Telecaster • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von everyBlues » 28.07.2017, 11:27

ZeroOne,
Interessant was du erzählst. Ich glaube dir das auch gerne alles. Habe aber eh keine all zu große Ahnung was Metal angeht, ist einfach nicht meine Schiene.

Ansonsten bleibe ich aber bei meiner Aussage. Mit den Pu's fällt und steigt alles, es sind die Herzstücken einer jeden E-Gitarre. Ob man durch einen Wechsel eine "Verbesserung" oder das gewünschte Ziel erreicht, ist eine ganz andere Geschichte.
Den klang einer E-Gitarre kann ich damit aber definitiv verändern oder gar "verfälschen". Oder überhaupt mit der Elektronik.

Und wenn man es darauf ankommen lässt, fallen die meisten bei einem Blindtest durch, die da meinen, ein bestimmtes Gitarrenmodell raushören zu können.
Eine Strat. hört sich eben nicht unbedingt/ zwangsläufig wie eine Strat an, eine Tele auch nicht zwangläufig wie eine Tele...u.s.w
Mal davon abgesehen, das man sich ja auch eigentlich ein bestimmtes Modell kauft um deren Klang zu haben, den man dann auch logischerweise hört.
Man kann doch sogar den Klang verfälschen ohne Pickup Tausch, mit Tausch doch erst recht.
Da lässen welche sogar ne Tele wie ne Paula klingen........Oder, wie schon gesagt, zumindest so, das es Zweifel gibt.

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ZeroOne
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Re: E-Gitarre Bauformen • Stratocaster • Les Pau • Telecaster • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von ZeroOne » 28.07.2017, 11:47

everyBlues hat geschrieben:ZeroOne,
Interessant was du erzählst. Ich glaube dir das auch gerne alles. Habe aber eh keine all zu große Ahnung was Metal angeht, ist einfach nicht meine Schiene.


Dieser Effekt hat mit Metal ja rein gar nichts zu tun. Im Gegenteil, der stark komprimierte Sound dürfte eine Identifizierung eigentlich noch schwerer machen. Es gibt einfach Dinge, die kann man mit PUs nicht verändern. Wo kein Attack ist kann man mit Pickups überhaupt nichts mehr holen, egal was man da rein baut und auch egal welchen Sound man fährt. Beim ersten Attack und der Sustainentwicklung geht es ja einfach darum wie lang das System braucht um in Schwingungen zu geraten. Lose gelagerte, freischwebende Double Locking Systeme brauchen dafür einfach viel weniger Zeit als ein schwerer Brocken mit Saitenführung durch den Korpus, das ist nicht wegzudiskutieren und verändert maßgeblich den Sound.

"Den Blindtest übersteht keiner" ist schnell gesagt und stimmt garantiert auch ziemlich oft. Ich würde mich so einem Test auch nicht stellen, wenn ich bestimmte Instrumente aus einem fertigen Song heraus identifizieren soll, vor allem, wenn ich die Gitarren selbst nicht kenne, halte Humbucker LP vs. Humbucker Strat aber durchaus für unterscheidbar. Wenn irgend jemand beides und Recordingmöglichkeiten zur Verfügung hat, könnte man ja mal ein Sample einstellen, dann sieht man ja, was dabei raus kommt.

Bei einer flüchtigen Aufnahme von einem Song ist es allerdings halt auch einfach nicht relevant was Gitarrist XY da gespielt hat. Der allgemeine Sound wird ja eh durch das Zusammenspiel mit den anderen Instrumenten geprägt.

Ich werde nachher übrigens auch mal ein Sample aufnehmen, wenn ich es schaffe mit 3, ansonsten mit 2 Gitarren, und ich habe die große Vermutung, dass du auch den Blindtest dabei bestehen wirst.

