Workshop: Rock'n'Roll / Rockabilly

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Mystery Train
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Workshop: Rock'n'Roll / Rockabilly

Erstellt: von Mystery Train » 22.11.2009, 19:11

Lektion 1: Erste Worte...

Hallo und willkommen zu meinem kleinen bescheidenen Rockabilly Gitarren - Workshop.
Dieser Workshop beschäftigt sich mit den verschiedensten Techniken der Rockabilly Lead-Gitarre und Improvisationskonzepte. Ich werde hier Schritt für Schritt die Lektionen einfügen.

Bevor wir loslegen zuerst noch einige Tipps bezüglich des Equipments. Ich bin jetzt nicht ein Spezialist was Equipment betrifft, daher kann ich euch nur ein paar Meinungen und Erfahrungen, die ich gesammelt habe, wiedergeben. Im großen Internet gibt's genügend Tipps zum richtigen Equipment, so dass ich mich auf das wesentliche beschränken kann.


Voraussetzungen
Allgemeine Gitarrenkenntnisse werden vorausgesetzt:
  • Dur - Akkorde sollte man greifen können - auch in Barré-Form
  • Plektrumspiel sollte man auch drauf haben, da ich jetzt nicht näher drauf eingehe (Stichwort Wechselschlag & Co.)
  • Geduld...


Ich werde versuchen möglichst anfängerfreundlich zu bleiben, falls es Fragen gibt oder ihr etwas nicht versteht, dann einfach posten.

Rockabilly und Rock'n'Roll - Unterschied !?
Rock'n'Roll ist ein sehr breiter Begriff - manche verwenden ihn als Synonym zu Rockabilly, manche als Synonym zum Rythm'n Blues manche bezeichnen damit sogar den gewöhnlichen Rock. Für mich ist Rock'n'Roll ein "Teil" des Rockabilly. In den mittleren 50ern, entstand dieser Song, "Rockabilly Boogie" von Johnny Burnette, daher der Name "Rockabilly". Damals war Elvis Presley noch bei den Sun Records und nahm Songs wie "Mystery Train", "Good Rockin Tonight" und "Baby, let's play house" auf.

Um den Stil international besser zu verkaufen, versuchte man diesen "ländlichen" Klang loszuwerden.
Die Lead-Gitarre war nur noch im Solo lautstark aktiv und der Rhythmus wurde schneller. Rockabilly wurde zu Rock'n'Roll.

Wenn mich jemand fragen würde, spiele Rock'n'Roll würde ich anfangen ein wenig auf der Blues Skala rumspielen und dazu ein paar Double-Stops reinzuhauen.
Wenn mich jemand fragen würde, spiele Rockabilly, dann hätte ich etwas mehr Möglichkeiten, denn ich kann verschiedenste Licks und Techniken aus den verschiedensten Musikrichtungen zusammen zu einem Blues-Schema zu kombinieren.

Wie das genauer geht, werde ich mal für euch vormachen.

Ich habe einen Klassiker zweimal aufgenommen, einmal in der "Rock'n'Roll Version" und einmal in der "Rockabilly Version", jeweils mit einem improvisierten Solo, damit ihr versteht was ich meine.

Die Qualität ist nicht die beste (was will man schon von einem Laptop-Mikrofon erwarten?), man möge mir verzeihen..... ;)

Wenn ihr noch nicht alles versteht, - macht nichts - das werdet ihr im Laufe des Workshops lernen.
[url]Rockabilly Version: http://www.2shared.com/file/9357859/676 ... rsion.html[/url]
[url]Rock'n'Roll Version: http://www.2shared.com/file/9357761/49c ... rsion.html[/url]


Die richtige Gitarre
Im Grunde genommen kann man als Anfänger jede Gitarre nehmen - Nichtsdestotrotz ein paar Tipps. Vollakustische/Semiakustische E-Gitarren sehen cool und klassisch aus, geben durch ihren Resonanzkörper noch eine zusätliche Wärme aus (wird zumindest behauptet) , sind aber feedbackanfällig - manche bevorzugen eher die Telecaster. Ich persönliche spiele eine Gretsch 5120 Electromatic, die billigere Variante der Gretsch 6120, die z.b. Brian Setzer oder Eddie Cochran spielt. Sie gibt es schon ab 600 Euro. Scotty Moore (Elvis' Gitarrist) spielte zu den Anfangs-Rockabilly-Zeiten eine Gibson ES295. Wer nicht das nötige Kleingeld hat sollte sich mal Epiphone Dot ansehen. Da gibt es schon ab 250 Euro brauchbare Modelle, wer noch ein wenig mehr Geld übrig hat, dem würde ich eher die Epiphone WildKat empfehlen, die ist vom Sound und Feeling besser und nur 100 Euro teurer..


