Pentatonik Barree-Tonleiter Am (BYCU Lektion 2) wie greifen?

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gitarling
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Pentatonik Barree-Tonleiter Am (BYCU Lektion 2) wie greifen?

Erstellt: von gitarling » 29.10.2014, 18:16

Bin am üben von BYCU Lektion 2 und habe mit den Barre Tonleitern so meine Schwierigkeiten (Westerngitarre 11er Saiten)
Die Tonhöhe wird ja abwechselnd immer vom Barre-Zeigefinger und vom Ring bzw. kleinen Finger bestimmt.
Wo nehmt ihr die Kraft für den Barree Zeigefinger her (Gegendruck mit Daumen oder Gegenzug mit rechtem Arm oder kombiniert)?
Kann/soll man den Barree Zeigefinger wieder leicht lösen wenn gerade die anderen Finger im Einsatz sind?

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Ratatosk
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Erstellt: von Ratatosk » 30.10.2014, 10:33

Ich nehme an Du spielt noch nicht lange Gitarre? Barré braucht Zeit. In keinem Fall hat es etwas mit hohem Kraftaufwand zu tun. Jedoch müssen die Muskeln sich daran gewöhnen. Lege mal den Zeigefinger als Barré auf. Lass ganz locker. Dann lass mal den Unterarm quasi fallen. So dass der Druck auf die Saiten durch den Unterarm kommt der Richtung Boden will. Der Daumen fixiert dabei nur. Der Zeigefinger liegt übrigens leicht schräg am Bundstäbchen an - auch das ist wichtig. Mach das ein paar Mal bis die Saiten klar klingen wenn Du sie anschlägst (die anderen Fingern machen nichts). Wenn das klappt, dann nimm auch mal den Daumen weg und Du wirst sehen, dass Du auch Barré ohne den Gegendruck vom Daumen spielen kannst. Das kommt allein aus dem Finger und dem Unterarm. Und dann üben üben üben. Aber nicht so dass es schmerzt - da kann man sich ne üble Sehenscheidenentzündung holen, wenn man es übertreibt. Die Position der anderen Finger muss man dann natürlich entsprechend der Akkordform üben. Aber auch das kommt mit der Zeit. Irgendwann wissen die Finger wo sie hin sollen. Bewegungsgedächtnis.
Viel Erfolg!

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 30.10.2014, 14:42

Also ich greife entweder den Barré, oder ich spiele die Pentatonik.
Bei der Pentatonik nutze ich den Barré im Hinterkopf für die Orientierung, aber ich greife diesen nicht. Das ist bei einigen Barré- und Pentatonikformen auch schlichtweg nicht möglich.

Wenn ich doch mal Barré und Pentatonik oder Tonleiter gleichzeitig spiele, specke ich das eine oder andere ab, indem ich beispielsweise ein paar Töne des Akkordes oder der Pentatonik weglasse.

Aber meist ist es ein Entweder-Oder.

Gruß Mjchael

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Ratatosk
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Erstellt: von Ratatosk » 30.10.2014, 14:52

Jetzt wo ich Mjchaels Antwort lese, ist mir auch bewusst, dass ich das falsch verstanden habe.
Du beziehst Dich quasi auf das erste Pattern was da beschrieben wird. Ab dem zweiten Pattern hättest Du schon keinen "dauerhaften" Barré der stehen bleibt. Bei dem Pattern dass du meinst liegen die Töne auf dem gleichen Bund - von daher könnte man auch den Finger als Barré liegen lassen. Das ist aber nicht so gemeint.

