(Neu)Gründung "meiner" Band(Neuaufstellung, eigene

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submarines
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(Neu)Gründung "meiner" Band(Neuaufstellung, eigene

Erstellt: von submarines » 14.10.2014, 17:10

Hallo zusammen,

nachdem heute Vormittag "meine" Band (nicht wirklich meine aber dazu komme ich nochmal zurück) daran zerbrochen ist, dass die Bassistin ein großer Punk- und Grungefan und Verfechter der genretypischen Lebenseinstellungen und ich ein Vertreter von Britpop (vor Allem Oasis :D ) und Rock n Roll bin, haben wir, die 3,5 Bandmitglieder entschlossen, dass es das Beste sei, uns zu trennen. Mit den Details des Streits verschone ich euch mal.
Die Idee einer Band ging auf einen langjährigen und guten Freund, der Drummer/Gitarrist/Sänger ist, zurück, der mich sofort ins Boot holte. So jammten wir erstmal zu zweit und zu Beginn spielten wir nur Whatever von Oasis und sangen zweistimmig (und doppelt so falsch).
Dann bekamen wir Verstärkung in Form eines zweiten Gitarristen, aber mein Freund und Gründer musste wegziehen. Daraufhin half ein Austauschschüler 3 Wochen als Drummer aus. Währenddessen trat uns oben genannte Bassistin bei, welche auch als Sängerin fungierte und das Genre der Band zu Punkrock und Grunge a la Green Day und Nirvana änderte. Von ihr unter Druck gesetzt, ging der zweite Gitarrist und wurde durch ihren Freund ersetzt, einen laufenden Meter, der mit seiner 500eu Tele angibt und dessen Hände zu klein für die meisten Barregriffe sind(!). Auch gewannen wir einen Keyborder, der aber nur gelegentlich mitspielte, dazu. In letzter Zeit haben wir uns untereinander immer öfter gestritten (nur der Keyborder nicht der war nie da) und Proben ausfallen lassen. Zitat der Basserin mir gegenüber: "Nur weil Noel Gallagher dein Vorbild ist, musst dich nicht benehmen wie er!" Soll heißen zu spät kommen, seltsame Sachen sagen und der Chef sein wollen (wo ich doch Gründungsmitglied war). So trennten sich unsere Wege. Ziemlich ereignisreich für eine Schülerband, oder?
Jedenfalls, die "neuen" Mitglieder sollen mein alter Freund, ich, der erste zweite GItarrist und eine gute Freundin von mir als Sängerin sein.
Was hätten wir in der aufgelösten Konstellation besser machen können???
Mein nicht nur drummender Freund und ich wollen an ein paar eigenen Stücken arbeiten und einige meiner Kreationen aufgreifen. Deshalb fragen wir hier auch, wie wir an eigene Projekte herangehen sollen.
Entschuldigung dafür, dass es so lang und grässlich geworden ist. Wir haben uns darauf geinigt, keine Namen zu nennen. Auch wenn wir eine Schüler-Amateurband sind/sein werden, ist uns allen die Musik sehr wichtig.
Vielen Dank und cheerz
[hier Bandname einfügen]
Nein, meine Gitarre ist nicht verstimmt und klingt auch nicht schief! Ich spiele Free Jazz!!!

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Re: (Neu)Gründung "meiner" Band(Neuaufstellung, ei

Erstellt: von everyBlues » 14.10.2014, 17:40

submarines hat geschrieben:,In letzter Zeit haben wir uns untereinander immer öfter gestritten (nur der Keyborder nicht der war nie da) ,.

:lol:

submarines hat geschrieben:Was hätten wir in der aufgelösten Konstellation besser machen können???