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Re: E-Gitarre Bauformen • Stratocaster • Les Pau • Telecaster • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von Software-Pirat » 28.07.2017, 12:35

Mit Verlaub, das Argument mit dem Blindtest ist ein ziemlich bescheuertes Argument und geht deutlich am eigentlich Thema vorbei. Denn nicht jede Strat klingt gleich, und es gibt Les Paul die haben einen Twang, der verdammt nahe an dem Twang einer Telecaster kommt. Meine beiden Strats klingen trocken gespielt auch komplett anders (und eigentlich ist das auch gut so), und entsprechend ist auch der elektrische Sound. Das ist halt der Charakter der Gitarre. Natürlich kann man mit einem Pickup-Tausch die Höhen etwas weicher klingen lassen, die Bässe etwas runder... aber den Grund-Charakter des Instruments kann man nicht ändern, zumindest nicht ohne den Einsatz eines aktiven Equalizers oder das Verwenden von Modelling-Tools. Das hat dann aber nichts mehr mit dem Original-Sound zu tun.

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Re: E-Gitarre Bauformen • Stratocaster • Les Pau • Telecaster • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von everyBlues » 28.07.2017, 13:41

Software-Pirat hat geschrieben:Mit Verlaub, das Argument mit dem Blindtest ist ein ziemlich bescheuertes Argument und geht deutlich am eigentlich Thema vorbei. Denn nicht jede Strat klingt gleich, und es gibt Les Paul die haben einen Twang, der verdammt nahe an dem Twang einer Telecaster kommt. Meine beiden Strats klingen trocken gespielt auch komplett anders (und eigentlich ist das auch gut so), und entsprechend ist auch der elektrische Sound. Das ist halt der Charakter der Gitarre. Natürlich kann man mit einem Pickup-Tausch die Höhen etwas weicher klingen lassen, die Bässe etwas runder... aber den Grund-Charakter des Instruments kann man nicht ändern, zumindest nicht ohne den Einsatz eines aktiven Equalizers oder das Verwenden von Modelling-Tools. Das hat dann aber nichts mehr mit dem Original-Sound zu tun.


Na das halte ich doch mal fest ;).

Sustain, Attack usw.... alles Dinge die nicht unbedingt Modell abhängig sind. Es gibt durch aus Schraubhals Gitarren die ein genauso gutes Sustain haben wie man es geleimten Gitarren nachsagt u.s.w

"und es gibt Les Paul die haben einen Twang, der verdammt nahe an dem Twang einer Telecaster kommt." Genau! Und trotz anderer Konstruktion.

"Meine beiden Strats klingen trocken gespielt auch komplett anders" Trotz gleicher Konstruktion?
Ich mache dir mit einen dafür extra ausgesuchten, passenden Pickup, deinen geliebten Stratsound komplett kaputt!
Ich mache dir mit einen Pickup sogar dein Sustain kaputt! U.s.w

Zu sagen der Klang kommt von der Gitarre................ ist bei E- Gitarren einfach Quatsch. Bei Akustischen Gitarren stimme ich dem absolut zu!
Es gibt Strat-Modelle bei denen man trotz Strat- Konstruktion nur wenig vom vllt. gewünschten Start- sound hat. Das liegt überwiegend an den Pu's. Denn das Holz wird's nicht sein. Interessant wäre es wirklich mal, eine Les Paul mit Strat. Pu's zu hören....auch wenn sich diese dann nicht wie eine Start. anhört, bin ich mir fast sicher, sie hört sich auch nicht mehr wie eine Paula an.
Der ton wird elektromagnetisch abgenommen!
Das ist eigentlich, genaugenommen, unnatürlich! Mit akustischen Instrumenten nicht zu vergleichen.

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Re: E-Gitarre Bauformen • Stratocaster • Les Pau • Telecaster • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von Software-Pirat » 28.07.2017, 15:57

Ach komm... Ich geb's auf! Glaub was du willst.
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Re: E-Gitarre Bauformen • Stratocaster • Les Pau • Telecaster • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von everyBlues » 28.07.2017, 16:51

Software-Pirat
Ich sage ja nicht, das es vollkommen egal ist, auf was ein Pu montiert ist. Sicherlich spielt die Gitarre ansich eine Rolle.
Jedoch wäre es, aus meiner Sicht, bedeutsammer wenn der Ton ganz anders abgenommen würde.

