Egitarre zuhause gemütlich spielen

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rafig
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Egitarre zuhause gemütlich spielen

Erstellt: von rafig » 26.06.2016, 13:52

Hallo.
Ich bin zwar ein Frischling (erst seit 3-4 Monaten dabei) möchte trotzdem in den nächsten Wochen mit dem gemütlichen teil anfangen, und zwar mit der Improvisation. Dabei möchte ich Hintergrundmusik laufen lassen und darüber Improvisieren, verschiedene Effekte ausprobieren und das alles gleichzeitig aufnehmen. Selbstverständlich werde ich mein tägliches Übungsplan nach wie vor durchziehen.

Ich habe letzter Woche zu meinen Gitarren Lehrer gesagt das ich erst in einem Jahr improvisieren möchte und er sagte warum denn solange warten, wir sollen ab der nächsten Unterricht damit beginnen. Das hat mich natürlich sehr gefreut. Übung ist toll und es macht auch riesen Spaß aber ich schätze Improvisation würde mir noch mehr Spaß machen.

Aktuell habe ich Zuhause:

Palmer MI FAB 5
Boss DD-3 Digital Delay
Boss Distortion DS-1

Der Palmer kam schon ein paar mal während der Übungszeiten zum Einsatz, aber für die Effekte fehlen mir die Adapter.

Übrigens, ich übe die ganze Zeit unplugged. Ich kann mich irgendwie an den Verstärker nicht gewöhnen, vielleicht weil die Effekte fehlen?
Nach meiner Meinung wird es mir im Schlafzimmer mit dem Amp und Effekten keinen Spaß machen. Der Verstärker und Effekte müssen angeschlossen werden, überall kabel und es gibt keinen Kopfhöreranschluss.

Deshalb auch der Überschrift, ich möchte zuhause gemütlich Improvisieren können. Deshalb dachte ich mir ich hole etwas kompaktes wie Axe FX und gut ist. Den Verstärker und Boss Effekte würde ich dann verkaufen. Hifi-Anlage, Kopfhörer, Kopfhörerverstärker, Soundkarte und PC sind hier vom feinsten. Nach meiner Meinung würde das alles gut zusammen passen. Was ist denn eure Meinung?

Ich stelle mir so etwa vor, weiß aber nicht ob Nick Graham hier einen Axe Fx einsetzt.

https://www.youtube.com/watch?v=athDCxAQbvw

Vorab vielen lieben Dank!
Grüße
Rafig

ZeroOne
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Re: Egitarre zuhause gemütlich spielen

Erstellt: von ZeroOne » 26.06.2016, 14:37

Erst mal ist es eher kontraproduktiv e-Gitarre unverstärkt zu üben, da auf diese Art und weise diverse Spielfehler nicht gehört werden könne.

Du hast also ein Budget von ungefähr 2000 Euro und willst die ein möglichst umfangreiches Übungs- und recordingrig hinstellen? Im hardwareformat würden mir dann auch am ehesten auch das axe fx oder der kemper Profiling Amp einfallen. Wieso ist es relevant, ob in dem Video nen axe fx verwendet wird?

rafig
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Re: Egitarre zuhause gemütlich spielen

Erstellt: von rafig » 26.06.2016, 15:04

Hi,

1. Ich erlaube mir zu sagen das was du sagst klingt für mich absolut unlogisch. Ich höre Fehler eher unterstärkt klar heraus als verstärkt.

Ehrlich gesagt der Lehrer war am Anfang auch dagegen und meinte mit Verstärker konnte ich Effekte erzeugen und Sachen ausprobieren. Nach einer Zeit hat er das nicht mehr gesagt und wir üben inzwischen auch im Unterricht ohne Verstärker. Ich komme extrem schnell voran und bin kleiner Perfektionist. Jeder finger muss sitzen, saiten müssen klar klingen und Metronom läuft immer mit.

2. Eher 1200 Euro nach dem ich Palmer, 2 x Boss Effekte und einen Ibanez RG550 (General überholt) verkauft habe. Einen Axe Fx XL+, gebraucht habe ich im Netz gefunden. Du meinst also Axe Fx wäre in dem Fall das richtige für mich?

