Improvisation in A-Moll und anderen Tonarten :-)

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Melorien
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Improvisation in A-Moll und anderen Tonarten :-)

Erstellt: von Melorien » 15.08.2014, 23:02

Hallo Leute, hab heute mal ein wenig auf der A-Moll Pentatonik improvisiert.

Wäre nett wenn ihr euch meinen kleinen Track mal anhört und mir ein paar Tipps gebt was ich besser machen könnte.

A-Moll Improvisation

Danke für eure Hilfe.
Zuletzt geändert von Melorien am 17.08.2014, 17:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Erstellt: von Sunburst » 16.08.2014, 15:17

Das klingt für mich schon ganz gut. Zwei, drei Dinge, die mir auffallen: Deine Bendings sind manchmal etwas schief und an deinem Vibrato musst du ein wenig arbeiten, da rutscht dir der Ton immer ein bisschen nach oben raus. Und dann trau dich einen Ton auch mal stehen zu lassen. Bring Dynamikwechsel rein, werd, leise, geh das Griffbrett hoch und hau mal einen Ton raus, der direkt ins Mark geht und lass ihn stehen. Ansonsten finde ich hast du einige echt schöne Ideen drin!

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Erstellt: von Wiesolator » 16.08.2014, 17:09

Mir gefällt es auch sehr gut, was mir da aufgefallen ist, die Bendings sind auf Halb- bzw. Ganzton nicht exakt ausgeführt, daran kann man sicher noch etwas feilen. Wenn man den Ton nicht so einfach findet, ein oder zwei Bünde höher probehören um sich den Zielton einzuprägen.

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Erstellt: von Melorien » 16.08.2014, 20:23

Alles klar, vielen dank für die Tipps. Ich werde versuchen eure Ratschläge zu befolgen.

Wenn ich mich gebessert habe, stell ich noch einen Track rein.
*verbeugt sich*
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Erstellt: von Sunburst » 16.08.2014, 23:28

Gerne und trau dich ruhig öfter! =)=)=

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Erstellt: von Melorien » 17.08.2014, 17:33

Ok ^^ also wenn ich mich öfter trauen soll dann kommt hier gleich der nächste:

Blues Improvisation in G

Hab mich bei den Bendings mehr angestrengt. Am Ende hab ich mich etwas verspielt. ^^
Ist diesmal nicht A-Moll geworden sondern G aber das ist ja egal.

Danke schon mal für eure Anregungen und Kritik. =(=))=
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Erstellt: von Sunburst » 17.08.2014, 22:52

Muss ja nicht immer die selbe Tonart sein! Klingt gut!
Ich kann dir jetzt auf die Schnelle leider nur ein kurzes Feedback geben. Ich finde du hast zu viele Effekte auf der Gitarre. Bissl weniger Chorus wäre vielleicht besser. Abgesehen davon sind die Bendings deutlich besser. Sehr gut! Versuch doch mal ein bisschen mehr Dynamik herein zu bringen. Mal leiser, lass mal die Töne klingen, mach eine Pause, bau Spannung auf, werd schneller, lauter. Und was du durchaus auch mal machen kannst ist mit den Tonarten zu spielen. Also zum Beispiel von der G-Dur-Pentatonik in die G-Moll bzw in die Bluespentatonik und zurück.

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Erstellt: von Melorien » 18.08.2014, 14:09

Vielen Dank Sunburst für dein Feedback ! :)

Das mit den Effekten ist so ne Sache bei mir. Leider hab ich zur Zeit meinen ganzen Kram im Proberaum stehen, daheim hab ich nur noch ein Xenyx Q802 USB (Mischpult) von Behringer und ein Korg AX3G (Effekt-gerät). Mit den Sachen bekomme ich irgendwie keinen richtig guten Sound hin. Entweder es klingt zu Effekt beladen oder es klingt mir zu simpel. Richtig zufrieden bin ich damit nicht, deswegen werde ich mir demnächst noch einen kleinen Übungs Amp für zuhause holen.

Das mit der Dynamik werde ich beherzigen. Ich finde bei mir ist insgesamt noch zu wenig Spannung drin, klingt noch zu viel nach einfach runter-nudeln.

Beim Spiel mit den Tonarten muss ich leider passen. ^^ Dafür bin ich noch nicht gut genug. Ich hab schon sehr lange gebraucht bis ich die A-Moll Pentatonik in 230 bps blind spielen konnte und selbst das geht noch nicht immer absolut fehlerfrei. Die A-Moll Pentatonik zu verschieben ist ja kein Problem aber zwischen der G-Moll und der G-Dur wechseln, da wüsste ich noch nicht wie ich das anstelle. Die haben doch unterschiedliche Grundtöne oder ?

Das soll natürlich nicht heißen das ich aufgebe. ;) Was man noch nicht kann muss man halt irgendwann mal lernen. Dieses Forum hat mir schon sehr weitergeholfen und ich glaube kaum das ich heute in der Lage wäre so zu spielen ohne euch.
Dafür ein dickes Danke an alle ! ))==
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Erstellt: von Hendock » 18.08.2014, 14:17

Melorien hat geschrieben:...Dafür bin ich noch nicht gut genug. Ich hab schon sehr lange gebraucht bis ich die A-Moll Pentatonik in 230 bps blind spielen konnte und selbst das geht noch nicht immer absolut fehlerfrei...