Ich habe schon Gitarren trocken angespielt die mir gefallen haben. Über Amp dann aber übel in meinen Ohren getönt haben. Ich glaube nicht das ein solcher PU nur das, oder, immer das, wiedergibt was die Gitarre bringen kann. So einfach ist das.
neben Bespielbarkeit, optik, u.s.w kommt eben der Tonabnehmer........Ein "guter" Tonabnehmer kann aus einer weniger "guten" Gitarre einen vernüftigen Ton machen, und ein "schlechter" PU eben aus einer guten Gitarre einen üblen Ton. Wobei das natürlich auch Geschmackssache ist. Der Tonabnehmer muss nicht teuer sein, aber er muss gefallen. Das ist für mich das Herzstück. Das die jeweilige Gitarre technisch vollkommen in Ordnung sein sollte ist klar. Kein PU macht aus einer kaputten Gitarre eine Gute.

Ich hatte früher aber zB. auch schon Strat-Modelle, die nach allem anderen getönt haben, nur nicht nach Strat;)

Ist klar, wer sich eine Strat holt möchte einen Stratsound, bei paula einen paula sound. Wer versucht schon einen Paulasound aus einer Strat zu holen? Dann greift man eher gleich zur Paula. Das heißt aber nicht, das es nicht geht, oder zumindest sehr sehr annähernt.

Wenn ich überlege wie oft ich diese Aussage schon gelesen oder gehört habe "meine Gitte klirrt ein bischen, trocken angespielt. Aber egal über Amp hört man es ja nicht"
Nun kann man behaupten der Amp sei der Grund. Aber wie hört sich denn ein PU an, ohne Amp?
Warum wird das klirren nicht gehört? Nee die Rechnung die E-Gitarre macht den Klang, geht für mich nicht auf. Sorry!
Nuancen die man vllt. trocken angespielt noch hört, die aber über Pu- Amp verloren gehen......? Was macht da nun den Klang?

Wie gesagt ist was ganz anderes als bei einer "natürlichen" akustischen. ;)

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Re: E-Gitarre Bauformen • Stratocaster • Les Pau • Telecaster • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von Schneiderlein » 28.07.2017, 18:00

Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube ich verstehe den Punkt von @everyblues, nämlich dass man es mit diesem ganzen Thema "Sound" übertreiben kann. Gerade für Einsteiger, sehe ich auch so, ist es wichtig, das Thema zu erden.

Man kann natürlich für alles mögliche sehr viel Geld ausgeben, aber eigentlich braucht es für einen guten Sound gar nicht so viel. Das wichtigste sind die Finger und ein gutes Instrument, und gut heißt v.a., dass es sich gut spielen lässt (was auch eine starke subjektive Komponente einschließt).

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Re: E-Gitarre Bauformen • Stratocaster • Les Pau • Telecaster • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von ZeroOne » 28.07.2017, 18:13

Ich bleibe immer noch dabei, dass es das Gesamtkonstrukt macht, ein verbautes Tremolo hat nämlich sicherlich mehr Einfluss auf den Sound als ein Ahorngriffbrett. Sustain ist auch so ein überstrapazierter Begriff. Für die meisten bedeutet "gutes Sustain" = "langes Sustain". Da haben starre Konstruktionen, wie eben eine Les Paul die Nase vorn, kein Tremolo, keine Federn, im Vergleich zur Strat nichts was die Saite früher dazu bringen sollte aufzuhören zu schwingen. In Wahrheit ist es aber vollkommen egal wie lang, gemessen in Sekunden, ein Ton tatsächlich stehen bleibt. Wichtig ist eigentlich nur das Zusammenspiel aus Attack und Sustain, also wie hört sich der Anschlag an und was passiert innerhalb der ersten Millisekunden bis der Ton an seinem Zenit steht um dann abzufallen. Bei einer im Idealfall leichten Strat passiert das alles schneller und aggressiver. Unterstützt wird das noch durch die eh höhenlastigen Singlecoils, weicher geht's dann halt bei der Paula zu Gange, dauert halt alles ein wenig länger. Weniger spitze Tonabnehmer, seien es Humbucker oder von mir aus auch P90er sorgen hier dafür, dass der Eindruck weiter bestätigt wird. Aber dieses Anspracheverhalten verändert sich halt niemals durch Pickups. Eine Strat (wie man sich eine vorstellt) spricht mit Humbuckern immer noch genau so schnell an und eben da liegt dann halt der Unterschied, da ist es auch egal ob Fretbuzz nun übertragen wird oder nicht. Wobei man schnarren bei clean eingestellten Verstärkern eigentlich immer hört...