3. Relevant weil:

a) Sehr gut klingt.
b) Sieht sehr gemütlich nach Homerecording aus.
c) Habe ich das Gefühl man kann Ihn auch sehr leise oder mit Kopfhörer spielen.

Grüße
Rafig

ZeroOne
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Re: Egitarre zuhause gemütlich spielen

Erstellt: von ZeroOne » 26.06.2016, 15:25

Zu 1: es mag ne meinungsfrage sein, aber spätestens, wenn irgendwas verzerrtes gespielt werden soll, erkennt man all das was tatsächlich gespielt wird besser mit Verstärker.

Aber ja, mit dem Gewissen Budget und dem Anspruch an das Equipment, sollte das axe fx schon das Richtige sein.

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Pedro E.
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Re: Egitarre zuhause gemütlich spielen

Erstellt: von Pedro E. » 26.06.2016, 15:29

rafig hat geschrieben:Ich höre Fehler eher unterstärkt klar heraus als verstärkt.
::::)(
Will ja nix unterstellen, aber das würde mich doch sehr wundern.

Abgesehen davon würde ich meinen, dass Geräte wie der Axe oder Kemper nicht unbedingt als Zielgruppe den Schlafzimmergitarristen haben.
Da würde ich einen Yamaha THR10(-/C/X) für geeigneter halten. Überhaupt mit Kopfhörern. Aufnehmen kann man auch recht gut damit und im Nahfeld über die internen LS sehr schön üben.
https://www.youtube.com/results?search_query=yamaha+thr10

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Re: Egitarre zuhause gemütlich spielen

Erstellt: von slowmover » 26.06.2016, 15:39

Naja hättest Du unverzerrt gesagt, also clean, dann wäre das eher typisch für schnellen Lernerfolg, da Effekte die Fehler verdecken.
Unverstärkt spielen führt dazu, kräftiger in die Saiten zu gehen als es sinnvoll ist. Auch die Rhythmik könnte leiden, da kaum noch Sustain vorhanden ist.
Der Ton ist ja nicht nur vom Anschlag abhängig.
Dein Verstärker dürfte clean oder leich gecruncht super klingen. Der mach doch für jeden Tag richtig viel Sinn.

rafig
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Re: Egitarre zuhause gemütlich spielen

Erstellt: von rafig » 26.06.2016, 15:48

@ZeroOne

1. Warum sollte ich nach 3-4 Monaten irgendetwas verzerrtes spielen? Ich halte mich an den Plan und übe täglich mehrere stunden Basics. Das heißt Theorie, Akkorde (sind nicht meins aber der Lehrer sagt es muss sein), Schlaghand, Pentatoniken und die übliche Unterrichtsstoff. Im Gegensatz zu meistens Anfängern kann ich von mir nicht nicht behaupten irgendwelchen Songs spielen zu können, überhaupt keinen. Das ist mit Sicherheit hilfreich und man kommt gut voran aber ich möchte lieber meine eigene stücke spielen.

2. Super, Danke! Aber was ist mit der Hintergrundmusik (Backtracking). Kann das Gerät das ebenfalls? Ich konnte im Netz nicht darüber finden. Der Verkäufer hat auch einen zubehör für Axe Fx, nämlich einen MFC 101. Soll ich das auch gleich holen?

@Pedro E.

Mir ist egal ob du glaubst oder nicht. Ich habe einen klasse Lehrer und wenn er sagt alles ist prima, glaube ich Ihn eher.

@slowmover

Das mit den kräftiger in die Saiten gehen stimmt voll und ganz. Das ist wirklich ein Nachteil. Hoffentlich ändert sich das mit der Axe Fx. :-)

Mit der Rhythmik stimme ich dir aber nicht zu. Wie schon erwähnt spiele ich vom Anfang an mit einem Metronom, inzwischen Soundbrenner Pulse. :-)

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Pedro E.
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Re: Egitarre zuhause gemütlich spielen

Erstellt: von Pedro E. » 26.06.2016, 15:58

rafig hat geschrieben:@Pedro E.
Mir ist egal ob du glaubst oder nicht. Ich habe einen klasse Lehrer und wenn er sagt alles ist prima, glaube ich Ihn eher.