230 bps??? :shock:

Du Gitarrengott. =(=))=

Du meinst sicherlich bpm, oder? ;)

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Erstellt: von Melorien » 18.08.2014, 14:29

OH ROFL natürlich meine ich BPM ^^ oh mein Gott BPS das wäre ja hammer. ====))
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Erstellt: von Hendock » 18.08.2014, 14:37

Melorien hat geschrieben:OH ROFL natürlich meine ich BPM ^^ oh mein Gott BPS das wäre ja hammer. ====))

Nicht unbedingt. Das 's' könnte ja auch für Stunde stehen... :lol:

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Erstellt: von Sunburst » 18.08.2014, 18:24

Doch, das mit den Tonarten kannst du! Du weißt nämlich im Prinzip schon alles, was du wissen musst. Ich kann es leider gerade nicht gut demonstrieren, ich habe kein Recording Equipment hier, aber ich habe dir mal auf die Schnelle etwas mit dem Handy aufgenommen (verzeih deswegen, dass es alles andere als optimal klingt):

https://dl.dropboxusercontent.com/u/597 ... %20004.m4a

Im ersten Durchgang spiele ich die G-Dur-Pentatonik, im zweiten G-Moll. Das kann manchmal (dosiert eingesetzt) eine nette Reibung erzeugen. Außerdem ist im Blues eher die Mollpentatonik zu Hause, auch bei Stücken in Dur.

So und jetzt zur Theorie dahinter! Du hast die A-Moll-Pentatonik gelernt (die ich übrigens bei 230 bps nicht kann :P). Das heißt, du kennst die Patterns und wo sie beginnen. Im 5ten Bund hast du das Pattern, bei dem der Grundton auf der E-Saite liegt:

Code: Alles auswählen

A-Moll

e -5-------8
b -5----7---
G -5----7---
D -5----7---
A -5----7---
E -5-------8


daran schließt sich das nächste Pattern an, in der 7ten Lage und auf dem 8ten Bund der E-Saite liegt der Zeigefinger auf dem C. Jede Molltonart hat eine Dur-Parallele (und umgekehrt). Die Dur-Parallele für A-Moll ist C-Dur.
Oder in dem Fall deines G-Dur-Beispiels E-Moll. Das heißt auch, dass die Patterns für Moll und Dur-Parallelen die gleichen sind. Wichtig ist nur, den Grundton zu kennen. Wenn du inG-Dur improvisierst, fängst du mit diesem Pattern an:

Code: Alles auswählen

G-Dur

e ---3----5-
b ---3----5-
G -2----4---
D -2------5-
A -2------5-
E ---3----5-


Dein Grundton ist das G im 3ten Bund auf der E-Saite (und im 5ten Bund auf der D-Saite). Wenn du jetzt einfach das Moll-Pattern nimmst (also das A-Moll ganz oben und es 2 Bünde nach unten rutschst), so dass es auf G beginnt, hast du automatisch die Tonart gewechselt.

Code: Alles auswählen

G-Moll

e -3-------6
b -3----5---
G -3----5---
D -3----5---
A -3----5---
E -3-------6


Ich hoffe ich hab das einigermaßen verständlich erklärt. Ansonsten Gelbe Karte und Nachlieferung fordern!

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Erstellt: von Melorien » 18.08.2014, 20:37

Ah ok ich glaub ich habs kapiert.

Vielen Dank Sunburst. Das ganze werde ich gleich mal demnächst ausprobieren.
Ich sag ja, hier wird einen echt geholfen. :D

Das mit dem verschieben hab ich kapiert. Im Endefekt spielt man die selben Töne nur ein paar Bünde verschoben, richtig ?

Nur woher weiß ich was die richtige Parallel Tonart von einer Tonart ist ? ^^

(Ach übrigens was du da gespielt hast klingt super.... wäre froh wenn es bei mir so klingen würde)
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Erstellt: von Hendock » 18.08.2014, 21:39

Melorien hat geschrieben:Nur woher weiß ich was die richtige Parallel Tonart von einer Tonart ist ? ^^


Stichwort Quintenzirkel.

Sieh dich auf der Seite mal ein bisschen um. Da lernst du leicht verständlich eine Menge über Harmonielehre.

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Erstellt: von Sunburst » 18.08.2014, 22:26

Hendock hat geschrieben:
Melorien hat geschrieben:Nur woher weiß ich was die richtige Parallel Tonart von einer Tonart ist ? ^^


Stichwort Quintenzirkel.

Sieh dich auf der Seite mal ein bisschen um. Da lernst du leicht verständlich eine Menge über Harmonielehre.


Genau, Quintenzirkel. Und: Der 6te Ton der Durtonleiter ist der Grundton der jeweiligen Mollparallele.

Und im Prinzip verschiebst du die Patterns, genau. Es freut mich, wenn ich dir helfen konnte. :D

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Erstellt: von Melorien » 18.08.2014, 22:34

Ah ok ^^ ich hab befürchtet das ihr Quintenzirkel sagt.

Man man man, Gitarre spielen ist schwerer als einen Jet zu fliegen.
Hätte ich mit Helikopter stunden angefangen, könnte ich nach der Zeit bestimmt schon einen Heli landen.

Ihr habt mir jedenfalls wieder viele neue Anregungen gegeben.
Quintenzirkel werde ich mir dann als nächstes einprägen.