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Erstellt: von everyBlues » 30.10.2014, 17:44

Gitarling,

wie schon gesagt wurde, das ist ne reine Übungssache, das kommt mit der Zeit. Das hat nichts mit "Gewalt-Kraft" zu tun.
Irgentwann kannst du auch den Zeigefinger liegen lassen und dich trotzdem mit allen anderen Fingern frei bewegen, ohne zu verkrampfen. So kannst Du ganze läufe im ersten Moll-Pattern ineinander klingen lassen. Also Zeigefinger liegen lassen und dann ZB. mit den anderen Fingern schnelle Hammeron und pulloff's spielen (Nur zum verdeutlichen).
Das hat eher was mit technik zu tun, weniger mit Kraft.
(Mir liegt das Buch momentan nicht vor, habe es verborgt. Deswegen weiß ich jetzt nicht genau welche Übung Du meinst)

Zum anderen:
Ich weiß nicht ob das so gut für Deine Gitarre ist, wenn du beim spielen mit dem rechten Arm einen Gegendruck erzeugst. Denn dabei würdest Du ja Hals und Korpus nach hinten drücken ("auseinander")
Ob das auf Dauer so gut für die Verbindung Hals- Korpus ist?
Ich habe schon einige gesehen, die so bei Akkorden Vibrator auslösten. Wie gesagt ich wurde es nicht machen!!

gitarling
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Erstellt: von gitarling » 30.10.2014, 21:12

Danke für die Antworten, ich hab mich wohl getäuscht mit dem Barree.
Ich glaube der Autor meinte nicht, dass ein verschiebbarer Barree gegriffen werden soll, sondern der Zeigefinger soll wohl "arbeiten" und immer die jeweiligen Saite zur richtigen Zeit drücken, also nicht permanent alle Saiten. Letzteres hat er auch nicht geschrieben, das war wohl eine Fehlinterpretation von mir.
Insofern hat Michael 100% recht.
ich hab von der Seite ein Bild gemacht, damit ihr seht welche verschiebare Tonleitern ich überhaupt meine...

@everyblues: Diese Technik mit dem Gegendruck vom rechten Arm hab ich soweit ich weiß auf einer seriösen internetseite gesehen. Aber keine Sorge, ich wende diese Technik nicht aktiv an. Ich hab es nur im Hinterkopf, sollte meine Hand mal zum verkrampfen neigen... Aber wenn z. b. der Daumen abgehoben werden soll - wie z. B. Ratatosk geschrieben hat - wo sollte sonst denn der Gegendruck herkommen? Da MUSS der rechte Arm mithelfen, IMHO.
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everyBlues
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Erstellt: von everyBlues » 30.10.2014, 21:25

Juup, die kannst Du im Barree gut hintereinander und ineinander Klingen lassen.

Aber so ist das da nicht gemeint, wie du ja selber schon erkannt hast. Spiele diese als Singelnotes nacheinander.
Ja, die kannst Du verschieben (geht aber auch mit den anderen 4 Pattern). Am besten du benutzt für jeden Bund einen Finger. Also 5 Bund Zeigefinger, 8 Bund kleiner Finger, usw...

Nein normalerweise bleibt der daumen ja hinten dran! Ich denke Ratatosk wollte damit nur zu verstehen geben, dass es nicht um die Kraft geht. Wie gesagt das mit dem Gegendruck des rechten Armes habe ich schon beobachtet, bei welchen die so ihre Akkorde vibrieren gelassen haben. Ist für mich nichts.
Und als Barree- hilfe halte ich das auch nicht für Sinnvoll.

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Ratatosk
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Erstellt: von Ratatosk » 30.10.2014, 21:33