Naja ist ja deine Sache.
P.S.: Dein Umgangston lässt zu wünschen übrig

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Software-Pirat
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Re: Egitarre zuhause gemütlich spielen

Erstellt: von Software-Pirat » 26.06.2016, 16:00

Na ja, es gibt Verstärker, die haben bei verzerrten Sounds die angenehme Eigenschaft Fehler eher zu verzeihen, als andere. Ist mir z.B. bei meinen Fender Super Champ aufgefallen. Mit dem Marshall-Setting klingt es in der Regel ganz gut, bei Hot Rod-Setting ist es für mich schwerer einen guten Sound zu bekommen. Komplett trocken zu spielen finde ich aber nicht so verkehrt. Ich glaube auch, daß insbesondere beim Akkord-Spiel so die Fehler viel deutlicher wahrgenommen werden können. Klar, bei harten Metalriffs in Powerchords sieht das anders aus. Aber um die Basics zu lernen finde ich das eher prima.
Ich finde aber, es macht wirklich mehr Spaß über einen Verstärker zu spielen, insbesondere beim Jammen zu Backingtracks.

PS: Ich finde, ein harter Anschlag grundsätzlich nicht verkehrt. Einer meiner größten Helden, Rory Gallagher, soll auch einen harten Anschlag gehabt haben. Wichtig finde ich aber, daß man seinen Anschlag variieren kann. Mal hart, mal leise. Sollte auch unverstärkt gehen, klingt halt deutlich leiser und man muß vielleicht etwas bewußter hin höher. Aber das muß ja nicht schlecht sein.

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Re: Egitarre zuhause gemütlich spielen

Erstellt: von rafig » 26.06.2016, 16:02

@Pedro E. schreibt: Dein Umgangston lässt zu wünschen übrig
Oh, ist das falsch das ich meinen Lehrer mehr vertraue als dir? Sorry, aber ich kenne dich nicht.
Du versuchst über das Netz meine Technik zu beurteilen ohne irgendetwas von mir gehört zu haben. Abgesehen davon geht es hier wirklich nicht darum wie meine Techniken so sind.

@Software-Pirat
Dankeschön! Ich spiele wirklich NUR Basics und nichts anderes. Für mich macht einfach keinen Sinn aktuell einen Verstärker dafür einzuschalten.
Das mit der harter und leiser Anschlag übe ich täglich, und zwar nicht freiwillig. Tagsüber übe ich ganz normal und nachts wenn die Familie schläft schlage ich die Saiten extrem sanft an beim üben und es hört sich toll an, mit mehr Gefühl würde ich sagen. :-)

Ihr säcke, habt Ihr das ding jetzt gekauft? Der Verkäufer schreibt mir gerade das er beide Geräte verkauft hat. Na ja, ich wünsche euch viel Spaß damit.

Auf jeden Fall habt Ihr mir geholfen. Axe Fx ist anscheinend nach wie vor die Nummer 1 wenn es um Homerecording geht. Danke!

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Software-Pirat
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Re: Egitarre zuhause gemütlich spielen

Erstellt: von Software-Pirat » 26.06.2016, 17:39

Nun, das Axe ist zwar sicher ganz schön. Fürs üben tut aber auch ein einfacheres Multieeffektgerät, wie z.B. das Boss Me25, mit dem ich z.B. sehr glücklich bin, das Vox Tonelab oder andere. In der Regel ist der Sound über den Kopfhörer sehr gut, man hat viele Effekte, kann Backing-Tracks einspielen, es als Audio-Interface für den PC einsetzen und Recording geht damit auch.

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Re: Egitarre zuhause gemütlich spielen

Erstellt: von everyBlues » 26.06.2016, 18:01

Nur weil hier vllt. noch andere, außenstehende, mitlesen, als rafig ;) :

Ich bin ganz bei Software-Pirat.
Auch ich habe früher, und mache es heute noch, E-Gitarre hin und wieder ohne Verstärker gespielt, geschadet hat es nichts.
Und, Software- Pirat hat es ja schon erwähnt, ein verzerrter Amp verdeckt schon alle möglichen Fehler. Umso verzerrter umso verfälschter, und umso mehr kann verloren gehen, vom eigentlichen Ton. Ich wurde zum Anfang, zu mindest beim Basic üben, von abraten ein Bratt zu fahren.
Aus Fun, so zwischen durch, okay. Aber zum Üben nicht.
Naja ist halt meine Meinung.

rafig
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Re: Egitarre zuhause gemütlich spielen

Erstellt: von rafig » 26.06.2016, 18:14

@Software-Pirat
Ja. Du hast recht. Ich wollte etwas vernünftiges, sozusagen für immer aber jetzt möchte ich doch ein bisschen warten und weiter üben. Abgesehen davon bin ich mal gespannt was der Lehrer bzgl. Improvisation mit mir üben möchte.

