Barré im Allgemeinen

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Peps
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Barré im Allgemeinen

Erstellt: von Peps » 07.10.2015, 21:14

Hallo an alle User,

Ich habe eine Frage zum Thema Barré-Akkorde. Ich meine, dass es Barrés von eMoll, aDur und cDur ausgehend gibt.

1. Frage

Bei Barré-Akkorden, die von eMoll ausgehend sind wird der Akkord an der tiefen e-Saite bestimmt

Beispiel:
------3------
------5------
------5------
------4------
------3------
------3------
-> Ton G, weil es G auf der tiefen E-Saite ist.

Deshalb die Frage: wie ist das bei den Barré-Akkorden die von aDur und cDur ausgehend sind?

2. Frage: gibt es noch mehr Barré-Akkorde? Wo kann ich sie nachschauen und lernen?


Vielen Dank für eure Antworten :)

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phunky
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Re: Barré im Allgemeinen

Erstellt: von phunky » 08.10.2015, 08:14

Ja, es gibt noch mehr Barre-Akkorde. Nein, es ist nicht so einfach sie alle aufzuzählen.

Im Grunde ist jeder Akkord der offen weniger als vier Finger zum Greifen benötigt, auch als Barre spielbar. Der eine besser, der andere schlechter.

Häufig vorkommend sind die E-Dur/Moll-Formen, A-Dur und Moll, C-Dur, sowie die F-Dur. Das dürften die sein, die man am häufigsten sieht. Natürlich auch gern in erweiterten Formen. (A7, C/F# und was weiß ich nicht alles.)

Ein Akkord wird im übrigen nicht "an der tiefen E-Saite" bestimmt. Dein G im Beispiel ist auch nicht deshalb ein G, weil im dritten Bund der E-Saite ein G liegt. Dein G ist ein G, weil die Töne G, B und D drin vorkommen. In der E-Dur und Moll-Form ist es nun "zufällig" so, dass der Grundton des Akkordes auch auf der tiefen E-Saite in bequem greifbarer Nähe liegt.

Das ist bei den anderen Barre-Formen genauso wie bei ihren offenen "Vorfahren". Bei einem A-Dur liegt der tiefste Grundton auf der leeren A-Saite. Bei einem Barre in der A-Dur-Form ist das dann genauso. Der Grundton liegt auf der vom Barre-Fingere gegriffenen A-Saite. Bei C-Formen natürlich genauso. Wohlgemerkt der Grundton. Das heißt nicht, dass man die tiefe E-Saite nicht spielen dürfte. Harmonisch wär das in vielen Fällen schon trotzdem richtig , aber als dominantesten Basston hört man halt am liebsten den Grundton des Akkords.

Was das Finden von Akkorden im weltweiten Interweb angeht, Du hast diese Seite gefunden. Da bin ich zuversichtlich, dass ich jetzt nicht für Dich googeln muss, sondern du auch ein paar Grifftabellen online findest ;)

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GuitarRalf
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Re: Barré im Allgemeinen

Erstellt: von GuitarRalf » 08.10.2015, 09:22

Moin Peps

wie phunky dir schon geschrieben hat, es gibt noch mehr Barrée-Akkorde. Ein Dur-Akkord bestimmt sich z.B. aus der Konstellation von Prime, Terz und Quinte. In deinem Beispiel ist die Prime im 3.Bund auf der tiefen E-Saite. ( E + 1Halbton = F; F + 1Halbton = F#; F# + 1Halbton = G ). Die große Terz ist das B ( deutsch H ) im 4. Bund auf der G - Saite ( G , G#, A, A#, B ). Die Quinte von G ist D . Sie befindet sich u.a. im 5. Bund auf der A-Saite.

Die Verteilung von Prime und folgenden auf dem Griffbrett der Gitarre bildet ein Schema. Deshalb erreicht man mit der Verschiebung der Töne und dem Hinzufügen des Barrées ( groß / klein ) den Wechsel ( das Transponieren ) z.B. von E nach F . Stichwörter hierfür sind Fingersätze, CAGED , ...

Hast du einen Ton mit offenen Saiten z.b. Asus4, ( x,0,2,2,3,0) kannst du den Barrée hinzufügen um den Ausgangsakkord in den Zielakkord zu verschieben. Die offenen Saiten werden durch den Barrée gegriffen, die Halbton- und Ganztonabstände zu den Saiten bleiben gleich. Legst du also den Barrée in den 3. Bund ( C auf der A-Saite) musst du die übrigen Töne ebenfalls um 3Halbtöne verschieben (x,3,5,5,6,3). Es gibt evtl noch andere Griffmöglichkeiten, der Barrée vereinfacht es aber am deutlichsten.

Wie mit dem C, A, E gibt es auch für G den Barrée. Ich glaub, irgendwo von irgendwen gelesen zu haben, dass die G Version des A als Barrée schwer zu greifen ist. ( 5, 4, 2, 2, 2, 5). Dem stimme ich ebenso zu, obwohl mir persönlich der Griff recht spaßig erscheint. Damit befinde ich mich näher zu den Bünden 1-4 als z.B. die E Version des A .

Ist Übungssache, und es müssen ja nicht immer alle Töne gleichzeitig erklingen. :cool:

Gruss
GuitarRalf
...Die Gitarre ist viel zu sturr, als dass die sänge... Ach, wäre ich doch ein fähiger Musiker...

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mjchael
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Re: Barré im Allgemeinen

Erstellt: von mjchael » 08.10.2015, 18:07

Mein Tipp in so einem Fall: Powertab oder TuxGuitar oder Guitarpro öffnen, Akkord eintippen, und bestimmen lassen. (Welche Taste jeweils müsste ich selbst noch mal nachschauen.)

In der Regel sind alle vom Programm gezeigten Akkordnamen korrekt, aber es kommt halt auf den jeweiligen Kontext (also die Nachbar-Akkorde) an, wo irgendetwas Sinn macht.

G major 13th; (ohne Quinte und None)
C major 11# /G (ohne None)
Wären spontan meine Vorschläge.

Gruß Mjchael

Peps
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Re: Barré im Allgemeinen

Erstellt: von Peps » 08.10.2015, 20:59

Vielen Dank für die Antworten! hat mir sehr geholfen! :)

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