Hallo Gitarling,

ich wollte Dich nicht verwirren. Ja, der Daumen kommt hinter den Hals. ABER man kann Barré auch ohne den Daumen spielen, denn den braucht man bei der richtigen Technik nicht, das wollte ich damit sagen. Und ja, man übt Druck mit dem Arm aus. Wenn ich die Gitarre greife, dann drück der Arm der Schlaghand gegen den Korpus. Und diesen Gegendruck braucht man beim Barré. Aber da werden keine Kräfte frei, dass da irgendwas bendet oder vibriert. Der Korpus wird dadurch fixiert. Natürlich drück der Barréfinger gegen die Saiten aber das kommt aus dem Muskel und ist etwas was mit der Zeit kommt. Versuch aber mal was ich geschrieben habe. Platziere den Finger und lasse dann mal den Arm der Greifhand locker. Er fällt dann ja quasi runter. Also will er zumindest wegen Schwerkraft. Und diese Kraft kannst Du auf die Saiten auswirken lassen. Und das reicht in der Tat aus, dass man den Daumen (rein zur Demonstration!) weglassen kann. Du kannst auch alleine mir Druck gegen den Hals arbeiten aber das ist ineffektiv, weil es viel zu sehr anstrengt. Und der Barréfinger liegt auch leicht schräg auf! Das kann man auch schön an der Hornhaut (Schwiele) an der Seite des Fingers sehen oder besser fühlen. Zumindest bei mir :-)

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Erstellt: von everyBlues » 30.10.2014, 21:46

Ratatosk hat geschrieben:, Wenn ich die Gitarre greife, dann drück der Arm der Schlaghand gegen den Korpus. ,


Ich kann Barree greifen ganz ohne Druck des rechten Armes auf den korpus. Da drückt bei mir nichts. Entweder die Gitte sitzt bei mir auf dem Schoß oder hängt am Gurt. Aber gedrückt wird da nichts mit dem rechten Arm.

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Ratatosk
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Erstellt: von Ratatosk » 30.10.2014, 21:58

Hach, das ist aber auch schwer zu beschreiben. Der Korpus wird aber fixiert. Deswegen schrieb ich ja, dass da nicht wirklich Druck ausgeübt wird. Vielleicht habe ich ja ne ganz krude Technik was ich nicht glaube aber ich will mal festhalten, dass man wirklich nicht viel Kraft braucht. Ich habe aber auch lange gebraucht bis der Barré langfristig funktionierte. Ich denke damit bin ich nicht alleine.
Schade dass man nicht einfach zeigen kann was man meint. Vielleicht erklärt einer der Profis hier noch mal die Technik. Wenn man es kann, macht man sich einfach keinen Kopp mehr was man da genau macht. Aber ich kann das gut nachfühlen, denn sooo lange ist das auch noch nicht bei mir her dass ich damit gekämpft habe. Ich denke Übung und Geduld wird es richten - wie so vieles :-)

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Erstellt: von everyBlues » 30.10.2014, 23:43

Ich weiß schon wie Du das meinst ;)

Schau mal hier bei 2:02. Er macht das so ähnlich wie ich es meine. Andere habe ich gesehen, die haben es gemacht wärend sie einen Akkord gehalten haben.

http://www.youtube.com/watch?v=H3AqnMsB_n0

Hat jetzt aber nichts mit Barree zu tun. Wollte nur mal zeigen von was ich in etwa spreche.Ist OT.

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Erstellt: von gitarling » 01.11.2014, 22:20

Ratatosk hat geschrieben:Jetzt wo ich Mjchaels Antwort lese, ist mir auch bewusst, dass ich das falsch verstanden habe.
Du beziehst Dich quasi auf das erste Pattern was da beschrieben wird. Ab dem zweiten Pattern hättest Du schon keinen "dauerhaften" Barré der stehen bleibt. Bei dem Pattern dass du meinst liegen die Töne auf dem gleichen Bund - von daher könnte man auch den Finger als Barré liegen lassen. Das ist aber nicht so gemeint.


Ja genau, ich meinte den Barree Finger liegen lassen. Das ist sau schwer (für mich). Aber wie gesagt, es muss ja nicht sein. Nur darauf bezog sich übrigens meine Frage.
Ich kann normale Barrees spielen, auch ohne "großen" Kraftaufwand. Wenn allerdings 6 Saiten wie beim Barree niedergedrückt werden müssen, dann ist natürlich auch die 6 fache (gegen- ) Kraft notwendig. Da beißt die Maus nunmal keinen Faden (besser gesagt: Saite) ab :).
Außerdem hab ich heute meine Saitenlage auf 2,5 und 2,0 mm umgestellt, das ist jetzt echt toll zu spielen.