Im ernst.
Ehrlich, wenns nicht passt, dann passt es nicht! Da war die Entscheidung sich zu trennen ganz gut. So kann jeder das seine machen.
Auf solchen oder ähnlichen Geschichten, hätte ich keinen bock. Das wäre mir zu stressig. Musik soll ja Spass machen. Vermutlich hätte ich die Bassistin gleich wieder verabschiedet.
Wenn sie Punk möchte, soll sie sich eine Punkband suchen. Schade wenn vielleicht gut laufende, schon bestehende, Bands an solchen leuten kaputt gehen.
Allerdings, Chef sein wollen, weil man Gründer oder Gründungsmitglied ist, ist meiner Meinung nach nicht so der richtige Weg.
Es soll ja gemeinsam was gemacht werden. Also sich gengenseitig Impulse geben, Kreativitäten auszutauschen usw. das gehört natürlich mit dazu.
Viel Erfolg nun mit der Neu-Gründung.

Ich Interessiere mich für Blues und Jazz, und genau unter solchen Musikern ( also Blueser, jazzer) würde ich mich umsehen, wenn ich einer Band beitreten oder gründen möchte. Das muss einfach passen, sonst wird das nichts. Meine Meinung!
Eigene Stücke, wären mir auch wesentlich lieber als zu covern. Also eine reine Coverband würde bei mir auch wegfallen. Es muss halt passen. Und einer schon bestehenden Band beitreten und dann erwarten, das sich mir alle anpassen, Neee! Ist ein No go für mich.

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startom
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Erstellt: von startom » 14.10.2014, 18:20

Hoi
Interessanter Beitrag. Ich denke, diese Erfahrungen machen praktisch jede Hobbybandmitglieder im Laufe ihrer "Karriere" mal durch. Gehört dazu!

Aus meiner Sicht wichtig für das langfristige Bestehen einer Hobbyband

Selbst-Disziplin
Die Band ist nur so gut, wie das schwächste Mitglied. Schwach nicht im Sinne von Spieltechnik, sondern der Bereitschaft zu proben und auch mal zu Hause an seinen Parts zu feilen.

Klare Regeln
Klingt furchtbar und spiessig und kleinkariert und so gar nicht nach Rock'n'Roll... aber immer wenn mehrere Menschen unterschiedlicher Herkunft eine Zweckgemeinschaft eingehen, brauchts Rahmenbedigungen und Verhaltensweisen.
Ich spreche von fixen Probezeiten, rechtzeitige Abmeldung bei Verhinderung, Aufgabenteilung. Das kann sogar bis hin zu 'Hausaufgaben' gehen, in der Art von: "Was wollen wir nächstes Mal spielen können?"

Hinarbeiten auf ein gemeinsames Bandziel
Ein bisschen zusammen jammen? Alle halbe Jahre einen Gig für Freunde und Familie? In 10 Jahren Metallica als Vorband haben wollen? DEN Welthit der nächsten Jahre schreiben?
Jede Band tickt anders... wichtig ist, dass ihr euch untereinander einig seid, wohin die Reise als Band gehen soll. Besprecht das!

Nicht vergessen: Das alles ist ein Haufen Haufen Haufen Arbeit und ihr werdet allesamt zu Psychologen im Laufe der Jahre ;-)

By the Way: Am Samstag, den 25.10.2014 feiern wir mit unserer Hobbyband das 10-jährige Jubiläum, inkl. der Schülerband meines Sohnes als Vorband: https://www.facebook.com/events/326382844197550/

Das wäre nie und niemals möglich, wenn wir uns nicht an die obenstehenden Regeln halten würden.
Tom

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Erstellt: von everyBlues » 14.10.2014, 18:34

juup, so schauts aus!
man muss sich schon auf einander verlassen können. Wenn jeder so kommt und geht wie er gerade möchte, jeder nur seine eigene Musik machen möchte, nur Streiterein statt sinvolle Gespräche statt finden, ein gegeneinander statt gemeinsam..usw... Das kann soo nicht funktionieren.

