Hilfe! Was für eine Gitarre habe ich eigentlich?

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Jessica2106
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Hilfe! Was für eine Gitarre habe ich eigentlich?

Erstellt: von Jessica2106 » 29.01.2015, 23:42

Hallo, ich bin absoluter Neuling, was Gitarren anbelangt. Wir haben eine Gitarre, die mein Sohn mal in der Gitarren-AG der Schule benutzt hat. Ist schon etwas her und mein Sohn hat vielleicht nur ca. 2-3 Monate gespielt und dann aufgegeben. Jetzt hat meine Tochter ebendiese Gitarre entdeckt und möchte spielen lernen ( und ich gleich mit!).
Ein Bekannter hat nur gemeint, dass auf unserer Gitarren Stahlsaiten drauf wären (war schon beim Kauf so, die Saiten wurden noch nie gewechselt) , und dies für Anfänger sehr schlecht sei und ich lieber Nylonsaiten kaufen soll. Dies habe ich heute getan im Musikgeschäft. Jetzt wollte ich die neuen Saiten aufziehen und habe mir Youtube-Videos angesehen. Dort haben aber alle Klassikgitarren Nylonsaiten und Westerngitarren Stahlsaiten. Also habe ich nach Unterschied bei Klassikgitarre und Westerngitarre gegoogelt. Aber daraus werde ich nicht schlau. So heißt es z.B Klassigitarren haben eine offene Griffplatte (hat meine Gitarre auch) und die Saiten werden verknotet ( bei mir sind so kleine Ringe dran). Was habe ich denn jetzt für eine Gitarre? Kann ich da überhaupt Nylonsaiten draufspannen? Ich wäre für eine Antwort sehr dankbar.

Corinna

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Andreas Fischer
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Erstellt: von Andreas Fischer » 30.01.2015, 00:29

ringe?
ein foto wäre hilfreich
Andreas Fischer
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Frank-vt
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Erstellt: von Frank-vt » 30.01.2015, 02:40

Jup. Foto wäre hilfreich.
In den meisten Fällen ist es so, das offene Kopfplatten auf Konzertgitarren mit Nylonsaiten schließen lassen, aber es gibt auch - wenige - Westerngitarren damit.
Wenn es eine Konzert ist, dann wäre es verwunderlich, das diese mit Stahlsaiten ausgeliefert worden wäre. Dies würde der Hals auf Dauer nicht verkraften.
Das eine Western mit Stahlsaiten für einen Anfänger schlecht wären, kann man nicht so pauschal sagen. Es bereitet zwar am Anfang etwas mehr Schmerzen und man braucht mehr Kraft, dafür ist im Regelfall das Griffbrett schmaler und man hat meist einen stärkeren/volleren Klang. Meine Tochter hat mit 11 sofort auf einer Western angefangen und es ging auch - nur eine Frage der Gewöhnung :D
Man kann grundsätzlich mit beiden Gitarrenarten fast alles spielen, aber Konzert werden meist für das Spiel nach Noten (klassisch, Flamenco u.ä.), während man mit der Western meist Liedbegleitung (Akkordspiel) macht.
Dann hängt es noch von der Gitarre ab. Wenn es ein Billigstschrottmodell mit üblem Saitenabstand, unsauberer Verarbeitung und mit miesem Klang ist, dann ist die Gefahr groß, daß man beizietn wieder die Lust verliert.
Die von mir vorgebrachten Kritiken und Meinungen spiegeln ausschließlich meine eigenen, subjektiven Wahrnehmungen wieder. Wem diese nicht gefallen, darf sie gerne überlesen

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MarkusG
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Erstellt: von MarkusG » 30.01.2015, 08:37

Hallo Corinna,

vielleicht hilft Dir das da weiter bei der Saitenauswahl:

https://www.gitarre-spielen-lernen.de/forum/ftopic30760.html

Viel Spass!
Anmerkung: Dieser Text enthält keinen der Begriffe Bombe, Ossama, Geldwäsche oder Drogenhandel. Sollte ausnahmsweise das Wort Anschlag verwendet werden, so bezieht sich dies ausschliesslich auf die Erzeugung von Tönen mit musikalischen Instrumenten.

Gruss Markus

realhko
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Erstellt: von realhko » 30.01.2015, 08:44

Hallo,

mit Ringen sind doch bestimmt Ballends gemeint?!