Der Amp
Cleane (aber nicht zu cleane) Röhrenamps sind die richtige Wahl. Von Fender gibts viele gute Röhrenamps, die für den Rockabilly geeignet sind. Der Fender Bassman ist bei vielen Rockabilly Gitarristen der Favorit. Scotty Moore nutzte zu den Sun REcord-Zeiten einen EchoSonic. Ihr könnt auch einen sehr cleanen Transistoren-Amp hernehmen und ihn mit einem "TubePedal" (z.B. den Boss FBM-1 Fender Bassman, der den legendären vorher erwähnten Bassman simuliert) den nötigen Rockabilly klang verleihen. Wichtig: Nicht zu verzerrt aber nicht zu clean spielen. Optimal für den Rockabilly ist eine "natürliche" leichte Zerre - erzeugt durch den Röhrenamp.


Delay und Reverb
Wahrscheinlich ist das der wichtigste Aspekt beim Rockabilly Sound - das Delay oder auch "Echo" genannt. Ein Delay-Effekt nehmt das gespielte auf und gibt es verzögert wieder. Optimale Einstellung für den Rockabilly gibt es nicht, manche bevorzugen eine etwas längere Delayzeit - mit nur einer Wiederholung - manche eine sehr kurze Delayzeit mit mehreren Wiederholungen. Das Gerät selber könnt ihr euch frei aussuchen - egal ob analog oder digital.. anfangs reicht ein ganz billiger... Ich persönlich benutze den Boss RE-20 Space Echo.

Zu Reverb:
Reverb kann bei langsameren Songs noch eine gewisse schöne Atmosphäre aufbauen. Bei schnelleren Titeln würde ich keinen Reverb verwenden.

Tremolo Bar
Der "Bigsby" ;) Ich könnte nicht ohne ihn leben! Er ist großer Bedeutung (sieh dir z.B. Brian Setzer an, der ihn sehr häufig verwendet), da du ohne ihn nicht richtig twangen kannst ;) . Ich werde später noch ein ganzes Kapitel dafür widmen.

Fingerpicking oder Flatpicking
Finger oder Plektrum? Tja.. für Rockabilly müsst ihr beides können, aber auf diese ganzen Mischtechniken gehen wir noch später intensiv ein. Reine Fingerpicker werden es schwer haben, da werden bestimmte Licks und Techniken nur schwer zu spielen sein (z.b. schnelle Rock'n'Roll DoubleStops ala Chuck Berry - die gehen vielleicht mit etwas Übung mit der Carter Brushing Technik... :P ). Ansonsten wäre da mal ein Daumenpick eine Idee. Ich werde jetzt auch nicht so sehr Rücksicht auf die reinen Fingerpicker nehmen (man möge mir verzeihen).

Was lerne ich?
Rockabilly ist ein riesiger Mischpult von diversen Richtungen - doch welche Elemente kommen wann rein - wann muss ich was tun? Wie kann ich meine Ideen, die ich in meinem Kopf habe auf das Griffbrett übertragen? Wie kann ich mein Solospiel "verjazzen"? Das und viel mehr will ich euch beibringen... In diesem Workshop geht es in erster Linie um das Erlernen dieser Musikrichtung - aber ich behandle auch die Improvisation allgemein...

DaviiD_96
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Erstellt: von DaviiD_96 » 25.11.2009, 15:45

sehr gute idee, ich freu mich schon drauf ;)

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Xanadu
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Erstellt: von Xanadu » 27.11.2009, 10:29

Wirklich ein schöner erster Teil, dieses Thema interessiert mich auch sehr, ich werde den Thread auf jeden Fall verfolgen!

Bald Eagle
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Erstellt: von Bald Eagle » 27.11.2009, 12:03

Ich finde ganz toll von dir, dass du sowas für uns machst!

Mystery Train
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Erstellt: von Mystery Train » 29.11.2009, 18:19

Dankeschoen!
Die zweite Lektion ist fertig. Die Sound-Dateien sind im Anhang. Die Qualitaet ist leider beschissen. Habs zuerst mit dem Laptop Mikrofo versucht, dann musste ich feststellen, dass der Sound zuerst laut war, dann nach einpaar Sekunden leiser wurde, dann wieder lauter... :?
Hab jetzt alles mit meinem MP3-Player aufgenommen.


Kritik erwuenscht.

Viel Spass beim Lesen!

Lektion 2: Rockabilly Rhythm

2.1. Die Dur-Tonleiter

Die Dur-Tonleiter besteht aus sieben Noten und ist die bekannteste Tonleiter. Viele Instrumente wie beispielsweise die Tasten eines Klaviers basieren auf die Tonleiter (alle weissen Tasten gehoeren zur C-Durtonleiter), sowie auch das allgemeine Notensystem ansich basiert auf die C-Durtonleiter (alle Noten ohne Erhoehungen (sharp) und Erniedrigungen (flat) gehoeren zur C-Durtonleiter. Da diese Tonleiter so wichtig ist, nehme ich sie schon vorab grob durch. Ins Detail gehe ich erst in einem spaeteren Kapitel.
Hier die C-Durtonleiter im einfachen Notensystem dargestellt:

Bild Bild

(Hinweis: ich verwende das englische Notensystem, bedeutet:englisches B = H im deutschen Notensystem und englisches Bb ist deutsches B)

In Stufen sieht das so aus:

Bild Bild

Die einzelnen Stufen werden meist in roemischen Ziffern dargestellt. Sie gelten stellvertretend fuer die Noten und sind tonartunabhaengig. Die Tonart ist aquivalent zur ersten Stufe, die auch Tonika genannt wird. Dass heisst, wenn z.B. jemand sagt, spiele I, die IV und die V, wobei die Tonart C ist, dann sind die Noten C-F-G, in D dann z.B. D-G-A. Und hiermit kommen wir gleich zu einer wichtigen Sache...