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submarines
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Erstellt: von submarines » 14.10.2014, 19:31

Bis hier hin vielen Dank im Namen der Band :D
@everyBlues im Nachhinein bin ich sicher dass die Basserin alles zerstört hat. Und als Gründungsmitglied hat man doch eher eine Berechtigung das Kommando zu haben?!?! Der Spaß ist uns in der Tat voll und ganz abhanden gekommen. Wahrscheinlich ist der Keyborder deswegen den Proben ferngeblieben :D
@startom ein gemeinsames Ziel hatten wir leztenendes nicht. Anfangs war es eine Spaßband die allenfalls auf Geburtstagen von Freunden oder Familie gespielt hat. Aber die Basserin wieder... Und ich muss dir da voll und ganz recht geben, was die Regeln angeht! Ohne die wäre jede Band aufgeschmissen, weil sie ja, wie wir, in Chaos und Streit enden.
Aber war ich an Ende mit am Zusammenbruch schuldig, auch durch mein Noel-Gallagher-Auftritt an manchen Tagen? Als ich mit meinem Kumpel heute telefoniert habe, meinte er, dass ich mir keine Vorwürfe machen soll. Weil ich an seiner Seite mit den Anfang gemacht habe, und er sich sicher ist, dass ich nur im Sinne dessen, was wir eigentlich wollten, gehandelt hätte? Ich bin wirklich verwirrt. Manchmal hasse ich diese philosophische Ader -.- . Aber keep the music alive, oder? Das ist erstmal unser Hauptziel. Morgen treffe ich mich mit meinem Kumpel um an ein paar Songs zu arbeiten. ( Jeez, its fu***n long again -.-)
Und wen diese ganze Geschichte interessiert:
Stay tuned
Nein, meine Gitarre ist nicht verstimmt und klingt auch nicht schief! Ich spiele Free Jazz!!!

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Erstellt: von everyBlues » 14.10.2014, 21:17

submarines hat geschrieben:,
@startom ein gemeinsames Ziel hatten wir leztenendes nicht. Anfangs war es eine Spaßband die allenfalls auf Geburtstagen von Freunden oder Familie gespielt hat.


Auch das kann ja ein Ziel sein, einfach nur hobbymässig eine Spassband zu sein. Und wenn ihr nur zusammen kommt, um dann halt gemeinsam zu Improvisieren, ist das ja auch gut.
Nur das Feeling muss halt stimmen. Und es sollte schon besprochen werden, was man den eigentlich möchte. Auch was ein jeder für Musik in sich trägt (hört sich blöd an).
Gibt ja welche die können alles spielen, und möchten sich auch gar nicht so fest legen. Andere bevorzugen einen ganz bestimmten Musikstil. Deshalb sagte ich ja, wem das Herz nach Punk schlägt, der ist vielleicht bei einer Punkband gut aufgehoben.

Alle großen Bands die über jahrzente erfolgreich sind und waren, haben nicht nur Regeln, sondern, sie haben auch das Feeling gemeinsam. Es passt da halt.


submarines hat geschrieben:Aber war ich an Ende mit am Zusammenbruch schuldig, auch durch mein Noel-Gallagher-Auftritt an manchen Tagen?


Naja zum streiten gehören immer wenigstens Zwei. Aber ich lese aus deinen ersten Beitrag schon heraus, das wohl die Bassistin die treibene Kraft war, andere haben es dann zugelassen.
Was ist den dein Noel-Gallagher Auftritt gewesen? Wie meinst Du das?
Das Pünktlich erscheinen ist ja selbstverständlich, wenn da leute auf einem warten. Alle vereinbarten Regeln, gelten natürlich auch für den "Chef" ;) (so war das von mir gemeint)
Zuletzt geändert von everyBlues am 14.10.2014, 21:31, insgesamt 1-mal geändert.

nico93
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Erstellt: von nico93 » 14.10.2014, 21:30

Also interessante Geschichte..... Naja gehört einfach dazu ich Spiel zwar noch Nicht ewig aber mit sowas hab ich schon einige Erfahrung..... wie schon gesagt wenn's nicht passt dann passts halt nicht. Da kann keiner zwangsweise was dafür. Also wenn ich das richtig verstanden hab sind das jetzt nur Freunde mit den du was machen willst und das ist gut so !!!!

Lieber den guten Kumpel oder die gute Freundin als den guten Musiker.... auch wenn's vllt ne bisschen flasch klinkt im ersten Moment es ist einfach so . Sonst gibt's nur Ärger und schließlich geht's doch auch um ein wenig mehr als nur die Musik . Sondern auch sich als Band verbunden zu fühlen und das geht nur als Freunde... zumal man sich dann auch viel leichter versteht wenn es mal um schwierige themen geht....