In dem Fall fällt der Knoten weg, da die Ringe das Durchrutschen der Saiten verhindern.
Das sieht dann so aus:
Bild

Schau mal durch das Schallloch in den Korpus Deiner Gitarre. Meist ist dort ein Aufkleber angebracht auf dem Marke und Modell stehen. Es könnte aber auch auf der Vorder-/Rückseite der Kopfplatte stehen. Damit ließe sich dann evtl bestimmen um welche Art Gitarre es sich handelt.

Gruß
Heiko

Torfi
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Erstellt: von Torfi » 30.01.2015, 15:13

Hallo Corinna,

ja, wahrscheinlich hast du eine Klassikgitarre. Wenn drei davon durchsichtig sind, die anderen drei eine Umwicklung aus Metall haben, dann hast du auch Nylonsaiten drauf, was ja auch richtig ist.
Man kann die Saiten natürlich selbst wechseln, aber gerade bei einer klassischen ist es nicht so einfach, empfehlenswerter wäre es, wenn du erst mal bei jemandem zusiehst.

Mein Tipp wäre, geh doch in den Laden in dem du die Saiten gekauft hast und lasse sie dir dort aufziehen. Dann sehen sie auch gleich, ob es die richtigen sind, es kostet zwischen garnichts und 20,- Euro aber spart einen Haufen Nerven!

Viel Erfolg beim Spielen :-)

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Ratatosk
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Erstellt: von Ratatosk » 30.01.2015, 15:43

Und Dein Bekannter konnte Dir nicht sagen, was es für ne Gitarre ist? Wie hier schon gesagt wurde, auch die Nylonsaiten haben drei mit Draht umwickelte Saiten (Bass) und eben drei in der Regel durchsichtige Nylonsaiten. Bei Stahlsaiten wäre alles Metall.

Sende ein Bild der Gitarre und des Steges (also wie die Saiten befestigt sind) und dann hast Du innerhalb von Minuten die Antwort. Oft reicht auch schon Hersteller und Modellname.

Wenn Du das weißt wäre es dann ein leichtes einen entsprechenden Saitensatz zu bestellen oder zu kaufen (da helfe wir Dir auch gerne weiter, welche Saiten es sein könnten). Sich zeigen zu lassen wie man Saiten aufzieht ist auf jeden Fall gut. Das ist kein Hexenwerk aber man muss es ein paar Mal gemacht haben. Bei Konzertgitarren ist es in der Tat etwas fummeliger als bei Western oder E-Gitarren. Aber lerne es in jedem Fall selber - als Gitarrist seine Saiten nicht selber wechseln zu können ist in ein No NO. Ansonsten viel Spaß beim Lernen. Gitarre ist einfach toll und viels(a)eitig - zu zweit natürlich noch schöner zu lernen!

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Andreas Fischer
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Erstellt: von Andreas Fischer » 30.01.2015, 16:44

Ich hab früher mal ein paar videos zum thema gesammelt (meist auf english) für alle gitarrenarten, konzert, western, e gitarre

https://www.youtube.com/playlist?list=P ... mGJOguvl_U

was konzertgitarrenm betrifft so mag ich dieses v ideo
https://www.youtube.com/watch?v=KEhpsKd ... U&index=35
besonders die knoten am steg erklärrt er sehr schön ab ca 3:10
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Jessica2106
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Erstellt: von Jessica2106 » 31.01.2015, 16:49

Hallo,
danke für die vielen Antworten.
Mit den Ringen meinte ich natürlich Ballends, ich wusste aber das richtige Wort dafür nicht. Und es sind definitiv Saiten aus Metall, vier umwickelte und zwei ohne Umwicklung. Ich stell hier mal zwei Fotos rein. Danke

Corinna
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Erstellt: von Andreas Fischer » 31.01.2015, 17:06

für mich sieht das fast so aus als hätte jemand auf eine konzertgitarre stahlsaiten aufgezogen
obwohl es westerngitarren mit so einem steg ja auch gibt

wie breit ist denn der hals deiner gitarre oben am sattel?
und ist kein aufkleber drin auf dem die marke und der modellname steht?
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Erstellt: von Sunburst » 31.01.2015, 17:19

Ne, das sieht nach einer Wandergitarre aus. Die Bilder sind ein bisschen pixelig. Aber soweit ich das sehen kann sind die Achsen der Mechaniken, auf die die Saiten gewickelt werden aus Metall. Das spricht für Wandergitarre und damit Stahlsaiten.
Beziehungsweise eine Western mit Fensterkopfplatte. ;)

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Erstellt: von Andreas Fischer » 31.01.2015, 21:56

wieder was gelernt (auf metallwirbel achten)
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Erstellt: von Frank-vt » 31.01.2015, 22:12

Der Steg zum Befestigen der Saiten sieht nun wieder für mich eher nach Nylonsaiten aus :_::_:
Wahrscheinlich hat sun recht mit seinem Verdacht auf Wanderklampfe.