Bild Bild

Die 1., 4. und 5. Stufe sind die "Leitplanken", nachdem sich ein Rockabilly-Gitarrist richtet, Etwa 75% (eigene Schaetzung) aller Songs bestehen aus Akkorden dieser Stufen (im Moment reicht zu wissen, dass es Dur-Akkorde sind, bei C: C-Dur, F-Dur, G-Dur), zuden Ausnahmen kommen wir spaeter... ABER im Grunde genommen richtet sich JEDER Rockabilly Song nach diesem Schema, auch wenn Akkorde hinzukommen... (alles andere ist kein Rockabilly! ;) )
Diese drei Stufen werden auch als Tonika-Subdominante-Dominante bezeichnet, Das sind lediglich Bezeichnungen fuer die einzelnen Stufen.
Wir werden das ganze noch ausfuehrlicher im Durtonleiter/Kirchtonleiter-Kapitel durchnehmen, im Moment war mir nur wichtig euch zu zeigen, woher diese Stufen, kommen, damit ihr das folgende Unterkapitel besser versteht...

Aber vorher moechte ich euch noch gerne eine Tabelle zur Verfuegung stellen, die die I-IV-V Akkorde in jeder Tonart darstellt. So koennt ihr jeden Rockabilly Song in jeder Tonart beleiten:

Bild


2.2. Rockabilly Kadenzen

Das 12-Takt Schema

Dieses Schema kommt urspruenglich aus dem Blues. Es gibt diverse Variationen mit diversen Platzierungen unserer drei Hauptakkorde, aber die einfachste (und Ursprungs-) Variante sieht so aus:

Bild


An dieser Stelle sei erwaehnt, dass die meisten Rockabilly Songs im 4/4-Takt gespielt werden (seltener im 2/4).

Dies ist die einfachste Form mit unseren drei Akkorden, da nur 4 Akkordwechsel stattfinden. "Oh Boy" von Buddy Holly ist ein Beispiel... Eine leicht abgeaenderte, ebenfalls sehr haeufig anzutreffende Form ist diesselbe wie die oben, nur dass Takt 10 wieder zu IV wechselt, 11 bleibt I. Beispiele sind "Blue Suede Shoes", "Jailhouse Rock", "Twenty Flight Rock" von Eddie Cochran, diese Aufzaehlung koennte endlos weiter gehen ...

Es gibt noch sehr viele weitere 12-Takt-RocknRoll Formen (die jedoch alle auf das obige Grundschema oben basieren), um nur mal einen weiteren zu nennen:

Bild Bild

Hier gibt es zwei Veraenderungen. Im zweiten Takt wird gleich zur Subdominante gewechselt und im anschliessend Takt gehts wieder zurueck zur Tonika... Die zweite Veraenderung ist, dass im letzten Takt noch zur Dominanten gewechselt wird. Hierbei spielt die Lead-Gitarre gerne noch einen Turnaround (dazu wirds wieder ein eigenes Kapitel geben...)

Desweitern kann es auch Songs mit der doppelten Anzahl an Takten (24 Takte) oder nur die haelfte (6 Takte) vorkommen, doch das Grundschema bleibt gleich...

Das 8-Takt und 16-Takt Schema

8-Takt und 16-Takt Rockabilly Songs sind fast genau so haeufig im Rockabilly anzutreffen wie der 12-Takt
Hier mal ein sehr bekanntes Beispiel, dass beispielsweise im King of RocknRoll's "Heartbreak Hotel" zu finden ist:

Bild

Hier mal ein 16-Takter (ist zwar auch als 8-Takter zu finden, wird aber hauptsaechlich mit 16 Takten gespielt). Dieses Schemanklingt "laendlicher" und ist weniger "bluesig", außerdem ist es sehr weit verbreitet und in etlichen Rockabilly Songs zu finden, z.B. "RockThis Town" oder "Too hip Gotta Go" von den Stray Cats:

Bild

Das besondere daran ist, dass von der Tonika direkt zur Dominanten gewechselt wird und die Subdminante erst spaeter ihren Platz findet... Fuer diese Kadenz werden wir spaeter noch einen extra Kapitel fuers Improvisieren widmen, da es hierbei noch einige Ueberraschungen gibt ... ;)
Uebrigens: Auch hier wird gerne mal die Tonika im letzten Takt durch die Dominante ersetzt um einen "Turnaround" erzeugen zu koennen.

Der Exot: Das 10-Takt Schema

Dieses Schema ist seltener anzutreffen und wird in diesem Workshop auch nicht mehr weiter behandelt, ich notier sie nur der Vollstaendigkeit halber ;)

Bild

Und wieder kann der letzte Takt durch die Dominante ersetzt werden (Turnaround)...


