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Nur zwei Pentatoniken?

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everyBlues
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Nur zwei Pentatoniken?

Erstellt: von everyBlues » 20.12.2014, 21:55

Mal etwas zuvor.

Wir wissen dass es eine C Dur Tonleiter gibt. Und wir wissen das man von jedem Ton dieser Tonleiter, eine neue Tonleiter bilden kann. Einen anderen Modus.
(C Dur = Stammtonleiter. Ich blicke eher von A-Moll aus)

Wir wissen, das es 5 Fingersätze/ Pattern gibt. Nicht nur bei der Penta, sondern auch bei der Dur (Ionisch) und der reinen Moll (äolisch). Es sind auch die selben Fingersätze!

Nun wissen wir auch, dass wir einen jeden einzelnen dieser 5 Fingersätze zum ersten Fingersatz/ Pattern erklären können. Zb. in der Tonart A, oder G......Einjeder dieser 5 Fingersäte kann auf einen und demselben Grundton verschoben werden. Dadurch ändert sich der Modus, wärend der Grundton der selbe bleibt.
Das geht bei der Penta gut mit dem Ersten a (Moll) und dem Zweiten A (Dur).
Wie sieht es nun mit dem dritten, und vierten, fünften, Penta Finngersatz aus?

Was mir oft auffällt ist, dass leute gerne die 5 Pattern einer Tonart spielen, aber keinen Bezug zur Tonleiter haben, oder gar keinen Bezug zum Grundton. Das heißt es werden keine "Töne" gespielt, sondern Skalen. Ich denke dadurch kann man etwas an Verständnis verlieren, es wird weniger ersichtlich, man erkennt die eigentlichen Tonleitern in den Skalen nicht.

Langes Gerede........

Zurück zu unserer Penta. Eine Pentatonik besteht aus 5 Tönen. Eigentlich kann man aus jeder Tonleiter eine Pentatonik machen. (es soll zB. auch eine Japanische geben ;) )

So nun zum eigentlichen:

Nehmt mal bitte eure Instrumente in die Hand, und spielt die g-moll Penta, im zweiten Fingersatz. NICHT die Skala, sondern die Tonleiter. Das heißt, von G nach G, deutlich das G als Grundton.
Spielt das bitte ein, zwei mal, und hört hin.

Nun spielt bitte, im ersten a moll, ist ja auch im fünften Bund, wieder von G nach G. Also nicht das ganze a- moll Pattern einfach runter und hoch knallen. Sondern ganz klar erkennbar von G nach G. Also erste A- moll Penta, aber der Grundton liegt auf G, von G nach G.
Ihr solltet einen Unterschied hören, die "Färbung" ändert sich ein wenig.

Wir haben nun zwei G Pentatoniken ( jeweils 5 Töne). Einmal g-moll ( zweiter Fingersatz Moll),und einmal ...ja welche den? Wie würdet ihr die zweite Pentatonik nennen?

Ich hoffe es wird verständlich, was ich meine.

Edit.: bisschen Tipfehler korrigiert
Zuletzt geändert von everyBlues am 21.12.2014, 00:26, insgesamt 1-mal geändert.

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startom
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Erstellt: von startom » 20.12.2014, 22:49

Liegt vielleicht an mir, aber ich versteh dich nicht. Einmal spiele ich auf der Gm Pentatonik und das andere Mal auf der Am Pentatonik, beide Male von g nach g.

Klar sind die beiden unterschiedlich. Hab ich irgendwo einen Knoten?
Tom

everyBlues
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Erstellt: von everyBlues » 20.12.2014, 23:02

Startom,

Wenn Du im "A moll" das A als Grundton nimmst, hört sich das dann für dich nicht anders an als wenn Du im gleichen pattern das G als Grundton nimmst?
Mehr deutlich hörbar wird's eben, wenn man von G moll aus kommt, und in das von mir genannte G geht.

Ich sehe das so, Du spielst zwar "IM" A- moll Pattern ( so kann man das sehen), aber nimmst Du das G als Grundton, dann spielst Du eine G pentatonik. Und da setzt meine Frage an. Welche G Penta spielt man dann, wie könnte man das benennen?