Ich Wunsch euch viel Erfolg mit eurer neuen Zusammensetzung und das es diesmal besser passt :)

P.s. green day ist alles nur kein Punk. ... sag das mal deiner Freundin ;D
schneller,lauter,härter

Dustins
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Erstellt: von Dustins » 15.10.2014, 08:21

Ich glaube deine Geschichte ist irgendwie das was jeder in einer abgewandelten Art erlebt hat.
Deine Geschichte spiegelt jedenfalls meine Erfahrungen wieder.

Das ist sicherlich der Grund warum viele Bands nur nach Musikern mit Banderfahrung suchen. Die haben einfach schon eine Art Reifeprozess durchgemacht.

Die erste Band die ich hatte war so, dass wir quasi "Fremde" waren die zusammen Musik gemacht haben. Das ging eine Weile gut, aber wer sich fremd fühlt sucht auch nicht unbedingt den Weg der offenen persönlichen Worte. So war es dann auch... Wir haben Songs vereinbart die wir Covern wollten, alle waren damit einverstanden und dann irgendwie doch nicht. Keiner war dem anderen so nah das man ihm sagen wollte "Du x, der Songs ist nicht meins, wenn ich den im Radio höre, dann schalte ich weg"... Die Folge, nur der Musiker der den Song wollte und vielleicht noch ein anderer haben seine HAUSAUFAGEBN gemacht. Was für ein Frustfaktor.

Ich hab mich dann von der Band gelöst. Die anderen Bandkollegen haben auch alle IHRE Musikprojekte gefunden und sind sicherlich glücklicher als mit mir und ich mit ihnen.

Jetzt habe nach Jahren eine neue Band gegründet. Wir machen eigene Songs und da musste ich auch dazu lernen. Jedenfalls ist es wirklich eine toller Haufen. Wir liegen musikalisch ziemlich in einer Richtung, nicht Ecke und das macht es beim Erzeugen eigener Songs wirklich spannend. Die Altersspanne liegt zwischen 20 - 33 Jahren. Man darf von den Leuten nur das erwarten was das Alter hergibt. Die berufliche Situation bedenken, so wie familiäre Belastungen... aber Respekt und Einsatz fordern.

Was den Bandleader angeht:
Ein guter Bandchef ist man meiner Meinung nach durch Charisma. Man wird der Chef, man erklärt sich nicht dazu. Eine Gründung räumt vielleicht Privilegien ein, mehr aber auch nicht.

VG

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submarines
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Erstellt: von submarines » 22.10.2014, 15:50

Hallo alle! Hatte viel um die Ohren deshalb erfolgt meine Antwort so spät. Erstmal hat das Treffen mit meinem Kumpel eine Art positiven Grundstein gelegt. Erste Songs sind in Mache. Die Sängerin hat sich als erstaunlich talentiert herausgestellt. Auf ihren Wunsch haben wir mal "Just give me a reason" gespielt und ich wurde gezwungen (von ihr :D) die mänlliche Stimme zu singen. Ich hab mich noch nie so erbärmlich gefühlt... Wobei die anderen positiv überrascht waren. Na toll, Rhythmusgitarre und Singen gleichzeitig , das heißt vieeeel Üben. An dieser Stelle vielen Dank an Sebastian, den anderen Gitarristen, der sich geopfert hat, den Klavierteil als Leadgitarre zu spielen.
@everyBlues keine Ahnung was die Basserin mit NG-Auftritt meinte. Aufgrund öffentlicher Verkehrsmittel kam und komme ich des öfteren zu spät zu den Treffen. Wahrscheinlich hat sie in seltsamer Anspielung darauf versucht mich zu beleidigen und witzig zu sein.
@nico93 bestenfalls ist der gute Freund auch ein wenigstens akzeptabler Musiker. Und was auch immer Green Day ist... Ich mags trotzdem nicht(mehr). Auch noch danke für die guten Wünsche.
@Dustins was den Leader angeht hast du recht aber hat irgendein kürzlich dazugestoßenes Mitglied mehr Anspruch auf die Stellung des Leaders als eins der ersten Stunde?
Ich freue mich auf eure Antworten!
Cheerz
PS: Wir haben immer noch keinen Bandnamen gefunden. Das ist so schwer :-(
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Erstellt: von varesotto » 23.10.2014, 09:20

