Bringen Studiokopfhörer was?

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Seph
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Bringen Studiokopfhörer was?

Erstellt: von Seph » 14.04.2014, 18:31

Ich habe kompetente AEG Kopfhörer (K512) für um die 50 Euro, Hifi halt, haben aber, wie ich finde, einen ordentlichen Sound. Die Kopfhörer direkt am Gitarrenausgang gehen gar nicht, da zerreißt es dir die Ohren, weil der Sound so grell ist. Mit Rocksmith etc. geht es ok, aber häufig nicht das wahre - wobei ich mir nicht sicher bin, ob das nicht eher an der Software bzw. am Rocksmith-Kabel liegt.

Würde man durch einen hochwertigen Studiokopfhörer eine deutliche Verbesserung des Sounds erleben können?

ZeroOne
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Erstellt: von ZeroOne » 14.04.2014, 19:16

um was für einen kopfhörerausgang geht es?

das was du beschreibst klingt nach einer nicht vorhandenen boxensimulation, eine gitarrenbox bzw. die simulation einer solchen ist allerdings ein esssentieller, soundbildender bestandteil des gesamten sounds.

studiokopfhörer werden dir dabei jedenfalls nicht helfen.

Seph
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Erstellt: von Seph » 14.04.2014, 19:16

Was den Verstärker angeht hast du sicherlich recht. Da fehlt die Boxensimulation. Aber darüber hinaus?

ZeroOne
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Erstellt: von ZeroOne » 14.04.2014, 19:30

studiokopfhörer sollen halt nen neutralen frequenzgang haben, hifi kopfhörer "beschönigen" das (ab)gespielte eher. dass rocksmith nicht bombe klingt liegt wohl auch in der natur der sache.

also, wenn du keinen möglichst neutralen frequenzgang brauchst, benötigst du auch keine studiokopfhörer.

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Wiesolator
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Erstellt: von Wiesolator » 15.04.2014, 07:07

Allgemeines zu Studiokopfhörern, die sind dafür ausgelegt einen Sound zu beurteilen, bringen also alles Schlechte wie Gute exakt 1:1 rüber und beschönigen nichts. Sollen die ja auch nicht, sind ja Messinstrumente bzw. Bewertungsinstrumente für das ankommende Tonmaterial. Standardkopfhörer sind je nach Geschmack im Frequenzgang etwas im Frequenzgang verbogen, so das sie angenehm klingen sollen. Taugen fürs Studio und im Mix nichts, sind für angenehmen Ton gebaut, egal wie teuer. Davor hat schon einer etwas angemerkt mit fehlender Boxensimulation, das stimmt wirklich. In der Signalkette der Klangbildenden Elemente einer E-Gitarre kommt eben die Gitarre mit Pickup, internen Bauteilen, dann das Kabel, danach die Vorverstärkerstufe mit all ihren Knöpfchen. Das Chasis des Amps und der Lautsprecher aber ist auch ein Teil der Kette, und formt enorm am Sound, vor allem in bestimmten Frequenzbereichen die den endgültigen Sound bilden. Ohne das Element - und wenn es eine Amp-Simulation ist, die du zum Kopfhörer zwischenschalten soltest - klingt das alles grell oder matschig, eben nie original wie du es kennst. Daneben kommt oft noch der Fakt eines fehlenden Raumbildes, also Reflektionen des Schalls im Raum. Das haben Amp-Modeller auch oft mit drin, also einen "Room-Effekt" oder ähnliches, die eben für das Ohr den gewohnten Reflektionen nachbilden können. Ist eben im Fazit die Gesamtsumme aus allen klangformenden Komponenten, hoffe das kommt soweit richtig an, möchte dir hier nur einfach erklärt den Sachverhalt erläutern.

Gruß Wolfgang

Seph
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Erstellt: von Seph » 19.04.2014, 12:04

Danke!

Meine K512 stoßen an ihre Grenzen auch in den Amp-Simulationen oder Rocksmith. Sie übersteuern dann. Wobei ich natürlich schwer sagen kann, ob es an den Hörern liegt oder am Zuspieler...bei normaler Musik ist alles fein.

Das sind ungefähr meine:

http://www.amazon.de/AKG-Geschlossene-S ... ds=akg+512

Nur der Vorgänger.

Bei Thomann gibt es heute 50€ auf diese hier:

https://www.thomann.de/de/akg_k701.htm

Wäre das eine wesentliche Verbesserung?

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Wiesolator
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Erstellt: von Wiesolator » 19.04.2014, 14:09

Das kann mehrere Ursachen haben. Häufig kommt das Klirren von einer falschen Impendanz am Kopfhörer, wenn dein Anschluss passt und alles davor solide Technik ist. Der hier liegt um die 60...70 Ohm, also noch recht niederohmig. Dafür sollte auch deine Kopfhörerendstufe ausgelegt sein. Gibt es aber andere bis hoch um 600 Ohm wenn es die nicht mit dem packt. Zum anderen, eine E-Gitarre (vor allem wenn man sich ziemlich die "Dröhnung" auf Verzerrung gibt) hat ein Frequenzspektrum das in erster Linie oberhalb von 1kHz, und das ziemlich heftig arbeitet. Das kann dir die Membranen, da sie für dem Bereich recht schwach dimensioniert sind in die übelsten Verzerrungen und Schwingneigungen treiben (und auf Dauer auch zerstören). Nur bei denen sollte man eh aufpassen, wenn es kracht sollte man da auch mal an sein Gehör denken. Oft ist auch der Pegel schnell mal viel zu stark aufgedreht (Gehörschaden...).
Als kleine Info, ich verwende hier zur Zeit in erster Linie den Bayerdynamik Custom One Pro, mit dem habe ich keine Probleme in der Art. Als primären Kopfhörer-Amp habe ich den Behringer Powerplay Pro im Einsatz.

Gruß Wolfgang

Seph
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Erstellt: von Seph » 19.04.2014, 14:28

Und was hälst Du vond em oben verlinkten?

Seph
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Erstellt: von Seph » 19.04.2014, 14:53

Oder anders gefragt: Hilft mir eine bessere Verbindung zum PC (Line 6?) im Vergleich zum Rocksmith-Kabel mehr, als bessere Kopfhörer?

Seph
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Erstellt: von Seph » 23.04.2014, 20:51

Für das Protokoll: Konnte im Vergleich keinen Unterschied hören zwischenne meinen 50 Euro und den 200 Euro Kopfhörern hören. Klar gab es einen Unterschied - die 200 Euro Dinger waren leiser und dumpfer. Ansonsten ist mir nichts aufgefallen und deswegen behalte ich meine.

ZeroOne
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Erstellt: von ZeroOne » 23.04.2014, 21:01

ganz nebenbei, das rocksmith kabel ist sicher nicht ideal ;)

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