Wie wäre es denn, wenn man das mit einer vollständigen Tonleiter machen würde? Also einmal G äolisch, und das zweite Mal eine andere Stufe der A -äolischen Tonleiter (also ab G). vllt.wird es so verständlicher.
Wir können das auch mal vom Dur aus sehen.

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startom
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Erstellt: von startom » 21.12.2014, 00:00

Die Am-Pentatonik besteht ja aus anderen Tönen als die Gm-Pentatonik.
Wenn du von der Gm-Pentatonik von g nach g spielst, spielst du folgende Töne der Reihe nach: G Bb C D F G
Die Lage spielt da keine Rolle. Gm-Penta ist Gm-Penta.

Wenn du innerhalb der Am-Pentatonik von G nach G spielst, dann spielst du: G A C D E G

Das sind verschiedene Einzeltöne dazwischen, weil es verschiedene Pentatoniken sind. Oder verstehe ich dich da immer noch nicht?

Wie gesagt, wenn ich mich in der Am-Pentatonik befinde, dann kann ich von Einzelton zu Einzelton spielen, wie ich will. Es ist und bleibt die Am-Pentatonik.
Tom

everyBlues
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Erstellt: von everyBlues » 21.12.2014, 00:09

startom hat geschrieben:Das sind verschiedene Einzeltöne dazwischen, weil es verschiedene Pentatoniken sind. ,.


Genau darum gehts! Beide haben aber als Grundton das G. Also kann es ja theoretisch nicht A moll sein. Beide sind im G. Wie erwähnt, es gibt wohl mehere Pentatoniken als nur die Dur und Moll.
Aber ich möchte das jetzt nicht, "Modi der Penta" nennen. Soweit möchte ich mich nicht aus den Fenster lehnen.

Füllt man das nun, mit den fehlenden Tönen, hin zum Äolischen auf, was spielt man dann?
Wie gesagt A- moll ( äolisch, oder penta) kann's nicht sein. G -moll ( äolisch oder Penta) aber auch nicht.

Es geht mir eigentlich mehr um den Grundton. Wenn man in einer zB. A- Tonleiter, einen anderen Ton hervorhebt, usw.......also ganz klar als Grundton erkennen lässt, kann es dann noch eine A Tonleiter sein?
Zuletzt geändert von everyBlues am 21.12.2014, 00:30, insgesamt 1-mal geändert.

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startom
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Erstellt: von startom » 21.12.2014, 00:27

Also wenn du innerhalb der Am Pentatonik von g nach g spielst, kannst du das nicht einfach als Grundton annehmen. Der Tonvorrat gehört eindeutig zu Am.

Der Verständnis halber: Welche Einzeltöne spielst du jeweils bei deinen zwei Beispielen von g nach g? Nicht der Startton deiner Melodie definiert den Grundton, sondern die zugrunde liegende Tonleiter.
Tom

everyBlues
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Erstellt: von everyBlues » 21.12.2014, 00:34

Du warst schneller. Ich hatte noch ein edit.

Gut. Was ist dann aber wenn ich eine Tonleiter, vom zweiten Ton der C Dur ( ionisch) bilde.
Bin ich dann noch in C Dur? verstehst Du mein anliegen?
Ich wäre dann im D-Dorisch.Ab zweite Tonstufe von C-dur = D -dorisch.

Edit: hatte ein Fehler drin. Von A-Dur wäre das dann B (H)- dorisch.Sorry!

In unserer A moll penta:
Wenn ich vom G aus eine neue Pentatonik bilde, ist das dann noch A? oder wie kann man das nennen?

Oder überhaupt, wenn man in einer zB. A Tonleiter einen anderen Ton dominieren lässt, spielt man dann noch in A?

Meine Gedankengänge :lol: .