Wenn ich mal wieder etwas neues Improvisiert habe stell Ichs hier wieder rein.
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Erstellt: von Siddy » 18.08.2014, 23:15

Ich frag einfach mal dazwischen weil sich in dem Zusammenhang bei mir gerade einige Unklarheiten bemerkbar machen.
Ich hab immer gedacht wenn ich statt in Moll in Dur spielen will mach ich das wie hier am Anfang von dem Video https://www.youtube.com/watch?v=ivyI9N1 ... D&index=12
In dem Beispiel ist es am Anfang die A moll Pentatonik die am 5.Bund der Tiefen E den Grundton hat. Um nach A Dur zu wechseln legt er einfach den kleinen Finger in den 5.Bund und spielt dann das gleiche Pattern das A im 5 Bund bleibt aber der Grundton, wenn ich das richtig verstehe?
Gibt es eigentlich einen Zusammenhang mit dem Video und diesem Thema oder ist das wieder eine andere Bausstelle?

daran schließt sich das nächste Pattern an, in der 7ten Lage und auf dem 8ten Bund der E-Saite liegt der Zeigefinger auf dem C

Hat das auch mit Dur und Moll zu tun oder heißt das einfach, dass das nächste Pattern im 8 Bund mit einem C Beginnt?
Rock´n Roll ist wenn mans trotzdem macht...

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Erstellt: von Hendock » 19.08.2014, 09:09

Siddy hat geschrieben:In dem Beispiel ist es am Anfang die A moll Pentatonik die am 5.Bund der Tiefen E den Grundton hat. Um nach A Dur zu wechseln legt er einfach den kleinen Finger in den 5.Bund und spielt dann das gleiche Pattern das A im 5 Bund bleibt aber der Grundton, wenn ich das richtig verstehe?
Gibt es eigentlich einen Zusammenhang mit dem Video und diesem Thema oder ist das wieder eine andere Bausstelle?

Nö, das ist das gleiche Thema. Und du verstehst das richtig. Es ist dasselbe Pattern für Moll und Dur. Wenn du das erste Moll-Pattern nimmst und bspw. den Zeigefinger im 5. Bund auf der tiefen E-Saite hast, befindest du dich in A-Moll. Gleichzeitig liegt dein kleiner Finger auf dem Grundton der parallelen Dur-Tonart (in dem Fall C-Dur). Wenn du jetzt die Greifhand so verschiebst, dass dein kleiner Finger auf dem A liegt (also kleiner Finger im 5. Bund) bist du in A-Dur und kannst dasselbe Pattern benutzen.

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Stinger
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Erstellt: von Stinger » 19.08.2014, 11:14

Melorien hat geschrieben:Hätte ich mit Helikopter stunden angefangen, könnte ich nach der Zeit bestimmt schon einen Heli landen.


Einen Heli landen ist so ziemlich das leichteste - danach ohne Hilfe aussteigen dann vielleicht etwas komplizierter.

Alles eine Frage der Zielsetzung - ich spiele dann doch lieber mal einen falschen Ton. ))==
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Erstellt: von Melorien » 19.08.2014, 12:39

Ich hab da jetzt auch noch paar Fragen zu dem ganzen.

Ich hab das alles jetzt so kapiert, sagen wir ich kann die A-Moll Pentatonik dann kann ich ja theoretisch auch die C-Dur Pentatonik da das ja die Parallele Tonart von A-Moll ist. Deswegen hat diese auch die genau gleichen Patterns.

Wenn ich das ganze jetzt verschiebe bekomme ich ja eine andere Tonart. Da aber die A-Moll und die C-Dur Patterns unterschiedliche Grundtöne haben muss ich diese ja unterschiedlich weit verschieben.

Das heißt um das große ganze zu begreifen und zu jeder Tonart improvisieren zu können, und außerdem noch in der dazugehörigen Paralleltonart muss ich eigentlich nur folgendes lernen:

1. Beherrschen der A-Moll Pentatonik (alle Patterns)
2. Die Grundtöne der A-Moll und der C-Dur Pentatonik lernen.
3. Die Paralleltonarten durch den Quintenzirkel benennen.
4. F Fis G Gis A B H C Cis D Dis E ..... (auf der Tiefen E Saite benennen können)

Durch Punkt 4 kann ich mir ja theoretisch alle anderen Töne auf dem Griffbrett ableiten. Egal auf welcher Saite ich spiele. Auf der A Saite fange ich dann einfach ab A an zu zählen also A B H C Cis D Dis E. Ich hoffe ihr versteht was ich meine.

Ist das theoretisch korrekt oder hab ich irgendwo einen Denkfehler drin ?

Der Rest wäre ja dann nur noch Spieltechnik, von dem theoretischen müsste das doch passen.
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Erstellt: von Hendock » 19.08.2014, 13:18

Melorien hat geschrieben:Ich hab das alles jetzt so kapiert, sagen wir ich kann die A-Moll Pentatonik dann kann ich ja theoretisch auch die C-Dur Pentatonik da das ja die Parallele Tonart von A-Moll ist. Deswegen hat diese auch die genau gleichen Patterns.

Stimmt soweit.

Wenn ich das ganze jetzt verschiebe bekomme ich ja eine andere Tonart. Da aber die A-Moll und die C-Dur Patterns unterschiedliche Grundtöne haben muss ich diese ja unterschiedlich weit verschieben.