2.3. Der Shuffle

Der Shuffle (auch bekannt als "Swing Rhythm") bezeichnet einen Rhythmus, er wurde bekannt durch den Blues (spaeter uebernommen im Jazz) und ist auch im Rockabilly haeufig anzutreffen (jedoch nicht immer). Man spricht auch von einem ternaeren Rhythmus. Das "Geheimnis" ist leicht:

Bild

Zwei Achtelnoten entsprechen im Shuffle-Rhythmus einer Viertel- und einer Achtelnote als Triole (die erste Note ist doppelt so lang wie die zweite, also eine Viertel und eine Achtel NUR mit dem Unterschied, dass beide Noten dann von der Zeit her zwei Achtelnoten entsprechen...). In der allg. Notennotation (was fuern Wort...) wird immer zu Beginn entschieden, ob im Shuffle gespielt wird oder nicht, die Notation aendert sich dabei nicht. Meist steht da "Shuffle" oder "Swing Feel". Hoer dir Beispiel 1 an, (Es werden die letzten beiden (Bass) Saiten des Open E Akkords gespielt...) ich spiele in diesem Soundbeispiel, zuerst den binaeren einfachen Form, danach im Shuffle-Rhythmus.
Im Rockabilly wird der Shuffle oftmals so schnell gespielt, dass er fast gar nicht mehr zu hoeren ist, binaerer Rhythmus und binaerer Rhythmus verschmelzen dann fast schon miteinander... Als Rockabilly Gitarrist musst du mit beidem klarkommen.
Shuffle-Rockabilly-Beispiele sind "Be Bop A Lula" von Gene Vincent oder "Heartbreak Hotel"... Shuffle gibt dem Song jedenfalls eine sehr bluesie Note...


2.4. Rockabilly Songs begleiten (Rhythmus Gitarre)

Yeah, lassen wir mal die Theorie bei Seite, es wird Zeit fuer ein wenig Praxis... Rockabilly Songs koennen sehr schoen mit einer Akustik Gitarre begleitet werden, das gibt dem ganzen ein sehr coolen Touch. Ihr koennt dazu entweder stinklangweilige Anschlagtechniken verwenden oder wenn ihr mehr nach Rockabilly klingen wollt, folgendes probieren...

Maybell Carter's Brushing Technik

Country-Legende "Mother" Maybelle Carter's Brushing Technik eignet sich hervorragend, um Rockabilly Songs. Dabei wird zwischen drei (oder zwei) Basstoenen hin und her gewechselt und dabei die ersten drei Saiten (der Theorie nach) angeschlagen.

Bild

Hoert euch Beispiel 2 mal an, damit ihr das Gefuehl dafuer bekommt... Das Gespiele mit den Basstoenen scheint zwar zunaechst schwierig, doch keine Angst, es ist sehr leicht (und werdet ihr spaeter sowieso noch brauchen (Stichwort Travis Picking)).
So... die meisten Leute spielen diese Technik mit dem Plektrum (die Bassnoten mit einem Abschlaegen und die Leadnoten mit Wechselschlaegen), doch wenn ihr es wie Maybell machen wollt, braucht ihr das Plektrum nicht... Sie verwendet die sogenannte "Brushing" (streifen) Technik... Dabei schlaegt sie die Bassnoten mit dem Daumen an und die Leadnoten streift sie mit ihrem Zeigefinger mit Hilfe einer Art "Wechselstreifen"... Wo ihr mit dem Plektrum einen Abwaertsschlag durchfuehrt, streift sie mit dem Zeigefinger die drei Noten nach unten (Richtung Boden), wenn ihr einen aufwaertsschlag durchfuehrt, streift sie mit dem Zeigefinger von unten nach oben... Probiert es mal aus, es ist echt nicht schwer!
Die Technik eignet sich sehr gut fuer die "laendlicheren" (das Wort verwende ich immer synomen zu "country-style" ;) ) Rockabilly Songs, wie beispielsweise "That's Alright" von Elvis Presley oder "Teenage Rebel" von Arthur Smith... Aber auch die bluesigen Nummern koennt ihr damit begleiten...
Das Schema koennt ihr uebrigens auf jede Tonart und deren Open Akkorde uebertragen...
Hinweis; Ihr muesst nicht so genau darauf achten, auch alle drei und nur die drei ersten Saiten anzuschlagen, geht ganz nach Gefuehl...
Im Country kann man diese Technik noch mit Bass-Laeufen anreichen, das hoert sich auch im Rockabilly ganz gut an:

Bild

Hoert euch "Beispiel 3" an.
Das mit den Basslaeufen ist eine Sache fuer sich... Im Prinzip haben folgende Akkordverbindungen Basslaeufe: I -> IV, IV->V, V -> I
. Desweiteren gibt es fuer jede Verbindung verschiedene Variationen wie Auf und Ablaeufe. Als ob das nicht schon kompliziert genug waere haben alle Tonarten fuer die Open Akkorde verschiedene Laeufe....Wir werden das ganze noch etwas spaeter ausfuehrlicher im Boogie Bass Lines Kapitel behandeln...
Nichtsdestotrotz noch eine "bewegliche Variante" des ganzen, damit ihr eure Lieblingsstuecke damit begleiten koennt...