@everyBlues
Auch du hast recht. Ich war grob, das gebe ich zu. Der Pedro hat mir etwas empfohlen und darauf bin ich nicht eingegangen. Also Pedro, Ich habe das Video von Yamaha mir angesehen und das teil ist richtig gut. Aber für mich kommt das Gerät nicht in frage. Sorry für die harsche Antwort.

Also, die Axe Fx wäre natürlich gut aber auf der anderen Seite hat das Gerät einfach zu viele Features für einen Anfänger. Für mich ist die Zeit zum üben wirklich sehr kostbar und mit meiner Selbständigkeit ist nicht einfach zeit dafür zu finden. Bei so einem Gerät kann ich mir schon vorstellen das sehr viel zeit zum einstellen drauf gehen. Ich schaue einfach weiter, muss halt etwas vernünftiges sein.

ZeroOne
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Re: Egitarre zuhause gemütlich spielen

Erstellt: von ZeroOne » 26.06.2016, 18:16

... und ungewollte obertöne etc. kommen halt "unplugged" nicht durch. ist aber auch alles relativ.

rafig hat geschrieben:@ZeroOne

1. Warum sollte ich nach 3-4 Monaten irgendetwas verzerrtes spielen? Ich halte mich an den Plan und übe täglich mehrere stunden Basics. Das heißt Theorie, Akkorde (sind nicht meins aber der Lehrer sagt es muss sein), Schlaghand, Pentatoniken und die übliche Unterrichtsstoff. Im Gegensatz zu meistens Anfängern kann ich von mir nicht nicht behaupten irgendwelchen Songs spielen zu können, überhaupt keinen. Das ist mit Sicherheit hilfreich und man kommt gut voran aber ich möchte lieber meine eigene stücke spielen.



Naja, eventuell weil es spaß machen würde. Dein Konzept Gitarre zu lernen hätte bei mir wohl dafür gesorgt es einfach wieder aufzugeben.

Die Kollegen hier haben natürlich nicht ganz unrecht, ein günstigeres MultiFX würde im Endefekt den selben Zweck erfüllen, aber wenn Budget und Anspruch für soetwas wie das AxeFX da sind, wieso nicht. Für die Backingtracks und zum Aufnehmen wirst du wahrscheinlich eh nicht wirklich um den PC + entsprechende DAW herum kommen.

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Re: Egitarre zuhause gemütlich spielen

Erstellt: von rafig » 26.06.2016, 18:30

Ich gebe es zu das mein Vorgehensweise etwas ungewöhnlich ist, aber ich bin damit sehr glücklich. Es macht einfach riesen Spaß einfachere Melodien unplugged zu spielen und zu verstehen wie die zusammen gesetzt sind. Nein ich möchte keine Western-oder Akustikgitarre spielen. Ich will mich auf der Gitarre sicher fühlen, vorher wollte ich eigentlich nicht mit den Effekten und Verstärkern zu tun haben.

Ok. Einen guten PC und Soundkarte (RME BABYFACE PRO) habe ich schon mal hier. Das Problem ist halt mein Betriebssystem. Wenn du dich daran erinnerst hatten wir das Thema vor einem Jahr hier und mit Linux funktionieren halt einige Software nicht.

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Re: Egitarre zuhause gemütlich spielen

Erstellt: von everyBlues » 26.06.2016, 19:08

rafig hat geschrieben:I Nein ich möchte keine Western-oder Akustikgitarre spielen. Ich will mich auf der Gitarre sicher fühlen, vorher wollte ich eigentlich nicht mit den Effekten und Verstärkern zu tun haben.
.


Kein Problem, man kann auch sehr gut E-Gitarre über einen cleanen Amp (oder halt sowas teuflisches, modernes, digitales, alles teufelszeug :twisted: :D ) spielen, auch ohne Zerre und ohne div. Effekte ;). Gitarre und ein einfacher Amp, geht auch.

