C-Dur klappt nicht

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Brösel
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C-Dur klappt nicht

Erstellt: von Brösel » 04.03.2015, 21:33

Hallo,
ich bin seit 6.2.15 stolze Besitzerin einer Ibanez TCY 15E-YL. :D
Ich übe täglich 90 min. Ich lerne Akkorde mit dem Buch von Peter Bursch und kann jetzt einigermassen
D dur, A dur, A moll, H7, E dur, E moll und G dur.
Seit 5 Tagen versuche ich C Dur, was aber nicht klappt :cry:
Ich krieg die Fingerkuppen einfach nicht steil genug auf die Seiten. So berühre ich immer andere Seiten und es klingt schrecklich.
Ich glaub mein Problem ist Finger 1 der drückt micht sauber auf die Seite.

Echt blöd :cry:
Was soll ich tun? Einfach das unsaubere C -dur spielen oder noch mehr üben? Ich mach jetzt Dehnübungen im 5. Bund, vielleicht hilfts was

Grüsse von einem Anfänger, der zu ungeduldig ist
Carola
Zuletzt geändert von Brösel am 04.03.2015, 22:04, insgesamt 1-mal geändert.

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Hendock
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Erstellt: von Hendock » 04.03.2015, 22:03

C-Dur mit kleinem Finger? Du meinst doch den offenen Akkord C-Dur, oder?

e: 0
H: 1 - Zeigefinger
G: 0
D: 2 - Mittelfinger
A: 3 - Ringfinger
E: X

Mit dem kleinen Finger greife ich da gar nix.

Das mit dem unsauber greifen und andere Saiten berühren ist am Anfang normal. Da hilft nur üben.

Akkord greifen - jede Saite einzeln anschlagen. Wenn eine Saite nicht so klingt wie sie soll, korrigieren. Und dann das ganze von vorne. Nur Geduld, das wird schon.

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 04.03.2015, 22:15

Wo hast du deinen Daumen? Gegenüber vom 2. Bund?
Und wie umgreifst du das Griffbrett? Ist dein Handrücken frei?

Vielleicht noch einmal die Tipps von der ersten Lektion durchlesen. Da gibt es einige Fehlerquellen, die besprochen werden.

Bild

http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_G ... er_Akkorde

BildBild

Es gibt mehrere Möglichkeiten, woran es liegen könnte, von daher kann ich nur spekulieren.

Aber ich will mal so viel sagen:
Wenn du den G-Dur kannst,
Bild
dann sollte es auch mit dem C-Dur klappen.
Bild

So gewaltig kann der Unterschied nicht sein.
Da der Zeigefinger mit hinzukommt, würde ich besonders den Zeigefinger, und das Zeigefinger-Grundgelenk in Augenschein nehmen.

Du siehst aber bei der Seite (Lektion) über das Greifen, dass man unheimlich viel falsch machen bzw. besser machen kann. Und ich habe all die Tipps auch nur gesammelt, weil die Fehler immer wieder gemacht werden, und auch ich sie am Anfang gemacht habe.
Lasse dich nicht entmutigen. Sobald der Griff in die Finger kommt, ist das Problem irgendwann einmal vorbei.
Dach ein oder zwei Wochen wirst du dich bestimmt fragen, wo eigentlich das Problem war.

Gruß Mjchael

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Hendock
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Erstellt: von Hendock » 04.03.2015, 22:16

Aha, der erste Finger (Zeigefinger) also. Hast mal eben heimlich deinen Beitrag geändert, was? ;)

Beim C-Dur gucken die Fingergelenke von dir weg so wie auf dem Bild hier:

http://www.tunesdayrecords.de/Wissen/Un ... rds.de.jpg

So kann man die Finger präziser aufsetzen.

Brösel
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Erstellt: von Brösel » 04.03.2015, 22:34

Hallo,
natürlich meine ich die Finger 1,2,3.
Habe gerade die Tipps vor allem die Daumenhaltung ausprobiert, hört sich gleich besser an :D
Ich werd üben und den Fortschritt berichten
Carola

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Swissorion
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Erstellt: von Swissorion » 07.03.2015, 18:33

Autschn, das erinnert mich an meine Anfänge mit der Gitarre und hier im Forum.
Klick

Das Forum hat mich schon über so manche Schwelle gebracht und ich bin immer noch dabei.

Frei nach dem Moto: never give up.

weiterhin viel Geduld und Ausdauer allen übenden.