Bild

Das ganze koennt ihr euch unter "Beispiel 4" anhoeren...
Experimentiert damit rum, versucht es zu transponieren und vorallem habt Spass beim spielen...
Tipp: Lasst ihre Lieblingssongs einfach laufen und begleitet sie direkt mit eurer Gitarre... Versucht auch etwas zu singen...


So das wars fuer heute... Lest euch den Theorie Teil mehrmals durch und uebt die Brushing-Technik - versucht die Kadenzen von realen Songs auf eigene Faust zu analysieren und begleitet sie...
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felixsch
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Erstellt: von felixsch » 23.06.2013, 11:39

Grüß Gott,

ich will mal ein bisschen was Beisteuern, nämlich einen kleinen Ending Lick im Country/Rockabilly-Style....

Der Einfachheit halber hab ich kurz ein YT-Video dazu erstellt, zwar wegen derweiliger Müdigkeit ein bisschen Schlampig gespielt aber ich denke doch, dass man das gespielte einigermaßen nachvollziehen kann...

http://www.youtube.com/watch?v=MJwMvzNj ... e=youtu.be

Paul Fabulous
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Erstellt: von Paul Fabulous » 23.06.2013, 13:17

Hey,

2 sehr coole Country-Licks, die du da zeigst, super. :D


Ich finde es jetzt nicht sooo unsauber gespielt, zumal du beide ja mehrmals wiederholst.

Was natürlich noch schöner wäre: Nahaufnahme der linken Hand, etwas langsamer gespielt. Dann hätte ich bei meinem sprunghaften YT-Video auch eine Chance, was zu sehen. Na ja, raushören ist eh' besser. ;)


Was mir beim Hören deiner Licks grade aufgefallen ist:


Kann es sein, dass im Country/Rockabilly eher chromatisch gespielt wird, anstatt wie im Blues zu benden?


Gruß
Paul

felixsch
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Erstellt: von felixsch » 23.06.2013, 13:47

Hey Paul,

du hast schon recht in Country gewurstel wird nicht so viel gebendet wie im Blues , außer mal nen' Fake Pedal Steel Lickchen oder so.
Hier wird das Bending eher durch kleinere Slidings ersetzt, gegebenfalls auch Chromatisch.

Im Blues bendet man ja auch abundzu chromatisch (ganzton-bend, dann "zurück" zum halbtonbend, dann "zurück" zum urspungston). Wie gesagt, das sind dann im Country Singlenotes oder kleine Slidings.

Gruß

felixsch
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Erstellt: von felixsch » 17.09.2013, 22:39

Wenn ihr wollt werde ich in den nächsten Wochen mal ein bisschen Material zu Picking's , Riffs und Soli im Rock 'n' Roll und Rockabilly Stil zusammenstellen und den Workshop hier - wenn ich denn darf - weiterführen ... ;)

Falls ihr Wünsche oder Anregungen habt einfach hier reinschreiben, ich schau dann mal was sich machen lässt

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Ratatosk
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Erstellt: von Ratatosk » 18.09.2013, 09:03

Hallo felixsch,

also zumindest meine Person würde das sehr begrüßen. Ich finde die Workshops hier immer sehr gut gemacht - kann also nur eine Bereicherung sein. Vielen Dank dafür!

Grüße
Alex

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Erstellt: von Ratatosk » 18.09.2013, 09:04

Hallo felixsch,

also zumindest meine Person würde das sehr begrüßen. Ich finde die Workshops hier immer sehr gut gemacht - kann also nur eine Bereicherung sein. Vielen Dank dafür!

Grüße
Alex

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korgli
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Erstellt: von korgli » 18.09.2013, 09:34

Hi
Super dass du hier sowas machst.
Danke.

fredy

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Henk
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Erstellt: von Henk » 18.09.2013, 09:56

Definitiv dafür. Ein paar genretypische Anschlagmuster und Riffs wären super.
Danke!

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Samhain
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Erstellt: von Samhain » 18.09.2013, 11:09

:boxen:

Supi Felix. Danke für das Angebot -::-::-
greetz
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Erstellt: von felixsch » 18.09.2013, 16:03

Gerne.

Daher hier die Weiterführung des Workshops...

Dann baue ich auf den Picking-Beispielen von MysteryTrain auf. Der Username hat mich auf die Idee zur ersten Übung gebracht.
Es geht um ein typisches Rockabilly-Picking Pattern im Stile von Scotty Moore.
Ich erklär' das jetzt mal ein wenig, wer will kann auch gerne gleich zu den TAB's unten springen ;)

Mystery Train - Style Picking TAB
Mystery Train - Style Picking (MIDI) (Sorry, mir hat es irgendwie den 1. Ton abgewürgt.)