Das mit dem Gegendruck mit dem rechten Arm meinte ICH übrigens anders, nicht so krass wie auf dem video.
Rechten Arm in ganz normaler Position belassen. Alleine die Schwerkraft bewirkt schon einen entsprechenden Druck auf die obere äußere Kante (über Bizeps/Oberarmknochen), sodass die Gitarre zum Körper hergezogen wird. Ein stärkerer Zug des Armes zum Körper hin bewirkt eine entsprechend größere (Halte-) Kraft.

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Erstellt: von everyBlues » 01.11.2014, 23:28

gitarling hat geschrieben:Das mit dem Gegendruck mit dem rechten Arm meinte ICH übrigens anders, nicht so krass wie auf dem video.
.


Nein, ich dachte mir schon das du es nicht so gemeint hast, wie auf dem Video zu sehen ist. Er-auf dem Video- erzeugt so ja damit eine Vibration des Tones.

Man kann, wenn man Barree greifen kann, den rechten Arm ganz wegnehmen. Man kann die Gitarre hinstellen und nur mit der Greifhand einen Barree halten. Vielleicht wird es so verständlicher was ich meine. Der rechte Arm drückt halt nicht, der liegt beim spielen leicht auf/an, mehr nicht.
Das braucht halt alles seine Zeit.

gitarling
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Erstellt: von gitarling » 02.11.2014, 08:23

everyBlues hat geschrieben:Man kann, wenn man Barree greifen kann, den rechten Arm ganz wegnehmen. Man kann die Gitarre hinstellen und nur mit der Greifhand einen Barree halten.


Aber in diesem - eigentlich normalen - Fall wird der Daumen als Gegenkraft benötigt.
Probier doch mal die verschiebbare Pentatonik Tonleiter Em mit Zeigefinger Barre zu spielen. Ich glaube da braucht jeder einen gewissen Krafteinsatz der linken Hand (insbesondere Daumen), die dann sehr schnell zu Verspannungen neigt.

everyBlues
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Erstellt: von everyBlues » 02.11.2014, 12:41

gitarling hat geschrieben:Aber in diesem - eigentlich normalen - Fall wird der Daumen als Gegenkraft benötigt.
Probier doch mal die verschiebbare Pentatonik Tonleiter Em mit Zeigefinger Barre zu spielen. Ich glaube da braucht jeder einen gewissen Krafteinsatz der linken Hand (insbesondere Daumen), die dann sehr schnell zu Verspannungen neigt.


Der Daumen soll ja auch nicht weggenommen werden! Wie ich schon zuverstehen gab, kann man das erste Moll penta pattern mit barre gut als ganzen lauf spielen. Der Zeigefinger bleibt dabei liegen, die rechtlichen Finger spielen dann zb. Hammer on und Pull offs. Oder man spielt die Töne normal, so kann man die Töne ineinander klingen lassen. Das geht nicht nur im 5 Bund, sondern kann verschoben werden.
Natürlich hält der Daumen von hinten dagegen, aber nicht mit "GewaltKraft". Also nicht in dem man drückt wie ein Stier. Das würde nur alles verkrampfen.
Aber wie gesagt das ist eine Ünungssache und dauert seine Zeit. Erzwingen kann man da wohl nichts. Das ist mehr Technik als Kraft, finde ich. Ich sage auch mal, wenn die eigentliche Greiftechnik nicht stimmt, dann kann man drücken wie ein Weltmeister und hat trotzdem keinen sauberen Ton. Dafür dann halt eine verkrampfte Hand.

gitarling
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Erstellt: von gitarling » 02.11.2014, 19:37

o.k. aber ich lasse das mal vorerst mit dem Barree und Tonleiter und spiele das ohne Barree-Zeigefinger.

Hier hab ich übrigens das mit dem Gegendruck des rechten Armes gelesen:
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_G ... er_Akkorde

"Der Gegendruck wird durch den Ellbogen der Schlaghand erzeugt"

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