Edit: Vielleicht sollte mal ein Moderator einen seperaten Diskussionsthread zu diesem Thread erstellen und die Wortwechsel und Anmerkungen dahin verschieben, so büßt der Thread ja schon sehr an Übersicht ein.

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Re: E-Gitarre Bauformen • Stratocaster • Les Pau • Telecaster • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von GuitarRalf » 29.07.2017, 08:59

Mjchael hat geschrieben:Schon 1934 wurde das Funktionsprinzip für dynamische Mikrofone eingesetzt.


Mit Funktionsprinzip ist hier die elektromechanische Wandlung und mit dynamische Mikrofone ist wohl der dynamische Druckempfänger umschrieben. ()(((( Denn der Vergleich hinkt m.M.n. ansonsten ein wenig.
Mikrofone wie Lautsprecher sind Schallwandler und Tonabnehmer irgendwie saitenschwingungsinduzierte Stromerzeuger. Einerseits wird ein Schallfeld, also Luftverdichtungen und -verdünnungen, die sich periodisch durch den Raum bewegen betrachtet, andererseits sind es die stationär erzeugten Schwingungen einer Saite, die induktiv einen Strom kreieren. Im Mikrofonbau sehe ich mehr Varianten als bei den Tonabnehmern. Stehen im Vergleich Mikrofon und PU doch

a) Kapselbauweise, Grenzflächen-, Richtrohr-, Blumlein-, Bühnengesangs-, Instrumental-, Studio- und Kondensatormikrofon , Impedanzwandler, Kleinmembran, Modulsysteme, .... ::::)(

und b) Single-Coil, Double-Coil (siehe Hompepage SeymorDuncan)) und Humbucker

gegenüber.

Aber wie im Mikrofonbau sollte doch auch bei den Tonabnehmern eine differenzierte Betrachtung möglich sein. Dass ist dann wohl der Startschuss für die Freakshow. Egal, meine Überlegungen hinsichtlich der Kreisfrequenz Omega sehen wie folgt aus.

Saiite-Tonabnehmer_eW.jpg
Saiite-Tonabnehmer_eW.jpg (16.03 KiB) 2291 mal betrachtet


Teil 1) ist der Idealfall, wie vom TE bereits bildlich sehr gut dargestellt. Die elektromechanische Wandlung ist ideal und der im Tonabneher PU ( mit Widerstand R, und Induktivität L ) induzierte Strom ist direkt proportional zur Saitenschwingung Omega . Geschrieben: Der Strom ist eine Funktion der Kreisfrequenz
im Teil 2) habe ich mir überlegt, das sowohl Bridge, Sattel und Kopfmechaniken mit unterschiedlichen Kreisfrequenzen schwingen. Der Tonabnehmer wird nun selber zu einer Schwingung angeregt. so dass der Strom eine Funktion all dieser Schwingungen ist.
einen 3. Teil, indem die Schwingungsreflexionen beachtet werden, habe ich weggelassen.

Für weitergehende Untersuchungen:
Man beachte das Material und den Abstand der Schwingungspunkte und den damit erzeugten Zeitunterschied.