Dieses Beispiel wird mit sogenanntem Hybridpicking ausgeführt - also das Plektrumspiel kombiniert mit Fingerpicking. Das wird uns in diesem Workshop noch das ein oder andere Mal begegnen, üben lohnt sich also ;)

Die Basssaiten - E, A, D - werden mit Plektrum angeschlagen und vom Handballen der Anschlagshand abgedämpft ("Palm Mute"). Die Melodiesaiten werden mit Mittel - und Ringfinger angeschlagen.

In den ersten zwei Takten wird ein normaler E-Dur-Griff benötigt. Für den 4. und 5. Ton legen wir einfach den Ringfinger Barre über die D, g, und h-Saite.
Somit hätten wir das Main-Thema von Elvis' "Mystery Train". Diese Zwei Takte wiederholen wir einmal.

Wenn wir jetzt in die IV Stufe gehen (A7) befinden wir uns in einem Klassischen Wechselbass Muster. Wir greifen einen A7 im 5. Bund, legen den kleinen Finger auf den 8. Bund der H-Saite. Diese Zusätzliche Septime wechselt sich mit der normalen Quinte (5. Bund , h-Saite) ab, heißt wir heben bzw. senken einfach den Kleinen Finger. Auch diese Zwei Takte wiederholen wir, und gehen wieder zurück zum E-Dur Akkord, dieses Pattern spielen wir wieder insgesamt 4 Takte. Dann gehen wir in die V. Stufe (H), machen genau das wie beim A7 Akkord, bloß im 7. Bund. Wiederholung, dann wieder insgesamt viermal den 1. Teil.

Fertig - das war's schon. Gut geübt und ein bisschen schneller gespielt klingt das sehr cool finde ich ;)

Nächstes mal schauen wir uns das Orginal-Solo von Scotty Moore zu "Mystery Train" an.

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Erstellt: von felixsch » 18.09.2013, 20:46

Mystery Train - das Solo

Nun also zum Solo, und zwar auf die Art und Weise, wie Scotty Moore das ganze gespielt hat.
Wenn ihr das Picking, dass ich im letzen Beitrag erklärt habe gut könnt, ist dieses Solo nicht schwer zu spielen.
Ich habe das ganze als TuxGuitar/GuitarPro-Datei, PDF und MIDI hier angefügt.

Das Picking Schema ist eigentlich nicht besonders vom oben erklärten abweichend. Wenn man mal Rockabilly spielen kann, kann man's halt, wie beim Fahrrad fahren ;)

Das ganze Beginnt wieder mit unserem Haupt-Thema, 2 Takte, einmal wiederholt - können wir.
Dann geht's mit A7 weiter, allerdings nicht im 5. Bund sondern als offener Akkord.
Dann gehen wir wieder zu E, jetzt in der 12. Lage, allerdings noch mit der Leeren E-Saite als Basston - wohlgemerkt, die Basssaiten sind abgedämpft! Zum H7 - Teil gehen wir in den 7. Bund, gehen zum A7-Part in den 5. Bund - hier ist ein kleiner 1/4 - Bend zu finden, mit etwas Übung auch mit kleinem Finger nicht dramatisch schwer zu spielen. Das ganze Endet wieder mit 4 Takten unseres Themas.
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Exordium
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Erstellt: von Exordium » 18.09.2013, 21:42

Tolle Sache. Bitte weitermachen. Bin zwar mit den Lektionen meines Lehrers eigentlich schon fast immer am Limit bis zur nächsten Unterrichtsstunde, aber zwischendurch geht das ein oder andere immer mal. Und die Verwandtschaft zum Blues ist ja auch da.
Are you sure you want to continue?

felixsch
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Erstellt: von felixsch » 20.09.2013, 18:32

Hey!

Freut mich wenn's dir bis hierhin gefallen hat...klar, die Verbindung zum Blues ist immer da. Jimmie Vaughan (den ich übrigens sehr verehre) sagte mal: "I think Rock 'n' Roll and Blues are the same Thing" ... recht hat er ;)

felixsch
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Erstellt: von felixsch » 02.10.2013, 19:39

...more Scotty Moore....

...gibt's jetzt auf die Fingerchen ;)

Wieder ein klassisches I - IV - V Picking - Beispiel, diesmal in A. Ich hab' hier wieder PDF und Midi verlinkt, unten gibt's zusätzlich die Tux-Datei zum Runterladen in der ZIP. Leider hab ich vergessen, die letzten zwei Takte zuzufügen, aber das ist ja eh nochmal das selbe wie am Anfang, kann man sich dazudenken ;)

Scotty's Picking Tabs
Scotty's Picking (Midi)