Edit.: 7 Töne -7 Modis. Für jeden Ton, einen. (Kirchentonleiter)
5 Töne - 5 (was?) für jeden Ton, einen. (Penta)

Wenn ich von jedem Ton einer Tonleiter, einen neuen Modus entstehen lassen kann, müsste das auch mit der Penta funktionieren. Von jeden Ton einer Penta, eine neue Penta enstehen lassen. Nur wenn man das nicht Modi nennen kann, oder nennen möchte, wie dann?

Mit dem Hinzunehmen benachbarter Töne, Halbtonschritte, dem Auffüllen zu einer "vollständigen" Tonleiter usw.usw. ergeben sich doch viele weitere Möglichkeiten. Oder?

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Erstellt: von snicki » 21.12.2014, 13:32

Für mich wäre das einfach G mixolydisch, wenn Am aeolisch ist. Egal ob du nun alle Töne der C Dur Tonleiter gebrauchst oder nicht. Du lässt ja nur die Reibungstöne zu C Dur weg. Wenn du nun nur die Am Penta spielst, aber über einen G Akkord und G zum Grundton machst klaust du dem myxolydischen Midus aber wichtige Töne, da das F und H im Bezug zu G Dur doch wichtige Töne sind....

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startom
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Erstellt: von startom » 21.12.2014, 14:08

everyBlues hat geschrieben:Mit dem Hinzunehmen benachbarter Töne, Halbtonschritte, dem Auffüllen zu einer "vollständigen" Tonleiter usw.usw. ergeben sich doch viele weitere Möglichkeiten. Oder?


Klar stimmt deine Aussage. Sobald du jedoch eine Pentatonik (was die Ausgangslage war) änderst und mit chromatischen Schritten auffüllst, wird sie etwas anderes.

Es gibt zig Möglichkeiten von Tonleitern. Das hat dann jedoch nichts mehr mit einer Pentatonik zu tun. Die Pentatonik ist klar definiert und strukturiert.

Reden wir von den Möglichkeiten von Tonleitern oder von Pentatoniken?
Tom

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Erstellt: von Beastmaster » 21.12.2014, 14:18

Es ist lediglich eine Pentatonische Tonleiter von G - G.
Die Tonleiter GACDE ist geschlechtslos im Sinne von Terz und Septe.
Mit G als Grundton definiert sie lediglich die grosse sexte.

Sie kann also über Gm genauso wie über G-dur verwendet werden.
Gut klingt vor allen Dingen über sus4...

Man kann Sie in Stimmungen einteilen, wie Hendrix. Schau mal bei einem meiner ersten Posts.

Du bist grade über das warum gestolpert. Benennen ist manchmal schwierig und es gibt eben nicht nur moll und dur... zum Glück

LG
Beastmaster

everyBlues
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Erstellt: von everyBlues » 21.12.2014, 14:33

startom hat geschrieben:Reden wir von den Möglichkeiten von Tonleitern oder von Pentatoniken?


Das mit dem "Hinzunehmen" oder "Auffüllen" war nur am rande. Es soll schon um Pentatoniken gehen. Also Tonleitern mit 5 Tönen.

@ Beastmaster,
Danke. Geschlechtslos, bzw. Neutral, habe ich solche Pentatoniken bisher immer genannt.
Dachte es gäbe noch andere Bezeichnungen.

Welchen ersten Post von Dir meinst Du genau?

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Beastmaster
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Erstellt: von Beastmaster » 21.12.2014, 15:09

Hi everyBlues,

ich meine das hier
http://www.gitarre-spielen-lernen.de/fo ... highlight=

Liebe Grüsse
Beastmaster

everyBlues
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Erstellt: von everyBlues » 21.12.2014, 23:09

Ich schau da gleich mal rein.
Danke euch.

@Beastmaster
Edit.: Taoistische Lehre :D? Ist mir nicht fremd.
Nur in der Musik, habe ich das bisher nie verwendet. Wusste aber schon das in China/ Japan nach den WandlungsPhasen/ Bzw. den 5 Elementen gespielt wird. Erwähnte ja auch das es eine Japanische Penta gibt.

Ich beschäftige mich mal damit. Coole Sache.Danke!