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Re: Egitarre zuhause gemütlich spielen

Erstellt: von ZeroOne » 26.06.2016, 19:14

Umstieg bzw. eine zweitpartition für iOS oder windoofs sind keine Optionen?

rafig
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Re: Egitarre zuhause gemütlich spielen

Erstellt: von rafig » 26.06.2016, 19:46

@everyBlues
Wie gesagt, macht meiner Meinung nach beim üben vom Basics überhaupt keinen Sinn einen Verstärker einzuschalten. Außer man möchte unbedingt Nachbarn ärgern oder die Energiekonzerne finanziell unterstützen.

@ZeroOne
Nein. Das kommt überhaupt nicht in Frage. Ich bin selbständig und verdiene mein Geld damit. Das Linux System habe ich mir aufwendig angepasst und läuft seit Jahren extrem stabil. Zweiter Partition oder gar Windows Systeme kommen einfach nicht in frage. Deshalb bin ich auf die externe Hardware angewiesen.

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Re: Egitarre zuhause gemütlich spielen

Erstellt: von everyBlues » 26.06.2016, 21:20

rafig hat geschrieben:@everyBlues
Wie gesagt, macht meiner Meinung nach beim üben vom Basics überhaupt keinen Sinn einen Verstärker einzuschalten. Außer man möchte unbedingt Nachbarn ärgern oder die Energiekonzerne finanziell unterstützen.
.


Ja, wie schon erzählt, mache ich auch nicht immer den Amp an, Damals wie Heute nicht.
Aber eine E- Gitarre, ist nun mal eine Stromgitarre, ist eigentlich dafür gedacht über Amp gespielt zu werden.
Eine aufgerissene Tele zB kann u.U über Amp gespielt einen sehr ehrlichen Ton haben ;) (wir sprechen aber über cleanen Amps)
Daher kann es schon Sinn machen.

Über Amps kann man ja auch leise spielen. Und an Energie -Verbrauch, macht sich dein Rechner vermutlich mehr bemerkbar. Soviel ist das bei Amps doch nicht wirklich. Aber wenn du's gar nicht magst, dann ist das natürlich auch Okay. ;)

@ZeroOne
Noch mal zu Overdrive und Distortion. Du hast ja nicht gaaaanz unrecht. Wenn man auf sowas steht, dann sollte man lernen damit zu spielen, ist schon anders als clean oder trocken.
Trotzdem wurde ich Anfangs davon abraten. Zumindest bei Basics.

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Re: Egitarre zuhause gemütlich spielen

Erstellt: von rafig » 26.06.2016, 21:33

@everyBlues
Ich habe einen JS1200, klingt auch ohne Amp absolut klasse.

Am ende wurde doch ein Rocktron Utopia G200 für 80 EUR, gerade gekauft.

Kann geschlossen werden.

Ich danke euch für die zahlreichen Antworten!

Grüße
Rafig

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Re: Egitarre zuhause gemütlich spielen

Erstellt: von Chavez » 26.06.2016, 21:41

Ein, für mich, interessanter Thread. Zwar nicht direkt das Thema um das es geht (Equipment) sondern eher der "Nebenschauplatz" plugged oder unplugged.
Bei mir ist es genau umgekehrt. Hört sich bei mir ohne Amp vieles ganz passabel für meine Ohren an so treten meine Fehler bei angeschlossenem Amp deutlicher zutage. Da hör ich dann erst recht all die Töne die da mitunter so nebenher klingen (und eigentlich nicht klingen sollen), z. B. bei Bendings. Der Amp ist dabei clean oder mit wenig Crunch eingestellt.
Zeigt mir dann eigentlich das meine Technik noch viel Luft nach oben hat.

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Re: Egitarre zuhause gemütlich spielen

Erstellt: von rafig » 26.06.2016, 21:46

Chavez hat geschrieben:z. B. bei Bendings

Das wollte ich schon vorhin erwähnen. Sobald komplizierte Techniken im Unterricht vorkommen werde ich selbstverständlich den Amp einschalten. Aktuell heißt aber bei mir einzelne töne sicher treffen und finger korrekt platzieren und hier höre ich mein Fehler unplugged besser heraus als mit einem Amp.