Ich vergleiche die Tonabnehmerwirkungsweise mit der Gewichtsmessung während einer Fahrstuhlfahrt. Die äussere Bewegung hat einen direkten Einfluss auf die Messwertanzeige.

Deshalb, und weil es mich interessiert, meine Anfrage, ob jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, die Mechaniken noch einmal zu betrachten. Bisher war immer nur die Standardbridgebesaitung betrachtet. Ich erhielt unlängst ein Foto einer Fender_Tele_TV-Jones, bei der es eine Bigsby ähnliche Befestigung gab. Ist es möglich etwas zu den Mechaniken zu erfahren.

Gitarre_FenderCS_TVJones_TELEcaster.jpg
Gitarre_FenderCS_TVJones_TELEcaster.jpg (25.62 KiB) 2291 mal betrachtet


Auf der Kraussharr-Seite, in der Beschreibung der Fusion, war geschrieben, das das geringe Gewicht für das schnelle Ansprechen der Gitarre ist. Balsa vs. Eiche war der Vorschlag. Dabei müsste es doch aber eher heißen, dass die schwingungsfreundlichere Konstruktion das Verhalten verursacht.



Sk^l
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Re: E-Gitarre Bauformen • Stratocaster • Les Pau • Telecaster • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von everyBlues » 31.07.2017, 09:15

ZeroOne hat geschrieben: Für die meisten bedeutet "gutes Sustain" = "langes Sustain". Da haben starre Konstruktionen, wie eben eine Les Paul die Nase vorn, kein Tremolo, keine Federn, im Vergleich zur Strat nichts was die Saite früher dazu bringen sollte aufzuhören zu schwingen.


Mano.. hätte ich nur nichts gesagt :D Sorry, Mjchael.
Ich hatte schon Strats die hatten ein sehr gutes Sustain. Und auch Tele die trotz fester Konstuktion ein sehr kurzes Sustain hatten.
Wobei gesagt werden sollte, die Strats. waren im Tremolo immer blockiert.
Es kommt halt darauf an wie gut etwas mit einander verbunden ist.

Auch das eine Strat schneller anspricht kann ich so nicht bestätigen. Die Paula und die Tele sind meist schneller. Nur hört man das nicht! Man merkt es beim Spielen, wenn man nicht gerade anfänger ist, und es dann noch nicht sooo wahrnimmt.

Ich bleibe dabei, der PU macht eine Menge aus, und ist das Herzstück einer jeden E- Gitarre. Abgesehen davon, das es bei E- Gitarren eine ganze Kette gibt ;) .

Gewiss, für den Anfänger eh noch nicht sooo von Bedeutung. Zu diesem Zeitpunkt gibt es einfach andere Dinge um die man sich kümmern sollte.

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everyBlues
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Re: Diskussion zu E-Gitarre Bauformen • Strat • LP • Tele • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von everyBlues » 02.08.2017, 09:55

Bin eben mal auf folgenden Artikel gestoßen:
https://www.gitarrebass.de/stories/die- ... eschichte/

was es alles mal gab. Teilweise pothässlich...........

(wusste nicht so recht wo ich das hinmachen soll, deshalb hier)

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mjchael
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Re: Diskussion zu E-Gitarre Bauformen • Strat • LP • Tele • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von mjchael » 02.08.2017, 15:12

()/ Sehr schöner Artikel. :D
Ich werde sehen, wo ich den Verweis darauf mit einarbeite.
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Re: Diskussion zu E-Gitarre Bauformen • Strat • LP • Tele • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von mjchael » 02.08.2017, 15:17

Ups, da war noch ein DISKUSIONSBEITRAG im Original-Thread

everyBlues hat geschrieben:
GuitarRalf hat geschrieben:Salut,
Insgesamt soll sie schwerer sein als die Stratocaster. Hast du da einen Wert? Meine Strat-Kopie wiegt ca. 3374g (mit Gurt).
Die Gitarren sind interessant, aber ich würde für eine Kaufauswahl noch die Halbakustik hinzunehmen. l


