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Wie stellt man fest wie das Schlagmuster eines Stückes ist?

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WantToBeFamous
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Wie stellt man fest wie das Schlagmuster eines Stückes ist?

Erstellt: von WantToBeFamous » 02.02.2015, 22:45

Hallo

Ich weiß nicht wie ich das Schlagmuster heraus bekomme.
In meinem Lehrbuch (Peter Bursch´s Gitarrenbuch) ist das immer ganz schön angezeigt.
Dort sind immer vor den Stücken 6 Notenlinien mit Pfeilen von oben nach unten und umgekehrt.
Da weiß ich genau wie ich das zu spielen habe.
Ich habe ein Liederbuch von Nirvana in dem die noten + die Tabulatur angezeigt sind. Wie erkenne ich da, wie ich das zu spielen habe? Ich hab erst gedacht 1/8 down und 1/16 up oder so.
Ja sicher! ODER :?
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hkliem
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Erstellt: von hkliem » 03.02.2015, 08:20

Mein Tipp: Hör Dir das Original an und versuche dabei, mitzuspielen. Dann merkst Du ziemlich schnell, ob Dein Schlagmuster passt oder wie es Du es verändern musst. Gehört ein wenig Übung dazu, ist aber meiner Meinung nach der beste Weg.
Ansonsten - Probieren bis es dir selbst gefällt. Schlagmuster sind kein Dogma!

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Hendock
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Erstellt: von Hendock » 03.02.2015, 08:45

Ich glaube du verwechselst da Strumming mit Melodiespiel. Bei Peter Bursch findest du das Schlagmuster mit dem du die Akkorde schlägst. Das dient zur Liedbegleitung.

In dem Songbook von Nirvana steht wie die einzelnen Noten zu spielen sind. Da finden sich dann Riffs, Licks, Powerchords usw. Das kannst du nicht mit 'nem durchgehenden Schlagmuster spielen, sondern musst es dir Takt für Takt, Lick für Lick und Riff für Riff erarbeiten. Das ist harte Arbeit und ziemlich langwierig, wird aber immer leichter, je mehr Erfahrung und Übung du hast.

Ich sehe, du spielst noch nicht so lange Gitarre. Hast du Unterricht? Wenn ja, frag mal deinen Lehrer wie man das spielt und ob das nicht vielleicht noch etwas zu schwierig für dich ist. Gerade Nirvana-Stücke sind in der Regel nicht sooo schwer zu spielen. Trotzdem muss man erstmal den Einstieg ins Spielen nach Tabulatur finden.

Hast du vielleicht ein konkretes Beispiel? Dann könnte man dir hier vielleicht etwas auf die Sprünge helfen.

slowmover
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Erstellt: von slowmover » 03.02.2015, 13:08

Ein Schlagmuster für die Gitarre kann ja meist nur etwas sein, dass dem Original im Feeling nahkommt. Das Orinal ist aber meistens nicht nur eine Western, sondern Bass, Drums etc.
Bei der Liedbegleitung nur mit der Gitarre wist Du also auch mit perkussven Schlägen, mit muten
etc. das Feeling hinzubekommen.
Vielleich willst Du auch Deine Version draus machen.

Wenn Du die verschiedenen Möglichkeiten mal ausprobiert hast, ist es leichter zu einem Musikstück was passendes zu finden.
http://de.m.wikibooks.org/wiki/Gitarre: ... erarbeiten

Wenn Du erst nur ungeshuffelte Stücke spielst und verinnerlicht hast, das der Rhythmus meist nicht von den Schlägen die Du machst abhängt, sondern von denen, die Du weglässt, erkennst Du Strukturen viel leichter.

Deine Frage lässt sich ohne die Tabs zu sehen schwer beantworten. Aber höchstwahrscheinlich ist Deine Erkenntnis mit den 1/8 nach unten und 1/16 nach oben falsch.