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 22.12.2014, 10:09

Mal überlegen:

Du spielst die Gm-Pentatonik mit den Tönen:
Bb F C G D
Das ganze legst du über einen Am-Akkord
also kommen noch vom Am die Akkordtöne A und E mit hinzu:
Bb F C G D A E
Man hat hier 7 Töne der F-Dur bzw. Dm-Tonleiter, wo man üblicherweise folgende Akkorde erwartet:
Bb F C (7) Gm Dm Am (A7) Em7b5
Fängt man mit dem G also wird aus meinem Am ein Am7 oder besser Am7/G
Das Bb aus der Gm-Pentatonik also die kleine Sekunde von Am lässt mich das ganze als A-phrygisch interpretieren. (3. Stufe der F-Dur-Tonleiter bzw. 5. Stufe der Dm-Tonleiter).

Du spielst also eigentlich Am-Phrygisch. (Mit den Tönen der F-Dur-Tonleiter über dem Am-Akkord)
Das du dich bei der Improvisation nur auf die Töne der Gm-Pentatonik zu beschränken, ist natürlich eine interessante Sache, und gibt dem ganzen eine eigene Färbung.
Du meidest aber nur die beiden wichtigsten Akkord-Töne von Am, der aber vom Akkord hinterlegt wird. Aber so bist du in der Lage, mit dem Fingersatz der Gm-Pentatonik diesen orientalisch oder leicht spanisch anmutenden Sound zu kreieren.

Ich würde mich hier nicht von der Bezeichnung Gm-Pentatonik verwirren lassen. Es ist meiner Ansicht nach nur scheinbar eine Pentatonik, denn die Akkordtöne des Am-Akkordes sind ja nicht verschwunden.
Da der Akkord Am den Grundton vorgibt, würde ich bei der Bezeichnung Am-Phrygisch bleiben. Der Grundton muss ja nicht zwingend der tiefste Basston sein (siehe Am7/G). Der Akkord über dem man improvisiert bestimmt den Modus.

Aber der Effekt: nur den Fingersatz einer Pentatonik zu verwenden, und dann noch nicht einmal beim landläufigen Dur-, Moll- oder Blues-Schema zu bleiben, ist schon sehr interessant.

Ich hoffe, ich hab mich hier nicht verrechnet. Korrigiert mich gegebenenfalls.

Gruß Mjchael

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Beastmaster
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Erstellt: von Beastmaster » 22.12.2014, 11:16

Hi Michael,

das kannst du nicht ganz so sehen ;)

Es wird trotzdem ja nur eine Pentatonik über einem Am-Akkord gespielt.
Es wird also nicht Prygisch klingen, da ja keine Phygische sekunde gespielt wird ( A Bb ) nur weil im Am ein A enthalten ist... Test it!


Hallo EveryBlues,

nimm doch mal nen Mollblues :cool:

N einfachen ( Am Dm E7 ) als Blues...
1. spiel die normale (ACDEG - Fire) drüber
2. spiel nun die ( ACDFG - Metal ) drüber

husche nicht einfach über die Töne, sonst sind sie sich zu ähnlich.
Erstelle bewusst phrasen einmal mit E (für Test1) und einmal mit F (für Test 2).


Du kannst auch damit dein Akkordspiel farblich erweitern :cool: indem du die Akkorde nur mit der jeweiligen Tonleiter colourierst.

Achte auch hier darauf die Akkordmelodie nicht von F zu E sondern von F zu G oder F zu D zu gehen, da E ja nicht in der Tonleiter enthalten ist.

Es ändern sich halt immer Spannungstöne bzw funktionierende Zieltöne

Da gehen Lampen auf. ;)


Liebe Grüsse
Beastmaster

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 22.12.2014, 14:33

:D Man lernt nie aus!

Als ich versucht habe, die Gm-Penta über den Am drüberzunudeln hat es sich auf meiner Gitarre ein wenig orientalisch angehört.

Kommt natürlich auf die Spielweise an. Auf alle Fälle ein interessantes Thema, was hier aufgetan wurde.

Gruß Mjchael

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Erstellt: von everyBlues » 23.12.2014, 07:41

Versuch das mal so wie Beastmaster erklärt hat. Auch mal mit den anderen dreien ;) :D.