Die Grundregeln für die Band wurden ja schon absolut richtig genannt. Was m.E. noch wichtig ist, dass man sich auch einordnen kann und das "Wir" in den Vordergrund und das "Ich" etwas hinten anstellen kann.
bluesige Grüße

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startom
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Erstellt: von startom » 23.10.2014, 09:30

@submarines
Mal ein paar Zeilen, die dir nicht unbedingt gefallen werden. Aber jede Medaille hat zwei Seiten. Betrachte es mal aus dieser Sicht:

submarines hat geschrieben: Aufgrund öffentlicher Verkehrsmittel kam und komme ich des öfteren zu spät zu den Treffen.

Mich nervt es, wenn ein Bandmitglied nicht pünktlich ist. Denn dann warten alle anderen.
Da gibt es zwei Möglichkeiten:
- Vereinbart eine andere Zeit, so dass du auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln pünktlich erscheinst.
- Nimm einen Bus / Zug früher.


submarines hat geschrieben:
... hat irgendein kürzlich dazugestoßenes Mitglied mehr Anspruch auf die Stellung des Leaders als eins der ersten Stunde?

Bandleader gibts immer. Eine Gesellschaft besteht aus Häuptlingen und Indianern.

Der Aelteste ist jedoch nicht immer der Weiseste. Die besten "Bandleader" sind diejenigen, welche sich automatisch durch ihre Sozial- und Fachkompetenz von den anderen abheben, ohne dass darüber diskutiert werden muss.
Wer jedoch von sich Anspruch auf dieses Amt erhebt, hat schon mal ein Manko an Sozialkompetenz.
Tom

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Erstellt: von uc_uc » 23.10.2014, 11:54

Ich gebe Startom uneingeschränkt recht, emfpinde das genauso.

Ich habe aber auch das Gefühl, dass wir "Musiker" schon ein etwas seltsames Völkchen sind. Wenn ich sehe wie unsere Band auseinander ging und was jetzt auf der suche nach neuen Leute so alles vorkommt kann ich nur den Kopf schütteln. Das ist selbst mir zu chaotisch. Sehen as Andere hier auch so?

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Erstellt: von korgli » 23.10.2014, 12:42

Hi

JA
Startom hat schon alles gesagt, was ich auch so gesagt hätte.

Ich spiel nun sein über 40J in Bands. Zur Zeit auch in diversen.
Und nicht immer "nur" die Gitte.
Und immer sind es dieselben Dinge, die dazu führen, dass es nicht geht - oder aber geht.

fredy

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Erstellt: von musicdevil » 24.10.2014, 09:06

Jo, nen Typen der fast ständig zu spät kommt und dann auch noch durch doofe Ausreden (öffentliche Verkehrsmittel) zu rechtfertigen versucht, hätte ich auch schon längst aus der Band geworfen. Mit unzuverlässigen Leuten machts keinen Spaß.
Man sieht daran deutlich, dass demjenigen weder die Band, noch seine Kameraden sonderlich wichtig sind.
Und klar, Bandleader sollte jemand sein, der zb. nicht ständig zu spät kommt, also auf wen man sich auch verlassen kann.

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Phuehue
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Erstellt: von Phuehue » 24.10.2014, 14:57

Hm… ganz ehrlich: Das zu spät kommen geht gar nicht. Und: Gründe dazu gibt es immer, warum etwas NICHT geht => Sorg halt dafür DAS es geht. Später anfangen oder was auch immer! Jemand der sich Bandleader nennt, diesbezüglich Privilegien möchte, aber selbst das kleinste Minimal-Ziel "Pünktlichkeit" nicht einhält, mit dem würde ich schlicht und einfach nicht zusammen spielen.