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 03.02.2015, 14:47

Er meint vermutlich das 1/16-Feeling.
Was die Schlagmuster für den Hausgebrauch angeht, so strickz man sich am besten selbst eines zusammen.
Am besten, du kennst eine handvoll Schlagmuster, so dass du dir daraus eines heraussuchen kannst, das schon mal einigermaßen passt. Oftmals reicht das schon.
Ein halbwegs passender Schlag, den du aber schon kannst, ist ein guter Ausgangspunkt, um den so weit anzugleichen, dass er dem Original nahe genug kommt, oder zumindest annehmbar ist.
Wenn du keine Band hast, hörst du auf allr Instrumrnte, und versuchst dir aus dem Soundmatsch ein Grundrhytmus herauszuhören.
Du achtest natürlich schwerpunktmäßig auf die Gitarren, aber auch auf Bass und Schlagzeug und nicht zuletzt auf den Gesang.
Alles kann dir Hinweise auf die Taktschwerpunkte liefern. Diese grenzen die Auswahl ein klein wenig ein.
Du kannst nicht alles, was du von der Band hörst auf der Gitarre umsetzen, also triffst du eine Auswahl, und konzentrierst dich auf das Wesentliche.
Wenn du damit nicht weiter kommst, dann gob mal in der YouTube-Suche den Titel sowie Lesson oder Cover ein, und schaue nach, wie es andere machen.
Manchmal lohnt es sich, nach Tabs im Netz zu suchen (Powertab oder Guitat Pro). Aber leider sucht man sich da auch oft einen Wolf.
Konkrete Fragen, wie beispielsweise "wie würdet ihr die Strophen von XYZ begleiten?" konnen dir hir weitere brauchbare Antworten liefern.

Gruß Mjchael

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MarkusG
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Erstellt: von MarkusG » 03.02.2015, 23:04

Bernd Brümmer bietet da viele Beispiele, die man sich auch anhören kann:

guckst du hier

Vielleicht findest Du da auch "Dein Lied"...
Anmerkung: Dieser Text enthält keinen der Begriffe Bombe, Ossama, Geldwäsche oder Drogenhandel. Sollte ausnahmsweise das Wort Anschlag verwendet werden, so bezieht sich dies ausschliesslich auf die Erzeugung von Tönen mit musikalischen Instrumenten.

Gruss Markus

WantToBeFamous
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Erstellt: von WantToBeFamous » 05.02.2015, 19:00

@hendock

ja ich habe unterricht. ich spiele jetzt ein knappes Jahr lang. Ich glaube ich brauch dir jetzt nicht speziell einen takt heraussuchen. Ich wollte das ja selber lernen wie das geht. es bringt mir ja nichts wenn ich das einfach vorgesagt bekomme wie ich das zu spielen habe. Ich möchte ja selber lernen wie das geht.


was ich jetzt aus im prinzip allen antworten gerlernt habe ist, dass ich es mit verschiedenen schlagmustern ausprobieren sollte; mir das lied anhören und so mir das passende schlagmuster erarbeiten soll/muss.

vielen Dank leute.
Ist wirklich eine tolle community hier. Ich bin positiv überrascht wie gut die antworten hier von allen sind. Alles sehr ausführlich und gut erklärt
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Alicantino
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Erstellt: von Alicantino » 09.02.2015, 09:15

Hi WantToBeFamous,

also ich halte es so wie hkliem es mitgeteilt hat.
Ich versuche halt mitzuspielen
und wenn ich der Meinung bin
das hört sich, so wie ich es spiele,
gut an dann reicht mir das ... (erstmal) ;) .

Vertraue deinem Gefühl.

Bis denne.
Miguel
--- Hasta la vista ---

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Hendock
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Erstellt: von Hendock » 09.02.2015, 09:25

WantToBeFamous hat geschrieben:@hendock

ja ich habe unterricht. ich spiele jetzt ein knappes Jahr lang. Ich glaube ich brauch dir jetzt nicht speziell einen takt heraussuchen. Ich wollte das ja selber lernen wie das geht. es bringt mir ja nichts wenn ich das einfach vorgesagt bekomme wie ich das zu spielen habe. Ich möchte ja selber lernen wie das geht.

Ich habe immer noch nicht so ganz verstanden ob es dir um Schlagmuster geht (die kann man in vielen Fällen heraushören) oder um das Spielen nach Noten/Tabulatur, wie sie idR in Songbüchern stehen. Ich befürchte nämlich, dass du da was durcheinander bringst. Deshalb meine Frage, ob du ein konkretes Beispiel hast.

Meinst du vielleicht so etwas?
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WantToBeFamous
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Erstellt: von WantToBeFamous » 11.02.2015, 22:14

noten und tabulatur kann ich lesen. das ist nicht das problem.
meine fragist halt wie man das dann spielt. zupfe ich die saiten an oder spiele ich alle saiten mit einem anschlag an oder kommt der anschlag von oben oder unten. das ist meiner meinung nach nicht immer aber oft nicht gut zu erkennen
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WantToBeFamous
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Erstellt: von WantToBeFamous » 11.02.2015, 22:16

in dem beispiel ist natürlich klar dass es sich hierbei nicht um akkorde handelt also schlag ich nicht alle saiten an
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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 11.02.2015, 22:54

Probiere es einfach mal aus zupfe es mal mit Fingern, mal mit Daumen, oder mal mit Plektrum. Funktioniert alles.
Nirvana spielt meist E-Gitarre mit Plektrum.