Liebe Grüsse
Gruss / saludos
CH-Orion

WantToBeFamous
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Erstellt: von WantToBeFamous » 14.03.2015, 23:47

Ich habe am anfang immer das handgelenk zu weit hinten gelassen; die handfläche hatte auch immer die rückseite des halses schön im griff, wodurch ich anderer saiten mit berührt habe. Es fühlt sich im ersten moment etwas komisch an aber schiebe das handgelenk etwas weiter vor.
Alles fing im Frühjahr 2014 an

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Erstellt: von sunset » 15.03.2015, 02:44

WantToBeFamous hat geschrieben:... aber schiebe das handgelenk etwas weiter vor.


Das Handgelenk vorschieben? Hmpf. Der beste Weg zur Sehnenscheidenentzündung.

Schau dir die Fotos und Links vom Post von mjchael genauer an, WantToBeFamous: Gerades, entspanntes Handgelenk. Unterarm aus der Schulter heraus beweglich genug, um das zu ermöglichen, Fingergelenke gut abgewinkelt.

Die Frage von Brösel wurde in eben diesem Post bereits sinnvoll beantwortet. Besser, einen Thread genauer durch zu lesen, bevor man mit eigenen - ungesunden - Ratschlägen daher kommt ;)

lg
sunset

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TeresaMH
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Erstellt: von TeresaMH » 15.03.2015, 08:33

Hendock hat geschrieben:
Mit dem kleinen Finger greife ich da gar nix.


Ich schon :-) : Zeigefinger, Ringfinger und kleiner Finger, sonst wird das bei mir nichts.

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musicdevil
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Erstellt: von musicdevil » 15.03.2015, 10:19

TeresaMH hat geschrieben:
Hendock hat geschrieben:
Mit dem kleinen Finger greife ich da gar nix.


Ich schon :-) : Zeigefinger, Ringfinger und kleiner Finger, sonst wird das bei mir nichts.


Vermutlich aufgrund einer Behinderung, wie "fehlendem Mittelfinger"?
Tja, dann bleibt dir ja leider auch nichts anderes übrig, man muss sich ja zu helfen wissen.
Im Normalfall wäre das aber Pfusch und hat ne ganze Menge Nachteile,
weil man den kleinen Finger für ein abwechslungsreiches Gitarrenspiel (Melodiespiel usw.) benötigt. Schon durch diese Fingerstellung wärst du höchst unflexibel.
Der Standard (und das aus gutem Grund) ist so:
Bild

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TeresaMH
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Erstellt: von TeresaMH » 15.03.2015, 10:48

Warum denn direkt so böse? Und so unflexibel?
Unser Gitarrenlehrer sagt, das sei vollkommen okay so, er hat schon viele Varianten bei seinen Gitarrenschülern gesehen, und er selbst benutzt auch mehrere Varianten, und wenn man trotzdem schnell und flexibel wechseln kann, dann bin ich froh so eine Behinderung zu haben und trotzdem flink wechseln zu können.
Und wenn ich es mit den Mittelfinger und Ringfinger spiele, liegt mein Ringfinger AUF dem 2. Bundstächen und nicht vorm 3. und die Saite klingt kein bisschen mehr, sondern es gibt nur schönes Gebrumme. Was habe ich also davon, wenn ich den Mittelfinger benutze, meine Akkorde dafür aber nach Riesenschei*e klingen? Dann lieber anders greifen, und schöne saubere Akkorde hinbekommen. Sei doch einfach froh, dass deine Finger lang genug/ beweglich genug sind, dass du es so greifen kannst, andere mit nicht so beweglichen/ kürzeren Fingern müssen es halt anders greifen. Vielleicht sind 1,5 Jahre spielen zu wenig, aber bis jetzt heißt es: 1., 3. und 4. Finger!!!

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musicdevil
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Erstellt: von musicdevil » 15.03.2015, 11:30

Wieso "böse"? Ich wollte nur nicht einfach schreiben, dass das "Pfusch" ist, da mir noch der Gedanke kam, dass es ja Menschen mit Behinderung gibt, wo halt zb. der Finger steif ist, Fingerkuppen fehlen oder wie auch immer.
Hat sich jetzt bei dir halt so angehört, als wenn du da irgendwie gehandicapt bist. Ich meine "unbewegliche Finger" kann man ja im Normalfall trainieren, aber wenns halt krankheitsbedingt usw. nicht geht, was bleibt einem übrig...

Im "Normalfall" braucht man den kleinen Finger beim C-Dur halt ziemlich oft, um beim Fingerpicking noch zusätzlich zb. die G, B oder e- Saite im dritten Bund zu greifen.
All so was wird bei dir mit ZRK nicht funktionieren.
Da bist du mit deiner Griffweise dann einfach ziemlich im Nachteil.