( orientalisch, hört sich bei mir da nichts an)

edit.:
Ich habe bisher die Dur und Moll penta gesehen ( oder halt neutral).
Die Penta auch als Skalen- Gerüst. Das heißt, eigentlich habe ich hier und da mal Töne hinzugenommen, aber nicht ausgetauscht (der Gedanke dabei, ist ein anderer). Und, dann verlässt man eine Penta.

Das was Beastmaster hier erklärt, ist etwas anders. Sehr interessant :D.

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Erstellt: von everyBlues » 23.12.2014, 16:00

Hier ist noch eine andere Sicht auf die Pentatonik:

http://www.google.de/imgres?imgurl=http ... CCUQrQMwAQ

Beim anschauen dieser Grafik, denken wohl die meisten nur an 5, 1, und 2 lage/ Fingersatz/ Pattern (oder wie man es auch nennen möchte) der A moll Penta. So habe ich es auch mal gelernt.
Hier wird jedoch auch von anderen Tönen als nur von A ausgegangen. Man spielt wohl, was man denkt?
Es ist halt in den Tonleitern entscheident, was für einen Ton man sich als Grundton denkt.
So ja zB. bei Penta, A moll - C dur- oder andere Neutral. Oder halt A moll- C dur ... und die restlichen Kirchentonleitern/ modi.
Jetzt mal abgesehen, von der Möglichkeit die Beastmaster, der Penta betreffend, vorgestellt hat.

Theorie ist wohl stark von dem System abhängig, aus dem man schaut. Wir schauen wohl mehr aus Sicht der Klassichen Musik. Auch dann wenn wir die Bluestonleiter betrachten. Denn difinieren wir die BluesSkala nicht aus Sicht der Klassichen Kirchentonleitern?

Mit stellt sich die Frage, kann man überhaupt etwas spielen was nicht irgentwo eingeordnet werden kann?

Und ist es nicht manchmal besser einfach Töne zu spielen, ohne Gedanken an Skalen und Tonleitern?
Ob etwas falsch oder richtig ist, bzw erlaubt oder verboten, hängt doch auch wieder stark vom System ab. Und natürlich vom eigenem Geschmack.

Ob wirklich alle guten bzw. Interessanten Musiker, die ganzen Fachbegriffe kennen, oder kannten? Hendrix zB., von den war ja die Rede, hat, so vermute ich, sehr stark nach seinem Gefühl gespielt. Viele, viele andere bestimmt auch.

Das soll nicht heißen, das eine jede Theorie überflüssig ist, oder nicht interessant! Nicht falsch verstehen!

Wie spielt man eigentlich mit einer Posaune? Sowas wie Skalen und Fingersätze kann es da ja nicht geben.
Und Frage an mich selber, wo kommen die ganzen Fragen plötzlich her? :lol:
Vermutlich an dem bei mir stark aufkommendem Interesse an den Jazz.
Der Blues ist zwar interessant, und auch kann man viel machen und probieren, und doch ist er irgentwie abgeklärt.

Ich kann das gar nicht richtig in Worte fassen, glaub ich.

Edit.
nämlich, denkend mit meiner Erkenntnis, könnte also von mit sein:

Schaut man mal auf der verlinckten Seite unter Pentatonik 7. ( bekomme das nicht verlinkt)
Zuletzt geändert von everyBlues am 23.12.2014, 17:03, insgesamt 1-mal geändert.