Das kommt darauf an, zu welcher Tonart du wechseln möchtest.

Das heißt um das große ganze zu begreifen und zu jeder Tonart improvisieren zu können, und außerdem noch in der dazugehörigen Paralleltonart muss ich eigentlich nur folgendes lernen:

Wenn du in einer Tonart improvisierst, BIST DU BEREITS in ihrer entsprechenden Paralleltonart.
Hier ging es eigentlich darum, gleichzeitig in z.B. A-Moll und A-Dur zu improvisieren. Dazu musst du wissen, wie weit du die Hand auf dem Griffbrett verschieben musst.

1. Beherrschen der A-Moll Pentatonik (alle Patterns)
2. Die Grundtöne der A-Moll und der C-Dur Pentatonik lernen.
3. Die Paralleltonarten durch den Quintenzirkel benennen.
4. F Fis G Gis A B H C Cis D Dis E ..... (auf der Tiefen E Saite benennen können)

Durch Punkt 4 kann ich mir ja theoretisch alle anderen Töne auf dem Griffbrett ableiten. Egal auf welcher Saite ich spiele. Auf der A Saite fange ich dann einfach ab A an zu zählen also A B H C Cis D Dis E. Ich hoffe ihr versteht was ich meine.

Ist das theoretisch korrekt oder hab ich irgendwo einen Denkfehler drin ?

Der Rest wäre ja dann nur noch Spieltechnik, von dem theoretischen müsste das doch passen.

Zuerst einmal: Was du B nennst, ist in dem Fall Ais, da du, wenn du schon Fis, Gis usw. nennst, von #-Tonarten sprichst. B als Halbton unter H gehört in die b-Tonarten, genau wie Ges, Es, Des usw.

1. Beherrschen aller 5 Pattern
2. Die Positionen der Grundtöne der Moll- und der Dur-Pentatonik in den 5 Pattern lernen
3. Alle Töne auf dem Griffbrett wiederfinden

Zu Punkt 3: Du kannst natürlich mit der tiefen E- und der A-Saite anfangen, solltest mit der Zeit aber alle Töne auf allen Saiten benennen können. Dazu gibt es auch Eselsbrücken. Z.B. sind die Töne im 7. Bund H E A D Fis H. Merke dir dazu den Begriff 'Headfish-7'.
Oder: Im 5. Bund entsprechen die Töne aller Saiten außer der G-Saite dem Grundton der nächsthöher liegenden Saite.
Oder (das gilt nur für die tiefe E- und die A-Saite): Springe zwei Bünde UND zwei Saiten höher und du hast denselben Ton eine Oktave höher. Auf der D- und G-Saite springst du dafür drei Bünde und zwei Saiten höher.

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Erstellt: von Melorien » 19.08.2014, 13:50

Ok soweit verstanden.... nur den Satz hier versteh ich noch nicht ganz:

Wenn du in einer Tonart improvisierst, BIST DU BEREITS in ihrer entsprechenden Paralleltonart.
Hier ging es eigentlich darum, gleichzeitig in z.B. A-Moll und A-Dur zu improvisieren. Dazu musst du wissen, wie weit du die Hand auf dem Griffbrett verschieben musst.

Wenn ich z.b. in E-Moll improvisiere dann spiel ich doch nicht gleichzeitig die G-Dur Pentatonik ?
Also um in E-Moll zu improvisieren muss ich ja die 5.te Pattern der A-Moll auf den 12. Bund verschieben (ist jetzt nur ein Beispiel). Wenn ich jetzt wechseln will in G-Dur dann muss ich ja nicht nur den Bund wechseln sondern auch die Pattern da diese ja eine andere in DUR ist.

Irgendwo hab ich da jetzt einen Denkfehler fürchte ich. Sorry mein Kopf raucht. ;)

Danke für deine Tipps bisher.
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Erstellt: von Hendock » 19.08.2014, 14:26

Melorien hat geschrieben:Ok soweit verstanden.... nur den Satz hier versteh ich noch nicht ganz:

Wenn du in einer Tonart improvisierst, BIST DU BEREITS in ihrer entsprechenden Paralleltonart.
Hier ging es eigentlich darum, gleichzeitig in z.B. A-Moll und A-Dur zu improvisieren. Dazu musst du wissen, wie weit du die Hand auf dem Griffbrett verschieben musst.

Wenn ich z.b. in E-Moll improvisiere dann spiel ich doch nicht gleichzeitig die G-Dur Pentatonik ?

Doch! Guckst du:

Code: Alles auswählen

E-Moll/G-Dur

e -12-------15
b -12----14---
G -12----14---
D -12----14---
A -12----14---
E -12-------15


Denn:

Code: Alles auswählen

D = Dur-Grundton / M = Moll-Grundton / X = weiterer Ton der Pentatonik

e -M-------D
b -X----X---
G -D----X---
D -X----M---
A -X----X---
E -M-------D


Also um in E-Moll zu improvisieren muss ich ja die 5.te Pattern der A-Moll auf den 12. Bund verschieben.

Korrekt!

Wenn ich jetzt wechseln will in G-Dur dann muss ich ja nicht nur den Bund wechseln sondern auch die Pattern da diese ja eine andere in DUR ist.