So, nun los. Wie immer dämpfen wir die Basssaiten mit dem rechten Handballen ab. Unser erstes Pattern spielen wir über einen A6 Akkord, legen also den Zeigefinger Barre über die 2 dünnen Saiten (E- und h-Saite), Mittelfinger in den 6. Bund der G-Saite, Ringfinger in den 7. der D-Saite. Der Kleine Finger kommt nun auf den 7. Bund der H-Saite, dennoch bleibt der Zeigefinger Barre liegen, weil wir den Kleinfinger - wie gewohnt - im Laufe des Beispiels "heben und senken" müssen ;)
Nun zur Rechten Hand: anders als bei "Mysterytrain" zupfen wir jeden Akkord dieser Übung in einem andrem Muster. Bei unsrem A6 Akkord sieht das so aus: Wir schlagen mit dem Plektrum die gedämpfte leere A-Saite, darauf den nächsten Basston auf der D-Saite, gemeinsam mit der h- und e-Saite (der kleine Finger liegt den gesamten ersten Takt über auf dem 7. Bund der h-Saite). der Nächste Basston, tiefe E-Saite, darauf die H-Saite mit dem (Ring-) Finger anschlagen, wieder ein Basston (D-Saite, 7. Bund). Im 2. Takt den Kleinfinger heben, A-, g- und h- Saite anschlagen. Basston (D-Saite) , Kleinfinger wieder auf den 7. Bund h-Saite, diese Anschlagen. Basston (E) Viertelnote, Basston E (D-Saite) Viertelnote. Das ganze wiederholen.

Nun zum D9 Akkord, hier passt nicht so viel Aufregendes, daher: siehe Tab ;)

Wieder zum A-Akkord, klar.

Jetzt wirds interessant: E, bessergesagt: E7#9. Diesen Hendrixchord brauchen wir allerdings erst im 2. Takt dieser V. Stufe ;)
Als erstes Schlagen wir die leere E-Saite (gedämpft, klar) an. Wir greifen mit dem Zeigefinger den 6. Bund der D-Saite und mit dem Kleinfinger den 9. Bund der G-Saite, und schlagen das ganze zusammen an. Die Kunst ist, dass die D-Saite gedämpft wird, die G-Saite allerdings nicht.
Dann legen wir den Mittelfinger auf den 7. Bund der Tiefen E-Saite im selben Moment den Ringfinger auf den 7. Bund der G-Saite ... der Zeigefinger bleibt im 6. Bund D-Saite liegen. Wir schlagen also mit dem Plek die Tiefe E-Saite an (also klingendes H), gleich darauf G- und D- Saite, sprich D und Gis. Für den zweiten Takt greifen wir unsren Hendrixchord wie wir ihn kennen, spielen A- und H-Saite gemeinsam, zupfen gleich drauf die G-Saite und Schlagen die D-Saite mit dem Plek an, worauf nochmal die H-Saite folgt, sowie Bassnoten H (E-Saite) und gis (D-Saite).

Danach kommt nochmal zwei Takte der Teil über A6 , den ich in den Tabs leider vergessen habe ;)

Viel Spaß beim Spielen der schönen Scotty Moore - Style Nummer :-)))

Felix

PS. Sollte mir bei der Erklärung ein Fehler unterlaufen sein, bitte sagen, hab das grad ziemlich in Eile getippt ;)
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Ratatosk
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Erstellt: von Ratatosk » 02.10.2013, 23:12

super Sache! vielen Dank für all Deine Mühen!
Mal schauen was die Finger davon denken :lol:

LG
Alex

felixsch
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Erstellt: von felixsch » 03.10.2013, 00:01

Wenn deine Finger was denken würd ich damit sofort zum Arzt ;)

Ne, im ernst: ist eigentlich gar nicht mal so schwer wie's im ersten Moment aussieht. Meist sitzt das schon nach 30 Minuten Üben. Und sowas kann man Stundenlang vor sich hinspielen, Zupfmuster mit andren Akkorden Kombinieren, etc. ;)

felixsch
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Erstellt: von felixsch » 03.10.2013, 13:23

Kombination und Basslinie

Wie ich sagte: man kann alles mit allem Kombinieren. Ein Beispiel hab ich euch kurz mal aufgeschrieben. :)

Kombination (Midi)
Kombination (Tabs)

Das ganze fängt mit dem A7-Teil von "Mystery Train" an, eine kleine Basslinie (Tonleiter aufwärts) leitet ein. Dann kommt der D9 Teil von "Scotty's Picking" dran, ebenfalls davor durch eine Basslinie eingeleitet. Wieder zurück zum Mystery-A, dann zum Mystery Train Thema in E, Abschließend der Anfangsteil von Scotty's Picking in A ;)

mcgraw
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Erstellt: von mcgraw » 13.10.2013, 21:13

Sehr gut aufgebauter Workshop.

Ich kann allerdings nur empfehlen diese Titel wie "Allright mama" und "mistery train" mit dem Daumenpick zu spielen anstatt mit einem Plektrum. Es ist viel unverkrampfter, wenn man sich dann , nach zwei Wochen mit dem Pick angefreundet hat, und man kann viel mehr Dynamik erzeugen. Scotty Moore hat die Song ja auch mit einem Daumenpick gespielt.

EDIT: Habe grade eine Peformance gefunden, die es nur mit Strumming spielt, da müssen beide Hände aber viel arbeiten.
http://www.youtube.com/watch?v=4ho0nQRPczY

Was sagt ihr dazu?
Zuletzt geändert von mcgraw am 15.10.2013, 15:01, insgesamt 1-mal geändert.