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snicki
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Erstellt: von snicki » 23.12.2014, 17:01

...also dieses Gerücht dass Hendrix und Co ausschließlich nach Gefühl gespielt haben wage ich stark zu bezweifeln. Denn wenn man nur nach Gefühl spielt, dann ist das Zusammenspiel mit anderen Musikern quasi unmöglich, jedenfalls wenn es sich nicht anhören soll wie 12 Tonmusik (obwohl diese ja auch klare Regeln hat, allerdings sind die für einen Laien schwer nachzuvollziehen).
Vielleicht wusste Hendrix nicht explizit zu benennen was er da tut, aber er wusste es sicherlich, schaut man sich die Lieder mal an. Er bewegte sich auch hauptsächlich innerhalb der (Blues) Pentatonik und ergänzte diese hier und da mit Zusatztönen, setzte die klassiche Harmonielehre wie üblich im Blues/Rock auch mal kurz außer Kraft
(In Hey Joe kommen nacheinander 5 Durakkorde vor)....d.h. er hat sich vielleicht nicht strikt an die klassische Harmonielehre gehalten, aber bestimmt durch eifriges Hören uns Spielen die Tricks und Kniffe der damaligen Musik angenommen und weiter gesponnen.

Und das trifft bestimmt auf viele Gitarristen zu, aber das man ohne jede Ahnung von Skalen und Akkorden solche Musik aus dem Ärmel schüttelt wage ich stark zu bezweifeln ;)

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Erstellt: von everyBlues » 23.12.2014, 17:09

snicki hat geschrieben:,
Vielleicht wusste Hendrix nicht explizit zu benennen was er da tut, aber er wusste es sicherlich, schaut man sich die Lieder mal an.


Genau das war von mir gemeint. Hätte er aber gute Theoriekenntnisse gehabt, hätte er es auch benennen können. Das was er spielte, hat er also nicht von irgenteiner zuvor gelernten Theorie abgeleitet. Das was er vermutlich zuvor gelernt hat, ist die Penta. Und vllt. nen paar Akkorde.
Er hat nach Gefühl gespielt, so wie er wollte und es für richtig gehalten hat.
Und da ist er ganz gewiss nicht der einzige.
Vllt.hat er sogar deswegen so gespielt, weil er es nicht besser wusste? ;)

So vermute ich .

Edit.:
Man kann alles übereinander legen, siehe oben den link (Pentatonik7).

Wenn zB. das erste Moll- Penta. Pattern/ Fingersatz, durch weitere Töne ergänzt wird, kann der Theoretiker immer irgend einen Zusammenhang zu anderen Skalen und Tonleitern sehen. Der Musiker der aber so spielt, muss davon keine Ahnung haben. ;)
Zuletzt geändert von everyBlues am 23.12.2014, 17:32, insgesamt 1-mal geändert.

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Erstellt: von snicki » 23.12.2014, 17:28

...eas natürlich gewisse Vor- aber auch Nachteile hat.

Ich z.B....in meiner Anfangszeit, damals kannte ich die Am und Em Tonleitern, wollte ich über ein Stück solieren...Akkorde waren F Dur und E Dur...ich habe am Original gemerkt, dass ich mit der Em Pentatonik nicht weit komme....ich habe mir anhand der Noten die Tonleiter selbst hergeleitet und da sie so exotisch klang hab ich sie für mich einfach orientalische E Tonleiter genannt...
Jahre später hab ich dann gemerkt, was das überhaupt für eine Tonleiter ist und warum sie über diese beiden Akkorde passt.

Der Vorteil ist natürlich, dass wenn alle dem Kind den gleichen Namen geben auch besser miteinander kommunuzieren kann....ist man für sich allein oder komponiert allein und hat gute Musiker um sich rum, die wissen was sie tun spielt es sicherlich keine Rolle...

Und jetzt die Weihnachtsquizfrage....welche Tonleiter hab ich damals für mich neu entdeckt ?

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Erstellt: von Beastmaster » 23.12.2014, 17:50

Hi.


Am Harmonisch von E-E?

EFG#ABCDE


LG
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Erstellt: von everyBlues » 23.12.2014, 17:53

snicki hat geschrieben:Und jetzt die Weihnachtsquizfrage....welche Tonleiter hab ich damals für mich neu entdeckt ?


Phrygisch, phrygisch- dominat? Ich hab keine Ahnung, sags mir.
Mit orientalisch klingender Musik, hab ich gar nichts zu schaffen.

Auch ich habe mein bevorzugtes Tonmaterial.