Beinahe korrekt. Wenn du den Bund wechselst musst du AUCH die Pattern wechseln. ABER: Wenn du WEDER Bund NOCH Pattern wechselst, bist du auch in G-Dur, da es die parallele Dur-Tonart zu E-Moll ist.

Zur Erklärung: Parallele Dur- und Moll-Tonarten zeichnen sich dadurch aus, dass sie dieselben Töne enthalten, nur in einer anderen Reihenfolge und dadurch bedingt haben die Töne der Tonart jeweils einen anderen Abstand (Intervall) zum Grundton. Deshalb klingen die Tonarten für uns unterschiedlich, obwohl sie dieselben Töne enthalten.

Einfachstes Beispiel:
C-Dur: C D E F G A H C
A-Moll: A H C D E F G

Im Grunde sind die Pattern nur eine Krücke, die dir hilft, keinen falschen Ton zu spielen.

Irgendwo hab ich da jetzt einen Denkfehler fürchte ich. Sorry mein Kopf raucht.

Ist auch ein bisschen viel auf einmal.

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Erstellt: von Melorien » 19.08.2014, 14:47

Ah jetzt dämmert es mir. ;)

Ich spiele deshalb gleichzeitig in der Paralleltonart weil das eigentlich die selben Töne sind.
Nur anders angeordnet.

Ich sags ja, Gitarre spielen ist echt eine Wissenschaft.

Vielen Dank an alle, man lernt echt nie aus.
Dann werde ich mich mal ran machen das alles zu pauken. Wenn ich nur mehr Zeit hätte und nicht dauernd arbeiten müsste.

Die A-Moll Pentatonik und die Töne auf dem Griffbrett benennen kann ich.... (wenn auch ein wenig falsch ;) B = Ais check..... jetzt muss ich nur noch den Quintenzirkel pauken und mir merken wo die ganzen Grundtöne sind bei den Patterns.

Wobei ich bei den Grundtönen immer einen kleinen Trick anwende im Kopf. Ich weiß die Grundtöne der 5. Pattern der A-Moll Pentatonik, in meinen Kopf stell ich mir dann immer vor wo die anderen Patterns weitergehen und muss mir so nicht alle Grundtöne von jedem Pattern merken.

Nach all dem müsste ich schon einen schritt weiter sein.
Wow echt jede Menge Infos. Da hab ich ne weile dran zu knabbern.

=(=))=
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Erstellt: von mjchael » 19.08.2014, 14:59

Nur mal so als Hinweis:
Wir haben hier im Forum ein [Projekt] Improvisieren in C/Am oder G/Em incl. Link zu zwei Youtube Listen.

Möglicherweise ein netter Spielplatz, um das Improvisieren mit den Skalen zu üben, und um einige Sachen mal auszuprobieren. (Wechsel einer Moll-Pentatonik zur Dur-Pentatonik, bzw. Einsatz der Blues-Pentatonik etc.)

Gruß Mjchael

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Erstellt: von Hendock » 19.08.2014, 15:05

Melorien hat geschrieben:...jetzt muss ich nur noch den Quintenzirkel pauken...

Noch 'ne Eselsbrücke: Stell dir den Quintenzirkel als eine Uhr vor mit C-Dur auf der 12-Uhr-Position. Rechtsherum zählst du dann:
Geh #
Du ##
Alter ###
Esel ####
Hol #####
FISche ######

und linksherum:
Frische b
Brötchen bb
ESsen bbb
ASe bbbb
DES bbbbb
GESangsvereins bbbbbb

wobei Fis natürlich gleich Ges und in der 6-Uhr-Postion ist.

Damit hast du auch die #- und b-Tonarten. Wenn du in einer Partitur zu Beginn z.B. vier Kreuze (#) siehst, zählst du im Kopf (Geh Du Alter Esel...) und kommst zum E. Also ist das Musikstück in E-Dur bzw. Cis-Moll.

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Erstellt: von Melorien » 19.08.2014, 15:06

Ok danke Mjchael, werde ich mir anschauen.
Jedes kleine bisschen hilft.

Ah und danke für die Eselsbrücke Hendock.
Werde ich mir merken.
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Erstellt: von Siddy » 20.08.2014, 15:36

Nochmal eine kurze frage und zwar wenn ich über einen Backingtrack in Amoll spiele welche Tonart wechsel würden dann passen? eher die Paralleltonart cdur anstatt adur oder? Kann man das so pauschal beantworten?
Rock´n Roll ist wenn mans trotzdem macht...

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Erstellt: von Melorien » 20.08.2014, 21:28

Wenn du bei einen Backing Track in AMoll imrovisierst bist du gleichzeitig in CDur. Weil das ja die Parallel Tonart von AMoll ist. Das macht also kaum sinn wenn ich das richtig verstanden habe. Da macht der wechsel von AMoll auf ADur mehr sinn glaub ich.

Aber das können dir unsere Profis bestimmt besser beantworten.

(Entschuldigt bitte schreibfehler, ich schreib gerade aus der Arbeit mit der PSVita)
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Erstellt: von mjchael » 21.08.2014, 18:37

Noch ein Hinweis:

Thema Quintenzirkel auf den Wikibooks

oder hier im Forum:
Startseite » Workshops und Tutorials » [Workshop] wie lernt und benutzt man den Quintenzirkel
(Nützlicher Link, wenn man etwas zum Thema posten will, und eine Kopiervorlage braucht. ;) )

evtl. auch hilfreich:
Pentatonik Zusammenfassungen auf den Wikibooks
Bild
Viel Stoff, aber fast alles wichtige beisammen.