Brösel
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Erstellt: von Brösel » 16.03.2015, 21:17

Hallo,
danke für die vielen Tipps. Mittlerweile hatte ich meine erste Stunde und bekam Tipps wie:
Fingerübungen zum Dehnen ab dem 5. Bund
Der Akkord soll als ein Ton zu hören sein, nicht die Seiten hinter einander
Immer schön im Takt bleiben mit der Schlaghand

das umgreifen von Em auf C und auf Am klappt relativ gut. :D
Die Seiten klingen bei C noch nicht so rein :?
Aber es wird langsam besser.
Ich sags Euch wenn es klappt!

Gruss Carola

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gibmirson
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Erstellt: von gibmirson » 17.03.2015, 16:17

TeresaMH hat geschrieben: aber bis jetzt heißt es: 1., 3. und 4. Finger!!!


Was machst Du beim C7?
Lerne früh, dann hast Du länger was davon!

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TeresaMH
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Erstellt: von TeresaMH » 17.03.2015, 16:52

gibmirson hat geschrieben:
Was machst Du beim C7?


Den haben wir noch nicht, und den sehe ich bei bisherigen Liedern, die mir gefallen und die ich nachspiele, auch noch nicht, also mach ich mir über solche Dinge erst 'nen Kopf, wenns soweit ist, und bis dahin sind die Finger vielleicht beweglicher geworden.

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 19.03.2015, 17:05

Der kleine Finger kommt im Lagerfeuerdiplom ab der 2. Lektion dran. Beim G-Dur.
Es ist deutlich schwerer als ohne, aber da eh alles schwer ist, fällt es den meisten nicht auf. Man braucht halt 2 bis 3 Wochen, bis der G mit kleinem Finger richtig sitzt, anstelle von nur einer Woche, aber man muss den G nicht zu 100% greifen können, um mit den Lektionen voranzuschreiten. Wenn man den C-Dur lernt, und später den E-Moll, hat man immer noch genug Zeit, auch den G besser zu üben.

Allerspätestens beim von mir so genannten "schnellen Griffwechsel" hat keiner meiner Schüler irgendwelche Probleme, den G mit kleinem Finger zu greifen.
Und der vermeintliche Mehraufwand beim Lernen holt man sehr schnell wieder rein.

Der H7 klappt um so einfacher, und später dann alle Sachen wo man den Kleinen Finger unbedingt braucht.

(Beim Balladendiplom wimmelt es nur so von Akkorden die mit kleinem Finger einfacher gespielt werden können, als mit nur 3 Fingern)

So Stücke wie Wonderwall von Oasis klingen halt recht fett mit kleinem Finger
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Fixierte_Finger

Und auch einfache Blues-Begleitungen kommen ohne kleinen Finger nicht aus.
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_B ... r-Akkorden

Und auch bei den Barré-Akkorden kommt man einfach ohne kleinen Finger nicht aus.

Doch dass ist alles Stoff für nach dem Folkdiplom, also etwas für in etwa 3-4 Monaten.
Aber die Vorübung jetzt schon beim G-Dur und später beim H7 sind dafür einfach unerlässlich, wenn man von einfachster Liedbegleitung zu ganz ordendlichem Gitarrenspielen vorankommen möchte.

Einige Bekannte von mir haben auch mit halbem kleinen Finger erstaunliche Fähigkeiten zustande gebracht. Und man sollte sich mal bei genauer über Django Reinhard informieren.

Bild

Der hat gleich an zwei Fingern eine verkürzte Sehne, dass er diese nicht so einsetzen kann, wie andere Gitarristen. Aber hört euch mal an, was er aus seinem Handycap gemacht hat.

Doch wie man mit Handycaps umgeht ist halt noch mal ein ganz anderes Thema, wo man halt abstriche machen muss, und für jeden einzelnen etwas zurechtstricken muss, dass man nicht verallgemeinern kann.

Gruß Mjchael

Brösel
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Erstellt: von Brösel » 09.04.2015, 22:46

Mittlerweile bin ich mit dem C-Dur Akkord ganz zufrieden. Es ist durch das tägliche Üben von alleine besser geworden. :D
Jetzt üb ich den schnellen Wechsel von Ddur auf Cdur und wieder auf Gdur.
Carola

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 10.04.2015, 10:19

Na also! ()/

Halte dich nicht zu lange damit auf, sondern lerne den Em, und den Griffwechsel
G Em C D

Da gibt es viele interessante Lieder, die alle nach gleichem Strickmuster gespielt werden.
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_G_Em_C_D

Bild

Den Griffwechsel C D lernst du dann eh automatisch gleich mit.

Gruß Mjchael

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