Spielst du mit Fingern, bietet sich erm Wechselschlag an. Zeige- und Mittelfinger meist abwechselnd. Mit welchem du anfängst ist eigentlich egal. Probiere beide Möglichkeiten mal aus. Ich bevorzuge den Zeigefinger auf den Zahlen, den Mittelfinger auf die "und" . Beim Melodiepicking mache ich es aber anders rum, weil ich es von vielen Zupfmustern so gewohnt bin. Wenn du mal Trockenübungen mit Skalen machst, übe beide Varianten.

Es gibt kein Verbot, es andersherum zu machen. Auch zweimal den selben Finger zu nehmen, wenn es passt, ist erlaubt. Auch der Ringfinger darf zum Einsatz kommen, wenn ein Takt mehr wie ein Zupfmuster aussieht. Da ich ein wenig Klassik geübt habe, habe ich für einige Situationen bestimmte Routinen parat.

Mit dem Plektrum verhält es sich nicht viel anders. Meist spiele ich einen Wechselschlag, wobei ich meist auf den Zahlen Abschläge mache, und bei den "und" Aufschläge. Auch hier ist es nicht verboten, da, wo es praktisch ist, zwei Auf- oder Abschläge hintereinander zu machen. Hier kommt meine Routine zum einen von Scklagmustern, zum anderen von Improvisation und vom ein paar Übungen und Tabs, wo die Ansclagsart vergegeben war. Aber auch hier betrachtecich die Angaben nur als Vorschlag, und nicht als Zwang. Nur Abschläge können etwas stärker wirken, wogegen der Wechselschlag ergonomischer und oft auch scneller ist. Eine gleichmäßige Auf- und Abbewegung können dir helfen, den Takt besser zu halten. Dafür nimmt man es auch in Kauf, dass es vielleicht etwas anstrengender ist. Aber auch dass sind nur Vorschläge, wie man es machen könnte.

Hinterher wählst du die Art, wo es DIR am einfachsten fällt, den Takt und den Rhythmus zur halten.

Gruß Mjchael

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Erstellt: von Hendock » 12.02.2015, 08:54

Mjchael hat es ja schon gut beschrieben. Es gibt keine allgemeingültige Antwort bzw. es gibt zwei Antworten:

1. Kommt darauf an
2. Wie kommt es DIR am besten hin

Das o.g. Beispiel spiele ich (und wohl auch die meisten anderen) mit Plektrum und Wechselschlag. Andere Sachen wie z.B. 'Nothing Else Matters' spiele ich mit den Fingern (auch 'Tears In Heaven' oder 'Stairway To Heaven').

Solche neuen Stücke muss man sich Takt für Takt, Lick für Lick erarbeiten und jedesmal überlegen, wie man etwas am besten spielt, besonders auch was die Greifhand angeht. Machmal muss man die Töne und Akkorde auch anders greifen als gewohnt, weil es der weitere Verlauf des Stückes erfordert.

Ich habe mir, als ich soweit war wie du (also vor ca. einem Jahr), dieselben Fragen gestellt. Das kommt mit der Zeit und mit der Erfahrung mehr oder weniger von selber.

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Erstellt: von mjchael » 12.02.2015, 10:50

Zwei kleine Ergänzungen:
Wenn du dir ein Stück Takt für Takt erarbeitest, habe immer auch den Vorgänger und Nachfolger im Blick, damit die Übergänge gut laufen. Ich Spiele häufig den Takt, den ich schon kann, um dann in den neuen zu lernenden zu kommen.

Zweitens:
Schau dir immer an, in welcher Lage du dich befindest. D.h. wo der Grundton ist, und wie die Skala und der dazugehörige Akkord an der Stelle komplett aussehen müsste,auch wenn du von denen nicht alle Töne brauchs. Wenn du nämlich die entsprechende Skala mal geübt hast, oder du dir einige Töne von Akkordtönen ableiten kannst, fällt dir auch das Melodienspielen l(inkl. Anschlag) eichter.

So was mache ich, wenn ich jemanden was neues beibringen will. Die Akkordfolge rhythmisch üben, die vorkommenden Skalen und Skalenübergänge mal rauf und runternudeln, und gleich klappt das Erarbeiten viel leiichter. Den vermeintlichen Mehraufwand holt man schnell wieder rein, und man hat auch mit der Dynamik (Rhythmus, Groove, Timing etc. viel weniger Probleme. Und das üben ähnlicher Stücke fällt leichter. (Ist so, wie gute Einsingübungen beim Chor.)

Gruß Mjchael

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