Wem das zu schwer wird, sollte sich die erste Lektion mal durchlesen.
Pentatonik G-Dur E-Moll Form

Man muss ja nicht jedesmal das Rad neu erfinden :lol:

Gruß Mjchael
Zuletzt geändert von mjchael am 22.08.2014, 09:25, insgesamt 2-mal geändert.

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Erstellt: von everyBlues » 22.08.2014, 01:12

Siddy hat geschrieben:Nochmal eine kurze frage und zwar wenn ich über einen Backingtrack in Amoll spiele welche Tonart wechsel würden dann passen? eher die Paralleltonart cdur anstatt adur oder? Kann man das so pauschal beantworten?


Über Moll, spiele Moll. Über Dur, kannst Du Dur oder Moll Spielen(Moll über Dur findet im Blues Anwendung). Dur über Moll hört sich nicht gut an. Probiere es mal aus.

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Vielleicht verstehe ich euch ja falsch. Aber A-moll ist nicht das selbe wie die parallel Tonart C-Dur. Denn, der Grundton der umspielt wird ändert sich. ;)
Spielt man im 5 bund, Pattern 1, A-moll, dann kann man mit dem gleichen Pattern im selben Bund zwar C- Dur spielen, aber der Grundton ändert sich. Das ist eine Möglichkeit um von Moll zu Dur zu wechseln, wobei sich der Grundton ändert.

Edit.: Also, wenn man erstes A- Moll pattern im 5 Bund spielt, und man umspielt aber immer das C und fängt dort an, oder landet immer auf dem C, dann spielt man eher C Dur anstatt des gewünschten A-moll.
Wenn man das Gleiche nun im selben Pattern mit dem Ton D macht, spielt man weder A moll noch C Dur.

Möchte man von A-Moll, zu A Dur wechseln ( also ohne Grundton-Änderung), wäre es eine Möglichkeit das erste Patern A Moll um drei Bünde nach unten zu verschieben, so das der kleine Finger auf dem A Grundton der E saite liegt/ anfängt (wurde ja schon gesagt). Eine andere Möglichkeit wäre- um die lage nicht zu wechseln und im 5 Bund zu bleiben- einfach das zweite Pattern, was sich normalerweise an das erste pattern A-moll anschließt um drei Bünde nach unten zu holen (dadurch wird es zum A-Dur) So kann man von A Moll zu A-Dur wechseln ohne die lage/ Bünde zu wechseln. Das heißt, die ganze Griffbrettskala von Moll (also alle 5 pattern), verschieben sich um drei Bünde nach unten, um in der gleichen Tonart von Moll zum Dur zu wechseln.
Oder man verschiebt nichts, ändert dann aber den Grundton des jeweiligen Patterns, um von Moll ins Dur zu wechseln.

Nichts neues, und eigentlich ganz einfach. Und praktisch gut anwendbar.

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Siddy
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Erstellt: von Siddy » 22.08.2014, 10:39

Danke euch hat mir weiter geholfen.
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Sunburst
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Erstellt: von Sunburst » 22.08.2014, 19:02

Super, dass ihr weiter gemacht habt!
Ich kam leider nicht dazu den Thread weiter zu verfolgen. Wenn noch weitere Fragen bestehen, bin ich jetzt auch wieder "an Bord".

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 22.08.2014, 19:44

Zum Thema C-Dur / Am-Pentatonik und deren Bezeichnung:
Klickt euch oben mal die Pentatonik-Zusammenfassung an.

Wichtig ist nicht unbedingt, mit welchem Ton man anfängt, sondern wichtiger ist, welchen Akkord man umspielt, oder in welcher Tonart man sich bewegt.

Gleich am Anfang der Merksatz gib darauf schon die Antwort:
Merke

  • Die Grundtöne einer Pentatonik sind genau da, wo die Grundtöne des gleichnamigen (Barré-) Akkordes sind.
  • Stücke können (oft) mit der Pentatonik begleitet werden, in der auch das ganze Stück steht (Tonart-Name = Pentatonik-Name).
  • Akkorde können meist mit der gleichnamigen Pentatonik begleitet werden (Akkord-Name = Pentatonik-Name).
  • Der Name einer Pentatonik leitet sich vom gerade umspielten Akkord oder der gerade umspielten Tonart ab.
Ausnahme beim Blues in Dur
  • Dur-Akkorde beim Blues (und auch die Moll-Akkorde) werden mit der gleichnamigen Mollpentatonik begleitet. (Akkord-Name = Moll-Pentatonik-Name)
  • Die Blues-Pentatonik wird oft noch mit einigen Blue-Notes angereichert. (Doch das ist Stoff für eine andere Lektion)


Merkt euch einfach:
Akkordnahme = Pentatoniknahme
Egal ob man den einzelnen Akkord meint, oder den Grundakkord einer Tonart.