Meine Paula (Kopie) wiegt so ca 4,5kg. Es gibt welche die sind noch schwerer ( ca 6 kg). Denke das ist dem Holz geschuldet. Mahagoni Holz, ohne chambered ist nun mal schwerer als Erle. Mit chambered wirds dann vielleicht leichter. Hatten die Alten aber alle nicht.
Es gibt auch leichtere. Aber im allgemeinen kann man schon sagen, das Les Pauls schwerer sind als Start. und Tele.
Die Halbakustik (ES= Electric Spanish) fehlt noch, ja. Vielleicht auch die Jazzgitarre, wird ja auch elektromagnetisch gespielt.
Anm: Danke für das Fachwort "chambered" • ES und Archtop kommt noch


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Re: E-Gitarre Bauformen • Stratocaster • Les Pau • Telecaster • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von GuitarRalf » 25.08.2017, 08:31

Hallo mal wieder,

everyBlues hat geschrieben:...
Es kommt halt darauf an wie gut etwas mit einander verbunden ist.

....Gewiss, für den Anfänger eh noch nicht sooo von Bedeutung. Zu diesem Zeitpunkt gibt es einfach andere Dinge um die man sich kümmern sollte....


jut, ist g´rad Forumstreffen. Hätt´ích jenuch Geld, könnte ich es dort klären. Was mir durch den Kopf schwirrt, seit ich miteinander verbunden gelesen hab, ist, dass es Gitarren gibt, bei denen die Saitenbefestigung durch den Körper auf die Rückseite der Bridge geführt wird. Dadurch wird die benutzte Saite länger ohne die Mensur zu verändern und erhält einen weiteren zusätzlichen Auflagepunkt im Gegensatz zu der Bauform, bei der die Saitenbefestigung auf der Vorderseite ist. Ist das eher gut oder schlecht für das Sustain ?

Tja, und dieses mit der Bedeutung für den Anfänger ... einerseits gebe ich dir recht. Hauptsache die Gitarre erzeugt ein Ton! Mal kurz als Priorität eingewurfen. Aber keiner kann wissen was einem Anfänger wichtig ist, ... der Anfänger hat seine eigenen ganz persönlichen Hintergründe. Es gibt auf dem Gitarrenmarkt verstärkt die Tendenz, Bausätze als Einstieg zu benutzen. Und dann ist es schon wichtig, ob der PU ein Humbucker, SingleCoil oder DoubleCoil ist. Und die Anfängerin könnte doch z.B. auch lieber zu einem Lipstick tendieren. ;)

https://www.google.de/search?client=firefox-b&biw=1024&bih=643&tbm=isch&sa=1&q=Tonabnehmer+E-Gitarre+Lipstick&oq=Tonabnehmer+E-Gitarre+Lipstick&gs_l=psy-ab.3...1820184.1829068.0.1829898.30.23.0.0.0.0.0.0..0.0....0...1.1.64.psy-ab..30.0.0.PqC8CorRgi0

Sk°l
...Die Gitarre ist viel zu sturr, als dass die sänge... Ach, wäre ich doch ein fähiger Musiker...

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Re: Diskussion zu E-Gitarre Bauformen • Strat • LP • Tele • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von Chavez » 25.08.2017, 12:39

Ich hab mich jetzt nicht sehr eingängig mit der Materie "Pickup" beschäftigt. Aber bislang dachte ich immer es wird nur zwischen den Bauformen "Singlecoil" und "Humbucker" unterschieden.
Ist der Lipstick nicht nur eine Form des Singlecoils so wie auch ein P-90 und der Humbucker, ist der nicht immer ein Doublecoil bei dem es auch technisch möglich ist ihn zu splitten?
Ich bin grad etwas verwirrt.