Und was den Bandleader angeht: auch da gebe ich Startom recht. Beispiel gefällig? Ich hab nach zehn Jahren Bandpause wieder in einer Bluesrock-Band gestartet, die schon seit drei Jahren zusammen gespielt hat. Nun, die Jungs kannten sich schon seit Jahrzenten, standen schon in den Achtziger gemeinsam auf der Bühne. Ich also der "Jungspund" der Band, der aber aufgrund seines musikalischen Lebenslaufes einfach sehr viel Erfahrung als Band-Gitarrist mitbrachte. Innerhalb kürzester Zeit (zwei, drei Proben) habe ich meine Ideen und Vorschläge eingebracht, und war - wenn man denn so will - der "musikalische Leiter" der Truppe. 30 Jahre Jünger und das Mitglied, das erst gerade mal seit ein paar Wochen dabei war. Habe ich deswegen Sonderrechte? Natürlich nicht! Insbesondere nicht, wenn es um zu spät kommen oder so angeht!

Häufig gibt es auch eine Aufteilung von Jemanden in der Band, der die Musikalische Leitung übernimmt, ein anderer der die Band vor allem gegen Aussen vertritt, quasi als "Sprachrohr" gegenüber Veranstalter etc. Der sollte es zB dann tunlichst vermeiden, irgendwelche Entscheidungen zu kommunizieren, ohne dass er seine Band erst gefragt hat.

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Erstellt: von musicdevil » 24.10.2014, 15:56

Hatte heute morgen wenig Zeit, wollte aber noch was schreiben.
Ich war auch mal Bandleader einer 4 köpfigen Band (plus Tänzerinnen) gewesen. Warum?
1. ich habe die meiste Ahnung vom "produzieren"
2. ich habe 98% unserer Songs geschrieben
3. ich habe die meisten Beziehungen (zu Zeitschriften usw.)
4. ich kann aus beruflichen Gründen Produkte gut verkaufen
5. bin ganz gut in "Öffentlichkeitsarbeit", also Manager Aufgaben
6. wir hatten mit "meinen Vorstellungen" Erfolg
7. ich kann ein Team zusammenhalten
8. hatte genug Zeit
9. hab klare Ziele benennen, überzeugen und umsetzen können
10. ...
Der wichtigste Punkt war wohl aber, dass ich von den Jungs gewählt wurde, da sie mir anscheint vertrauten.
Dabei ging es immer eher nach dem "nach Außen" und Band intern
hatte jeder gleiches Mitspracherecht, da gabs keinen "Boss".
Obwohl ich die meiste Arbeit hatte, haben auch alle das Selbe verdient, gab da keine Hierarchien und das war gut so.

Logisch muss es EINEN Ansprechpartner geben und jemanden der auch mal bei Uneinigkeit was festlegt. Vor allem auch, solange man keine Leute hat, welche einem da den Rücken frei halten. Da müssen Termine vereinbart werden, da muss die Gage vereinbart und abgeholt werden, ne Menge beim Konzert koordiniert werden usw.

Hab da auch grad noch gelesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Bandleader
So ein Bandleader sollte da einfach derjenige sein, der das auch am Besten kann und auf keinen Fall aus falschen Ego Gründen.
Kann man zb. auch durch ne interne anonyme Wahl machen...

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Erstellt: von submarines » 30.10.2014, 15:55

Auauautsch...Auf meine Verspätungsprobleme wollte ich garnicht hinaus. Ich muss euch ja allen ja zustimmen in dieser Hinsicht aber da waren alle einsichtig, sogar die Basserin, dass die Bus- und Bahnverbindungen am Arsch der Welt mehr als dürftig sind. Soll heißen, ich hatte keine Wahl. Entweder 2 Stunden zu früh oder 10 Minuten zu spät. Ging eigentlich klar, bis man mir (auch irgendwie berechtigt) einen Strick draus gedreht hat. Anfangs war der Drummer der Leader, wie jetzt auch wieder. Aber als er dann nicht mehr konnte, habe ich seine Aufgabe als Leader übernommen. Was den Anderen auch passte. Bis die Basserin kam die hätte gleich sagen können ja hallo ich bin die neue Chefin egal bs euch passt oder nicht und diese Witzfigur die sich mein Vorgänger nennen will kann jetzt einpacken. Ja Leute, ich schwöre euch dass sie sich genau so verhalten hat. Aber ich sehe ein, dass mich auch ein Teil der Schuld trifft.
Nein, meine Gitarre ist nicht verstimmt und klingt auch nicht schief! Ich spiele Free Jazz!!!