Und beim Blues, wo man vom Fingersatz her eigentlich immer die Moll-Pentatonik nimmt,
Nennt man es halt nicht "A-Moll-Pentatonik über einen A-Dur-7-Akkord" sondern einfach die A-Blues-Tonleiter.

und der Abschnitt:
Ein Fingersatz aber 3 Namen

Wie du siehst passt ein und der selbe Fingersatz zu drei verschiedenen Arten von Akkorden.

Bild
  • Dieser Fingersatz kann als Dur-Pentatonik zu einem Barré-Akkord vom G-Typ passen.
  • Dieser Fingersatz kann als Moll-Pentatonik zu einem Barré-Akkord vom Em-Typ passen.
  • Dieser Fingersatz kann als Blues-Pentatonik zu einem Barré-Akkord vom F-Dur-Typ passen.
Diese drei Pentatoniken haben zwar den selben Fingersatz, aber sie sind nicht das selbe, denn sie werden über andere Akkorde gespielt. Der gerade vorherrschende Akkord bzw. die gerade vorherrschende Tonart bestimmt den Namen der Pentatonik; nicht der Fingersatz.

Dass G-Dur die Parallele von E-Moll ist und rein grifftechnisch den gleichen Fingersatz haben, das dient hier nur als eine Lernhilfe. Man sollte aber die Dur- und Moll-Pentatonik nicht so einfach in einen Topf werfen, sondern ganz sauber zwischen Dur-, Moll-, und Blues-Pentatonik unterscheiden.


Wenn man das einmal begriffen hat, ist der Rest eigentlich ganz einfach.
Und lasst euch nicht unbedingt von irgendwelchen anderslautenden Informationen aus einigen Gitarrebüchern oder Zeitschriftenartikel irre machen.
Ich habe lange - sehr lange - darüber recherchiert, mich mit vielen Gitarristen gestritten ;) und sehr viel gelesen (und leider auch einigen Unsinn); aber die kurze Formel der "Berklee College of Music" Chord = Scale" und das Buch "In vivo guitar" von Abi von Reininghaus finde ich, sind recht verlässliche Quellen zum zitieren.

Gruß Mjchael

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Melorien
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Erstellt: von Melorien » 23.08.2014, 01:38

Und wieder einiges gelernt. Dieses Forum hier ist echt klasse.

So endlich Wochenende. Mann ich hab jetzt 11 Schichten hinter mir und endlich mal 3 Tage frei.
Am Sonntag steht nach fast einem Jahr der erfolglosen suche endlich wieder eine Band probe an in unseren neuen Proberaum. Das ganze ist zwar ein ziemlich baufälliges Gemäuer ohne Heizung aber was tut man nicht alles um ein wenig zu rocken.

Die restlichen Tage werde ich möglichst dazu nutzen das von euch geschriebene zu verinnerlichen und anzuwenden. Gitarre lernen scheint wirklich ein endloser Prozess zu sein.
Hätte ich doch bloß nicht als alter Sack damit angefangen, sondern schon viel früher.

Es ist aber echt super das ihr euch die Mühe macht und hier wirklich jeden versucht mit Tipps und Tricks zur Seite zu stehen.

Dafür ein dickes Danke.

*verbeugt sich* und nimmt einen schluck Bier zu sich.
Wer kämpft kann verlieren,

wer nicht kämpft hat schon verloren.

(Bert. Brecht)

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Erstellt: von everyBlues » 24.08.2014, 01:06

Die Blues Tonleiter oder BluesSkala, ist lediglich eine Möglichkeit ( moll- Pentatonik + Blue Notes). Im Blues wird nicht selten - und ich mache es eben so- die Moll und Dur Pentatonik gemischt. Das heißt, das man nicht an der BluesSkala oder Bluestonleiter kleben bleibt. In der Klassischen Musik mag das anders sein, da wird dann nur Moll oder nur Dur gespielt.

Die 5 Fingersätze in der Zusammenfassung oben, sollten nicht mit den 5 pattern verwechselt werden (schon deshalb nicht, weil sie in der falschen Reihenfolge gezeigt werden, möchte man sie in ein und derselben Tonart aneinanderreihen). Denn In jeder Tonart gibt es diese 5 Pattern, die über das ganze Griffbrett verteilt sind, und die man aneinanderreihen kann, so kann man auf dem ganzen Griffbrett in ein und derselben Tonart Improvisieren. In der Zusammenfassung oben, wird dem ersten Moll- Pattern/Fingersatz (es ist auch das fünfte Dur -Pattern) die Bezeichnung G - E Moll Typ gegeben. Das ist aber nur bedingt richtig, denn es kommt darauf an, an welcher Stelle auf dem Griffbrett man dieses Pattern spielt!!
Im 5 Bund wäre es dann das A moll - C Dur. Das zweite Pattern was sich dann daran anschließt ist ebenfalls A-moll oder C Dur. Aber auch beim zweiten, dritten oder vierten,oder fünften Pattern/ Fingersatz kommt es immer darauf an, an welcher stelle es gespielt wird. Dadurch bekommt es seine Bezeichnung.
Ich mache das nun schon seit ca. 30 jahren so ;) Und habe es Früher auch so gelernt. Praktisch sehr gut anwendbar, wenn man es ersteinmal begriffen hat.