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Re: Diskussion zu E-Gitarre Bauformen • Strat • LP • Tele • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von Software-Pirat » 25.08.2017, 13:03

Lipsticks sind eine spezielle Bauform von Singlecoils, genauso, wie auch ein P90. Und den Begriff "Doublecoil" höre ich, ehrlich gesagt, heute zum ersten Mal. Wahrscheinlich einfach eine andere Bezeichnung von Humbuckern. Ich hab an weiter oben etwas ausführlicher die Unterschiede zwischen den Pickups beschrieben, wenn auch nicht den Lipstick. Ich mache es mir jetzt mal einfach und verweise auf den englischen Wikipedia-Artikel: https://en.wikipedia.org/wiki/Lipstick_pickup

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Re: E-Gitarre Bauformen • Stratocaster • Les Pau • Telecaster • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von everyBlues » 28.08.2017, 09:31

GuitarRalf hat geschrieben: Dadurch wird die benutzte Saite länger ohne die Mensur zu verändern und erhält einen weiteren zusätzlichen Auflagepunkt im Gegensatz zu der Bauform, bei der die Saitenbefestigung auf der Vorderseite ist. Ist das eher gut oder schlecht für das Sustain ?


Für mich, überbewertet. Schauen wir uns die Paula an. Sie kann ein sehr langes Sustain haben und die Saiten gehen bei diesem Modelltyp auch nicht durch den Body. Ich hatte schon Teles wo die Saiten durch den Body gingen (String through) und denn noch, konnte man bei denen, von einem langem Sustain nur träumen.
Kann man nun auch auf den Schraubhals der Tele zurückfüren. Ich kann jedoch nicht bestätigen das Gitarren mit Schraubhals immer, zwangsweise, ein kurzes Sustain haben. ( von Begriffen wie "Gut" und "Schlecht" sehe ich mit Absicht ab.)
Ist alles vernünftig und fest mit einander verbunden, gibt es wohl keine Probleme, soweit. Das gilt auch für die Verschraubung der Hälse.

Zugegeben, ich finde geleimte Hälse schöner und etwas "hochwertiger". Bzw. den Übergang Hals- Body!
Das sagt aber über den eigentlichen Hals noch nichts aus. Was nicht, heißen soll, das ich alle Schraubhälse für minderwertig halte. ;)

GuitarRalf hat geschrieben:Tja, und dieses mit der Bedeutung für den Anfänger ... einerseits gebe ich dir recht. Hauptsache die Gitarre erzeugt ein Ton! Mal kurz als Priorität eingewurfen. Aber keiner kann wissen was einem Anfänger wichtig ist, ... der Anfänger hat seine eigenen ganz persönlichen Hintergründe. l


Wichtig ist doch zu allererst einmal, dass die Gitarre gut bespielbar ist für den Anfänger. Das sie technisch vollkommen in ordnung ist, bund und oktavrein. Gefällt sie dann auch noch optisch, macht das üben um so mehr Spass.
Alles andere kommt dann mit der Zeit, der Erfahrung und den jeweiligen Anforderungen. Persönliche Vorlieben fangen dann an eine Rolle zu spielen.........

Sich schon im Anfang über Signalketten, Effekte, Pickups, Kabel usw.... Gedanken zu machen, ist überflüssig. Sollte erst einmal gelernt werden zu spielen. Ich bin der Meinung gerade zum Anfang kann alles sehr minimalistisch sein. Nix was unnötig vom Üben abhält.
Auch das Gehört wird sich erst mit der Zeit ändern (hoffentlich).
Die Tonvorlieben dann auch. Und die Anforderungen, vielleicht.

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Re: E-Gitarre Bauformen • Stratocaster • Les Pau • Telecaster • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von GuitarRalf » 29.08.2017, 19:39

everyBlues hat geschrieben:Wichtig ist doch zu allererst einmal, dass die Gitarre gut bespielbar ist für den Anfänger. Das sie technisch vollkommen in ordnung ist, bund und oktavrein. Gefällt sie dann auch noch optisch, macht das üben um so mehr Spass..