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Erstellt: von varesotto » 31.01.2015, 22:36

Seltsam. So eine Stegkonstruktion ist nicht alltäglich...ich sage auch, dass da Stahlsaiten drauf gehören. Mir scheint, du hast da ein schönes Exemplar. Mach doch mal ein Bild der ganzen Klampfe. Eine sehr schöne Schalllochrosette, wenn sie nicht aufgemalt ist. Sieht aber eher nicht danach aus. Auch die Decke macht einen sehr glatten ebenen Eindruck. Sieht eher nicht nach einer alten Pressspanwandergitte aus, eher eine Folkgitarre. )()(
bluesige Grüße

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Erstellt: von Jessica2106 » 01.02.2015, 00:57

Hier noch ein Foto der ganzen Gitarre
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Gitarre.png (93.48 KiB) 1821 mal betrachtet

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varesotto
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Erstellt: von varesotto » 01.02.2015, 10:50

Sehr schönes Instrument. )()( So, wie es aussieht, ist es eine Folkgitarre. Diese haben einen etwas kleineren Korpus und der Übergang Hals-Korpus ist am 12. Bund. Dahr sollte die Gitarre einen einstellbaren Halsstab haben. Das sieht man, wenn man durch das Schallloch auf den Halsansatz schaut. Da wäre in diesem Fall ein Schraubenkopf mit Innensechskant zu sehen. Dieser wirkt der höheren Saitenspannung der Stahlsaiten entgegen und dient zum einstellen der Halskrümmung. Folk- oder auch Parlour-Gitarren eignen sich sehr gut für Fingerstyle. Den offenen Kopf verwendet man, um eine steilere Saitenführung am Sattel zu haben, was sich vorteilhaft auf den Klang der offenen Saiten auswirken soll. In jedem Fall eine sehr schöne Gitarre, die es lohnt zu erhalten und zu pflegen, zumal sie schon lange in Familienbesitz ist. Und sie ist durch ihren kleineren Korpus auch für kleinere Gitarristen gut geeignet. Für meinen Geschmack würden 11er Saiten draufkommen. Viel Spaß damit :D ()/
bluesige Grüße

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Erstellt: von Funplayer99 » 01.02.2015, 12:49

ich glaube auch dass es eine Wandergitarre ist.Was aber gegen die hochwertigkeit der Gitarre spricht ist die Verschraubung des Stegträgers.So etwas sieht man oft bei preisgünstigen Gitarren und ist auch erkennbar durch die beiden Punkte auf dem Stegträger.Mir scheint auch dass der Stegträger schwarz lackiert zu sein.Die Schallochrosette wird eher aufgemalt oder auch durch eine bedruckte Folie (Decal) gemacht worden sein.Auch die Mechaniken sind eher preiswert.Bei den Wandergitarren findet man auch oft keinen Halsstab oder einen Zugang zu ihm um den Hals einstellen zu können.
Alle diese Punkte sprechen gegen eine Hochwertigkeit der Gitarre.
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Erstellt: von Jessica2106 » 01.02.2015, 14:29

Danke euch für die vielen hilfreichen Antworten. Aber meint ihr, ich sollte die gekauften Nylonsaiten aufziehen oder mache ich da was kaputt? Wahrscheinlich ist es am Besten, mit der Gitarre ins Musikgeschäft zu gehen.

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Erstellt: von Funplayer99 » 01.02.2015, 15:01

kaputt machst du mit den Nylonsaiten nichts,aber wenn die Gitarre für Stahlsaiten gedacht ist passen Nylonsaiten nicht durch den dafür geschlitzten Sattel.Die Fotos sind recht schlecht und daher rate ich zum Gang in den Gitarrenladen.Dort kann man dir sicherlich auch sagen und um welche Bauart und Qualität es sich bei der Gitarre handelt.
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