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Erstellt: von everyBlues » 30.10.2014, 16:48

submarines,

Naja ihr hättet das mit der Basserin von anfangan mal klar stellen sollen. So wie ich das verstehe mit der Bassisten, nee das geht mal gar nicht.
Das Problem mit dem Zuspätkommen wäre ja lösbar gewesen, hätte man den Termin einfach um ca. 20 - 30 Minuten nach hinten verlegt. Dann wärst Du nicht zu früh, aber auch nicht zu spät.
Untereinander halt absprechen.
Juup, wenn man etwas abseits wohnt, ist das manchmal vielleicht mehr schlecht als recht mit den Öffentlichen. Ich habe das Problem nicht, hier fährt alle 5, 10 oder wenn es lange dauert 20 Minuten was. :D

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Erstellt: von submarines » 12.11.2014, 22:04

Hallo,
nach erneutem Mitgliederverlust melde ich mich mal. Mein Gitarristenkollege Sebastian musste die Band nach schulischen Tiefpunkten verlassen.
Mir ist aufgefallen, dass wir einen "komischen" Sound haben. Sehr rhythmisch, gitarrenlastig, viel mehrstimmiger Gesang. Irgendwie eine Mischung aus den Lumineers, The Who, Oasis, Razorlight und weiblichem Gesang. Unser erster eigener Song ist zu 90% fertig, hat aber, wie die Band selbst, noch keinen Namen.
Neulich haben wir "wire to wire" gespielt. Der stimmliche Kontrast war krass. Ich singe irgendwie zwischen Tenor und Bariton, der Drummer Bariton bis Bass und die Sängerin Sopran oder so. Klang aber gut. Mehrstimmig macht mir Riesenspaß, zumindest ist mir das in letzter Zeit aufgefallen.
Meint ihr, wir sollten uns einen Kanal in der Duröhre zulegen? Oder andes gefragt: Wie ist euer Eindruck wie unser sound klingen könnte?
Nein, meine Gitarre ist nicht verstimmt und klingt auch nicht schief! Ich spiele Free Jazz!!!

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Erstellt: von Phuehue » 13.11.2014, 08:53

öhm... um ehrlich zu sein, hab ich keine Ahnung, was du genau willst als Antwort? Sollen wir dir aufgrund der Beschreibung nun mitteilen, wie ihr klingt??? Und: aufgrund dessen dann, ob es sinnvoll ist, einen Youtube-Channel zu eröffnen? Find ich persönlich eine eigenartige Reihenfolge...

Macht doch einfach mal eine Aufnahme, haut die auf Youtube / Soundcloud und frag uns dann?

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korgli
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Erstellt: von korgli » 13.11.2014, 10:06

GENAU

Jeder versteht ja was anderes unter DEM SOUND.
Aufnahmen egal ob die jetzt alle Details zeigen, haben einfach mehr Aussagekraft.

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Erstellt: von startom » 13.11.2014, 10:16

submarines hat geschrieben:Hallo,
.....Mir ist aufgefallen, dass wir einen "komischen" Sound haben. Sehr rhythmisch, gitarrenlastig, viel mehrstimmiger Gesang......

.....Ich singe irgendwie zwischen Tenor und Bariton, der Drummer Bariton bis Bass und die Sängerin Sopran oder so. Klang aber gut. Mehrstimmig macht mir Riesenspaß, zumindest ist mir das in letzter Zeit aufgefallen......


......Wie ist euer Eindruck wie unser sound klingen könnte?


Glaskugel-Raten! Super! Da mach ich gleich mit.

Ich habe zwei Tomaten, drei Aepfel und eine Birne. Im Kühlschrank hats noch drei Eier. Was denkt ihr, wie schmeckt das?
Tom

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Erstellt: von submarines » 13.11.2014, 15:31

Oha... Ich gebs zu... Da hab ich mich beschränkt ausgedrückt... War schon spät... Ich geb euch allen recht. Werde mich mal um eine Aufnahme kümmern. Ich frage mich, wieso ich das überhaupt gefragt hab?!?! Anfall von geistiger Umnachtung?