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Erstellt: von Beastmaster » 14.10.2013, 07:42

Schöner Workshop



LG
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Erstellt: von mcgraw » 16.10.2013, 21:03

gelöscht

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Erstellt: von felixsch » 20.11.2013, 22:23

Büschn Boogie

Hier mal ein wenig Boogie Rhythmus für die Gitarre ;)

MIDI
PDF

Das ganze ist eigentlich recht Simpel: wir befinden uns in E-Dur und Hangeln und - wie immer - an der I-IV-V Verbindung entlang - also E7, A7, H7.

Mit eingebaut sind ein paar Double Stops, sollte eigentlich ein bisschen nach Texas Blues ala' ZZ Top Klingen ;) Aber seht selbst:
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Erstellt: von Beastmaster » 21.11.2013, 07:16

Nett

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Erstellt: von felixsch » 21.11.2013, 16:16

Noch mehr Spaß für die Rhythmusgitarre

Hier noch eine sehr simple Basslinie für die Rhythmusgitarre. Inspiriert durch Nick Curran's She's Fifteen.

Have Fun!
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Henk
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Erstellt: von Henk » 21.11.2013, 18:04

Gefällt!
Eine Frage jedoch: Welcher Fingersatz empfiehlt sich für den Akkord im letzten Takt?

Code: Alles auswählen

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felixsch
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Erstellt: von felixsch » 21.11.2013, 18:37

Das ist ein E9 Akkord ;) Ich greife so:

A-Saite: Mittelfinger
D-Saite: Zeige
G, H und E - Saite: Ringfinger (Barre)

felixsch
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Erstellt: von felixsch » 07.01.2014, 15:12

Frage in die Runde:
Gibt's Wünsche für nen' Song, Lick, Riff, Akkord aus dem Bereich des Country den ich hier mal erklären soll?

Harry
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Erstellt: von Harry » 26.04.2014, 12:18

Hey Leute,

ganz toller Workshop, das muss ich schon sagen :)

Hättet ihr ein paar Gesetzmäßigkeiten bzw. Beispiele zu Turnarounds auf Lager?

Interessant wären auch ein paar Tipps, welche Töne man in einem Country-Solo am besten
bended oder slided.

felixsch
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Erstellt: von felixsch » 26.04.2014, 13:12

@ Harry kann ich gerne mal machen wenn ich die Zeit finde.
Wenn jemand anderes Lust hat, kann er auch gern was dazu schreiben, ich seh' das hier mehr als "Offenen" Workshop zu dem jeder was beisteuern kann/darf ;)

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GuitarRalf
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Erstellt: von GuitarRalf » 22.10.2014, 21:44

Hallo liebe Rockabillyfans !

Eure Erklärungen waren so gut, daß ich mich entschied in HalLeonhard zu investieren. Irgendwie würde ich schon ganz gerne wissen, ob es mir gelingt einige Parts von Rock This Town / Brian Setzer auf meiner E-Klampfe möglichst originalgetreu zu spielen. Ich blättere also zur Seite 30 und schon mehren sich meine Schwierigkeiten. Bevor ich zum Notenfresser werde, bremst mich die Angabe Fast Viertelnotenzeichen = 208 aus.
Ich hab in den vergangenen Übungen zur Findung des 16tel- Feelings festgestellt, das ich gut zum Metronom spielen kann, wenn der Beat zwischen 30 und 40 liegt. Fehlen mir also ( '(208 - 4*(30) = 88) + (208 - 4*(40) = 48)'/2) ungefähr 68 bpm . Nun jut, das bedeutet üben.
Als nächstes les ich die Angabe mf ( mezzoforte) halbstark. Toll, zupfe ich nun so , das zwischen Saitenruhelage und Zupfendlage Platz für Zeige- und Mittelfinger ist oder bedeutet mf das ich vom Plekstreichen zum Plekschlagen wechseln muß?
Weiter muß ich die Bezeichnung w/ slapback delay vernachlässigen. Ich hab zum jetzigen Zeitpunkt keine Ahnung welches technische Gerät damit angesprochen werden kann. Die Gitarrennotationslegende gibt dazu auch keine Auskünfte. Beginne ich nun also im ersten Takt mit der ersten Note (1/4) Ich entscheid mich für den Abschlag - ich denke nur im Reggea und Funk läßt sich die Gitarre bevorzugt mit dem Aufschlag spielen . Dann folgt eine Triolensequenz wieder eine 1/4 und erneut eine Triolensequenz.
Ich muß also entweder den Schlagrhythmus 8E8E oder 8787 nehmen. Damit bin ich für die nächste Zeit erstmal reserviert. Meine Motivation ist drastisch gesunken.


Radio
GuitarRalf / gitarre spielen lernen / 22.10.2014

@felixsch - der You Tube Link vom 23.06.2013, 11:39 meldet: Video nicht auffindbar.

strawinski
interessiert
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Erstellt: von strawinski » 02.11.2014, 22:36

ich würde mal gerne wissen mit welchen Humbuckern Ihr spielt. Vorn, hinten oder beide.

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