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Erstellt: von snicki » 23.12.2014, 18:30

Ja, Am harmonisch von E-E, bzw. phrygisch-dominant; Dominante zu Am=E(7)...wenn wir uns sehen geb ich n Eis aus :lol:

für mich hab ich diese Tonleiter damals aber nie in Verbindung zu Am gebracht, sondern habe diese Tonleiter komplett neu erlernt und hab sie mir als exotisch klingende E Dur Tonleiter eingeprägt, gerade weil in dem Lied auch nur diese beiden Akkorde, E und F, auftauchten.

Deshalb mein Statement von vorhin; die alten Hasen wußten schon was sie taten, aber das aus musikalischer Erfahrung heraus; die wußten das vielleicht nicht zu benennen oder theoretisch herzuleiten, aber die wußten schon, wie man zu einer gewissen Akkordfolge, bzw. diese auch zu bilden.

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Erstellt: von snicki » 23.12.2014, 18:49

...ach so, und bitte nicht falsch verstehen....ich möchte hier nicht als der Theoretiker auftreten. Da haben andere Leute viel mehr Ahnung von, wie z.B. Beatmaster, Michael und Co....ich habe für mich als Theorie Nerd nur irgendwann festgestellt, dass man mit einigen, wenigen Kenntnissen, und da zähle ich meine zu, sehr viel besser aufgestellt sein kann.
Man darf beim komponieren ja nicht strikt nach der Theorie gehen, sondern Gehör und Kenntnisse mischen und verschmelzen lassen. Ich setzt mich ja nicht hin und sag mir:

Ey, ich schreib heute mal n phygisch-dominantes Liedchen, aber der Chorus soll schon Ionisch sein...

Sondern ich gehe erstmal nach meinem Gefühl, nach meinem Gehör und schaue mal wohin die Reise geht, kann mich aber der Theorie bedienen, wenn ich mal nicht weiter weiß...

Der gesunde Mix macht es
Zuletzt geändert von snicki am 23.12.2014, 20:21, insgesamt 1-mal geändert.

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Erstellt: von Andreas Fischer » 23.12.2014, 19:27

Na, dank euch weiss ich jetzt was ich mir für 2015 vornehme, mehr musiktheorie lernen und das mit der pentatonik verstehen lernen

ist doch n guter vorsatz, oder>? :-)
Andreas Fischer
Versuche seit Ende 2012 nach 30 Jahren zum zweiten mal Gitarre spielen zu lernen
Lerne Gitarre, Penny Whistle, Melodica, Piano, Dulcimer, und Ukulele.

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Erstellt: von everyBlues » 23.12.2014, 20:16

Andreas,

Juup, so sollts ja sein :D ;)

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Erstellt: von Beastmaster » 24.12.2014, 11:43

Hi,

hier noch ein kleiner Nachtrag zwecks der erwähnten Japanpenta...

Es wird aber auch zu bemerken sein, dass es eben auf der Gitarre oft nicht so klingt, da es ja nur eine übernahme von oft bundlosen Instrumenten ist.


Japan-Penta
A Bb D E F A

Egypt-Penta (entspricht Wasser)
A B D E G A

China-Penta (entspricht Holz)
A B C# E F# A


LG
Beastmaster

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Erstellt: von everyBlues » 24.12.2014, 13:01

Beastmaster hat geschrieben:Es wird aber auch zu bemerken sein, dass es eben auf der Gitarre oft nicht so klingt, da es ja nur eine übernahme von oft bundlosen Instrumenten ist.


Was so manchen vllt. sogar ganz angenehm ist.
Traditionelle asiatische Instrumente hören sich ohnehin anders an als unsere verzerrten E-gitarren :D.
(ich höre sowas ab und zu aber ganz gerne. Ist aber halt nicht jedermanns Sache.)

Edit: :D

https://www.youtube.com/watch?feature=p ... XvNgl5Yq2U

Weil ihr nicht genug bekommen könnt:

https://www.youtube.com/watch?v=ykW3hKwjtVQ

( wie bettet man eigentlich videos ein?)

Ich mag sowas. Auch Flöte und viele andere Asiatische Instrumente. Kein Witz! :D

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