@startom was hat es mit den Glaskugeln auf sich? Und ich denke du solltest mal einkaufen. Sonat schmeckt es seltsam...
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Erstellt: von everyBlues » 13.11.2014, 21:53

lass dich nicht hochnehmen :D ;).

Gib uns doch mal eine kostprobe zu hören, was so gespielt und gesungen wird.

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Erstellt: von submarines » 23.11.2014, 14:50

Wir wurden gestern aus unserem Proberaum geschmissen. "Lärmbelästigung" und so. Jetzt befinden wir uns in einer Ruhephase und können nicht ichtig proben. Dementsprechend keine Aufnahme in naher Zukunft.
Dieser Fred hier wird vergessen werden und ich werde zu gegebener Zeit einen neuen machen. Oder ich werde hier "nekroposten".
Cheers
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Dustins
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Erstellt: von Dustins » 25.11.2014, 08:21

Irgendwie hasst du Scheiße am Fuß.

Du nimmst auch jede Hürde mit, oder?
In meiner Region wäre so ein Rauswurf eine Katastrophe. Die dichte an Proberäumen ist unglaublich schlecht. Wenn man was findet, dann zu abartigen Preisen. Rechfertigt halt die Preise ;-)

Viel Erfolg bei der Suche.

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Erstellt: von submarines » 25.11.2014, 19:03

Dustins hat geschrieben:Irgendwie hasst du Scheiße am Fuß.

Du nimmst auch jede Hürde mit, oder?
In meiner Region wäre so ein Rauswurf eine Katastrophe. Die dichte an Proberäumen ist unglaublich schlecht. Wenn man was findet, dann zu abartigen Preisen. Rechfertigt halt die Preise ;-)

Viel Erfolg bei der Suche.

Da sagst du was... Ich nehme nicht nur jede Hürde mit, sondern lasse auch unvermittelt welche vor mir erscheinen...
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Erstellt: von submarines » 11.12.2014, 18:44

Mir ist durchaus bewusst dass ich mich des Nekropostens schuldig mache. Aber ich muss das grad mal loswerden. Ich habe eine Anzeige eines potenziellen Proberaums gefunden und spreche mit der Vermieterin, einer griesgrämigen Bäuerin anfang mitte 50. Als ich erwähnte, wozu ich ihren Raum zu nutzen gedächte, meinte die nur: Neee, dat jeht net wejen de Nachban. Dat wär ze laut, de würn sech sonst beschwern.
Der Witz ist, dass die nächsten "Nachbarn" mindestens 1 Km weit weg wohnen, da das so ein entlegenes Bauernhaus ist.
Nein, meine Gitarre ist nicht verstimmt und klingt auch nicht schief! Ich spiele Free Jazz!!!

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Genamatur
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Erstellt: von Genamatur » 12.12.2014, 16:36

Das kenne ich auch ganz gut: "Was sollen denn nur die Nachbarn denken?!" :shock: :shock: :lol:

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Funplayer99
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Erstellt: von Funplayer99 » 12.12.2014, 17:15

Ein Urteil über die Bäuerin kann man sich nicht erlauben da genaue Umstände des Raumes ja nicht beschrieben sind.
Wenn sie selbst im Haus oder in unmittelabrer Nähe wohnt,dann kann ich schon verstehen dass es die Vermieterin abschreckt.Der raum schein ja auch nicht weiter schallisoliert zu sein.Sie will einfach Äger vorbeugen...verständlicherweise.Wie weit man Schall hört ist manchmal verblüffend auch wenn man denkt dass recht human geprobt wird.
Wenn der letzte Club geschlossen und der letzte Künstler abgetreten ist wirst du erkennen, dass man geile Atmosphäre nicht downloaden kann.

Die 99 in meinem Nick ist nicht mein Geburtsjahr!

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Isabellla
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Erstellt: von Isabellla » 05.05.2015, 10:10

wie finanziert sich denn so eine Band..?

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