Ich denk nach wie vor , das die Bespielbarkeit für den Laien schwer einzuschätzen ist. *schäm*
:cry: Einen Ton zu erzeugen kann doch schon der erste Meilenstein sein. Bund- und Oktavreinheit fordert der geübte Spieler. Mir sind Anpreisungen wie: " für Anfänger geeignet, weil oktavrein " noch nicht aufgefallen.

Die äussere Erscheinung, das Handling, ist für eine Kaufentscheidung wichtig. Der Anfänger kann, wenn es ihn juckt, schon nachfragen, warum die Mechaniken in der Kopfplatte einmal linear alle 6 nacheinander oder geteilt 3 und 3 angeordnet sind und welche Auswirkungen das hat, denn das muss dem Anfänger auffallen. Von der Bespielbarkeit hat der Anfänger doch keine Vorstellung - wie auch ohne Erfahrungswerte.


Sk^l
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Re: E-Gitarre Bauformen • Stratocaster • Les Pau • Telecaster • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von everyBlues » 30.08.2017, 08:08

GuitarRalf hat geschrieben:Ich denk nach wie vor , das die Bespielbarkeit für den Laien schwer einzuschätzen ist. *schäm*
:cry: Einen Ton zu erzeugen kann doch schon der erste Meilenstein sein. Bund- und Oktavreinheit fordert der geübte Spieler. Mir sind Anpreisungen wie: " für Anfänger geeignet, weil oktavrein " noch nicht aufgefallen.


Naja....... ich denke schon das auch ein Anfänger merkt wie sich die jeweilige Gitarre in seinen Händen anfühlt. Die Vorlieben können, und werden sich vermutlich auch, im laufe der Zeit ändern.

Das geforderte "Bund und Oktavrein" hat auch etwas mit der Gehörbildung zu tun. Das ist aber bei den meisten Gitarren heutzutage kein Problem mehr, wenn richtig eingestellt.
Der geübte Spieler hört es wenn etwas verstimmt ist, weil er gelernt hat, wie es gestimmt klingt.
Auch wenn ein Anfänger es vllt. noch nicht sooo hört. Und er noch damit beschäftigt ist überhaupt einen Akkord oder eine Tonleiter fließend spielen zu können, denke ich doch, vor jeder Übungsstunde seht das richtige Gitarre stimmen ;).

Bin auch der Ansicht, beim Anfang mit der E-Gitarre, möglichst clean zu üben. Nach dem Üben kann man dann ruhig etwas "rumspinnen" und auch volles Brett fahren ;).

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Re: Diskussion zu E-Gitarre Bauformen • Strat • LP • Tele • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von everyBlues » 30.08.2017, 12:49

mjchael hat geschrieben:Anm: Danke für das Fachwort "chambered" •


Bitte. Ich stelle aber gerade fest dass es da noch mehere Bezeichnungen gibt, jenachdem wie ausgefräst wurde.
Ich nannte bisher alles "champered". Ist sooo aber dann nicht richtig.

Traditional Weight Relief, Modern Weight Relief, Chambering (champered).

dazu von Gitarre&Bass:
https://www.gitarrebass.de/equipment/ge ... les-pauls/

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Re: Diskussion zu E-Gitarre Bauformen • Strat • LP • Tele • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von mjchael » 30.08.2017, 19:13

Bei allen Varianten bleibe ich bei "chambered", da dieses Wort im Englischen wie im Deutschen selbsterklärend ist. Alle anderen Begriffe verwirren mehr als sie klären.
Gruß Mjchael

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Re: Diskussion zu E-Gitarre Bauformen • Strat • LP • Tele • SG • u.a. Welche E-Gitarre soll ich mir kaufen?

Erstellt: von everyBlues » 30.08.2017, 19:47

Ja da hast du wohl recht, mjchael. Ich hatte das auch immer alles "Champered" genannt.
Ich wollte es nur Vollständigkeitshalber erwähnt haben, weil es ja doch Unterschiede gibt. Und ich das eben so gelesen habe.

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