Schaut euch das mal an, für den Anfang erstmal vollkommen ausreichend. Sollte man zuerst verinnerlichen, so das man diese hin und her spielen kann ohne groß überlegen zu müssen: http://www.google.de/imgres?imgurl=http ... CCUQrQMwAQ

Diese 5 Pattern werden nicht benannt/ bezeichnet, und das hat seinen guten Grund. Denn es kommt darauf an wo sie gespielt werden und was für einen Grundton man innerhalb des gewählten Patterns benutzt. Die Akkorde über denen man spielt, sollten aus meiner Sicht, ertsmal gar nicht zur Benennung der Fingersätze/ Pattern benutzt werden. So lange zumindest nicht, bis das mit den 5 Pattern verstanden und verinnertlicht ist. Das mit den Akkorden kommt dann fast wie von selbst.

Edit.: In der Zusammenfassung oben (http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_P ... assungen_1), wird an fünfter Stelle ein Pattern gezeigt mit der Bezeichnung F- Typ ( G moll Typ). Bei diesem Pattern handelt es sich um das zweite Moll (Erste Dur) Pattern. Was dann auch wieder seine Bezeichnung dadurch bekommt, wo es auf dem Griffbrett gespielt wird und welchen Grundton man wählt. Mit den anderen ist es genauso.

Wie gesagt die 5 Pattern können für jede Tonart benutzt werden. Und man kann damit auf dem gesammten Griffbrett in ein und derselben Tonart spielen/ improvisieren. In dem man alle 5 Pattern aneinanderreiht, bekommt man eine Übersicht aller Tonleitern in einer Tonart (zB A-moll oder A Dur oder... ... usw.) auf dem ganzen Griffbrett. Und kann sich das Komplette Griffbrett zu Nutzen machen, auch dann wenn man in einer Tonart bleibt. ;)
Ein Wechsel der Tonart ist aber nur allein durch verschieben, jedes einzelnen Patterns jeder Zeit möglich. Und es ist einfach, hat man es erst einmal verstanden.

( diese 5 Pattern gibt es auch für die normale Dur, Moll, Dorischen, usw.... Es kommen dann nur noch ein paar Töne zur Pentatonik hinzu. Ansonsten verhält es sich da genauso). Aber bleiben wir ruhig vorerst bei der Penta!!

Es ist sicherlich nicht falsch, was in der Zusammenfassung usw. erklärt wird, nur ist es aus meiner Sicht kompliziert und man ist damit ertsmal sehr eingeschränkt auf dem Griffbrett.

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Erstellt: von Siddy » 24.08.2014, 11:29

Danke nochmal für die Erklärung.
Ich kann zwar alle 5 Pattern spielen allerdings ist es bei mir so, dass wenn ich was improvisiere eigentlich immer das erste Pattern nehm also das mit dem Grundton auf dem 5 Bund der tiefen E wenn ich was in Am spiel.
(oder eben die extended scale http://www.cyberfret.com/improvisation/ ... ent_up.gif die ist auch richtig verinnerlicht).
Die anderen Pattern sind bei mir einfach nicht so selbstlaufend im Kopf bzw. den Fingern.
Wenn ich z.b. ein bestimmtes Solo lerne welches ein anderes Pattern verwendet ist das auch kein großes Problem für mich weil ich die Pattern im Grunde kann aber zum freien Improvisieren bleib ich meistens bei dem 1 Pattern.
Soll ich mich jetzt mehr auf die anderen Pattern konzentrieren?
Mir ist dabei nicht ganz klar was mir das spielerisch bringen würde? Im Grunde sind es ja die gleichen Töne.
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Erstellt: von Hendock » 24.08.2014, 12:14

Siddy hat geschrieben:Mir ist dabei nicht ganz klar was mir das spielerisch bringen würde? Im Grunde sind es ja die gleichen Töne.

Ja, aber in anderen Lagen. So Kannst du beim Improvisieren auch höhere und tiefere Töne spielen.
Konzentrieren dich doch mal darauf, an das 1. Pattern, das du spielst, das 2. Pattern nach oben und das 5. Pattern nach unten (bzw. erstmal nur eines) anzuknüpfen. Das erweitert die Improvisation ungemein.

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Erstellt: von everyBlues » 24.08.2014, 12:18

Naja Du kannst Dich damit freier auf dem ganzen Griffbrett bewegen. Ich finde es schon etwas schade wenn man nur immer das erste Pattern benutzt.
Probiere es halt aus und höre selbst ob es immer das Selbe ist.

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Erstellt: von Sunburst » 24.08.2014, 13:03

Genau das ist es. Wenn du alle Patterns (oder 2, 3, 4) in dein Solo einbeziehst, kannst du dich viel freier bewegen oder auch mal auf einer Saite einen Lauf über eine Oktave spielen. Dadurch klingt es abwechlungsreicher.
Ein anderer wichtiger Punkt ist das Timing. Pausen machen die Musik. Trau dich auch mal eine Pause zu spielen. Spiele af den Off-Beats (also betone Noten auf den Schlägen 2 und 4), spiel Triolen und variiere die Rhythmik.

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Erstellt: von Siddy » 24.08.2014, 14:52

Ok dann werd ich in nächster Zeit versuchen die anderen Pattern mehr in mein Spiel einzubeziehen. Bis das so gut läuft wie mit dem anderm Pattern bin ich sicher eine Weile beschäftigt :D . Mein Ziel war schon immer etwas freier auf dem Griffbrett improvisieren zu können hab aber nicht genau gewusst wie ich das angehen soll. Danke euch :D
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