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Re: Egitarre zuhause gemütlich spielen

Erstellt: von everyBlues » 26.06.2016, 22:27

wie gesagt einfach mal ne Tele nehmen ( andere gehen auch, wenn's nicht gerade ne Paula ist), und aufreissen, möglichst über Steg Pu.
Über einen cleanen Amp .............Das kann verdammt ehrlich sein, und man hört dann auch jede Unzulänglichkeit. ;)

Aber zum Fingertraining, Skalen, Tonleiter und Akkorde greifen, zum Üben reicht es auch wenn man trocken spielt. Ich sehe da keinen Nachteil, solange man bei der Sache ist. Denn, einen Ton erzeugt man ja schließlich somit auch. Und schlecht muss der sich dann ja auch nicht anhören. Gitarren werden ja auch gerne trocken angetestet...........
Ist natürlich leiser als bei einer A- Gitarre.

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GuitarRalf
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Re: Egitarre zuhause gemütlich spielen

Erstellt: von GuitarRalf » 02.07.2016, 10:24

Moin, Moin

ich drehe leider oft während des Spielens unbewusst die Lautstärke runter. Das ärgert mich mehr als nicht zu wissen ob ich mit oder ohne Amp spielen will. Der Amp-Einsatz ist schon sehr eingeschränkt, aber darauf verzichten will ich nicht. Ist ja schliesslich eine E-Gitarre. Hammer-Ons und Pull-Offs, Slides und Vibrato sind ohne Amp recht lau.
Aber, für den Privatgebrauch und als Alternative gegen eine verkrampfte Stille absolut tauglich.

Gruss
GuitarRalf
...Die Gitarre ist viel zu sturr, als dass die sänge... Ach, wäre ich doch ein fähiger Musiker...

rafig
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Re: Egitarre zuhause gemütlich spielen

Erstellt: von rafig » 02.07.2016, 14:55

Hi,
Utopia G-200 ist seit gestern hier, deshalb eine Rückmeldung.

Bzgl. Improvisation und AXE FX

Das gerät hat sehr viele und vor allem gute Effekte, ich habe bis zur 136 sten geschafft und danach aufgegeben. Ich bin froh das ich die AXE FX nicht gekauft habe. Das wäre in meinem Fall ein rausgeschmissenes Geld. Ich bin ehrlich gesagt noch nicht soweit für einen Multieffektgerät, ich muss wohl noch eine weile üben.

Üben unplugged vs AMP

Mitte der Woche habe ich nach 4 Monaten das Amp wieder eingeschaltet und Ihn verkabelt. Ich hatte zuletzt 3-4 Tage in der ersten Unterrichtswoche mit dem Amp geübt und danach nur noch unplugged. Also am Donnerstag habe ich mit dem Amp (Clean eingestellt) ganz normal meinen Übungsplan durchgezogen (4 Stunden), aus dem Buch gelernt und alte Sachen wiederholt.

Hier mein Fazit:

- Der Greifhand, also die einzelner Finger und Schlaghand benötigten geschätzt 70% weniger druck im vergleich mit unplugged. Das Amp war gar nicht laut eingestellt aber ich musste alles ganz sanft und zart berühren und anschlagen.

- Was die Fehler Toleranz betrifft konnte ich da zwischen unplugged und Amp keinen unterschied feststellen. Nur mit Amp hatte ich ehrlich gesagt sehr viel einfacher zu spielen, auch schwierige stücke mit denen ich unplugged noch zu kämpfen habe klappten hier einwandfrei, wirklich fehlerlos. Ich war einfach positiv überrascht.

Beim spielen von Pentatoniken gibt es allerdings ein kleines aber feines unterschied. Unplugged müssen die einzelner finger millimetergenau sitzen sonst ist der ton nicht rund, der Amp verzieh mir aber diesen Fehler. Es konnte auch daran liegen weil ich beim spielen mit dem Amp die finger sanft anlege.

Für mich bedeutet das nur eines, ich werde nach wie vor unplugged üben. Etwas besseres konnte mir einfach nicht passieren. Andersrum hätte ich heute weniger kraft in den einzelnen fingern und der Schlaghand wäre definitiv lahm.

Danke für eure zahlreichen Antworten.
Grüße
Rafig

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